Hast Du Näheres zu den Beobachtungen der Dotorandin?
Sorry, hatte den Link vergessen.
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Eine erstaunliche Entdeckung machte die Doktorantin Susanne Stegmeiner an der Charite in Berlin. In einer retrospektiven Untersuchung von Operationsprotokollen von Zirkumzisionen bei Kindern stellte sie fest, dass nach der Verabreichung eines Peniswurzelblocks beim Aufwachen aus der Allgemeinanästhesie nicht, wie in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen behauptet, schlimmstenfalls ein paar mickrige Prozent der Kinder noch weitere schmerzstillende Medikamente (an der Charite ist das Piritramid) brauchten, sondern 34,4%.
Einen Reim konnte sich Frau Stegmeiner darauf zwar nicht machen, ihr fiel aber auf, dass in 61% der Protokolle nicht angegeben war, welchen Beruf derjenige hatte, der den Peniswurzelblock gegeben hatte.
Wie dem auch sei - was lernen wir daraus? Dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen und die Wirklichkeit manchmal zwei Paar Stiefel sein können.
Immer noch empörend sind folgende Tatsachen.
Zitat"Die AAP zitiert zur Anästhesie bei der Säuglingsbeschneidung im Wesentlichen die Zusammenstellung der Cochrane Bibliothek von 2004. Darin werden wissenschaftliche Studien an 2500 kleinen Jungen zusammengefasst. Sie stammen überwiegend aus den USA. Die Kinder wurden für statistische Vergleiche entweder mit schmerzbekämpfenden Maßnahmen verschiedener Art, oder mit Plazebo, oder ohne jegliche schmerzdämpfenden Maßnahmen operiert. Das bedeutet, dass bis ins 21. Jahrhundert im Rahmen medizinischer Wissenschaft und alleine im Rahmen dieser Literaturzusammenstellung etwa 1000 Neugeborene bewusst und absichtlich ohne jegliche Betäubung beschnitten wurden. Hinzu kommen frühere Studien und solche, die neuer sind, wegen etwaiger Qualitätsmängel nicht in die Cochrane Bibliothek aufgenommen wurden. Alle diese Studien mussten von einer Ethikkommission genehmigt werden. Ganz offenbar besteht im medizinisch wissenschaftlichen Bereich der USA eine erschreckende ethische Leichtfertigkeit beim Thema Beschneidung, die von den Wissenschaftlern selbst niemals problematisiert wurde."
Wir sprechen hier von Zeiten, in denen die Erkenntnisse über das Schmerzempfinden von Säuglingen längst publik war.
Merkwürdige Seite.
Zitat"The adhesions must be released, as early as possible, to promote the development of a boy's healthy sexual relationship with himself ... and subsequently with others."
"I examine the possibility of greatly reducing or even completely preventing all stiff foreskin problems by gently releasing or dissolving these epithelial adhesions, as early as possible to allow the foreskin to develop in a fully healthy flexible, supple manner. A number of methods and research ideas are collected under "The Search for a Solvent for Adhesions".
Ich habe das Buch mittlerweile gelesen. Letztlich handelt es sich um den Versuch, die Beschneidungsdebatte in Romanform darzustellen: was sagt z.B. ein gläubiger Jude, wenn ich ihn mit medizinischen Erkenntnissen konfrontiere, oder ihm sage, dass Beschneidung ein überholtes "archaisches" Ritual sei. Neue Argumente bzw. Aspekte konnte ich nicht entdecken. Manche Argumente gegen die Beschneidung sind sehr "diplomatisch" und vorsichtig formuliert.
Da der Roman komplett in der jüdischen Welt spielt, könnte er vielleicht Juden zum Nachdenken bringen, die Argumente grundsätzlich schon allein deswegen ablehnen, weil sie von Nicht-Juden kommen.
Der Knackpunkt des Buches dreht sich um die keineswegs nur von orthodoxen Juden geäusserte tiefe Überzeugung, dass das Judentum ohne die Tradition der Beschneidung dem Untergang geweiht ist, so, als würde es eigentlich keine andere "Klammer" für die jüdische Identität geben. Angesichts dieses archaischen Untergangsszenarios wird einigermassen verständlich, warum Juden z.B. die Diskussion über EMLA-Salbe für eigentlich völlig bedeutungslos halten. So gesehen begreifen sich Juden immer noch als "Stammeskollektiv", das für sein Überleben (fast) jeden Preis zu zahlen bereit ist.
Ein interessanter Mann ist das - Jonathan Eshiloni Mumena. Ein traditioneller Stammeskönig, der evangelikaler Christ ist und Sympathien für die USA und für Israel hegt. (Er war schon bei einer Aids-Konferenz in Washington.) Der Stamm, über den Mumena herrscht, hielt Beschneidung bisher für primitiv und barbarisch und kolonialistisch. Wegen Aids sieht Mumena sein Volk aber jetzt bedroht. Notgedrungen meint er, das primitive, barbarische und kolonialistische Ritual doch noch einführen zu müssen. Wir hoffen natürlich, dass er sich dabei nicht verrechnet...
http://www.impatientoptimists.org/Posts/2012/07/…-Example-on-HIV
Vielen Dank für den Hinweis! Ich habe mir das Buch heruntergeladen und werde es in den nächsten Tagen lesen.
Hier nochmal eine Inhaltsangabe:
Zitat"Sandy Waldman, a Jewish physician, is sitting shiva for his father in Berkeley, when he feels a strange pain in his penis. When he can find no medical explanation, he decides that the problem is circumcision and becomes an obsessive crusader against brit milah. He even tries to undo his own milah. His new activism costs him his marriage, leads to estrangement with his daughter, and destroys his career. It does, ironically, lead him back to Torah study as he searches religious texts to understand the tradition better. He has an adult Bar Mitzvah, at which he reads parashah Korach, which deals with one of Judaism’s fiercest rebels. The author of this book is an activist in the circumcision debate, but she treats the issue with respect and even a touch of humor. A discussion with an Orthodox mohel, a feminist woman rabbi who still considers the ritual important, a liberal cantor, and a “conscientious objector” (a Jewish woman searching for a brit without the milah) is very civil, probably more civil than many real-life debates on the subject. This book will lead to interesting discussions at book group meetings. It is a good addition to collections for public libraries and liberal synagogues."
http://www.lisabravermoss.com/uploads/ajl.review-1.pdf
Falls sich jemand für die innerjüdische Diskussion über die rituelle Beschneidung interessiert, ist die Autorin, die seit 20 Jahren gegen die Beschneidung "anschreibt", eine wahre Fundgrube.
Zitat"Was sagen die verschiedenen Rabbinate? Auch hier wird es sein, wie es in der jüdischen Geschichte immer war: Wo ein politischer Wille aufgrund eines Sachzwangs vorliegt, hat sich noch immer ein halachischer Weg gefunden. Benötigt wird heute, 17 Jahrhunderte nach der ersten rabbinischen Revolution, eine zweite Revolution, die dem Zeitalter liberaler romantischer Lebensformen entspricht."
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16660
Wenn unser "Freund" Micha Brumlik das irgendwann einmal auf die rituelle Beschneidung bezieht, werden wir ihn sicher noch in die "Hall of Fame" bugsieren.
Denn das wäre echt schlimm für das Kind.
Ja, ein klarer Verstoss gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrheit. Ausserdem bringt das Passivrauchen, wie randomisierte Studien in Afrika gezeigt haben, dem Kind keinerlei gesundheitliche Vorteile. Allerdings ist jetzt von der anderen Seite eine Verfassungsklage wegen Verstosses gegen die Rauchfreiheit und das Erziehungsrecht der Eltern, dem Nachwuchs alles Erdenkliche zuzumuten, angedacht. Hauptargument: es gebe bereits zertifizierte Gasmasken, die man Kindern überstülpen kann.
Da hat Rochel Holzkenner aber ein schweres Eigentor geschossen. Man muss sich eben die Sachen, die man als Beweis für die eigenen Thesen anführt, genau anschauen.
Zitat von Rochel Holzkenner"Generally speaking, a woman’s nature is not to dominate someone whom she desires. Studies show that female sexual predators make up such a small percentage that there is little known about them as a group.1
Although women may have many imperfections, it seems that they are naturally less in danger of violating the dignity of others through their lustful impulses."
In der von ihr herbeizitierten Studie heisst es jedoch:
Zitat"Ultimately, the researchers found female recidivism rates for child sexual molesters to be higher than recidivism rates for males convicted of the same crime."
http://holyspiritlibrary.pbworks.com/w/page/4588808…n%20Criminology
Fazit: Beschneidung, ob nun künstlich oder "natürlich" ist keine Garantie für Garnix.
Ich verlinke hier die PP-Präsentation eines Workshops der Universität Basel aus dem letzten Jahr mit dem Titel " Vom verkannten Schmerz bei Neugeborenen hin zur Schmerzlinderung durch die Eltern".
Ich finde diese Präsentation sehr anrührend. Sie stellt auch die Problematik allgemeinverständlich und praxisnah dar. Überzeugend finde ich auch den Ansatz, die Eltern miteinzubeziehen.
Ob das alles medizinisch korrekt ist, kann ich nicht beurteilen. Kritisch muss man sicher die Hervorhebung von Sucrose für die Schmerzbekämpfung sehen. Immerhin wird die Untersuchung von Rebeccah Slater an prominenter Stelle ausdrücklich erwähnt. Immerhin!
Danke, endlich habe ich verstanden... ![]()
Hier übrigens noch einmal der anschauliche Beweis für die Wirkung von Sucrose. Das "Grimacing" des abgebildeten Säuglings zeigt, dass die Zuckerlösung bereits ihre volle anästhesierende Wirkung entfaltet hat. Die Messung der Herzrate, der Gehirnströme und anderen Schickschnacks ist völlig überflüssig. (würg)
Über genau die Diskrepanz in der Gebrauchsinformation bin ich auch gestolpert und habe beim BfArM freundlich angefragt, was das soll. Genauso freundlich habe ich gefragt, wieso das wirkstoffidentische Medikament ANESDERM diesen Sonderzulassungszusatz für die Neugeborenenbeschneidung nicht hat.
ZitatAlles anzeigen"FROM ASTRA/HOSPITAL DIVISION (Makers of Emla):
Contraindications: "EMLA is contraindicated in patients...who are less
than 6 months of age or younger, until further clinical data are
available."Precautions: "EMLA cream is not sterile. Therefore it should not be
applied to open wounds or used as an analgesic dressing following
cannulation or venipuncture. EMLA cream is presently not recommended
for use on genital skin or mucosa."Dosage and Administration: "Use in infants under the age of 6 months:
Not recommended""DO NOT APPLY EYES OR ON OPEN WOUNDS. Not for use in children under 6
months of age."
The U.S. Food and Drug Administration lists the current EMLA documentation (updated February 4, 1998
"Due to the risk of methemoglobinuria and the lack of proven efficacy EMLA Cream is not recommended for use prior to circumcision in pediatric patients."
Zitat"Moreover, in our previous sucrose trial, we observed an increase in heart rate after administration of sucrose that persisted throughout the painful procedure, questioning the validity of heart rate as a measure of analgesic effectiveness of sucrose."
http://pediatrics.aappublications.org/content/127/4/e940.full
Ich finde auch, daß das muslimische Kopftuch ein Affront gegen jeden Jungen und Mann über 14 ist, weil es auf der These basiert, ein Mann könne sich angesichts einer unverhüllten Frau nicht beherrschen und neige dazu sie stante pede zu vergewohltätigen. Also ich fühle mich dadurch persönlich durchaus beleidigt.
Apropos Ahnungslosigkeit: Daß ein orthodoxer Jude keine Frauen (außer seiner angetrauten) anfasst hat nichts damit zu tun, daß die Frau unrein oder minderwertig wäre, sondern damit, daß die jüdische Orthodoxie das Gebot "Du sollst nicht die Frau eines anderen berühren." entsprechend streng auslegen um sich und die Frau nicht dem Risiko eines Ehebruchs auszusetzen.
Islam? Jüdische Orthodoxie?
Zitat"Zehn Jahre lang hatte Melissa Nelson als Zahnarzthelferin für James Knight gearbeitet, in seiner Praxis in der Kleinstadt Fort Dodge im US-Bundesstaat Iowa. Nelson sei "die beste Assistentin" gewesen, die er je hatte, sagte Knight, doch von einem Tag auf den anderen feuerte er sie. Sein Geschäft, seine Ehe und das Wohl seiner Familie seien bedroht, Nelson sei einfach "unwiderstehlich".
Nelson war in Tränen ausgebrochen, schließlich hatte sie sich bei der Arbeit nie etwas zuschulden kommen lassen. Zu sexuellen Kontakten war es nie gekommen, die junge Frau und verheiratete Mutter klagte gegen ihre Entlassung. "Das ist nicht fair", sagte sie damals, "ich habe immer prima meinen Job gemacht." Es liege eine sexuelle Diskriminierung vor, argumentierte sie. Ein Mann wäre an ihrer Stelle nicht entlassen worden.Nach neun Jahren hatte Knight offenbar das erste Mal gemerkt, dass ihn die angeblich hautenge Kleidung seiner Assistentin von der Arbeit ablenke. Er schrieb ihr anzügliche SMS-Botschaften: "Wenn sich meine Hose wölbt, wissen Sie, dass Ihre Klamotten zu knapp sind." Knight glaubte ernsthaft, dass er Melissa nicht mehr länger widerstehen könne und eine Affäre begonnen hätte."
Eine der ersten und intensivsten Forscherinnen zur EMLA-Creme war Anna Taddio.
Schon in den 1990er Jahren wurden ihre Forschungen aus ethischer Perspektive hart kritisiert. Anna Taddio versuchte, sich zur Wehr zu setzen.
Zitat"Our data should neither be interpreted as justifying circumcision nor be used to promote it."
http://www.nejm.org/doi/full/10.10…61701#t=letters
Dass ihre Daten genau zu dem Zweck, die Säuglingsbeschneidung zu legitimieren, missbraucht werden würden, hätte Frau Taddio schon damals klar sein müssen. Ihre Aussage ist mehr als scheinheilig. Ihre ethische Glaubwürdigkeit wird dadurch schwer infrage gestellt.
Zitat"A village headman in Bizana, Sikhathele Ndovela, said circumcision in their area was killing the nation and only the government could help them reverse this.
“We have become the laughing stock of other communities in the AmaXhosa nation.
“People are asking why we put our children through this torture knowing that some will not survive and some will lose their manhood."
Preisfrage: Worauf beziehen sich folgende Zitate?
Zitat""Ich wurde auf die traditionelle Art und Weise beschnitten. Ich habe damit gar kein Problem. Es ist Teil meiner Kultur, deshalb respektiere ich das."
Zitat"Wir haben es hier mit einem schwerwiegenden Thema zu tun. Ein Thema, das eine kulturelle, eine religiöse und auch eine medizinische Dynamik hat. Es sterben Menschen. Es kann nicht sein, dass ...wir nicht wissen, wie es ihnen gesundheitlich geht. Sie wurden vorher nicht untersucht. Keiner weiß, ob sie vielleicht Diabetes haben und oder irgendwelche anderen Krankheiten."
Zitat"Wir können unsere Traditionen nicht einfach ändern, wir müssen einer Routine folgen. Das wäre sonst eine Bedrohung unserer Kultur. Schon unsere Vorfahren haben das so gemacht und uns überliefert. Es geht darum, zu lernen ein Mann zu sein. Das können wir nicht einfach so ändern."
Zitat"Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Bevölkerung die traditionelle Beschneidung bevorzugt. ...Es geht uns darum, unsere Tradition so zu gestalten, dass sie nicht gesundheitsgefährdend ist. Die Menschen glauben daran, wir wollen ihnen das nicht nehmen. Wir wollen das Ganze nur sicherer machen."
Die Antwort:
Zitat"A leading mohel has offered to circumcise Prince George — in keeping with a Royal Family tradition.
Dr Joseph Spitzer, a GP and the head of the Initiation Society, is willing to carry out the procedure should the Duke and Duchess of Cambridge decide to maintain the practice common among royals since the 19th century."
http://www.thejc.com/news/uk-news/109723/bring-me-royal-baby-and-i’ll-give-him-snip-says-top-mohel
Siehe zu Joseph Spitzer auch hier.
Zitat von Jüdische Allgemeine"Bereits seit 1745 gibt es in Großbritannien die »Initiation Society«, der die zertifizierten Mohalim des Landes angehören. »An diese Tradition wollen wir mit der Union der Mohalim anknüpfen«, erklärte der Wiener Gemeinderabbiner und Mohel, Schlomo Hofmeister, der zum Präsidenten der Vereinigung gewählt wurde, die ihren Sitz in Wien hat."
Zitat"In the UK, the training and regulation of mohelim is the duty of the Initiation Society, an organization established in 1745, now run under the auspices of the court of the Chief Rabbi of Great Britain. It is the oldest Anglo-Jewish organization still in existence. There are around 45 mohelim currently practising in the UK.
...As the procedure is so quick, most mohelim do not routinely use any anaesthesia as they feel there is probably no need in the neonate. However, there is no Talmudic objection and should the parents wish for local anaesthetic cream to be applied there is no reason why this cannot be done.
...
I thank Dr Joseph Spitzer for his invaluable assistance in preparing this paper."
http://onlinelibrary.wiley.com/store/10.1046/…v=1&t=hjtvgnv4&
Zitat"Dr Joseph Spitzer, a GP and the head of the Initiation Society, is willing to carry out the procedure should the Duke and Duchess of Cambridge decide to maintain the practice common among royals since the 19th century."
http://www.thejc.com/news/uk-news/109723/bring-me-royal-baby-and-i’ll-give-him-snip-says-top-mohel