"A nurse has been found guilty of the manslaughter of a four-week-old baby who bled to death after a botched home circumcision."
Beiträge von werner
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M.E. ist dieser Schuss gesellschaftlich gesehen nach hinten losgegangen. Die Religionsvertreter haben wegen ihrer zum Teil abenteuerlichen Argumentation erheblich an Glaubwürdigkeit eingebüsst. Ob das auch auf die Gläubigen Wirkung gehabt hat, wird man sehen.Ich bin gespannt auf die nächsten Umfragen.
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"Der Regelungsversuch der Bundesregierung sei ausdrücklich zu begrüßen, jedoch sei das jetzt beschlossene Gesetz nicht in allen Punkten zustimmungswürdig, teilte der Verband am Freitag in Köln mit. So passe der Begriff "Kindeswohlgefährdung" nicht in diesen Gesetzestext. Hier werde eine Assoziation zwischen der Beschneidung und der Misshandlung von Kindern hergestellt, hieß es."
Bundesrat - Beschneidung bleibt erlaubt - Islamverband kritisiert Gesetz - Politik -Deutschland - Hamburger Abendblatt
Kritik der Religionsverbände gab es ja schon vor der Verabschiedung des Gesetzes (an der 6-Montsgrenze, am Vetorecht des Kindes). Auch die Einhaltung der Regeln ärztlicher Kunst wurde schon als Zumutung empfunden. Wenn die Rechtsverordnungsvirschlag von Burkhard Lischka et.al.
durchgegangen wäre und dazu noch die von Reinhard Merkel vorgeschlagenen wissenschaftlichen Untersuchungen sowie ein "Nationales Beschneidungsregister" wäre das Ächzen des Gesetzgebers noch erheblich lauter gewesen.
Irgendwie beinhaltet das Gesetz ja auch eine gewisse Skepsis dem Ritus gegenüber wenn nicht gar Misstrauen.
In Israel hat man das einfacher geregelt: Beschneidung habe weder etwas im Jurisprudenz noch mit Medizin zu tun. Punkt. Basta. -
Aus einem Kommentar zu dem genannten Artikel:
"Es ist nicht das "Fremde" an dem Ritus der Beschneidung, das Abwehr hervorruft, sondern das, was über diesen Ritus, seinen Ursprung, seine Durchführung und seine Rechtfertigung, die damit zusammenhängenden Nötigungen von Eltern, Druck und Zwänger, bekannt wurde.
Was soll denn für einen Juden/eine Jüdin, die Beschneidung wehrloser Kinder ablehnt fremd sein? Haben Reformjuden wie Abraham Geiger und samuel Holdheim die B. abgelehnt, weil sie ihnen fremd war.
Nein, sondern, weil sie sinnlos, grausam und nachweislich NICHT Kennzeichen des Bundes zwischen dem Volk Israel und Gott ist."
Beschneidung - ǀ Die beschnittene Debatte — der Freitag -
Frau Roth eine der wenigen, die ihre Meinung geändert hat.
Hm, sehe ich nicht so. Dass Mädchen- und Knabenbeschneidung nicht miteinander vergleichbar sind, betont auch Frau Ruprecht.
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Könnte man von einem perfekten System nicht erwarten, dass es intrinsisch den Unterschied zwischen Gut und Böse kennt? Aus Sicht der Religionen ist der Mensch somit alles andere als perfekt.
Intrinsich nicht. Das Böse ist seit der Vertreibung aus dem Paradies in der Welt. Davor muss sich der perfekt geschöpfte Körper schützen.
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Die Politiker konnten sich leicht herausreden, indem sie dafür sorgten, dass eine Betäubung stattfindet und ein Arzt schneidet. Damit war für diese das Kapitel Kinderschutz zu Recht erledigt.
Für die Politiker vielleicht. Für mich noch lange nicht. "Herausreden" ist die richtige Bezeichnung. Hat aber "leider" nicht funktioniert. Salbe als ärztliche Kunst zu verkaufen, ist einfach nur lächerlich.
weil jede Religion ebenso wie jedes totalitäre säkulare Regime sexualfeindlich ist. Es gibt natürlich religiöse Menschen, die die Sexualität bejahen, sie sind aber innerhalb der Religionsgemeinschaften eher die Ausnahme.
Das habe ich auch hier im Forum schon mal ganz anders gelesen. Judentum und Islam gelten demnach als grundsätzlich sexualfreundlich. Knackpunkt ist, dass das dies ausschliesslich für eheliche Beziehungen gilt.
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"Die Gegner der Kindesbeschneidung hängen einem Bild des Leibes an, der in seiner Natürlichkeit unversehrt ist. Doch dieses Bild ist ein Phantom. Einen solchen Leib – einen Leib außerhalb aller kulturellen und symbolischen Leistungen – bekommen wir schlicht nie zu greifen. Denn mit »natürlichem Leib« meinen wir ja nicht den Körper, so wie ihn »die Natur« uns bei der Geburt darbietet. Wir meinen einen Leib, wie er »natürlicherweise« sein soll. Wenn wir sagen, dass Menschen an jeder Hand fünf Finger haben, dann meinen wir, dass es zur Konstitution »des Menschen« gehört, fünf Finger an jeder Hand zu haben, was Ärzte dazu befugt, knorpelige Auswüchse, mit denen viele Babys geboren werden und die aussehen wie ein sechster Finger, zu entfernen, ohne befürchten zu müssen, vom Gesetz belangt zu werden. Der natürliche Leib ist mithin keine Tatsache, die man sich auf ewig sichern könnte, sondern eine Norm, die sich mit der Zeit wandelt.
An dieser Stelle verflechten sich der historische und der philosophische Faden dieser Überlegungen und legen den dritten Aspekt bloß. Denn der natürliche Körper, den die Argumentation der Gegner herbeizitiert, ist nichts anderes als der vermeintlich unversehrte Leib, und dieser wiederum wird für den christlichen Leib gehalten, der sein Fleisch gekreuzigt hat. Der Mythos der leiblichen Natürlichkeit wird in die Vergeistigung des Christentums überführt, ein Vorgang, der die jüdische und muslimische Praktik folgerichtig vom Natürlichsein ausschließt."Judentum und Islam: Markierte Körper | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
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Beschneidung und Impfung sind aus dieser (islamischer) Sicht Gesundheitsfürsorge ( auch ein göttliches Gebot ), um den perfekt geschaffenen Leib zu erhalten.
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Beides setzt aber eine Bereitschaft voraus, diesen Druck bei sich zuzulassen. Diese Bereitschaft hat m.E. einen aktuellen (zeitgeschichtlichen) Bezug.
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Eine Amputation - Nächstenliebe. Weite Brücken muss man schlagen für solch unzusammenhängende Ansichten - damit man sie auch nur ansatzweise versteht.
Für einen Gläubigen ist das eine ganz kurze Brücke: einen Menschen vom Anfang seines Lebens an unter den Schutz Gottes zu stellen, ist für ihn die allerhöchste Form der Nächstenliebe.
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Dogmatik im Grundriss, müsste man mal genauer betrachten.
Ja, wäre sicher sehr interessant. Ich frage mich aber trotzdem, ob wir das wirklich unabdingbar brauchen für diese Debatte. Interpretationen religiöser Schriften sind doch ganz offensichtlich und generell zeitabhängig. Bleibt eigentlich nur die Frage, warum sich manche so lange halten und manche nicht oder, anders formuliert: aufgrund welcher aktuellen (!) Bezüge wird an bestimmten Interpretationen festgehalten und an anderen nicht?
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Ich danke Dir und dem Spiegel-Archiv.

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Gestern abend 22:36 twitterte Volker Beck:
@Volker_Beck: Daneben! RT @ebner_sha: Dieter Stier #CDU vergleicht Beschneidung von Jungen mit Ferkelkastration! #Tierschutzgesetz.
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Wenn ich mir meine beruflichen Erfahrungen im Umgang mit Müttern, die amerikanischen Hygienefanatikerinnen, die ja auch Mütter sind, einige Threads in einschlägigen Foren, die hier schon diskutiert worden sind und einige der Äusserungen von weiblichen Bundestagsabgeordneten anschaue, stelle ich mir schon die Frage, was es mit der weiblichen Einfühlungsfähigkeit so auf sich hat.
Mit demselben Recht, mit dem man sagen könnte, dass der menschliche " Nesthocker" ohne (in der Regel) mütterliche Einfühlungsfähigkeit nicht überleben würde, könnte man sagen, dass dieser Nesthocker auch schon eine erstaunliche Flexibilität besitzt, mit Störungen eben dieser mütterlichen Einfühlungsfähigkeit "umzugehen". Dass er dafür gelegentlich auch einen hohen Preis bezahlt, ist bedauerlich, gefährdet aber meist nicht sein Überleben.
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Wieso ist dieser Kasper nicht in der Hall of shame?
Weil es dafür mehr braucht als nur "Kasper". Man muss schon irgendwie auch originell sein. Wer sich nur selbst ständig wiederholt, kommt man da nicht rein, oder? Es gibt mittlerweile so viele Kandidaten, da muss man schon wählerisch sein.

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Wir sollten dann demnächst auch unbedingt mal das Klonen ins Auge fassen!
Von Beschneidungsgegnern?

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"In Österreich dürfen Kinder an öffentlichen Schulen nicht zum Beten gezwungen werden. Das hat die Schulaufsicht im ostösterreichischen Burgenland nach der Beschwerde eines Vaters klargestellt."
„Lehrer darf nicht sagen, du musst beten“ | hpd -
"Richard Prasquier, Präsident des jüdischen Dachverbands in Frankreich CRIF, sprach die Schwierigkeit an, Menschen vor Indoktrinierung zu schützen. Er habe kürzlich den Bruder des Juden-Mörders von Toulouse gesprochen. Dieser habe ihm erklärt, Mohammed Merah sei von klein auf antisemitisch indoktriniert worden."
"Das Recht auf Blasphemie muss gewahrt bleiben», meinte Prasquier in Brüssel, sonst sei die Religionsfreiheit in Gefahr."