Hagen Rether: Solange das noch so ist, haben wir keine Beschneidungsdebatten zu führen

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    • Hagen Rether: Solange das noch so ist, haben wir keine Beschneidungsdebatten zu führen

      Hagen Rether, vor ein paar Sekunden auf 3sat, sinngemäß:

      Da müssen Polizisten vor jüdische Schulen gestellt werden - solange das noch so ist, haben wir keine Beschneidungsdebatten zu führen.

      Das reichte mir dann. Da habe ich den Fernseher ausgemacht. Von dem brauche ich mir keine Vorschriften machen zu lassen, worüber ich zu debattieren habe und worüber nicht.

      Nachtrag: der genaue Wortlaut:

      Hagen Rether schrieb:

      Und so ist das auch mit Antisemitismus. Wir wundern uns jetzt, dass Antisemitismus an den Schulen ist - das wundert einen doch nicht. Wir führen Beschneidungsdebatten im Land - soweit sind wir noch gar nicht. Es müssen immer noch jüdische Kindergärten durch Polizisten geschützt werden vor uns. Solange das noch so ist haben wir keine Beschneidungsdebatten zu führen.
      Applaus gab es an der Stelle nicht
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Hagen Rether schrieb:

      Da müssen Polizisten vor jüdische Schulen gestellt werden - solange das noch so ist, haben wir keine Beschneidungsdebatten zu führen.
      Bullshit. Thema A hat mit Thema B absolut nichts zu tun. Das kann man verstehen, sollte man auch.
      Mancher schaffts aber nicht. Sein Problem.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Jetzt habe ich mich extra noch mal spät abends vor den Computer gesetzt, weil ich einen Beitrag über Hagen Rheters Darbietung schreiben wollte... Aber da bist Du mir mal wieder zuvor gekommen. ;)

      Ich habe es heute abend auch im Fernsehen gesehen. Ich weiß gar nicht, warum ich mir das überhaupt angeschaut habe .... Schicksal?


      Das reichte mir dann. Da habe ich den Fernseher ausgemacht.
      Ja, ganz genauso wie mir. Ich habe nur noch den von dir zitierten Satz über mich ergehen lassen, und dann reichte es mir. Dann habe ich umgeschalten.
    • Bullshit. Thema A hat mit Thema B absolut nichts zu tun. Das kann man verstehen, sollte man auch.
      Solange selbst Kabarettist*innen nicht in der Lage sind, komplexe Sachverhalte zu analysieren, haben es Kulturrelativist*innen und Verdeckung von Gewalt an Kindern leicht.

      Ich glaube ja, dass Hagen Rheter durchaus in der Lage ist, diesen Sachverhalt zu analysieren und auch weiß, dass das Thema A und Thema B so ziemlich gar nichts gemein haben. Er verfügt jedenfalls über die notwendige Intelligenz. Wenn er das trotzdem nicht tut, und einen wirklich kruden Zusammenhang herstellt, deutet es darauf, dass er es ganz einfach nicht will.
    • Offenbar ist "Beschneidung" schon längere Zeit ein Thema in Rheters Programm. Hier ein Artikel aus dem Jahr 2012:



      Göttinger Tageblatt 23.9.2012 schrieb:

      In seinen Schreibtischstuhl gefläzt, lässt er sich über globale Wehwehchen (Rinderzüchter in Wyoming beschweren sich über Wassermangel) genauso aus wie über Ignoranz und Intoleranz in Deutschland („50 Jahre haben wir uns nicht um Migranten gekümmert, jetzt stellen wir fest, dass sie beschnitten sind“).
    • Es waren keine Schulen, sondern Kindergärten. Der genaue Wortlaut:

      Hagen Rether schrieb:

      Und so ist das auch mit Antisemitismus. Wir wundern uns jetzt, dass Antisemitismus an den Schulen ist - das wundert einen doch nicht. Wir führen Beschneidungsdebatten im Land - soweit sind wir noch gar nicht. Es müssen immer noch jüdische Kindergärten durch Polizisten geschützt werden vor uns. Solange das noch so ist haben wir keine Beschneidungsdebatten zu führen.
      Applaus gab es an der Stelle nicht
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Wir wundern uns jetzt, dass Antisemitismus an den Schulen ist - das wundert einen doch nicht. Wir führen Beschneidungsdebatten im Land...
      Wie immer, der alte Trick: BGM in einem Atemzug mit Antisemitismus. Also ob nicht mindestens 99,5% der genitalverstümmelten Jungen mit dem Judentum nichts zu tun hätte.

      Da faselt dieser Mensch so viel von der gefährdeten Demokratie, von "Freiheit" - und dann will er eine völlig legitime Debatte unterbinden! Völlig irre.

      Es müssen immer noch jüdische Kindergärten durch Polizisten geschützt werden vor uns.
      "Vor uns" schließt auch Hagen Rether mit ein. Ob von ihm eine Gefahr für Kinder ausgeht vermag ich nicht einzuschätzen, das muss er selbst wissen. Vor mir? Vor mir brauchen Kinder keine Angst zu haben. Dieses "vor uns" ist einfach eine Frechheit.

      Immer noch? Was soll das heißen? Standen 1933-1945 Polizisten vor jüdischen Kindergärten, um sie zu schützen? Und danach? Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als noch keine Polizisten mit MPs vor der jüdischen Schule standen. Auch nicht mit normalen Pistolen.
      Tja, dann muss man auch sagen, wo die neue Bedrohungslage herkommt - aber eher würde Rether sich die Zunge abbeißen. Er ist nämlich in seiner eigenen Widersprüchlichkeit gefangen.


      Solange das noch so ist...
      Dass jüdische Einrichtungen durch Polizei geschützt werden müssen ist schlimm, ist traurig!

      Wenn man das ändern will - dann muss man sich auch über die Ursachen unterhalten, und da kneift der KinderverRether.

      Diese Einrichtungen müssen nicht geschützt werden, weil es eine Debatte über BGM gibt.

      "Solange das noch so ist..." das heißt also - solange dieser Schutz nötig ist darf lt. Rether über BGM nicht diskutiert werden. Wie lange dieser Schutz nötig sein wird ist heute völlig unklar.
      So lange verordnet Rether erst mal allen ein Denk- und Redeverbot. Peng!

      Und dann? Sollte irgendwann erfreulicherweise kein Schutz mehr nötig sein, dürfen wir dann gnädigst über BGM debattieren, oder hat Rether dann schon wieder einen neuen Einwand?
      Ich möchte drauf wetten.

      Rehter hätte bei der Gelegenheit auch mal thematisieren können, welchen Sinn religionsspezifische Kindergärten und Schulen machen. Viele Probleme fangen damit an, dass man die Kinder, die eigentlich von Natur aus offen und unvoreingenommen sind von einander trennt statt sie einfach gemeinsam spielen und lernen zu lassen. Dann fängt das "wir hier" und "die da" an. Dieses separieren, trennen, und dann die Vorurteile.

      Ich kenne das noch, ich war selbst mal auf einer religionsspezifischen Schule.
      "Die blöden Katholen!" "Die blöden Evangelen!", so ging das.
      Später, als die religiöse Trennung weg war spielte das gar keine Rolle mehr, wer evangelisch, katholisch, neuapostolisch oder sonst was war. Sondern z.B. wer beim Fußball die Tore geschossen hat.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • „50 Jahre haben wir uns nicht um Migranten gekümmert, jetzt stellen wir fest, dass sie beschnitten sind“
      Korrekt wäre: "50 Jahre hat sich kein Staatsanwalt um die rechts- und grundgesetzwidrige Genitalverstümmelung von Jungen gekümmert. Dann hat es eine Kölner Staatsanwältin endlich getan"

      Tausende von Jahren hat sich niemand um die Rechte von Kindern gekümmert. Kinder wurden verschachert, mussten Frondienste leisten, durften misshandelt werden, wurden als Privateigentum betrachtet.
      Das hat sich Gott sei dank hierzulande geändert.

      Aber eines, das fehlt noch.

      Das Recht auf körperliche Unversehrtheit für wehrlose Jungen.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Nun ist das auch bei youtube, und da darf man sogar kommentieren.

      Die meistens sind "total supi" begeistert, wenn mal was beanstandet wird ist es das Bananengeschmatze.

      Bloß wer Ohren hat zu hören, der hört die vielen Widersprüche in die sich der Mann ohne es auch nur zu merken verstrickt. Er sagt ja ständig "ich verstehe das nicht". Und das ist glaubhaft, der versteht einiges nicht. Der versteht sich nicht mal selber.

      Zwischentöne sind Krampf
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    • Sokrates schrieb:

      Es gibt hier eine Facebook-Seite zur heutigen ausgestrahlten Sendung:

      Ich kann nur sagen: Kommentieren, Kommentieren, Kommentieren:

      facebook.com/3sat.de/photos/a.…273581042/?type=3&theater

      Hat wieder niemand kommentiert. Bis auf eine Person. Was soll das?

      Wie schwach sind wir, wenn wir es noch nicht mal hinbekommen, ein paar Kommentare zu prozudieren, was eigentlich viel zu wenig ist. Tut es denn weh ein paar Kommentare zu schreiben?!

      Sorry, aber diese interne Kritik muss einfach sein.

      Kommentare an geeigneter zu Stelle zu posten ist immer noch besser und nützlicher als sich hier im Forum groß und breit auszukotzen.
    • *Seufz*, vielleicht verschwende ich ja schon viel zu Zeit mit diesem Simpel. Aber warum muss ich den über diese Zwangsabgabe auch noch finanzieren?

      Der Rether hat es wohl schon länger mit der "Beschneidungsdebatte":

      Morgenweb schrieb:

      "Guttenberg heißt jetzt Bettina Wulff", ist zu erfahren. Und dass uns in diesem Jahr Ursula von der Leyen und Beschneidungen gnädigerweise über das Sommerloch geholfen haben.

      NRZ schrieb:

      Immer wieder prangert er an, dass wir nur das sehen, was wir sehen wollen. Verdecken die Augen vor den Missständen.
      Ja hallo? Genitalverstümmelung von Kindern ist ein Missstand, vor dem viele lange Zeit die Augen verschlossen haben. Und lt. Rether haben wir die weiter fest zuzukneifen.

      Und jetzt, gleich im nächsten Satz:

      NRZ schrieb:

      Und wenn es knallt suchen wir nach Sündenböcken, gemäß dem Motto: Die da oben. Stellvertreterkriege sind die Folge: Kopftuch-, Verschleierungs- und Beschneidungsdebatte, Leitkulturdebatte. So offenbart sich die Schwäche einer schwachen, verunsicherten Gesellschaft. Statt Minderheiten zu überzeugen, hagelt es Verbote. Er nennt das Komfortzone, die wir verlassen müssen.
      Komfortzone, das ist ein schönes Stichwort.

      Genau, die Vorhaut ist eine Komfortzone für die Eichel. Im Normalfall wie maßgeschneidert hält sie die Eichel feucht und warm und schützt sie vor lästigen mechanischen Reizen und Verletzungen. Und nicht nur das: sie ist auch Komfort beim Sex, auch für die Frau. Die Evolution ist nämlich nicht doof.
      Und diese Komfortzone soll die Eichel für immer verlassen, für immer in Verbannung leben. Und darüber sollen wir nicht mal reden dürfen.

      Ist Komfort denn etwas schlechtes? Das Gegenteil von "nach Komfort streben" ist "sich das Leben künstlich schwer machen". Der Herr Rether könnte ja mal für einen Monat auf Strom und fließendes Wasser verzichten. Dann weiß er, was Komfort wert ist.

      Hat es geknallt? In Köln ist ein Junge in die Notaufnahme gekommen weil er nach einer sinnlosen Genitalverstümmelung stark blutete. Und da haben viele Leute das erste mal ernsthaft darüber nachgedacht, dass Genitalverstümmelung in einer modernen Gesellschaft nichts zu suchen hat.

      Sündenböcke? Sündenböcke sind Menschen die unschuldig sind, und denen etwas in die Schuhe geschoben wird was sie gar nicht gemacht haben, um von anderen Problemen abzulenken.
      Zu Sündenböcken werden kleine Jungen gemacht, ihre "Schuld" ist es eine Vorhaut zu haben.

      "Statt Minderheiten zu überzeugen, hagelt es Verbote."

      Hallo? Die Jungenverstümmelung ist nicht verboten worden, ganz im Gegenteil, sie wurde legalisiert!

      "Statt Minderheiten zu überzeugen..."

      Das ist ja wohl der Gipfel!

      Was, bitteschön tut denn der Herr Rether, um Minderheiten zu überzeugen von der Jungenverstümmelung zu lassen? Er hätte bei JEDEM seiner Auftritte Gelegenheit dazu!

      Wie soll man überhaupt andere von etwas überzeugen, wenn man lt. Rether gar nicht darüber reden darf?

      Mit dem "Wir" ist das bei Rether nämlich so eine Sache. Man muss mal darauf achten, wie manipulativ er das Wort einsetzt. In Wirklichkeit meint er nicht "wir" sondern "ihr" (die "böse Mehrheitsgesellschaft")

      "hagelt es Verbote" - mit den Verboten ist das bei Rether auch so eine Sache. Im Prinzip ist er ja gegen diese ganzen Verbote. Aaaaber über Genitalverstümmelung haben wir nicht zu debattieren.
      Und der Verzehr von Fleisch, Fisch, Käse und Eiern "geht nicht mehr".

      Hagen Rether schrieb:

      Versuche mal mit einem Fleischesser...darüber zu sprechen, dass das nicht mehr möglich ist...
      Fleischesser dürfen so wieso alles...und man muss das mit Gesetzen machen, anders geht's nicht. Ich bin kein Freund von großen Verboten, manchmal muss man die Gesellschaft vor sich selber retten

      Fleisch, Fisch, Käse, Eier essen - dürft ihr net!
      Beschneidungsdebatte - dürft ihr net!

      So spricht ein kleiner Möchtegern-Diktator.

      Und dann von "Freiheit" faseln:

      Hagen Rether schrieb:

      Freiheit...wahnsinnig fragil, ein scheues Reh

      Offensichtlich!

      Er schwärmt er von Arno Grün und seinem neuen Buch "Verratene Liebe"

      und dann:

      Hagen Rether schrieb:

      Hass habe ich selber

      Das glaubt man gerne!


      Hagen Rether schrieb:

      Wir wundern uns jetzt, dass die Integration nicht klappt - das wollte man nicht!
      Da hat er sogar mal Recht - das beste Beispiel ist der Jungenverstümmelungsparagraph 1631d BGB.

      Dann erklärt er Rassisten für nicht besserungsfähig, für unrettbar verloren (der Vergleich mit dem Buchsbaumzünsler) - und eine halbe Stunde später beklagt er, dass Exit-Programme für "Nazis" zurückgefahren worden seien.
      Bei Rehter geht vorne und hinten nichts zusammen.

      Wozu auch? Das Publikum merkt es ja nicht, das lacht über jeden Scheiß ab:

      Hagen Rether schrieb:

      "Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera. Da wähle ich lieber die Cholera, so einen Durchfall kriegst du weg"

      *dröhnendes Gelächter*

      Wow, das nenne ich intelligent!

      Der Spruch kommt aus einer Zeit, als Cholera noch verdammt tödlich war, und auch heute noch sterben Menschen daran. Cholera ist eben nicht "irgend so ein Durchfall".

      Pizarro73 schrieb:

      Solange selbst Kabarettist*innen nicht in der Lage sind, komplexe Sachverhalte zu analysieren
      Kabarett lebt nun mal von Überzeichnung und von markigen Sprüchen. Grau in Grau und differenziert und "einerseits - andererseits", das wird man im Kabarett kaum finden.


      Ich gebe zu, ich fand Hagen Rether früher mal ganz unterhaltsam. Oder auch Oliver Welcke.
      Wenn die, die man auch nicht mag durch den Kakao gezogen werden lässt man sich leicht mitreißen, und ignoriert gerne, wenn das in unfairer Weise geschieht.

      Rether simplifiziert ohne Ende, und da hört es auf, lustig zu sein.
      Seine Welt ist ganz einfach, und die meisten Leute sind halt nur zu blöd das zu kapieren:

      Er hat seine simplen Freund- und Feindbilder: Die Guten sind die Muslime. die Grünen und ganz besonders die Veganisten. Die bösen sind die Christen (ganz besonders die Katholiken), die "Fleischesser" und vor allem die "WEISSEN ALTEN MÄNNER".

      Letzteres wird allerdings bald zum Bumerang werden: sein Teint ist verdächtig hell, er ist Bj. 69, in einem Jahr ist er fuffzich, damit ist er für manche (trau keinem über 30) schon ein Opa, und dem Vornamen und der äußeren Erscheinung nach scheint er männlichen Geschlechts zu sein.
      Die Dämonisierung der "weißen alten Männer" ist gleich ein dreifacher Rassismus - nach Hautfarbe, Alter und Geschlecht.

      Hagen Rether schrieb:

      "Rassismus ist, wenn man dem Rückenmark freien Lauf lässt"

      Rassismus hat mit dem Rückenmark so viel zu tun wie das Nashorn mit dem Zitterspielen. Aber es reicht ja, um das Publikum zum lachen zu bringen.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Dann erklärt er Rassisten für nicht besserungsfähig, für unrettbar verloren (der Vergleich mit dem Buchsbaumzünsler) - und eine halbe Stunde später beklagt er, dass Exit-Programme für "Nazis" zurückgefahren worden seien.



      Bei Rehter geht vorne und hinten nichts zusammen.
      Ja, daraus besteht mehr oder weniger die Hälfte seines Programmes. Aus kruden Vergleichen und dem In-Zusammenhang-Setzen von Dingen, die nichts mit einander zu tun haben. Die andere Hälfte besteht aus plumpen und geistlosen Kommentaren wie etwa "Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera. Da wähle ich lieber die Cholera, so einen Durchfall kriegst du weg". Das ist sein ganzes Programm.
    • Vieles ist so platt und die Leute lachen trotzdem wie auf Knopfdruck.
      Rether kommt mir vor wie eine Art "Mario Barth für grünlinke Pseudointellektuelle".

      Z.B. auch das mit den Insekten, die es angeblich nicht mehr gibt.

      Wir haben jahrzehntelang Insektenmittel auf die Felder verspritzt. Jetzt sind wir traurig, dass die Insekten vernichtet sind. (Applaus)
      Wieder dieses schuldzuweisende "wir". Es mag ja sein, dass Hagen Rether jahrelang "Insektenmittel" verspritzt hat, ich traue dem Mann alles zu. ich habe in meinem Garten noch nie Insekti- oder Herbizide angewendet. Und ja, ich kaufe mein Brot beim Bio-Bäcker und mein Obst und Fleisch (ja, da kiekste, wa Rether? Ich bin ein Tiermörder! (allerdings Wenigfleischesser) im Bioladen...

      Die Insekten sind vernichtet?
      Ich habe gestern noch eine Hornisse gesehen, in den letzten Jahren sehe ich hier viel öfter Hornissen als früher
      In unserem Garten wimmelt es vor Ameisen, die verdammten Dickmaulrüssler fressen die schönsten Pflanzen kurz und klein, dieses Jahr besonders schlimm. Und wie jedes Jahr hubschraubert unermüdlich eine Torfmosaikjungfer über den Rasen.
      Und dann erwähnt Rether den Buchsbaumzünsler, eine invasiver Neozoon, der vor wenigen Jahren in Deutschland noch unbekannt war, und was ist der Zünsler? Ein INSEKT!
      Aber lt. Rether gibt es gar keine Insekten mehr, er schießt sich laufend selbst in den Fuß.
      Es mag ja sein, dass es weniger Fluginsekten gibt als vor Jahrzehnten (eine Amateur-Studie weist in diese Richtung). Aber wenn das zutrifft sind die Ursachen weitaus vielfältiger als nur "Insektizide".
      Auf der anderen Seite haben wir immer mehr eingeschleppte Neu-Insekten, die z.T. große Problem bereiten, Ernten vernichten oder Krankheiten verbreiten.

      Und aus dieser komplexen Problematik wird bei Rether: "Wir haben jahrzehntelang Insektenmittel auf die Felder verspritzt. Jetzt sind wir traurig, dass die Insekten vernichtet sind."

      Und schon hat er auf den applausauslösenden Knopf gedrückt. Mehr braucht es nicht.

      Natürlich sind Insektizide, Herbizide, Hormone, Antibiotika und die ganze Intensiv-Landwirtschaft MIST.
      Rether futtert drei Bio-Bananen in drei Stunden - ja vorbildlich! Bloß er sollte sich mal vor Augen führen dass sich viele Bürger schlicht nicht leisten können im Bio-Laden einzukaufen. Möchten die auch gerne. "Sitzt einfach nicht drin"
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf