Nachblutungen nach Beschneidung

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Nachblutungen nach Beschneidung

      Hallo zusammen,

      Ich wurde vor genau einer Woche im Krankenhaus beschnitten. Am Tag nach der OP war alles gut, da der Heilungsprozess aber sehr schleppend lief war ich gestern nochmal beim Urologen, welcher mir ein Antibiotikum aufgeschrieben hat und durch Druck mit seiner Hand auch ordentlich Eiter aus der OP Wunde gelassen hat (tat mehr weh als die OP an sich ^^).
      Habe jetzt gestern Nacht gut nachgeblutet und seitdem ist alle paar Stunden ein Blutrand an der Wunde zu erkennen. Kurzum: es blutet seit heute Nacht nach, anfangs viel mittlerweile nur sporadisch und eher weniger.
      Hat damit jemand Erfahrung? Hatte mir nachts auch schon überlegt in die Notaufnahme zu fahren, es aber dann gelassen.
      Für alle die es vertragen können -> Hier ein Bild des ganzen :-(( :-(( :-(( :-(( :-(( :-(( Sieht schon ziemlich massakriert aus momentan...


      Über sachliche Kommentare würde ich mich sehr freuen.
    • Hallo HeidurHD,

      Wie genau die Wundheilung bei mir abgelaufen ist weiß ich leider nicht mehr, da ich mit 5 Jahren Zwangsbeschnitten wurde. Aber dass der Urologe mir ,,durch Druck mit seiner Hand auch ordentlich Eiter aus der OP Wunde gelassen hat'', ist bei mir definitiv nicht passiert.
      Ich bin zwar ein medizinischer Laie, aber normalerweise nimmt man doch an, dass wenn eine Wunde vernäht wurde, sie garnicht, oder nur sehr wenig nachblutet.

      Wenn ich mir das Bild so anschaue, dann erkenne ich, dass dein Glied extrem verschwollen aussieht. Selbst die Eichel sieht verschwollen und blutig aus. Kann es sein, dass deine Vorhaut vor der OP noch mit deiner Eichel verklebt war?

      Was du jetzt konkret damit machen solltest kann ich dir leider nicht sagen.

      Vielleicht hilft es, wenn du noch ein paar grundlegende Fragen beantwortest z.B. welcher Beschneidungsstil, Beschneidungstechnik angewendet wurde und welchen Leidensdruck du hattest, dass du dich beschneiden lassen wolltest etc.

      Auf dieser Internetseite werden auch gängige Komplikationen beschrieben, wurdest du über diese aufgeklärt?:

      flexikon.doccheck.com/de/Kompl…er_Zirkumzision#Blutungen

      Vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter.
      (Pino)
    • Hallo Philip,

      erstmal danke, dass du mir antwortest.
      Ich nehme mal an, dass irgendetwas gerissen ist durch eine nächtliche Errektion. Hatte nämlich kurz vorher auch ein Schmerzgefühl.

      Also ich hatte als Kind schon eine Phimose, meine Eltern haben sich damals gegen eine Beschneidung entschieden. Ich erinnere mich an einen Tag, ich war vielleicht 10, wo wir bei meinem Kinderarzt waren und ich eine mit extremen Schmerzen behaftete Behandlung bekam - auf Nachfrage bei meiner Mutter weiss ich heute, dass ich an diesem Tage eine Verklebung gelöst bekommen habe. Ich hatte die Jahre über keine Probleme beim GV, jedoch habe ich es einmal scheinbar zu wild gemacht wodurch meine Vorhaut eingerissen ist. Dies ist auch nie wieder weg gegangen, trotz Salben usw - die Wunden sind immer neu aufgegangen, Vorhaut wurde jedesmal enger (vll auch aufgrund meines Diabetes / bin leider erst 26 Jahre alt). Daraufhin bin ich zum Urologen, der hats ich das dann angeschaut und meinte wir kommen um die Beschneidung nicht drumherum.
    • HeidurHD wrote:

      Ich nehme mal an, dass irgendetwas gerissen ist durch eine nächtliche Errektion.
      Ok. Normalerweise sollte die Wunde so vernäht werden, dass eine Errektion möglich ist, ohne einzureißen. In manchen Fällen wird die Beschneidungswunde sogar nur mit einem sogenannten Hautkleber verschlossen und selbst das hält angeblich einer Errektion stand. Insofern frage ich mich, wie das passieren konnte. Vielleicht wurde schlampig vernäht?
      Nimmst du Blutverdünnende Medikamente?

      HeidurHD wrote:

      ich war vielleicht 10, wo wir bei meinem Kinderarzt waren und ich eine mit extremen Schmerzen behaftete Behandlung bekam - auf Nachfrage bei meiner Mutter weiss ich heute, dass ich an diesem Tage eine Verklebung gelöst bekommen habe.
      Wie hat der Kinderarzt die Verklebung gelöst? Ich bin zwar kein Arzt, würde jedoch keine Verklebungen bei einer physiologisch bedingten Phimose lösen lassen.
      Man geht dabei das Risiko ein, dass sich die Vorhaut erneut auf eine krankhafte Art und Weise verklebt, und dadurch eine pathologische Phimose entsteht.
      Bei einer physiologisch bedingten Phimose kann man erst damit rechnen, dass sich die Verklebungen nach Abschluss der Pubertät von selbst lösen.(vorrausgesetzt ein intaktes Millieau besteht).

      HeidurHD wrote:

      vll auch aufgrund meines Diabetes
      Ich selber leide nicht unter Diabetes, weiß aber, dass Diabetiker häufiger unter Infektionen leiden. Daher vielleicht auch die Wundheilungsstörungen.
      Diabetes ist deshalb außerdem auch ein Risikofaktor für eine pathologische Phimose. Umso wichtiger ist es hierbei darauf zu achten, dass die Vorhaut nicht einreißt.


      HeidurHD wrote:

      Daraufhin bin ich zum Urologen, der hats ich das dann angeschaut und meinte wir kommen um die Beschneidung nicht drumherum.
      Da du, als du deine Phimose noch hattest, offensichtlich schon unter Wundheilungsstörungen gelitten hast, frage ich mich warum dein Urologe eine Beschneidung überhaubt in Betracht gezogen hat.


      Über alternative Behandlungsmöglichkeiten wie z.B. den Phimocure oder die Triple Inzision wurdest du wahrscheinlich nicht aufgeklärt. Dafür ist es jetzt allerdings auch zu spät.
      Ich bin gespannt, wie dein Heilungsprozess verläuft. Gerade wenn man unter Diabetes leidet, finde ich es wichtig einen engen Kontakt zu vertrauenswürdigen Ärzten zu halten.

      LG
      (Pino)