Dr. Schweiger (Erfurt) im Talk bei Kika, nach der Sendung Tahsins Beschneidung - Dr. Schweiger und sein zungelechzender Junge mit der Riesenschere

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    • Dr. Schweiger (Erfurt) im Talk bei Kika, nach der Sendung Tahsins Beschneidung - Dr. Schweiger und sein zungelechzender Junge mit der Riesenschere

      Maria Werner wrote:

      Boah Leute das ist SO DERB KRASS, was die da in diesem Webtalk zusammenlabern, ich halte das nicht aus. Schmerzgrenze erreicht. Ich lasse mich ja wirklich auf sehr viele Diskussionen ein und bin dabei in der Regel wirklich geduldig, freundlich und verständnisvoll. Ich nehme Unwissen, Vorurteile und Bagatellisierungen erst einmal so, wie's kommt und kläre sachlich und fundiert auf. Aber DIE TRUPPE geht gar nicht!

      Maria, Du sprichtst mir aus der Seele. Habe mich auch ausgeklinkt.

      Prof. Jörg Schweiger, Urologe am Katholischen Krankenhaus „St. Johann Nepomuk” in Erfurt ist ein typischer verharmlosender Vertreter seiner verstümmelnden Zunft. Mit der Aussage eines Zuschauers konfrontiert, der seine Beschneidung Zeit seines Lebens gehasst hat, konnte er keinen gescheiten Satz rausbringen: "Ich bin Chirurg, kein Psychiater ... das ist aber übertrieben dramatisierend ... 30 % der männlichen Bevölkerung sind zufrieden mit ihrem Beschnittensein ... ich weiss nicht was da schief gelaufen ist bei diesem Zuschauer ..."

      Na, da hat man doch die richtigen "Experten" ausgesucht, wunderbar (Pino)
    • In diesem Machwerk steht schon wieder so viel Mist, dass einem schlecht werden könnte.


      Operiert werden muss nur bei einer echten Vorhautverengung, der sogenannten Phimose. Eine eindeutige Diagnose kann erst nach dem ersten Lebensjahr gestellt werden, denn Verklebungen der Vorhaut sind im Säuglingsalter die Regel.
      Nach dem ersten Lebensjahr eine eindeutige Diagnose? :thumbdown:




      Abgesehen davon, dass sie eine kleine Operation über sich ergehen lassen müssen, befinden sich die beschnittenen Jungen keinesfalls im Nachteil.
      Nein, wieso auch, ist ja nur ein unnützer, stinkender Hautlappen, der - wie wir sogleich erfahren werden, ein übelster Krankheitsherd ist:



      Im Gegenteil:
      Beschneidungen sind durchaus sinnvoll, z.B. beim Viren- und Aidsschutz. Unter der Vorhaut können sich leicht Bakterien und Viren sammeln, die bei fehlender Hygiene zu Infektionen führen. Betroffen davon sind später nicht nur die Männer, sondern auch ihre Partnerinnen.
      Also gleich noch Panik verbreiten und ein schlechtes Gewissen all jenen Eltern einreden, die den potentiellen Partnerinnen ihrer Söhne schlimmsten Gesundheitsrisiken aussetzen, wenn sie ihren Söhnen diese harmlose Prozedur unverantwortlicherweise nicht angedeihen lassen.



      Ein unbeschnittener Penis überträgt leichter Viren als ein beschnittener. Beschneidungen verringern auch deutlich die Gefahr, an Peniskrebs zu erkranken und bei Frauen sinkt parallel dazu die Wahrscheinlichkeit einer Gebärmutterhalserkrankung. Internationale Studien haben zudem gezeigt, dass bei beschnittenen Männern die Ansteckungsrate mit HI-Viren sinkt.
      Ein "unbeschnittener" Penis braucht dieses Attribut nicht. Er ist allenfalls intakt. Dass ca. 320.000 Beschneidungen nötig sind, um einen einzigen Fall von Peniskrebs zu verhindern, ist dabei Nebensache. Und die statistischen 40 Todesfälle, die man dabei riskiert, natürlich auch. Das Märchen mit Gebärmutterhalskrebs und HIV wurde nun auch schon zum x-ten Mal widerlegt.



      Für manche Männer hat die Beschneidung auch noch einen angenehmen Nebeneffekt und sie entschließen sich aus Gründen der persönlichen Ästhetik und des eigenen Körpergefühls zur Zirkumzision.
      Dass für "manche" Männer die Beschneidung auch noch einen unangenehmen Nebeneffekt hat und sich aus Gründen der persönlichen Ästhetik und es eigenen Körpergefühls lieber gegen eine Zirkumzision entschieden hätten, wird bei weitem weniger stark und wichtig erwähnt. Lediglich zu einem

      Den als Kind Beschnittenen fehlt jedoch diese Möglichkeit der bewussten und freien Entscheidung über das eigene Körperbild. Deshalb sollte der Entschluss zur Beschneidung des Kindes nicht leichtfertig und nicht ohne fundierte medizinische Beratung fallen.
      kann sich der Verfasser durchringen. Das ist bewusst manipulativ! Positive Wirkung, aber lieber dem Kind überlassen. Negative Folgen? Fehlanzeige!



      Heute wird die Meinung vertreten, dass die Zirkumzision im Kleinkindesalter, also ab dem zweiten Lebensjahr, durchgeführt werden sollte.
      Ist das so? Wo in der ernst zu nehmenden medizinischen Literatur steht solcher Unsinn?
      Immerhin ist er bereicht, als Zugeständnis an die Psyche von 4-5 jährigen Jungen dieses Alter auszusparen,

      Übrig bleibt also nur ein Zeitfenster für das genannte zweite und dritte Lebensjahr und dann wieder für das sechste und siebente - möglichst vor der Einschulung.
      Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Noch vor der Einschulung, denn dann ist es höchste Zeit, dass der Junge für seine sexuellen Aktivitäten ausreichend gerüstet ist und ihm alle Vorteile des vorhautlosen Penis zuteil werden können. Unbedingt noch vor der Einschulung! Das weiß man schon seit Jahrzehnten! (würg) #



      Die Eltern können wählen zwischen einer radikalen, vollständigen Beschneidung, so wie sie üblich ist bei Juden und Muslimen, und einer anteiligen Beschneidung, bei der nur die Verengung beseitigt wird und ein Teil der Vorhaut erhalten bleibt.
      Vorhautplastik? Triple Inzision? Dorsalschnitt, um die Verengung zu lösen?



      Ich weise allerdings darauf hin, dass es später erneut zu Verklebungen, auch zu Vernarbungen kommen kann, die eine wiederholte Behandlung erfordern.
      Richtig. Und deshalb ist die Teilbeschneidung auch Blödsinn. Von gänzlich vorhauterhaltenden Eingriffen hat der Verfasser leider offenbar keine Ahnung.




      Und dieser Mann war nur einer der "Experten" in der KiKa-Runde.
      Aber ein mehr als beispielhafter.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Joeye wrote:

      konnte er keinen gescheiten Satz rausbringen: "Ich bin Chirurg, kein Psychiater...


      Wirklich nicht? Das hört sich hier doch schon wieder ganz anders an:

      Ganz so einfach ist es aber wiederum nicht,
      denn laut Kinderpsychologen und basierend
      auf einer Theorie von Siegmund Freud gibt
      es bei Jungen im Alter zwischen vier und
      fünf Jahren eine so genannte phallische
      Phase, eine Entwicklung der Fixierung auf
      das Geschlechtsorgan, in der ein operativer
      Eingriff Kastrationsängste auslösen kann.


      Der beredte Schweiger kennt sogar den Sigmund Freud!
      Und was hat der Sigmund Freud nicht gemacht? Seine Söhne beschneiden lassen - obwohl er Jude war. Und der hatte auch gute Gründe.

      There is no skin like foreskin
    • Just for the records: Im Chat Protokoll, das R2D2 dankenswerterweise oben zum Download zur Verfügung gestellt hat, sind alle bis auf zwei meiner Statements enthalten:

      Die fehlenden Statements: wrote:


      1.) Ich hatte gebeten, man möge Prof. Schweiger fragen, warum in Skandinavien weitaus weniger beschnitten wird als in Deutschland.
      2.) Nachdem er diesen ganzen Hokuspokus mit Peniskrebs, HPV und HIV vom Stapel gelassen hatte: Wie schafft es Finnland bei extrem niedrigen Beschneidungsraten sehr niedrige Gebärmutterhalskrebsraten zu haben? Und warum ist es in Mali genau umkekehrt: sehr hohe Gebärmutterhalskrebsraten bei hohen Beschneidungsraten.

      Beide Fragen wurden offensichtlich vom Moderator unterschlagen (also nicht nur nicht gestellt, sondern waren auch für die anderen Chat-Teilnehmer nicht sichbar).

      Die unhaltbaren Äußerungen Schweigers im Webtalk zusammen mit dem von werner gefundenen Traktat würden m.E. einen eigenen Thread für Schweiger rechtfertigen. Offensichtlich handelt es sich beim "Kleinen Schnitt mit grosser Wirkung" um eine Veröffentlichung im Familienmagazin "Kids und Co" des Cala-Verlages. Ich würde mir wünschen, dass Kids und Co. die antiquierten Vorstellungen des Herrn Professor anhand der modernen Empfehlungen beispielsweise des Verbandes der Kinder und Jugendärzte BVJK richtigstellt.

      Was meint Ihr?
    • Dr. (Besser-)Schweiger:

      Oft liegt nur eine Vorhautverklebung vor, die mit sanften Therapieformen ohne operativen Eingriff gelöst werden kann.
      Dies geschieht mit Hilfe einer Anästhesiesalbe.
      Die Vorhaut sollte zu Hause dann stets nach dem Baden, wenn die Haut weich und elastisch ist, zurückgeschoben werden.
      Zur längerfristigen Behandlung mit kortisonhaltigen oder hormonellen Salben rate ich wegen ihrer körperbelastenden Nebenwirkungen ab.«


      Hört sich sehr gefährlich an.

      Anästhesiesalbe? Etwa Emla?
      Wenn das weht tut, heißt das, es ist noch nicht so weit! Wenn man den Schmerz mit Emla o.ä unterdrückt, dann kommt es eben zu Einrissen und Verletzungen, Entzündungen mit anschließender Vernarbung - und dann bleibt evtl. wirklich nur noch ein chrirurgischer Eingriff.
      Warum kein Cortison? Das Cortison soll doch gerade den Entzündungen vorbeugen. Das braucht man auch nicht ewig zu nehmen.

      There is no skin like foreskin
    • Am besten, man lässt sich von einem Circumfetischisten beraten:

      Eine interessante Ansicht, zu der ein junger Mann kam, der selbst vor 32 Jahren beschnitten wurde, um sowohl einem ästhetischen Bild zu entsprechen als auch aus hygienischen Gründen, gibt letztlich weiteren Grund zur Diskussion. In einem persönlichen Gespräch mit der „KIDS und Co“ Redaktion meinte Christoph W.: »Die Vorhaut hat heutzutage keine Funktion mehr, und wenn sich Leute fragen, dass das doch nicht sein kann, sich beschneiden zu lassen: Dann bedenken Sie doch einmal, was Sie mit Weisheitszähnen machen - ziehen; entzündete Mandeln - entfernen; Blinddarmentzündung - den Wurmfortsatz entfernen.... Das stellt dann komischerweise Weise keiner in Frage!«


      Doch, ich stelle das in Frage. Das sind alles keine überflüssigen Körperteile, und solange sie keine Beschwerden verursachen gibt es nicht den geringsten Grund sie zu entfernen! (Außer Geldgier von Ärzten/Zahnärzten)

      There is no skin like foreskin
    • Joeye wrote:

      Die unhaltbaren Äußerungen Schweigers im Webtalk zusammen mit dem von werner gefundenen Traktat würden m.E. einen eigenen Thread für Schweiger rechtfertigen.


      Ich meine auch es wird langsam unübersichtlich. Vielleicht kann man den Thread aufspalten in:

      1. Film - vor der Veröffentlichung
      2. Film - nach der Veröffentlichung
      3. Verstümmeloperten-Talk
      4. Chat (Opis/Omis und Kinder)

      :?:

      There is no skin like foreskin
    • Beinahe grotesk-komödiantisch wurde die "Diskussion" dann zum Schluss, als der Diskussionsleiter in die Runde fragte, ob denn der Film irgendetwas verharmlosendes oder gar verherrlichendes gehabt habe.
      "Aber neiiiiin", klopften die Experten den Filmemachern auf die Schultern, "absolut nicht!"

      Für wie naiv und dumm hält diese Anstalt die kindlichen Zuschauer und ihre Eltern?
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Herr Dr. Jörg Schweiger ist mir kein Unbekannter. Das von ihm geführte Interview und bereits verlinkte Interview sind mir bekannt - auch es schon etwas älter ist.
      Der Artikel wurde damals auch von einem Benutzer in Phimose-Info.de zur Sprache gebracht:

      phimose-info.de/phimose-forum/viewtopic.php?t=1976&p=7612
      (Vorsicht heftige Sprache)

      Eigentlich sollte man Ärzte wie Herrn Schweiger die so fern ab neuerer Erkenntnisse und internationalen medizinischer Standards tätig sind, - allein die von ihm abgelehnte Salbenbehandlung ist internationaler Standard - zum Wohle des Patienten und der Beitragszahler die Zulassung entziehen.
    • Noch etwas zur Behandlung mit Corticoidhaltigen Salben (Salbenbehandlung)

      Die Effektivität der Salbenbehandlung wurde in bisher mehr als 30 Studien aus der gesamten Welt nachgewiesen.
      Alle - absolut alle - Medizinerverbände und medizinische Fachgesellschaften der Welt, die sich zur Phimose und/oder Zirkumzision eine offizielle Positionserklärung oder Leitlinie abgegeben haben, empfehlen Salbenbehandlung als Therapie -- oft auch explizit als Therapie erster Wahl.


      Wenn Herr Schweiger also die Salbenbehandlung - aus welchen Gründen auch immer- ablehnt, dann steht im krassen Gegensatz zu den Empfehlungen aller medizinischen Fachgesellschaften der gesamten Welt und damit dem medizinisch-wissenschaftlichen Entwicklungsstand.
    • Absicht oder Bequemlichkeit?

      Schweiger, Fleischer, Rüpke - alle aus Erfurt."


      Da schämt man sich, Thüringer zu sein. Oder war's einfach nur Faulheit, weil der KIKA in Erfurt sitzt?

      Ich kann den Talk nirgend finden. Hat man ihn vorsorglich abgeschaltet, damit bloß niemand mehr Kritik üben kann?
      „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)
    • Dankt das Abendland als Vorbild ab?

      Die sog. "Westliche Welt", das "Abendland" hat offenbar abgedankt. Es zeigt seiner jungen Generation mittels Kinderfernsehen ohne den geringsten kritischen Unterton, wie Kinder und Kleinkinder per Messer am Phallus vor der ganzen voyeuristischen Sippschaft zu "Männern"(?!?) "gemacht" werden.

      Dieses von oben her zutiefst verkommene und verrottete "Abendland" wirft die mühsam errungenen Menschenrechte über Bord, klatscht ekstatisch Beifall und geilt sich wieder an altertümlichen Verletzungs-/ Initiations-/ Markierungs-Riten an Kindern als neuestem Schrei auf. Religionen mit ihren manipulativen Gedankenkonstruktionen, irrationalen Traditionen und Vorschriften zählen schon wieder mehr als das Antlitz, die Würde und Unverletzlichkeit eines jungen Geschöpfes. Die angeblich christlichen Kirchen üben eigennützig Schulterschluss mit religiösen Traditionalisten aus aller Welt, spekulierend auf eine neue Evangelisierungswelle, auf wieder mehr Einfluss auf das Gesellschaftsleben.

      Ein Junge namens Tahsin wurde von klein auf geistig dahinmanipuliert, eines Tages durch öffentliches Abtrennen eines wesentlichen Teiles seines Phallus "bewusst" zum Roma-"Mann" beschnitten zu werden. Gilt ab jetzt wieder: "Du bist nichts, dein Volk ist alles"?

      Ich hoffe auf einen Aufschrei auch von feministischer Seite bei soviel Fokussierung
      auf den kindlichen Phallus als Dreh- und Angelpunkt für das Wohl und Wehe eines
      (in diesem Falle) Roma- bzw. Sinti-Stammes.
    • Prof. Rübke:

      Wir versuchen gerade als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses vollständige Bild von Religion zu rekonstruieren und zu sehen, wie sieht Religion in der Lebenswirklichkeit; es wird ein Lied gesprochen, äh,wird gesungen, es wird ein Gebet gesprochen. Das kommt hier auch vor, aber vielen geht es überhaupt nicht um diesen theologischen Diskurs, sondern da geht es um: ich werde ein Mann- was ist das denn?


      Dr. Schweiger:


      Unseren Jungs würde ich auch so ein wunderschönes Fest wünschen, aber es geht bei uns viel nüchterner zu.
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • Nachdem dieser Dr. Schweiger in besonderer Weise aufgefallen ist, wurden die ihn betreffenden Beiträge zusammengetragen, für eine gesonderte Diskussion.
      Für mich ist dieser Herr ein Paradebeispiel eines Arztes der einer überkommenen Doxa anhaftet und der auch noch glaubt, was er da an Unwahrheiten verbreitet.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Dr. Schweiger

      gilt es öffentlich anzugehen und seinem Treiben entgegenzuwirken.

      Er informiert FALSCH.

      Seine laut Joeye geäußerte Behauptung, 30% der Männer weltweit seien zufrieden mit ihrem Beschnittensein, ist unerträglich in ihrer Ignoranz.

      Er hat also weder Ahnung von der Psyche des Menschen noch von Anatomie männlicher Genitalien, wenn er 50 % des erogenen Gewebes für bedeutungslos erklärt, in dem er behauptet, Vorhautamputationen hätten keine Nachteile.
      FGM hingegen findet er natürlich ganz furchtbar. Klar, damit kann er ja auch kein Geld verdienen.
      Es kann nicht sein, dass dieser Typ weiterhin an Jungen herumdoktorn ("Nach den ersten Lebensjahren bleiben nur noch zirka fünf Prozent der Jungen übrig, die von einer echten Phimose betroffen sind. Bei ihnen kann die Vorhaut wider allen Bemühungen nicht zurückgezogen werden und es liegt eine eindeutige medizinische Indikation zur Beschneidung vor.") und sie verstümmeln darf, nur damit ihm erspart bleibt, seinen Taten in die Augen zu sehen.

      Besonders auffällig: "wider allen Bemühungen"...nach den ERSTEN Lebensjahren...

      Wunderschöne Vorstellung, wie diese "Bemühungen", an Kleinkindern ausgeführt, wohl aussehen werden. Wahrscheinlich lechzen die Jungen danach, wie auf dem Foto in Herrn Schweigers Propaganda-pdf.
      Dass man die Finger von Kinderpenissen lassen könnte, kommt diesem Verstümmler nicht in den Sinn.

      Dass sich Männer schützen vor der Ignoranz und Empathielosigkeit, die er beispielhaft verkörpert, natürlich auch nicht.
    • Dr. Schweiger wrote:

      "Dies geschieht mit Hilfe einer Anästhesiesalbe."

      Also tut es höllisch weh! Davon, dass bei diesen Attacken auf die Vorhaut Anästhesiesalbe ( EMLA?) verwendet wird, habe ich noch nie gehört. Wie Frau Taddio nachgewiesen hat, wirkt EMLA bei Präputiallösungen kein kleines bisschen!
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • Danke werner

      auch das widerspricht allen heutigen Richtlinien.

      Dann kommt natürlich auch das Märchen, verstümmelte Penisse übertrügen weniger Krankheiten.

      Interessant auch, außer einer kleinen Operation hätten beschnittene Jungs keine Nachteile, im Gegenteil, es hätte Vorteile für den "AIDS-Schutz" (ein echter medizinischer Fachbegriff).

      Ich berichtete dies einer Freundin, die darauf sagte: "AIDS-Schutz für Kinder? Welchen Sex kann er da meinen? Will er damit eventuell aussagen, dass vorhautamputierte Jungs vor HIV-Ansteckung geschützt sind, wenn sie Sex haben? Fordert dieser Arzt das eventuell als Maßnahme für die von Priestern in katholischen Einrichtungen zum Sex gezwungenen Jungen, damit sie beim sexuellen Missbrauch vor "AIDS geschützt" sind?"

      Vielleicht ist der Herr Dr. Schweiger ein wahrer Wohltäter.
    • Selbstbestimmung wrote:

      Opjepaas! Der Web-Talk ist online!

      Anschauen und "genießen":

      mdr-interaktiv.de/clients/kika/2014/01/19/de/

      (save early, save often!)
      hab's mir grad angeschaut. Harte Nummer, grade wenn man sich bei den jeweiligen Äußerungen, Wortwahl und Mimik vergegenwärtigt, dass sich die Beteiligten hier in gemütlicher Runde zusammengefunden haben, um über den Sachverhalt "Körperverletzung" ähnlich der der weibl Beschneidung zu "philosophieren". Da kann's einen schon gruseln, zumal 5 von den 6 Personen nicht dem betroffenen Kulturkreis angehören.
      Art. 2 GG:
      (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Geschuldet der deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt dieses Grundrecht ausdrücklich nicht, wenn die Person a) ein Kind und b) männlich ist, c) die Eltern entweder jüdischen oder muslimischen Glaubens sind und d) das kindliche Genital das Ziel der Versehrtheit ist.
    • O-Ton Dr. Schweiger:


      "Ganz so einfach ist es aber wiederum nicht, denn laut Kinderpsychologen und basierend auf einer Theorie von Siegmund Freud gibt es bei Jungen im Alter zwischen vier und fünf Jahren eine so genannte phallische Phase, eine Entwicklung der Fixierung auf das Geschlechtsorgan, in der ein operativer Eingriff Kastrationsängste auslösen kann.
      Dieses Alter sollte man für die Beschneidung aussparen. Übrig bleibt also nur ein Zeitfenster für das genannte zweite und dritte Lebensjahr und dann wieder für das sechste und siebente - möglichst vor der Einschulung."



      O-Ton Dr. Mesrur Selçuk Silay (Kinderrechtsgegner):

      "Our results suggest that circumcision during the phallic period does not negatively affect the psychosexual functions in adulthood."



      ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23384008


      Beide faseln immer von "Evidenz". Welche ist nun richtig?
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • werner wrote:

      Pizarro73 wrote:

      auch das widerspricht allen heutigen Richtlinien.

      Wie ich mittlerweile aus einigen Foren erfahren habe, ist das gar nicht so ungewöhnlich mit der Anwendung von EMLA beim häuslichen Aufreissen der Verklebung.

      "Alternatives to circumcision such as a topical steroid such as betamethasone valerate 0.05% applied to the tip of the phimotic prepuce; [13] use of EMLA cream (eutectic mixture of lignocaine and prilocaine) to separate adhesions in the outpatient clinic;[14] dorsal relieving incision operation;[15] and retraction under GA alone[16] were found to be less invasive and had less postoperative complications. These procedures along with local hygiene will help preserve preputial skin for further use if required."


      bioline.org.br/pdf?ip05022
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • Ganz schon dreist, dass ausgerechnet jemand wie Schweiger -- der nach der evidence-ignorance-based medicine --verfährt ein Wort wie Evidenz überhaupt in den Mund nimmt.

      Eine "Evidenz" -- besser übersetzt Belege - für die These, dass eine Beschneidung psychisch mehr oder weniger harmlos sei, solange man nur die phallische Phase ausspart, gibt es nicht.

      Das ist pseudowissenschaftlicher Unsinn - mehr nicht.

      . Übrig bleibt also nur ein Zeitfenster für das genannte zweite und
      dritte Lebensjahr und dann wieder für das sechste und siebente -
      möglichst vor der Einschulung."
      Und nach der Schulalter, was beginnt da -- die zweite phallische Phase?
      Nein wirklich, man kann nur staunen, was dieser Chefarzt sich da so zusammenreimt -- das ist weit entfernt von irgendetwas was man wissenschaftsbasierte oder evidenzbasierte Medizin nennen könnte.