Man nahm mir meine genitale Integrität!

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    • Man nahm mir meine genitale Integrität!

      Hi.

      Zu meiner Leidensgeschichte:
      Als ich ungefähr 5 Jahre alt war (~2002) beschloss meine Mutter mit mir zum Urologen zu gehen, weil sie ein Problem damit hatte, dass sich meine Vorhaut beim Urinieren etwas mit Urin gefüllt hat. Dieser Urin ist jedoch nach sehr kurzer Zeit, problemlos abgelaufen. Nichts desto trotz meinte der Urologe, dass einer Beschneidung nichts im Wege stehe.
      Ich habe meiner Mutter mehrmals gesagt, dass ich nicht operiert werden will.
      Zwei Wochen später sind wir in das Krankenhaus gefahren. Als ich dann im Krankenbett lag, habe ich der Krankenschwester und meiner Mutter erneut gesagt, dass ich nicht operiert werden will.
      Die Krankenschwester meinte, dass der Eingriff unbedingt notwendig sei. Darauf hin sollte ich ein Narkosemittel schlucken. Ich wusste nicht was es für eine flüssigkeit war, also schluckte ich es in meiner kindlichen dummheit. Es schmeckte sehr bitter. Die Krankenschwester meinte daraufhin, dass ich mich jetzt hinlegen solle. Einige Minuten später wurde das Bett, auf dem ich lag in einen Operationssaal gefahren. Ich konnte noch selbstständig auf das Operationsbett steigen. Ich habe zu dem Operateur gesagt, er solle nur das wegschneiden, was auch wirklich weg muss.
      (Er hat sich daran nicht gehalten ;) ). Dann wurde auf einmal alles schwarz. Als ich wieder zu mir kam blickte ich in das Gesicht meiner Mutter. Ich fühlte mich sehr unwohl. Ich bekam einen Heulkrampf und habe mehrmals ganz laut ,,AUA!'' geschrien, obwohl ich eigentlich nur leichte Schmerzen hatte. Die Krankenschwestern mussten mir Beruhigungsmittel verabreichen.
      Als ich dann im Aufwachraum war musste ich mich nach einiger Zeit sehr stark übergeben. Das lag an den Nebenwirkungen der Vollnarkose. Als nächstes musste ich Pinkeln. Man sagte mir es sei jetzt ein schlechter Zeitpunkt zum Pinkeln. Ich blieb jedoch standhaft. Man nahm mir den Verband ab und meine Mutter ging mit mir auf die Toilette. Als ich dann dieses ekelhafte Ding zwischen meinen Beinen gesehen habe bin ich erschrocken. Das Urinieren war auch extrem schmerzhaft. Als ich wieder im Aufwachraum war Verband man mich erneut. Meine Mutter und ich durften nun nachhause gehen. Ich war sehr erleichtert über diese Nachricht. Jedoch konnte ich einige Zeit nicht normal laufen, da sich der Verband wie eine Käseraspel anfühlte. Meine Mutter musste meinen Verband jeden Tag wechseln. Als mich meine Tante kurz nach der Operation besuchte, meinte sie, dass ich mich nicht so anstellen solle, nur weil man mir ein Stückchen haut abgeschnitten hat. Das empfand ich als sehr verletzend. Meine Tante war doch sonst so eine verständnisvolle Frau. Als mich einige Tage später mein Vater besuchte und er erfahren hatte, dass ich beschnitten bin, war er ganz entsetzt. Er meinte, dass die Operation viel zu früh erfolgt sei, weil man bei einer Phimose normalerweise erst ab Zehn Jahre beschneiden sollte. Leider hatte er kein Mitspracherecht, da er kein Sorgerecht hatte.

      Nach einigen Wochen bin ich dann nochmal zu dem Urologen. Er meinte, dass alles optimal verheilt sei und ich dank der Operation ein drastisch verbessertes Sexualleben haben werde. (Was für ein Hochstapler!)

      Daraufhin konnte ich den Kindergarten wieder besuchen. Nun war meine Eichel sehr empfindlich und ich hatte mit ungewollten Errektionen zu kämpfen, da sich meine Eichel beim Spielen an meiner Unterhose rieb. Aufgrunddessen begann ich schon mit 5 Jahren zu Mastubieren. (Meiner Meinung nach viel zu früh!)
      Für das Mastubieren habe ich mich geschämt, da man mir sagte, dass es nicht gut sei.
      Ich habe das Trauma meiner Zwangsbeschneidung seit dem völlig vergessen und verdrängt.

      Seit ich vor einigen Monaten jedoch das erste mal Geschlechtsverkehr mit einer Prostituierten hatte, hat dies denke ich einen Trigger ausgelöst. Ich kann an nichts mehr anderes denken, als dass ich Genitalverstümmelt wurde! Seit dem informiere ich mich exzessiv über die Zirkumzision und ihre Folgen.


      Meine Symptome:

      Seit meiner Schulzeit habe ich mit Depressionen und Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen. Ich konnte nie mit dem anderen Geschlecht kommunizieren. Ich entwickelte einen Sprachfehler (Stottern). Immer wenn ich eine attraktive Frau sehe, verspühre ich einen seelischen Schmerz. Ich entwickelte chronischen Genitalpilz. Ich habe eine suizidale Phase hinter mir. Ich fühle mich sexuell frustriert. Wenn ich heute Mastubiere, dann spüre ich fast nichts. Wenn ich durch ein Kondom Sex habe, dann spüre ich überhaupt nichts. Ich kann über die Stimulation meiner Eichel keine Ejakulation erreichen.
      Beim Mastubieren stimuliere ich ausschließlich den Penisschaft und benötige dafür sehr viel Kraft.
      Außerdem fühle ich mich immer unwohl, wenn meine Mutter in meiner unmittelbaren Umgebung ist.

      Ich gehe zur Zeit durch eine Emotionale Hölle und werde dafür auch noch als Simulant dargestellt!

      Mein Psychotherapeut meinte, dass mein geringes sexuelles Empfinden ausschließlich psychischer Natur sei.
      Ich war bereits bei 2 Urologen und in 2 Krankenhäusern, zur Beratung wegen meiner Zwangsbeschneidung.
      Alle zeigten wenig, bis gar kein Verständnis.

      Es vielen Argumente wie z.B.:

      -,, Es sind 30% aller Männer beschnitten und ich sehe keinen einzigen leiden.''
      -,, Die Vorhaut ist nur ein nutzloser Hautlappen.''
      -,, Es ist legitim Kinder ab 2 Jahren wegen einer Phimose zu beschneiden.''
      -,, Es gibt Männer, die sich sogar freiwillig beschneiden lassen. Warum sind Sie nicht stolz auf Ihre Beschneidung?''
      -,, Beschneidung hat keinerlei Konsequenzen.''
      -,, Männliche Beschneidung ist nicht mit weiblicher Beschneidung zu vergleichen.''
      -,, Beschnittene Männer haben mehr Ausdauer.''
      -,, Frauen mögen beschnittene Männer lieber.''
      -,, Vorhäute sind unhygienisch.''
      Außerdem warf man mir vor, ich sei ein Polemiker und würde die Sache zu sehr generalisieren.
      etc.
      Mit keinem dieser mir vorgelegten Argumenten konnte ich mich identifizieren.

      Haben heute denn schon alle Mediziner vergessen, dass Beschneidung bis ins 20. Jahrhundert sowohl bei Mädchen als auch bei Knaben gegen Onanie eingesetzt wurde!?

      Ich fühle mich als Mann diskriminiert!

      Ich fühle mich von meinen Ärzten und meiner Mutter vergewaltigt und im Stich gelassen.

      Bei meinem Penis fehlt auf der rechten Seite mehr vom inneren Vorhautblatt und auf der linken Seite mehr vom äußeren Vorhautblatt. Daher bin ich mir nicht sicher, ob es sich um eine High and Tight, oder um eine Low and Tight beschneidung handelt. Es wurde wahrscheinlich mit der traditionellen Methode operiert, also mit Skalpell und selbstauflösenden Fäden.
      Außerdem hat der Penis einen kleinen Linksdrall und auf der linken seite eine leichte Verwachsung. Die Eichel ist verhornt und der Narbenkranz ist so gut wie taub.

      Leider sind auch keine Unterlagen mehr vorhanden, da die behandelnden Ärzte verpflichtet sind Dokumente nur 10 Jahre aufzubewahren (-Außer bei medizinischen Studien, wie z.B. Chemotherapie (hier 30 Jahre)).

      Ich frage mich, wie viele Probleme ich heute nicht hätte, wenn meine Mutter meinen Schwanz vor 17 Jahren einfach in Ruhe gelassen hätte.


      Zur Zeit benutze ich den Dual Tension Restorer (DTR) im tuggingverfahren zur Dehnung meiner übrig gebliebenen Schafthaut seit ungefähr 8 Wochen.
      Ich habe das Gerät meinem Urologen präsentiert. Er meinte daraufhin, dass ich durch das ständige ziehen meine restliche sensitivität auch noch verlieren könnte.
      Um ehrlich zu sein, kann diesen Mann nicht mehr ernst nehmen.


      MfG
      Philip
    • Hallo Phillip,

      als ich mir deine Leidengeschichte laß, bewegte mich dies auch, meine in einer Kurzfassung zu schreiben, weil deine ungefähr meiner ähnelt. Nur das meine vielleicht krasser ist oder war?

      Ich entschloss mich konkret Januar 2016 mit dem Restoring anzufangen. Ich fing dann an, eine intensive Recherche über das Restoring vorzunehmen. Im April 2016 fing ich dann an zu restoren.

      Ich wurde aus kulturellen Gründen im Alter von 3 Jahren beschnitten. Wir wurden quasi in einem Alter beschnitten, wo sich der Junge mit seinem Penis intensiv mit beschäftigt oder indentifiziert (zwischen 2 bis 6 Jahren).
      Meine Beschneidung, umgeben von Zuschauern und das Kind keine Ahnung hat, was vor sich geht. Eine Betäubung fand statt, aber die Durchführung fand nicht im Krankenhaus statt (sprich ohne Vollanästhesie).
      Die Beschneidung wurde vollzogen. Die Nachwirkungen waren sehr schlimm. Es gab eine Nachblutung, so dass der Beschneider nochmal kommen musste, um diese zu stillen. Ich lebe noch. Hätte auch anders verlaufen können.
      Ein paar später, das Trauma hatte sich so in der Seele verfestigt. Ich soll zu dieser zu dieser Beschneidungstelle im Haus gegangen sein (laut meiner Mutter, die mir das vor ein paar Jahren erzählte) und schmiss auf den Boden und schrie, die haben mich hier "geschnitten".

      Mein Sexualleben war pfutsch. Ich habe Problem beim Kontakt mit Frauen. Dieses Trauma sitzt so tief. Ich wurde örtlich betäubt, aber sprich "ohne Schlaf". Zwei solcher psychologischen, hervorgerufen durch das Trauma sind, insbesondere einerseits Sexuelle Störungen und andererseits Paraphilie. Resultat durch die Beschneidung. Kann aber muss nicht!
      Ich könnte Seiten drüber schreiben. Ich habe damit bis zum Jahr 2016 gelernt zu leben. Bis ich zufällig in einem Artikel laß, dass beschnittene Männer ab 40 Jahren vermehrt Errektionsprobleme bekommen und der Penis noch mehr abstumpft.
      Ich 34 Jahre, mastubierte bis 31 ganz gewöhnlich, spürte natürlich etwas. Aber jetzt zum Restoring, was ich immer noch vollziehe. Es verändert dein Sexualleben unheimlich viel. Ich restore jetzt seit 3 1/2 Jahren.
      Dafür benutze ich den DTR, die Direct Air Method und das auf der forenew.co.uk gekaufte Forenew Bi-Directional Inner Foreskin Restoration Device. Ich wechsle die Gerät ständig ab.
      Sollte du das Gefühl haben, dass deine Resthaut zu stark spannt oder ständig vom DTR abrutscht, dann ist die Haut nicht locker oder lang genug. Um Risse zu vermeiden und die Resthaut zu lockern, würde ich die Direct Air method verwenden. Man lernt ja, wenn man sich mit der Thematik intensiv beschäftigt ständig was dazu. Ich habe erst später gewusst, dass ich high und tight beschnitten wurde. Dies führt dazu, dass sich der Prozess verlängert.
      Nach 3 1/2 Jahren kann ich asagen, ich habe unheimlich gute Fortschritte gemacht. Bedenke bitte, dass du viel Geduld brauchst. Du möchtest ja das eine "neue Vorhaut", dass noch von der bestehenden Restvorhaut ensteht. Dies geht nur durch einen langsamen Wachstumsprozess. Du wirst Tage haben, wo du keine Lust haben wirst. Manchmal ist es auch mal gut , dass sich der Penis ausruht. Wir verlangen ja auch einiges von ihm ab!

      Zu meinem Penis: Wie bereits erwähnt, high und tight beschnitten, dicke Eichel und dicke Haut. Stand jetzt. Die Resthaut bedeckt den Anfangseichelkranz. Jeder Wachstumsprozess verläuft natürlich anders
      Mein Tipp ist:Am Anfang nicht zu stark an der Resthaut ziehen, da es sonst schnell zu Rissen führen kann.

      Zu meinem Sexualleben heute: Beim mastubieren kann ich die Restvorahut, auch im erriegiertem Zustand voll über die Eichel gleiten lassen. Das Gefühl ist unbescheiblich anders, im Vergleich zu früher.
      Vergiss diese Aussage von dem Urologen, dioes würde die Sensibilität noch mehr beeinträchtigen. Ich bin ständig dabei und kann ein Resumé ziehen. Er ist entweder beschnitten oder nicht beschnitten. Er selbst kann es unmöglich wissen. Der "Restorte" Mann kann hautnah den konkreten Vergleich ziehen. Der Beschnittene kennt das Gefühl nicht, eine Vorhaut zu haben und umgekehrt kennt der Unbeschnittene nicht das Gefühl einen beschnittenen Penis zu haben.
      Es sei denn, man wurde im Erwachsenenalter beschnitten. Diese Personen können natürlich einen Vergleich machen. Meine Masturbation und die Orgasmen sind viel intensiver geworden. Die Eichel viel empfindlicher Das wirst du Schritt für Schritt auch empfinden.
      Ich möchte so lange weiter machen bis die Eichel vollständig bedeckt wird. Es motiviert einen, einfach immer weiter zu machen, da sich das Penisempfinden allgemein deutlich verbessert.
      Anfang des Jahres, hatte ich mal die Möglichkeit, die Eichel komplett durch eine enge Unterhose zu bedecken. Sprich die Restvorhaut blieb für 1 Woche komplett bedeckt. Trotz duchen etc. Das erste Mal kam ich in den Genuss, soll bitte nicht komisch klingen, wie ein unbeschnittener Penis riecht. In dieser Zeit war die Masturbation unbeschreiblich intensiv, so dass ich laut stöhnen mustte, was in der Vergangenheit niemals geschehen konnte.
      Des Weiteren hat sich meine Eichel angefangen abzupellen. Die Keratinschicht löste sich automatisch nach einer gewissen Zeit einfach ab. Dies geschah bei mir schon nach 4 Tagen.
      Somit bekam ich das erste mal in meinem Leben, mein erstes Smegma! Dies motiviert mich immer noch weiter, bis ich irgendwann zufrieden sein werde, weiter zu machen. Ich habe einfach wieder die mir "genommene Lust" wieder zurück zu ergattern.

      Ob ich meinen Eltern böse bin? Im Grunde teils teils, weil durch deren Naivität, mich im frühen Kindesalter beschneiden zu lassen (was mir spätestens im 14. Alter sowieso passiert wäre), ein großes Trauma indirekt hervorgerufen hat. Über das Restoring habe ich leider zu spät erfahren. Ich hätte sonst viel früher angefangen. Aber für nichts ist es zu spät. Ich bin durch das Restoring einfach viel selbstbewusster geworden. In den öffentlichen Duschen kann ich jetzt endlich wieder duschen. Ich traute mich früher einfach nicht. In der Grundschule, konkret auf Klassenfahrten wustte ich, die anderen Jungs "diese lange Haut" ander Eichel hatten und ich mich dafür irgendwie durch Reflex automatisch schämte. Ich musste mir bei den Gemeinschaftsduschen ständig den Klassenkameraden den Rücken zeigen. Die sollten bloß nicht wissen, dass ich beschnitten war.

      Ich war vorher im Kindesalter häufig agressiv. Kann ich so dunkel erinnern. Sagen wir mal , ich ging sofort auf 180, jetzt ohne körperliche Gewalt etc. Ich vermute dies wurde durch meine Beschneidung hervorgerufen. Diese Agressivität verpflog nach dem 20. Lebensjahr. Ich beschäftige mich oder habe ien großes Interesse für die Psychologie, so dass ich viel laß und Entspannungstechniken praktizierte. Mittlerweile bin ich sehr entspannter. War ich auch früher schon so. Gesellig und ruhig. hatte nie Probleme mit Sozialkontakten.Außer in manchen Situation ging ich wie gesagt sofort auf 180. Der Kontakt zu Frauen war in der Vergangenheit immer ein Problem gewesen.

      Einerseits das vielleichte auftretende Versagen beim Sex und die Beschneidung an sich. Die bloße Eichel die so hervorguckte. Ein sogennates Schamgefühl war in mit fest verankert. Heute kann ich sagen, dass ich viel weniger Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme habe und ich selbstbewewusster, im Vergleich zu früher geworden bin.
      Mein Neffe berichtet z.B. auch, dass er durch diese frühe Beschneidung mit 5 Jahren, die Eichel überhaupt nich spüren kann. Diese ist verhärtet und seine Freundin viel "härter" rangehen muss, damit er überhaupt etwas spüren kann. War bei mir genauso. Schon nach 3 Jahren kann sich mein Sexualleben zum positiven verändert.

      Ich könnte noch so viel berichten. Solltest noch konkrete Fragen haben, wäre ich gern dazu bereit Stellung zu nehmen. Kann ruhig alles betreffen, wie z.B. Psychologie, Restoringgeräte oder der Restoringprozess an sich.
      Die Beschneidung sollte uns nicht demotivieren, unser (Sexual-)leben in vollen Zügen zu genießen! Denn es gibt ja trotzdem eine Möglichkeit: Das Restoring!

      Ich wünsche dir weiterhin viel Geduld, Spaß und Motivation!

      Take care!

      Viele Grüße


















    • Hallo Torero,

      Danke, dass du mir Hoffnung gemacht hast!

      Was ich vielleicht noch hinzufügen kann wäre, dass der DTR nicht mein erstes Vorhautwiederherstellungsgerät ist, sondern mein zweites Gerät.
      Mein erstes Gerät habe ich ohne wirklich zu überlegen bei e-bay gekauft. Den sogenannten ,,Tugboat XT Restoration Device''. Er kostete auch ungefähr 80 € inklusive Versandtkosten. Man kann ihn im Tuggingverfahren und im Dualtensionverfahren verwenden. Leider bin ich im Nachhinein nicht zufrieden mit dem Prokukt, weil das Plastik sehr dünn ist und nach längerem tragen auch in die Haut einschneidet. Hinzu kommt, dass die Haut nur durch ihre eigene Zugkraft gehalten wird und dadurch bei falschen Bewegungen immer wieder abrutscht. Aus eigener Erfahrung kann ich deshalb von diesem Produkt nur abraten.

      Mit dem DTR bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Das Teil hält Bombenfest! Auch Nachts. Ich war damit sogar schonmal im Freibad und es hat sich, selbst als ich im Wasser war, keinen Millimeter bewegt! Anfangs habe ich mich ein bisschen geschämt das Teil in der Öffentlichkeit zu tragen. Ich musste jedoch feststellen, dass es überhaubt keine Sau interessiert hat.
      Ich benutze den DTR im Tuggingverfahren, indem ich ein selbstgebasteltes Band aus Wolle mit einem Kordelstopper um den Hals trage. Ich kann damit die Zugkraft blitzschnell regulieren. Selbst beim Autofahren mit einer Hand. Der Vorteil ist aus meiner Sicht, dass der Penis beim ziehen nach oben zeigt. Das ist vor allem angenehmer, falls man mal eine Errektion bekommt, da mein Penis einen natürlichen Drang hat sich nach oben zu drücken, wenn er erregiert ist.
      Der einzige Nachteil ist, dass es nach einer Zeit evtl. auf die Nackenmuskulatur geht. Ich könnte den DTR auch im Dualtensionverfahren benutzen. Allerdings denke ich, dass ich dafür noch zu wenig Hautreserven übrig habe.
      Tags über benutze ich den DTR im Tuggingverfahren und nachts als Restorer. Wenn ich den DTR im Tuggingverfahren benutze, dann mache ich ihn so alle 30-90 Minuten runter und Massiere die eingeklemmte haut ein wenig durch. Danach mache ich ihn entweder sofort wieder drauf, oder mache vielleicht 5-10 Minuten Pause. Ich habe dabei keinerlei Schmerzen.
      Manchmal dehne ich die Haut auch einfach per Hand.

      Nachts fühlt sich meine Haut durch den DTR auch sehr gedehnt an. Ich denke, das liegt an den nächtlichen Errektionen. Deshalb trage ich ihn meistens nur die halbe Nacht.

      -Man muss vielleicht auch erwähnen, dass ich einen Blutpenis habe und das Anlegen deshalb deutlich leichter ist, als bei einem Fleischpenis.


      So mache ich das bereits seit mehreren Wochen. Falls jemand einen Verbesserungsvorschlag hat -> Bitte melden.


      Als ich vor einigen Wochen bei einem Urologen war, hat er mir eine sogenannte ,,HydroGalen Lotion'' verschrieben. Er meinte, dass ich die Lotion zur Ergänzung meiner Schaftdehnung verwenden könnte, da es die Haut flexiebler machen solle. Normalerweise wird diese Lotion bei Kindern eingesetzt, die unter Phimose ,,leiden''. In der Lotion sind 0,5% Hydrocortison enthalten. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, wie das ein Wachstum der Haut fördern kann und sehe es kritisch.
      Hat schon jemand Erfahrungen mit dieser Lotion?


      MfG
    • Ich habe noch eine wichtige Frage.

      Ich war heute bei der Polizei um Strafanzeige gegen den Urologen und den Operateur zu erstatten.
      Die Polizistin meinte dann, dass ich mir eine Bestätigung von einem qualifizierten Arzt einholen solle, welcher mir meinen entstandenen
      Schaden bestätigen kann.
      Meine Frage ist jetzt, ob sich jemand auskennt mit dem Urologennetzwerk und mir einen Urologen empfehlen kann, welcher sich kritisch
      mit dem Thema der männlichen Genitalverstümmelung auseinandergesetzt hat. Am besten in der Nähe von Heilbronn (Baden-Württemberg)

      Vielen Dank.
    • Philip wrote:

      und mir einen Urologen empfehlen kann, welcher sich kritisch
      mit dem Thema der männlichen Genitalverstümmelung auseinandergesetzt hat.

      Hast PM.
      Generell bitte ich alle, die zu dieser Frage etwas beitragen wollen, die Namen dieser Ärzte hier nicht öffentlich zu posten. Es gibt ohnehin nur wenige Ärzte, die hier in Frage kommen. Wir sollten ihnen keinesfalls schaden, indem wir ihre Namen veröffentlichen und einem möglichen Shitstorm aussetzen.

      Danke!
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Philip wrote:

      Ich habe noch eine wichtige Frage.

      Ich war heute bei der Polizei um Strafanzeige gegen den Urologen und den Operateur zu erstatten.
      Die Polizistin meinte dann, dass ich mir eine Bestätigung von einem qualifizierten Arzt einholen solle, welcher mir meinen entstandenen
      Schaden bestätigen kann.
      Ich stelle mir so etwas sehr schwierig bis unmöglich vor. Sicherlich hat sich der Urologe vor der Phimose Operation abgesichert. In dem er die Erlaubnis und Unterschrift der Eltern geholt hat. Wenn das so ist dann müsste ich ja selber meine eigenen Eltern bei der Polizei anzeigen. Weil die mit Ihrer Unterschrift die Beschneidung erst ermöglicht haben, anstatt zu warten bis man Volljährig ist und die Phimose vielleicht noch verheilt. Oder man andere Salbentherapien versucht, anstatt alles von der Vorhaut zu entfernen.
    • Die Chancen strafrechtlich hier etwas durchzusetzen sehen ich bei nahezu 0%, weil mit Sicherheit eine Einverständniserklärung vorliegt und die Sache verjährt sein müsste.
      Selbst zivilrechtliche Schritte werden extrem schwer werden diese durchzusetzen.

      Anmerken muss ich noch, dass die Polizei selbstverständlich verpflichtet ist, eine Anzeige aufzunehmen. Dass hier erst irgendwelche Nachweise erbracht werden müssen ist natürlich so nicht richtig. Der Beamte hatte nur kein Bock sich damit zu befassen und hat abgewimmelt.
    • seppel wrote:

      Die Chancen strafrechtlich hier etwas durchzusetzen sehen ich bei nahezu 0%, weil mit Sicherheit eine Einverständniserklärung vorliegt und die Sache verjährt sein müsste.
      Selbst zivilrechtliche Schritte werden extrem schwer werden diese durchzusetzen.

      Anmerken muss ich noch, dass die Polizei selbstverständlich verpflichtet ist, eine Anzeige aufzunehmen. Dass hier erst irgendwelche Nachweise erbracht werden müssen ist natürlich so nicht richtig. Der Beamte hatte nur kein Bock sich damit zu befassen und hat abgewimmelt.
      Völliger Quatsch. Bei jeder Anzeige wegen Körperverletzung wird gesagt, dass ein Arzt die Verletzungen begutachten muss. Das ist Standard.
      Zumal das alles hier nichts bringen wird. Da passiert überhaupt nichts. Das kommt nicht mal bis zum Gericht.
    • Torben wrote:

      Völliger Quatsch. Bei jeder Anzeige wegen Körperverletzung wird gesagt, dass ein Arzt die Verletzungen begutachten muss. Das ist Standard.
      Zumal das alles hier nichts bringen wird. Da passiert überhaupt nichts. Das kommt nicht mal bis zum Gericht.
      Torben, dass ist völliger Quatsch was du da schreibst. Die Herrin des Ermittlungsverfahrens ist alleine die Staatsanwaltschaft, nicht die Polizei. Die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob es ein Ermittlungsverfahren gibt oder nicht, nicht die Polizei. Die Polizei ist Kraft Gesetz verpflichtet, jede Anzeige aufzunehmen und dieser der Staatsanwaltschaft vorzulegen. Es ist auch nicht unüblich, dass erst die Strafanzeige gestellt wird und nach deren Stellung erst ein äztliches Gutachten eingeholt wird. Es gehört bei Körperverletzungen sogar mit dazu, dass die aufnehmende Dienststelle dem Geschädigten sagt unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, der die Verletzungen protokolliert. Die Beamtin hatte in diesem Fall schlichtweg keinen Bock die Anzeige aufzunehmen und ist ihren Pflichten nicht nachgekommen. Ich kann nur empfehlen eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzulegen. Hatte ich auch schon erfolgreich gemacht, weil ein Polizist mal meinte er wäre nicht nur Polizist sondern auch Staatsanwalt und der Meinung wäre eine Anzeige würde nichts bringen. Der hat von seinem Vorgesetzen die Ohren nach hinten gedreht bekommen. Meine Dienstaufsichtsbeschwerde war erfolgreich gewesen.
      In einem Punkt muss ich dir zustimmen ( hatte ich ja auch schon geschrieben ) dass die Anzeige höchstwahrscheinlich nichts bringen wird, alleine schon wegen der Verjährung. Ob die Verjährung eingetreten ist oder nicht, entscheidet aber nicht die Polizei!!
      Im Übrigen kann man eine Strafanzeige auch online stellen, man muss nicht unbedingt auf die Wache. Das geht in allen Bundesländern, bis auf Rheinland Pfalz, Saarland, Thüringen und Bremen. Selbst wenn ein Delikt in einem der vorgenannten Bundesländern passiert ist, kann man eine Strafanzeige auch in einem anderen Bundesland online stellen. Diese wird dann an die zuständige Dienststelle weitergeleitet. Dauert dann halt alles etwas länger.

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    • Wie ich bereits sagte, ein Arzt muss begutachten, welche Verletzung vorliegt. Das ist normal und wird immer so gemacht. Wie das Justizsystem funktioniert musst du mir garantiert nicht erklären. Ich finde nur die zunehmende Hetze gegen die Polizei immer erschreckender und das dies sogar in diesem Forum geduldet wird, wo ich immer Respekt vor den Leuten hier hatte und besonders vor dem was man ihnen angetan hat. Bitte unterlasse solche Behauptungen, dass die Polizei ihrer Arbeit nicht nachkommen wird, nur weil sie nicht selbst beurteilen können, ob und welche Verletzungen vorliegen.

      Ich frage es im vorliegenden Fall auch nicht wirklich gut, hier die Justiz zu belasten. Das sollte er doch bitte mit seiner Mutter klären, warum sie das getan hat. Das habe ich auch so gemacht. Zumal hier die Aussichten schlecht sind, so leid es mir für den TE tut. Es gab offenbar eine Medizinische Notwendigkeit und seine Mutter hat eingewilligt. Damit gibt es nichts was auch nur ansatzweise eine Strafanzeige rechtfertigen würde, dass wird der Staatsanwalt auch so sehen. Er muss es aufarbeiten und lernen damit zu leben, so wie die meisten hier im Forum. Dafür wünsche ich ihm und allen anderen auch alles Gute.
      Meine erste Nachricht war etwas heftig formuliert und dafür entschuldige ich mich auch hier und jetzt. Ich hätte es nicht so formulieren müssen.
    • Torben wrote:

      Wie ich bereits sagte, ein Arzt muss begutachten, welche Verletzung vorliegt. Das ist normal und wird immer so gemacht. Wie das Justizsystem funktioniert musst du mir garantiert nicht erklären. Ich finde nur die zunehmende Hetze gegen die Polizei immer erschreckender und das dies sogar in diesem Forum geduldet wird, wo ich immer Respekt vor den Leuten hier hatte und besonders vor dem was man ihnen angetan hat. Bitte unterlasse solche Behauptungen, dass die Polizei ihrer Arbeit nicht nachkommen wird, nur weil sie nicht selbst beurteilen können, ob und welche Verletzungen vorliegen.
      Mit Hetze gegen die Polizei hat das rein gar nichts zu tun, das ist absoluter Unfug. Jeder Bürger in diesem Land, gleich welcher Nationalität, gleich ob er sich legal oder sich illegal in Deutschland aufhält, hat das Recht eine Strafanzeige zu stellen. Eine vorherige ärztliche Untersuchung ist keine Voraussetzung um eine Strafanzeige wegen Körperverletzung zu stellen. Die Untersuchung kann ( was sogar in der Praxis meist der Fall ist ), nach Stellung der Anzeige erst vorgenommen werden. Die ärztliche Untersuchung dient der Beweissicherung. Der Polizei steht es auch nicht zu eine Strafanzeige zu bewerten, das ist die Aufgabe der Staatsanwaltschaft. Es ist erschreckend, wenn einzelne Polizeibeamte meinen sich wie Staatsanwälte aufzuspielen und einfach ihren Job nicht machen. Zum Glück sind das immer nur Einzelne und nicht die Polizei generell. Da ich selbst für die Justiz arbeite, weiß ich wovon ich spreche. Diese Beamte sind im Übrigen bei der Polizei selbst auch nicht gerne gesehen.

      Ob eine strafbare Handlung vorliegt oder nicht können wir gar nicht richtig beurteilen. Vermutlich wird es nicht der Fall sein, kann aber ( je nach Umstand ) doch der Fall gewesen sein, wobei hier durchaus wieder die Verjährung im Raum steht. Letztlich beurteilen kann man das erst dann, wenn man wirklich alle Fakten und Unterlagen kennt. Das zu prüfen und zu bewerten liegt bei der Staatsanwaltschaft und nicht bei der Polizeibeamtin.

      Ansonsten volle Zustimmung, er muss das Geschehene aufarbeiten und vor allem verarbeiten. Dazu gehört auch, dass er mit seinen Eltern darüber spricht und sich erklären lässt, warum es gemacht wurde.
    • Ich möchte es auch nicht beurteilen. Ja fürchte nur es führt ins nichts. Alle Fakten und Unterlagen ist auch hübsch gesagt. Die sind wahrscheinlich schon längst vernichtet, denn die 10 Jahre sind vorbei. Es steht dem TE natürlich frei, es zu versuchen auch wenn ich glaube es kostet nur unnötig Kraft und bringt nichts ein. Ich selbst habe auch über juristische Schritte nachgedacht, aber dann doch nichts gemacht und es mit meiner Mutter besprochen, warum es gemacht wurde. Aber das muss jeder selbst wissen. Ich hätte mich nicht einmischen sollen.
    • Torben wrote:

      Es steht dem TE natürlich frei, es zu versuchen auch wenn ich glaube es kostet nur unnötig Kraft und bringt nichts ein.
      Der Meinung bin ich auch. Er muss sich damit auseinandersetzen und lernen die Sache zu Verarbeiten. Hierzu kann professionelle Hilfe nicht schaden. Wichtig ist, dass er es verarbeitet, reines Verdrängen bringt nichts.

      Als erstes sollte mal das Gespräch mit der Mutter/Eltern stattfinden. Es wird natürlich etwas problematisch, wenn diese darüber nicht sprechen wollen, was leider häufiger vorkommt.
    • seppel wrote:

      Wieviel mm sind von der inneren Vorhaut noch vorhanden?
      Rechts unten ~1,3 cm; oben ~0,5cm; links unten ~ 0,8 cm
      Frenulum wurde beschädigt, ist aber noch teilweise vorhanden.
      Auf der linken seite habe ich auch eine Verwachsung.
      Man sieht links und oben noch wo die Fäden waren.
      Auf der rechten Seite ist sehr viel Narbengewebe vorhanden.

      Ich tendiere eher zu Low and Tight, da dieser Beschneidungsstil üblich ist in Europa.

      seppel wrote:

      Hierzu kann professionelle Hilfe nicht schaden.
      Diese muss man erstmal finden. Die Leute sind dem gegenüber verschlossen. Als ich zu meinem Psychotherapeut sagte, dass ich mich mit ihm nur unterhalte, wenn er aktzeptiert, dass die Ursache von meiner sexuellen Empfidungsstörung an meiner Beschneidung liegt, hat er die Behandlung beendet.
      Wenn man mit den Ärzten Klartext redet, lassen sie einen fallen.



      seppel wrote:

      Als erstes sollte mal das Gespräch mit der Mutter/Eltern stattfinden.
      Selbstverständlich habe ich auch mit meiner Mutter darüber gesprochen. Diese ist jedoch, wie alle anderen auch der Überzeugung, dass sie alles richtig gemacht hat.

      Alle Menschen, mit denen ich bisher gesprochen habe, sind der Meinung, dass meine sexuelle Empfindungsstörung von meinen Depressionen kommt, jedoch nicht von meiner Beschneidung. Meiner Meinung nach ist es genau umgekehrt.

      Torben wrote:

      Die sind wahrscheinlich schon längst vernichtet, denn die 10 Jahre sind vorbei.
      Da hast du recht. Ich habe extra bei meinem Urologen und in der Urologischen Ambulanz (auch in der Archivabteilung) nachgefragt. Da beide umgezogen sind, wurden alle Akten vernichtet, die man vernichten durfte. Meine Mutter hat auch keine Unterlagen aufgehoben. Es ist quasie so, als wäre ich nie beschnitten worden.


      Ich bin gespannt, wie die Staatsanwaltschaft diesen fall einschätzt. In Wahrheit besteht nämlich ein öffentliches Interesse, dass dieser Beschneidugswahn aufhört. Dieses Interesse wird jedoch von vielen Beschneidungsfetischisten und Lobbyisten unterdrückt.

      Ich hatte allerdings gehofft, dass der Fall eventuell unter Vergewaltigung fällt, da die Verjährungsfristen hier anderst ablaufen würden als bei Körperverletzung. Das scheint allerdings nur bei Frauen zu funktionieren. Ich habe der Polizistin auch versucht klar zu machen, dass es für einen 5 jährigen Jungen unmöglich ist festzustellen, ob er eine sexuelle Empfindungsstörung hat oder nicht. Das gelingt manchen Männern noch nichteinmal in ihren 40ern. Sie meinte nur, dass sie sich nach dem Gesetz richten muss. Das kann ich ihr nicht verübeln. Leider leben wir in einem Unrechtsstaat.
      Wenigstens habe ich meinen Unmut kundgetan. Viele Männer fressen ihren Frust einfach in sich hinein. Diesen Fehler möchte ich nicht machen. Ich bekomme immer wieder zu hören, dass ich der einzige Mann bin, der sich beschwert und sonst alle anderen beschnittenen Männer zufrieden
      sind. Es kann doch nicht sein, dass das Internet von Betroffenen fast überquillt und gleichzeitig nichts davon in die Realität durchsickert.


      Da ich erst neulich festgestellt habe, dass ich nie rechtsschutzversichert war, kann ich ein Zivilrechtliches Verfahren wahrscheinlich nicht auf mich nehmen.

      Im Moment weiß ich nicht, wo ich mich sonst noch beschwehren könnte. Wahrscheinlich ist es tatsächlich am besten die Situation einfach zu aktzeptieren und zu versuchen die Schafthaut zu dehnen, um wenigstens einen Teil des gestohlenen Empfindungsvermögens zu erhalten.

      LG
    • Philip wrote:

      Sie meinte nur, dass sie sich nach dem Gesetz richten muss. Das kann ich ihr nicht verübeln. Leider leben wir in einem Unrechtsstaat.
      Genau das muss sie machen und wenn sie sich an das Gesetz und Vorschriften gehalten hätte, hätte sie die Anzeige zwingend aufnehmen müssen, da die Polizei keine Bewertung vornehmen darf, sondern die Staatsanwaltschaft Herrin des Verfahrens ist und festlegt ob die Sache verfolgt wird oder nicht. Nochmal: Ein ärztliches Gutachten vorab ist keine Voraussetzung für die Aufnahme eine Strafanzeige. Dies kann immer im Nachgang passieren und dient der Beweissicherung. Ein abolut unglaublich und unprofesionelles Verhalten der Polizistin. Da braucht man sich absolut nicht zu wundern, wenn ein Teil der Bevölkerung kein Vertrauen mehr in die Polizei hat und es zu Hetzkampagnen gegen die Polizei kommt. Du kannst die Strafanzeige auch online stellen oder selbst schriftlich verfassen. Ein Besuch auf der Polizei ist hierzu nicht notwendig. Wie man eine Strafanzeige selbst schreibt, hierzu stellen diverse Anwälte Musterschreiben im Netz zur Verfügung, z.B. Rechtsanwalt Möbius
      Wie bereits geschrieben, nicht traurig sein, wenn die Sache dann nicht weiter verfolgt werden sollte, eben wegen der Verjährungsfristen. Ob verjährt oder nicht, entscheidet die Staatsanwaltschaft als Herrin des Verfahrens, nicht irgendein Polizeibeamter!
    • Philip wrote:

      Rechts unten ~1,3 cm; oben ~0,5cm; links unten ~ 0,8 cm
      Frenulum wurde beschädigt, ist aber noch teilweise vorhanden.
      Auf der linken seite habe ich auch eine Verwachsung.
      Man sieht links und oben noch wo die Fäden waren.
      Auf der rechten Seite ist sehr viel Narbengewebe vorhanden.

      Ich tendiere eher zu Low and Tight, da dieser Beschneidungsstil üblich ist in Europa.
      Von low & tight spricht man eigentlich, wenn nicht mehr als 5mm der inneren Vorhaut verbleiben. Bei dir sind es an zwei Stellen mehr als 5mm. Eher high & tight bzw. so eine Mischung aus low & tight und high & tight. Hätte vermutlich mal low & tight werden sollen.
    • Servus Philip, auch von mir noch ein spätes Willkommen hier im Forum

      keine schöne Geschichte, was da mit dir gemacht wurde...auch was Ärzte dir da erzählen:

      Philip wrote:

      -,, Es sind 30% aller Männer beschnitten und ich sehe keinen einzigen leiden.''
      -,, Die Vorhaut ist nur ein nutzloser Hautlappen.''
      -,, Es ist legitim Kinder ab 2 Jahren wegen einer Phimose zu beschneiden.''
      -,, Es gibt Männer, die sich sogar freiwillig beschneiden lassen. Warum sind Sie nicht stolz auf Ihre Beschneidung?''
      -,, Beschneidung hat keinerlei Konsequenzen.''
      -,, Männliche Beschneidung ist nicht mit weiblicher Beschneidung zu vergleichen.''
      -,, Beschnittene Männer haben mehr Ausdauer.''
      -,, Frauen mögen beschnittene Männer lieber.''
      -,, Vorhäute sind unhygienisch.''
      All das haben dir Urologen gesagt? Ärzte die (unreflektiert) Beschneidungen vornehmen, wollen nicht darüber nachdenken, was sie da machen...schon gar nicht anfangen darüber nachzudenken, dass sie damit eventuell schaden anrichten...all die Argumente die dir da um die Ohren gehauen wurden...halten keiner sachlichen Diskussion stand...das sind gar keine Argumente, sondern primitive Ausflüchte...

      Philip wrote:

      Mein Psychotherapeut meinte, dass mein geringes sexuelles Empfinden ausschließlich psychischer Natur sei.
      Bei der Aussage...da brennen bei mir Sicherungen durch, denn das wurde mir so auch schon vorgehalten...aber das hier:

      Philip wrote:

      Als ich zu meinem Psychotherapeut sagte, dass ich mich mit ihm nur unterhalte, wenn er aktzeptiert, dass die Ursache von meiner sexuellen Empfidungsstörung an meiner Beschneidung liegt, hat er die Behandlung beendet.
      auch nicht viel besser?

      Zu behaupten, dass bei Beschnittenen geringeres sexuelles Empfinden ausschließlich psychischer Natur sei...genauso falsch wie , dass alle sexuelle Empfindungsstörungen bei einem Beschnittenen alleine an der Beschneidung liegen?

      Wie wir Sexualität empfinden und erleben, liegt das nicht an ganz vielen Faktoren? Sicher zum einen an der körperlichen Fähigkeit/Sensorik...aber nicht auch an der eigenen Einstellung und Haltung? Bestes Beispiel, Männer die sich ohne jedwede med. Notwendigkeit freiwillig beschneiden lassen...weil sie ihren vollkommen gesunden Körper als unhygienisch oder unästhetisch empfinden und erleben. Mit der Einstellung, kann man da Sex genießen und erleben? Sie lassen sich beschneiden, die Sensorik wird reduziert...und die erzählen, dass sie nun vielmehr empfinden und erleben...paradox...oder doch nicht?

      Wer sich verstümmelt fühlt, ihm als Kind von Erwachsenen in einem Übergriff am Genital was angetan wurde...da kommen dann mehr Sachen zusammen, ein physischer UND ein psychischer Schaden...welche sich beide neg. auf die Sexualität, die psychosexuelle Entwicklung auswirken können...

      Ein guter Therapeut kann einem da helfen zu differenzieren...leider gibt es nur wenige gute Therapeuten...aber es gibt sie, die muss man aber suchen...

      Alle Probleme die man hat, nur auf die Beschneidung abwälzen...bringt einen das weiter, hilft das einem aus der "Opferrolle"?

      Mich da jetzt bitte nicht falsch verstehen...die Probleme durch Beschneidung, was das bei Menschen anrichten kann, die gehören offen angeprangert, damit sich was ändern kann...aber was dem Einzelnen hilft mit diesem Schicksal, das ihm andere angetan haben, zu recht zu kommen, da braucht es individuelle Lösungen...ist ein hartes Stück Arbeit, eine Lebensaufgabe...und alleine schafft das glaub keiner...
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Das mit der Strafanzeige...da würde ich nochmal in dieser Dienststelle aufschlagen, und mir das von der betreffenden Beamtin erklären lassen, wer das zu beurteilen hat, ob da was strafrechtlich relevant ist...sie, Staatsanwaltschaft...oder Gutachter?

      Bin kein Jurist, aber strafrechtlich ist das glaub schon verjährt?

      Zivilrechtlich könntest du aber glaub noch Schadenersatzansprüche versuchen geltend zu machen (da ist die Verjährung 3 Jahre nach Kenntnis des vollumfänglichen Schadens, längstens aber 30 Jahre...) Da müsstest du zu einem Anwalt für Medizinrecht, dich beraten lassen. Falls deine Eltern zum Tatzeitpunkt eine Rechtsschutzversicherung hatten, müssten die normalerweise einspringen und Klage und Prozess bezahlen..nachfragen...

      Fehlende Unterlagen...ich habe auch schon bei den Kliniken die damals involviert waren angerufen, Aussage war immer "Nichts mehr da" Als meine Krankenkasse wegen Behandlungsfehler anfing zu ermitteln, Unterlagen einforderte...die hatten noch alles, hatte dann alle Unterlagen beisammen...
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Urolüge wrote:

      Fehlende Unterlagen...ich habe auch schon bei den Kliniken die damals involviert waren angerufen, Aussage war immer "Nichts mehr da" Als meine Krankenkasse wegen Behandlungsfehler anfing zu ermitteln, Unterlagen einforderte...die hatten noch alles, hatte dann alle Unterlagen beisammen...
      War bei mir genauso, kann ich bestätigen. knapp 40 Jahre alte Unterlagen waren noch da. Angefordert hatte ich das allerdings bevor die DSGVO eingeführt wurde. Mit Gültigkeit der DSGVO gab es teilweise regelrechte Lösch- und Vernichtungsorgien, wie mir von Bekannten erzählt wurde. Kenne 3 Leute, 2 arbeiten beim Arzt, eine im Uniklinikum. Da wurde fleißig vernichtet um nicht angreifbar zu sein, wegen der DSGVO. Daher ist es nicht auszuschließen, dass tatsächlich nach 17 Jahren jetzt nicht mehr vorhanden ist. Im medizinischen Bereich ist die DSGVO für Patienten eher Fluch, als Segen.
    • Eine Zivilklage könne u.U. noch Aussicht auf Erfolg haben. Eine Rechtsberatung bei einem Fachanwalt für Medizinrecht kostet nicht die Welt. Maximal 190 Euro zzgl. MWST darf eine Erstberatung kosten. Damit der Anwalt eine gute Einschätzung vornehmen kann, sollten soviel wie möglich Unterlagen vorhanden sein.

      Selbst ein Scherzensgeldanspruch gegenüber den Eltern wäre möglich gewesen, wenn bei Ausübung der elternliche Sorge eine Pflicht verletzt wurde ( §1664BGB). Bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres ist die Verjährung gehemmt, dann beginnt erst die 3 jährige Verjährungsfrist zu laufen (§207BGB) Das ein Schmerzensgeldanspruch auf Grund Verletzung der elternliche Sorge ( bei Beschneidung ) besteht, wurde von den Gerichten auch schon eindeutig bejaht, z.B. OLG Karlsruhe. Ob ein Anspruch besteht, kann man natürlich nur dann sagen, wenn man wirklich alle Details kennt, ist immer eine Einzelfallbetrachtung. Zuständig ist das Familiengericht.

      The post was edited 3 times, last by seppel ().

    • Urolüge wrote:

      Sie lassen sich beschneiden, die Sensorik wird reduziert...und die erzählen, dass sie nun vielmehr empfinden und erleben...paradox...oder doch nicht?

      ,,Bei mir war's genau so. Ich war jahrelang Feuer und Flamme fuer die
      Sache, mir gefiel einfach so sehr, wie das aussah. Und dann habe ich's
      machen lassen, und es ist prima. Ist jetzt 24 Jahre her, und ich kann
      nicht behaupten, dass irgendwas daran mir missfaellt.

      Sieh's so als wuerdest Du Dir einen Sportwagen kaufen. Klar ist das
      anders als haette man einen japanischen Kompaktwagen, aber gerade das
      ist ja der Reiz.''
      Zitat: eurocirc.org/beschneidungsfrag…_vor_der_beschneidung.php
      __________________________
      ,,With my previous girlfriend, I was never able to ejaculate through sex with her. We would have sex for three hours, and I still couldn't orgasm. I was exhausted, and she was exhausted. With my current partner, I can orgasm in an hour and a half, but after an hour, we both get really tired. Before the surgery, I could orgasm in under three minutes. I could also orgasm from getting a blowjob, but now I can't.

      It was like having a decent car, then having to downgrade to a worse car. You'll take the worse car because it's better than having to take the bus... but still.''
      Zitat: I Had an Adult Circumcision and I Totally Regret It
      _________________________



      Ich sehe hier weniger ein Paradoxon, sondern eher einen Gegensatz. Es stehen sich Behauptungen gegenüber, welche in absoluter Opposition stehen.


      Die Menschen leben nach dem Motto: ,,Was für mich gut oder schlecht ist, muss auch für alle anderen Menschen gut oder schlecht sein, denn alle Menschen sind gleich.''

      Diese Behauptung finde ich jedoch falsch. Denn kein einziger Mensch ist dem anderen gleich. Was für den einen ein Segen ist, kann für den anderen tödliches Gift sein. Diese Sache müssen wir akzeptieren.

      Jedoch hat die Menschheit diese Lektion noch nicht begriffen.



      Urolüge wrote:

      Alle Probleme die man hat, nur auf die Beschneidung abwälzen...bringt einen das weiter, hilft das einem aus der "Opferrolle"?
      Ich denke, dass Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung ist. Wir müssen uns erst bewusst werden, wie es uns wirklich geht und wo wir uns im Leben befinden. Selbst wenn es heißt, dass wir ein Opfer sind. Nur so können wir uns aus unserem Loch heraus navigieren.

      Ich richte mich sehr gerne nach der Maslowschen Bedürfnispyramide. Je weiter oben sich unser Bewusstsein in der Pyramide befindet, desto mehr Probleme können wir in den einzelnen Schalen unseres Lebens erkennen.
      Mein Bewusstsein befindet sich noch relativ weit unten, da es schon an der Sexualität scheitert. Daher kann ich den gesamten Umfang meiner Probleme noch nicht erkennen. Ich bin mir allerdings sicher, dass da noch viel mehr ist.
      Daher finde ich, dass man seine Probleme nach ihren Prioritäten sortieren muss, weil man im Leben immer wieder auf neue Probleme stößt.

      _____________________
      Bezüglich der Strafanzeige: Da mir gesagt wurde, dass ich noch Post von der Staatsanwaltschaft bekomme, lasse ich das Thema erstmal ruhen und richte mich dann nach dem, was in dem Brief drin steht.
      Ich denke auch nicht, dass da viel dabei rauskommt, da es ja ausdrücklich gesetzlich erlaubt ist und oftmals auch schulmedizinisch erwünscht ist.

      LG

      The post was edited 1 time, last by Philip ().

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      Philip wrote:

      Ich sehe hier weniger ein Paradoxon, sondern eher einen Gegensatz. Es stehen sich Behauptungen gegenüber, welche in absoluter Opposition stehen.
      Da hast du schon recht...aber waren die Gründe für die Beschneidung, die Grundlagen ganz anders? Der eine selbstbestimmt, wollte das so (die Gründe dafür...egal?), und der andere fühlte sich (zurecht?)gelinkt von den Ärzten, hat dem Eingriff nur zugestimmt, weil er nicht voll aufgeklärt war?

      Philip wrote:

      Denn kein einziger Mensch ist dem anderen gleich. Was für den einen ein Segen ist, kann für den anderen tödliches Gift sein. Diese Sache müssen wir akzeptieren.
      Absolut...auch eine Beschneidung kann für den einen wirklich ein Segen sein...weil er dadurch schmerzfrei sein, wieder leben kann, weil alles andere keine Linderung brachte...
      Wie ein junger Mann, dessen Fall ich kürzlich im Radio hörte...er ließ sich mit Mitte 20 beide Beine unterhalt der Knie amputieren, und lebt seitdem auf, macht Sport...weil er schon seit Kindheit an einer Krankheit litt, er dadurch ständig Entzündungen und Schmerzen hatte...Hätte man bei einem beschwerdefreien Jungen dasselbe gemacht, damit er da später mal keine Probleme mit hat...hätte der das auch so gut weggesteckt? Ich bin mir absolut sicher: Nein, er würde sein Leben lang damit hadern...wenn er nicht aus seiner Opferrolle findet...

      Philip wrote:

      . Wir müssen uns erst bewusst werden, wie es uns wirklich geht und wo wir uns im Leben befinden. Selbst wenn es heißt, dass wir ein Opfer sind.
      Wann sind wir "Opfer"...was bedeutet das eigentlich?

      Philip wrote:

      Mein Bewusstsein befindet sich noch relativ weit unten, da es schon an der Sexualität scheitert.
      Das ist jetzt aber schon ein wenig "Opfer" ;)
      Diese "Bedürfnispyramide" sagt mir nichts...nur die Worte "kein Mensch ist dem anderen gleich"...hat also nicht jeder andere Bedürfnisse in seinem Leben?

      Philip wrote:

      Daher finde ich, dass man seine Probleme nach ihren Prioritäten sortieren muss, weil man im Leben immer wieder auf neue Probleme stößt.
      Probleme...nur sortieren? Oder bearbeiten und abheften? Und irgendwann das Muster der Probleme erkennen...denn die wiederholen sich...sind zwar immer anders, aber der Kern immer der gleiche...
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
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      Urolüge wrote:

      Der eine selbstbestimmt, wollte das so (die Gründe dafür...egal?), und der andere fühlte sich (zurecht?)gelinkt von den Ärzten, hat dem Eingriff nur zugestimmt, weil er nicht voll aufgeklärt war?
      Da hast du recht. Ich bin mir allerdings auch nicht sicher, ob meine zitierte Person aus eurocirc voll aufgeklärt wurde. Eigentlich wollte ich vielmehr darauf hinaus, dass beide diesen Vergleich mit den Autos ziehen.
      Außerdem Frage ich mich auch, ob sich vielleicht die Nervenanzahl in den Penisen der verschiedenen Männer unterscheidet.

      Urolüge wrote:

      Wann sind wir "Opfer"...was bedeutet das eigentlich?
      Es gibt ja verschiedene Definitionen von ,,Opfer''. de.wikipedia.org/wiki/Opfer . Ich meinte damit z.B. dass wir Teil eines medizinisch nicht haltbaren Kinderopferrituals wurden, als man uns die Vorhaut gegen unseren Willen abschnitt, damit die Ärzte ihren Dogma ausleben können und dabei noch leicht verdientes Geld bekommen.

      Urolüge wrote:

      Diese "Bedürfnispyramide" sagt mir nichts...nur die Worte "kein Mensch ist dem anderen gleich"...hat also nicht jeder andere Bedürfnisse in seinem Leben?
      de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie
      Ich denke, dass die Sexualität ganz unten in der Bedürfnispyramide steht. Also auf dem selben Niveau wie atmen, essen, schlafen etc. Da diese Triebe alle vom Stammhirn ausgehen, sind sie für uns von sehr großer Bedeutung.
      Die Bedürfnisse, welche zum Überleben nicht wichtig sind, stehen ganz oben in der Pyramide. Z.B. will der eine Segelbootfahrer werden und der andere Künstler. Beide brauchen aber Sauerstoff zum atmen. Und wenn sie sich nicht Fortpflanzen, dann sterben ihre Gene aus.

      Urolüge wrote:

      Probleme...nur sortieren? Oder bearbeiten und abheften?
      Meiner Meinung nach kann man nicht alle Probleme auf einmal bearbeiten.

      Du hast 3 Optionen, wie du mit deinen Problemen verfahren willst:
      - Versuche deine Probleme zu akzeptieren oder vielleicht sogar zu lieben. (#Stockholmsyndrom)
      - Versuche die Situation, welche für dich Probleme verursacht zu verlassen.
      - Versuche deine Probleme aktiv zu bearbeiten, um sie zu lösen.

      Gelingt dir das nicht, wirst du an deinen Problemen verzweifeln und dann bist du ein ,,Opfer''.


      Urolüge wrote:

      Und irgendwann das Muster der Probleme erkennen...denn die wiederholen sich...sind zwar immer anders, aber der Kern immer der gleiche...
      Ok. Welcher Kern ist das?
    • New

      Philip wrote:

      Außerdem Frage ich mich auch, ob sich vielleicht die Nervenanzahl in den Penisen der verschiedenen Männer unterscheidet.
      Meinst du bei intakten? Kann sein...kann auch nicht sein...aber spielt das eine Rolle? Bei Beschnittenen sicher, denn es gibt nicht "die" Beschneidung, sondern unzählige Varianten, bei denen unterschiedlich viel sensibles Gewebe entfernt wird...

      Entscheidend ist aber sicher auch, WIE ich meinen Körper sehe, wahrnehme...für die Verarbeitung der Nervenreize im Gehirn...

      Philip wrote:

      Ich meinte damit z.B. dass wir Teil eines medizinisch nicht haltbaren Kinderopferrituals wurden, als man uns die Vorhaut gegen unseren Willen abschnitt, damit die Ärzte ihren Dogma ausleben können und dabei noch leicht verdientes Geld bekommen.
      Ums Geld und Dogma ausleben geht es glaub den wenigsten Ärzten...sondern die Unfähigkeit, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen...denn dann müsste man Verantwortung übernehmen, sich Fehler eingestehen, dass man vielleicht mit dem eigenen Handeln (das in bester Absicht geschah...) anderen geschadet hat...

      Philip wrote:

      Ich denke, dass die Sexualität ganz unten in der Bedürfnispyramide steht
      Interessante Ansätze, hab das ein wenig überflogen, finde ich zum Teil sehr gut...aber selbst wenn bei einem Menschen stark eingeschränkt oder gar unmöglich ist (lassen wir mal Beschneidung raus...auch durch Diabetes kann es einem unmöglich sein eine Erektion/Sex zu haben...) Ohne essen, trinken, atmen sterbe ich, kann mich nie selbst verwirklichen...aber mit Diabetes und der Unmöglichkeit für Sex kann ich trotzdem noch Künstler oder Segelbootfahrer werden...wo gehört Sex in der Pyramide hin?

      Philip wrote:

      Meiner Meinung nach kann man nicht alle Probleme auf einmal bearbeiten.
      Absolut...die muss man aufdröseln...und merken, dass alles mit allem verbunden ist...

      Philip wrote:

      Ok. Welcher Kern ist das?
      Hast in selber schon genannt:

      Philip wrote:

      Denn kein einziger Mensch ist dem anderen gleich. Was für den einen ein Segen ist, kann für den anderen tödliches Gift sein. Diese Sache müssen wir akzeptieren.
      Oder noch etwas allgemeiner...lies dir meine Signatur durch...lassen sich nicht alle Probleme dieser Welt auf diese Formel "herunterkürzen"? Hätte man dich damals nicht als Objekt behandelt...sondern wäre dir mit Liebe und Respekt begegnet...würden wir uns heute hier unterhalten?
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
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      Der Psychologe, der die Therapie abbrach und dich quasi rausschmiss...kannst du den noch anmailen...und ihn höflich und nett Fragen, woher er denn weiß, dass alle deine Probleme nur psychischer Natur sind? Dreh doch mal den Spieß um ;) ? Hinterfrage seine Haltung und Einstellung. Der wollte dir seine Haltung und Einstellung aufdrücken...eigentlich ein nogo für Therapeuten...

      Mir schrieb mal ein Therapeut, der sich sehr intensiv mit Beschneidung auseinandergesetzt hat, dass es da nie eine "Patentlösung" gäbe...und ein guter Therapeut immer von seinen Patienten lerne...

      Falls dir dein Therapeut antwortet...würde ich gerne wissen was ;)
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
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      Urolüge wrote:

      Der Psychologe, der die Therapie abbrach und dich quasi rausschmiss...kannst du den noch anmailen...und ihn höflich und nett Fragen, woher er denn weiß, dass alle deine Probleme nur psychischer Natur sind? Dreh doch mal den Spieß um ;) ? Hinterfrage seine Haltung und Einstellung. Der wollte dir seine Haltung und Einstellung aufdrücken...eigentlich ein nogo für Therapeuten...
      Vielleicht ist der Psychologe auch gar nicht beschnitten und kennt den Unterschied nicht zwischen Intakt und Reizbare Eichel. Und beschnitten mit unempfindlicher ausgetrockneter Eichel. :( Sowie die ganzen Nervenverluste in der Vorhaut die mit einer Beschneidung dauerhaft verloren gehen. :( Wenn der Psychologe Intakt ist, kann er gar nicht die Patienten einschätzen wie sich ein beschnittener wirklich fühlt. Meine ehrliche Meinung da ich selber beschnitten bin.
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      Urolüge wrote:

      Entscheidend ist aber sicher auch, WIE ich meinen Körper sehe, wahrnehme...für die Verarbeitung der Nervenreize im Gehirn...
      Ja. Und ich es sehe ihn negativ. Ich habe den Beschneidungsakt als einen Übergriff empfunden. Die Ärzte haben mich manipuliert ein Narkosemittel zu schlucken, obwohl ich das überhaupt nicht wollte. Ich wurde auf einmal bewusstlos und als ich aufwachte war mein Penis verstümmelt.

      Vielleicht habe ich auch einen Vorhautfetisch, da mich die Vorstellung einen intakten Penis und eine feuchte-, glänzende-, sensible Eichel zu haben erregt.
      Wenn ich dann auf meinen verstümmelten, vernarbten, verhornten und abgestumpften Penis blicke, dann ist das wie ein Schlag ins Gesicht.

      Ich möchte den Menschen, die einen Beschneidungsfetisch haben, ihre Neigung nicht aberkennen. Ich gönne ihnen ihre zufriedenstellende Sexualität von Herzen. Wenn sie diesen Fetisch allerdings aggressiv ausleben und anfangen ihre eigenen Kinder zu verstümmeln, dann hört das Verständnis bei mir auf.
      Denn diesen Kindern wird das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung aberkannt.
      Ich fühle mich in meiner Sexualität diskriminiert.


      Urolüge wrote:

      sondern die Unfähigkeit, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen
      Genau. Als ich meinen Urologen darauf hingewiesen habe, dass sein Wissen über die Folgen einer Beschneidung vielleicht etwas unvollständig seien, meinte er, dass es nicht seine Aufgabe sei sich darüber zu informieren.
      Dieser Mensch arbeitet dafür, um Beschneidugen zu verordnen. Nicht aber um sich darüber auszukennen.


      Urolüge wrote:

      aber mit Diabetes und der Unmöglichkeit für Sex kann ich trotzdem noch Künstler oder Segelbootfahrer werden...wo gehört Sex in der Pyramide hin?
      Klar. Deswegen wird die Theorie der Maslowschen Bedürfnispyramide auch zurecht kritisiert. Vor allem da sich die Bedürfnisse auch zyklisch wiederholen, sobald man sie befriedigt hat. Menschen können sich auch eine imaginäre Leiter bauen um in der Pyramide auf eigene Kosten höher zu kommen, z.B. wenn ich meine Freiheit oder mein moralisches Denken für eine Gehaltserhöhung opfere. Ich würde Sex zwischen den sozialen Bedürfnissen und den physiologischen Bedürfnissen einordnen. Sex gehört aber auf jeden Fall zu den Difizitbedürfnissen, wohingegen die Selbstverwirklichung zu den Wachstumsbedürfnissen gehört.

      Urolüge wrote:

      Hätte man dich damals nicht als Objekt behandelt...sondern wäre dir mit Liebe und Respekt begegnet...würden wir uns heute hier unterhalten?
      Interessant. Wahrscheinlich nicht. Auf jeden Fall würde ich nicht als Betroffener schreiben, sondern als intakter Mann, da ich mich höchstwahrscheinlich nie freiwillig beschneiden lassen hätte. Deswegen werden die meisten Menschen ja auch im Kindesalter beschnitten. Weil sie wehrlos sind.

      Urolüge wrote:

      ihn höflich und nett Fragen, woher er denn weiß, dass alle deine Probleme nur psychischer Natur sind?
      Eine ähnliche Frage habe ich ihm schonmal gestellt. Er meinte, dass er auch Patienten habe, die intakt sind und eine sexuelle Empfindungsstörung haben.
      Er habe auch Patienten, die beschnitten sind, einen frühzeitigen Samenerguss haben und behaupten, dass ihr Penis zu sensibel sei. Außerdem würden sich diese Menschen zu viel Druck machen und ejakulieren deshalb entweder zu früh, oder eben zu spät. Deshalb zieht er den Rückschluss, dass eine Beschneidung zwar einen geringen Sensibilitätsverlust bieten könnte, jedoch nicht so sehr, dass man von einer sexuellen Empfindungsstörung sprechen könne.

      ________________________________________________

      Phil21 wrote:

      Vielleicht ist der Psychologe auch gar nicht beschnitten
      Als ich ihn darauf ansprach hat er nicht geantwortet, daher gehe ich davon aus, dass er wahrscheinlich (wie 89% aller Männer in Deutschland) intakt ist.

      LG

      The post was edited 1 time, last by Philip ().

    • New

      Phil21 wrote:

      Vielleicht ist der Psychologe auch gar nicht beschnitten und kennt den Unterschied nicht zwischen Intakt und Reizbare Eichel. Und beschnitten mit unempfindlicher ausgetrockneter Eichel. Sowie die ganzen Nervenverluste in der Vorhaut die mit einer Beschneidung dauerhaft verloren gehen. Wenn der Psychologe Intakt ist, kann er gar nicht die Patienten einschätzen wie sich ein beschnittener wirklich fühlt. Meine ehrliche Meinung da ich selber beschnitten bin.
      Kann irgendjemand einschätzen, wie sich ein anderer fühlt...obwohl er dasselbe hat, wie er selbst?

      Nach deiner Logik könnte doch kein Therapeut einem anderen helfen, wenn er nicht dasselbe hat? Z.B. wenn einer nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist...könnte nur ein gelähmter Therapeut ihm helfen?

      Die Gefahr bei einem beschnittenen Therapeuten...doch dessen denial, kognitive Dissonanz, er ist zufrieden, warum sollte ein anderer nicht auch damit zufrieden sein?

      Einem GUTEN Therapeuten ist es egal...er sollte immer die nötige Neutralität haben, seinen Patienten und dessen Probleme nicht werten...sondern mit ihm zusammen nach Lösungen suchen...
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
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      Philip wrote:

      Vielleicht habe ich auch einen Vorhautfetisch, da mich die Vorstellung einen intakten Penis und eine feuchte-, glänzende-, sensible Eichel zu haben erregt.
      Wenn ich dann auf meinen verstümmelten, vernarbten, verhornten und abgestumpften Penis blicke, dann ist das wie ein Schlag ins Gesicht.
      Eine feucht glänzende, sensiblere Eichel...wäre doch mit Schutz, Pflege, Restoring vielleicht machbar? Dann wäre der Schlag ins Gesicht weg? Der Übergriff der Ärzte, der fehlende Schutz der Mutter, weil sie im Glauben an die Ärzte meinte, sie handle zu deinem Besten, da bruacht es was anderes...

      Philip wrote:

      ich meinen Urologen darauf hingewiesen habe, dass sein Wissen über die Folgen einer Beschneidung vielleicht etwas unvollständig seien, meinte er, dass es nicht seine Aufgabe sei sich darüber zu informieren.
      Aber ist es nicht seine Aufgabe, seine Patienten vollumfänglich aufzuklären? Wie kann er das, wenn sein Wissen nur unvollständig ist? würde ich den Fragen...und die zuständige kassenärztliche Vereinigung...

      Philip wrote:

      Eine ähnliche Frage habe ich ihm schonmal gestellt. Er meinte, dass er auch Patienten habe, die intakt sind und eine sexuelle Empfindungsstörung haben.
      Er habe auch Patienten, die beschnitten sind, einen frühzeitigen Samenerguss haben und behaupten, dass ihr Penis zu sensibel sei. Außerdem würden sich diese Menschen zu viel Druck machen und ejakulieren deshalb entweder zu früh, oder eben zu spät. Deshalb zieht er den Rückschluss, dass eine Beschneidung zwar einen geringen Sensibilitätsverlust bieten könnte, jedoch nicht so sehr, dass man von einer sexuellen Empfindungsstörung sprechen könne.
      Seine Beobachtungen richtig...seine Schlüsse...übergriffig für einen Therapeuten?


      Wo ist die Grenze zu sexueller Empfindungsstörung und Sensibilitätsverlust? Vor allem, ist dem klar, dass es nicht DIE Beschneidung gibt, der Verlust an Sensorik nicht vergleichbar ist?

      Philip wrote:

      Als ich ihn darauf ansprach hat er nicht geantwortet
      Muss er auch nicht...wie schon gesagt, ein guter Therapeut ist da neutral...und wenn er merkt, dass er das nicht sein kann, weil er selbst betroffen ist, es ihm zu schaffen macht...dann hätte er deinen Fall gar nicht annehmen dürfen...

      Therapeuten gibt es viele...ich war auch schon bei vielen...aber gute sind echt rar...
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama