Mein Junge nicht - in der Türkei beginnt langsam die Debatte über Beschneidung (Audio)

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    • Mein Junge nicht - in der Türkei beginnt langsam die Debatte über Beschneidung (Audio)

      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • öhm...
      soll ich auch noch eins druntersetzen? Aller guten Dinge sind doch drei, oder? :D
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • wow wow wow!!!

      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

      Was für fantastische Neuigkeiten!!!

      Interessant auch die Wahrnehmung der deutschen Politik und Gesellschaft durch kinderrechtsfreundliche progressive Kräfte in der Türkei.

      Genau das stand nämlich 2012 auch zur Debatte: unterstützen wir Stillstand und Tabu oder den Mut und den Zweifel.

      Hat jemand gefunden, wo man das Buch bestellen kann?
    • Nanu, und das ausgerechnet in der ARD (AmputationsRabulistischeDesinformationsanstalt) - hat da die political-correctness-Kontrollabteilung versagt?
      Na ja, drei Minuten, das kann schon mal durchrutschen...

      Gerade, weil es auch in Internetforen eine lebhafte Debatte gibt...


      Wie bitte? Haben Edogans Leute gepennt? Das Internet muss doch zensiert werden!
      "Wie mächtig die Lobby dafür sei..." oh ja, davon können wir ein Lied singen!

      Da war doch neulich so eine Untersuchung, nach der nur rund ein Drittel der "türkischstämmigen" männlichen Jugendlichen in D überhaupt vorhautlos sei.

      Ich sag ja, die Zeit arbeitet gegen Kinderverstümmelung. Da kommen auch viel Geld und viel Propaganda nicht gegen an.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Selbstbestimmung wrote:

      Da war doch neulich so eine Untersuchung, nach der nur rund ein Drittel der "türkischstämmigen" männlichen Jugendlichen in D überhaupt vorhautlos sei.
      Hast du eine Quelle für die Beschneidungsquote der deutschen Türken?
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
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    • Selbstbestimmung wrote:

      Nanu, und das ausgerechnet in der ARD (AmputationsRabulistischeDesinformationsanstalt) - hat da die political-correctness-Kontrollabteilung versagt?


      Aber wenigstens kann man da keinen Kommentar zu abgeben in der ARD-Mediathek. Wäre ja noch schöner, wenn sich der gemeine Pöbel dazu äußern könnte!
      Der sagte dann wohl möglich so hässliche, garstige Worte wie "Verstümmelung". Also Volksverhetzung!
      Denn wenn vorhautberaubte Jugendliche so etwas Schreckliches lesen, begehen die ja bekanntlich auf der Stelle Suizid.
      Das darf nicht sein, schon aus Grund des Jugendschutzes! ;)
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Pizarro73 wrote:

      Der Beitrag ist nicht mehr online!
      Das waren sicherlich "redaktionelle Vorgaben"...
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
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    • Fuck, konnte ihn mir nicht mehr anhören. Hat das jemand gespeichert/aufgezeichnet?
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    • "Unbeschnittene Jungen werden in der türkischen Gesellschaft nicht akzeptiert ... die Macht der Umma"

      Sicherlich verdient jeder muslimisch sozialisierte Mensch, der die erwiesene körperliche Schädigung und damit die grundsätzlich gegebene Kindeswohlgefährdung jeder Jungenbeschneidung (MGM) erkannt hat und deshalb seinen Sohn nicht beschneiden lässt, meine Hochachtung.

      Und sicherlich, sobald es einen Grund zur intaktivistischen Freude gibt soll man feiern. Ich fürchte aber, dass sich in Sachen genitaler Intaktheit sprich im bewussten Verweigern der MGM noch so gut wie gar nichts bewegt, in der Türkei ebenso wie unter Auslandstürken. Nein, wir stehen erst ganz am Anfang.

      Ohne Jungenbeschneidung nach Koran und Sunna, arab. khitân türk. sünnet, gibt es kein islamisch gelingendes Leben, kein Imam einer deutschen Moscheegemeinde jedenfalls sagt etwas anderes.

      Necla Kelek am 28.06.2012 in DIE WELT:

      Auch meine Schwester hat ihre Söhne beschneiden lassen, weil es Brauch und Tradition ist. Unbeschnittene Jungen werden in der türkischen Gesellschaft nicht akzeptiert, die Beschneidung gehört zum Muslimsein und unauflöslich zur männlichen Identität. Und diese gewinnt nur, wer Schmerzen ertragen kann. Wer die nicht aushält, wer nicht bereit zu sein scheint, einen Teil von sich Allah zu opfern, gehört nicht dazu. ... Etwa 10.000 muslimische Jungen in Deutschland kommen in jedem Jahr in das Alter, beschnitten zu werden. Das machen türkische Ärzte, aber auch aus der Türkei eingeflogene angelernte Beschneider. Oft aber wird die Beschneidung im Sommerurlaub in der Türkei vorgenommen, da sie ein Familienfest ist. Auch mich beschäftigen das kulturelle Muster, die Macht der Umma des übergeordneten sozialen Systems, die in diesem Ritus deutlich wird, und die Vorstellung von Männlichkeit, die damit immer wieder fortgeschrieben wird.

      http://www.welt.de/debatte/kommentare/article107288230/Die-Beschneidung-ein-unnuetzes-Opfer-fuer-Allah.html

      Kinderrechtlich und überhaupt menschenrechtlich unakzeptabel, doch beinahe so scheint es wirklich immer noch zu sein:

      Das ist eine glatte Lüge. In der Türkei, immerhin ein Land mit 75 Millionen Muslimen, wird jeder Junge schon vor der Einschulung beschnitten.

      http://politik-forum.eu/viewtopic.php?p=1573133#p1573133
      "keine Beschneidung unter 18"
    • Sidigullah Fadai

      Danke, ja, auch mir ist der Imam der afghanischen Gemeinde München bekannt. Fadais 2012 zu vernehmende Argumente gegen die Jungenbeschneidung sind unter den islamischen Autoritäten ohne Relevanz, er ist diesbezüglich ohne jeden Einfluss und vermutlich ist kein einziger Münchner Afghane bekannt geworden, der seinen Sohn auf Imam Fadais Rat dann auch bewusst nicht hat beschneiden lassen.

      Fadais intaktivistische Glaubwürdigkeit stelle ich zudem in Frage, möglicherweise hat der Dozent für "Islamologie" einfach auf Zeit gespielt. Aber vielleicht sagt der Imamweiterbilder ja 2015 etwas gegen gegen den inzwischen leider geschaffenen § 1631d BGB. Ich fürchte, dass auch Fadai die vollen Schariapflichten will, den Hidschab für jede Muslima, die Beschneidung für alle männlichen Muslime (und mindestens schafiitisch wenn nicht sogar hanbalitisch die islamische FGM gleich mit).

      http://www.gruene-muenchen.de/aktuell/termine/veranstaltung/26-07-2012-podiumsdiskussion-zu-rituellen-beschneidungen/
      "keine Beschneidung unter 18"

      The post was edited 2 times, last by Edward ().

    • Edward, kann es sein, dass die Diskussion um Jungenbeschneidung für Dich nur ein Vehikel ist, ein Vorwand, um gegen den Islam zu kämpfen und zu agitieren?
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
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    • Wenn Fadai ohne jeden Einfluss ist, wäre das bedauerlich. Und doch sind seine Aussagen sehr wichtig, weil sie die Dogmatiker als das enttarnen, was sie sind.

      Mir leuchtet überhaupt nicht ein, warum hier ein künstlicher Gegensatz zwischen den Personen des Radiobeitrages und den Aussagen Necla Kelecs konstruiert werden soll.

      Niemand hat behauptet, dass hier schon das MGM-Eis gebrochen sei, darauf wird am Ende des Radiobeitrages hingewiesen.

      Und Frau Kelecs Aussagen - von 2012 - konnte das Erscheinen des jetzigen Buches und das, was es - noch im Kleinen - auslöst, noch gar nicht berücksichtigen.

      Bei der von Dir verlinkten Veranstaltung war ich anwesend. Dort hat er explizit gesagt: Ein Unbeschnittener kann ein guter Moslem sein.
      "Intaktivistische Glaubwürdigkeit" - meine Güte, er ist kein Intaktivist! Aber er erklärt detailliert was PFLICHT im Islam ist, und was NICHT.

      Es gibt auch noch einen Podcast, wo man das nachhören kann.

      gruene-muenchen.de/themen/doku…rituellen-beschneidungen/

      Min 32
    • Khitan (sünnet) ist Scharia

      Weguer, wenn Jungenbeschneidung Schariapflicht ist, bist du dann für oder gegen die Scharia? Und, um wieder aufs Thema zu kommen, kannst du uns auch nur einen Imam des türkischen Staatsislam (DIYANET hierzulande DITIB) nennen, der sinngemäß sagt: 'In meiner Moschee ist jeder männliche Beschnittene oder Unbeschnittene sehr herzlich zum Gebet willkommen und kein Vater muss seinen Sohn beschneiden lassen'? Das ist ja vielleicht in hundert Jahren der Fall oder hoffentlich sogar noch etwas rascher. Zur Zeit bewegt sich leider gar nichts.

      Die Teheraner Mullahs, die Kairoer al-Azhar oder Darul Uloom Deoband könnten ja etwas anderes beschließen und verkünden und, etwa bei der durch sie durchaus mitgeprägten deutschen universitären Imamausbildung oder im bekennenden Islamischen Religionsunterricht, unzweideutig lehren lassen. Jungenbeschneidung ist Islamisches Recht (Scharia).

      Wir Intaktivisten haben nicht nur gegen die islamrechtlich begründete, sondern auch gegen die MGM der Papua, Xhosa oder US-Amerikaner zu argumentieren und anzuarbeiten. Das sprichwörtliche Brett das wir zu bohren haben ist leider sehr dick.
      "keine Beschneidung unter 18"
    • Der Verfügbarkeitszeitraum dieses Beitrags ist abgelaufen, daher dürfen wir ihn nicht mehr in der ARD Mediathek anbieten. Die Verweildauer von Inhalten wird durch rechtliche und redaktionelle Vorgaben bestimmt.


      Haaaa-haaa-haaa. Verarschen können wer uns alleene. Der Beitrag ist ja gerademal von heute, 5:36!

      Und natürlich kann man ihn noch hören, nur nicht im Abgehalftertern Rundfunks Demagogiezentrum Medienarchiv.


      07.01.2015 Mein Junge nicht - in der Türkei beginnt langsam Debatte über Beschneidung

      Autor:
      Erdmann, Kathrin
      Sendezeit:
      05:36 Uhr
      Länge:
      03:17 Minuten





      ondemand-mp3.dradio.de/file/dr…0150107_0536_26de7a2c.mp3

      Ich hätte sonst auch noch eine Sicherheitskopie gehabt. :D
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf

    • Kathrin Erdmann arbeitet auch mal für die Deutsche Welle, ...

      http://de.qantara.de/inhalt/interview-shirin-ebadi-die-angst-wird-meine-arbeit-nicht-beeintrachtigen

      ... Qantara ...

      http://de.qantara.de/authors/kathrin-erdmann

      oder den Deutschlandfunk:

      Nach dem Willen der islamisch-konservativen AKP-Regierung soll künftig allein der Kommunikationsminister hop oder top sagen können, also ohne Gerichtsbeschluss entscheiden können, ob eine Seite im Internet geschlossen wird. Bisher lag dies in den Händen einer Behörde. Doch der trauen die Partei und ihr Präsident Recep Tayyip Erdogan offenbar nicht mehr so recht über den Weg. ... In der jüngsten Rangliste von Reporter ohne Grenzen belegt die Türkei derzeit Platz 154 – von insgesamt 180 Ländern. Verwirklicht die AKP ihre jüngsten Pläne, wird sie wohl weiter abrutschen.

      http://www.deutschlandfunk.de/tuerkei-pressefreiheit-immer-mehr-gefaehrdet.795.de.html?dram:article_id=307805

      "keine Beschneidung unter 18"
    • Aloha,

      seit wann dulden wir Leute hier, die die Beschneidung als Deckmäntelchen nehmen, um ihre Pegida-Vorstellung "Kampf dem Islam" durchzudrücken?

      Scheiße, fällt mir das schwer, nach Charlie Hebdo, aber vielleicht mal ein kleiner Reminder, auch für Edward (und für mich):

      - auch und gerade beschneidende Eltern lieben ihre Kinder. Die tun das nicht, weil sie sich heimlich freuen, dass sie der kleinen Nervensäge es so richtig zeigen können, sondern, weil ihnen eingeredet wurde, dass sie etwas Gutes tun.

      - Otto-Normal-Moslem wird so ziemlich alles tun, um jeglichen Kontakt zu den Islamisten zu vermeiden. Die Probleme hier sind nicht Einwanderer, unsere Hauptprobleme bei den fanatisierten Muslimen sind Sven Lau und Pierre Vogel. Und DIE sind so deutsch, dass sie einen Schäferhund mit der Ahnentafel beeindrucken.

      - Pegida ist als Bewegung nicht "besorgt" sondern durch und durch abstoßend und widerlich. Dass wir nu nen Pegidioten hier haben, machts nicht besser.

      Im Ernst. Es ist schwierig, die Extremisten immer wieder auszusortieren, aber DU mein lieber Edward, bist eindeutig nur hier, damit du mal so richtig gegen Muslime Stimmung machen kannst.

      "Bist du für die Scharia oder gegen die Scharia" - mit DER Frage hast du dich für die nächsten 100 Jahre für alles disqualifiziert, was du je zur Beschneidung hättest sagen können.

      Du gehörst mit dieser Haltung sehr eindeutig nicht hierher.
    • Edward, mit Deinen Äußerungen torpedierst Du unsere Arbeit.
      In zahlreichen anderen Foren und auch in sozialen Netzwerken wird auf uns verlinkt und wir wissen, dass in unserem Forum Muslime mitlesen, sich informieren wollen.
      Wir sprechen hier von einem leichten, aufkommenden Zweifel, dem Gedanken, dass die über Generationen hinweg vorherrschende Meinung zur unbedingten Pflicht, die eigenen Söhne an ihren Genitalien beschneiden zu müssen, vielleicht doch nicht richtig ist.

      Und dann kommst Du und weist sie mit dem imaginären Vorschlaghammer, sprich mit dem Verweis auf angeblich einwandfreies, muslimisches Leben, darauf hin, dass sie schön auf Linie bleiben müssten, wenn sie nicht von ihrem Glauben abschwören wollen:

      kannst du uns auch nur einen Imam des türkischen Staatsislam (DIYANET hierzulande DITIB) nennen, der sinngemäß sagt: 'In meiner Moschee ist jeder männliche Beschnittene oder Unbeschnittene sehr herzlich zum Gebet willkommen und kein Vater muss seinen Sohn beschneiden lassen'?

      [...]

      Jungenbeschneidung ist Islamisches Recht (Scharia).
      Dies könnte ebenso gut als eine Aufforderung verstanden werden, Muslime mögen doch bitte möglichst radikal werden und auch so bleiben, damit sie dem gewünschten Bild entsprechen und weiterhin bekämpft werden können. Ist das die Wirkung, die Du erzielen willst?
      Ebenso diese unmögliche Äußerung von Dir:
      Deinen Islam aber sollst du nicht nur bekennen, sondern leben. Anschließend also reden wir über die Praxis, das übst du Woche für Woche, du gibst dir Mühe und wir kontrollieren dein Handeln, irgendwann lebst endlich islamrechtlich einwandfrei (ḥalāl). Wenn du männlich bist und älter bis als 15 Jahre lebst du also ... beschnitten.
      Für die Ausbreitung der einzig sittlich akzeptablen Lebensweise und Gesellschaftsform (für die Islamexpansion) darf, ja soll man lügen. Der Imam hat Taqiyya gemacht.

      Du machst den Eindruck, als hättest Du ein klares Feindbild und würdest es hier hegen und pflegen. Beschneidung scheint dabei nur ein willkommener Vorwand zu sein. Doch die Welt ist eben nicht nur schwarz und weiß, die weitaus meisten Muslime leben hier friedlich auf dem Boden unseres Grundgesetzes, die von Dir so gerne propagierte Ausbreitung der Scharia magst Du sehen, ob sie den Tatsachen entspricht, steht auf einem anderen Blatt.
      Sag mir: Welcher Moslem sollte sich in einem Forum wie unserem wohl fühlen, wenn ihm ständig ins Kreuz getreten wird und ihm (oder ihr) von Dir suggeriert wird, er sei rückständig, potentiell gewalttätig und abzulehnen?

      Du hast bei Deiner Anmeldung hier unserer Charta zugestimmt.
      Dort steht unter anderem:
      Wir bejahen den Wertepluralismus unserer Gesellschaft und achten deshalb die ethischen Entscheidungen von jedem der bei uns mitmacht, gleichgültig ob diese Entscheidungen aus einem religösen Glauben oder aus einem säkularen humanistischen Weltverständnis heraus getroffen werden.
      [...]
      So vermeiden wir eine einseitige dogmatische Fixierung. Eine fundamentale Kritik an Religionen und Weltanschauungen oder eine Voreingenommenheit gegenüber ihren Angehörigen haben deshalb bei uns keinen Platz, genauso wenig wie eine Feindseligkeit gegen Mitbürger/Innen, die aus anderen Kulturkreisen nach Deutschland gekommen sind.
      Überlege Dir bitte, ob Du diese Grundwerte mittragen kannst. Weitere Ausflüge in islamfeindliche Gefilde werden wir definitiv nicht mehr dulden.
    • Bitte immer genau zwischen Islam und Muslim unterscheiden

      #Forenleitung,

      ich halte den § 1631d BGB für verfassungswidrig, rede vom Menschenrecht auf einen genital intakten Körper und verwende dabei die Kategorie Muslim bzw. Kategorie Nichtmuslim selbstverständlich bewusst nicht.

      Leitlinie meines Handelns ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR).

      Schwarze oder Weiße, Allochthone oder Autochthone, Nichtmuslime oder Muslime und Männer oder Frauen sind demnach jeweils gerade keine Kategorien oder 'Sorten Mensch', die wir Beschneidungsgegner ängstlich unterscheiden müssten. Nicht der (sogenannte) Muslim, sondern der (nach wie vor die Beschneidung aller Jungen und schafiitisch aller Mädchen fordernde) Islam ist hier jedenfalls einstweilen das kinderrechtliche bzw. menschenrechtliche Problem.


      Zum menschenrechtspolitisch grundsätzlichen Nicht-Kategorisieren wusste Ali Atalan:

      Vielmehr mache sie [die Studie] klar, dass die Kategorie "Muslim" nicht existiere … "Diese Republik ist weder christlich-jüdisch, noch muslimisch, aber auch nicht atheistisch - und das ist gut so."

      https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_II/II.2/Suche/Landtag_Intern/Suchergebnisse_Landtag_Intern.jsp?w=native%28%27+%28+ID+ph+like+%27%27LI110501%27%27++%29%27%29&order=native%28%27ID%281%29%2FDescend+%27%29&view=detail

      Gegen eine private atheistische Haltung oder eben eine private Frömmigkeit oder Spiritualität habe ich nichts, wohl aber gegen die religiös (d. h. in der Türkei überwiegend islamisch) begründete genitale Mutilation der Erwachsenen an Minderjährigen.

      #Tante Jay

      Bitte zitiere mich korrekt mit der Kausalfrage: "Weguer, wenn Jungenbeschneidung Schariapflicht ist, bist du dann für oder gegen die Scharia?" und unterlasse es, mich öffentlich in der Nähe von Xenophoben bzw. Gegnern der von mir vertretenen universellen Menschenrechte (AEMR) anzusiedeln.
      "keine Beschneidung unter 18"

      The post was edited 5 times, last by Edward ().

    • Es ist schön, dass Du zurück zum Thema willst, Edward. Doch offenbar sind noch immer nicht alle Missverständnisse endgültig geklärt:

      Edward wrote:

      Nicht der (sogenannte) Muslim, sondern der (nach wie vor die Beschneidung aller Jungen und schafiitisch aller Mädchen fordernde) Islam ist hier jedenfalls einstweilen das kinderrechtliche bzw. menschenrechtliche Problem.
      Du sagst selbst, dass Du Dich gegen eine bestimmte Glaubensrichtung, einsetzt. Dies widerspricht klar den Regeln unserer Charta - ich denke nicht, dass ich diese jetzt noch einmal zitieren muss.
      Ich versuche, es Dir anhand eines Beispiels zu erklären, was unser Problem damit ist:
      Angenommen, Du würdest den Katholizismus ablehnen und kritisieren, weil darin die Empfängnisverhütung als Todsünde gilt, Homosexuelle als bedauernswert und fehlgeleitet gelten und sich so viele Priester pädophile Übergriffe schuldig gemacht haben. Auch, wenn die meisten Katholiken selbstverständlich verhüten, mit Homosexuellen kein Problem haben und die Taten dieser Priester verurteilen: Zunächst wird pauschale Kritik am katholischen Glauben als Verletzung des persönlichen Glaubens angesehen werden.

      Indem Du zwar vorgibst, nicht "der (sogenannte) Muslim" sei das Problem, sondern der Islam, kritisiertst Du erstmal den persönlichen Glauben jedes Muslims, egal, ob der nun wirklich streng nach dem Koran, den Hadithen und der Sunna lebt oder eben gern mal Schweinefleisch ist, nur einmal am Tag betet und das Handabhacken bei Diebstahl aus tiefstem Herzen ablehnt. Du greifst ihn an, Edward, und das werden wir in diesem Forum nicht länger dulden.

      Hier geht es ausschließlich um Genitalbeschneidung von Kindern, nicht die dazugehörigen Religionen.
      Und darüber wird auch nicht mehr länger diskutiert.
    • Ich will nochmals den Artikel aus der Welt von 2012 zitieren:

      "Unbeschnittene Jungen werden in der türkischen Gesellschaft nicht akzeptiert, die Beschneidung gehört zum Muslimsein und unauflöslich zur männlichen Identität. Und diese gewinnt nur, wer Schmerzen ertragen kann."

      welt.de/debatte/kommentare/art…zes-Opfer-fuer-Allah.html

      Dieser obige Satz verrät doch recht viel über die bisherige Denkweise bzw. die Hintergründe, warum Eltern ihre Kinder haben beschneiden lassen. Ich lese hier "türkische Gesellschaft", aber nach meinem Eindruck sind doch die meisten türkischstämmigen Menschen schon lange hier "angekommen" und Teil der hiesige Gesellschaft geworden.

      Dann die Frage, wenn Mulimsein wirklich von der Beschneidung abhängig wäre, welchen Stellenwert haben dann die Frauen im Islam (wehrt Euch!!!). Ich kenne in meinem Freundeskreis nicht eine muslimische Familie, wo eine Frau nicht (mindestens - grins) den gleichen Stellenwert hat wie der Mann. Natürlich ist umgekehrt auch klar, dass orthodoxe (rückschrittliche) Moslems wohl kaum mit einem Deutschen wie mir befreundet wären ;-)

      Und am Ende kommt dann die große Keule. Nur wer sich am besten Stück Schmerzen zufügen lässt, ist ein "ganzer" Kerl. Da ich mir das wirklich schmerzhaft vorstelle, hindert mich dies etwas am lachen, obwohl die Aussage ja doch ungewollt lächerlich ist.

      Sofern nun aber auch in der Türkei ein Umdenken beginnt, zeigt dies, dass man sich dessen bewusst wird, dass ein blutiges und schmerzhaftes Ritual im 21. Jahrhundert wohl nicht mehr als Beweis für die eigene Identität fungieren kann. Ich vermute, dass auch in der Türkei sich Jugendliche und Erwachsene mehr über ein Smartphone oder entsprechende Klamotten als Teil eine Gruppe identifizieren wollen als über ein beschnittenes Genital, dass ja auch nicht für jeden offensichtlich ist ;-)
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Religionen, auch die heute noch die MGM und FGM fordernden Religionen, können und müssen sich verändern


      • #Forenleitung,

      • warum soll der (vermeintlich zeitlos gültige) himmlische Befehl den Alltag von uns Menschen bestimmen. Selbst wo die Beschneidungspflicht religionsrechtlich eindeutig ist und, was Necla Kelek etwa in Die verlorenen Söhne so erfreulich deutlich beschreibt, mit hohem Gruppendruck versehen, sollen Eltern zeitnah und ohne Angst vor sozialer Ächtung zur MGM (oder schafiitisch verpflichtenden FGM) ihr Nein sagen können. Das erst ist kulturelle Moderne, und die ist gerade nicht durch Herkunft oder den sogenannten (als Kategorie bitte abzulehnenden) 'Kulturkreis' bedingt, sondern universell zu verwirklichen. Körperliche, zumal genitale Unversehrtheit ist Teil der AEMR und konsequent weltweit umzusetzen. Der mutige Hamed Abdel-Samad sagt es so:
      • [quote]
        • " 'Islam light' bedeutet Islam ohne Scharia, ohne Dschihad, ohne Missionierung, ohne Geschlechterapartheid und ohne Anspruchsmentalität." Ist das dann noch Islam? fragen viele Muslime. Ja, sagt Abdel-Samad. Es ist seine einzige Überlebenschance.
        [/quote]
      "keine Beschneidung unter 18"
    • Na das ist doch mal ein Bekenntnis von dir, Maria Werner, wer wie ich auf der Gültigkeit der Allgemeinen Menschenrechte (AEMR) besteht und die Menschheit dementsprechend gerade nicht in Männer und Frauen, Einwanderer und Alteingesessene oder in Muslime und Nichtmuslime aufspaltet, der huldigt also radikalen Feindbildern.
      "keine Beschneidung unter 18"
    • Es ist auch völlig an der Realität vorbei zu glauben, mit dem Aufgeben der Scharia verschwände MGM in dem entsprechenden Kulturkreis.
      Auch diejenigen, die mit Scharia gar nichts am Hut haben, verstümmeln ihre Söhne. Ebenso ist das meist im säkularen Judentum.
      Täter-Opfer-Kreisläufe brauchen nicht zwingend Religion. Sie setzen sich ganz aus sich selbst fort.
      Diese Spiralen gilt es zu durchbrechen. Mit Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung.
    • Pizarro73 wrote:

      Auch diejenigen, die mit Scharia gar nichts am Hut haben, verstümmeln ihre Söhne.

      Das ist meiner Meinung nach das Hauptproblem. Die "Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht"-Fraktion. Die mit "Deinem" Islam tatsächlich so gut wie gar nichts zu tun haben, aber ihre Söhne dennoch unters Messer legen. Weils dazu gehört.
      Das sind keine Fanatiker, keine Fahnen-Verbrenner, keine Bombenleger. Das sind ganz normale Menschen, die erstmal nicht glauben können, dass Männer unter ihrer Beschneidung leiden und dass die Vorhaut eben nicht für sämtliche Unbill der Welt verantwortlich ist.
      Sich hier am Islam festzubeißen, ist lächerlich. Und geht an der Realität schlichtweg vorbei.
      Es mag sie schon geben, die Radikalen. Aber die werden weder wir hier, noch Du mit Deiner Hetzpolimik erreichen.
      Ich traue mir und vielen anderen hier sehr wohl zu, eine ganz normale muslimische Mutter in einer Diskussion zum Nachdenken zu bewegen.
      Dir traue ich das nicht zu, ganz ehrlich.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Leute merkt ihrs?

      Kollege Edward kommt ins Schwurbeln. Mittels übergenauer Auslegung seiner eigenen Worte versucht er, sich aus dem Xenophoben Bereich, wo er ziemlich eindeutig reingehört, rauszuwinden.

      Fallt auf den Schaumschläger nicht rein - wir hatten schon mehrere solcher Luftnummern hier drin. Die waren nur alle Antisemitisch. Ich würde vorschlagen dieselben Regeln anzuwenden.

      Nicht einsichtig => Raus.

      Just my 2 Cents.