Die Studie heisst mitnichten "Die Mitte rückt nach rechts", sondern "Die Mitte im Umbruch". Damit sind die sozioökonomischen Verwerfungen in Ostdeutschland gemeint.
"Bezogen auf ganz Deutschland ist im Vergleich zu 2010 ein Anstieg rechtsextremen Denkens
(geschlossenes rechtsextremes Weltbild) von 8,2 auf 9,0 % zu verzeichnen. Einem moderaten
Rückgang in Westdeutschland (von 7,6 auf 7,3 %), steht ein massiver Anstieg in
Ostdeutschland (von 10,5 auf 15,8 %) gegenüber.
Dieser Trend zeigt sich auch im Zeitverlauf seit 2006: Während die Gruppe derjenigen mit
geschlossenem rechtsextremen Weltbild in Westdeutschland kontinuierlich von 9,1 auf 7,6 %
gesunken ist, hat sie sich im Osten von 6,6 auf 15,8 % mehr als verdoppelt."
Bezüglich des Antisemitismus sagt die Studie:
"Die „Mitte-Studien“ belegen seit Jahren, dass mit leichten Schwankungen knapp 10 % der
Deutschen manifest antisemitisch eingestellt sind."
Es gibt also keine erheblichen Veränderungen.
Da der Autor also mit Zahlen nichts belegen kann, "argumentiert" er mit dem " Schein":
"Und das scheint ein zentrales Problem. Extremistische Randgruppen wird es, mit oder ohne NPD, immer geben, wobei allerdings bei Zustimmungsraten von bis zu 20 Prozent einem der Begriff der "Randgruppe" schon schwer fallen will. Noch alarmierender allerdings als die jungen Extremisten, die sich der Traditionspflege der Waffen-SS verschrieben haben, scheint die vollkommene Traditionslosigkeit von Teilen der gebildeten Mitte."
Fazit: zwischen Beschneidungskritik und Antisemitismus gibt es keine stichhaltigen Zusammenhänge. Diese Zusammenhänge herbeizukonstruieren, dient allein der Vernebelung und Ablenkung vom eigentlichen Thema. Letztlich steckt auch hier wieder die unsägliche " Holocaust-Keule" dahinter.