Beiträge von werner

    This group was created to support Elinor Daniel that is being forced by Israeli Rabbinate to circumcise her 1 year old baby.

    https://www.facebook.com/groups/5435192…43521855740903/

    Morgen findet eine Demonstratition von Intact Israel vor dem Religionsgericht in Tel Aviv statt.

    Hier der Aufruf von Elinor Daniel:

    Elinor Daniel: "Help!!! I'm asking for the help of the public!!! I am a mother to a baby. The Rabbinical Court is forcing me to cut my year old son against my will (circumcise him) while subjecting me to heavy financial sanctions daily!!! After my exposure to the information regarding circumcision, I refuse to mutilate my baby. I don't have the right and I do not agree! He was born whole and he will stay whole! His integrity is his full right! The Religious Court has no right to do that! No one in the whole world is authorized to force me to mutilate my son, to cut his penis! What kind of a state is this?!!! What is this??? Where do we live??? Could the Religious Court force upon me anything during the divorce? In particular, religious oppression, unnecessary cutting of the penis of an helpless baby??? A non-reversible surgical operation!!! A foreskin does not renew itself! The baby can not express his own will. The right to decide is his alone. It is his body!! The right, is not mine, nor anyone else's in the entire world, but his own only!!! I am pleading for help!!! I love my son very much!!! I do not want to hurt him!!! Please pass this message on to anyone possible so it won't be a precedent for future divorce cases in the Rabbinical Court which authorizes itself to force religious oppression upon a nonreligious divorcing person! Why does the religious court take advantage of its monopoly on marriage???!! It's a degrading abuse of power, used for religious oppression!!! Religion has to be voluntary from the heart, not by force and financial penalties! Where do we live??? Where is the supervision??? Where is the government???!!! I am crying for help!!! Unfortunately, here, in the state of Israel!!! Mother"

    Zitat

    "We may find ourselves facing an outburst of such cases, which will add another intimidating dimension to divorce procedures," they wrote. "We believe this trend must be stopped immediately in favor of public welfare, which overrides individual welfare.


    What will the world say if here too the matter of circumcision will be subject to the consideration of every person according to his perceptions? It is unthinkable that the matter of performing or failing to perform the circumcision will be taken away from Jewish scholars and be subject to the consideration of a civil court, when each one has his own opinions and worldview – this will not happen in Israel, God forbid."


    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4458607,00.html

    Danke, Weguer!

    Da haben wir wieder das bekannte Problem: Lachgas wird in der Regel nur bei "procedural pain" angewendet, hier also zur Schmerzbekämpfung bei den Einstichen des Peniswurzelblocks, der hier offensichtlich ohne Vollnarkose angewandt wird! Man könnte bei dieser Darstellung missverstehen, dass Lachgas den Beschneidungsschmerz verhindert. Davon hat aber niemand nirgendwo etwas gelesen. Sollte dies der Fall sein, hätten sich mit absoluter Sicherheit schon Viele darauf gestürzt, z.B. Frau Taddio...

    Bezüglich der Feststellung, dass der dem Säugling verabreichte Wein nur rituelle Bedeutung und keinerlei Anästhesiewirkung sollte sich Frau Dr. Deusel mal mit ihrem Kollegen, Dr. Latasch, zusammensetzen. Der hatte nämlich im Ethikrat erklärt:


    Zitat

    "In der Kindermedizin ist seit mehr als zehn Jahren Folgendes bekannt: Wenn Neugeborenen viel Blut abgenommen werden muss, also jedes Mal ein Schmerzreiz gesetzt wird, und man diesen Neugeborenen etwa fünf Minuten vor der Blutabnahme 3 bis 4 Milliliter mindestens 20-prozentige Glukose, also Zuckerlösung, appliziert, also einfach in den Mund gibt, so reduziert dies die Schmerzen teilweise um mehr als 90 Prozent. Bei jetzigen Studien wird untersucht, ob das auch für Kleinkinder – ich darf Ihnen sagen, dass dieser süße. Wein, und nur der wird verwendet, letztendlich an diese 20 Prozent locker herankommt."

    Bezüglich ihrer Aussage, es dürfe dieser Eingriff "nie von einem Anfänger durchgeführt werden, bis heute nicht", empfehle ich ein Gespräch mit Dr. Becker, der in seinem Buch schrieb:

    Zitat

    "Allerdings war die Beschneidung ein guter Einstieg in die subtilen Operationstechniken der Kinderchirurgie und somit für die Ausbildung gut geeignet."


    Bezüglich ihrer Aussage:"Die Schmerzbahnen sind schon da, aber die Verknüpfungen mit dem Schmerzzentrum werden erst nach und nach ausgebildet" empfehle ich den Artikel von Rebecca Slater.


    Richtig liegt Frau Dr. Deusel mit der Aussage:

    Zitat

    Ein Mohel ist so etwas wie ein Chirurg, der immer die eine Operation macht, und immer nur die eine.


    Da es keinen Chirurgen gibt, der "immer nur die eine" Operation macht, ist ein Mohel in der Tat nur "so etwas wie". "So etwas wie" ist ein Mohel besonders auch dann, wenn es heftigere Komplikationen gibt. Im Unterschied zum Chirurgen mit seiner breiten Kenntnis von Operationsfolgen und deren Behandlung muss der Mohel nämlich dann "so etwas wie einen Krankenwagen" anrufen, der das Kind in "so etwas wie ein Krankenhaus' fährt. Wie in Amerika oft geschehen, kann dann nur noch "so etwas wie der Tod des Säuglings" festgestellt werden. Der Grund sind meist "so etwas wie preexisting conditions"...

    Genauso, wie ich es in diesem Forum aufgegeben habe, auf Doppelt- und Dreifachlinks hinzuweisen ("den werner machen"), habe ich es schon längst aufgegeben, über Deine, Selbstbestimmung, "Vergleiche" den Kopf zu schütteln. Es gilt ja auch in diesem Forum der Satz Voltaires über die Meinungsfreiheit, zu dem ich absolut stehe... :whistling:

    Zitat von susanna

    "Sie geht noch auf die geplante Zertifizierung ein ("Der Deutsche liebt Zertifizierungen")."


    Diese ironisch-abfällig formulierte Bemerkung sollte man sich gut merken. Die Beschneider mögen es ganz und gar nicht, wenn man ihnen auf die Finger schaut. Dies zeigt sich auch bei anderen Themen wie Emla-Zulassung, Leitlinienerstellung, Abrechnungsbetrug usw. Deshalb darf man hier nicht lockerlassen.

    Auch bei diesem Thema "lebt" Frau Dr. Deusel vom Verschweigen und verlässt sich auf die Unkenntnis der Zuhörer. Ich nenne hier nur die in Israel (!) gewonnene Erkenntnis, dass die Komplikationsrate bei traditionellen Beschneidern erheblich höher ist als bei Ärzten.
    Auch stellt sich die Frage, warum, wenn Zertifizierung eine urdeutsche Vorliebe ist, jüdische Beschneider weltweit ihre Zertifizierung öffentlich wie eine Monstranz vor sich her tragen (der Vergleich hinkt hier, ich weiss).

    Mein Eindruck war (ich kann mich natürlich täuschen), dass Frau Dr. Deusel ganz genau weiss, was sie da "verzapft". Ihre positiv-frische, mit trockenen Abwertungen durchsetzte und "schlagfertige" Art soll das nur verbergen. Hier tritt nicht der wütend die Holocaustkeule schwingende oder der kofferpackende, betroffene Verbandsvertreter auf, sondern das "frische und positive" Judentum, das Herr Graumann so gern hätte. Das es sich auf einem solchen "Niveau" präsentiert, ist bedauerlich.

    Zitat

    "Die aus dem Amt scheidende Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger soll nach einem Zeitungsbericht deutsche Kandidatin für den Posten des Generalsekretärs des Europarats werden. Einen entsprechenden Vorschlag habe der amtierende Außenminister Guido Westerwelle (FDP) seinen Kabinettskollegen von Union und FDP unterbreitet, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Kanzlerin Angela Merkel begleite die Idee mit Sympathie."


    http://www.spiegel.de/politik/deutsc…n-a-935624.html

    @ Weguer

    Danke für die Verdeutlichung, die ich an dieser Stelle für sehr wichtig halte. Nur sollte sie dann auch öffentlich gemacht werden. ;)

    Ich stimme Dir absolut zu, dass wir hier "offiziell" keine Empfehlung für bestimmte einzelne Therapeuten aussprechen sollten/ können, noch nicht einmal für bestimmte Therapiemethoden.
    Die Adressen von Therapeuten am eigenen Wohnort kann man heutzutage wohl problemlos aus dem Internet ziehen. Wenn ich mich recht erinnere, werden die ersten drei "Schnupper"-Stunden ohne Gutachten problemlos von den Krankenkassen übernommen. Überweisungen sind heutzutage nicht mehr nötig. Man kann direkt den Therapeuten aufsuchen.


    Dein Vorschlag einer Therapeutenliste ist so nicht ganz einfach umzusetzen. Meld Dich mal bei mir, vielleicht kann ich Dir trotzdem helfen.

    Ich find's schade, dass wir ausgerechnet in diesem Thread von diesem Angebot nichts erfahren...


    Zum Thema "Therapeuten, die sich mit diesem Thema auskennen": Ich glaube, dass dem ein Missverständnis zugrundeliegt, wobei natürlich im Prinzip der Wunsch, der Therapeut solle "sich auskennen", absolut berechtigt ist. Schliesslich ist er der "Fachmensch".

    Andererseits kann sich kein Therapeut realistischerweise mit Allem und Jedem auskennen. Es sollte jedoch bei einem GUTEN (!) Therapeuten die Bereitschaft, vielleicht sogar die Neugier vorhanden sein, mit einem Thema, das für den Patienten zentral, ihm selbst aber nicht geläufig ist, vertraut zu werden. Diese Bereitschaft kann im sog. Erstgespräch "getestet" werden. Wenn man es schafft, den Therapeuten auf das Thema "Beschneidung" anzusprechen, sieht/spürt man ja, wie er reagiert. Darauf sollte man sich verlassen. Dies ist umso wichtiger, als dass besonders durch ein Beschneidungstrauma die Vertrauensfähigkeit berechtigterweise (!) sehr beschädigt wurde.

    Es haben sich zwar in der Beschneidungsdebatte bedauerlicherweise nur wenige Therapeuten öffentlich zu Wort gemeldet. Wenn doch, habe ich den Eindruck gewonnen, dass ihnen die psychologischen Beschädigungen durch die Beschneidungen erheblich vertrauter sind, als es in der Öffentlichkeit bekannt ist ( als Beispiel: Prof. Franz).

    Nochmal zurück zum Interview im "Spiegel".

    Man fragt sich, warum Prof. Tillig zum jetzigen Zeitpunkt einen derart massiven Angriff auf das Jüdische Krankenhaus in Berlin führt. "Kindesmisshandlung" ist ja nun wahrlich kein Pappenstiel und der "Spiegel" keine "Bäckerblume". Statt nun aber dafür zu plädieren und darauf aktiv hinzuwirken, dass die ärztlichen Leitlinien der Fachverbände so formuliert werden, dass diese "Kindesmisshandlung" unmöglich wird, schiebt er den "Schwarzen Peter" ausgerechnet dem JKB in die Schuhe, also einem Krankenhaus, das sich durch das Zünden von Nebelkerzen in Bezug auf die Verwendung von Emla einen Namen gemacht hat. Will man jetzt den Teufel mit dem Beelzebub austreiben?

    Am Schluss des Interviews bestätigt (was bleibt nach den Pressemeldungen auch anderes übrig) Prof. Tillig, dass es bei der Abrechnung von Phimoseoperationen wohl nicht ganz mit rechten Dingen zugegangen sein kann.

    Zitat von Tillig

    "Dafür wird es rnehrere Antworten geben.
    Fest steht, dass eine medizinische Indikation allein nicht die Ursache sein kann. Die Daten müssen nun zunächst transparent und differenziert analysiert werden. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie bemüht sich um Aufklärung und ruft alle beteiligten Fachgesellschaften aus den Disziplinen Urologie und Chirurgie zur Mithilfe auf."

    Also gibt es auch rituelle "Indikationen". Dass das nicht auf Krankenkassenkosten nicht sein darf, ist klar. Ansonsten aber gibt es "mehrere Antworten". Ist damit vielleicht der Streit um die Phimoseoperationen gemeint? Wir wissen es nicht. Auch der Rest des Interviews verliert sich in wohlklingenden Floskeln: "transparent und differenziert analysieren", sich um Aufklärung "bemühen" und die anderen dabei um Mithilfe "aufrufen". Besonders entschlossen klingt das in meinen Ohren nicht gerade...

    Fazit: man begrüsst es, dass Prof. Tillig einen unmissverständlichen Ausdruck für die Säuglingsbeschneidung im JKB benutzt. Man fragt sich, warum er die Verantwortung für die Bekämpfung dieses Missbrauchs von sich weg auf ausgerechnet dieses Krankenhaus schiebt. Und man fragt sich, warum er sich bei dem Problem des Abrechnungsbetruges in wolkigen Ankündigungen erschöpft.

    Da soll doch nicht etwa abgelenkt und gleichzeitig verschleiert werden?