Beiträge von werner

    Zudem betonte sie, dass bei einem Säugling eine ausreichende Schmerzbekämpfung nicht möglich sei.

    Alle Ärzte wissen das - ALLE. Dass es Ärzte gibt, die ohne medizinische Indikation trotzdem Beschneidungen durchführen, ist und bleibt ein Skandal.

    Danke für Deinen Bericht!

    Zudem betonte sie, dass bei einem Säugling eine ausreichende Schmerzbekämpfung nicht möglich sei.

    Alle Ärzte wissen das - ALLE. Dass es Ärzte gibt, die ohne medizinische Indikation trotzdem Beschneidungen durchführen, ist und bleibt ein Skandal.

    Danke für Deinen Bericht!

    "Charles’s wife Princess Diana was said to be opposed to the idea, and most royal observers believe she broke with 150 years of royal tradition by not having Princes William and Harry circumcised at birth."


    England's Rose..[Blockierte Grafik: webkit-fake-url://DE14A967-9BA4-437B-85D5-415567D74114/imagepng]

    Circumcision decision: Will the royals get snippy if it’s a boy for Kate Middleton? - Diary - News - London Evening Standard

    Ich habe schon gelegentlich von Frauen die Besorgnis gehört, die Diskussion über Knabenbeschneidung könne das Thema Frauenbeschneidung in den Hintergrund drängen. Eine "Leidenskonkurrenz" sollte ja eigentlich vermieden werden. Selbst viele Frauen, die sich gegen Frauenbeschneidung engagieren, wissen gar nicht, worum es bei der Knabenbeschneidung geht, und halten diese für eine Lappalie - zumindest im Vergleich zur Frauenbeschneidung.

    Den Begriff "Vulgärrationalismus" hat der Schriftsteller Navid Kermani vor ein paar Wochen in die Beschneidungsdebatte eingeführt. Daran hat sich offensichtlich der Bundespräsident "drangehängt".
    Kermani sagte, der Begriff sei ihm "so eingefallen". Ob ihm bewusst war, dass der Begriff mindestens in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht, weiss man nicht. Gemeint hat er wohl damit, dass die Menschen nur noch im "Hier und Jetzt" leben und ihre Traditionen resp. ihre religiösen Vorläufer vergessen, vor allem diejenigen, die sie mit Gott verbinden. Paradebeispiel dafür ist ein aussschliesslich komsumorientiertes Weihnachtsfest, dessen religiöse Botschaft längst untergegangen ist.

    Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass manchen Gläubigen jeder Richtung die Beschneidungsdebatte wie gerufen gekommen ist, um sozusagen " zivilisationskritisch" einmal so richtig auf die "gottlose Moderne" einzuschlagen. Inbesondere Christen sind ja oft geradezu verängstigt angesichts der ungebrochenen Religiosität von Muslimen und Juden.
    Den Beschneidungskritikern wird ja oft vorgeworfen, die Beschneidungsdebatte nur als "Stellvertreterkrieg" für ihren allgemeinen Vulgärrationalismus zu benutzen. Frage ist aber, wer hier tatsächlich einen Stellvertreterkrieg führt.

    ""Whenever it seems that the modern world is inserting itself into matters of ritual," Heilman says, "there are certain elements in the Jewish world that say, 'No. We will stand guard over what is genuinely appropriate in ritual, and not the modern world.' "

    And those elements seem unlikely to bend to the will of City Hall. Mohel Cohn may speak for many Orthodox Jews who say they will not obey the new regulation. "The mayor is the mayor of the city of New York," says Cohn. "But we have a mayor; he's the mayor of the universe. We gonna follow his instructions."
    New York, Orthodox Jews Clash Over Circumcision : NPR

    […]

    Der durchnittliche Beginn des ersten Geschlechtsverkehrs beträgt 15,5 Jahre. Ist da nicht schon die Beschneidung verjährt? Wenn ja, wäre das Gesetz schon sehr "schlau" ausgedacht. :evil: Die Formulierung weist ja eindeutig auf Frauenbeschneidung hin. Im Umkehrschluss könnte man folgern, dass man in die Knabenbeschneidung jedoch rechtswirksam einwilligen kann.

    Einen überaus interessanten Artikel über die Aids-Bekämpfung in Uganda findet sich im folgenden Link. Es werden Pro- und Contra-Argumente der einzelnen Massnahmen gegenübergestellt. Ugandas President ist der erste und (bisher) einzige Präsident Afrikas, der nicht nur die Beschneidung, sondern auch deren wissenschaftliche Begründung in Frage gestellt hat. Aber es gibt auch noch andere Probleme:

    "Where did we go wrong?

    According to Dr Carol Nakazzi, the HIV prevalence officer at UAC, the reverse gear started when Uganda lost funding in 2006, due to corruption. Global Fund cut off its aid after most of the money sent was stolen."

    "In an earlier interview, the Director General of AIC, Dr Kihumuro Apuuli, explained that corruption cost us a lot. “You talk of Rwanda; do you know that Kigali receives about three times more money for HIV than Uganda? When donors suspended funding because of the Global Fund scandal, our programmes were affected."


    The ten point plan to kick HIV out of Uganda


    Betroffen ist davon offensichtlich vor allem nicht die vergleichsweise billige Beschneidung, sondern die Bereitstellung von Medikamenten, die eine Mutter-Kind-Übertragung verhindern sollen.

    Das Ding ist nur, dass sie selber selten welche haben und deren Schutzbedürftigkeit und Abhängigkeit im Leben der meisten schwulen Männer nicht so präsent ist.

    Es wird nicht mehr lange dauern, bis Schwule Männer und Frauen Kinder adoptieren dürfen. Selbst unsere Justizministerin sagt:
    "Wenn mehr gleichgeschlechtliche Paare Kinder haben, ist das wunderbar."

    Wenn diese Adoptiveltern der Meinung sind, sie wüssten, "was Männern gut tut", kann sie nach dem neuen Gesetz niemand daran hindern, ihren Kindern das entsprechende "Geschenk" zu machen.

    Ich möchte unserem Herrn Bundespräsidenten keineswegs unterstellen, dass er sich a) in die Tagespolitik, b) in ein laufendes Gesetzverfahren und c) in eine aktuelle Verfassungsdebatte einmischt. Er hat ja nur - wie auch schon Frau Merkel - vulgärrationalistische (d.h. atheistische) "Stimmen" gehört. Über die Frage, ob man diese "Stimmen" nicht überschätzt, wenn man argwöhnt, dass sie zum Untergang des Abendlandes führen, kann man sicher streiten. Nicht streiten kann man m.E. über die historische Tatsache, dass sich die Entstehung des modernen Staates ganz wesentlich aus der Erfahrung von Religionskriegen (30jähriger Krieg, Westfälischer Friede) speist. Es gibt sogar etliche Historiker, die der Meinung sind, dass der 30jährige Krieg immer noch als nationales Urtrauma in den Köpfen der Deutschen herumspukt. Auch das christliche Gottgnadentum unseres letzten Kaisers, der einen Weltkrieg vom Zaun brach, könnte man unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Will sagen, es gibt in der deutschen Geschichte durchaus Ereignisse, die eine - gelinde gesagt - gewisse Skepsis berechtigt erscheinen lassen, Religionen allzu viel Spielraum zu lassen. Dass dies bei der Beschneidung dadurch erfolgt, dass die modernen wissenschaftlichen (Stichwort:Aufklärung) Gebote der " ärztlichen Kunst" durch die Anwendung von EMLA- Salbe angwendet werden, soll ich vielleicht, MUSS ich aber nicht glauben.
    Fazit: falls das Abendland durch ein Beschneidungsverbot untergehen sollte, hat es es nicht anders verdient.

    Ja, ich finde es schon hammerartig, dass eine angesehene Zeitschrift meint, Eltern davor warnen zu müssen, ihre Kinder mit Ärzten allein zu lassen. Mir wurde persönlich mehrfach (!) berichtet, dass amerikanische Ärzte Säuglinge beschneiden, ohne die Eltern zu unterrichten geschweige denn, ihre Einwilligung einzuholen. Man schneidet die Nabelschnur durch und die Vorhaut ab. Alles selbstverständliche Routine. Ich habe zwar keinerlei Beweise für ein solches Vorgehen und meine Bekannten würden natürlich den Teufel tun, eine solche Behauptung namentlich in die Öffentlichkeit zu stellen, aber interessieren würde es mich schon.

    Sieht so aus, als ob sich hier eine Liebelei mit unserem kondomophoben Papst anbahnt. ;)

    Diese Liebelei ist schon über die Anbahnungsphase hinaus. Es wurde hier im Forum vor ein paar Tagen ein afrikanischer katholischer Bischof zitiert, der sich mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass aus kirchlicher Sicht nichts gegen Beschneidung spräche, hinter die dortigen Aktionen stellte. Auf diese Weise kann ja auch die katholische Kirche dem Vorwurf entgehen, sie fördere durch das Kondomverbot die Verbreitung von Aids. Mancherorts wurde schon vermutet, dass auch die amerikanischen Befürworter der Beschneidung zur Aidsbekämpfung auf dieses Pferd setzen. Ich glaube aber eher, dass dort ein Misstrauen herrscht, dass "die Afrikaner" aus Lustgründen dazu neigen, Kondome wegzulassen.

    "Doch als er dann den Aleviten Özcan Mutlu, den bildungspolitischen Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin in die Debatte miteinbeziehen will, in dem er bescheinigt, auch er sei kritiklos davon gekommen, gerät die journalistische Arbeit aus dem Ruder.

    Angeblich habe Özcan Mutlu während des vergangenen Ramadan-Fastenmonats in Berlin Currywurst verspeißt und es sei zu einem Streit am Imbissstand gekommen. Auch hier habe keine alevitische Organisation sich zum Thema geäussert bzw. Kilic oder Mutlu dafür kritisiert."


    ZAMAN über die Beschneidung und politische Dimension | Turkishpress

    Ich weiss von einem LSVD-Landessprecher, dass er für religiöse Bescheidungen ist. Bedenken bezüglich Folgen für das sexuelle Empfinden hat er in einer Internetdiskussion damit vom Tisch gewischt, dass er als promiskuitiver Homosexueller wohl am besten weiss, was Männern gut tut.

    Lassen wir einmal diese selbstbezogene Arroganz, die auf dem Hintergrund des Themas einfach nur widerlich und zynisch ist, beiseite. Wenn dieser Landessprecher mal Kinder adoptieren sollte, kann er ihnen nach dem neuen Gesetz gleich von Anfang an "vermitteln", "was Männern gut tut." Jüdische und muslimische Männer wissen dies ja bekanntlich quasi "von Geburt an."

    "Schwangerschaft und Geburt sollten absolut freiwillig sein - alles andere ist schwerste Körperverletzung."

    Da sitzen wir doch im selben Boot: Beschneidung sollte absolut freiwillig sein - alles andere ist schwerste Körperletzung.