Barmherzige Brüder Regensburg

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    • Barmherzige Brüder Regensburg

      Hallo zusammen,

      hat jemand Erfahrung mit der Klinik bzw. ich wollte mal hier mitteilen was ich von denen weiß... es geht um folgendes: meine beste Freundin hat vor zwei Wochen Entbunden und ihr Sohn hat wohl eine Hypospadie 1-2 Grades....im Klinikum Süd in Nürnberg wo sie entbunden hat, hat der Kinder Chirurg der es sich angeschaut hat wohl gesagt er würde es bald möglichst operieren! Da ich aber von einer ehemaligen Arbeitskolleing weiß, dass ihr Sohn das gleiche hatte, hab ich da mal nach gefragt und sie meinte sie haben es damals im Klinikum Barmherzige Brüder in Regensburg St.Hedwig machen lassen, die operieren erst mit 1 Jahr! Dadurch sind wir dann eben auch auf das Phimose Thema gekommen und da hat sie mir erzählt, dass ihr Neffe 2012 auch ein Problem mit seiner Verengung hatte mit Entzüdnungen und Schmerzen etc. und ihre Schwägerin war auch in Regensburg und die haben damals nur eine Erweiterungsplastik gemacht!

      Schon erstaunlich, wo viele Ärzte das ja garnicht anbieten bzw. den Eltern nicht mal zur Wahl stellen, dass es vor 9 Jahren dort schon angeboten wurde!

      Auf der Seite steht dazu aber leider nichts genaues.. sondern nur Teilbeschneidung! Aber positiv ist, beim Spanischen Kragen schreiben sie das es erstmal andere Möglichkeiten gibt als sofort ne komplette Beschneidung.Aber wer aus dem Raum Oberpfalz etc. kommt, bestimmt ne gute Anlaufstelle bzw. man kann ja zumindest mal Fragen!

      barmherzige-regensburg.de/urol…maennlichen-genitals.html
    • Franzi1102 wrote:

      Dadurch sind wir dann eben auch auf das Phimose Thema gekommen und da hat sie mir erzählt, dass ihr Neffe 2012 auch ein Problem mit seiner Verengung hatte mit Entzüdnungen und Schmerzen etc. und ihre Schwägerin war auch in Regensburg und die haben damals nur eine Erweiterungsplastik gemacht!
      Bis Du sicher, dass es wirklich eine Erweiterungsplastik war? Und nicht vielleicht eine partielle Beschneidung?!
      Erweiterungsplastik heißt tatsächlich dass kein Stück Vorhaut entfernt wird. Vielleicht hat deine Freundin das durcheinander gebracht?!
    • sie sagt es wurde nur ein Schnitt gemacht um es zu weiten.... weil ihr Bruder wohl gegen eine Beschneidung war und sie deswegen lange gezielt nach einre Alternative gesucht haben...

      und auf der Seite der Klinik steht ja auch beim spanischen Kragen:

      Dabei wird der Schnürring unter Vollnarkose eingeschnitten und vernäht, so dass die Vorhaut wieder nach vorne gestreift werden kann.

      Dann kann es doch sein das sie auch eine Erweiterungsplastik können, oder?

      The post was edited 1 time, last by Franzi1102 ().

    • Also sie sagt auch ,die meisten sagen erst ab 1 Jahr operieren!

      Der Arzt in Regensburg scheint wohl auch einer der Spezialisten zu sein und operiert circa 150 - 200 Fälle pro Jahr ... im Vergleich macht das Südklinikum in Nürnberg wohl circa 50 OPs pro Jahr.

      Dr.Stehr hab ich ihr auch schon gesagt soll sie mal einen Termin machen was der dazu sagt... sie würde die Vorhaut halt gerne erhalten aber bis jetzt hat ihr jeder gesagt die muss weg bzw. benutzt werden .
    • Ja. Teile der Vorhaut wird für die Rekonstruktion benutzt. Da würde ich eher zu Dr. Hadidi raten der Versucht diese zu erhalten und dann funktionsfähig zu rekonstruieren.
      Bei einer Hypospadie ist es meist so das die Vorhaut wie ein offener Mantel auf der Eichel liegt. Die Eichel ist auch sichtbar.
      Hadidi schließt dann wohl die Vorhaut in einer zweiten OP das sie normal funktioniert.
    • bei ihm ist wohl eh nicht viel vorhaut gewachsen...so 1/3 circa ....

      Er ist jetzt ja erst 16 Tage alt ...sie hat jetzt nur die Meinung aus dem Süden und alles andere nur durch Internet Recherchen.

      Sie hat ja jetzt in Ruhe Zeit sich mehrere Meinungen zu holen ....sie sind gerade noch dabei daheim anzukommen mit stillen etc.
    • Grundsätzlich sollte man nicht aus jeder kindlichen "Besonderheit" ein Drama machen. (ich spreche da aus eigener, leidvoller Erfahrung).
      Ich habe als Kind zwei OPs "umsonst" - für die Chirurgen waren sie natürlich lukrativ - durchmachen müssen weil meine Mutter Dinge dramatisiert hat. Zumindest eine der beiden habe ich als "traumatisch" in Erinnerung.

      brokendream wrote:

      Also die Hypospadie ist ja nichts lebensbedrohliches
      Nicht nur das, in vielen Fällen hat sie auch keinen Krankheitswert. In solchen Fällen ist eine Operation (die immer auch mit einem Risiko verbunden ist) ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des Betroffenen. In den meisten Fällen könnte gewartet werden, bis der Betroffene selbst entscheiden kann. Das empfiehlt auch die WHO (OK, nicht alles was die WHO empfiehlt... aber da haben sie wohl Recht) empfiehlt. Angeblich sind 90% der Hypospadien leichtere Fälle.

      Es gibt den kessen Spruch: "Auch die Männer sollen sitzen, damit sie nicht so furchtbar spritzen". Nach alle den vollgep... Männertoiletten, deren Anblick mir in meinem Leben bisher nicht erspart blieb - da ist was dran. Wenn das also das Problem ist, dass der Urin sich beim Pinkeln stärker verteilt - das ist bei der Hälfte der Menschheit so. Dann setze man sich eben. Es ist eben nicht so, dass jeder Betroffene später die H. als operationswürdige Belastung sieht.

      Wenn gesagt wird: "dann wird er später vielleicht gehänselt" - dann sind wir wieder bei "Normierung". Wie bei der "Beschneidung". Wo doch heute immer die "Diversität" hochgehalten wird.
      Jungen werden am ehesten gehänselt, wenn sie "einen Kurzen" haben. Die Länge des schlaffen Penisses variiert erheblich, wie so vieles am menschlichen Körper. Da hilft keine OP, da hilft nur, wenn die Eltern Selbstbewusstsein vermitteln.

      Ich meine, bei Operationen an nicht zustimmungsfähigen Kindern sollten strenge Maßstäbe angelegt werden. Ob sie unter ihrem Zustand tatsächlich leiden. Bzw., ob ohne OP im Kindesalter Schäden entstehen, die sich erst später auswirken. Und wenn sie leiden, sollte als nächstes geprüft werden, ob dem Leiden durch konservative Therapie, ohne OP abgeholfen werden kann.

      Wenn etwas schief geht bei einer medizinisch eigentlich nicht notwendigen OP an einem nicht zustimmungsfähigen Kind wird man sich als Eltern wohl den Rest des Lebens Vorwürfe machen.
      Ein Recht auf ein Leben mit vollständigen Genitalien muss in Deutschland möglich sein
    • Ich weiß man soll nicht nach der Norm gehen aber ich hab mir Bilder von Hypospadien Typ 1 bei Erwachsenen angeschaut. Das die Harnröhre auf der Höhe des Frenulums endet, damit kann man noch Leben denke ich.
      Mitunter ist aber die Eichel doch anders geformt.
      Ach kann ich mir vorstellen das wenn man im Sitzen Wasser lässt so angenehm ist wenn der Urin über die Hoden läuft.
    • zu ihr hatten sie bei der erstuntersuchung gesagt, die öffnung liegt etwas weiter hinten als bei grad 1 üblich, also irgendwo zwischen grad 1 und 2 .... die vorhaut ist wie gesagt eh nicht so viel gewachsen...

      aber sie haben ihr auch gesagt, gemacht werden muss es weil er wohl sonst keine Kinder zeugen kann... aber das stimmt nicht:

      Patienten mit einer Hypospadie Grad drei können ohne Operation keine Kinder zeugen, Jugendliche und Männer mit einer unbehandelten Hypospadie Grad vier können zudem auch keinen Geschlechtsverkehr haben.


      Sie will sich auf jeden Fall die nächsten Monate noch 1-2x Meinunge holen aber aktuell tendiert sie auch eher dazu es erstmal nicht operieren zulassen.
    • brokendream wrote:

      Ach kann ich mir vorstellen das wenn man im Sitzen Wasser lässt so angenehm ist wenn der Urin über die Hoden läuft
      Der Mensch hat doch Hände. Zwei sogar, eine müsste eigentlich reichen, um den Penis so zu halten, dass die Chose in die Schüssel und nicht am Sack entlang läuft.
      Ich habe meinen Johnny beim "Schiffen" immer in der Hand. Dürften wohl die meisten Männer so halten, allein wegen des unberechenbaren Rückstoßes.

      Aber jetzt zerbrechen wir uns den Kopf von Betroffenen. "Gefahr in Verzug" dürfte kaum bestehen.
      Also kann der Betroffene selbst entscheiden, ob er mit dem gegebenen Zustand klar kommt oder ob er sich unter das Messer legt.
      So etwas will wohl überlegt sein.

      Im Gegensatz zur selbstbestimmten Zirkumzision vermute ich, dass die Kasse ggf. dafür aufkäme.

      Mein Nick ist "Selbstbestimmung", der kommt nicht von ungefähr. Ich bin sehr für Selbstbestimmung wenn es um den eigenen Körper geht, wo immer das möglich ist.
      Ein Recht auf ein Leben mit vollständigen Genitalien muss in Deutschland möglich sein
    • Selbstbestimmung wrote:

      Also kann der Betroffene selbst entscheiden, ob er mit dem gegebenen Zustand klar kommt oder ob er sich unter das Messer legt.
      So etwas will wohl überlegt sein.

      Im Gegensatz zur selbstbestimmten Zirkumzision vermute ich, dass die Kasse ggf. dafür aufkäme.

      Mein Nick ist "Selbstbestimmung", der kommt nicht von ungefähr. Ich bin sehr für Selbstbestimmung wenn es um den eigenen Körper geht, wo immer das möglich ist.


      Es ist manchmal wirklich schwierig als Eltern.... es kann genau so gut sein, dass er ihnen später Vorwürfe macht wenn sie es nicht als Kinder gleich erledigen und er sich für seinen Penis schämt und sich dann überwinden muss das ganze im Erwachsenenaltern über sich ergehen zu lassen weil ihn der Zustand belastet....Aber nach unserer Erfahrung bin ich auch der Meinung das es so rum besser ist... weil wenn die OP gemacht ist, ist sie gemacht, rückgängig machen geht nicht mehr... eine selbstbestimmte Entscheidung im Erwachsenenalter dafür ist immer möglich!

      Als Eltern hat man eigentlich die Aufgabe sein Kinde psychisch wie physich unversehrt ins Erwachsenenaltern zu bringen.... Die meisten Eltern probieren alles, auch mediznische Eingriffe, nach bestem Wissen und Gewissen zu machen... was nicht immer einfach ist!! Man ist auch nur ein Mensch und nicht fehlerfrei.... man lernt dazu, sammelt Erfahrungen...

      Es geht ja schon bei so Sachen los wie: impfe ich mein Kind... sollte das nicht aus selbstestimmt sein? seinem Kind einen Stoff einzuspritzen... aber trotzem impfen fast alle Eltern ohne drüber nach zu denken ihre Kinder gegen alles was die Stiko empfiehlt.... weiter gehts bei Zahnspange... Weißheitszähne... Pauckenröhrchen... wie gesagt, es ist nicht immer einfach....

      Unsere Tochter wird z.b. im Laufe ihres Lebens wahrscheinlich eine Augen-Op benötigen ..sie hat auf dem einen Auge ein stark ausgeprägtes Schlupflid und eine Pupillenstarre ... wir sind hier jährlich in der Uniklinik Erlangen...bis jetzt ist ihre Sehkraft nicht beeinträchtig... aber uns wird jedes Jahr gesagt, wenn das Lid das Sichtfeld zu ehr einschränkt empfehlen sie eine Korrektur - OP.... wir waren eigetnlich immer davon überzeugt dieser Empfehlung nachzukommen...aber haben jetzt durch unsere Erfahrung mit unserem Sohn, unsere Meinung geändert... solang es sie nicht stört oder sie selbst sagt das sie es gemacht haben will, soll sie es selbst entscheiden wenn sie alt genug ist.. bei so einer Augen-Op kann schließlich auch einiges schief gehen und es kostet sie im schlimmsten Fall das Augenlicht.. das möchte ich nicht entscheiden!