Junge stirbt bei Beschneidung in Italien

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    • Der arme Junge ;(

      So ungern ich mich wiederhole: Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis auch bei uns ein Junge an den unmittelbaren Folgen seiner legitimierten Genitalverstümmelung stirbt.
      Und ebenso sicher werden sich die Verantwortlichen anschließend gegenseitig versichern, dass dies auch in Zukunft möglich sein muss.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Ich frage mich was in dem Artikel der "Welt" unten der Absatz über die weibliche Genitalverstümmelung soll. Das hat mit dem Vorfall ja so nichts zu tun, und klingt eher so, als hat der Autor die Pressemitteilung nicht wirklich gelesen.

      Die männliche Vorhaut ist kein Hautlappen, sondern ein hoch spezialisiertes und sensibles Organ. Dieser normale Bestandteil des äußeren Geschlechts sollte nicht grundlos entfernt werden
    • - Pressequellen -

      Die Staatsanwaltschaft zu Tivoli hat die Verhaftung eines 66 Jahre alten amerikanischen Staatsbürgers libyscher Herkunft angeordnet, der für die Beschneidung der beiden nigerianischen Brüder in Monterotondo verantwortlich gemacht wird

      La procura di Tivoli ha disposto l’arresto di un cittadino americano di origine libiche di 66 anni, ritenuto responsabile della circoncisione sui due fratellini nigeriani a Monterotondo

      tiburno.tv/2018/12/23/monterot…circoncisione-un-arresto/

      Toddler dies in botched circumcision in Rome migrant refuge

      telegraph.co.uk/news/2018/12/2…sion-rome-migrant-refuge/

      Italian media reports said police were questioning the doctor, also believed to be of Nigerian origin, who carried out the operation and had called for emergency assistance when the child began bleeding profusely. The baby's twin brother is in intensive care at a Rome hospital.

      Local town officials said the mother had five other children in Nigeria and had given no indication that she was about to circumcise her twins.

      independent.ie/world-news/euro…ircumcision-37655072.html

      Monterotondo. Die Unterkunft, in der die beiden kleinen aus Nigeria stammenden Zwillinge lebten, gehört zu einem von der Vereinigung Arci Roma seit dem Jahr 2009 betriebenen Aufnahmezentrum für Flüchtlinge. Laut einer ersten Rekonstruktion der Ermittler soll die Beschneidung von einem ebenfalls aus Nigeria stammenden, angeblichen Arzt durchgeführt worden sein. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden in der Wohnung zuerst der erste Zwilling und dann sein Bruder beschnitten.

      suedtirolnews.it/italien/zu-ha…eidung-endet-in-tragoedie
      A foreskin is a birth right, not a birth defect.
    • Wie fanatisch kann man eigentlich sein. Ausserdem wenn ich mit meinen Kindern in einer Flüchtlingsunterkunft leben würde, ginge mir alles mögliche durch den Kopf, aber nicht das ich meine Söhne beschneiden lasse. ;( 8o :FP01 :FP02

      Die männliche Vorhaut ist kein Hautlappen, sondern ein hoch spezialisiertes und sensibles Organ. Dieser normale Bestandteil des äußeren Geschlechts sollte nicht grundlos entfernt werden
    • "Wie fanatisch" - hallo John1984 - ich vermute, dass da möglicherweise niemand fanatisch war,
      eher: traditionell, von alten Vorstellungen geprägt, von der Erziehung, von Familienerinnerungen.

      Gewiss, das ist für uns kaum nachvollziehbar und auch ärgerlich, dass die Mutter - so rasch nach Ankunft in einem neuen Kontinent - sogleich den rituellen Beschneider herbeizieht.

      Vielleicht ist es so, dass die sozusagen garantierte Abfolge der Generationen der Frau gefühlte Sicherheit gibt. Geburt, Initiation (Beschneidung), Heirat, natürlicher Tod in hoffentlich hohem Alter - die Beschneidungsrituale bekräftigen das Intergenerative, das Familiäre.

      Die aus Nigeria stammende Mutter hatte sicherlich den Wunsch, für ihre beiden knapp zwei Jahre alten Kinder, Zwillingsbrüder, etwas Positives und Wichtiges zu tun.

      Eltern lieben ihre Kinder … und viele, leider, beschneiden trotzdem die Kinder.

      Das Umdenken muss her. Die Beschneidung muss weg ... weltweit.
      Im Grundsatz wie bei der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM).

      In Teilen Afrikas werden alternative Riten entworfen: das scheint gegen FGM zu funktionieren.
      Warum nicht auch im Bereich des männlichen gender ... vgl. den modernen Brit shalom.

      .

      Brit Schalom (Bund des Friedens), auch als brit b'li milah, brit chayim, brit tikkun, brit ben oder „alternative Brit“ (englisch) bezeichnet, ist eine Zeremonie der Namensgebung für jüdische Jungen. Aktivisten möchten durch diese neue Zeremonie die Brit Mila (Beschneidung) ersetzen.

      de.wikipedia.org/wiki/Brit_Schalom_(Zeremonie)

      Alternative rite of passage 'could end FGM for Kenyan girls forever', research finds

      standard.co.uk/news/world/alte…ys-research-a3761356.html

      An alternative to female genital mutilation that prevents girls suffering

      theguardian.com/commentisfree/…nts-girls-suffering-kenya
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Saimaa ()

    • Tja... was sind wohl die Gründe dafür, dass es solche Studien nicht gibt? :whistling:
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
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    • Saimaa schrieb:

      "Wie fanatisch" - hallo John1984 - ich vermute, dass da möglicherweise niemand fanatisch war,
      eher: traditionell, von alten Vorstellungen geprägt, von der Erziehung, von Familienerinnerungen.
      In Afrika oder Nigeria wird doch nur deshalb beschnitten um sich vor Aids durch Geschlechtsverkehr zu schützen. Warscheinlich wollte das die Mutter auch so in Italien haben, bei Ihren Zwillingssöhnen bzw. nigerianischen Brüdern. Selbst die Spendenorganisation wie Unicef unterstützt doch Beschneidungen in Afrika. Da gab es doch hier erst so eine Diskussion, wo ein Spender bei Unicef seine Mitgliedschaft gekündigt hat. Weil er die Beschneidung durch Unicef nicht mehr unterstützen wollte.
    • Phil21 schrieb:

      In Afrika oder Nigeria wird doch nur deshalb beschnitten um sich vor Aids durch Geschlechtsverkehr zu schützen.
      Nein. In einigen Gebieten Afrikas ist die Verstümmelung von Jungen und heranwachsenden jungen Männern ein Initiationsritual, das mit der angeblichen Prophylaxe vor HIV nichts zu tun hat.
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    • HAZ schrieb:

      In Italien ist es bei einem Ritual zu einem schweren Unfall gekommen.
      Ein Unfall? Oder eine nicht auszuschließende Komplikation einer unnötigen Operation und damit vorsätzliche Körperverletzung mit Todesfolge?
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
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    • brokendream schrieb:

      Ich wäre mal neugierig auf Studien zu Komplikationen aus Israel und anderen Ländern wo Nicht-Mediziner traditionelle Beschneidungen durchführen.

      In Israel gibt es tendenziell "niemals" tödliche Zwischenfälle nach einer Beschneidung. Stirbt dort ein Kind aufgrund einer Beschneidung, wird einfach dessen "Existenz" quasi verleugnet bzw. aus dem Bewusstsein verdrängt:

      Sz schrieb:

      Nur ein kleiner Teil dieser Todesfälle kam bislang an die Öffentlichkeit. Wie soll man die wahre Zahl der Todesopfer herausfinden, wenn solche Fälle aus den Stammbäumen jüdischer Familien gelöscht wurden, wie meine Dokumentation zeigt?

      _______________________________________________

      Zum Ausgangsposting:

      Wie jedes Mal, wenn ein Kind an einer Zwangsbeschneidung stirbt, ist auch dieser Fall wieder schrecklich. Dennoch ist dieses Mal offenbar innerhalb der öffentlichen Wahrnehmung etwas anders. Vielleicht weil der Fall in Italien passiert ist oder weil es zur Weihnachtszeit geschehen ist, jedenfalls haben plötzlich Leute davon etwas mitbekommen, die sonst immer wieder viel Verständnis für Zwangsbeschneidungen geäußert haben.

      Frau Merkel hat sich geistig in den Ruhestand verabschiedet, Frau Leutheusser-Schnarrenberger kämpft auch für das digitale Vergessen ihres Gesetzesentwurfs hinsichtlich des § 1631d BGB und wir müssen alles daran setzen, dass dieser blutige Schandfleck aus unserem BGB gestrichen wird.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • # Phil21 - die sogenannte Beschneidung der Jungen - das ist männliche Genitalverstümmelung, MGM - ist viele, viele Jahrhunderte alt. Auch bei den Papua von Neuguinea oder bei den Aboriginee in Australien ... in Afrika uralt, vielleicht mindestens dreitausend Jahre oder viertausend ... aber, man vergesse es nie: sie ist stets von Menschen eingeführt worden. Irgendjemand, vielleicht ein Schamane oder Stammesführer, sagte also: ab jetzt MÜSSEN alle Jungen "beschnitten" sein, SONST droht die Rache der bösen Geister oder der Fluch des Himmels (oder dergleichen).

      Und überall auf der Welt - also auch in Afrika - hatte es einst eine Zeit gegeben VOR jeder sog. Beschneidung (d. i. FGM oder MGM).

      .















      .

      Überall auf der Welt müssen diese medizinisch (wissenschaftlich) unnötigen genitalen Operationen - an Mädchen oder Jungen - abgeschafft werden, zum Glück für alle Kinder, für jedes Kind.

      Das ist eine Menschheitsaufgabe ... anders gesagt: das ist unser Job. Intaktivismus weltweit.

      .

      THE ASHLEY MONTAGU RESOLUTION TO END THE GENITAL MUTILATION OF CHILDREN WORLDWIDE
      A Petition To The World Court, the Hague
      James W. Prescott, Ph. D.
      Adopted by the Fourth International Symposium on Sexual Mutilations,
      University of Lausanne, Lausanne, Switzerland, August 9-11, 1996.

      nocirc.org/symposia/fourth/prescott.html

      Ashley Montagu (geboren als Israel Ehrenberg; * 28. Juni 1905 in London, Großbritannien; † 26. November 1999 in Princeton, New Jersey), war ein britisch-amerikanischer Anthropologe und Humanist.

      en.wikipedia.org/wiki/Ashley_Montagu

      de.wikipedia.org/wiki/Ashley_Montagu
      A foreskin is a birth right, not a birth defect.