...in diesem Forum logischerweise OT.
Absolut auch meine Meinung!
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Es gibt umgekeht aber auch zahlreiche Berichte, die das genaue Gegenteil aussagen, dass in den betreffenden Kulturkreisen eher die Männer bereit seien...
Diese Berichte betreffen allerdings nicht ursprüngliche traditionelle Struktur, sondern die unterschiedlichen Fortschritte, die NGOs beim Kampf gegen die FGM machen. Im Chad z.B. ist es dem Roten Kreuz gelungen, etliche Stammesfürsten zu überzeugen. Dort bangen die rituellen Beschneiderinnen um ihre Jobs, und es wird dauern, die jungen Frauen aus ihrem Einfluss zu befreien. Daher die Ungleichzeitigkeit.
Mich hat der Hastings-Report nicht überzeugt: FGM als "genital surgery" zu bezeichnen, der dem "freien" Gestaltungswillen der Frauen unterliege, halte ich für extrem gefährlich. Die Gewaltdimension der weiblichen Zwangsbeschneidung fällt im Hastings-Report fast komplett unter den Tisch.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Kontroverse zwischen Sara Johnsdotter, einer Mitautorin des Hastings-Reports, und dem Intaktivisten Steven Svoboda.
http://arclaw.org/sites/default/…oda-Article.pdf
Was FGM mit Patriarchat zu tun hat, beschreibt Ayaan Jirsi Ali:
Zitat"Ayaan Jirsi Ali describes her experience as woman in a patriarchal society as “I was a Somali woman, and therefore my sexuality belonged to the owner of my family: my father or my uncles. It was obvious that I absolutely had to be a virgin at marriage; because to do otherwise would damage the honor of my father and his whole clan-uncles, brothers, male cousins-forever and irretrievably. The place between my legs was sewn up to prevent it. It would be broken only by my husband ."
http://www.japss.org/upload/8._Sharmon%5B1%5D.pdf
Im selben Artikel wird dazu ausgeführt:
Zitat"These procedures are normally carried out by older female tribal leaders and midwives. How then do we come to terms with women inflecting harm upon other women and girls? Women, because of their nurturing role in society, are expected to protect their children from all harm and are ultimately responsible for their well-being. In many of these societies, men dictate what is considered the virtuous and acceptable female image. Control over every aspect of the woman is accepted and women gladly acquiesce in an attempt to gain higher societal status and to be deemed more acceptable for marriage."
So sieht sie aus, die "freie" Selbstbestimmmung der Frau...
Vielleicht wird es in der Vollversion klarer - siehe insbesonder Figure 1.
http://www.brazjurol.com.br/january_februa…Nobre_75_85.htm
Im übrigen lohnt es sich, einen der Autoren (Nobre) zusammen mit "Phimosis" zu goggeln.
Meine Frage bezog sich darauf, dass es sich bei der Komplikationsrate angeblich um einen Eisberg handele. Dass im Prinzip Interesse besteht, Komplikationen zu vertuschen, ist natürlich naheliegend. Daraus lässt sich jedoch nicht umstandslos schliessen, dass hier ein ganzer Eisberg vertuscht werden soll.
Auch mit der Vertuschung ist es nicht so einfach, insbesondere nicht in einer Gesellschaft, in der die Rituale massenhaft vor aller Augen durchgeführt werden.
Auch die Frage nach der Autorität von Rabbinern und Mohelim im Judentum würde eigentlich eine differenziertere Betrachtung erfordern.
Das ist die Spitze des Eisberges, ich gehe davon aus, dass die meisten Fälle schwerer Penisverletzungen durch Mohalim unter der Hand geregelt werden. Denn ein Rabbi ist doch eine Respektperson, dem fährt man doch nicht an den Karren.
Hast Du dafür irgendwelche Anhaltspunkte, oder möchtest Du nur ein bisschen herumphantasieren?
Das kann doch wie immer nur die Schuld der Männer sein...
Das Wort "Männer" kommt in diesem Aufsatz genau einmal vor - in Bezug auf Keuschheitsgürtel. Den Rest unterstellst Du.
Und die Väter? Die sind bei beiden Debatten so seltsam unsichtbar...
Exakt! Aber was sind die Gründe dafür?
Dass "die" Deutschen sich in der Vergangenheit nicht nur mit Ruhm bekleckert haben, kann man wohl kaum bestreiten. Welche "hieb- und stichfesten Beweise" darüber und "kontroversen Diskussionen" fehlen Dir denn?
Dieses Gejammer über den Niedergang des Qualitätsjournalismus kann man schon bei Karl Kraus in den 1920er Jahren nachlesen. Allerdings wesentlich besser formuliert.
Zitat"Verlegerpersönlichkeiten mit großem politischen Sendungsbewusstsein gibt es heutzutage ebenfalls nicht mehr."
Was die früheren Verleger von "Bild" und " FAZ" betrifft, so hält sich meine Trauer in Grenzen...
Hier wird das Thema differenzierter besprochen:
http://www.washingtonpost.com/local/a-small-…0323_story.html
Dass Beschneidung mit "Reife" einhergehe, stammt aus der Apologetik der Befürworter.
Das Verfassungsgericht ist kein Sozialpädagogen-Treff.
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Nur, weil es Frauen sind, die etwas wollen, ist es noch lange nicht matriarchalisch. Seit ewigen Zeiten verteidigen Frauen das Patriarchat mit Zähnen und Klauen.
Zitat"Indeed, after our first cases, the Chief Rabbinate of Israel pronounced in 2002 the legitimacy of using instrumental suction in cases in which there is a risk of contagious disease. We support ritual circumcision but without oral metzitzah which might endanger the newborns and is not part of the religious procedure."
http://pediatrics.aappublications.org/content/114/2/e259.full
Zitat"Israel’s chief rabbinate says oral suction at circumcision is preferred."
http://www.haaretz.com/jewish-world/j…ferred-1.517349
Zitat"The Health Ministry and the Chief Rabbinate issued a joint position paper on the subject. Rabbi Professor Avraham Steinberg of Shaare Zedek Medical Center and Dr. Moshe Westreich wrote, “In the view of the poskim who think metzitza b’peh is an integral part of performing the commandment of circumcision, there’s no place for abolishing this act in light of modern-day knowledge.” They explained that the risk of a baby contracting the herpes virus is low, and there is “no clear scientific proof” that a baby has ever acquired herpes from metzitza b’peh."
Dass würde mich mal interessieren, wo Anti-FGM-Aktivistinnen die "gute" religiöse Motivation bei der MGM gelobt haben.
Im Übrigen ist MGM genauso patriarchalisch wie FGM. Das "Stellt Euch nicht so weinerlich an" ebenfalls.