Äztliche Hilfe - hilft die Krankenkasse?

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    • Äztliche Hilfe - hilft die Krankenkasse?

      Hallo!

      zuerst mal ein paar Informationen zu meinem "Leidensweg":
      Ich wurde in meinem 8. Lebensjahr beschnitten, Grund dafür war medizinischer Natur.
      Habe mich ziemlich dafür geschämt, vor allem weil es das ganze Dorf gewusst hat, ich fühlte mich kastriert.
      Meine ersten richtigen Sex hatte ich erst mit 25, die Beziehung hielt auch nur 2 Monate, da ich nichts gefühlt habe und ich mir als unvollständiger Mann vorgekommen bin. Danach hatte ich erstmal bis 31 wieder keinen sexuellen Kontakt, auch diese Beziehung ging von mir aus wieder in die Brüche, wieder zum Großteil weil ich das Gefühl hatte, ich könnte "Sie" nicht befriedigen. Das ist nun wieder 2 Jahre her und ehrlich gesagt habe ich nachwievor größte Angst vor einem sexuellen Kontakt.
      Ich "leide" - d.h. ich war lange Zeit wirklich stark Depressiv (hab nix dagegen gemacht außer Sport und mich in den Job reingesteigert), mittlerweile geht mir "nur" mehr die Nähe zu einer Frau bzw. Sex ab, wobei ich zwar Kontakt mit Frauen habe - mich aber einmauere und keine Nähe zulasse.

      Nun, das ich einen Arzt aufsuchen sollte, das ist mir klar - kann mir wer sagen, ob ich da mit der Unterstützung durch die Krankenkasse rechnen kann (Österreich)?
      Ich spiele oft mit dem Gedanken Prostituierte aufzusuchen um meine Ängste abzubauen - habe mich bislang aber auch nicht getraut - was meint Ihr?

      Danke schon mal, dass ich mich hier mal aussprechen konnte :)

      Gruß,
      M.
    • Bei Prostituierten wird, so denke ich die Krankenkasse kaum helfen.

      Wobei sie allerdings helfen kann und was dir wohl deutlich mehr bringt, ist ein Psychologe. Zumindest in Deutschland ist es möglich, Psychologen zu finden, die auch von der gesetzlichen Kasse übernommen werden. Allerdings muss man leider manchmal viel Zeit mitbringen.

      Im zweiten Schritt kannst du, wie einige hier, evtl. mit der Wiederherstellung der Vorhaut beginnen.
    • :) Das die Krankenkasse mir die *** nicht bezahlt war mir schon klar, habe ich vllt. etwas missverständlich geschrieben.
      Wollte ja nur wissen, ob es jemandem hier geholfen hat - denke aber die Erfahrung muss ich wohl selber machen...


      Gut, Thema Nr.2, da muss ich mich noch einlesen.
    • - vielleicht findest Hilfe unter "Sexualtherapie"?
      - vielleicht hilft es dir auch dazu, dass du deine Hemmungen Frauen gegenüber abbauen kannst, wenn du dich noch weiter über das Thema informierst und austauschst. Du kannst ja hier im Forum alle deine Fragen stellen, und es gibt hier auch ein Unterforum, in dem Frauen davon berichteten, wie sie die Beschneidung ihres Mannes in ihrer Partnerschaft erlebt haben.
      Ich persönlich finde den (englischsprachigen) Youtube-Kanal Bonobo3D sehr interessant, Da gibt es viele Interviews mit betroffenen Männern und auch mit Frauen, die sich damit auseinandergesetzt haben, dass ihr Mann von einer Beschneidung betroffen ist oder dass ihr Sohn beschnitten werden sollte (oder wurde). Ich glaube, dass bei dem Thema viele Menschen unter Redetabus leiden, Männer und Frauen. Wie man darüber kommt, ist echt nicht so einfach, aber es sollte möglich sein, wenn beide ziemlich aufgeschlossen sind und einigermaßen sensibel miteinander umgehen. Wobei ich persönlich es an diesem Youtube-Kanal sehr befreiend finde, wie die Rede-Tabus überwunden werden.
      ...Wir haben bis jetzt keine Freiheit des Einzelnen, des Individuums, des Bürgers. [Allen Menschen bei uns ist das Zugehörigkeitsgefühl] am wichtigsten. Sie sind Mitglieder der Nation oder Religion, aber nicht selbstbewusste und -verantwortliche Menschen.
      ein katholischer Theologe in einer Doku über Ex-Jugoslavien

      Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
      Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. ...
      Khalil Gibran
    • Lieber Maxwell,

      was Deinen Wunsch, eine Sexarbeiterin aufzusuchen, angeht, möchte ich Dich darin bestärken, das zu tun, da es anscheinend ein Bedürfnis für Dich ist und Du dich nicht dafür schämen musst. Wenn die Person, der Du Dich anvertrauen kannst und die Dir dabei hilft, Deine Sexualität zurückzuerobern, eine Sexarbeiterin ist, ist das weder ungewöhnlich noch eine Schande.

      Gruß
      Charlie