Beiträge von werner

    Ein Bekannter von mir stellte einmal die These auf, dass es bei den Beschneidungsaktionen in Afrika nur vordergründig um die Verhinderung von Ansteckung geht, sondern in Wahrheit um die Senkung der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs durch verminderte Sensibilität, wodurch dann quasi indirekt wiederum die Ansteckungsrate gesenkt wird.
    Ich halte diese These allerdings für etwas gewagt.

    Zitat

    "Richter haben allerdings die Rechtslage nach den Gesetzen zu klären, unabhängig von Personen und deren Einstellung und haben in dem Urteil die Unverletzlichkeit der Menschen über die Religionsfreiheit gestellt (Güterabwägung). Nach allen Umständen ist auch in diesem Fall daran nicht zu rütteln, die Judikative ist eine der drei Machtsäulen der Demokratie und des Rechtsstaates und somit unabhängig. Die Beschneidung wurde bislang ja auch nur geduldet, stand aber in der juristischen Diskussion, ob da nicht doch eine schwere Körperverletzung vorläge. Eine antitheologische oder sogar antisemitische Haltung einzunehmen, ist den Richtern beim besten Willen nicht vorzuwerfen."


    Aha, endlich kommen auch die Katholischen aus den Löchern, und erklären ihren Glaubensbrüdern, wo die Grenzen der Religionsfreiheit liegen. Wo ist der Schulterschluss aus dem Ethikrat geblieben?:)

    Ich bräuchte trotzdem mal eine Erklärung, warum dieses " Ankommen im 21. Jahrhundert" so selektiv ausfällt.

    Bezüglich "gesundheitlicher Vorteile" durch die Beschneidung leuchtet mir die Begründung ein, dass dieses Gebot vorausschauend ist. Solange dafür keine wissenschaftliche Begründung durch die AAP ( 21. Jahrhundert!) vorlag, musste die "Gesundheit" des Penis durch ein Tabu quasi " erzwungen" werden ( siehe auch: Verbot von Schweinefleisch in warmen Ländern). Dass man für die Begründung der Beschneidung kein Tabu mehr braucht, weil man sie auch wissenschaftlich begründen kann, haben die Amerikaner schon lange erkannt (Kellogg). Die AAP bringt das alle paar Jahre auf den neuesten Stand. Deshalb können Eltern nach dem neuen Gesetz eben auch den Fortschritt der Wissenschaft anführen, wenn sie ihrer Fürsorgepflicht (!) zum Wohle des Kindes (!) nachkommen wollen. (Auf der gleichen Ebene liegt die Erkenntnis, dass Homosexualität nicht "Sünde", sondern "Krankheit" ist. Auch ein Ergebnis des Aufklärung). Ein weiterer Forschritt der Aufklärung besteht darin, dass weder Unbeschnittene noch Homosexuelle mehr umgebracht werden ( in manchen Ländern gilt dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Homosexuellen deutsche Aussenminister, Bürgermeister einer Grossstadt oder parlamentarische Geschäftsführer der Grünen sind ).

    Also: warum so selektiv?

    In der soeben zu Ende gegangenen Sendung "Anne Will" erzählte Volker Beck (Die Grünen), dass er den Salafisten klargemacht hätte, dass die Religionsfreiheit nicht dazu berechtigen würde, die körperliche Unversehrheit anderer zu verletzen (in diesem Fall: auf einen Polizisten mit dem Messer einzustechen).

    Das Gerücht, dass Volker Beck meint, dass die Religionsfreiheit dazu berechtigen würde, "auf die Geschlechtsteile von Säuglingen einzustechen", entbehrt jeder Grundlage! Dieses Recht steht ausschliesslich den Eltern zu!

    "Ausgerechnet die Deutschen wollen der Welt, insbesondere den Juden, etwas über Moral beibringen. Dieselben Deutschen, die die Atomanlagen in den Iran geliefert haben, und Vorschriften machen wollen, wer in Jerusalem Häuser bauen darf. Ihre israelfeindliche Einstellung versuchen sie durch die Lieferung von U-Booten zu verdecken. Juden, verlasst Deutschland!"

    Das ist das zusammengefasste Fazit dieses "Berichts". Immerhin mit einem Statement von Ali Utlu...:)