Bei Katarina Barley ist was im Hirn passiert

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    • Bei Katarina Barley ist was im Hirn passiert

      ...und offenbar nichts gutes. Ich muss sagen, die ZEIT wird immer besser. Stellt sogar "heikle" Fragen.

      Was das Justizministerium angeht, kommen wir wohl vom Regen in die Traufe.

      Die "Geschlechterbilder" der Katarina Barley:


      ZEIT: Trotzdem gibt es ein neues Spannungsfeld. In Deutschland hat die Bedeutung der Religion in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen, für viele Zugewanderte dagegen ist Religion leitend. Barley: Der Staat setzt das Recht. Punkt.

      Das haben wir ja 2012 gesehen, ha-ha-ha-ha! Eingeknickt und abgenickt.


      ZEIT: Ein anderes Thema, das zum wiederholten Male diskutiert wird, ist die Beschneidung. Island hat sie untersagt [schön wär's aber hoffentlich kommt das noch], andere europäische Länder denken über ein Verbot nach, weil sie ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit ist und weil man Beschneidungen bei männlichen Säuglingen schwer rechtfertigen kann, wenn man sie bei Mädchen verbieten will.
      ZEIT: Wenn man die Beschneidung wie bei Jungen religiös begründen würde, wäre sie erlaubt?
      Barley: Ich kann verstehen, dass es reizvoll ist, mich da festklopfen zu wollen, aber das ist eine theoretische Frage ...
      ZEIT: ... so theoretisch nicht!
      Barley: Wir haben in Deutschland in diesem Fall eine klare Gesetzeslage.
      ZEIT: Bei Jungen deckt für Sie die Religionsfreiheit den Eingriff in die körperliche Unversehrtheit?
      Barley: So haben es Gerichte und der Gesetzgeber entschieden.
      Gerichte? Was reden Barley? Da Kölner LG hatte klipp und klar entschieden "strafbar". Das ist unsere neue Justizministerin? Kann der mal jemand einen Schnellkurs geben?


      Barley wrote:

      Und dann sind es tatsächlich meist die Rechte der Frauen, die symptomatisch für die Menschenrechte stehen. Wo Frauenrechte unter Druck geraten, geraten schnell auch andere Freiheitsrechte unter Druck.
      Männer oder Jungenrechte scheint es für Barley nicht zu geben. Die kommt doch tatsächlich vom §219a StGB auf Polen, alles nur, um schnell vom Thema Jungenverstümmelung wegzukommen.


      "Wir haben in Deutschland in diesem Fall eine klare Gesetzeslage." Thema vom Tisch!

      zeit.de/2018/13/katarina-barle…interview/komplettansicht
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    • Buahaha, da braucht man erst mal einen Schnaps, so übel schmeckend das Interview.
      Ich sage ja, große Koalitionen sind nicht gut für eine Demokratie. Und man hatte schon fast die Hoffnung, die SPD hätte kapiert: auch nicht für sie. Nun haben wir den Salat, zum dritten mal in 13 Jahren....

      Man kann nicht sagen, dass die SPD aus dem verheerenden Wahlausgang, ihrem schlechtesten Nachkriegsergebnis auch nur ein iota gelernt hätte. Kommt rotzfrech daher: was schert mich, was das blöde Volk denkt, ihre Majestät der Staat setzt das Recht, BASTA! *Brech*


      Huffpost wrote:

      Historisch schlechtes Wahlergebnis: SPD will in die Opposition gehen

      Komiker-Partei.
      SCNR, musste raus

      Wie sagte dieser SPD-ler so schön: "Das Thema ist gegessen!"
      Ja, von der selbstverdauenden SPD.
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    • Barley hat nicht gesagt, sie persönlich stünde hinter 1631d BGB.
      Vergleicht das mal mit Aussagen à la Griese, Lauterbach und Co - die hätten ganz anders geantwortet, nämlich sofort ein Hohelied auf das Schandgesetz angestimmt.
      Bitte nicht künstlich aufregen.
      Was hätte sie in der jetzigen Situation denn anderes sagen sollen?
      Ich freue mich über das Interview.
      Politiker sollen sich wieder daran gewöhnen, hierzu Fragen gestellt zu bekommen.
    • Pizarro73 wrote:

      Was hätte sie in der jetzigen Situation denn anderes sagen sollen?
      Sie hat gekniffen. Sie hätte sagen sollen: "ja, da liegt mit der geschlechtlichen Gleichbehandlung was im Argen. Das muss geändert werden..
      Wenn sie Gerechtigkeitssinn und Rückgrat hätte.

      Stattdessen plappert sie nach aus der Kiste mit den Textbausteinen:

      Die weibliche Genitalverstümmelung ist immer ein massiver Eingriff, der nicht selten den Tod und häufig lebenslange Schmerzen und psychologische Traumata nach sich zieht. Zudem ist es juristisch so, dass die weibliche Beschneidung zumeist kulturell begründet ist und nicht religiös. Es geht hier also nicht um Religionsfreiheit.

      Billiger geht nicht mehr. Denn das soll ja heißen: im Gegensatz. zur männlichen Genitalverstümmelung.

      Ich rege mich nicht künstliche auf, ich rege mich gar nicht auf. Aber irgendwie ist das traurig, die Fragen waren gut, die Antworten waren Blech.
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    • Pure Hypothese, die Du hier betreibst.
      Du hast doch gar keine Ahnung, wie sie persönlich zum Thema steht.
      Aber Hauptsache sich aufregen und Menschen irgendwas unterstellen à la sie hätten jede Wette usw.
      Ein Glück dass Du nicht öffentlich zu dem Thema arbeitest. So erreicht man überhaupt nichts.
      Mir stinkt schon genug wenn sowas hier öffentlich steht.
      Dient nicht der Sache.
    • Der Bumerang wird noch öfter zurückkommen:

      Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Barley,..


      Sind Sie der Auffassung, dass eine religiös begründete FGM Typ Ia oder
      FGM Typ IV durch Art. 4 Grundgesetz gedeckt und auch nicht durch § 226a
      StGB verboten ist? (tinyurl.com/qzxoz2k)
      Auch die Jungenbeschneidung, die männliche „Genitalverstümmelung ist
      immer ein massiver Eingriff, der nicht selten den Tod und häufig
      lebenslange Schmerzen und psychologische Traumata nach sich zieht“, um
      Ihre, für das männliche Geschlecht ebenfalls zutreffende, Aussage zur
      FGM zu zitieren. Die Grund- und Freiheitsrechte des Individuums
      betreffend, hat das Grundgesetz zwischen Frau und Mann, zwischen Mädchen
      und Junge nicht zu differenzieren...

      Mit freundlichen Grüßen
      Rqjneq iba Ebl, Diplom-Sozialpädagoge (FH)
      Schaun mer mal ob/wie Barley antwortet.

      abgeordnetenwatch.de/profile/d…uestion/2018-03-28/297901
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    • manndat.de/jungen/beschneidung…r-jungenbeschneidung.html

      Interessant auch die Diskussion darunter
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Der Fragesteller musste seine Frage erneut stellen, nachdem die Ministerin sie nicht beantwortet hat - Frage zuerst vom 28.03.2018 - Antwort am 17.05.2019 - also mehr als ein Jahr später.

      aus der
      FRAGE

      "Auch die Jungenbeschneidung, die männlicheGenitalverstümmelung ist immer ein massiver Eingriff, der nicht selten den Tod und häufig lebenslange Schmerzen und psychologische Traumata nach sich zieht“, um Ihre, für das männliche Geschlecht ebenfalls zutreffende, Aussage zur FGM zu zitieren. Die Grund- und Freiheitsrechte des Individuums betreffend, hat das Grundgesetz zwischen Frau und Mann, zwischen Mädchen und Junge nicht zu differenzieren"

      ANTWORT Katarina Barley

      "Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. (...) Für uns ist klar, dass in Deutschland jüdisches und muslimisches Leben möglich sein muss. Wo die Ermöglichung religiösen Lebens mit anderen Gesetzen in Spannung steht, muss abgewogen werden. Die Beschneidung muss in Deutschland möglich sein."

      abgeordnetenwatch.de/profile/d…uestion/2019-04-08/313474
      A foreskin is a birth right, not a birth defect.

      The post was edited 5 times, last by Saimaa ().


    • Wo die Ermöglichung religiösen Lebens mit anderen Gesetzen in Spannung steht, muss abgewogen werden. Die Beschneidung muss in Deutschland möglich sein."
      • Wohl eher so: "wo der eh schon so geringe Stimmenanteil der SPD durch den Verlust von muslimischen Wählerstimmen (die SPD profitiert da von allen Parteien am meisten von) in Spannung mit dem Grundgesetz (Recht auf körperliche Unversehrtheit) steht, da fällt der SPD die "Abwägung" nicht schwer"
      Eine Blockflöte, die einfach die hohlen Phrasen aus der SPD-Textbausteinkiste nachflötet. Eine Justizministerin ohne Sinn für Kinderrechte.
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    • Katarina Barley wrote:

      Die Beschneidung muss in Deutschland möglich sein."
      Geschlechtliche Diskriminierung muss in Deutschland möglich sein (natürlich nur zum Nachteil von Jungen/Männern

      Religiös motivierte Körperverletzung von Kindern muss in Deutschland möglich sein (natürlich nicht bei den 12 Stämmen, oder gegenüber Mädchen)

      Blutige Operationen durch Personen, die keine Ärzte sind und die keine staatlich kontrollierte Ausbildung haben muss in Deutschland möglich sein.

      Kindern aus religiösen Gründen Schmerzen zufügen muss in Deutschland möglich sein (außer Christen (12 Stämme), natürlich)

      Kinder ohne effektive Schmerzausschaltung operieren muss in Deutschland möglich sein (natürlich nur Jungen, die können das ab, und gelobt sei, was hart macht!)

      Und sowas ist unsere Justizministerin! ;(
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    • Selbstbestimmung wrote:

      Religiös motivierte Körperverletzung von Kindern muss in Deutschland möglich sein

      Das schreibt sie ja gar nicht so. Die Motivation wird ja auch nicht überprüft.
      Es gibt bekannt gewordene Fälle - und sicher eine hohe Dunkelziffer - wo das Motiv tatsächlich eher Präputiophobie, Machtausübungsgelüste oder gar das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom war. Auch solche kriminellen Auswüchse wurden durch die Bundesregierung erleichtert und Frau Barley macht da keine Ausnahme.

      Nicht, dass es einem Betroffenen viel nützt, wenn das Motiv "nur" die Religion seiner Eltern war, aber die tatsächlich beschlossene Formulierung des Schandparagraphen macht das Ganze noch schlimmer.
    • Zipfelmütze wrote:


      Das schreibt sie ja gar nicht so
      Indirekt schon:


      Barley wrote:


      Für uns ist klar, dass in Deutschland jüdisches und muslimisches Leben möglich sein muss. Wo die Ermöglichung religiösen Lebens mit anderen Gesetzen in Spannung steht, muss abgewogen werden. Die Beschneidung muss in Deutschland möglich sein."

      Ich habe da lediglich Klartext draus gemacht. Sie benutzt "Religion" als Rechtfertigung für Körperverletzung.
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    • Katarina Barley wrote:

      Die Beschneidung muss in Deutschland möglich sein.
      Damit hat sie ja auch Recht!

      Das folgt aus dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Muss möglich sein, selbstbestimmt, für Männer wie für Frauen. Ab 18.
      Bloß, bei Frauen ist es rechtlich jetzt genau anders herum. Da bedeutet religiöse Motivation keine Legitimierung, sondern Strafbarkeit.
      Religiös- oder traditionsmotivierte Frauen werden somit für unzurechnungsfähig erklärt. Da zählt dann die "Religionsfreiheit" auch nicht mehr für Erwachsene.
      Das Zauberwort heißt dann "ästhetisch".
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    • Katarina Barley wrote:


      Die Beschneidung muss in Deutschland möglich sein
      Ja, wo kämen wir denn auch hin, wenn die Jungen von heute das später selbst entscheiden könnten (so, wie Barley das ja Frauen garantiert)?
      Die würden sich wohlmöglich dagegen entscheiden und dann würde doch gewiss der Himmel einstürzen und Feuer und Schwefel auf uns alle herabkommen, oder wie meinen, Frau Barley?
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      (gilt auch für Jungen)
    • Man kann es auch so zusammenfassen:

      Religion ist schlecht, wenn zum Nachteil von Mädchen/Frauen ist (Beschneidung, Züchtigung von Ehefrauen, "das Weib sei dem Manne untertan")
      Wenn es zum Nachteil von Jungen/Männern ist, dann ist's Religionsfreiheit.

      So ist das mit der Geschlechtergerechtigkeit bei unserer Justizministerin.
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      (gilt auch für Jungen)