Beiträge von werner

    "The ritual circumcision of male babies has a symbolic meaning as the first ritual that distinguishes the roles of males and females in society. After undergoing this ritual, male babies are accepted as crucial components of the nomadic society, and can henceforth own horses. The ritual is supposed to symbolize the baby`s proper entry into the nomadic life, with the emphasis on the skillful handing of horses."

    http://www.papersearch.net/view/detail.as…il_key=1b400217

    Zitat

    "Am 23. April 1998 führte die Beklagte zu 1) als niedergelassene Chirurgin bei dem damals ca. fünfeinhalb Jahre alten Kläger in ambulanter Operation eine Zirkumzision (d.h. eine kreisförmige Entfernung der Vorhautblätter des Penis) zur Beseitigung einer Phimose (d.h. einer Vorhautverengung) durch. Der Eingriff wurde unter Allgemeinnarkose in Kombination mit einem Peniswurzelblock (d.h. einer lokalen Betäubung der Peniswurzel) vorgenommen. Hierfür hatte die Beklagte zu 1) den Beklagte zu 2) hinzugezogen, der als Anästhesist u.a. einen mobilen Anästhesiedienst betreibt und bereits seit 1993 regelmäßig an Operationen in der Gemeinschaftspraxis der Beklagten zu 1) und des Dr. med. G. mitgewirkt hatte. Für ihre Zusammenarbeit hatten die Beklagten keine gesonderte Vereinbarung geschlossen. Die Beklagte zu 1) stellte dem Beklagten zu 2) in der chirurgischen Gemeinschaftspraxis einen Aufwachraum zur Verfügung. Der Beklagte zu 2) brachte die von ihm benötigten Geräte, Apparate und Verbrauchsstoffe und eigenes Personal mit. Am 23. April 1998 begleiteten ihn die damals ca. seit drei Jahren im Beruf stehende Anästhesieschwester L. und die Auszubildende Ka. ; der Beklagte zu 2) führte auch die fachärztlich geforderte apparative Ausstattung mit EKG-Monitor, Blutdruckmessgeräten, Sauerstoffinsufflation, Pulsoxymetrie und Absaugung bei sich.

    Der vorliegende Fall zeigt gerade, welche schwer wiegende Folgen eine zehnminütige Überwachungslücke haben kann; ein solches vermeidbares Risiko ist als fachärztlicher Standard nicht hinnehmbar. Insoweit bestehen auch keinerlei Unterschiede zwischen einer stationären und einer ambulanten Behandlung."


    http://www.beschneidung-und-recht.de/zivilrechtlich…sthesisten.html

    Es ist ja wohl mehr als fraglich, ob offizielle Stellen die Chabad-Sekte unterstützen sollten, nachdem immer noch nicht geklärt ist, ob Teichtal gegen das Beschneidungsgesetz verstossen hat.

    Chabad bekennt sich ja offiziell zur betäubungslosen Beschneidung.

    Zitat

    "The traditional brit milah does not involve anesthesia, as we do not want to cause the possibility of additional complications. Ansthesia can also have negative side effects in such young children."

    Die New Yorker Chabad-Anhänger kämpfen für das Blutabsaugen der Wunde.

    http://rabbimichaelsamuel.com/2013/05/circum…r-metsita-bpeh/


    Selbst die nicht zu Chabad gehörende "Conference of European Rabbis", die jetzt eine europäische Zertifizierung von Mohelim vorbereitet, und das israelische Oberrabbinat haben sich für das Blutabsaugen ausgesprochen. Es gibt zwar keine offizielle Stellungnahme von Chabad zum Blutabsaugen, man kann sich aber nicht vorstellen, dass seine Anhänger weniger orthodox als die beiden genannten Organisationen sind.

    Hier noch ein christlicher Kommentar.

    Zitat

    "Der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider (Berlin), hatte es abgelehnt, sich für den Film interviewen zu lassen. Der Vorsitzende der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg), verzichtete ebenfalls. Er hatte ein Interview an die Bedingung geknüpft, dass „dies auf Augenhöhe mit der EKD gelingt“. Dazu hieß es im Film, beim Schweigen zu streitbaren Themen sei die Ökumene bereits weit fortgeschritten."


    http://www.idea.de/detail/medien/…tanz-25780.html

    Zur Beantwortung der Frage, was bei der Anästhesie von kindlichen Schmerzerfahrungen "ärztliche Kunst" sei, wurden in diesem Forum schon etliche Anwendungen diskutiert (u.a.Schnullernuckeln, Musik, Zuckerwasser, Wein, Whisky und - für die Eltern - Wodka). Diese Liste können wir nun durch Hinweise aus der Zeitschrift "Fortschritte der Medizin" ergänzen.

    Da wäre einmal der "Hustentrick".

    Zitat

    "Bei Kindern ab vier Jahren hat sich der „Hustentrick“ bewährt. Man lässt das Kind einmal zur Probe husten und dann richtig husten, während die Spritze gesetzt wird. Am Ende jeder Prozedur sollte das Kind ein kleines Geschenk erhalten."


    In derselben Zeitschrift wird auch ein Hinweis auf die richtige Verabreichung von schmerzstillenden Zäpfchen gegeben.

    Zitat

    "Die höchste Wirkstoffkonzentration befindet sich im schmalen Ende eines Zäpfchens. Deshalb sollte man es mit der „Rückseite“ nach vorne einführen."

    Last but not least wird die Übertragung von Ängsten der Eltern (z.B. von überbesorgten Müttern, die von Anästhesisten oder Intaktivisten künstlich aufgeheizt wurden) thematisiert.

    Zitat

    "Nehmen Sie zuvor den Eltern des Kindes durch Aufklärung die Angst. Denn die Angst der Eltern überträgt sich oft auf die Kinder, auch auf die jüngsten."


    Meistens empfinden nämlich Kinder gar keine Angst, wenn da nicht die Eltern wären.

    Wie gesagt, die Zeitschrift heisst: "Fortschritte der Medizin".

    In der Septemberausgabe veröffentlicht die Zeitschrift "Kinderheilkunde" einen Leserbrief von Prof. Holm Putzke.

    Putzke weist darin auf Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung über mögliche Beschneidungsfolgen hin. Erfolge dies nicht, sei die Einwilligungserklärung der Eltern nichtig. Putzke bezweifelt grundsätzlich, ob Mohelim wegen ihres defizitären medizinischen Wissens in der Lage seien, eine solche Aufklärung zu leisten.

    Putze empfiehlt den ärztlichen Beschneidern, sich Gewissheit zu verschaffen, ob nicht eine kindeswohlwidrige Motivation der Eltern vorliege, um ein eventuelles Haftungsrisiko auszuschliessen. Für Putzke widerspricht auch eine gesundheitsprophylaktische Begründung dem Kindeswohl, da keine der betreffenden Erkrankungen im Kindesalter ausbrechen.

    Natürlich kommt Putzke auch auf den EMLA-Skandal zu sprechen. Da es eine ausreichende Betäubung nicht gebe, handele es sich, und darin folgt Putzke Prof. Eschelbach, bei der Säuglingsbeschneidung um eine Gewalterfahrung, die schwerer wiege als bei den meisten Fällen sexuellen Missbrauchs.


    Zitat

    "Inzwischen ist bekannt, dass eine Salbenbehandlung mit der EMLA®-Salbe hoffnungslos unzureichend ist. Kürzlich mussten sogar die entsprechenden Hinweise zur Jungenbeschneidung vom Beipackzettel entfernt und die Fachinformationen geändert werden. Nun ist der Einsatz von EMLA® bei Neugebornenbeschneidungen ein sog. „off-label-'use“, also eine nicht zugelassene Anwendung. Erst recht unzureichend ist die bei jüdischen Beschneidungen übliche Benetzung der Lippen des Säuglings mit Hilfe eines in Wein getauchten Tuchs. Wer Jungen aber derart, also ohne wirksame Betäubung, beschneidet, zelebriert nicht nur ein qualvolles Ritual, sondern missachtet eklatant auch die Vorgaben des § 1631d BGB und macht sich wegen Körperverletzung nach § 223 StGB (Strafgesetzbuch) strafbar. Inzwischen weiß man: Jenseits einer viel zu riskanten Vollnarkose ist eine wirksame Schmerzbehandlung bei der Säuglingsbeschneidung eine Illusion. Ralf Eschelbach, Richter am Bundesgerichtshof, hat zutreffend darauf hingewiesen, dass es sich bei der Beschneidung
    eines nur unzureichend gegen Schmerz geschützten Kindes um eine Gewalterfahrung im Intimbereich handelt, die objektiv noch schwerer wiegt als die meisten Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs

    Da diese dummen Säuglinge nicht in der Lage sind, wissenschaftlich verwertbare Aussagen über ihr Schmerzempfinden zu machen, ist man notgedrungen weiter auf der Suche nach verlässlichen Indikatoren.

    Zitat

    "Analysis of neonatal breathing rates suggests that infants circumcised without anesthesia did not experience more pain or a greater likelihood of sleep disturbances than infant boys who were not circumcised, researchers reported.

    Our conclusion has to be that there is not a difference we can talk about here," she said."


    http://www.medpagetoday.com/MeetingCoverag…3278&email=aela.[email protected]&mu_id=5689782

    In dieser Studie gibt es einige Merkwürdigkeiten, z.B.:

    Sowohl in einem "Baseline Survey" als auch in einem " Follow-Up-Survey" eın paar Jahre später wurde den Teilnehmern ein HIV-Test angeboten. Wir erfahren jedoch nicht, wieviele Teilnehmer dieses Angebot dann auch angenommen haben. Wir erfahren auch nicht, wie hoch die Erkrankungsrate im "Baseline-Survey" war. Obwohl bzw. weil diese Zahlen fehlen, wird geschätzt (!), wie hoch die Erkrankungsrate ohne die Beschneidungsaktion gewesen wäre. Diese Schätzung beruht auf der Einführung von nicht näher begründeten statistischen (!) Variablen.

    Immerhin sind die Autoren einigermassen ehrlich:

    Zitat

    "This effectiveness study has some limitations. Firstly, this study used a quasi-experimental design. It was not randomized and cannot prove a causal association. Secondly, HIV incidence was not measured in the context of a cohort study, which is the gold standard. We chose another design in order to be able to extrapolate HIV incidence among a random, cross sectional sample of men to the entire male population of the community. The possible selection bias associated with cohort studies followed up for many years may undermine extrapolating results from the sample analysis. Thirdly, we used an incidence assay to estimate IRRs, which has limitations, as described below. Lastly, the propensity score methods used can only reduce the selection bias associated with the observed covariates. We cannot exclude the possibility that there were also some unobserved confounding factors. However, the fact that those intending to become circumcised are not more aware of their HIV status [24] and not more infected with HIV, as found here, is reassuring. One additional limitation is that this study was conducted without the support of a national adult VMMC campaign. As a result, the VMMC uptake obtained may have been lower than what would have been observed if such campaign was in effect, since it would likely have reinforced our local communication campaign and encouraged VMMC uptake in the community."


    Ehrlich sind sie auch in Hinblick auf ihre Sponsoren.


    Zitat

    "Competing interests: GP has received travel grants, consultancy fees, honoraria, or study grants from various pharmaceutical companies including Abbott, Boehringer-Ingelheim, Bristol-Myers Squibb, Gilead Sciences, Janssen, Merck, Roche, Splicos, and ViiV Healthcare. GP is a member of different committees of the French National Agency for Research on AIDS and Viral Hepatitis (HIV Pharmacology, HIV Resistance, Therapeutic Strategy on HIV and Viral Hepatitis). All other authors have declared that no competing interests exist."


    http://www.plosmedicine.org/article/info%3…d.1001509-Sato1


    Trotz dieser Einschränkungen kann man sich vorstellen, was die Presse daraus macht, und das ist ja wohl auch beabsichtigt.

    Wo ist da gleichgeblieben?

    Zitat

    "The overall HIV rate at follow-up was 12% and the researchers estimated that without the circumcision procedures performed during the Bophelo Pele project, the rate of HIV among men living in this community would have been 15% in 2011".

    Zitat

    "Jens übertreibt, wenn er von einer "Koalition der Frommen" spricht, die in einen Krieg gegen den Rechtsstaat ziehe. Mit solchen Reden schießt er über das Ziel der gewünschten Debatte hinaus, weil er damit Vertreter des Glaubens in die Ecke eines Feindes rückt, gegen den Worte eigentlich kaum noch etwas ausrichten können."


    Ich bitte um Hinweise, welche Worte in der Beschneidungsdebatte gegen die "Koalition der Frommen" etwas ausrichten konnten. Mir jedenfalls fallen keine ein.

    What about topical anesthetics?
    Many families today tell me their doctor has recommended using a numbing cream (topical anesthetic) before the bris. As a mohel who has successfully been performing circumcisions for over 30 years without such methods, I am concerned that doctors are making this recommendation. Current and readily available information on using topical anesthetics yields the following warnings:

    1. 1. Topical creams are to be used only on normal, unbroken skin. They are not to be applied to damaged skin or open wounds.
    2. Possible side effects include: abnormal skin sensations; burning; change in hot or cold sensation; pale skin; redness or swelling at the application site.
    3. Caution is advised when using a topical anesthetic in children younger than 3 months old; they may be more sensitive to its effects, especially blood problems.
    4. A child may become dizzy, excessively sleepy or develop duskiness of the face or lips after applying the cream. If this happens, the cream should be removed and the child's physician contacted at once.
    5. There have been reports of significant methemoglobinemia (20%-30%) in infants and children following excessive applications of the cream.
    6. These products have not been formulated, tested or approved for use on newborns.
    7. The most extreme reaction to a topical anesthetic cream resulted in the death of an adult.

    My own personal experience in performing brisses or circumcisions where the parents have decided to use topical anesthetic creams has shown:

    1. There is always much more bleeding after the bris when a topical cream was used.
    2. There have been several brisses that had to be postponed because the circumcision site was severely distorted by swelling caused by the cream.
    3. The baby cries equally whether a topical anesthetic has been used or not. He cries when his diaper is removed and he is exposed to the cold air, and he also cries when his legs are briefly held or restrained. No anesthetic will prevent that.
    4. Topical creams need to be applied about 1 hour prior to the bris. Practically speaking, the mohel generally arrives between 15-20 minutes before the beginning of the ceremony, which means the family has to apply the topical anesthetic ahead of time, and they may be unsure how to do it correctly.
    5. If a family does choose to use an anesthetic cream, the mohel has to make sure it is completely removed from the circumcision area immediately before he performs the bris. Otherwise, the area is too slippery and may affect the mohel's ability to grasp the skin properly.
    6. The head of the Anesthesiology Department of a major New York hospital stopped the neonatology unit from using the topical cream before circumcisions. The reason she gave, and I quote, "It is dangerous and inappropriate."

    http://www.emohel.com/faq.php