Wie komme ich darüber hinweg?

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    • ich wrote:

      ich es mir selbst zuzuschreiben habe-also muss ich das mit mir selbst verantworten
      Ich auch, macht glaub keinen großen Unterschied, wie du man in die Sache reingerutscht ist...

      ich wrote:

      Dazu noch, dass sich manche hier chemisch kastriert haben-irgendwo steht das; oder gibt ein Link zu der Story
      beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=2944


      ich wrote:

      Nein-ich habe nicht mehrere Termine ausgemacht ;(
      Na, dann ran, mach gleich noch was bei anderen Psych...s klar, es ist nie zu spät, absagen bei den anderen geht immer noch, falls du an den richtigen läufst ;)
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Was tun? Was tun!



      Was mir hilft, wenn es mir schlecht geht: Ich komme raus aus meiner Passivität und tue etwas, damit es mir besser geht. Und sei es ein Spaziergang. Wenn das nicht hilft, versuche ich etwas anderes. Laufen, hinfallen, wieder aufstehen, weiterlaufen, nächstes Mal besser hinfallen. Am Anfang: Mit Leuten reden und die eigenen Handlungsperspektiven abchecken.

      Was mir vor meiner Beziehung geholfen hat: Ich habe mir meine sexuelle Aufklärung überwiegend im Internet und in feministischen Artikeln angelesen und ich habe sexuell erfahreneren Menschen zugehört, wenn sie was Kluges über Sexualität gesagt haben, sowie die Beschneidungsdebatte mitverfolgt. So habe ich mich emotional darauf eingestellt, dass ich beim Sex möglicherweise nicht zum Höhepunkt kommen werde, dass Sex nicht das Wichtigste im Leben und in der Beziehung ist und dass der Höhepunkt nicht das Wichtigste beim Sex ist. Und dass ich Gleitmittel mitbringen sollte.

      Was mir in meiner Beziehung geholfen hat: Ich habe vor, beim und nach dem Sex mit meiner Freundin geredet (sollte eigentlich der Normalfall sein sein, ist es aber leider nicht). Groteskerweise war ich derjenige, der sie trösten musste. Sie hatte sich immer zu Unrecht für eine schlechte Liebhaberin gehalten, weil sie es so schwer hatte, mich als beschnittenen Mann zum Höhepunkt zu bringen.

      Was mir nach meiner Beziehung geholfen hat: Ich habe mich an den schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit erfreut. Ein paar Monate nach der Beziehung hatte ich meinen seelischen Tiefpunkt, über den ich mittlerweile hinweg bin. Ich habe mit Freunden geredet, mich über Restoring informiert, mit Restoring angefangen, freue mich über die stetige Verbesserung trotz der kleinen Rückschläge (Hautreizungen) und bin Intaktivist geworden. Ein zentrales Element meiner Bewältigungsstrategie ist mein Famelab-Vortrag gewesen. Ich habe festgestellt, dass ich unter der Ohnmacht gegenüber der Verstümmelungskultur am meisten leide. Der Vortrag war ein gegen diese Ohnmacht gerichteter Akt der Selbstermächtigung und der Rückeroberung der Deutungshoheit über das Verbrechen, das mir angetan wurde. Das hilft mir.

      Was Dir gut tut, musst Du selbst rausfinden. Das Wichtigste ist der Anfang: mit Freundin/Freunden/Mutter/Beschneidungsforum/Psychotherapeuten reden.
    • Christian M wrote:

      Was mir hilft, wenn es mir schlecht geht: Ich komme raus aus meiner Passivität und tue etwas, damit es mir besser geht. Und sei es ein Spaziergang. Wenn das nicht hilft, versuche ich etwas anderes. Laufen, hinfallen, wieder aufstehen, weiterlaufen, nächstes Mal besser hinfallen. Am Anfang: Mit Leuten reden und die eigenen Handlungsperspektiven abchecken.
      Das hilft mir auch.
      Ich wünschte mir ich könnte es aber noch länger vergessen.


      Christian M wrote:

      Und dass ich Gleitmittel mitbringen sollte.
      …mit dem Gedanken dass mein kleiner Bruder nicht mal auf sowas jemals angewiesen sein wird.


      Christian M wrote:

      Sie hatte sich immer zu Unrecht für eine schlechte Liebhaberin gehalten, weil sie es so schwer hatte, mich als beschnittenen Mann zum Höhepunkt zu bringen.
      Es tut mir so leid, dass ich nicht der Mann sein kann, den sich eine Frau von Natur aus wünscht.


      Christian M wrote:

      Ich habe festgestellt, dass ich unter der Ohnmacht gegenüber der Verstümmelungskultur am meisten leide.
      Das ist zwar nicht das Hauptproblem, aber auch ich fühle mich passiv aus der Ferne versklavt.


      Christian M wrote:

      dass Sex nicht das Wichtigste im Leben und in der Beziehung ist und dass der Höhepunkt nicht das Wichtigste beim Sex ist.
      …Also wäre es ursprünglicherweise so, aber… am besten nicht so denken, sonst denkt man ja darüber nach, was jemanden fehlt, anders als die intakte Mehrheit der Weltbevölkerung mit Vorhaut-Luxus.

      Und dann noch die unterbewussten Gedanken, dass man nicht genug ist, und dass die Frau in dem Moment verständlicherweise negativ über die Verstümmlung denkt, und sich wünscht es sei anders. Also Intakt.