Es ist ja kein Geheimnis, dass ich in dieser Frage anderer Meinung bin als Gerhard und R(h)einwein. Aber warum sollte es nicht auch hier mal Meinungsverschiedenheiten geben.
Bisher habe ich in diesem Thread nur Vermutungen über den Zusammenhang von MGM und "feministischer Kampfrhetorik" gelesen. Robin Urban schrieb zu dem Thema:
Zitat
"Das einzig positive, was ich zur feministischen Beteiligung (oder Nicht-Beteiligung) zur Beschneidungsdebatte bieten kann, ist dieser Text:
Warum Knabenbeschneidung gerade Feministinnen etwas angeht
Darüber hinaus ist mir nichts dezidiert feministisches dazu bekannt, was ich nicht selbst geschrieben habe. Und das finde ich immer noch sehr, sehr scheiße."
http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/12/15/bes…-mein-nachtrag/
Im Böll- Blog war es, wenn ich mich richtig erinnere, lediglich Antke Engel, die die "weissen Rassismus" in der MGM-Kritik entdeckt haben wollte, dieser Frage aber bei der FGM-Kritik peinlicherweise aus dem Weg ging.
Und Frau Schwarzer? Dass diese demnächst ein "feministisches Politbüro" aufmacht, wage ich nicht nur aufgrund der letzten Ereignisse zu bezweifeln. Diese Frau hat sich doch längst nicht nur von "den" Frauen, sondern vom grössten Teil der feministischen Bewegung abgekoppelt.
Somit bleibt das auch von mir registrierte Schweigen aus der feministischen Ecke. Die von Tante Jay angesprochene Angst, Männer könnten die Diskussion beherrschen, wenn man FGM und MGM gleichgestellt bekämpft, ist mir schon oft begegnet. Ich stimme dem nicht zu, plädiere allerdings dafür, es ernst zu nehmen, und nicht einfach abzutun.
"Terres des Femmes" hat einen Anfang gemacht, dass Schweigen der Feministinnen aufzubrechen. Auch in diesem Forum ( und übrigens mehrheitlich im Böll-Blog) sprechen sich Frauen gegen MGM aus. Auch das gilt es wahrzunehmen.