Phimose Diabetes Typ 1

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    • Phimose Diabetes Typ 1

      Hallo,

      ich leide seit 2012 an Diabetes Typ 1. Leider ist mein Zucker schon über einen längeren Zeitraum nicht gut eingestellt. Ich vermute mal, dass ich das Glück mit der Phimose daher habe. Ist laut Urologe auch eine recht häufig vorkommende Komplikation.
      Naja jedenfalls war ich jetzt beim Urologen welcher mir sofort eine Beschneidung aufschwatzen wollte. Ich konnte ihm allerdings erstmal eine Salbe, welche ich 6 Wochen auftragen soll abschwatzen. Allerdings direkt mit dem Kommentar, dass diese wahrscheinlich nicht helfen würde und man das eher bei Kindern macht.

      Meine Phimose sieht aktuell so aus, dass ich weder im schlaffen noch im errigierten Zustand die Vorhaut komplett zurückziehen kann. Im schlaffen Zustand geht sie ungefähr bis zur Hälfte der Eichel zurück. Im errigierten Zustand ist nur der "Kopf" bzw. die Harnröhre zu sehen.

      Ich weiß, dass ich jetzt erstmal abwarten muss was die Creme bewirkt. Allerdings suche ich trotzdem nach Ideen / Tipps die mir helfen die OP zu umgehen. Und falls es zu einer OP kommt suche ich im Raum Niedersachsen nach einem geeigneten Arzt welcher sich vllt auch mit Triple Incision auskennt. Habe das Gefühl das einige Urologen einfach nur alles absäbeln wollen und dann ihre Ruhe haben...

      Grüße
    • st01x wrote:

      Ich weiß, dass ich jetzt erstmal abwarten muss was die Creme bewirkt. Allerdings suche ich trotzdem nach Ideen / Tipps die mir helfen die OP zu umgehen. Und falls es zu einer OP kommt suche ich im Raum Niedersachsen nach einem geeigneten Arzt welcher sich vllt auch mit Triple Incision auskennt. Habe das Gefühl das einige Urologen einfach nur alles absäbeln wollen und dann ihre Ruhe haben...
      Mit der Creme ist es nicht mal verkehrt. Kann man ja versuchen. Aber ich weiß wirklich nicht, ob eine Triple Incision bei Diabetes Erkrankung wirklich weiterhilft? Bei dieser Zuckerkrankheit verheilt doch alles schlechter und langsamer. Ist diese Phimose wirklich durch Diabetes entstanden? Oder war die Vorhaut auch schon früher verengt?

      st01x wrote:

      Habe das Gefühl das einige Urologen einfach nur alles absäbeln wollen und dann ihre Ruhe haben.

      Das liegt aber auch daran weil nicht alle Urologen in der Lage sind, eine Triple Incision durchzuführen. Dieser Eingriff ist auch komplizierter als eine komplett Beschneidung. Viele Urologen wollen nur deshalb eine komplett Beschneidung machen, weil diese auch Preislich günstiger ist. Kommt es bei einer Teilbeschneidung oder Tripe Incision erneut zu Verengung, wird eine zweite OP fällig. Und dann bleiben die Urologen auf diesen doppelten OP-Kosten zusätzlichen sitzen. Daher empfehlen die meisten Urologen gleich eine komplett Beschneidung. Was ich auch noch weiß. Bei der Triple Incision müssen mehrere Schnitte gemacht werden. Das heißt diese OP dauert deutlich länger und ist auch aufwendiger. Als wenn man eine komplett Beschneidung in nur 20 Minuten macht. Der große Nachteil bei komplett Beschneidung ist halt, dass die Empfindlichkeit der Eichel erheblich abnimmt. Das heißt die Eichel wird von Jahr zu Jahr unempfindlicher. Habe ich selber so erlebt bei meiner Phimose OP. Da wurde auch eine komplett Beschneidung gemacht. Und die Eichel ist bei mir unempfindlicher geworden. :(
    • Phil21 wrote:

      Kommt es bei einer Teilbeschneidung oder Tripe Incision erneut zu Verengung, wird eine zweite OP fällig. Und dann bleiben die Urologen auf diesen doppelten OP-Kosten zusätzlichen sitzen. Daher empfehlen die meisten Urologen gleich eine komplett Beschneidung.

      Ist das wirklich so? Ich hätte jetzt angenommen, dass diese Kosten für eine zweite Operation dann auch von den Krankenkassen übernommen werden. Also umsonst wird wohl kein Arzt operieren.
    • brokendream wrote:

      Ich bezweifle auch das der Arzt nur eine OP bezahlt bekommt.
      Jede OP muss doch von der Krankenkasse genehmigt werden. Und erst Recht werden die Krankenkassen misstrauisch, wenn die gleiche OP ein zweites mal durchgeführt werden muss. Dann sind das doppelte Kosten für die Krankenkasse. Und da werden sich einige Fragen warum die OP ein zweites mal dann durchgeführt werden muss? Was da bei der ersten OP schief gelaufen ist. Ob der Arzt schuld daran hat. Und warum jetzt nochmal für eine weitere OP bezahlt werden muss? Ausnahme ist natürlich wenn der Patient die OP selber bezahlt.
    • Danke erstmal für die ganzen Antworten und sorry wegen der späten Rückmeldung. Die Arbeit kam natürlich dazwischen.

      Ja, dass bei einem schlechten Langzeitwert die Wundheilung schlechter ist ist richtig. Aber das Problem würde ich ja wahrscheinlich so oder so bekommen. Also auch bei einer radikalen Beschneidung müssen die Wunden heilen. Ob das jetzt bei der einen Methode generell "besser" oder schneller verheilt weiß ich natürlich leider nicht.

      Die Vorhaut war früher nicht verengt, nein. Im Prinzip ist das ganze erst im Verlauf meiner Diabetes Erkrankung entstanden (Anfälligkeit für Infekte, "Zucker" wird über Urin ausgeschieden = guter Nährboden usw.)
      Inwiefern eine Triple Incision bei einem Diabetiker bzw. bei mir Sinn macht vermag sicherlich nur jemand einzuschätzen, der das schon öfter gemacht hat. Daher suche ich ja auch nach einer Empfehlung möglichst in der Nähe. Falls es nicht anders geht würde ich natürlich auch eine längere Reise auf mich nehmen.

      Meiner Recherche nach sollte das mit der Krankenkasse eigentlich kein Problem werden. Ansonsten besteht sicherlich auch die Möglichkeit einer Zuzahlung oder ähnlichem falls das wirklich der "Blocker" für eine eventuell zweite OP sein sollte.

      Ich werde es jetzt erstmal mit der Salbe versuchen aber möchte halt gerne nichts unversucht lassen bevor der Doktor sein Werk tut. Ist halt unumkehrbar und will es daher nicht übers Knie brechen. Habe einfach Angst, dass ich es machen lasse und mir hinterher Vorwürfe mache, wieso ich da nicht allen Möglichkeiten nachgegangen bin und unglücklich damit bin.