Ich stimme Pallas absolut zu. Solange es dazu keine eindeutigen (!) Studien gibt wie in den o.g. Beispielen, grenzt schon das Aufwerfen solcher "Thesen" an diffamierende Unterstellung.
Beiträge von werner
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Danke für den Link, aber dieser Punkt bringt uns nicht weiter. Man kann noch soviele " Beweise" sammeln, dass Religion "Menschenwerk" ist , der Gläubige wird nicht überzeugt werden können und auch gar nicht überzeugt werden wollen. Deshalb wird er auch nicht überzeugt werden können/wollen, dass Gottesgebote nicht gegen das Recht auf körperliche Unversehrheit in Stellung gebracht werden können.
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Diskussion über Beschneidung: Kaum Verständnis für fremden Ritus - Kassel - Lokales - HNA Online
Zitat"Emotionalster Moment des Abends war wohl, als ein junger Mann sich zu Wort meldete, dessen Vater Moslem ist. „Ich bin beschnitten und ich fühle mich nicht gut damit“, sagte er. „Die Beschneidung ist keine Kleinigkeit, sondern ein tiefgreifender körperlicher Eingriff.“ Er leide bis heute darunter."
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Ich glaube nicht. Den Professor gibt es wirklich und er ist Gynäkologe.
Und er ist Mitglied bei der "Geneva Foundation for Medical Education and Research
WHO Collaborating Centre in Education and Research in Human Reproduction".
Und er praktiziert im Ägypten, wo FGM weit verbreitet ist...Seine Studie begründet er wie folgt:
Zitat"I personally do not approve of female genital cutting as a general routine, however it is commonly practiced in rural areas of third world countries. Due to this, it is important to study how to best deal with the problem rather than totally deny it. The first degree procedure may be a first step towards avoiding further damage."
Wenn die Ägypterinnen also in seine Praxis kommen würden, würde ersichihnen etwas Gutes tun... -
"Das ist bestimmt auf den Schmäh-Film bezogen und auf diverse Hetzportale."
Aktuell ja, aber es ist AUCH auf die türkeiinterne Diskussion bezogen und das Bedürfnis Erdogans, sich in der islamischen Welt zu profilieren...
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Vortrag von dem Verfassungsrechtswissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Robbers. Dieser Vortrag wurde gegeben anläßlich des vom Rabbinat organisierten Lerntags zur Beschneidung, der am 23. Sep. 2012 in der Israelitischen Kultusgemeinde München statt fand (33 Minuten).
http://ariefolger.wordpress.com/2012/10/18/bes…lle-rechtslage/
Im wesentlichen enthält dieser Vortrag m.E. nichts Neues. Ich poste hier den Link, weil Prof. Robbers die juristischen Argumente der Beschneidungsbefürworter überblicksartig Revue passieren lässt, die man sonst nur vereinzelt findet.
Fazit des Vortrags: Bis zum Kölner Urteil war die Rechtslage unbestritten pro Beschneidung (Sozialadäquanz). Der Kölner Richter hat durch eine Minderheitenmeinung die Rechtslage verunsichert. Prof. Robbers ist gegen das neue Gesetz, weil die Beschneidung eigentlich keine besondere " Erlaubnis" bräuchte. Er hält es für völlig ausgeschlossen, dass das Verfassungsgericht die Beschneidung verbieten könnte.
Sehr lustig ist sein "Argument" gegen das Aufschieben der Beschneidung bis zur Volljährigkeit: dann dürfe man Kindern auch nicht das Sprechen beibringen, sondern dürfe sie erst mit 18 fragen, ob sie sprechen lernen wollen.
Nachdem ich diesen Vortrag angehört habe, meine ich zu wissen, von wem Heribert Prantl die Ansicht hat, dass die ganze Debatte von Anfang an "Unsinn" war.
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Genau, kann man nicht vergleichen.
Trotzdem frage ich mich, was Recep Erdogan meint, wenn er sagt:
Zitat"Während man hierzulande Antisemitismus als Verbrechen gegen die Menschlichkeit brandmarke, würde nicht ein einziger westlicher Staat umgekehrt Islamfeindlichkeit als solches anerkennen. Das Ziel des Politikers: Das Erreichen einer weltweite Ächtung von Islamophobie"
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Hm, nach anderen Quellen hat Frau Merkel nicht den "Kampf gegen die Verfolgung von Menschen, die eine Religion ausüben" zum Teil der deutschen Aussenpolitik gemacht, sondern den " Schutz von verfolgten Christen".
Timmendorfer Strand - Angela Merkel spricht vor Kirchen-Synode - Region - Hamburger Abendblatt
Sie wird dich damit nicht etwa die Türkei gemeint haben?
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Diese Frau hat es leider geschafft, dass der Begriff der "Religionsfreiheit" bei mir fest mit der Vorstellung eines sich wegbrüllenden Säuglings, dem gerade die Vorhaut abgeschnitten wird, verknüpft ist. Und da bin ich bestimmt nicht die einzige.
Nein, ist bei mir auch so:)
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Zitat
"Allerdings muss sich die "Basis" auch den Vorwurf gefallen lassen, diesen ganzen Mist unwidersprochen stehen zu lassen."
Stimmt ja nicht ganz: zumindest weltweit haben sich ja auch Kritiker aus den betreffenden Religionen zu Wort gemeldet, zwar nur, wie uns gesagt wurde, eine minimalstmögliche Minderheit, aber immerhin. Diese Kritiker haben im Grunde dieselben Argumente geliefert wie die christliche und areligiöse Beschneidungsgegner auch. Vielleicht liegt das " Schweigen" der Basis ja auch daran, dass ihnen auch keine anderen "Argumente" einfallen als ihren Vertretern...P.S. Ich LIEBE Deine Signatur!:)
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Auf der verlinkten Tagung gab es auch folgendes Statement:
"Der SMD-Jugenddelegierte Friedemann Kuttler (Tübingen) sagte, die Kirche müsse die christliche Botschaft vor allem in einer neuen, verständlichen Sprache vermitteln."
Übertragen auf die Beschneidung könnte das heissen: die davon betroffenen Religionen müssen verständlich machen, warum ihr "Seelenheil" vom Eingriff in die körperliche Unversehrtheit von Kindern abhängt. Einem grossen Teil der Bevölkerung ist das immer noch nicht "verständlich". Kann das ein Grund sein, diesen Teil als "Atheisten" zu bezeichnen? Vielleicht haben sie nur einen ANDEREN Gott...
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Ich möchte an dieser Stelle aus einem Beitrag von Harald Stücker zitieren, der hier sicher schon einmal verlinkt wurde.
Die Erosion des religiösen Diskurses | hpd
Zitat"Ebenso wie beim Streit um Blasphemie geht es auch in dieser Debatte nur um den Schutz der religiösen Gefühle, nur um die Freiheit bei der Ausübung von Ritualen, nicht aber um den Inhalt der Rituale, nicht um den Kern dessen, was da angeblich geglaubt wird. Nicht Gott wird mehr in Schutz genommen, sondern die Gefühle dessen, der an Gott glaubt."
Wie in unserer Charta festgelegt, respektieren wir nicht nur die Religionen, sondern auch die Gefühle religiöser Menschen. Wir nehmen uns aber heraus, selbst ANDERE Gefühle zu haben. Den Respekt DAVOR kann ich auf religiöser Seite nicht entdecken. -
Alice Schwarzer hat am 25.10.2012 an der Uni Würzburg einen Vortrag gehalten mit dem Titel "Grenzen der Toleranz". Hat sie sich jetzt DOCH gegen Beschneidung ausgesprochen?:)
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"There is insufficient evidence to support the claims that genital cutting is a harmful procedure if performed by experienced personnel in a suitable theatre with facilities for pain control and anesthesia."
Female genital cutting is a harmful practice. Where is the evidence? | F1000 Research
Kommt mir doch irgendwie bekannt vor... -
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Fazit dieser Sendung: würde Beschneidung in Deutschland verboten, würde sie in den "Hinterzimmern" der Dritten Welt stattfinden

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@ R(h)einwein
Ja, ich habe mich etwas vergaloppiert
Das lag weniger an Ava, sondern an Frau Schwarzer:)Ja, Avas Erklärungen reichen mir nicht aus. Wenn jemand, der sonst keine Gelegenheit auslässt, plötzlich schweigt, kommt mir das merkwürdig vor...
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Ich frage mich nach wie vor, welche " Debatte" sie meint:
- der Bundespräsident sagt, Judentum und Islam gehören zu Deutschland
- die Regierungschefin erklärt das Land zur " Komikernation", sollte Beschneidung verboten werden
- der Aussenminister äussert sich pro Beschneidung
- das Parlament verabschiedet eine Resolution pro Beschneidung
- das Justizministerium legt ein Beschneidungserlaubnisgesetz vor
- der Bundesrat stimmt diesem Gesetz zu
- die beiden christlichen Kirchen in Deutschland sind pro Beschneidung
- die gesamte deutsche Presselandschaft ist pro Beschneidung
- mehrere Juristen, Ärzte, der Kinderschutzbund usw. äussern sich pro Beschneidung
- in mehreren Talkshows kommen Beschneidungsbefürworter zu Wort
- mehrere Fernsehberichte sprechen sich pro Beschneidung ausBeschneidungskritiker wurden von Anfang an als (wahlweise) "antisemitische Atheisten" oder als "atheistische Antisemiten" bezeichnet.
Frau Knobloch will einen Maulkorb. Von Meinungsfreiheit hält sie gar nichts.