In diesem Jahr wieder 21 tote Jungen in Südafrika

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    • In diesem Jahr wieder 21 tote Jungen in Südafrika

      Die Mär, nur FGM führe immer wieder zu Todesfällen, wird auch in diesem Jahr wieder auf traurige Weise widerlegt.
      In der diesjährigen "Initiantions-Season" mussten nach offiziellen Meldungen 21 Jungen ihr Leben lassen, von einer gewissen Dunkelziffer muss ausgegangen werden.

      Doch nicht das Ritual selbst wird kritisiert, sondern lediglich die hohe Todesrate. Nicht die Abschaffung dieser barbarischen Praxis ist das Ziel, sondern

      to ensure the creation of a conducive environment for a successful and safe initiation season.

      Schließlich gilt:

      Circumcision is viewed as a sacred practice in African cultures, marking a male's transition from child to adulthood. According to the tradition, young males have to be circumcised as the passage to manhood.
      Konsequenzen hat die Schlachterei also ausschließlich für die Opfer:

      Xinhua wrote:

      Every year dozens of boys die and many more are hospitalized in South Africa as a result of botched circumcision. In the last 10 years there have been more than 1,000 penile amputations.
      Aber was solls: Sind ja nur Jungen. Und da gilt es wohl, die Schwächsten auszusortieren.

      Man möge mir meinen Zynismus nachsehen.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Die Ironie bei der Sache ist:

      Diese Tragödie wird von den Verstümmelungsbefürwortern auch noch ausgeschlachtet!

      Aus dem Regierungsentwurf zum §1631d, S. 7:


      Bekannt sind Beschneidungen auch aus Australien und aus
      Teilen des südlichen Afrikas. Zumeist stellt die Beschnei-
      dung dabei einen Initiationsritus dar, der im Rahmen von
      Reifezeremonien den Übergang von der Kindheit zum
      Mann markiert. So berichtet etwa Nelson Mandela, der der
      südafrikanischen Volksgruppe der Xhosa entstammt: „In
      meiner Tradition kann ein Unbeschnittener nicht die Güter
      seines Vaters erben, er kann nicht heiraten, er kann keine
      Stammesrituale leiten. ... ein nichtbeschnittener Mann gilt
      überhaupt nicht als Mann, sondern als ein Knabe.“ (Man-
      dela, Der lange Weg zur Freiheit, 1994, S. 41 ff.).
      c) Soziale Gründe
      Und die Hardcore-Antroposophen sagen: Das ist deren Kultur! Das brauchen die, für ihre Identität! Das darf man denen nicht wegnehmen, nicht mal medikalisieren! Das selbe sagen die bei der Mädchenverstümmelung.

      Und noch andere sagen: da sieht man doch, wie gut es ist, dass wir hier die Jungenerstümmelung legalisiert haben, sonst hätten wir hier auch so viele Tote und Komplikationen.

      Aber das lassen sie dann in Bezug auf Mädchen nicht gelte, sie können ruhig bei einer "Beschneiderin" verbluten. Nein, da argumentieren sie dann, dass das gar nicht passieren kann, weil es ja verboten ist.
      Nur bei Jungen, da soll ein Verbot nichts bewirken.
      Schafft endlich die Todesstrafe für die Jungenvorhaut ab!
      Sie ist genauso unschuldig wie die Genitalien von Mädchen.
    • Nelson Mandela wrote:

      "... ein nichtbeschnittener Mann gilt
      überhaupt nicht als Mann, sondern als ein Knabe.“
      Konsequenterweise hätte er dann auch noch schreiben müssen, als was ein Junge oder Mann gilt, der als Folge dieses Rituals seinen Penis komplett verliert. Kommt ja offenbar häufig vor.
    • Wenn man das konsequent weiter denkt, müsste der ein "Supermann" sein. Denn das ist die radikalste Form der Desensibilisierung. Aber angesichts dieser traurigen Schicksale muss man sich Sarkasmus verkneifen.
      Schafft endlich die Todesstrafe für die Jungenvorhaut ab!
      Sie ist genauso unschuldig wie die Genitalien von Mädchen.
    • Wer war Nelson Mandela? Jeder glaubt wohl zu wissen, wer dieser Mann war, aber wenn man seine Aussagen zum Thema Beschneidung hört, zeichnet sich ein fremdes und erschütterndes Bild von diesem Mann, an dem viele unkritisch hinaufgesehen haben. Jeder Mensch hat wohl seine dunklen Seiten und manchmal überschätzen wir auch Menschen gnadenlos, weil wir in ihnen etwas sehen wollen, was dort gar nicht so existiert. Wie würden wir z.B. über jemanden denken, der mit vierzig Jahren eine Frau mit Anfang zwanzig ehelicht. Es kann Liebe sein, aber es kann auch die Liebe nach der Jugend sein. Wäre Mandela kein Nationalheld geworden, hätte man seine drei Ehen wohl in einem völlig anderen Licht wahrgenommen. Mandela hat gegen die Rassentrennung gekämpft und wurde dafür verehrt. Und Schwachköpfe im Bundestag haben dabei völlig übersehen, dass Mandela somit kein Experte für Menschenrechte oder die Frage nach der ethischen Rechtfertigung von Zwangsbeschneidungen war.

      Bei dem verlinkten Bericht ist mir aufgefallen, dass hier so explizit betont wurde, dass die Beschneidungen ohne Betäubung stattfinden. Gem. dem § 1631d BGB gilt dies doch bei uns auch für alle Babys. Warum soll es für einen Erwachsenen schmerzhafter sein als für ein Baby. Und wenn es für einen Erwachsenen sehr schmerzhaft ist, warum verbietet man es dann nicht gerade erst recht für Babys? Hat man etwa Angst, dass man hier die einzigen Lobbyisten ausgebootet hätte, für den man den § 1631d BGB geschaffen hat. Und bevor hier Missverständnisse aufkommen, meine ich mit Lobbyisten nicht die Gläubigen, sondern die fanatischen orthodoxen Extremisten, die die Schar der Gläubigen seit Jahrtausenden daran hindern ihren Glauben weiterzuentwickeln.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • m.fr.de/panorama/beschneidung-…cebook#Echobox=1545755118

      Dort sollen zwei junge Männer an den Folgen von Dehydrierung gestorben sein, einer verbrannte in seinem Unterschlupf aus Stroh, ein anderer habe sich erhängt, hieß es. Die Mehrzahl der diesjährigen Initiationsschüler erlag allerdings Blutvergiftungen, die sie sich durch die rituelle Beschneidung mit schmutzigen Messern zugezogen hatten. Fachleute schätzen, dass in den vergangenen zehn Jahren allein in der Ostkap-Provinz mehr als 1000 junge Männer ihren Penis in Folge von Entzündungen nach ihrer Beschneidung verloren haben.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
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