Beiträge von werner

    […]

    Der Bund der Kinderärzte ist auch überparteilich und überkonfessionell. Dieses Forum übrigens auch.
    Wer die Beschneidung allein unter religiösem Aspekt sieht, hat sich schon dazu entschieden, auf die Argumente der Befürworter hereinzufallen.

    Bezüglich der Frage, ob das schwule Männer nicht besonders betrifft, wäre ich mir nicht so sicher. Wenn es sich nämlich auch bei uns rumspricht, dass die Verbreitung von Aids durch das " high risk" Sexualverhalten schwuler Männer durch die Beschneidung eingedämmt werden kann, wird sich dieser Verband sicher damit beschäftigen wollen/müssen.

    Wie ein Verband, der Interessen von Männern vertritt, in der Frage der Knabenbeschneidung unentschieden sein kann, ist mir schleierhaft. Auch schwule Männer waren doch mal Säuglinge/Kleinkinder, oder?

    Zitat

    "Die Zahl der Personen, die mit dem HIV-Virus infiziert sind, hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Jahr 2011 nahezu 5,500 erreicht. Die meisten Infektionen finden sich in der westlichen Marmara-Region. In der Provinz Istanbul gibt es die meisten gemeldeten Fälle von HIV-Infektionen."


    UN warnt: Türkei gilt als Hoch-Risiko-Gebiet für Aids | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN

    Zitat

    "Der richtige Weg Aids zu verhindern, ist nicht der über Kondome”, erklärte der Leiter der MTTB in Antalya. Seiner Meinung nach liege der Schlüssel zur Prävention in der “moralischen Entwicklung”. Die Studentenunion hat aber noch mehr gegen die Kampagne auf dem Campus einzuwenden. Ihrer Ansicht nach würde das Verteilen von Kondomen die jungen Leute geradezu ermutigen “sittenwidrigen” Sex zu haben."


    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/12/11474/„kondom-krise“-erschuettert-tuerkischen-campus/

    Im Jahre 2011 publizierte die Zeitschrift " Psychology Today" eine sechsteilige Serie zur Säuglingsbeschneidung, und schliesst mit eine Warnung an die Eltern.

    " Unfortunately, until this injury is fully abandoned, forever banished by reform from within U.S. medical education, parents will need to be on constant guard. They should NEVER leave their intact child's side during any medical exam. They should simply forbid, in advance, any retraction in unequivocal terms, and compose a signed letter to be inserted in the child's medical chart explaining their wish to protect their son. Parents must remain on guard to any medical professional's request or insistence to "just see the urethra" or any other manipulation of the foreskin."

    http://www.psychologytoday.com/blog/moral-lan…ce-male-anatomy

    Ganz so einfach scheint es mit der Säuglingsbeschneidung in Zimbabwe nicht über die Bühne zu gehen.

    "Looking at the issue of rights, we must remember that people have a right to choose. If an infant is circumcised, he is denied the right to choose what is best for him.”

    Ausserdem wächst offensichtlich der Zweifel insgesamt.

    “There are no conclusive medical studies documenting the health benefits of circumcision, although there are suggestive studies on both sides of the issue,” wrote Poland, in medical journal, Scientific American. According to results of the study, published in the Thymos: Journal of Boyhood Studies in 2010, an estimated 100 baby boys die from circumcision complications each year in America, including from anaesthesia reaction, stroke, haemorrhage and infection."

    Circumcision: People have a right to choose

    Ja, es wird nicht nach dem "Ob" gefragt. Der Artikel wirft jedoch ein Schlaglicht auf die Sorge der Beschneidungsbefürworter in Afrika, dass (Ehe)Frauen die Beschneidungskampagne behindern könnten, zum einen weil sie in der Heilungsphase nach der Beschneidung eine Zeit lang auf Sex verzichten müssen, und zum anderen weil sie den Verdacht haben, ihr Mann würde sich beschneiden lassen wollen, um sie mit anderen Frauen zu betrügen ( Stichwort: HIV-Übertragung durch "riskantes",d.h. promiskuitives Sexualverhalten). Der Ehemann soll diesen Verdacht durch Gespräche ausräumen.
    So gesehen offenbart der Artikel auf den ersten Blick eine gewaltige Doppelmoral: er geht nämlich davon aus, dass Männer ihre Frauen so oder so betrügen werden und sich damit einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzen. Ihren Frauen gegenüber aber sollen sie abstreiten, dass dies der Grund für ihre Entscheidung, sich beschneiden zu lassen, ist. Ausserdem soll so verhindert werden, dass Frauen sich in der Heilungsphase mit anderen (möglicherweise HIV-positiven) Männern einlassen.
    Auf den zweiten Blick ist der Artikel dann zumindest insofern ehrlich, als dass er davon ausgeht, dass sich am dem "riskanten" promiskuitiven Sexualverhalten der Afrikaner/innen nichts ändern lässt.

    Zitat

    "In erster Linie Mensch"


    Dem kann ich nur zustimmen. Trotzdem ist es m.E. wichtig, sich vor Augen zu halten, dass in der gegenwärtigen Beschneidungsdebatte zum ersten Mal Männer mit ihrer (beschädigten) Sexualität nicht nur an die Öffentlichkeit gehen, sondern versuchen, daraus eine Aktion mit einem konkreten Ziel zu machen. Das ist ziemlich einzigartig, wenn ich das richtig sehe.
    Dass Frauen als Mütter beschnittener Kinder ebenfalls leiden, wissen wir schon länger. Jetzt wird darüber hinaus immer deutlicher, dass und wie auch Frauen als Sexualpartnerinnen beschnittener Männer leiden können. Je deutlicher das wird, desto weniger man das Leiden der Frauen als "Neben-Wirkung" ansehen können.
    Warum diese Frauen bisher relativ (!) wenig ihre Stimme erhoben haben, ist eine Frage, aber mit Sicherheit keine Frage von " Schuld". Männer und Frauen bzw. Männer und Männer sitzen ja " gelegentlich" im selben Bett Boot.:)

    Ich finde es nicht schlimm, werde schon noch mit der Zeit mitbekommen, wie es gemeint ist

    Ja, das hoffe ich umgekehrt auch. Solange mir das noch verwehrt ist, nähere ich mich dem Thema rein wissenschaftlich. Dabei habe ich folgendes entdeckt:

    "Seventy-two percent of Israeli women experience an orgasm while having sex and know exactly where their 'G' spot and know how to derive enjoyment from it, according to a survey conducted by the women's magazine La'isha and released Monday."

    Israeli women's sex habits ... JPost - Health & Sci-Tech - Health

    ich denk mal, die letzte Antwort von werner war ein Gag ;)

    Viagra ist dafür, dass ein Mann überhaupt kann, EMLA wäre die Brachialmethode, mit der ein Mann länger kann.

    Nö, eigentlich kein Gag. Herr Cramer hat in der Tat gesagt, dass er Säuglinge kennt, die die Beschneidung verpennen. Der Schluss, dass dies - aus Sicht von Herrn Cramer - an der Wirkung der Salbe liegt, ist naheliegend. Herr Cramer hat des weiteren gesagt, dass manche der zu beschneidenden Säuglinge nicht wegen der Beschneidung schreien, sondern, weil ihre Windel vor der Beschneidung geöffnet wird. Dagegen ist die Salbe leider machtlos; das Windelöffnungsschreien des Säuglings ist aber ohne Zweifel auch nicht traumatisierend. Dass es Männer gibt, die das Tragen von Windeln erotisch finden, ist ebenfalls kein Gag, sondern Fakt. Auch solche Männer können an Ejaculatio Präcox leiden und EMLA benötigen.
    Die Anwendung von EMLA bei vorzeitigem Samenerguss ist kein " Brachialmittel" , sondern ein ärztlich empfohlenes und häufig angewendetes Mittel der Wahl. Die von mir beschriebene Nebenwirkung (Einpennen) kann - ich folge wiederum Herrn Cramer - durchaus eintreten. Der eingeschmierte (quasi " gesalbte") Mann muss übrigens ein Kondom benutzen, sonst schläft womöglich wegen der übertragenen Salbe die Frau auch ein.

    Mit diesem ganzen sexualmedizinischen Zeugs wollte ich eigentlich nur zeigen, dass, wenn ich einknicke, nicht vor dem ZDJ einknicke, sondern vor der EMLA-Salbe. Deren Anwendung führt jedenfalls bei mir regelmässig zum "Einknicken". (Das ist jetzt wirklich ein Gag, weil es nämlich gar nicht stimmt.)

    […]

    Aber natürlich haben auch intakte Männer Potenzprobleme, auch schon weit bevor sie 40 sind. Eines der bestgehüteten Geheimnisse, denn auch intakte Männer reden nicht gern darüber geschweige denn gehen zum Andrologen. Ursache für Sexualprobleme bei intakten Männer ist natürlich seltener eine Verhornung der Eichel. Meist liegt die Verhornung im Kopf.
    Häufigste Probleme sind erektile Dysfunktion und Ejaculatio Praecox. Bei ersterem hilft Viagra. Bei letzterem EMLA- Salbe. Bei deren Anwendung sollte man allerdings vorsichtig sein, da wir ja aus der Beschneidungsforschung wissen, dass EMLA zur vollständigen Narkotisierung des Gliedes führen kann. Wie wir von Herrn Cramer von " Zentralrat der Juden" wissen, kann das wiederum dazu führen, dass der narkotisierte Säugling/Mann den Akt verpennt. Da hilft dann nur noch das Öffnen der Windel. :whistling:

    Zum heutigen Welt-Aids-Tag ein Artikel aus der Huffington Post.

    Zitat

    "Secretary Clinton is correct that we must take a stronger stance against HIV and AIDS and continue doing everything we can to combat this deadly disease. Indeed, it will be a great day when America and the world is Aids free. And while there are other ways the disease is passed from one person to the next, HIV is transmitted mostly through semen and vaginal fluids during unprotected sex without the use of condoms. Therefore, critical thinking tells us it's time to introduce comprehensive sexual education in schools, and make it required learning for all students along with English, math and history."


    Steve Siebold: Clinton's AIDS Plan Misses Key Point: Comprehensive Sex Education

    Der Gebrauch von Kondomen unterstützt, wie wir wissen, promiskuitives und hochriskantes Sexualverhalten, und wird ausserdem von der katholischen Kirche abgelehnt. Da ist es doch viel "einfacher", zur Aids-Bekämpfung die männliche Beschneidung zu propagieren- am besten wie in Amerika und demnächst auch in Zimbabwe die Säuglingsbeschneidung.

    was ist eine praktisch ungebremste öffentliche Meinung?

    Gebremst hätte die öffentliche Meinung auf dem "elektronischen Marktplatz" werden können z.B. nach dem Vorbild von China, Russland, Iran und anderen Ländern. Alternativ wäre aber auch die Einpflege von antisemitischen Kampfbegriffen wie "Menschenrechte", "Grundgesetz" und "körperliche Unversehrtheit" in die Kommentarfunktion der Internetpresse.

    "Dennoch kommt der Essay zu spät", schreibt Herr Brommarius. Der Einzige, der hier jedoch zu spät kommt, ist Herr Brommarius selbst. Der Essay von Herrn Bodenheimer wurde nämlich schon am 22.9. in der "Welt" besprochen und noch am selben Tag (!) hier im Beschneidungsforum "rezensiert".

    "Alfred Bodenheimer meldet sich in der Beschneidungsdebatte zu Wort"

    Herr Brommarius setzt eben alles daran, den Kultstatus, den er mittlerweile in der " Hall of Shame" des Beschneidungsforums geniest, nicht in Frage zu stellen.

    "Ein einziges Mal gab es Beifall im Rechtsausschuss des Bundestags. Da hatte Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, bei einer öffentlichen Anhörung sein Plädoyer gegen das geplante Beschneidungsgesetz mit der Formulierung abgeschlossen, es sei »eine Bagatellisierung von Körperverletzung«. Doch Beifalls- und Unmutsäußerungen sind im Rechtsausschuss nicht erlaubt, und der Ausschussvorsitzende, Siegfried Kauder (CDU), sorgte schnell für Ruhe."

    Jüdische Allgemeine / POLITIK / Bundestag - Recht schnittig