Sendetermin Radio München: Podiumsdiskussion "Genitale Selbstbestimmung" 19.5. 19:00 Uhr

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    • Sendetermin Radio München: Podiumsdiskussion "Genitale Selbstbestimmung" 19.5. 19:00 Uhr

      PROGRAMM-TIPP: Hat jedes Kind ein Recht auf genitale Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition? Beschneidung jeglicher Art: Religiös-kulturelles Ritual, medizinische Notwendigkeit oder Körperverletzung? Anlässlich des Worldwide Day of Genital Autonomy– des Weltweiten Tages der genitalen Selbstbestimmung“ am 07.Mai, veranstaltete „MOGIS e.V. - eine Stimme für die Betroffenen“ und „pro familia NRW“ am 05. Mai im Kulturzentrum „Giesinger Bahnhof“ einen Filmabend mit Podiumsdiskussion zum Thema „Genitalverstümmelung, Beschneidung und genitaler Selbstbestimmung“. Wie lassen sich religiös-kulturelle Tradition, medizinische Thesen, deutsche Rechtsauffassung und Ethik mit einander vereinbaren? Gesprächsteilnehmer waren die Filmemacher Renate Bernhard (Hibos Lied – Weibliche Genitalverstümmelung und die Macht der Tradition), Ari Libsker aus Israel (Circumcision), Gregor Zootzky (Hermes und Aphrodite) und Dr. Christoph Kupferschmid (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte). Die Moderation hatte die Fachjournalistin Helga Vollmer. Die Diskussion fand auf Englisch und Deutsch statt. Radio München sendet am Donnerstag (19.05.) von 19:00 bis 20:00 in "Abends unterwegs" die Podiumsdiskussion in Ausschnitten. Am Samstag läuft die Wiederholung, gleicher Sender, gleiche Zeit.
    • Pizarro73 wrote:

      Hat jemand was gehört?
      Ja.
      Erstmal muss man Radio München Dank zollen, dass sie eine Platform für eine kritische Betrachtung des Themas geboten haben. Fünf Minuten sind natürlich extrem knapp, aber weit besser als nichts.
      Es gab ein paar Schwächen, aber insgesamt war das sehr zu begrüßen.

      Leider wurde nicht ganz klar, wer von den Teilnehmern jeweils sprach.

      Religiös motivierte Beschneidungen von Säuglingen sind erlaubt. Das beschloss 2012 der Bundestag..

      Dreifach falsch.

      Weibliche Säuglinge dürfen nicht "beschnitten" werden. Nicht nur männliche Säuglinge, sondern alle Jungen, die angeblich noch nicht "einsichts- und urteilsfähig" sind. Und ob religiös oder nicht spielt nicht die geringste Rolle.

      "...dass die ältere Generation über die jüngere dominiert und ihre Sexualität zerstört"

      Übertreibungen sind kontraproduktiv. Das sexuelle Empfinden wird vermindert, aber in der Regel wird nicht "die Sexualität zerstört". Sonst wären genitalverstümmelnde Kulturen ad hoc ausgestorben.


      Männliche Beschneidungen unter gewissen Auflagen sind also wieder legal

      Ungenau. Selbstbestimmte Zirkumzisionen von Männern waren immer legal. Genitalverstümmelung von Jungen war bis 2012 illegal und ist immer noch grundgesetzwidrig.


      "Auf der Basis von 1949" habe ich nicht verstanden 1949 gab es doch schon den Art. 2 GG. Und den §223 StGB.

      Aber sonst ging es schon in die richtige Richtung.

      https://soundcloud.com/radiomuenchen/genitale-selbstbestimmung

      There is no skin like foreskin
    • Selbstbestimmung wrote:

      "Auf der Basis von 1949" habe ich nicht verstanden
      Diese Aussage stammt von Dr. Kupferschmid. Sie bezieht sich nicht auf die rechtlichen Aspekte, sondern darauf, dass "Phimose-Operationen" an Jungen in Deutschland noch immer viel zu häufig auf Basis der medizischen Studien- und Datenlage von 1949 stattfinden. Dies kritisiert er und verweist darauf, dass in Deutschland zwar immer noch ca. 10% der Jungen aufgrund medizinscher Begründungen ihre Vorhaut verlieren, dies aber tatsächlich nur bei ca. 1,5 - 2% aller Jungen tatsächlich nötig wäre.
      Ich hab die Aussage nicht mehr wörtlich im Kopf, aber er spricht davon, dass es undenkbar wäre, würden auch andere medizinische Eingriffe wie Narkosen etc. auf Basis solch geradezu antiken Wissensstands durchgeführt werden.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Selbstbestimmung wrote:

      Auf der Basis von 1949" habe ich nicht verstanden
      Er meint die Ergebnisse des Engländers Gairdner über die Retrahierbarkeit der Vorhaut.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Ich meine die Stimme von Dr. Kupferschmid in dem 2. längeren Beitrag erkannt zu haben. einsame Spitze.
      "ich warne davor aus .... [einem qualitativen Problem ein quantitatives machen zu wollen].
      Genau darum geht es.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)