Antisemitismusbeauftragter Felix Klein

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    • Antisemitismusbeauftragter Felix Klein

      War heute morgen im Radio. Der will, dass die Lehrpläne in unseren Schulen geändert werden. Es müsse mehr über "jüdisches Leben" aufgeklärt werden.
      Und wofür "jüdisches Leben" ein Tarnwort ist, dürfte seit 2012 wohl klar sein.

      Es reicht ihm also anscheinend noch nicht, dass bereits ständig "Aufklärer" a la"Rent a Jew", Wer-braucht-eine-Vorhaut?-Ammon-Orbach, das"Abrahimische Forum", oder "Ferienworkshops", Dafür haben die Jungs aber die grössere Party. Ätschibätschi!, das "neue gesellschaftliche Leitbild". im Kinderkanal, "Planet Schule", "muss...sicherstellen", Workshop am Eckener-Gymnasium usw.... unsere Schulkinder manipulieren.
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Ich denke, die anderen "Aufklärer", haben wenig bis gar nichts mit dem Anliegen von Felix Klein zu tun.

      Auch denke ich, dass es bei der Forderung nach mehr Aufklärung über "jüdisches Leben" im Rahmen des Unterrichts, um mehr geht, als den Kinder "Vorhautamputation" schmackhaft zu machen. Wolltest du darauf hinaus?

      Welches Ziel verfolgen diese "Aufklärer" (Felix Klein eingeschlossen) deiner Meinung nach und in wie weit wird wer von "ihnen" manipuliert und zu welchem Zweck?

      Ich weiß nicht, wofür "jüdisches Leben", deiner Meinung nach, ein "Tarnwort" ist.
      Wäre cool wenn du das erklären würdest.
    • Nein, sehe ich aus so. Beschneidung ist nur ein Aspekt dabei, so wie Beschneidung auch nur ein Aspekt jüdischer Kultur und Religion ist. So wie du es formuliert hast, stünde die Beschneidung und deren Schönfärberei im Vordergrund der Bemühungen.

      Nichtsdestotrotz dürfte klar sein, dass Klein ein Beschneidungsverbot als direkten Angriff auf jüdisches Leben sieht und die Darstellung der Beschneidung im Rahmen dieser Lehrpläne inhaltlich auf dem Fakenews-Stand, der sich auf der Seite des ZdJ befindet, stattfinden dürfte.

      Bei der Aufklärung ist es im Grunde so, solange man nicht entsprechend kulturell vorgeprägt ist, gilt: je mehr man weiß, desto vehementer ist man dagegen.
    • @R2D2
      Ich weiß eben nicht, was Felix Klein vorschwebt, wenn es zur Darstellung der religiös motivierten VA im Unterricht kommt.
      Es schließt sich nicht aus, einerseits über die VA im Judentum zu informieren, und andererseits über die möglichen (und sogar sehr wahrscheinlich auftretenden-) Folgen einer VA im allgemeinen aufzuklären.
      Es ist doch möglich zu informieren und zu lehren, ohne dabei für eine Sache zu werben, oder?
      Ich sehe nicht, inwieweit Kinder hier bei manipuliert werden würden.

      Welchen konkreten Inhalt im Unterricht siehst du vom Fakenews-Niveau bedroht?

      Deinen letzten Absatz habe ich, zugegeben, nicht kapiert :huh:
      Für Erläuterung wäre ich dankbar!

      (nocut)
    • Über jüdisches Leben informieren - immer, gerne.

      "I cannot support circumcision with any conviction, just because it has always been held in high regard. It remains a barbaric, bloody act, which fills the father with anxiety and subjects the mother to morbid stress. The idea of sacrifice, which once consecrated the procedure, has certainly vanished among us, as it should. It is a brutal act that does not deserve continuation. No matter how much religious sentiment may have clung to it in the past, today it is perpetuated only by custom and fear, to which surely we do not want to erect temples." - Rabbi Abraham Geiger

      intactnews.org/node/142/132769…nant-without-circumcision

      Jewish critics of circumcision | Circinfo.org

      circinfo.org/Jews_against_circumcision.html

      Beyond the Bris

      beyondthebris.com/

      Why Question Circumcision?

      beyondthebris.com/p/why-question-circumcision.html

      Celebrating Brit Shalom

      celebratingbritshalom.com/

      Mikael Aktor

      de.intactiwiki.org/index.php/Mikael_Aktor

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      "Säuglinge nicht mit dem Messer willkommen heißen" - Jüdischer Beschneidungskritiker Jérôme Segal



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      A pioneer of our movement, Norm Cohen, founder, NOCIRC of Michigan, speaks eloquently about the right of a man to choice.



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      Jewish Parents with Intact Children



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      Outlawing Circumcision: Good for the Jews? by Eliyahu Ungar-Sargon

      forward.com/opinion/137577/outlawing-circumcision/

      Intactivist Jews Increasingly Vocal in Israel

      jewishbusinessnews.com/2016/02…easingly-vocal-in-israel/

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      ... The Times They Are a-Changin' ... (Bob Dylan 1964)
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    • Hast du ernsthaft Zweifel daran, daß die Inhalte eher so aussehen werden? Folgen hat es keine, schadet nicht und hat nur gesundheitliche Vorteile. Der ZdJ hatte eine ähnliche "Informationsseite", finde sie gerade nicht.

      Dass Beschneidung kein Schaden sei wird dort ganz sicher Unterrichtsinhalt sein und nicht die medizinischen Leitlinien. Ich sehe nicht, daß da sachlich informiert werden könnte und natürlich würde da letztlich durch Weglassen, Schwerpunktsetzung und die Abwesenheit von kritischem hinterfragen manipuliert.

      Letztlich sind diese Fakenews ja auch die Haltung, die die Politik zur offiziellen Wahrheit erklärt hat, auf deren Basis sie die Erlaubnis zur Genitalverstümmelung erteilt hat. Wie kann man da die Hoffnung hegen, man würde in die Schule etwas anderes hineintragen?

      jghh.org/de/judentum/158-warum…eiden-juden-ihre-kinderlt

      Mit meinem letzten Satz wollte ich zum Ausdruck bringen, daß Evidenz und Fakten gegen die Beschneidung sprechen und die intuitive ablehnende Haltung, die die meisten Menschen ohne entsprechende kulturelle Prägung einnehmen, durch die Beschäftigung mit dem Thema eher verschärft als abgeschwächt wird.
    • Hallo Lupo,

      also wenn ein Erwachsener 11-Jährigen Schülern auf die Tour Genitalverstümmelung erklärt:

      Das ist eine Beschneidungswindel“, erklärt Timo Heiler. „Bah!“ sagt Daniela und zieht rasch ihre ausgestreckte Hand zurück. Dabei hat sie keine so rechte Vorstellung, was eine Beschneidung überhaupt ist. Und als Timo Heiler es erklärt, schaudert sie leicht. „Schauen da alle zu?“, will sie noch wissen. Timo Heiler nickt. Die Beschneidung sei vergleichbar mit der Taufe im Christentum und finde in der Synagoge statt. Aber für die kleinen Jungs sei die Prozedur, die von einem Fachmann, dem Mohel, acht Tage nach der Geburt ausgeführt werde, nicht schmerzhaft.
      Dann nenne ich das Manipulation. Punkt.

      11-Jährige können da nicht gegen einen Erwachsene an-argumentieren, die werden davon einfach überfahren.

      Ich mache vielleicht manchmal den Fehler, dass ich eins und eins zusammenzähle.
      Ich lese wohl auch zu viel Zeitung

      Die Töne, die Felix Klein angeschlagen hat lassen einiges befürchten.

      Der neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, fordert, Lehrer stärker bei der Abwehr von Judenfeindschaft einzubinden. Das müsse systematischer Teil Ausbildung werden....

      Mit Blick auf die bisherigen Wellen des Judenhasses in der Bundesrepublik sieht Klein den gegenwärtigen Antisemitismus auf einem ganz neuen Niveau. „Den bisherigen Höhepunkt antisemitischer Aufwallung bildete die Debatte um das Beschneidungsurteil des Kölner Amtsgerichtes 2012. Seither steht der Antisemitismus auf einem ganz anderen Niveau. Mit dem Urteil aus Köln hat sich eine Schleuse geöffnet“, so Klein

      Also wenn es da noch nicht klingelt, dann kann ich auch nicht helfen...

      Es gibt bereits eine real existierende BGM-Propaganda in Schulen. In welchem Umfang, wissen wir nicht, denn Zeitungsberichte können auch nur die Spitze des Eisbergs sein.
      Und ich habe die große Sorge, dass diese nun institutionalisiert und flächendeckend erfolgt, in dem sie in die Lehrpläne eingebracht wird. Bestimmt nicht unter dem Stichwort "Genitalverstümmelung", eher etwas verklausuliert, unter "Riten".

      Ich habe inzwischen einiges an Erfahrungen bezüglich des Wirkens von Lobbys gesammelt.

      Ja, von Juni bis Dezember 2012 hieß es von den Politbonzen und Journalisten:

      "Jüdisches Leben muss in Deutschland weiter möglich sein" Später hat man dann noch nachgebessert ("...und muslimisches", damit die Muslime sich nicht zweitklassig fühlen)

      Und mit diesem "Jüdischen Leben" waren nicht Synagogen, jüdische Kindergärten, jüdische Schulen (wo heute Polizisten mit MPs davor stehen - aber nicht wegen der Kinderschützer), war nicht das Tragen von Kippas (wovon heute in manchen Stadtteilen von Großstädten angeblich abgeraten wird (aber nicht weil dort viele Kinderschützer leben)), jüdische Feste, jüdische Gesänge, etc. gemeint. Nein es war die Genitalverstümmelung von Jungen gemeint.

      Man hat nicht etwa von Riten, Traditionen oder religiösen Praktiken geredet, sondern von LEBEN.

      Das sollte rhetorisch transportieren, dass es um Leben und Tod ginge. Dass das Kölner Urteil lebensbedrohlich sei.

      Und das Recht auf Leben ist ja vom Grundgesetz geschützt, im Artikel 2 steht ja: "Jeder hat das Recht auf Leben -" und - war da noch was?
      Ja, so eine Schnapsidee der "Väter des Grundgesetzes".
      Wie konnten sie nur! Wegen dieses Mists haben sich die Parteibonzen 63 Jahre später die Haare gerauft: "Hilfe! Da steht "Recht auf körperliche Unversehrtheit"! Was machen wir bloß! Da steht wirklich "jeder", nicht nur Frauen und Mädchen!
      Aber dann ist ihnen ja eine "kolumbianische Lösung" eingefallen... das Ei blieb ja auch nicht heil.
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      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Jüdisches Leben ist nicht nur Zwangsbeschneidung. Wir haben es hier mit der ältesten Weltreligion zu tun, die wie alle Religionen sowohl ihre Sonnen- wie auch ihre Schattenseiten besitzt. Es wäre aus meiner Sicht dumm und naiv, die Schattenseiten zu verleugnen, aber auf der anderen Seite ist es dringend notwendig, dass mehr Menschen von der "Sonnenseite" dieser Religion erfahren, damit dem Antisemitismus entgegengewirkt wird.

      Menschen lehnen oft das ab, was sie nicht kennen. Davon abgesehen war es wohl auch der Nationalsozialismus, der seinerzeit die Bewegung des Reformjudentums jäh ausgebremst hatte. Vielleicht hätten die jüdischen Gemeinden das Thema Beschneidung längst von sich aus abgeschafft. Die Judenverfolgung hat aber wohl auch dazu geführt, dass man sich seiner Identität bedroht fühlte und in diesem Kontext ist es ja nahezu verständlich, dass man jedes Fragment zum elementaren Inbegriff der eigenen Religion hochstilisiert hat und auch heute noch daran festhält (siehe hier z.B. auch Menschen, die hier leben, aber sich mit der arabischen Kultur eng verbunden fühlen).

      Das Problem dürfte aber sein, dass alle Beteiligten viel zu verkrampft sind, wenn es hier um einen offenen Dialog gehen soll. Und dies führt dann leider oft dazu, dass Kinder von Erwachsenen manipuliert werden, weil diese sich selbst nicht trauen sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen (frei nach I. Kant).
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Jewish American scholar Leonard Glick, author of, "Marked in Your Flesh: Circumcision From Ancient Judea to Modern America" speaks of his life, his academic career and his research on the history of circumcision.



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      Jonathan Friedman discusses circumcision and metzitzah b'peh and how they have impacted his life.



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      Jewish Grandmother Discusses Circumcision

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    • Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn in einem Forum auch externe Inhalte als Quellen verlinkt werden. Ich persönlich empfinde es jedoch als eine Unsitte, wenn Quellen verlinkt werden, aber man sich noch nicht mal die Mühe macht, deren Inhalte entweder wörtlich oder mit eigenen Worten darzustellen. Nicht jeder kann überall oder auf der Arbeit einfach mal eben ein paar Videos abspielen.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Auf mich wirkt der auf Völkerrecht spezialisierte Jurist, Diplomat und Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus glaubwürdig und vertrauenswürdig.

      Rassismus und Antisemitismus sind ein großes Problem und, auch hierzulande, im Sinne der allgemeinen Menschenrechte und des deutschen Grundgesetzes so schnell wie möglich zu überwinden. Dass die deutsche Politik gegen Rassismus und Antisemitismus aktiv wird, ist zu unterstützen.

      Die rituellen Genitaloperationen an Mädchen oder Jungen sind ebenfalls zu überwinden. Pauschal braucht sich der weltweite Intaktivismus den gelegentlich vernehmbaren Vorwurf, offen oder latent antisemitisch oder muslimfeindlich zu sein, nicht gefallen zu lassen - und kann souverän kontern.

      Denn zum Glück für alle Kinder gibt es in unseren Reihen nichtmuslimisch-afrikanische oder muslimische oder jüdische Intaktivisten.

      Leuten wie Felix Klein werden wir Beschneidungskritiker zu beweisen haben, dass wir uns für beides einsetzen: sowohl für Deutschlands Juden und Deutschlands Muslime als auch gegen die Beschneidung.

      .

      „Antisemitismusbeauftragten schaffen“

      ( Deutscher Bundestag - „Antisemitismus ist kein Problem der Juden, sondern der Gesellschaft“ )

      bundestag.de/dokumente/textarc…w17-antisemitismus/502770

      Pressemitteilung · 11.04.2018
      Neuer Beauftragter im BMI
      Bundeskabinett beruft Herrn Dr. Felix Klein zum Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland

      bmi.bund.de/SharedDocs/pressem…8/04/ernennung-klein.html

      welt am 19.04.2018

      " Ich will auch dazu beitragen, dass das Problem des Antisemitismus sichtbarer wird. Da fehlt bislang etwas Öffentlichkeit. Das ist übrigens kein jüdisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Das muss deutlich werden! (...) Judenhass hat auch ein hässliches islamistisches Gesicht und kann auch einen muslimischen Hintergrund haben. Antisemitismus ist in vielen islamischen Ländern verbreitet. Der wird oft nach Deutschland mitgebracht. Das können wir nicht akzeptieren. (...) "

      welt.de/politik/deutschland/ar…lamistisches-Gesicht.html
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    • Anders als im Islam mindestens der Dawoodi Bohra und Schafiiten werden gemäß der Religion des Judentums Mädchen nicht beschnitten. Gut so.

      Charlotte Knoblochs Verteidigen der Beschneidung empfinde ich als bedauerlich weil empathielos, rücksichtslos allen extremen Schmerz, psychische Traumatisierung und lebenslange irreparable genitale Schädigung erleidenden männlichen jüdischen Kindern gegenüber, die, wenn man sie bis zum Alter von achtzehn Jahren intakt ließe, sich möglicherweise zu einem großen Teil gegen das Beschnittenwerden entscheiden würden und die dann immer noch vollwertige Juden wären.

      Ähnlich traurig - und kinderrechtlich, menschenrechtlich unakzeptabel - wie im Islam: man beschneidet die Jungen, bevor sie 18 sind und nein sagen können.

      Knobloch kann wissen: nicht die Beschneidung macht den Juden, denn zur Frage: Wer ist Jude - מיהו יהודי mihu yehudi - bewertet man im Judentum seit der Zeit der Rabbinen als halachisch: Jude ist das Kind einer jüdischen Mutter.

      Vielleicht, hoffentlich kann sich auch jemand wie Frau Knobloch dazu durchringen, einmal an einem ברית שלום brit shalom (Zeremonie) teilzunehmen und dort vielleicht zu erkennen, dass das beschneidungslose Ritual der Namensgebung würdig, achtenswert, fördernswert ist.

      Jérôme Segal überzeugt, der feststellt, es sollte:

      "doch möglich sein, Reformen im Judentum zu befürworten, ohne die jüdische Identität grundsätzlich in Frage zu stellen (...) Theodor Herzl, der Begründer des politischen Zionismus, kritisierte nicht nur die Meziza, sondern ließ auch seinen Sohn Hans nicht beschneiden. Franz Kafka wurde von der Beschneidung seines Neffen so sehr erschüttert, dass er am nächsten Tag beschloss, über Beschneidungen in Russland zu berichten. Sigmund Freud sah seinerseits in diesem Ritual einen „Ersatz für die Kastration“, Ausdruck der Unterwerfung unter den Willen des Vaters. Nach der Halacha, dem rechtlichen Teil der jüdischen Überlieferung, kann man durchaus Jude sein, ohne beschnitten zu sein. Es zählt nur das Judentum der Mutter oder die Konversion. Für eine Mitgliedschaft in der Israelitischen Kultusgemeinde wird eine Beschneidung zum Glück auch nicht verlangt. Die notwendige Trennung von Staat und Religion sollte die Kinderrechte in den Vordergrund stellen, insbesondere den Artikel 19 der Konvention über die Rechte des Kindes, der die physische Unversehrtheit zum Inhalt hat."

      profil.at/ausland/gastkommenta…me-segal-aber-tora-374834
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    • Selbstbestimmung schrieb:

      Charlotte Knobloch schrieb:

      Verbot des Schächtens, Verbot der Beschneidung, Verbot der finanziellen Zuschüsse. Man muss uns nicht umbringen, man kann es auch so machen.


      Zuerst möchte ich mal was loswerden. Die Passagen der Rede von Frau Knobloch, die in den Nachrichten zu hören waren, habe ich als sehr deplatziert empfunden. Es ging um das Gedenken von Opfern des Nationalsozialismus und sie hatte mit Erfolg versucht einen politischen Eklat mit der AfD zu provozieren. Ich denke, die Opfer hätten es verdient gehabt, dass man ihrer gedenkt, statt sie für aktuelle und sehr konkrete politische Interessen zu missbrauchen.

      Ich kann nicht abschließend beurteilen, ob die AfD "nur" rassistisch oder auch antisemitisch ausgerichtet ist. Das spielt aber aus meiner Sicht ohnehin keine Rolle, weil beides ein Verstoß gegen die Menschenrechte darstellt und diese Partei überwacht und wohl leider aufgelöst werden muss. "Leider" deshalb, weil wir hinterher noch schwerer einschätzen können, bei welchen etablierten Parteien dann solche Politiker wieder an Einfluss gewinnen werden.

      Hinsichtlich der Glaubensdogmen von Frau Charlotte Knobloch gebe ich zu bedenken, dass es dem Judentum doch auch nicht geschadet hat, dass jetzt auch Frauen gleichberechtigt angesehen werden. Je nach Lesart der Bibel dürfte es doch sonst keine Frau als Präsidentin des Zentralrats der Juden geben.

      Wenn man das Judentum auf das Schächten und die Beschneidung reduzieren will, trägt man die Asche als Tradition weiter, was dafür sprechen würde, dass man zu blöd dafür war oder ist, das Feuer am brennen zu halten. Ich wünsche daher den jüdischen Gläubigen, dass sie bald von Menschen vertreten werden, die nach vorne, statt ständig zurück blicken.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • NoCut schrieb:

      Zuerst möchte ich mal was loswerden. Die Passagen der Rede von Frau Knobloch, die in den Nachrichten zu hören waren, habe ich als sehr deplatziert empfunden. Es ging um das Gedenken von Opfern des Nationalsozialismus und sie hatte mit Erfolg versucht einen politischen Eklat mit der AfD zu provozieren
      Du meinst jetzt aber etwas anderes. Die von mir zitierte Aussage ist nicht aus der Rede vorm bayr. Landtag, sondern aus dem Buch "Unfassbare Wunder"
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Du meinst jetzt aber etwas anderes. Die von mir zitierte Aussage ist nicht aus der Rede vorm bayr. Landtag, sondern aus dem Buch "Unfassbare Wunder"

      Ich hoffe, dass ich das jetzt exakt wiedergebe. Es ging um folgende Passage:

      "Die sogenannte Alternative für Deutschland gründet ihre Politik auf Hass und Ausgrenzung und steht nicht nur für mich nicht auf dem Boden unserer Verfassung."

      Quelle z.B. (ca. 10:07 Minuten)

      Natürlich kann oder sollte man wohl auch in einer aktuellen Gedenkstunde auf derzeitige Entwicklungen eingehen. Muss dafür aber in einem Landtag konkret eine Fraktion innerhalb einer Gedenkstunde direkt angegangen und damit die Opfer ein Stück weit missbraucht werden, nur um sich mehr Gehör zu verschaffen. Auch möchte ich betonen, dass ich der Aussage von Frau Knobloch in weiten Teilen durchaus zustimme. Natürlich stellt sich die Frage, ob man rassistische oder nationalistische Tendenzen als Hass und Ausgrenzung bezeichnet und der AfD unterstellt, dass ihr Parteiprogramm nur darauf gegründet wäre. Die AfD besteht zu großen Teilen aus ehemaligen Mitgliedern der Union (z.B. Alexander Gauland), weshalb hier wohl auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen dürften.

      Wie man hier aber wieder deutlich sieht, ist das Thema religiöse Beschneidung von politischen Tretminen gesäumt und ehe man sich versieht, tritt man trotz aufrichtiger Absichten schnell man in einen Fettnapf. Religion und Menschenrechte sind jedoch leider in vielen Bereichen Gegensätze, weshalb sich Differenzen auch nicht ganz vermeiden lassen.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Jetzt müssen alle durch die Tagesschau suchen, um dann am Ende die "Gedenkstunde" zu finden?

      Man kann Videos, die hier hier verlinkt werden gleich zu richtigen Zeitpunkt aufsetzen lassen, dafür gibt es bei youtube die Funktion "Copy Video URL at current time"



      Knobloch sagt doch in dem Ausschnitt der Rede überhaupt nichts zum Thema BGM. Warum bringst du das hier?
      Die AfD ist hier nicht Thema, Knoblochs unsägliche Demagogie (s.o) zum Thema BGM aber schon.
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • " Wenn man sich schon mehr als 30 Jahre lang mit Antisemitismus beschäftigt, dann hat man sich an ein Ritual gewöhnt: Regelmäßig stellen einschlägig bekannte Experten fest, dass der Antisemitismus stärker geworden und vor allem in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Seit Jahrzehnten kommt der Antisemitismus immer wieder in der Mitte der Gesellschaft an. (...) Jetzt werden vielerorts Antisemitismusbeauftragte installiert. Allein in Berlin gibt es mindestens schon drei. (...) "

      Broders Spiegel: Was macht ein Antisemitismusbeauftragter?

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    • Broder hat noch gar nicht alle "Beauftragten" erwähnt. (allerdings ist Broder uns in Sachen BGM noch in unguter Erinnerung)
      Auch NRW hat eine Antisemitismusbeauftragte, sie ist uns noch in leidvoller Erinnerung:


      Wie ist Ihnen Antisemitismus schon mal begegnet?

      Sabine Leutheusser-Schnarrenberger schrieb:

      Unmittelbar betroffen war ich noch nie. Aber vor etwa sechs Jahren hat ein Gericht in Köln die Beschneidung verboten und als Körperverletzung geahndet.
      Das Kölner LG kann nichts verbieten, ein Gericht ist nicht der Gesetzgeber. Das Gericht hatte lediglich geltendes Recht angewendet. Das sollte man als Ex-Justizministerin eigentlich wissen.

      SLS hat sich vorgenommen sie will "Jeder Religionsfeindlichkeit energisch entgegentreten" - und man ahnt - Schutz von männlichen Kindern vor Genitalverstümmelung ist für sie genau das: Religionsfeindlichkeit.

      Diese Frau war mal im Vorstand der "Humanistischen Union", was für ein Hohn!


      Ein erklärtes Gründungsziel war die „Befreiung des Menschen aus den Fesseln obrigkeitsstaatlicher und klerikaler Bindungen“. Das Prinzip der „geistigen Bevormundung“ durch Staat und Kirche sollte dem Grundsatz der Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung des Einzelnen weichen

      Tja, so mancher hätte gerne seine über seine VA selbst entschieden, aber dank SLS wird ihm die die eigene Entscheidung verunmöglicht.


      Sie hat sich in vorderster Front schuldig gemacht, hat Genitalverstümmelung legalisiert - klar dass sie das jetzt mit Zähnen und Klauen verteidigen wird. Das ist schlichtweg Selbstverteidigung.
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    • Über die AfD zu schimpfen fällt nicht schwer, aber:
      Die Beschneidung sei aber, so Klein, "unabdingbare Voraussetzung für jüdisches Leben"...


      Jüdisches Leben sei "integraler Bestandteil der deutschen Kultur", sagte Klein.
      Sagenhaft. Der Mann definiert Genitalverstümmelung als "integralen Bestandteil der deutschen Kultur"

      Ich wusste es doch.

      Antisemitismusbeauftragter Felix Klein

      Und all die vielen jüdischen Männer in Deutschland (manche behaupten es wäre die Mehrheit) mit intakten Genitalien - sind die kein "jüdisches Leben"?
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      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Einfach nur nachgesabbeltes Blablabla... hat mit der Realität vieler jüdischer Menschen nix zu tun.
      Außerdem sind Anträge auf Forderung nach einer Rückkehr zum uneingeschränkt geltenden Recht auf gewaltfreie Erziehung für Kinder schon zwei Mal auf Bundesparteitagen gescheitert. Nur zuletzt im Bayern-Wahlprogramm stand es.
      Ich möchte da an sehr kluge Sätze von Michael Schmidt-Salomon erinnern:
      Man bekämpft die AfD nicht in dem man Lügen über sie verbreitet und auch nicht in dem man Richtiges als falsch bezeichnet, wenn es die AfD auch sagt.
      Es bleibt wirklich genug übrig an dieser Partei, was man kritisieren muss!

      Herr Klein soll seinem Job machen und sich darum kümmern, dass jüdische Menschen überall in Deutschland sicher sind, Hass und Menschenfeindlichkeit überall bekämpft wird und Spaltungen entgegen wirken.
      Und nicht solchen Müll verbreiten, der der Arbeit zahlreicher NGOs, die sich für Kinderrechte engagieren, rechten Dreck unterstellt.
      Damit macht er genau das Gegenteil: Spalten und zündeln. Ich finde das sehr gefährlich, weil ich a) gesellschaftliche Spaltungen und b) die AfD als sehr gefährlich erachte.
      Vielleicht hat Herr Klein einfach noch nicht den Ernst der Lage gecheckt.
    • Mir scheint es mehr und mehr, dass es eine der Hauptaufgaben des neuen "Bundesbeauftragten" ist, den §1631d BGB zu verteidigen und abzusichern.
      Im Grunde haben viele im Bundestag ein schlechtes Gewissen wegen des 1631d. Sie möchten da nie mehr dran erinnert werden. "Bloß keine neue Beschneidungsdebatte!!!"

      Sie wollen nicht als das dastehen, was sie sind: als Kinderverräter.

      Und so kommt ihnen ein von ihnen Beauftragter, der Genitalverstümmelung als integralen Bestandteil deutscher Kultur und somit etwas ganz Selbstverständliches verklärt gerade recht.

      Durch ständige Wiederholung soll es in die Gehirne einfließen. Und durch BGM-Propaganda in den Schulen.

      Die Medien ziehen mit, nichts davon wird irgendwie kritisch hinterfragt, alle auf Tauchstation. Denn man hat Angst vor dem Antisemitismus-Vorwurf. Die ständige Gleichsetzung von BGM-Kritik und "Antisemitismus" hat schon gewirkt. Wie lange kann das Schema funktionieren?
      Ist es unter diesen Gegebenheiten verwunderlich, dass die Politikverdrossenheit so groß ist, dass die Rolle der wenigen Medien-Großkonzerne und des zwangsfinanzierten Staatsfunks immer kritischer gesehen wird?
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
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    • Selbstbestimmung schrieb:

      Mir scheint es mehr und mehr, dass es eine der Hauptaufgaben des neuen "Bundesbeauftragten" ist, den §1631d BGB zu verteidigen und abzusichern.

      @Selbstbestimmung

      Du hast gefragt, was die Rede von Frau Knobloch vorm bayerischen Landtag mit dem Thema Zwangsbeschneidung zu tun hatte. Dann möchte ich mal die provokante Gegenfrage stellen, was die Ziele der Bekämpfung des Antisemitismus sind bzw. um welche Aufgaben sich hier ein Bundesbeauftragter kümmern muss.

      Hauptanliegen bzw. oberstes Ziel soll und muss es sein, jegliche Form von Anfeindungen oder gar die gewaltsamen Übergriffe gegenüber Menschen jüdischen Glaubens zu verhindern bzw. gegen diese entschieden vorzugehen, welche hier gegen das Gebot der Toleranz verstoßen. Wenn es um den zugewanderten Antisemitismus geht, werden hier ethische Fragen aufkommen, wie man zwischen dem Recht auf Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl entscheiden will.

      Herr Felix Klein besitzt zwei Aufgaben. Er soll jüdisches Leben in Deutschland schützen und gegen den Antisemitismus ankämpfen. Letzteres wäre in einem funktionierenden Rechtsstaat eigentlich eher die Aufgabe des Innenministeriums. Menschen jüdischen Glaubens sind Bürger, die in ihrer Religionsfreiheit vom Staat geschützt werden müssen und es ist daher eine Kernaufgabe der Exekutiven und der Judikativen hier entsprechend gegen Gewalt und Beleidigungen vorzugehen.

      Aber jetzt kommt hier noch etwas seltsames hinzu. Er soll jüdische Leben schützen, was offensichtlich nicht mit dem Recht der freien Religionsausübung oder anderen Grundrechten gedeckt zu sein scheint.

      "Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein"

      bmi.bund.de/DE/ministerium/bea…tisemitismus-artikel.html

      Aus meiner Sicht hat der Begriff "Antisemitismus" zwei verschieden Bedeutungen. Einerseits beschreibt er den zu Recht strafbaren Umstand, jemanden aufgrund seiner religiösen Einstellung zu benachteiligen, ihn ungerecht zu behandeln oder noch schlimmer, ihm Schaden zuzufügen. Dann gibt es aber je nachdem wer diesen Begriff verwendet auch eine andere "Bedeutung", die man am besten als Antisemitismus-Keule bezeichnen könnte. Hier wird dann jeder mit dem Brandzeichen des Bösen markiert, der für Menschen- oder Tierrechte und damit in Teilbereichen auch gegen jüdische bzw. auch muslimische Rituale Stellung bezieht. Mit anderen Worten wird hier gnadenlos pauschalisiert und alles in einen Topf geworfen, bis der Begriff so breit gewälzt ist, dass man damit jeden und alles angreifen kann, was sich einem zu Recht oder zu Unrecht in den Weg stellt.

      Die Partei, welche von Frau Knobloch im Landtag verbal angegriffen wurde, vertritt aus meiner Sicht nicht die Menschenrechte, wenn diese Partei hier für ein Verbot der Beschneidung oder des Schächtens eintritt. Am Ende des Tages wird aber in der öffentlichen Meinung dann kaum noch unterschieden, wer warum für ein Zwangsbeschneidungsverbot ist. Und genau deshalb ärgere ich mich über derart unüberlegte Reden, die davon abgesehen nach meinem Empfinden einen unanständigen Missbrauch von Opfern des Nationalsozialismus für politische Ziele darstellt.

      BTW: Am Sonntag ist Holocaust-Gedenktag, wo wir den Opfern durch unser Gedenken Respekt erweisen können.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • NoCut schrieb:

      Du hast gefragt, was die Rede von Frau Knobloch vorm bayerischen Landtag mit dem Thema Zwangsbeschneidung zu tun hatte.
      Indirekt hat das auf alle Fälle mit einander zu tun, da gebe ich dir Recht. Knobloch sieht bekanntlich rot, wenn jemand die Jungenverstümmelung in Frage stellt, und das haben Teile der AfD getan.
      Es ist höchst fraglich, ob Knobloch die AfD in der Form vor dem Landtag angegriffen hätte, wenn die nie ein Wort zu "Schächten" und "Beschneidung" gesagt hätten. (Nicht, dass es nicht viele tatsächliche Kritikpunkte zur AfD gäbe)
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • NoCut schrieb:

      Herr Felix Klein besitzt zwei Aufgaben
      Du musst unterscheiden zwischen den Aufgaben, die NoCut sieht, den Aufgaben, die in seiner Aufgabenbeschreibung stehen, und den Aufgaben, die die Politik von ihm implizit erwartet. Und ich sage: die Kinderverräter im Parlament haben im Hinterkopf einen Schuldkomplex. Und sie müssen immer wieder reingewaschen werden, so rein, reiner geht nicht.
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Und ich sage: die Kinderverräter im Parlament haben im Hinterkopf einen Schuldkomplex. Und sie müssen immer wieder reingewaschen werden, so rein, reiner geht nicht.

      Für einen "Persilschein" werden unsere Abgeordneten nicht alt genug sein. Aber es sind die Kinder der Kriegsgeneration.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Mir scheint es mehr und mehr, dass es eine der Hauptaufgaben des neuen "Bundesbeauftragten" ist, den §1631d BGB zu verteidigen und abzusichern.
      Im Grunde haben viele im Bundestag ein schlechtes Gewissen wegen des 1631d. Sie möchten da nie mehr dran erinnert werden. "Bloß keine neue Beschneidungsdebatte!!!"

      Ich glaube nicht, dass die ein schlechtes Gewissen haben.


      Selbstbestimmung schrieb:



      Durch ständige Wiederholung soll es in die Gehirne einfließen. Und durch BGM-Propaganda in den Schulen.

      Die Medien ziehen mit, nichts davon wird irgendwie kritisch hinterfragt, alle auf Tauchstation. Denn man hat Angst vor dem Antisemitismus-Vorwurf. Die ständige Gleichsetzung von BGM-Kritik und "Antisemitismus" hat schon gewirkt. Wie lange kann das Schema funktionieren?


      Die Frage ist immer dieselbe: Was tun wir dagegen?

      Hier im Forum den Status Quo zu beklagen, wird ihn nicht ändern.
    • Sokrates schrieb:

      Die Frage ist immer dieselbe: Was tun wir dagegen?

      Hier im Forum den Status Quo zu beklagen, wird ihn nicht ändern.
      Sokrates, dieses oder ähnliche Formulierungen haben wir nun bestimmt schon 100 mal von dir hier gelesen, das ist schon so eine Art "running gag", man kann darauf wetten.

      Und was bringt das, wenn DU dich hier ständig über dieses Forum beklagst? Hat das den Intaktivismus auch nur ein iota weiter gebracht?
      Ich finde das nicht konstruktiv.

      Du weißt überhaupt nicht, was die Forenten alles unternehmen, auch außerhalb dieses Forums.
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Sokrates schrieb:

      Die Frage ist immer dieselbe: Was tun wir dagegen?

      Hier im Forum den Status Quo zu beklagen, wird ihn nicht ändern.
      Sokrates, dieses oder ähnliche Formulierungen haben wir nun bestimmt schon 100 mal von dir hier gelesen, das ist schon so eine Art "running gag", man kann darauf wetten.

      Es stimmt. In gewisser Weise hast Du recht. Es ist ein "runnung gag" von mir.
    • Dabei sind die "Juden in der AfD" doch mit Felix Klein voll auf einer Linie:


      JAfD schrieb:

      Die Position der JAfD zur Knabenbeschneidung in aller Kürze: Knabenbeschneidung nach jüdischer Sitte ist erstens unabdingbar für ein jüdisches Leben in Deutschland, für jüdisches Leben überhaupt, und deshalb nicht verhandelbar; zweitens mit keinerlei gesundheitlichen oder auch nur psychischen Schäden oder Gefährdungen verbunden
      Da steht: "nach jüdischer Sitte"
      Daraus könnte man im Umkehrschluss meinen, für die JAfD könnte "Knabenbeschneidung" nach muslimischer Sitte durchaus mit gesundheitlichen psychischen Schäden oder Gefährdungen verbunden sein.

      Nur "die eigene" natürlich nicht.

      Ich bin mir ziemlich sicher, die AfD würde am liebsten nur die "muslimische BGM" verbieten - denn da ist ja das Feindbild - aber das geht halt schlecht. Entweder alles, oder nichts.

      Traut Klein den "Juden in der AfD" denn gar nichts zu?

      Charlotte Knobloch schrieb:

      Die Juden in der AfD haben ein großes Problem: Als Juden müssten sie eigentlich genau das verteidigen, was ihre Partei verbieten will - zum Beispiel die Beschneidung oder das Schächten
      Offenbar haben die aber gar nicht solche "Probleme"

      Und der "Programmdirektor" der AfD, ein Albrecht Glaser, weist die "Vorwürfe" von Klein "scharf" zurück: der Punkt "Beschneidung" fände im Grundsatzprogramm gar keine Erwähnung.

      Offenbar alles ein großes Missverständnis, man hätte sich eh nicht drüber freuen können, wenn ausgerechnet die AfD...
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Muslim hin, Jude her. Afrikaner hin, US-Amerikaner her. Vorhauthasser aller Länder ... ändert euch.

      Um was geht es dem Intaktivismus von heute und morgen, dem intakt zu belassenen Genital des Jungen von heute und morgen.

      Die Kleriker studieren ihre uralten frommen Texte - das sollen sie gerne. Was also lesen sie gegebenenfalls: die Zirkumzision sei ein himmlischer Befehl. Das penile Präputium müsse ohne Wenn und Aber, auf Teufel komm raus amputiert sein bzw. amputiert werden.

      Steht da so, schwarz auf weiß.

      Unser Blick richte sich auf die nächste, die junge Generation.

      Man beachte das jeweilige junge Ehepaar. Das vielleicht, wahrscheinlich nur einem Konformitätsdruck folgt, nicht dem eigenen Herzen.

      Wir müssen dazu beitragen, den Gruppendruck von der in traditionellen bzw. fundamentalistischen Milieus oft sehr jungen Mutter zu nehmen, den die Community (Scharia, Halacha, Black Power, US-traditionell bzw. AAP-fehlgeleitet) auf sie ausübt: den Jungen zu beschneiden d. i. genital zu verstümmeln. (Nicht weniger schlimme Variante: das Mädchen zu beschneiden.)

      Und auch der junge Vater verdient unsere Unterstützung darin, dass er das Geschlechtsteil seines männlichen Kindes dereinst bewusst anders aussehen lässt als sein eigenes - unbeschwert unversehrt. Natur pur, sozusagen.

      [ "Jaja, aaaber wir haben gar keine Verhandlungsoption: das Heil der Seele, der ewig gültige Befehl vom Himmel" - blablabla. ]

      Abstrakter. Das Individuum muss sich jederzeit durchsetzen können gegenüber seinem Stamm bzw. Kollektiv.

      Das Recht auf eine selbstgeschriebene Biographie gilt es zu verteidigen - dann wird mehr und mehr Menschen klar werden, dass Eltern ihrem Kind das Recht auf ein intaktes Geschlechtsteil nicht nehmen können.
      A foreskin is a birth right, not a birth defect.

      Dieser Beitrag wurde bereits 14 mal editiert, zuletzt von Saimaa ()