admin: Ich stimme dem absolut zu! ![]()
Beiträge von werner
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Im Ergebnis sagt Frau Deusel, dass ein jüdisches Kind ohne Beschneidung, d.h. initiale Brandmarkung gar nicht religiös aufwachsen/erzogen werden KANN. Salopp gesagt: ohne Beschneidung kannst Du religiöse Erziehung in der Pfeife rauchen. Geht einfach nicht. Wirklich relevant wird die Beschneidung allerdings erst bei der Bar Mitzwa mit 13 Jahren, an der man ohne Beschneidung nicht teilnehmen kann ( nach religiösem Recht).
Ausserdem vermisse ich nach wie vor die Begründung dafür, dass es nun unbedingt die Vorhaut sein muss, und nicht irgendetwas anderes. -
[…]
Erst kürzlich habe ich realisiert, dass auf dieser Pressekonferenz nicht nur der Betäubungskritiker Rabbi Metzger anwesend war, sondern auch der kurz vorher von ihm ins Rabbineramt der jüdischen Gemeinde Berlin geführte Rabbi Yehuda Teichtal. Dieser ist Anhänger der ultra-orthodoxen Sekte Chabad Lubawitsch, deren New Yorker Ableger zu den Verfechtern der Blutabsaugung mit dem Mund gehört.
Wie diese jüdische "Sekte" in Deutschland integriert wird und welche Stellung der ZDJ dazu hat, kann man hier nachlesen.
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"Die Vorstellung, ein Kind solle seine Religion frei wählen, wenn es erst alt genug dafür sei, ist wenig realistisch."
Das ist auch eine sehr interessante Sicht der Dinge!Das Kind kann in der Tat den Überzeugungen der Eltern, ob sie nun religiös oder politisch oder sonstwas sind, nicht ausweichen. Frage bleibt dennoch, auf welche Art und Weise die Eltern dies tun: als subjektive Überzeugung, von der abzuweichen, legitim ist, oder als allein seligmachende Einstellung, die mit der Drohung einer "Verdammnis" einhergeht, wenn man abweicht.
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Aber nun gut mit den Mutmasßungen
Bei dem, was Pallas, HaWeHa, Dagmar und auch Du selbst angesprochen haben, handelt es sich ja im wesentlichen um historische Fakten, und nicht etwa um blosse Mutmassungen. Die jahrhunderte alte innerjüdische Diskussion wurde ja sowohl im Ethikrat als auch im Rechtsausschuss fast völlig weggelassen. Man wollte auf religiöser Seite eine geschlossene Front aufbauen, die genauso unüberprüft übernommen wurde wie die Behauptung, 99,9% aller Juden würden die Beschneidung durchführen. Wären die innerjüdischen Debatten deutlicher geworden, wäre die Behauptung, es sei ein unabdingbares Gebot möglichweise ins Wanken geraten.
Zudem wurde ja allein schon die historische Textanalyse von einigen Verbandsvertretern nicht nur als Einmischung, sondern als Blasphemie bezeichnet. -
Hab mich schon länger gefragt wie der Staat reagieren würde wenn hier etwas ähnliches wie die Westboro Baptist Church entstehen würde.
Der Staat würde natürlich mit der bei uns seit Neuesten grösstmöglichen Religionsfreiheit reagieren. Gerade die Westboro Baptist Church ist geeignet, dem bei uns grassierenden Atheismus Einhalt zu gebieten. [/ironie off].
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Ich habe deshalb zur unmissverständlichen Klarstellung der Rechtslage in namentlicher Abstimmung dem Regierungsentwurf zugestimmt.
Ja, es ist jetzt unmissverständlich klar, dass Eltern die Oberhoheit über die körperliche Unversehrheit ihrer Kinder haben.
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Dieses neue Gesetz ist überhaupt nicht gültig, weil es "stärkeren" Gesetzen widerspricht.
Genau das ist auch meine Meinung.
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"Respekt" (von lateinisch "respectus": Zurückschauen, Rücksicht) bezeichnet eine Form der Achtung und Ehrerbietung gegenüber einer anderen Person, ihren Handlungen oder Überzeugungen. Keine Frage: Für aufgeklärte Zeitgenossen ist es eine pure Selbstverständlichkeit, Menschen als Menschen wertzuschätzen. Doch gilt dies auch für alle Überzeugungen, die Menschen an den Tag legen? Ganz gewiss nicht."
Religionen: Respekt? Wovor denn? | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
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"Mit dem Kindeswohl haben medizinisch unnötige Beschneidungen so viel zu tun wie Reinhold Messner mit einem Tiefseetaucher."
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Vielleicht für Benni interessant: Besprechung des Buches von Moritz Gustav Salomon über die Beschneidung von 1844.
http://link.springer.com/static-content…-3031-2/000.png
Ich weise insbesondere auf die Feststellungen des Reszensenten über die Todesfälle nach Beschneidungen im 19. Jahrhundert hin.
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In seinem Buch "Kulturelle Aspekte der Sozialisation" untersucht Basar Alabay bemerkenswert objektiv die Geschichte der muslimischen Beschneidung bis zu ihrer heutigen Durchführung. Er widmet sich dann Männlichkeitsbegriffen und traditionellen Wertbegriffen in der türkischen Gemeinschaft.
Auszüge aus dem Buch findet man hier.
Kulturelle Aspekte der Sozialisation - BaÅar Alabay - Google Books
Alabay hat darüberhinaus viele Gespräche mit Lehrern geführt, die türkische Kinder/Jugendliche betreuen. Er zieht aus diesen Gesprächen den Schluss, dass die frühzeitige "Mannwerdung" durch die Beschneidung zu Konflikten junger Türken mit ihrem gleichaltrigen deutschen Umfeld führt, und zur Abwertung vor allem von weiblichen Autoritäten.
http://link.springer.com/static-content…610-7_7/000.png
Meines Wissens ist dies die bisher einzige derartige Untersuchung, die es gibt. Die Meinung von Ali Utlu dazu würde mich interessieren.
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"One of Intact America's greatest strengths is the diverse and supportive intactivist community. Our "Intactivist of the Month" series highlights some of the most ardent opponents of infant and childhood circumcision, whose tireless efforts will ensure a future where all babies are kept intact. Below is a list of all the intactivists we have featured as Intactivist of the Month."
Circumcision is Medically Unnecessary, Painful, Risky, and Unethical: Intact America: ARCHIVE: Intactivists of the Month -
Dass die Diskussion um weibliche Genitalverstümmelung und damit die Frage ihrer Abgrenzung von männlicher Beschneidung bzw. ihrer Anwendung bei Minderjährigen noch lange nicht vom Tisch ist, zeigt der neueste Report des renommierten "Hasting Centers" für Bioethik.
The Hastings Center - The Hastings Center Report
Eine Zusammenfassung der Thesen des Reports findet man hier
In Defense Of Female Circumcision? Panel Presents Seven Facts | CommonHealth
"Medical research has found that a high percentage of women who have had genital surgery “have rich sexual lives, including desire, arousal, orgasm, and satisfaction, and their frequency of sexual activity is not reduced.Reproductive health and medical complications linked to female genital surgery happen infrequently.
Those who value female genital surgery view it as aesthetic enhancement, not mutilation.
In almost all societies where female genital surgery is performed, male genital surgery also takes place. Broadly speaking, then, such societies “are not singling out females as targets of punishment, sexual deprivation, or humiliation.”Auf die "Harmlosigkeit" der weiblichen Beschneidung unter hygienischen Bedingungen, etwa in Ägypten, macht der folgende Artikel aufmerksam.
Female Circumcision: Comparing Muslim and Non-Muslim African Communities
"For instance, while there are overarching similarities amongst Muslim African groups that practice circumcision, there are vast disparities between urban areas in Egypt where female circumcisions are becoming increasingly sterile as they’re performed in hospitals by medical professionals and rural villages in Somalia where girls are not likely to be administered anesthesia or taken to a hospital."
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Auch bei anderen Zielgruppen gäbe es noch dringenden Informationsbedarf.
Beschneidung: Bist du cut oder uncut? - Queer.de
Der Schreiber dieses Artikels ist übrigens Mitautor des hier rezensierten Buchs:
Buch: Interventionen gegen die deutsche Beschneidungsdebatte
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STEHR Maximilian u.a.
Klinische Pädiatrie A. 2001, vol. 213, n° 2, pp. 50-55"Circumcision is one of the most frequent operative procedures done in males. About 120 circumcisions are performed every 5 minutes over the world [14]. Three different reasons lead to circumcision: 1) Medical reasons in present of a pathologic phimosis. 2) Circumcisions done due to religious, social or cultural reasons. 3) Finally in many countries circumcision is performed as routine-circumcision in the newborn period. While in the United States the number of routine-circumcisions decreases (about 60% of all male newborns) South-Korea has a rate near to 100%. Even with no religious or cultural backround in Germany circumcision often is performed without scrutinizing medical indication. Circumcision is regarded as an procedure with no complications and no disadvantage for the patient. In general circumcision has no medical benefit neither in decreasing the incidence of urinary tract infections nor of sexual transmitted deseases nor of neoplasias. Medical indication for circumcision is given in presence of pathologic phimosis in 4% of all males. Postoperative complications range up to 2 % and circumcision is the amputation of the prepuce from the rest of the penis, resulting in permanent alteration of the anatomy, histology and function of the penis .... There are many reports about having dyscomfort and disadvantages after circumcision as well to the males as to the sexual partners. This challenges the legality of neonatal involontary circumcision because legality is based on saving the children's best interest."
Die Zirkumzision : Kritik an der Routine = Circumcision : Criticism upon the routine