Pinned FREITAG, 7. MAI 2021 UM 09:00 UTC+02 WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

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    • FREITAG, 7. MAI 2021 UM 09:00 UTC+02 WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

      7. MAI 2021 [b]– Weltweiter Tag der Genitalen Selbstbestimmung – 9 JAHRE “KÖLNER URTEIL”
      Live Online-Events rund um die Uhr
      Beginn: 9:30 Uhr
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      genitale-selbstbestimmung.de/
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Hier der Sendeplan des diesjährigen #WWDOGA LIVE-STREAM am 7. Mai nach aktuellem Stand :)
      Bitte teilen und einschalten - für unteilbare Kinderrechte! DANKE!
      genitale-selbstbestimmung.de
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      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Es war eine super Veranstaltung, Dickes Lob an alle beteiligten Akteure !!!!
      Was mir durch die zwei Beiträge der Parteien klar wurde, die Politik interessiert sich absolut nicht für die Probleme der Genitalverstümmelten Jungen und Männer und legalisiert auch weiter die Verstümmelung/Amputation aus niedrigen Beweggründen sowie sexuellen Präferenzen der Eltern!!

      Es ist erschreckend, das ausschließlich die AfD die körperliche Unversehrtheit von Jungen in ihr Parteiprogramm aufgenommen hat und die großen Parteien unsere Hilfeschreie ignorieren.

      Zuwanderung, Multi-Kulti, Klimawandel, Frauenrechte - Ein bunter Blumenstrauß an Themen, da findet das Thema Genitalverstümmelung an Jungen keinen Platz und macht Jungen weiterhin zum Spielplatz sexueller Phantasien!!
      Eure Stimme wollen sie aber haben. Lasst Euch nicht länger täuschen.

      Das kurze Videointerview mit den Grünen hat die Haltung klar zum Ausdruck gebracht, "Wir" sind ein Nebenschauplatz den man auch nicht mehr anfassen möchte!!
    • Bevor hier Mythen und Märchen verbreitet werden:
      Die AfD ist die einzige im Bundestag vertretene Partei, die je auf Bundesebene über so eine Position abgestimmt hat, und sie hat sich gegen den Schutz von Jungen ausgesprochen.
      Wenig verwunderlich, denn männliche Verletzlichkeit ist von jeher kein Thema bei Rechtspopulisten/-radikalen.
      Daran ändern auch vereinzelte andere Positionen auf Landesebene nichts, denn sie sind für Bundespositionen irrelevant.
      Alle anderen im Bundestag vertretene Parteien haben bisher keine beschlossene Position zu dem Thema. Gerade bei Bündnis 90 / Die Grünen bestand ja im Vorstand bei der BDK 2012 die nackte Angst vor einer Abstimmung der vorliegenden Anträge zum Schutz auch von Jungen, weswegen mit allen Tricks und massivem Druck von Claudia Roth etc. eine Abstimmung verhindert wurde.
    • Schand_tat wrote:

      Die AfD hat am 28.01.2021 einen Antrag auf Meldepflicht weiblicher Genitalverstümmelung in den Bundestag eingebracht
      Wir sind hier alle genauso kategorisch gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen, wie wir gegen die Genitalverstümmelung von Jungen sind.

      Die Genitalverstümmelung von Mädchen war immer verboten, und wird seit 2013 mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft.

      Der Antrag der AfD würde bedeuten, dass alle Frauen, die vor ihrer Einwanderung in Afrika oder Asien eine GM erlitten hätten von Ärzten gemeldet werden müssten - obwohl sie Opfer sind. Die würden erfasst, und das weckt ungute Erinnerungen.
      Sie würden unter einen Generalverdacht gestellt.
      Frauen, die Opfer einer GM wurden haben Anspruch auf ärztliche Hilfe, z.B. rekonstruktive Operationen, und da ist gut so.
      Betroffene Frauen, die Hilfe benötigen würden sich nicht mehr trauen zum Arzt zu gehen.

      Juden beschneiden Mädchen nicht. Deswegen gibt es bei der AfD mit solchen Vorschlägen kein Problem mit der Gruppierung "Juden in der AfD":

      Juden in der AfD wrote:

      Ein Verbot der Beschneidung ginge also nicht nur mit keinerlei gesundheitlichen Vorteilen für die männlichen Bevölkerung einher, sondern würde stattdessen die Glaubensfreiheit einschränken sowie darüber hinaus jüdisches Leben in Deutschland stark beeinträchtigen. Solch ein Verbot lehnen wir ganz entschieden ab
      Und damit war die Sache für die Bundespartei gelaufen. Man hätte zu gerne den Muslimen einen reingewürgt, aber auf die Stimmen von jüdischen Wähler wollte man nicht verzichten.
      Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche (also auch genitale) Unversehrtheit

      Jeder hat das Recht auf Vorhaut
    • Ulrike Bahr SPD wrote:

      fordere auch ich ein Recht auf Unversehrtheit für die Kinder"

      Super! Das freut mich! :thumbup:


      Da habe ich gleich mal nachgeschaut, wie Frau Bahr am 12.12.2012 abgestimmt hatte.
      Aber - da war Frau Bahr noch nicht im Bundestag.


      Es freut mich auch, dass Frau Bahr zum WWDOGA gekommen ist.


      Aber ihre kurze Rede finde ich dennoch enttäuschend. Mir ist schon klar, dass der Wahlkampf schon begonnen hat und dass von einer Abgeordneten erwartet wird, dass sie die Politik ihrer Partei vertritt, bzw. "verkauft". Trotzdem - für mich enttäuschend.
      Das kann ich nicht einfach so stehen lassen.

      So bin ich halt: "Hier stehe ich, ich kann nicht anders!"
      Und deshalb ein paar Anmerkungen zu ihrer Ansprache von mir:


      Ulrike Bahr wrote:

      Denn Kinder haben ein Recht auf ihren eigenen Körper und müssen vor Normierungsdruck von außen geschützt werden


      Ein wunderschöner Satz! Der gehört in Stein gemeißelt! Der gehört ins Grundgesetz!
      Ach Quatsch - der steht ja schon drin: "Jeder (also auch Kinder, also auch Kinder, die "lediglich" "nur" Jungen sind, also nicht mal Mädchen) hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Bumm!


      "Denn Kinder haben ein Recht auf ihren eigenen Körper und müssen vor Normierungsdruck von außen geschützt werden"


      Schöner Satz, ja. Aber, Frau Bahr: "where's the beef?"
      Ihre Partei, die SPD hat mit großer Mehrheit für die Entrechtung aller Jungen, für ein elterliches Recht auf - ja, genau ich traue mich im Gegensatz zu ihnen den einzig passenden Ausdruck für die nicht-indizierte Amputation von rd. der Hälfte der sensiblen Penis-Oberfläche eines nicht zustimmungsfähigen Kindes zu benutzen - Genitalverstümmelung ihrer Söhne gestimmt.

      Ulrike Bahr wrote:

      ...hat der Bundestag vor ein paar Wochen mit dem §1631e ein Operationsverbot beschlossen.


      Ja. Und in der Gesetzesbegründung steht sogar das "böse" Wort: VORHAUT
      Seitdem gibt es rechtlich gesehen gleich drei Arten von Vorhäuten, mit dreifach verschiedenem gesetzlichen Schutz: Mädchen, Intersex, Jungen. Salopp gesagt: gesetzlicher Schutz von 100 bis Null Prozent.


      Ist das gerecht?


      Bahrs Partei, die SPD ist doch so dermaßen für Geschlechtergerechtigkeit, für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung!
      Aber vor der Frage der Geschlechtergerechtigkeit bzw. der krassen Diskriminierung bei nicht indizierten genitalreduzierenden Eingriffen an Kindern KNEIFT sie einfach.


      Als ob es gar keine medikalisierte GGM, keine religiös motivierte GGM, keine "Klitorisvorhautbeschneidung" gäbe. Als ob nicht immer wieder schwere Penisverletzungen und sogar Todesfälle bei BGM vorkämen
      Als ob nicht auch in Deutschland Jungenverstümmelungen ohne jede Betäubung stattfänden.

      weil gleichzeitig der §1631d, der die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen weiterhin erlaubt nicht angetastet wurde.

      Dieser Satz enthält zwei fußnägelaufrollende Fehler:


      1. aus religiösen Gründen


      Immer wieder gerne behauptet - steht aber überhaupt nicht im 1631d drin.
      Alle Eltern dürfen lt 1631d aus fast beliebigen Gründen ihre Söhne genitalverstümmeln lassen.


      Sie dürfen nur nicht so doof sein, vor der GM eine Anzeige in der Zeitung zu setzen: "Wir lassen jetzt unseren Sohn "beschneiden" um ihn für sein häufiges Masturbieren zu bestrafen".
      Das könnte lt Gesetzesbegründung eventuell Schwierigkeiten geben!

      Aber da müsste sich schon ein Staatsanwalt finden, der "aus öffentlichem Interesse" heraus Anklage erhebt. Sonst kann das nämlich niemand.
      Denn - klar - jeder Junge hat das Recht, sich "einen von der Palme zu holen". Und dafür ist die Vorhaut geradezu ideal geeignet.
      Wenn der Lustgewinn anschließend vermindert ist, wird höchstens öfter "gerubbelt". Und die notwendige Gleitcreme spendiert dann der Gesetzgeber, der den 1631d verbrochen hat. (Ironie)
      Ansonsten greift der Junge in seinem Triebstau dann evtl. zu ungeeigneten Mitteln, z.B. Shampoo, und bekommt davon Probleme mit der Haut.

      2. "nicht angetastet" - Nicht angetastet - das stellt die Vorgänge auf den Kopf!

      Die Genitalverstümmelung von Jungen war (logischerweise und grundgesetzkonform) eine strafbare Körperverletzung - bis 2012,.
      Nur fand sich bis dahin leider keine Staatsanwalt bzw- anwältin, der/die den Mumm hatte, sich schützend vor die Jungen zu stellen.
      Bis dann Union, SPD, FDP und Grüne gemeinsam mit großer Mehrheit die Penisse von kleinen Jungen zum Verstümmeln freigegeben haben. "Angetastet", nein mit einem Messer geschnitten - werden die kleinen Jungen.


      "Identitätsstiftend" ich kann dieses Totschlagargument, diese Worthülse hinter der sich die Politik gegebtsmühlenartig verschanzt nicht mehr hören!


      Für die 12 Stämme ist es identitätsstiftend, dass sie nach Bibelgebot ihre Kinder züchtigen.
      Who cares?


      Haben genital vollständige Juden oder Muslime etwa keine Identität? Sind nicht viele jüdische Männer in Deutschland genital vollständig? Wer möchte denen ihre jüdische Identität absprechen?
      Ist "vorhautlos" eine Identität? Wer diese "Identität" wirklich haben möchte - kann sie als Erwachsener jederzeit selbstbestimmt herbeiführen. Wer diesen irreversiblen Zustand nicht haben möchte hat alles Recht intakt zu bleiben.

      Die Fachleute...bei den Jungen wird argumentiert, sie hätten keine gesundheitlichen Nachteile durch die Beschneidung - im Gegenteil, sie würden als nicht-beschnittene in ihren peer groups eher Stigmatisierung ausgesesetzt.


      "Die Fachleute" - sich hinter "Fachleuten", die zu allermeist aus traditionellen Gründen vorhautlos sind oder solchen Familientraditionen entstammen zu verschanzen gildet nicht!
      Die Frage des Rechtes auf vollständige Genitalien ist eh keine medizinische, höchstens eine medizynische Frage.

      "...im Gegenteil, sie würden als nicht-beschnittene in ihren peer groups eher Stigmatisierung ausgesesetzt."


      Dieser - von Bahr an dieser Stelle nicht hinterfragte Teilsatz ist besonders schlimm!


      Niemand darf wegen seines Genitalzustandes gemobbt werden! Der Skandal ist das Mobbing. Nicht die "fehlende-fehlende" Vorhaut!
      Und wenn das stimmen würde, dann muss der Staat alles tun, um Jungen vor diesem Mobing zu schützen!
      Macht er das?

      Allerdings wurde sowohl vom Zetralrat der Juden als auch von muslimischer Seite 2012 bestritten, dass es ein solches Mobbing gäbe.


      Stigmatisierung? Stigmatisierung ist genau - GM!


      Was ist ein Stigma? Im Wortsinne ein Wundmal! Und das tragen alle als Kind Zirkumzidierten für den Rest ihres Lebens mit sich herum.

      Und auf keinen Fall möchte ich mich vor den Karren einer antijüdischen oder antimuslimischen Stimmungsmache spannen lassen
      Darum ist es so schwierig, diese Diskussion ohne einen falschen Zungenschlag zu führen.


      Das verstehe ich überhaupt nicht. Weil Frau Ulrike Bahr völlig unbegründete Angst hat, dass sie in die Antisemitismus-Ecke gestellt werden könnte ist es schwierig, diese Diskussion "ohne einen falschen Zungenschlag" zu führen?


      Es ist überhaupt nicht schwierig! Es ist nur schwierig für die (relativ wenigen) BGM-Kritiker, die eh schon eine antijüdische oder antimuslimische Grundhaltung haben, die nur auf das Trittbrett "BGM-Kritik" aufgesprungen sind. Die verplappern sich natürlich dann auf kurz oder lang. Meistens auf kurz.


      Da gibt es Juden, die weitaus mehr Mumm haben als Frau Bahr.
      Z.B. Prof. Mikael Aktor, der auf ein BGM-Verbot unter 18 Jahren hofft.
      Das einzige, was dem hehren Satz von Frau Bahr:

      "Denn Kinder haben ein Recht auf ihren eigenen Körper und müssen vor Normierungsdruck von außen geschützt werden"


      gerecht würde! Alle Kinder, ohne grundgesetzlich verbotene geschlechtliche Diskriminerung

      "Und auf keinen Fall möchte ich mich vor den Karren einer antijüdischen oder antimuslimischen Stimmungsmache spannen lassen


      Darum ist es so schwierig, diese Diskussion ohne einen falschen Zungenschlag zu führen."


      Das als Schlußsatz zum Thema BGM - das ist einfach enttäuschend. Da kommt "Angsthase, Pfeffernase!" durch.
      Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche (also auch genitale) Unversehrtheit

      Jeder hat das Recht auf Vorhaut
    • Selbstbestimmung wrote:

      Ulrike Bahr SPD wrote:

      "...im Gegenteil, sie würden als nicht-beschnittene in ihren peer groups eher Stigmatisierung ausgesesetzt."

      Das ist auch so ein unsinniger Argumentationsversuch. Wenn die männliche Genitalverstümmelung unter 18 ohne nachweisbare medizinische Indikation verboten wird, wäre doch so gut wie niemand verstümmelt. Demnach bestünde sogar viel weniger Gefahr wegen seines Geschlechtsteils gemobbt zu werden, weil dann schließlich jeder das Gleiche hat.
    • Lukacut wrote:

      Das ist auch so ein unsinniger Argumentationsversuch. Wenn die männliche Genitalverstümmelung unter 18 ohne nachweisbare medizinische Indikation verboten wird, wäre doch so gut wie niemand verstümmelt. Demnach bestünde sogar viel weniger Gefahr wegen seines Geschlechtsteils gemobbt zu werden, weil dann schließlich jeder das Gleiche hat.
      So schaut es aus. Genau deswegen wird Beschneidung auch in der Kindheit aufgezwungen. Sie ist nämlich unter erwachsenen Männern ein absoluter Ladenhüter. Niemand will dann noch beschnitten sein, da man seine Vorhaut normalerweise zu schätzen lernt, wenn man ins sexuell aktive Alter kommt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sich gerade mal einer von 10.000 Männern im Erwachsenenalter beschneiden lässt.
      Circumcision is a cure in search of a disease.
    • Lukacut wrote:

      Das ist auch so ein unsinniger Argumentationsversuch. Wenn die männliche Genitalverstümmelung unter 18 ohne nachweisbare medizinische Indikation verboten wird, wäre doch so gut wie niemand verstümmelt. Demnach bestünde sogar viel weniger Gefahr wegen seines Geschlechtsteils gemobbt zu werden, weil dann schließlich jeder das Gleiche hat.
      Genau richtig!

      Allerdings würde ich nie jemanden, der keine Vorhaut mehr hat als "verstümmelt" bezeichnen.
      Manche fühlen sich so, aber "man ist so verstümmelt, wie man sich fühlt".
      Der Vorgang der Genitalreduktion - bei gesunden Kindern gleich welchen Geschlechts - ist allerdings eine Verstümmelung - und ein Verbrechen.

      Man bezeichnet ja auch niemanden, der z.B. durch einen Unfall ein Bein verloren hat als "verstümmelt" oder "verkrüppelt".
      Das hat etwas herabsetzendes, selbst, wenn der Betroffene (ich habe das von einem gehört) sich als "Krüppel" bezeichnet.
      Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche (also auch genitale) Unversehrtheit

      Jeder hat das Recht auf Vorhaut
    • fsx100 wrote:

      Niemand will dann noch beschnitten sein
      Das ist leicht übertrieben, sagen wir - die allermeisten.
      Natürlich kommt es vor, dass erwachsene Männer sich zirkumzidieren lassen. Z.B. wenn der Leidensdruck durch Schmerzen beim Sex bei einer narbigen Phimose zu groß wird.

      Oder Männer werden durch die durch Indoktrination im Kindes- und Jugendalter bedingte Abneigung der Partnerin von der Partnerin zu Zirkumzision gedrängt - und bereuen die OP evtl. später.

      Denn was ist der Unterschied zwischen eine Beziehung und einer Zirkumzision?

      Die Zirkumzision bleibt. ;(

      Und dann gibt es noch die Körperfetischisten, die mit ihrem naturgegebenen Körper nicht zufrieden sind, die ihrem Körper unbedingt ihren Stempel aufdrücken wollen. Die sind nicht selten auch von oben bis unten tätowiert, multi-gepierced, oder hauen sich die Anabolika rein um monströse Knollen-Muskeln zu bekommen.
      Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche (also auch genitale) Unversehrtheit

      Jeder hat das Recht auf Vorhaut
    • Selbstbestimmung wrote:

      Allerdings würde ich nie jemanden, der keine Vorhaut mehr hat als "verstümmelt" bezeichnen.
      Manche fühlen sich so, aber "man ist so verstümmelt, wie man sich fühlt".
      Der Vorgang der Genitalreduktion - bei gesunden Kindern gleich welchen Geschlechts - ist allerdings eine Verstümmelung - und ein Verbrechen.
      Ich habe das Verstümmeltsein immer als physischen Zustand aufgefasst, der bei einer Beschneidung mMn vorliegt. Wenn es aber erwünscht ist, drücke ich mich in Zukunft diplomatischer aus.
    • Bahr: "...im Gegenteil, sie würden als nicht-beschnittene in ihren peer groups eher Stigmatisierung ausgesetzt."

      Also, ich finde es gut, dass sie hier so klar auf Stigmatisierungen hinweist. Sie zitiert nur, was Vertreter von religiösen Lobbies halt so erzählen.

      "Allerdings wurde sowohl vom Zentralrat der Juden als auch von muslimischer Seite 2012 bestritten, dass es ein solches Mobbing gäbe."

      Das Gegenteil ist richtig, man hat immer offenherzig kundgetan, dass vollständige Jungs offensichtlich ausgegrenzt werden. Das kümmerte nur nie jemanden, vielleicht weil es ja nur Jungs sind?

      Dr. Ilkilic schreibt im Katalog der Ausstellung “Haut ab!”:
      “Wenn man in diesem Zusammenhang von einem Kindeswohlbegriff im breiteren Sinne ausgeht, kann die Knabenbeschneidung nicht zwingend als eine medizinische Maßnahme bewertet werden, die notwendigerweise gegen das beste Interesse des Kindes ist. Im Gegenteil, das Kind würde innerhalb der eigenen Kultur- und Religionsgemeinschaft Diskriminierungen und Ausgrenzungen erleben.”

      Ähnliches schilderte Stephan Kramer, damaliger Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, in seiner Stellungnahme für die Sitzung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages am26.11.2012:
      “Konsequenzen bei Nichtdurchführung der Brit Milah
      Gesellschaftlich besteht die Gefahr, in der jüdischen peer group stigmatisiert und ausgegrenzt zu werden.”
    • Ja, zu dumm, wenn man nicht alle Zitate sofort so ablegt, dass man sie neun Jahre später schnell wieder findet!
      Ich erinnere mich schon deutlich, dass 2012 von prominenter jüdischer Seite bestritten wurde, dass ein intakter Jude daraus irgendwelchen Nachteile im Sinne von Diskriminierug hätte. An den Eingangstüren der Synagogen fände ja auch keine Genitalkontrolle statt (wäre ja auch noch schöner).

      (Immerhin soll ein großerTeil der männlichen Juden in Deutschland genital vollständig sein)

      Ich kann jetzt leider nicht stante pede Ross und Reiter nennen, und ich habe auch keine Lust, mich durch 1000 alte Artikel zu wühlen, und vielleicht fiel das auch in einer TV-Diskussion.

      Welches Wort fiel hunderttausendfach in der Debatte 2012 und auch noch danach?


      Toleranz!!!



      Religiöse Beschneidung – Im Zweifel für die Toleranz

      Urteil verstößt gegen Toleranzgebot


      Jüdische Gemeinde Chemnitz wrote:

      Muss eine moderne Gesellschaft die religiös motivierte Beschneidung tolerieren? Ja. „Unsere Gesellschaft ist in all ihrer Unterschiedlichkeit auf ein hohes Maß an Toleranz ihrer Mitglieder angewiesen.

      hagalil wrote:

      Dass das Ziel der Vermeidung von Körperverletzung und Traumata bei diesem einfachen Eingriff als schwerwiegender angesehen wird als der Wert der Toleranz

      Toleranz und Hygiene sprechen für die Beschneidung von Knaben


      usw, usw, ad infinitum


      Und dann das:

      Ilkilic wrote:

      Wenn man in diesem Zusammenhang von einem Kindeswohlbegriff im breiteren Sinne ausgeht, kann die Knabenbeschneidung nicht zwingend als eine medizinische Maßnahme bewertet werden, die notwendigerweise gegen das beste Interesse des Kindes ist. Im Gegenteil, das Kind würde innerhalb der eigenen Kultur- und Religionsgemeinschaft Diskriminierungen und Ausgrenzungen erleben

      Kramer wrote:

      Konsequenzen bei Nichtdurchführung der Brit Milah
      Gesellschaftlich besteht die Gefahr, in der jüdischen peer group stigmatisiert und ausgegrenzt zu werden
      Es an Jungen auszulassen, dass ihre Eltern ihren naturgegebenen Genitalzustand toleriert, besser gesagt respektiert haben und dem Druck, dem sie von Seiten der "Community" ausgesetzt waren standgehalten haben - In einer "modernen Gesellschaft" - das wäre eine krasse Form von Intoleranz.

      Intoleranter geht kaum noch.
      Es wäre für eine solche Geneinschaft beschämend.

      Wie kann man so etwas überhaupt sagen, ohne rot zu werden?

      Und wie könnte der Staat, in seinem Wächteramt dieses Mobbing einfach achselzuckend ignorieren?
      Damit sogar noch pro-Genitalverstümmelung argumentieren?
      Wo doch sonst stets der Kampf gegen Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung gefordert wird?


      Unsere Gesellschaft ist in all ihrer Unterschiedlichkeit auf ein hohes Maß an Toleranz ihrer Mitglieder angewiesen
      Dann müsste es doch auch Toleranz für genital vollständige Jungen geben, oder ist das nur eine hohle Phrase?
      Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche (also auch genitale) Unversehrtheit

      Jeder hat das Recht auf Vorhaut
    • Dieser "Betroffenentalk" gehört für mich zum Besten, was in dem Zusammenhang in den letzten Jahren veröffentlicht wurde.
      Meinen herzlichsten Dank an die vier Protagonisten! :love:
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/