Topische Kortikosteroide zur Behandlung kindlicher Phimosen

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    • Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Weil Du mich grad drauf gebracht hast:
      Aus dem Fachbuch"Kinderurologie in Klinik und Praxis", 3. Auflage aus dem Jahr 2012
      Schön dargestellt die hohe Wirkstamkeit der Salbentherapie (95%), keine relevanten Nebenwirkungen, die dringende Empfehlung, "aus juristischen Gründen" die Salbentherapie der Zirkumzision voranzustellen und der Hinweis darauf, dass die Zirkumzision oft überflüssigerweise ausgeführt wird, weil sie schnell und einfach durchzuführen ist.
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    • Methode der ersten Wahl

      Nora Dankwart wrote:

      Die Ergebnisse der Arbeit legen nahe, dass topische Glucocorticoide eine effektive und nebenwirkungsarme Methode zur Behandlung der Phimose im Kindesalter sind.Wenn man zusammenfassend sowohl einerseits die Effizienz und Sicherheit der konservativen Glucocorticoidbehandlung in Bezug auf das Nebenwirkungsprofil und andererseits die mitunter weitreichenden Folgen einer Zirkumzision für den Patienten durch Komplikationen des Eingriffs betrachtet, muss die konservative lokaleGlucocorticoidtherapie nach aktueller Studienlage und aufgrund der Ergebnisse der vorliegenden Arbeit nicht nur als Behandlungsalternative zur Zirkumzision, sondern als die Therapie der ersten Wahl für Patienten mit Phimose im Kindesalter angesehen werden.
      Allerdings wird dort die Erfolgsquote mit nur 61% angegeben.
      Oh deep in my heart
      I do believe
      we shall overcome GM some day
    • Hier der Volltext:

      urologenportal.de/fileadmin/MD…/schmidt/07_Juli_2017.pdf



      Schlussfolgerung der Autoren
      Topische Kortikosteroide bieten eine
      wirksame Alternative für die Behand-
      lung der kindlichen Phimose bei Jungen.
      Trotz einer unklaren Effektgröße,bedingt
      durch das suboptimale Berichten in den
      eingeschlossenen Studien, erscheinen
      Kortikosteroide als eine sichere, weniger
      invasive Behandlungsoption in der Erst-
      linie vor einer chirurgischen Korrektur
      der kindlichen Phimose bei Jungen
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    • und wie bringt man noch in diverse Schädel, dass kindliche beschwerdefreie Phimose KEINERLEI Korrektur/ Eingriff braucht?

      Auch Salben und dehnen , wenn das nicht angebracht ist, kann zu einem Trauma führen...siehe der Artikel von Frau Krüger-Degenkolbe...
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Stimmt...sollte man ganz lesen...wenn das in der Praxis auch so gehandhabt werden würde...samt der Erkenntnis, dass bei einer korrekt durchgeführten Beschneidung der sensibelste Teil des Penis entfernt wird...wäre alles in Ordnung?
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • gin wrote:

      Ich stimme nicht zu, die OP muss doch nicht VA sein.
      Im Prinzip gebe ich dir Recht. Leider wissen wir alle, was damit aber in schätzungsweise 99% aller Fälle gemeint ist.
      Es ist auch sauschwer, überhaupt einen Operateur für eine TI zu finden. Und wie häufig bekommen Eltern, die danach fragen, zu hören: "Das geht im Fall Ihres Sohnes nicht, weil (Blabla)"?
    • Urolüge wrote:

      und wie bringt man noch in diverse Schädel, dass kindliche beschwerdefreie Phimose KEINERLEI Korrektur/ Eingriff braucht?
      Wann soll sie denn behandelt werden? Irgendwann kommt es zum ersten Sex - und schon da kann es passieren.
      Schmerzen, Risse, Narbenbildung - und der Teufelskreis kommt in Gang, und eine mit Salbe und Dehnen behandelbare Nicht-Retrahierbarkeit wird zu einer "narbigen Phimose", die nicht mehr konservativ behandelt werden kann.

      Urolüge wrote:

      Auch Salben und dehnen , wenn das nicht angebracht ist, kann zu einem Trauma führen...siehe der Artikel von Frau Krüger-Degenkolbe
      Das ist nur ein Beispiel dafür, dass das Dehnen vom Jungen selbst, und nicht von den Eltern durchgeführt werden soll - wenn der Junge alt genug ist.

      Ganz abgesehen davon, dass eine nicht-retrahierbare Vorhaut als hygienisches Problem empfunden werden kann und ein erhebliches Risiko für Peniskrebs darstellt.
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    • " topische Kortikosteroidtherapie über 4 bis 8 Wochen " (Zengerling 2017)

      - ist davon auszugehen, dass eine längere Anwendungsdauer - länger als 4 bis 8 Wochen - die Haut schädigt und deshalb unzulässig ist?

      PS

      Ich denke, dass für höchstens ein Prozent der Jungen eine Salbentherapie (ob Kortison oder Östrogen) notwendig ist, unerlässlich. Dieser mindestens vierzig Jahre alte, seltsam verbissene Eifer etlicher Medizinberufler, die kindliche Vorhaut durch Salben-Anwendung möglichst schnell von der Eichel zu lösen, verdient öffentliche Kritik. Viele, viele Jungen verdienen von ihrer Natur her ein persönliches Erlebnis des genannten Ablösungsprozesses, das eben nicht "4 bis 8 Wochen" dauert, sondern beispielsweise vier bis acht Monate oder gar vier bis acht Jahre. Meines Erachtens sind Theorie und Praxis des Jungenpenis-Salbens ethisch fragwürdig, weil nicht eindeutig wissenschaftlich zu begründen. Salbe ist eine gedankenlose Routine, die dem Jungen vermitteln muss, mit seinem Genital sei etwas nicht in Ordnung und die die Eltern unzulässig unter Druck setzt.
      A foreskin is a birth right, not a birth defect.
    • Also, ich möchte die schöne Zeit bis zur Ablösung und dem ersten Zurückziehen können nicht missen. Sie kommt nie wieder. Lasst den Jugendlichen ihren Spass. Man sollte meinen das wir aus der Zeit wo Kinder "Erwischt" und dann wie auch immer bestraft werden langsam heraus sein müssten. Manche Eltern und Ärzte sehen das leider noch oder wieder anders. Wenn ich so manche Berichte von Eltern lese glaube ich fast es geht wieder zurück ins vorige Jahrhundert. Kann natürlich auch daher kommen weil es nun eben das Internet gibt.
      Alle sagten das geht nicht. Da kam einer der wusste das nicht, und der hat das einfach gemacht.
    • Es handelt sich bei dieser Arbeit um die deutsche Übersetzung einer Übersichtsarbeit der Chocrane-Stiftung:

      Moreno G, Corbalán J, Peñaloza B, Pantoja T. Topical corticosteroids for treating phimosis in boys. Cochrane Database Syst Rev. 2014 (9):CD008973.

      Genauer gesagt handelt es sich nur um die Übersetzung des Abstracts (Auszug) der Chocrane-Studie. Den vollständigen, sehr langen Studienartikel findet man hier:
      cochranelibrary.com/cdsr/doi/1…651858.CD008973.pub2/full


      Interessant ist in dieser Hinsicht der Kommentar des Übersetzers Friedemann Zengerling (von der Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Ulm). Dieser Kommentar richtet in meinen Augen mehr Schaden an als dass er nutzt.

      Zengerling beschreibt zunächst vollkommen richtig, dass die Vorhaut beim Kind physiologischerweise nicht-zurückziehbar ist und dass dieser, auch physiologische Phimose genannte Zustand allein keinen Behandlungsgrund darstellt. Und er nennt er auch eine zeitgemäße Definition von pathologischer Phimose.

      Zengerling Kommentar (2017) wrote:

      Beim männlichen Neugeborenen haften das innere Vorhautblatt und die Oberfläche der Glans penis aneinander, wo-durch ein vollständiges Zurückstreifen der Vorhaut nicht möglich ist. Während der kindlichen Entwicklung separiert sich die Vorhaut nach und nach von der Glans penis. Bis zum Alter von 6 Jahren können etwa die Hälfte der Knaben, bis zum 17. Lebensjahr nahezu alle jungen Männer ihre Vorhaut vollständig retrahieren. Solange dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, spricht man von einer „nicht-retrahierbaren Vorhaut“ bzw. einer „physiologischen Phimose“. Davon abzugrenzen ist eine pathologische Phimose des Kindesalters, welche durch eine auffällige Vernarbung der Vorhautöffnung oder einen weißen fibrotischen Ring, wodurch das Zurückstreifen der Vorhaut über die Glans verhindert oder zumindest erschwert wird, gekennzeichnet ist.

      Doch dann erklärt er – unter Bezugnahme der S-1-Leitlinie von 2013 – pathologische (narbige) Phimosen infolge Lichen scleorus und selbst infolge harmloserer Ursachen (Entzündungen) der Vorhaut als eindeutige Indikationen zur Operation und nennt auch eine Altesgrenze "beim älteren Kind" als relative Indikation, die schon zum Veröffentlichungszeitpunkt dieser Leitlinie der (damaligen) internationalen Fachliteratur zum Thema widersprach.



      Zengerling (Kommentar) 2017: wrote:

      Eindeutige Operationsindikationen sind nach der aktuell gültigen S1-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF e. V.) ein Lichen sclerosus et atrophicans der Vorhaut und stärkere Vernarbungen nach rezidivierenden Vorhautentzündungen und forcierten Retraktionsversuchen sowie die Paraphimose [1]. Wichtige relative Operationsindikationen sind die Prophylaxe von Harnwegsinfektionen bei deutlich gesteigertem Infektionsrisiko infolge komplexer Harnwegsfehlbildungen (dilatierender vesikoureteraler Reflux, primärer Megaureter, posteriore Harnröhrenklappen), rezidivierende Balanoposthitiden sowie beim älteren Kind die Unmöglichkeit bzw. Schmerzen bei Retraktion einer zu engen Vorhaut [1].



      Es ist nicht klar ersichtlich, was mit "älteren Kind" genau gemeint ist. (In einer früheren Version der Leitlinie von 2008 hieß diese Passage noch: "Unmöglichkeit der spannungsfreien Retraktion bzw. Schmerzen bei Retraktion einer zu engen Vorhautmit Einsetzen des Schulalters". ) Im Fließtext der Leitlinie, nach Aufzählung der Indikationen, ist unter der Überschrift "Therapie" dann davon die Rede, dass eine Behandlung im Vorschulater, bei Beschwerdefreiheit auch später, erfolgen kann.

      Laut Zengerlings eigenen Worten haben bis zum Erreichen des Schulaters im Alter von 6 Jahren nur etwa die Hälfte der Jungen eine vollständig zurückziehbare Vorhaut. Wenn Zengerling die Indikationsdefinition dieser Leitlinie ernst nimmt, und unter "älteren Kind" das versteht, was die Autoren verstanden haben, bedeutet das, dass nach seinen eigenen Angaben mindestens 50% der Jungen beschnitten oder auf sonstige Weise operiert werden müssten.

      Man fragt sich bei der Lektüre dieses Kommentars für was genau die Salbentherapie eigentlich gut sein soll: Wenn die physiologische Phimose - korrekterweise - als nicht-behandlungsbedürftig beschrieben wird, aber (jede Form von) pathologischer Phimose eine eindeutige Indikation zur sofortigen Operation sein soll, für was wird die Corticoidsalben-Therapie dann überhaupt benötigt?

      The post was edited 2 times, last by Sokrates ().

    • Selbstbestimmung wrote:

      Urolüge wrote:

      und wie bringt man noch in diverse Schädel, dass kindliche beschwerdefreie Phimose KEINERLEI Korrektur/ Eingriff braucht?
      Wann soll sie denn behandelt werden? Irgendwann kommt es zum ersten Sex - und schon da kann es passieren.Schmerzen, Risse, Narbenbildung - und der Teufelskreis kommt in Gang, und eine mit Salbe und Dehnen behandelbare Nicht-Retrahierbarkeit wird zu einer "narbigen Phimose", die nicht mehr konservativ behandelt werden kann.

      Ohje Selbstbestimmung..... Ist dir bewusst, was Du da geschrieben hast? Damit bläst Du ins gleiche Horn bestimmter Phimose-Alarmisten. Der erste Sex wird in den meisten Fällen wohl erst in der späteren Puberätsalter stattfinden. Darüber hinaus führt eine nicht-zurückziehbare Vorhaut beim Sex noch lange nicht zu diesen Beschwerden, die Du anführst.

      Darüber hinaus schrieb Urolüge klar von "kindlicher Phimose". Selbst der Übersetzer der Studie merkt in seinen Kommentar an, dass Kinder eine entwicklungsbedingt nicht-zurückziehbare Vorhaut (physiologische Phimose) haben, die für sich allein keinen Grund zu einer Behandlung darstellt.
    • Saimaa wrote:

      Ich denke, dass für höchstens ein Prozent der Jungen eine Salbentherapie (ob Kortison oder Östrogen) notwendig ist, unerlässlich. Dieser mindestens vierzig Jahre alte, seltsam verbissene Eifer etlicher Medizinberufler, die kindliche Vorhaut durch Salben-Anwendung möglichst schnell von der Eichel zu lösen, verdient öffentliche Kritik. Viele, viele Jungen verdienen von ihrer Natur her ein persönliches Erlebnis des genannten Ablösungsprozesses, das eben nicht "4 bis 8 Wochen" dauert, sondern beispielsweise vier bis acht Monate oder gar vier bis acht Jahre. Meines Erachtens sind Theorie und Praxis des Jungenpenis-Salbens ethisch fragwürdig, weil nicht eindeutig wissenschaftlich zu begründen. Salbe ist eine gedankenlose Routine, die dem Jungen vermitteln muss, mit seinem Genital sei etwas nicht in Ordnung und die die Eltern unzulässig unter Druck setzt.

      Was heißt hier "nicht wissenschaftlich zu begründen"?

      Es gibt auch Fälle von pathologischer Phimose, bei denen eine Salbenbehandlung durchaus sinnvoll sein kann. Und tatsächlich zeigen Studien, dass die Salbentherapie selbst bei narbigen Phimosen eine hohe Erfolgsrate aufweist, insbesondere wenn diese nicht durch Lichen sclerosus bedingt sind.

      The post was edited 1 time, last by Sokrates ().

    • Sokrates wrote:

      Der erste Sex wird in den meisten Fällen wohl erst in der späteren Puberätsalter stattfinden.
      Na, wenn du es sagst werden die Jungs sich bestimmt daran halten. Im Übrigen hatte ich eine Frage gestellt:


      Wann soll sie denn behandelt werden?
      Danke, dass du mich in die Schublade "Phimose-Alarmisten" steckst!
      Komm bitte mal von deinem Erregungspotential etwas herunter.


      Ich bin jedenfalls froh, dass meine Vorhaut zurückziehbar ist, und dieser Zustand stellt sich leider nicht immer von selbst ein. Ob die konservative Behandlung im Erwachsenen-Alter noch so erfolgreich ist wie zuvor - daran gibt es Zweifel.

      Dass eine Behandlung weit vor der Pubertät verfrüht ist, darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten.

      Und jetzt wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, und dass das neue Jahr Fortschritte in Sachen Kinderrechte bringen möge - auch für Jungen!
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    • Bei uns war ein Fall. Ein Mann, der altere als 40 Jahre war, sekundare Phimosis gekriegt hat und die Salbebehandlung hat ihn geholfen.

      Es ist schlecht, wenn manche Ärzte die Behandlung bei ganz kleinen Jungen machen. Ein neuer Fall, was ich jetz gelesen habe. Ein Junge, 2 Jahre und 9 Monate alt, war so behandelt. Und die Wirkung? Narbenphimmosis. Die Ärzte wollen ihm totale VA machen.

      Aber, er wird vielleicht Glück haben. Seine Mutter kontaktier einen Arzt, der das mit einer OP, bei die OP ganze Vorhaut bleibt, löst.

      Er hat eingenen Webseiten mit Beratestelle, darum weiss ich das.

      In jedem Fall ist das zu viel unnötige Traumatisierung für den Jungen.
    • gin wrote:

      Es ist schlecht, wenn manche Ärzte die Behandlung bei ganz kleinen Jungen machen. Ein neuer Fall, was ich jetz gelesen habe. Ein Junge, 2 Jahre und 9 Monate alt, war so behandelt. Und die Wirkung? Narbenphimmosis. Die Ärzte wollen ihm totale VA machen.
      Eine Salbenbehandlung kann, sofern sich sachgemäß durchgeführt wird, keine narbige Phimose verursachen.

      Ich bitte dich hier keine Geschichten über Komplikationen der Salbenbehandlung zu verbreiten, beruhend auf Einzelfällen, über dir wir nicht genau bescheid wissen.

      Ich kenne die Hintergründe des von Dir genannten Falls nicht, aber ich kann mir zumindest denken, dass bei der Behandlung wer weiß wie an der Vorhaut gezerrt und gerissen wurde, was dann direkt zu Narbenbildung oder zu Entzündungen geführt hat, die dann ihrerseits Narben verursacht haben.


      Es ist schlecht, wenn manche Ärzte die Behandlung bei ganz kleinen Jungen machen.
      Es ist definitiv schlecht, wenn die Salbenbehandlung dazu missbraucht wird, physiologische Phimosen zu behandeln, nur damit der Junge schon im Kindesalter eine zurückziehbare Vorhaut hat - die in den ersten Lebensjahren definitiv nicht gebraucht wird.

      Jede Behandlung, die dazu erfolgt, einen physiologischen Zustand zu "kurieren", ist eigentlich schlecht.
    • Selbstbestimmung wrote:

      Na, wenn du es sagst werden die Jungs sich bestimmt daran halten. Im Übrigen hatte ich eine Frage gestellt:
      Wann soll sie denn behandelt werden?
      Danke, dass du mich in die Schublade "Phimose-Alarmisten" steckst!Komm bitte mal von deinem Erregungspotential etwas herunter.

      Nein, ich bin überhaupt nicht erregt. Im Gegenteil. Ich habe dich auch in keine Schublade gesteckt. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass deine Aussagen auch missverstanden werden können, auf eine Weise, die nicht in deinem Sinne ist.
    • *
      Jede Behandlung, die dazu erfolgt, einen physiologischen Zustand zu "kurieren", ist eigentlich schlecht.*

      ............................................................................................................................

      Das ist aber das Problem, dass diese viele Ärzte bei uns macht.

      Ich wollte Frage von die Mutter dem Arzt übersetzen (dort ist das komplet) aber ich habe das so kurz geschrieben.

      Sorry, aber das geht nicht hier eifach kopieren, wenn das in andere Sprache ist.
    • Saimaa wrote:

      Viele, viele Jungen verdienen von ihrer Natur her ein persönliches Erlebnis des genannten Ablösungsprozesses, das eben nicht "4 bis 8 Wochen" dauert, sondern beispielsweise vier bis acht Monate oder gar vier bis acht Jahre.
      Äh.
      Wie ist das bei Jungen die schon relativ früh eine bewegliche Vorhaut haben?
      Außer einer kleinen Verklebung die sich erst kurz vor der Pubertät bei mir gelöst hatte war meine Vorhaut mit 4 Jahren zurückziehbar.
      Ich glaube nicht das ich da was verpasst habe, oder?


      Zur Info:
      Die Vorhaut zurückgezogen wurde mir damals zum ersten Mal von einem Kinderarzt. Ich hatte damals einen Blaseninfekt.
      Danach habe ich das natürlich immer mal wieder selbst ausprobiert.
    • Irgendwie kommt es mir vor, dass wir uns hier wieder im Kreis drehen? Sind wir nicht wieder da gelandet?:
      Ab welchem Alter handeln? Diskussionsthread

      Mal ein Rollenspiel? Ich bin euer 10jähriger Sohn, hab eine totale Vorhautverengung...aber absolut beschwerdefrei...was macht ihr?
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Meinte...eigentlich sollte doch jede Phimose und deren Therapie als Einzelfall gesehen werden...und nicht alles jedem pauschal "übergestülpt" werden?

      Sollte es nicht immer nur um die Aufklärung aller Optionen gehen...und der Betroffene soll selbst entscheiden?

      Eigentlich sollte dies doch bei JEDEM med. Problem Standard sein...der Betroffene "Subjekt"sein...und nicht das Objekt irgendwelcher (überholter) Standards/Einstellungen/Haltungen ?
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Urolüge wrote:

      Irgendwie kommt es mir vor, dass wir uns hier wieder im Kreis drehen? Sind wir nicht wieder da gelandet?:
      Ab welchem Alter handeln? Diskussionsthread

      Mal ein Rollenspiel? Ich bin euer 10jähriger Sohn, hab eine totale Vorhautverengung...aber absolut beschwerdefrei...was macht ihr?
      Dir im Zweifelsfall ganz sachlich "technisch" erklären, wie Sex auch mit Vorhautverengung funktioniert (weil man dir im Sexualkundeunterricht den Bullshit erzählen wird, dass das "auf keinen Fall" geht), dir vielleicht noch, falls du schonmal bei Youtube oder sonstwo eine Benutzungsanleitung für Kondome gesehen hast (ja, sowas kennen 10-Jährige heutzutage schon öfter als man glauben mag), erklären, dass man den Punkt "ziehe die Vorhaut zurück" auch ignorieren und das Kondom auch dannn benutzen kann (und soll) wenn das Zurückziehen nicht geht - falls sich das im Gespräch ergibt - und gut ist es.
      Den Rest wirst und sollst du rausfinden, so wie jeder andere Junge es auch tut.

      Achso - und dir glaubwürdig schon vorher vermitteln, dass man über den Penis genauso sprechen kann wie über jedes andere Körperteil auch - sprich: Wenn du ein Problem dort hast, kannst du immer mit mir drüber reden.