Covid-19 und Zirkumzision

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Covid-19 und Zirkumzision

      In Australien werden die meisten Wahl- (elective) Operationen ausgesetzt, um Kapazitäten zu sparen. Darunter auch "Zirkumzision"


      Circumcision (clinical conditions only)
      Wie soll man das "clinical conditions only" interpretieren?

      au.news.yahoo.com/coronavirus-…-cancelled-063937210.html

      Im UK sind jetzt angeblich außer Beerdigungen alle religiösen Zeremonien und Zusammenkünfte untersagt. Die BGM-Lobby-Organisation Milah UK arbeitet schon fleißig:


      A spokesman for Milah UK said, "We were in touch with the government immediately after the Prime Minister’s address on the question of brit milah in the context of the new measures
      thejc.com/news/uk-news/new-gui…ision-ceremonies-1.498404
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • "Möglichst nicht verschoben werden sollte dagegen eine Brit Mila. Die Beschneidung eines neugeborenen jüdischen Knaben sei aber, so die Empfehlung des Zentralrats, »im engsten Familienkreis, vorzugsweise ausschließlich in Anwesenheit der Kindeseltern«, abzuhalten."

      Und wie soll das bitte im Einklang mit den momentanen Kontakteinschränkungen möglich sein?
      Dann müssten ja Mutter oder Vater selbst die Vorhautamputation vornehmen.
    • Es gilt gerade eigentlich generell, dass man in anderen Haushalten nix zu suchen hat.

      Wenn in deinem Haushalt mehr als vier Personen leben, darfst du die natürlich auch treffen.

      Der Zentralrat der Juden hingegen rät hier Familien, wenn ich es richtig verstehe, zur Ausführung von MGM fremde Personen in Haushalte einzuladen.
    • @brokendream

      In Krankenhäusern werden momentan keine MGM mehr durchgeführt. Wie auch immer medizinisch begründete Vorhautamputationen sind ja nie akut, sondern immer aufschiebbar. Und alles Aufschiebbare wird momentan unterlassen.
      Das gleiche gilt momentan für Knie-OPs etc.

      Interessant hingegen wäre, was in MGM-Zentren und bei niedergelassenen Kinderchirurgen passiert. Denn da ist MGM ja die Haupteinnahmequelle und keine Einbindung in die Corona-Maßnahmen vorhanden.
    • Na ja, der Zentralrat.
      Es gibt auch Juden, die nicht immer einer Meinung sind mit dem Zentralrat, und auch solche, die auf den Zentralrat pfeifen.

      Wie sagte noch Eldad Stobezki?
      Auch ich finde sehr viele Dinge, die im Judentum noch stattfinden, veraltet und überflüssig. Zum Beispiel bin ich ein Gegner von Beschneidung.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Pizarro73 wrote:

      Wie auch immer medizinisch begründete Vorhautamputationen sind ja nie akut, sondern immer aufschiebbar.
      Never say never.
      In seltenen Fällen kann eine VA evtl. akut medizinisch geboten sein. Z.B., wenn bei einer Paraphimose die Eichel abzusterben droht und die Vorhaut sich nicht mit ärztlichen Mitteln replazieren lässt.
      Ich vermute aber, dass eine solche Konstellation wirklich sehr selten ist. Besonders bei nicht zustimmungsfähigen Jungen.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • For the past two weeks, all synagogues in France, like all other religious sites, have been closed. Most ritual baths have also been shut down, and the official association of mohalim (ritual circumcisers) has asked all the families to postpone circumcision ceremonies until after the crisis, even if some of them are still working because of families’ requests.
      jpost.com/diaspora/between-mou…s-battle-the-virus-622975
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • In D liegt die Sterbewahrscheinlichkeit eines Infizierten z.Zt. bei 1,5%, in F bei 8,3%. Vielleicht hängt es damit zusammen.
      Außerdem gilt noch die Einschränkung: wenn bereits zwei Söhne in Folge einer "Beschneidung" verstorben sind, dann darf ein evtl. Dritter verschont werden. Und wenn der Junge am achten Tag krank ist, kann verschoben werden.
      Corona gab es zur Entstehungszeit des AT noch nicht.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Bleibt noch das klitzekleine und lästige Detail einer aktuell gültigen und strafbewehrten staatlichen Verordnung, dass medizinisch nicht zwingend notwendige Operationen zu unterbleiben haben.
      Damit ruft der ZdJ offen zum Rechtsbruch auf.
      Aber was weiß ich schon.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Ist halt so eine Sache mit der "Religionsfreiheit". Das "identitätstiftende" Ritual der katholischen Christen, die heilige Kommunion ließ sich ja problemlos verbieten.
      Bei einer Baby-Zirkumzision kommen mindestens drei Personen zusammen. Und die sind regelmäßig nicht alle aus einem Haushalt.
      Bei einem Mindestabstand von 1,5m bliebe der Kleine heil.

      Ob sich Frau Merkel über diese Problematik schon Gedanken gemacht hat? (Ironie)
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • In Sachsen hat doch auch eine christliche Kirche gegen das Verbot der Gottesdienste geklagt und ist zwar erstmal gescheitert... aber bei den Beschneidungen im kleinsten Kreis, naja zur Not wird dann halt die Strafe gezahlt. Sind ja überschaubare Summen. Deswegen wird sicher niemand ein Fass aufmachen, realistisch gesehen.
    • Der §1631d ist mit Absicht so konstruiert, dass es nach dem Motto: "Wo kein Kläger, da kein Richter" alles so weiter laufen kann. Je nach dem, wie es die religiöse Richtung so vorschreibt. Mit unzureichender Betäubung, ganz ohne Betäubung, oder mit oraler Blutabsaugung. Who cares. Das mit den "Regeln der ärztlichen Kunst" ist ein Witz.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Erinnert ihr euch noch an Hans Michael Heinig? Einen der vielen BGM-Verharmloser im Rechtsausschuss?

      Hans Michael Heinig wrote:


      In den letzten Monaten hat die deutsche Gesellschaft mit erstaunlicher Intensität und manchmal auch beunruhigender Vehemenz über Fragen der Beschneidung diskutiert. Was bedeutet nun im Lichte dieser Erfahrung „faire Anerkennung der Interessen einer Minderheit“, von der Habermas spricht?
      Nun, faire Anerkennung meint selbstverständlich nicht „grenzenlose Freiheit“, aber faire Anerkennung meint, ein Mindestmaß an Achtung und Respekt für eine Jahrtausende alte Tradition, die sich eine religiöse Gemeinschaft immer wieder neu angeeignet und lebendig gehalten hat.

      Hans Michael Heinig wrote:

      Dagegen hält der Staats- und Kirchenrechtler Hans Michael Heinig die Schließung von Kirchen wegen der Corona-Pandemie für gerechtfertigt. Zwar handele es sich um einen einmaligen Vorgang seit der Christianisierung Deutschlands, der einen „fraglos massiven Eingriff in die religiösen Freiheitsrechte“ darstelle.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Forderungen französischer Wissenschaftler, einen möglichen Corona-Impfstoff in Afrika zu testen, als "rassistisch" verurteilt. "Diese Art von rassistischem Gerede bringt nichts voran. Es widerspricht dem Geist der Solidarität. Afrika kann und wird kein Testgebiet für irgendeinen Impfstoff sein", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in einer Internet-Pressekonferenz. Er kritisierte die Vorschläge am Montag als "Überbleibsel einer Kolonialmentalität"
      Afrika kann kein Testgebiet sein? Na, mal so, mal so, WHO!


      Zwei Wissenschaftler hatten Anfang April im französischen Fernsehen darüber gesprochen, einen möglichen Impfstoff in Afrika zu testen. Dort gebe es "keine Masken, keine Behandlungsmöglichkeiten und keine Wiederbelebungsmaßnahmen", sagte Jean-Paul Mira, Chefarzt am Pariser Cochin-Krankenhaus. So sei es auch bei Studien zu Aids gemacht worden.
      Ja, bei den berüchtigten drei Verstümmelungsstudien. Und seit dem findet die "Kolonialmentalität" dank Gates & Co. kein Ende.
      Rassismus, ganz klar. In Europa hätte man sich das nie getraut.

      faz.net/aktuell/gesellschaft/g…ovinzen-aus-16708132.html
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • FAZ wrote:

      Dem widersprach der Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Die Religionsfreiheit sei „nicht schrankenlos gewährleistet“. Dieses Grundrecht finde seine Grenzen dort, „wo dies zum Schutz der Grundrechte Dritter oder anderer mit Verfassungsrang ausgestatteter Rechtswerte notwendig“ sei.
      Blablabla
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Die Brücke von Corona zur "Beschneidungsdebatte", nun hat sie endlich jemand zusammengebastelt:

      ...Hödl betont, dass das Bild vom „syphilitischen Juden“ nicht nur eine Reproduktion der antisemitischen Bilder aus früheren Jahrhunderten war, sondern sich auch aus zeitgenössischen Debatten speiste (z.B. Beschneidungsdebatte).
      belltower.news/pandemien-und-a…an-diskriminierung-97991/
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Auch hier wieder: Minderheiten vor Mehrheit:


      Wenn ein Katholik das BVerfG anruft:

      BVerfG wrote:

      Der Antragsteller ist katholischen Glaubens und besucht regelmäßig die Heilige Messe. Aufgrund der Verordnung ist es ihm unmöglich, an einer Messfeier teilzunehmen. Das gilt sowohl für den wöchentlichen Besuch der Heiligen Messe (Eucharistiefeier) als auch insbesondere für die Gottesdienste an den Osterfeiertagen....

      Der Antragsteller legt unter Bezugnahme auf Aussagen des II. Vatikanischen Konzils (Dogmatische Konstitution über die Kirche, Nr. 11) und des Katechismus der Katholischen Kirche (Nr. 1324-1327) nachvollziehbar dar, dass die gemeinsame Feier der Eucharistie nach katholischer Überzeugung ein zentraler Bestandteil des Glaubens ist, deren Fehlen nicht durch alternative Formen der Glaubensbetätigung wie die Übertragung von Gottesdiensten im Internet oder das individuelle Gebet kompensiert werden kann. Daher bedeutet das Verbot dieser Feier einen überaus schwerwiegenden Eingriff in das Recht auf Glaubens- und Bekenntnisfreiheit nach Art. 4 Abs. 1 und 2 GG. Das gilt nach den plausiblen Angaben des Antragstellers noch verstärkt, soweit sich das Verbot auch auf Eucharistiefeiern während der Osterfeiertage als dem Höhepunkt des religiösen Lebens der Christen erstreckt
      Abgelehnt! Unanfechtbar! (ulkigerweise unterschrieben von "Paulus" und "Christ")


      Tagesschau wrote:

      Ein muslimischer Verein aus Niedersachsen mit 1300 Mitgliedern hatte geklagt.
      Das ist natürlich was anderes. Wir wollen ja nicht als "minderheitenfeindlich" gelten!
      Das soll uns keiner nachsagen können!

      Gnädigerweise kommt die Entscheidung jetzt sogar Christen zu Gute... bloß ist Ostern jetzt vorbei. Jetzt ist Ramadan!
      Da ist die Religionsfreiheit dann wieder ein ganz wichtiges Grundrecht.

      Noch Fragen?
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf