Beiträge von werner

    Brian Earp schreibt:

    Zitat

    "So please, Slate (and Mark Stern if you’re reading this), I respectfully submit that the foreskin is not a birth defect. Neither is it a congenital deformity or genetic anomaly akin to a 6th finger or a cleft. Neither is it a medical condition like a ruptured appendix or diseased gall bladder. Neither is it a dead part of the body, like the umbilical cord, hair, or fingernails.

    The foreskin is not "extra skin." The foreskin is normal, natural, healthy, functioning tissue, with which all boys are born; it is as intrinsic to male genitalia as labia are to female genitalia."


    https://docs.google.com/document/d/10G…bilebasic?pli=1

    Zitat

    "My best guess is that your views on circumcision are rather heavily informed by (and perhaps even constrained by) the default norms of American society, which sees non-therapeutic genital cutting* of boys to be an unremarkable affair. Your mostly-American readers, therefore, may happily lap up your attack on “intactivists” as being right on the money. But the US has a very strange history in adopting circumcision as a cultural norm; circumcision has become uniquely and unthinkingly embedded in American medical practice; and the rest of the developed world views us** with a mix of curiosity and disbelief. Why do Americans continue to circumcise their sons? It is not exactly crazy to take this question seriously.


    http://goodmenproject.com/ethics-values/…e-the-internet/

    Zitat

    "Among young people, circumcision has actually become “fashionable.” Thanks to the Internet and television, they learned that in neighboring countries like the Democratic Republic of Congo and Uganda, circumcision was often a tradition, and not only for Muslims. For these young people, circumcision has become a sign of cleanliness."

    http://www.worldcrunch.com/culture-societ…8/#.UkDNFecayK0


    Laut Measuredhs sind in Ruanda 2.1% der intakten und 3,5% der beschnittenen Männer an HIV erkrankt.

    Wenn man: "Karl Spandl" circumcision bei Google eingibt, erkennt man, dass diese Meldung damals um die Welt ging. Man könnte in den Urteilsdatenbanken des LG Bonn und des OLG Köln suchen. Für wahrscheinlicher würde ich halten, dass ein aussergerichtlicher Vergleich stattgefunden hat.
    Übrigens gibt es in Deutschland nur einen Menschen diesen Namens mit Festnetzanschluss. Fragen kostet ja nichts..

    Zitat

    "Laut einer Beraterin, die gerne anonym bleiben möchte, brauchen die Frauen ein bis zwei Jahre, bis sie sich zu einer Operation entschließen können. Und selbst wenn sie den Eingriff machen, ist im Anschluss daran noch Begleitung nötig. Denn für jede Frau war die Beschneidung auf andere Weise mit ihrem Selbstbild verbunden. Die Beschneidung hat sie je nachdem als Zeichen von Schönheit, von Keuschheit, von Sauberkeit aber auch von Zugehörigkeit in ihrem Leben begleitet. Nach der Operation ist dieses Zeichen Geschichte."

    http://diestandard.at/1379291244916/…-Schicksal-mehr

    Zitat

    "Ein Arzt ist verpflichtet, sich auf seinem Fachgebiet regelmäßig weiterzubilden. Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, die in einer führenden Fachzeitschrift veröffentlicht werden, muss er zeitnah im Berufsalltag umsetzten. Versäumt er diese Pflicht, kann dies zu einem groben Behandlungsfehler führen und einen Schmerzensgeldanspruch des Patienten auslösen. Dies entschied das Oberlandesgericht Koblenz und sprach im konkreten Fall einer Patientin, die nach einer Operation drei Tage an einer heftigen, vermeidbaren Übelkeit litt, ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.000 Euro zu."

    http://www.kostenlose-urteile.de/OLG-Koblenz_5-…3ade092bdb15708

    Zitat

    "However, the absence of crying does not mean a child is not in pain. An infant in severe pain may not cry at all, especially if he is premature or very young. He may simply not have the energy to cry.

    Despite these typical movements, premature and very young babies may not move and may become still. This absence of movement has also been noted in older children recovering from surgery. They recognize that moving hurts and so remain still to minimize the amount of pain."


    http://www.aboutkidshealth.ca/En/ResourceCen…o-one-year.aspx

    Danke für den Link auf die Studie. Da sieht es etwas anders aus.

    Der Autor der Studie hat überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Beschneidungsstatus und demographischen Daten hergestellt, sondern nur zwischen Erkrankungsstatus und Demographie. Erkrankungen sind z.B. häufiger in ländlichen als in städtischen Gebieten. Er unterstellt (!), dass diese Unterschiede mit der Beschneidungsrate zusammenhängen. Erforscht hat er das nicht, und bewiesen schon gar nicht.


    In der Tat lediglich eine Masterarbeit...

    Die amerikanische Hewlett Foundation arbeitet u.a. mit der Gates Foundation zusammen.

    Ich kann diese Fragen auch nicht beantworten, da ich auch nur diesen Abstract kenne. Vorstellbar wäre z.B., dass beschnittene Männer, die in der Grosssstadt leben und ein höheres Bildungsniveau haben (demographische Faktoren), häufiger zusätzlich Kondome benutzen. (Es gab einmal eine entsprechende Untersuchung.) Wenn dem so ist, liegt deren niedrigere Krankheitsrate nicht an der Beschneidung, sondern an der häufigeren Kondomnutzung, die mit diesen demographischen Faktoren gekoppelt ist.

    Auch wenn sich das Opfer nicht für die Motivation des Täters interessiert, was ja menschlich völlig verständlich wäre, spielt diese Motivation eine Rolle. Bei Verbrechen innerhalb der Familie dürfte das auf der Hand liegen.

    Was die Schlangenlinien betrifft, so sind ihre Grenzen in der Tat schwer zu ziehen. Deshalb habe ich ja betont, dass ich es nicht kritisiere, sondern nur konstatiere. Ich habe in der Tat den Eindruck, dass diese Grenzen in letzter Zeit weiter geworden sind. Aus pragmatischen und juristischen Gründen musst letztlich Du, Guy, diese Grenze im Einzelfall definieren. Auch wenn ich in einigen Einzelfällen zum Thema "Schlangenlinien" meinen Senf dazu gegeben habe, respektiere ich Deine Entscheidungen so oder so.

    Ich habe wohl bei meiner Bemerkung über die Beschneidungskritiker das Wort "viele" vor dem Wort vergessen. Ich bedaure, dass das zu Missverständnissen geführt hat. Es war keinesfalls meine Absicht, den hier versammelten Beschneidungskritikern generell mangelnde Seriösität zu unterstellen. Dann würde ich selbst ja auch dazu gehören.

    Ich strebe keine "seichte Mitte" an, sondern "nur" eine gewisse Seriösität bei der Diskussion z.B. juristischer, medizinischer, historischer, psychologischer und religiöser Fragen.

    Würdest Du bitte die Quellen und die Beschneidungskritiker nennen, auf die sich Deine Aussage bezieht?


    Wenn ich das täte, würde es die Absicht der Beteiligten, nicht in Verbindung gebracht werden zu wollen, unterlaufen. Ich respektiere aber natürlich deren Absicht.

    Ehrlicherweise müsste man zugeben, dass es uns in diesem Forum nicht darum geht, die Täter zu "verstehen", sondern sie soweit wie möglich in die Tonne zu treten, d.h. der Wut der Opfer Ausdruck zu verleihen. Das Abweichen von dieser "Linie" wird meist als Verrat an den Opfern verstanden. Dabei heisst "Verstehen der Täter" ja noch längst nicht, sie aus ihrer Verantwortung als Täter zu entlassen!!! (Wie das gehen kann, hat Christopher Browning sehr "schön" am Beispiel der "ganz normalen Männer" in den Erschiessungskommandos während des 2. Weltkrieges aufgezeigt.)

    Das Problem für das missbrauchte Kind besteht nicht nur darin, sich als Objekt des egoistischen Willens des Täters wahrzunehmen und die Wut darüber zu artikulieren, sondern vor allem die Ambivalenz auszuhalten, dass der Täter oft nicht nur ein Monster war. Letztere Perspektive mag auf den ersten Blick die naheliegendere zu sein, führt jedoch selten aus dem Trauma heraus. (Beredte Beispiele dafür findet man in den Biographien der Kinder von Nazitätern, die oft ein Leben lang brauchen, um dieser Ambivalenz ins Auge sehen zu können.)

    Die "Perspektive" des Täters ist nicht nur ein Zusatz zu seiner Tat, die man bzw. das Kind auch weglassen könnte,weil das Ergebnis im Kind immer das Gleiche sei (z.B. die Attacke auf seine Genitalien). Auch die Täterperspektive bildet sich sozusagen im Trauma mit ab. Deshalb macht es einen Unterschied, ob z.B. der Täter bei der Tat sexuell erregt war oder nicht. Auch für den Säugling macht dies einen Unterschied, spätestens dann, wenn ihm zunehmend bewusst wird, wer was und warum an ihm verübt hat. Es ist auch nicht das Gleiche, ob eine Mutter ihr Kind beschneiden lässt, weil sie einem falschen ärztlichen Phimoserat folgt oder dem Willen, die Masturbation des Kindes einzuschränken.

    Fakt ist, dass in diesem Forum niemand (mehr) einschreitet, wenn sich die Kommentare vom Thema wegbewegen (es war hier schon vom Abschleifen der Eckzähne die Rede). Dadurch wird das Forum immer mehr zum allgemeinen Kinderrechtsforum. Ich kritisiere das nicht, ich konstatiere dies nur. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Religion(en). Natürlich kann man den "Burkini" oder die Bekämpfung der Linkshändigkeit für ein (weiteres) Beispiel für die "Dämlichkeit" der Religionen oder die Widersprüchlichkeit in der Integrationsdebatte anführen. Auch hier schreitet niemand (mehr) ein. Aber auch das kritisiere ich nicht, sondern konstatiere es lediglich.

    Ob dies die Seriösität des Forums nach Aussen beeinträchtigt, ist schwer zu beurteilen. Aber vielleicht ist es auch kein Zufall, dass Beschneidungskritiker, deren Seriösität unzweifelhaft ist, grössten Wert darauf legen, nicht mit diesem Forum in Zusammenhang gebracht zu werden. Eigentlich schade.

    Zitat

    "Unadjusted results showed no statistical significance between male circumcision and HIV infection (UOR=0.69, 95% CI=0.47-1.03). However, after adjusting for socio-economic and demographic factors, results showed that male circumcision was protective against HIV infection (AOR=0.58, CI=0.36-0.88)."

    http://wiredspace.wits.ac.za/handle/10539/13136

    Diese Untersuchung trägt dazu bei, den Zusammengang zwischen HIV und Beschneidung über den Haufen zu werfen. Offensichsichtlich sind ganz andere Faktoten entscheidend.

    Ich habe 30 Jahre meines Lebens mit Kindern fast aller Altersstufen gearbeitet, und mich dabei von morgens bis abends für die Kinderrechte eingesetzt, und das nicht mit (manchmal sehr wohlfeilen) Deklarationen, sondern in der täglichen "Knochenarbeit" in unserer immer noch nicht ausreichend kinderfreundlichen Gesellschaft.
    Ich weiss einfach, dass die Perspektive und die Motivation der "Täter" für das traumatische Erleben der Kinder ganz und gar nicht gleichgültig sind. Es geht niemals nur um die eine Perspektive.

    In diesem Forum beschäftigt man sich weit mehr mit der Perspektive der Täter als der Kinder. Das fängt bei der Geldgier amerikanischer Kinderärzte an, geht über den religiösen Fundamentalismus vieler Mohahlim und hört bei Volker Beck noch lange nicht auf. Das Forum selbst räumt also der Perspektive der Täter einen ganz erheblichen Raum ein, und zwar völlig zu Recht.

    Dass Täter Kinder missbrauchen, die Diskurshoheit nicht nur "anstreben", sondern sie mit aller Macht durchsetzen, und alle Folgen leugnen, ist - so allgemein formuliert - ein sehr, sehr weites Feld. Die diversen Untersuchungen über die "Geschichte der Kindheit" und last but not least der Film "Das weisse Band" von Michael Haneke legen davon berete Zeugnisse ab. Man sollte nicht alle diese Facetten in ein und denselben Topf werfen. Damit wird man weder dem Thema noch den betroffenen Kindern gerecht.
    Das Forum gerät darüberhinaus in die Gefahr, sich immer weiter von seinem eigentlichen Thema zu entfernen.

    Wie von "Deep Green Thought" zu erfahren war, wird die Antwort "42" in Zukunft unterteilt.

    Beispiele:

    42a : "...antisemitische Stimmen..."
    42b : "...angemessene Betäubung..."
    42c : "...historische Verantwortung..."
    42d : "...nicht zu vergleichen..."