Gute Gründe, um einen beschnittenen Mann zu behalten?

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    • Urolüge schrieb:

      Da hast du im Prinzip absolut recht, man kann im Prinzip nur das Beste aus dem machen, was einem geblieben ist, jeder ist seines Glückes Schmied?

      Unser Glück schmieden leider oft auch andere, aber wir haben dennoch Einfluss auf "Glücklich-Sein".

      Du hast natürlich Recht, dass es einen Unterschied macht, ob einem das Schicksal oder ein Mensch richtig übel mitgespielt hat. Dem Schicksal sind wir alle ausgeliefert, aber wenn ein Mensch einem anderen Mensch so etwas wie eine Beschneidung antut, bleibt hier vermutlich auch ein Gefühl von Hilflosigkeit bzw. die Ohnmacht, weil einem hier jemand seinen Stempel aufgedrückt hat, ohne dass man dies wollte.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • NoCut schrieb:

      . Dem Schicksal sind wir alle ausgeliefert, aber wenn ein Mensch einem anderen Mensch so etwas wie eine Beschneidung antut, bleibt hier vermutlich auch ein Gefühl von Hilflosigkeit bzw. die Ohnmacht
      Schicksalsschläge können wir im Prinzip nur mit uns selber ausmachen, da haben wir glaub als einzige Einfluss auf unser "Glücklich-Sein".

      Aber fremdbestimmte Traumen, da braucht es glaub mehr um etwas aufzulösen, vor allem wenn einem konkret von einem anderen was angetan, man zum Objekt gemacht, fremdbestimmt wurde. (da gibt es vieles, muss nicht Beschneidung sein)

      Wieviele Geschichten hier im Forum gibt es, wo Männer zu ihren Eltern sind, ihnen sagten, wie sehr sie dieser Eingriff verletzte (ohne den Eltern die Schuld zugeben), sondern die eigenen Gefühle zum Ausdruck brachten...und die Eltern reagierten bestürzt, entschuldigten sich weil sie der Überzeugung waren es sei das beste, weil auch Ärzte zu diesem Eingriff geraten haben? Was passierte mit diesen Männern?

      Aber natürlich gibt es auch andere Fälle, wo die Eltern diese Männer und ihre Probleme nicht ernst nahmen, sich verteidigten...was passierte mit diesen Männern?

      Ich weiß von einem hier im Forum, der Kontakt zu einem jungen Mann hatte der massiv unter den Folgen seiner Beschneidung litt. Er zeigte diesem jungen Mann Verständnis...und er junge Mann schrieb ihm "Wenn mein Vater nur einmal so mit mir darüber reden würde..."

      Es geht da nicht um die Frage der Schuld (es gibt für mich keine Schuld auf dieser Welt) sondern um die Übernahme von Verantwortung...

      Wenn CCrippleds Vater Verantwortung übernehmen, und sich nicht in Verteidigungsreden ergehen würde...was würde das mit ihm machen, was könnte sich da nicht alles tun?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Urolüge schrieb:

      Es geht da nicht um die Frage der Schuld (es gibt für mich keine Schuld auf dieser Welt) sondern um die Übernahme von Verantwortung...
      Ich denke, dass wir hier für ein uns das selbe zwei Begriffe verwenden. Aus meiner Sicht ist das Resultat, wenn jemand für sein fehlerhaftes Handeln Verantwortung übernimmt gleichzeitig auch ein Schuldeingeständnis. Oder jetzt direkt auf CCrippleds Vater bezogen würde hier Schuld bedeuten, dass er seinem Sohn etwas schuldig ist. Er hat etwas Schlimmes getan und müsste daher bei CCrippled um Entschuldigung bitten, statt sich aus seiner Verantwortung zu stehlen.

      Hier mal ein Link zum Thema Schuld und Verantwortung:
      de.wikipedia.org/wiki/Schuld_(…ld_als_Verantwortlichkeit

      Mit ist aber bewusst, dass der Begriff Schuld oft mit dem Begriff Sünde gleichgesetzt wird. Wer aber sein Kind nicht beschneiden lässt, begeht vielleicht je nach religiöser Ideologie eine Sünde, aber er lädt zumindest keine Schuld auf sich. Die Vermeidung von "Sünden", kann daher auch zu schuldhaftem Handeln führen, zu dem die Betreffenden im Zweifel sogar rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Noch schützt der § 1631d BGB vor der Strafbarkeit, aber dies nur deshalb, weil diese Schutznorm selbst gegen die Normen des Grundgesetzes verstößt.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • NoCut schrieb:

      Ich denke, dass wir hier für ein uns das selbe zwei Begriffe verwenden
      Denk ich nicht...dein Link geht über Schuld als Verantwortlichkeit...wenn ich bei Wikipedia über Verantwortung lese hab ich kein einziges mal das Wort "Schuld" gesehen (aber ehrlich gesagt nur schnell über flogen...aber das stach mir ins Auge, darum finde ich geht es:

      "Retrospektiv wird festgestellt, wer für das Ergebnis einer Handlung verantwortlich ist"

      Aber eigentlich nur Wortklaubereien die hier nicht weiterbringen? Und wer von uns ohne Schuld ist, schmeißt jetzt den ersten Stein ;)
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • NoCut schrieb:

      was Du aus dieser Situation noch für Dich raus holst.
      Ich bin mir nicht sicher, welche Frau das eigene Leben einem beschnittenen Mann widmen wie mir widmen würde, während es da draußen bessere Alternativen gibt.
      Was gibt es da rauszuholen?


      …und schon wieder werden ernsthafte Zukunftssorgen von mir herruntergespielt.
      Mir wird vorgeworfen ich jammere, meckere, Selbstmidleid, usw., während ich ein ernsthaftes Problem habe: Ich bin Lebenslänglich von einem brauchbaren Liebesleben disqualifiziert.

      “Typisch Mann, denken alle an Sex” — solche Bemerkungen über Klischees müssen wir ebenfalls Einstecken.


      Selbstbestimmung schrieb:

      an schaue sich nur an was, was bei den Paralympics abgeht!
      Ich habe vor den Paralympics-Teilnehmer zwar großen Respekt, sie machen wirklich viel daraus, aber dennoch können sie eine Treppe nicht einfach aufsteigen. Und mit gutem Sex wird's auch nicht…


      Selbstbestimmung schrieb:

      Viele müssen im Laufe ihres Leben Schicksalsschläge aller möglichen Art einstecken.
      Viele aber auch nicht.
      Ich wurde als vierjähriger Verstümmelt.

      Ein betrunkener Autofahrer hat sich den Unfall selber verschuldet, ich nicht. Dennoch bin ich verkrüppelt und lebenslänglich nahezu Impotent.


      Urolüge schrieb:

      Aber seine Probleme sind anerkannt und werden von niemanden in abrede gestellt...

      Männer die unglücklich mit ihrer Beschneidung sind, deren Probleme sind und werden fast nie anerkannt
      Da spricht mir jemand aus der Seele herraus.

      NoCut schrieb:

      fortschreitenden Alter,
      Ekelhafter Gedanke. Alt werden. Und dass, bevor jemals guten Sex gehabt zu haben.
      Siehe: twitter.com/CircumCrippled/status/1019751420877254656


      NoCut schrieb:

      Aber ich würde unsere Beziehung gegen nichts in der Welt tauschen wollen und bin glücklich.
      Freut mich für euch.


      NoCut schrieb:

      Reicht diese Aussage, warum auch eine Frau damit keine Probleme haben sollte, mit einem beschnittenen Mann eine Beziehung fürs Leben einzugehen
      Ich muss immer leider mit dem Gefühl leben, dass ich was habe was sie an mir nicht leiden kann, und dass sie mich dafür am liebsten jederzeit verlassen möchte.
    • NoCut schrieb:

      aber wir haben dennoch Einfluss auf "Glücklich-Sein".
      Bei Impotenz mit 30 tendenziell eine Utopie.


      NoCut schrieb:

      Er hat etwas Schlimmes getan und müsste daher bei CCrippled um Entschuldigung bitten, statt sich aus seiner Verantwortung zu stehlen.

      Ich würde sehr Gerne von Ihm eine Entschuldigung hören. Ein richtiger Schritt.
      Letzendlich kann mich das jedoch nicht vor meiner Impotenz und ruinierten Sexualität retten.
    • Du bist doch noch jung. Ich war auch mal an einem Punkt, an dem ich glaubte nie ein erfüllende Sexualität zu haben. Es gibt auch hin und wieder Momente an denen ich das denke oder glaube es müsste doch unbefreiter gehen. Vielleicht wirst du mir nun vorhalten, dass ich doch ein Sexualleben haben kann wie du es dir wünscht (aufgrund meiner anderen Posts).

      Das gilt sicher nicht nur für meinen (weiblichen) Freundeskreis, aber viele Männer, die deiner Meinung nach intakt sind, können gar nicht offen über Sex sprechen, über Bedürfnisse, über Vorstellungen. Die wenigsten Frauen sind da so festgelegt auf rein/raus und viele kommen oft gar nicht zum Orgasmus. Sex ist nicht nur Ejakulation oder Orgasmus. Sex ist für mich eine sehr enge körperliche Nähe, die ich mit einer Person habe, wo es darum gefühlt dem anderen und mir selbst schöne Gefühle zu bereiten. Das geht unbeschnitten, aber auch beschnitten. Du bist total in deinem schwarz/weiß-Denken drin, dass du gar keine gegenteiligen Argumente zählen lassen möchtest. In deinem Sinne schaffst du es hoffentlich irgendwann mit der Vergangenheit klarzukommen.
    • CCrippled schrieb:

      Ich muss immer leider mit dem Gefühl leben, dass ich was habe was sie an mir nicht leiden kann, und dass sie mich dafür am liebsten jederzeit verlassen möchte.

      Nicht böse nehmen, aber in Sachen Liebe oder Beziehung scheinst Du noch sehr unerfahren zu sein. Geh davon aus, dass es in jeder Beziehung duzende Dinge gibt, die den einen am anderen total nerven und vielleicht sind hier sogar ein paar Eigenschaften darunter, wo der eine hin und wieder still und heimlich darüber grübel, warum er den anderen deswegen nicht längst verlassen hat. Die Antwort, warum aber Menschen zusammen sind und zusammen bleiben wollen, heißt Liebe.

      Dein Angst vorm Alter scheint übrigens ähnlich gelagert zu sein. Natürlich verändert sich mit dem Alter auch der Sex. Wusstest Du aber, dass laut einer Umfrage Menschen zwischen 20-30 tendenziell "schlechteren Sex" haben als Menschen jenseits der 60. Die Gründe hierfür sind einfach. Zwischen 20-30 fehlt vielen noch das nötige Selbstbewusstsein und sie sind noch viel zu sehr mit sich und ihrem Körper beschäftigt. Erst im Laufe der Jahre verschwinden die Zweifel am eigenen Körper, so dass man sich mehr gehen lassen kann (Das bezieht sich aber ausdrücklich nicht auf einen Bierbauch!). Natürlich schlägt einem das Alter dann auch hin und wieder ein Schnippchen. Mit etwas Glück hat man dann aber auch bereits gelernt mit dem einen oder anderen Problem souveräner umzugehen.

      CCrippled schrieb:

      Bei Impotenz mit 30 tendenziell eine Utopie.
      Was verstehst Du eigentlich unter Impotenz? Impotenz bezeichnet drei mögliche Funktionsstörungen. Es kann sich um eine erektile Dysfunktion handeln oder um das Ausbleiben einer Ejakulation. Daneben kann aber auch der Sex "perfekt" funktionieren, aber die Fähigkeit fehlen, Kinder zu zeugen.

      Ich vermute mal, dass keines dieser Definitionen dem entspricht, was Du als Impotenz bezeichnest. Und falls Du widererwarten unter eine ED oder dem Ausbleiben eines Orgasmus/Ejakulation leiden solltest, wird dies vermutlich nur indirekt mit Deiner Beschneidung zusammenhängen. Vielmehr werden es Deine Gedanken sein, die jedes Gefühl im Keim ersticken können (z.B. durch das Stresshormon Prolaktin).

      Du hast vielleicht schon mal was von Baisert-Törtchen gehört. Das sind so Törtchen mit Eiweißschaum die wunderbar im Backofen aufgehen können. Ein Windhauch oder ein zu schnelles Öffnen der Backofentür kann diese jedoch bereits wieder komplett in sich zusammenfallen lassen. So ist dies auch oft mit dem Sex. Ein falscher Gedanke im Kopf, die Vorstellung, dass irgendwas nicht passt und das war es dann auch schon. Schalte die negativen Gedanken aus und Dein Lebensglück damit ein. Sobald Du Dich nur im Ansatz mit Angst und Befürchtungen quälst, rennt Dein Glück/potentielle Partnerin vor Dir davon und Du wirst erst recht nicht glücklich werden.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Poseidon schrieb:

      aber auch beschnitten.
      …und endet, wo das Stimulationswerkzeug fehlt.
      Ja, Körperliche Nähe geht auch so, aber bei mir nicht, ohne der Vorstellung meiner Behinderung.

      Poseidon schrieb:

      irgendwann mit der Vergangenheit klarzukommen.
      Die Vergangenheit kann mir egal sein.
      Aber meine Zukunft ist ruiniert. Ich kann mich nie wieder mehr ordnungsgemäß Paaren.

      Poseidon schrieb:

      können gar nicht offen über Sex sprechen, über Bedürfnisse, über Vorstellungen.
      Ich bin froh, dass mir hier keine Vorwürfe gemacht werden wie „Du bist so Sexbesessen! Du denkst nur an das Eine!”

      Falsch. Oder ist ein Blinder etwa besessen vom Augenlicht? Falsches Wort. Es ist keine Besessenheit, sondern Lebensqualität.

      NoCut schrieb:

      Was verstehst Du eigentlich unter Impotenz? Impotenz bezeichnet drei mögliche Funktionsstörungen. Es kann sich um eine erektile Dysfunktion handeln oder um das Ausbleiben einer Ejakulation. Daneben kann aber auch der Sex "perfekt" funktionieren, aber die Fähigkeit fehlen, Kinder zu zeugen.

      Kann funktionieren, aber nicht tief und intensiv, sondern nur oberflächlich und 08/15.

      NoCut schrieb:

      Schalte die negativen Gedanken aus und Dein Lebensglück damit ein.
      Schön wär's wenn ich im Gehirn einen Schalter dafür hätte.


      NoCut schrieb:

      die Vorstellung, dass irgendwas nicht passt
      ....wäre für mich unumgänglich beim Sex, genau wie:

      NoCut schrieb:

      Ein falscher Gedanke im Kopf,
    • CCrippled schrieb:

      NoCut schrieb:

      was Du aus dieser Situation noch für Dich raus holst.
      Ich bin mir nicht sicher, welche Frau das eigene Leben einem beschnittenen Mann widmen wie mir widmen würde, während es da draußen bessere Alternativen gibt.Was gibt es da rauszuholen?
      Hallo Ccrippled,

      ich finde es so langsam lästig, dass Du bei jeder Gelegenheit davon anfängst, dass Du nie wieder eine Frau finden wirst. Meiner Meinung nach ist es Deine Einstellung, die das Problem ist.

      OK, wenn Du alles nur negativ sehen willst, gerne. Es ist Dein Leben. Darfst Du machen... Aber mal ehrlich: so wie Du Dich darstellst, hätte ich als Frau auch keinerlei Interesse daran, mit Dir ins Bett zu gehen!

      Es ist nicht so, dass Du nie wieder Sex haben kannst, aber derzeit willst Du es nicht. Bei Dir ist das Glas "fast leer", während es in Wirklichkeit halb voll/halb leer ist. Weil Du immer nur auf der negativen Seite rumreitest. Und dann entwickelt sich das Ganze eben auch negativ!


      Es haben viele versucht, Dir Tips zu geben, wie man anders als Du damit umgehen kann... Es ist Deine Entscheidung, ob Du was daraus machst - oder eben nicht.

      Andere wollen Lösungen für die Probleme finden, die aus der Beschneidung resultieren, und aus dem Jammertal rauskommen. Meine Erfahrung (die man sicherlich nicht verallgemeinern kann) ist, dass ich für mich Löungen gefunden habe, die gar nicht so schlecht sind. Vielleicht weil noch genügend vom Bändchen da ist, aber vor Allem auch, weil ich die Beschneidung als Tatsache aktzeptiert habe. Und ich möchte noch möglichst viele schöne Momente verbringen, bevor ich in die Kiste gehe!

      mfg
      Schnippi

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    • CCrippled schrieb:

      Schön wär's wenn ich im Gehirn einen Schalter dafür hätte.

      Den Schalter gibt es in jedem Gehirn ;) Das Schwierige ist nur, den Schalter zu finden.

      Ich habe den Eindruck, dass Du sehr deprimiert bist und damit Deinem eigenen Lebensglück im Weg stehst. Bitte lass Dir von Leuten helfen, deren Beruf es ist, Dir aus Deinem Labyrinth aus Selbstzweifel und Verzweiflung herauszufinden.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Mal an alle...ich glaube nicht, dass es jemanden weiterbringt, wenn er zu hören bekommt, er sei mit seinem Problem lästig, andere haben das auch und sind damit klargekommen, haben Wege gefunden sich damit zu arrangieren (es macht für mich einen Riesenunterschied, ob einer als Kind unnötig beschnitten wurde...oder ob sich einer als Erwachsener mit absoluter Indikation beschneiden ließ, denn da hat man ein Einsehen und kann über den Punkt kommen und versuchen andere Wege zu finden Sexualität zu erleben?)

      Vielleicht als Beispiel...einer der sich selbst dazu entschied sich seinen Fuß abnehmen zu lassen weil er nur noch Schmerzen, Entzündungen hatte, er ohne diese Behandlung vielleicht sogar sein Leben verloren hätte, wird eher wieder anfangen zu laufen, notfalls mit Prothese, als einer dem man einfach so ohne Grund dies angetan hatte, vielleicht sogar als Kind völlig wehrlos und auf die Hilfe und den Beistand Erwachsener/der Eltern angewiesen? Er wird sich vielleicht sein Leben lang Fragen warum...und im Dreck liegen bleiben...?

      Vielleicht würde dir, CCrippled, helfen, deinen Fall aufzurollen, was damals war, wie das ganze zustande kam, wer da Verantwortung trug? Wer war damals dein Kinderarzt, lass dir deine Akte geben? Wer hat dich operiert...rede mit ihm, sage ihm wie sehr du darunter leidest, dass man über dich bestimmt hat, dich als Objekt und nicht als Menschen behandelt hat? Fang an wieder ein "Subjekt" zu sein, ein Mensch der für sich handelt und sein Leben bestimmt...auch wenn andere dich als Objekt behandelt haben, bleibe das nicht...sonst kommst du aus dieser Soße nicht mehr raus...

      NoCut schrieb:

      Bitte lass Dir von Leuten helfen, deren Beruf es ist, Dir aus Deinem Labyrinth aus Selbstzweifel und Verzweiflung herauszufinden.
      Gebe ich dir prinzipiell Recht...aber das ist aus meiner Erfahrung so, als ob du zu jemanden mit einer Vorhautverengung sagst "Geh damit zum Urologen". Derjenige kann Glück haben und an einen Arzt gelangen der ihn vollumfänglich aufklärt und ihm helfen kann...aber in der Regel kennen wir den Ausgang?

      Was ich mir alles von Leuten anhören konnte, deren Beruf es eigentlich sein sollte Menschen aus Selbstzweifel und Verzweiflung herauszuholen:
      -alles nur Verlust- und Kastrationsängste
      -Depression ist Schuld das ich beim Sex nichts mehr spüre (ich wurde depressiv, weil ich beim Sex nichts mehr spürte...)also Antidepressiva...da habe ich glaub alle durch, und die meisten haben als NW massive neg. Folgen für die Sexualität...
      -einer meinte er kenne sich bei dem Thema nicht aus, da könne er mir nicht helfen (einer der was taugt muss sich da nicht auskennen, der kann einem helfen EGAL was man für Probleme hat'')
      -einer schaute immer mehr weg als ich erzählte, konnte keine Blickkontakt mehr halten...und der gab mir zum Schluss eine Bibel, manchmal helfe halt nur der Glaube...
      -einer meinte, das werde schon wieder, brauche halt Zeit...und wollte dann mit meiner neuen Freundin reden. Der sagte er, ich sei psychisch so schwer krank, das werde nicht wieder, sie solle sich von mir trennen, denn sie sei zu jung um sich mit mir ihr Leben zu versauen...
      -und einer war nur da, nahm mich Ernst, erkannte alle Probleme an, er informierte und recherchierte selber, versuchte mir Wege zu zeigen (er war auch zufällig ausgebildeter Sextherapeut) meine Sexualität zu verbessern....und sagt heute auch, eine absolute Schweinerei was da abgeht
      und gemacht wird...

      Wer konnte mir wohl weiterhelfen?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Urolüge schrieb:

      Mal an alle...ich glaube nicht, dass es jemanden weiterbringt, wenn er zu hören bekommt, er sei mit seinem Problem lästig, andere haben das auch und sind damit klargekommen, haben Wege gefunden sich damit zu arrangieren (es macht für mich einen Riesenunterschied, ob einer als Kind unnötig beschnitten wurde...oder ob sich einer als Erwachsener mit absoluter Indikation beschneiden ließ, denn da hat man ein Einsehen und kann über den Punkt kommen und versuchen andere Wege zu finden Sexualität zu erleben?)
      Nach meiner eigenen Erfahrung muss man jemand mal sagen, dass er am Durchdrehen ist. Und, logischerweise, ihm dann auch Hilfe anbieten.

      Mir ging es darum, mal ein STOP zu setzen. Und dann den schwierigen und langen Prozess einer Verbesserung zu starten. Nur muss man ihn dazu mal aus seinem Wahn rausholen. Dazu sind manchmal auch starke und klare Ansagen nötig.

      Das ganz Schwierige ist, zur Selbstkritik fähig zu werden. Das heisst nicht, dass man sagt, alles was ich gemacht habe, ist schlecht. Sondern zu sehen, was war daran gut und was war schlecht. Und für wen.. Dazu muss man sich selbst ehrlich (und nicht mit üblichen pauschalen Vorurteilen) einschätzen können.

      Und das ist echte ARBEIT!!! Und es erfordert den MUT, auch zu seinen Fehlern zu stehen, und zu dem ganzen Scheiß, den man gebaut hat. Und auch anderen in die Augen zu sehen und zu sagen "Ja, ICH war es, der dir das angetan hat". Und die VERANTWORTUNG dafür zu übernehmen.

      Dabei sollten wir alle CCrippled helfen. Aber ER muss dazu bereit sein.

      Dieses Zeichen muss er uns erst mal geben.

      (Das ist kurz zusammengefasst meine Erfahrung nach 60 Lebensjahren. Es wird einem nichts geschenkt, man muss sich Alles (!) mühsam erarbeiten! )
    • Schnippi schrieb:

      Dabei sollten wir alle CCrippled helfen. Aber ER muss dazu bereit sein.

      Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie verzweifelt CCrippled sich im Moment wohl fühlen muss. Er kennt das jetzt und die Vergangenheit und ihm fehlt die Zuversicht, auf eine bessere Zukunft zu hoffen. Jeder Anstoß, den wir ihm geben, wird er für sich daher als nutzlos empfinden, weil er sich vermutlich gar nicht vorstellen kann, dass sich alleine durch Gedanken oder die innere Einstellung etwas verändern kann.

      Und hier wäre wohl ein Therapeut, der beim Stichwort Sexualität nicht gleich zusammenzuckt, ein Anfang, um aus dem Labyrinth wieder den Weg zurück ins Licht bzw. ein glücklicheres Leben zu finden.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Bevor CCrippled anfangen kann für sich und sein handeln Verantwortung zu übernehmen...sollten da nicht andere Verantwortung übernehmen, was sie ihm angetan haben?

      In seinem Fall hilft da keine klare Ansage(eigentlich nie? denn damit mache ich ihn wieder zum Objekt meiner Minung und Belehrung?) ...und auch nur wenige Therapeuten, denn die meisten zucken nicht beim Thema Sexualität zusammen...sondern wenn sie erkennen, dass es um eine schwere PTBS geht (wie bei mir) und da ist die gängige Lehrmeinung unheilbar...aber es gibt Möglichkeiten...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Urolüge schrieb:

      Bevor CCrippled anfangen kann für sich und sein handeln Verantwortung zu übernehmen...sollten da nicht andere Verantwortung übernehmen, was sie ihm angetan haben?
      Was ändert da an seienr Situation? Das ist doch nur ein Weiterschieben der Verantwortung für seine schlechte Stimmung an andere! Und das Problem ist m.E., das ER das Problem ist.

      Was er hier macht, ist ein "Speil der Erwachsenen" (so heißt ein nettes Buch). Solange er auf jeden gut gemeinte Hilfe der anderen eine Antwort hat, die zeigt, dass der andere nicht Recht hat, hat er gewonnen. Das ist doch das, was gerade hier abläuft. Und das ist Kindergarten!

      CCripled sollte erwachsen werden und sich mit seinen Problemen auseinandersetzen, und nicht nur davon laufen und seine schlechte Laune hier rauslassen.

      Und wenn er bei seiner schlechte Laune bleiben will, OK - seine Entscheidung, dann soll er doch hier bitte nicht weiter rumpöbeln. Entweder - oder.

      Gefühlsduselei und Rumsülzen verzögert nur die Entscheidung (meine Erfahrung).
    • Schnippi schrieb:

      Was ändert da an seienr Situation?
      Absolut nichts, richtig, seine Situation ist und bleibt Scheiße, andere haben über ihn bestimmt, und ihn zum Objekt gemacht.

      Schnippi schrieb:

      Das ist doch nur ein Weiterschieben der Verantwortung für seine schlechte Stimmung an andere
      Es geht um die Verantwortung für seine Beschneidung...und die trägt nicht er. aber für seine Stimmung ist jeder selber verantwortlich, da gebe ich dir recht...aber ich kann seine schlechte Stimmung sehr gut verstehen!!!

      Schnippi schrieb:

      Und das Problem ist m.E., das ER das Problem ist.
      Und das geht, m.E. , gar nicht NIEMAND ist ein Problem...kein Mensch ist ein Problem!!!

      Mich haben solche Schuldzuweisungen, das ich das Problem sei und nicht meine Beschneidung (Psych...s), zu zwei Suizidversuchen gebracht...

      Schnippi schrieb:

      Solange er auf jeden gut gemeinte Hilfe
      Kennst du den Spruch: Das Gegenteil von gut ist nicht schlecht oder böse...sondern gut gemeint?

      Schnippi schrieb:

      Was er hier macht, ist ein "Speil der Erwachsenen
      DAs einzige Spiel der Erwachsenen welches ich kenne und meine das es das Übel ist, woran wir leiden...wir behandeln uns als Objekte, uns selber, sowie andere, wir begegnen uns nicht mehr als Menschen, als Subjekte...

      Schnippi schrieb:

      CCripled sollte erwachsen werden und sich mit seinen Problemen auseinandersetzen, und nicht nur davon laufen
      Er setzt sich doch mit seinen Problemen auseinander und läuft nicht davon? Ich finde er macht das besser als die meisten Beschnittenen, deren Ergebnis ihrer Auseinandersetzung ist "Was mit mir gemacht wurde muss in Ordnung sein, und daher muss ich es auch mit meinen Kindern machen...und wenn ich das gemacht habe kann ich auch nicht mehr zurück und hinterfragen?", oder "Ich wurde als Objekt behandelt, und daher darf ich auch andere zu Objekten machen...und auch Gewalt anwenden wie bei mir"?

      Schnippi schrieb:

      seine Entscheidung, dann soll er doch hier bitte nicht weiter rumpöbeln
      Hat er hier irgendjemanden persönlich angepöbelt oder angemacht, sowie er von anderen? Ich würde mir wünschen das hier weiterschreibt wie es ihm geht, wie er sich fühlt...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)


    • Falls es jemanden interessiert, in dem Video beschreibt Prof. Gerald Hüther sehr gut, was ich mit Subjekt und Objekt Beziehungen meine...

      Auch für dich CCrippled...was willst du sein? Objekt deiner Vorstellung, wie du gerne sein möchtest (möchten wir das nicht alle? und müssen wir nicht alle irgendwann erkennen und lernen, wer wir eigentlich sind?) Oder Subjekt, du handelst für dich und dein Leben (ja, auch wenn andere an dir gehandelt haben!!!) nach den Möglichkeiten die du hast, auch die Möglichkeit vielleicht diejenigen soweit möglich zur Verantwortung zu ziehen, ihnen zu zeigen was ihr handeln an dir angerichtet hat?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Urolüge schrieb:

      Absolut nichts, richtig, seine Situation ist und bleibt Scheiße, andere haben über ihn bestimmt, und ihn zum Objekt gemacht.
      Das stimmt so nicht. Andere haben ihn beschnitten, als er nichts daran ändern konnte. Logo. Aber Du und er, IHR macht Euch selbst zum Objekt. Denn so ist die Beschneidung an Eurer schlechten Laune Schuld. Ich meine aber, dass das eine Ausrede ist. Denn so seid nicht ihr an Eurer schlechten Laune Schuld, sondern die Beschneidung. Und damit haben andere Schuld, und ihr nicht.

      Der Punkt ist aber, dass ihr euch damit nicht mit der Beschneidung auseinandersetzt, und der wichtigen Frage, was ihr jetzt am besten tut, um in eurem Sinne in Zukunft "besser zu leben". Was für jeden etwas anderes ist.

      Das Gehirn merkt, dass man einer Entscheidung ausweicht und rumeiert, und es entsteht Unzufriedenheit. Da ist es die einfachste Lösung/Ausrede, zu sagen, dass die Bescheidung an dieser Unzufriedenheit Schuld ist. Denn so muss man am Wenigsten denken und hat auch gleich ein Ziel für seinen Frust.

      Kann man so machen (habe ich auch eine zeitlang gemacht... aber zu anderen Themen als Beschneidung) , aber dadurch wird nichts besser!

      ... Ich kämpfe noch mit dem Zitieren....
      Wenn Du seine schlechte Laune verstehen kannst, dann betrifft Dich diese Diskussion teilweise auch...

      Du hast Recht, "er ist das Problem" kann man so verstehen, wie Du es machst. Ich meine aber damit, dass seine Einstellung zu seiner Beschneidung das Problem ist. Bei Dir hat das zu Suizidversuchen geführt. Und deshalb widerspreche ich CCrippled hier und versuche, ihm Lösungswege aufzuzeigen. Schönreden und Ausweichen hilft eben nicht.

      Mit "gut gemeinter Hilfe" meine ich die Beiträge der anderen, nicht meinen...

      Und ich mache hier niemanden zum Objekt, sondern im Gegenteil setze ich mich mit seinen (und ev. Deinem) Problem auseinander und rede mit euch! Nur er will mir nicht zuhören, sondern weiter mit dem Kopf gegen die Wand rennen. Und wenn ich dann sage, dass er dann an seinem Kopfweh selber Schuld ist, bin ich der Buhmann... Neee, er könnte auch 2 Schritte zur Seite gehen, und würde erkennen, dass die "Riesen-Wand" nur ein Pfeiler in einem großen Raum ist, und es sehr viele Alternativen zu seinem "gegen die Wand rennen" gibt - er kann einfach um den Pfeiler rumgehen.

      "Pöbeln..." Ich finde, dass CCrippeld auf mehrere Antworten nur damit reagiert "Aber mich wird keine Frau mehr wollen NUR wegen meiner Beschneidung". Er geht nicht mehr auf den Post des anderen ein und killt damit die Diskussion. Das habe ich mit dem Begriff "Pöbeln" gemeint.

      Indem ich nicht sein Spiel mitspiele, hoffe ich, dass er auf andere Gedanken kommt, und es ihm nicht wie Dir geht... Bedauern hilft hier nicht weiter.
    • Schnippi schrieb:

      Indem ich nicht sein Spiel mitspiele, hoffe ich, dass er auf andere Gedanken kommt, und es ihm nicht wie Dir geht... Bedauern hilft hier nicht weiter.

      Wenn ich das richtig gelesen habe, warst Du bereits vor Deiner Beschneidung verheiratet und bist es noch. Ich kann mich irren, aber ist es bereits die Ausgangsfrage dieses Threads, warum Du auf die Antworten von CCrippeld sagen wir mal relativ gereizt reagierst.

      Sicherlich hat sich CCrippeld hier verrannt und sieht nur noch schwarz und weiß. Was macht es aber mit Dir und welche Gedanken schießen Dir womöglich in den Kopf, wenn CCrippeld hier seine Träume und Wünsche als unrealistisch und niemals realisierbar verwirft, die Deine Realität sind. Zeig ihm doch lieber, dass man auch mit Beschneidung eine solche Partnerschaft leben kann, statt ihn für seine Angst zu verurteilen.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Schnippi schrieb:

      Aber Du und er, IHR macht Euch selbst zum Objekt. Denn so ist die Beschneidung an Eurer schlechten Laune Schuld.
      Echt, habe ich schlechte Laune...und verbreite die hier? Dann bitte ich um Entschuldigung...
      Alle die unter ihrer Beschneidung leiden....leiden für dich nur unter ihrer schlechten Laune?
      Wenn ich sage, die Folgen meiner Beschneidung sind Scheiße...ist das dann schlechte Laune?

      Schnippi schrieb:

      Der Punkt ist aber, dass ihr euch damit nicht mit der Beschneidung auseinandersetzt, und der wichtigen Frage, was ihr jetzt am besten tut, um in eurem Sinne in Zukunft "besser zu leben".
      Woher weißt du, wie ich mich damit auseinandersetze...bzw. nicht auseinandersetze?

      Schnippi schrieb:

      Schönreden und Ausweichen hilft eben nicht.
      Mache ich das...oder andere? Oder bedaure ihn, habe Mitleid?

      Schnippi schrieb:

      Andere haben ihn beschnitten, als er nichts daran ändern konnte. Logo. Aber Du und er, IHR macht Euch selbst zum Objekt.
      Also alle, die als Kind, oder später, eine nicht selbstbestimmte und informierte Beschneidung über sich haben ergehen lassen...sind für dich selber Schuld, wenn sie ein Problem damit haben? §1631d...für dich also in Ordnung? Die brauchen sich bloß nicht so anstellen, halt ein bisschen mehr Gleitmittel, ein bisschen umgewöhnen...und alles in Butter...und wer dann immer noch ein Problem hat ist selber Schuld?


      Schnippi schrieb:

      und es ihm nicht wie Dir geht...
      Weißt du, wie es mir geht? ;)
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Vielleicht haben wir uns zu weit vom Thema entfernt, aber nur eins noch

      Schnippi schrieb:

      Der Punkt ist aber, dass ihr euch damit nicht mit der Beschneidung auseinandersetzt, und der wichtigen Frage, was ihr jetzt am besten tut, um in eurem Sinne in Zukunft "besser zu leben". Was für jeden etwas anderes ist.
      Ein wenig habe ich mich schon mit der Beschneidung auseinandergesetzt, und die Frage womit ich in Zukunft besser leben könnte habe ich schon für mich beantwortet...ich könnte besser damit leben wenn alle möglichen neg. Folgen von Beschneidungen anerkannt wären, Politker, Ärzte und Menschen anfangen würden Verantwortung zu übernehmen, und es zu keinen unnützen, nicht informierten und nicht vollständig aufgeklärten Beschneidungen mehr kommt.

      Für jeden ist das halt was anderes ;)
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • CCrippled schrieb:

      Hallo, bin wieder da.
      Ich werde mir eure Antworten sofort durchlesen.

      Davor möchte ich, dass ihr euch das hier anschaut: ...

      Und ich werde mir das Video erst anschauen, wenn Du die Antworten gelesen hast!

      Kennst Du übrigens diesen Spruch: "Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe."

      Du hast offenbar wieder ein Video gefunden / hochgeladen bzw. einen weiteren Grund gefunden, warum Du angeblich gar nichts an Deiner Situation ändern kannst. So ein Video ist Bullshit, weil es nichts besser, aber alles schlimmer macht. Hast Du schon mal den Begriff "Gedankenhygiene" gehört. Falls nein, schau bei Google nach. Die Kurzformel lautet: input = output
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • CCrippled schrieb:

      Davor möchte ich, dass ihr euch das hier anschaut:
      Hab es mal so überflogen...hast es ein wenig umgeschrieben, von jemandem mit Komplexen wegen seiner Penisgröße auf Beschneidung...

      Auch egal, betrifft so oder so ein mangelndes Selbstbild, Selbstwert? Wobei es schon ein bedeutendere Unterschied ist, ein naturgegebenes Schicksal, oder eine von anderen beigefügte seelische und körperliche Traumatisierung...

      NoCut schrieb:

      Die Kurzformel lautet: input = output
      Absolut...wobei bei CCrippled noch einiges raus muss, bevor was neues entstehen kann...die Kunst dabei ist, sich nicht lebenslang in einer Opferrolle zu verlieren...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Urolüge schrieb:

      sich nicht lebenslang in einer Opferrolle zu verlieren...
      Ich möchte auch daraus.

      Aber das ist unvermeidlich, wenn man als Rollstuhlfahrer eine Treppe widerfährt. Opferrolle hin oder her, man hat einen starken Defizit an Lebensqualität. Und wenn man das Rentneralter erreicht hat, kann man nicht stolz auf die grausame Lebensbilanz als Behinderter sein.


      Urolüge schrieb:

      ich könnte besser damit leben wenn alle möglichen neg. Folgen von Beschneidungen anerkannt wären, Politker, Ärzte und Menschen anfangen würden Verantwortung zu übernehmen, und es zu keinen unnützen, nicht informierten und nicht vollständig aufgeklärten Beschneidungen mehr kommt.
      Ich stimme zu.
      Zirkumzision wird von allen Seiten verleugnet.


      Schnippi schrieb:

      aber derzeit willst Du es nicht.
      Also will ein Rollstuhlfahrer nicht die Treppen hoch?


      Schnippi schrieb:

      weil ich die Beschneidung als Tatsache aktzeptiert habe. Und ich möchte noch möglichst viele schöne Momente verbringen, bevor ich in die Kiste gehe!

      Akzeptanz ist ein grausamer Gedanke.


      Ein Sadist hat mich als drei bis vierjähriger Vergewaltigt und Verkrüppelt, und ich soll es ohne weiteres AKZ*PT**R*N? Dann hat mich der Arzt besiegt und hat mein Leben zerstört. Darauf soll ich als 70-Jähriger zurückblicken?

      Schnippi schrieb:

      hoffe ich, dass er auf andere Gedanken kommt,

      Hoffe ich auch.
    • CCrippled schrieb:

      Aber das ist unvermeidlich, wenn man als Rollstuhlfahrer eine Treppe widerfährt.
      Natürlich kann man sich hinsetzen und heulen, weil man die Treppe nicht hochkommt...oder nach anderen Wegen schauen um hochzukommen?

      CCrippled schrieb:

      Ich stimme zu.
      Zirkumzision wird von allen Seiten verleugnet.
      Wenn es dich auch stört...dann fang an zu kämpfen und versuche wenigstens das zu ändern...oder bleib Opfer...

      CCrippled schrieb:

      Und wenn man das Rentneralter erreicht hat, kann man nicht stolz auf die grausame Lebensbilanz als Behinderter sein.
      Ich bin mir sicher, manch "Behinderter" (in deinen Augen...) hat eine bessere "Lebensbilanz", ein erfüllteres Leben vorzuweisen, als manch "Nichtbehinderter". Die größte Behinderung die wir in unserem Leben haben, ist die nicht allein in unserem Kopf? Der einzige Feind, den wir haben, der uns hindert uns zu entfalten, unser Leben zu leben und zu gestalten...sind wir das nicht selber?

      Eine persönliche Bitte an dich...vergleiche dich nicht mit anderen Menschen, mit anderen Handicaps...Man kann und darf nichts und niemanden vergleichen...

      CCrippled schrieb:

      Ein Sadist hat mich als drei bis vierjähriger Vergewaltigt und Verkrüppelt, und ich soll es ohne weiteres AKZ*PT**R*N? Dann hat mich der Arzt besiegt und hat mein Leben zerstört. Darauf soll ich als 70-Jähriger zurückblicken?
      Musst du so nicht akzeptieren. "Gesiegt" hat dieser Arzt nur, wenn du schweigst, ihm nie sagst, wie sehr er dich verletzt, ihn nie fragen wirst, warum er dir das angetan hat...aber behandle ihn nie als Objekt deines Hasses, immer noch als Menschen...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Urolüge schrieb:

      vergleiche dich nicht mit anderen Menschen,
      Da stimme ich zu.
      Aber einer dieser anderen Menschen ist zufälligerweise mein arroganter jüngerer Bruder.


      Genau. ER wird jedesmal hochwertigeren Sex haben als ich jemals davon träumen könnte. Und Schmerzen braucht er auch nicht zu haben. Ich wünsche ihm zwar alles Gute, aber manchmal ist er ein ziemlich eingebildetes, egoistisches und arrogantes A________. (könnte er ändern wenn er wollen würde)

      Urolüge schrieb:

      Musst du so nicht akzeptieren. "Gesiegt" hat dieser Arzt nur, wenn du schweigst, ihm nie sagst, wie sehr er dich verletzt, ihn nie fragen wirst, warum er dir das angetan hat...aber behandle ihn nie als Objekt deines Hasses, immer noch als Menschen...
      Blöderweise weigern sich meine Eltern bei der Hilfe zur Zurückverfolgung des verantwortlichen sadistischen Betrügers.
    • CCrippled schrieb:

      Aber einer dieser anderen Menschen ist zufälligerweise mein arroganter jüngerer Bruder.
      Warum vergleichst du dich mit ihm?

      CCrippled schrieb:

      ER wird jedesmal hochwertigeren Sex haben als ich jemals davon träumen könnte.
      Wie hochwertig der Sex ist, den jemand hat, ist rein subjektiv...
      Aber wenn du gedanklich immer dabei bist, das andere besseren Sex haben wie du...wie kannst du jemals erleben und spüren wie DEIN Sex ist?

      CCrippled schrieb:

      Blöderweise weigern sich meine Eltern bei der Hilfe zur Zurückverfolgung des verantwortlichen sadistischen Betrügers
      Wenn die mir nicht sagen würden WARUM die mir da nicht helfen wollen, keine schlüssige Erklärung liefern, würde ich die solange löchern und Fragen (auch in den unmöglichsten Situationen), bis ich was zufriedenstellendes hätte... :D

      Und dann würde ich selber aktiv werden, Akteneinsicht bei allen Ärzten verlangen, bei denen ich mit meinen Eltern war...ich bin mir ziemlich sicher, das es da einen Hinweis geben muss...(dein regulärer Kinderarzt?)
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • CCrippled schrieb:

      Schnippi schrieb:
      weil ich die Beschneidung als Tatsache aktzeptiert habe. Und ich möchte noch möglichst viele schöne Momente verbringen, bevor ich in die Kiste gehe!





      Akzeptanz ist ein grausamer Gedanke.
      Da verstehst anscheinend etwas falsch:

      Akzeptanz heißt nicht, dass ich etwas gut finde. Sondern dass ich sage, etwas ist passiert, und diese Tatsache kann ich nicht mehr ändern. Das hat nichts (bzw. wenig) damit zu tun, wie ich diese Tatsache bewerte. Obwohl ich im Vergleich Glück hatte (keine Schmerzen, offene Wunden usw, keine Gewalterfahrung wie Du und ein paar andere), fehlt mir eben die Vorhaut, und obwohl ich den Sex wieder ziemlich hinbekommen habe, fehlt das wirklich befriedigende Gefühl (die Nerven, die das auslösen, sind halt weg).

      Ist blöde, ist aber eben so.

      Ich sehe, dass ich die Vorhaut nicht mehr zurück bekommen kann (Restoring mildert nur ab). Anders gesagt, habe ich meinen Frieden damit gemacht. Ich rege mich nicht mehr darüber auf, sondern überlege, was ich jetzt tun kann, um meine Lage zu verbessern. Das hat Urolüge Dir auch versucht zu erklären.

      Du steckst sehr viel Energie in Deinen Haß. Aber das macht deine Situation nicht besser, Du hast nur mehr schlechte Laune. Und was hast Du davon??? Nix! Es geht Dir schlechter als vorher...

      Da sage ich eiskalt, OK, es ist Dein Leben... Aber soll es so die nächsten zig Jahre weitergehen??? Macht für mich keinen Sinn!

      Das verstehe ich unter "Akzeptieren". Es ist keine Bewertung!

      Weiteres Beispiel: Urolüge will den Arzt verklagen und zur Rechenschaft ziehen. Ok, darf er, keine Frage. Nur für mich sehe ich absolut keine Erfolgschancen in meinem Fall (ich vorher unterschrieben). Also stecke ich KEINE Energie, Zeit und Geld rein, sondern mache damit lieber Sachen, die mir gut tun. DAVON habe ich was.

      Ich hoffe, Du spürst, was ich Dir sagen will.... Und ich sage nicht, dass es einfach ist. Die Diagnose Prostatakrebs hat mich auch ganz schön belastet!!!

      mfg
      Schnippi
    • Schnippi schrieb:

      Akzeptanz heißt nicht, dass ich etwas gut finde. Sondern dass ich sage, etwas ist passiert, und diese Tatsache kann ich nicht mehr ändern.
      Absolut...und erst wenn man etwas akzeptiert hat, anerkannt das es so ist, kann es weitergehen, kann man nach Lösungen suchen, wie man mit diesen unabänderlichen Tatsachen umgeht...und diese Lösungen sind ganz individuell...

      Schnippi schrieb:

      Urolüge will den Arzt verklagen und zur Rechenschaft ziehen.
      Rechenschaft...will ich eigentlich nicht...mir geht es mehr um die Anerkennung meines Schadens (nicht finanziell, Geld ist mir da schnuppe, kein Geld der Welt kann da wieder was gutmachen...), die Fragen warum mir auf Nachfrage weniger invasive Möglichkeiten verschwiegen wurden, ob die bei mir mehr(Nerven) durchtrennt haben als die Vorhaut, es geht mir darum, das Ärzte endlich anfangen sollten in ihren Patienten Menschen zu sehen, und sie nicht nur als Objekte zu behandeln, über die man verfügen und an denen machen können, was sie für gut halten...

      Ob ich auf diesem Weg was erreiche...ich zweifle selber immer mehr, die Systeme, die Denkweisen...zu eingefahren?

      Schnippi schrieb:

      Also stecke ich KEINE Energie, Zeit und Geld rein, sondern mache damit lieber Sachen, die mir gut tun. DAVON habe ich was.
      Klar, kann und soll jeder machen wie er es für richtig hält. Haben tu ich davon nichts...aber vielleicht mal andere was? Solange ich atme, werde ich es nie akzeptieren, dass Menschen andere Menschen zu Objekten machen!!! Jeder Mensch, jedes Leben ist wertvoll...doch ich bin nichts...

      Schnippi schrieb:

      Ich hoffe, Du spürst, was ich Dir sagen will....
      Ich spüre es schon...aber ich muss auch sagen, die "Vorzeichen" bei dir und CCrippled, ganz andere? Wie alt warst bei diesem Eingriff und bei dir lag eine med. Notwendigkeit vor? Wobei die Invasivität des Eingriffes vielleicht auch nicht so gegeben? Im Endeffekt haben wir alle, du CCrippled, ich das gleiche...und doch ist es bei jedem anders?

      Aber bei einem wehrlosen Kind ohne absolute Med. Notwendigkeit...wenn dieses Kind mal mehr Probleme hat dies zu akzeptieren, kann ich das absolut verstehen...

      Schnippi schrieb:

      Die Diagnose Prostatakrebs hat mich auch ganz schön belastet!!!
      Glaub ich, und da möchte auch keiner tauschen und übel...aber doch ein Unterschied, ob ein Schicksal...oder ob Menschen einen zu Objekten machten?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Schnippi schrieb:

      Hallo Urolüge,

      ich würde gerne mit CCrippled diskutieren, und nicht mit Dir :) Ich hoffe, Du verstehst das.
      Gerne darf er mitdiskutieren.


      Schnippi schrieb:

      fehlt das wirklich befriedigende Gefühl (die Nerven, die das auslösen, sind halt weg).

      Ist blöde, ist aber eben so.
      Wenn ich eines Tages 50 Jahre alt bin, wie gehe ich dann mit dem Gedanken um, etwas schönes und unbeschreiblich angenehmes im Leben verpasst zu haben was für 99% aller jemals gelebten Menschen selbstverständlich war? Und wahrscheinlich wird mich ggf. eine Frau bis dahin schon längst für einen intakten Mann verlassen haben.

      Falls jetzt Bilder von Stephen Hawking kommen: Hier meine Antwort.


      Wie erkläre ich ggf. meiner Frau dass ich mit ~30 Jahren Impotent sein werde? Wie soll ich sie dazu überreden einen impotenten Mann mit mangelhafter Männlichkeit und verkrüppelter Sexualität zu akzeptieren, anstellle einfach einen gesunden und intakten Mann da draußen zu finden, welcher ohne Hilfsmittel (Gleitgel, Potenzmittel) besser funktioniert als jeder Beschnittene mit Hilfsmitteln? Was soll ich in der Situation sagen?

      Schnippi schrieb:

      was ich jetzt tun kann, um meine Lage zu verbessern.
      Ich wünschte mir ich könnte es einfach vergessen, und diesen niemals endenden Albtraum zu schließen.


      Noch mehr zur Akzeptanz:




      Urolüge schrieb:

      Solange ich atme, werde ich es nie akzeptieren, dass Menschen andere Menschen zu Objekten machen!!! Jeder Mensch, jedes Leben ist wertvoll...doch ich bin nichts...
      Da versteht mich jemand…
    • Urolüge schrieb:

      Aber seine Probleme sind anerkannt und werden von niemanden in abrede gestellt...
      Anerkannt? Hat die SU den Schaden anerkannt, und Schadensersatz geleistet? Bestimmt nicht.
      Für die einen nutzloser Krüppel, für die anderen ein bemitleidenswertes Opfer - aber vielleicht möchten gar nicht alle Behinderten bemitleidet werden, vielleicht möchten sie als gleichwertige Menschen anerkannt werden?

      Gesetzlich anerkannt, das ist richtig. Körperverletzung von Erwachsenen und Mädchen ist strafbar. Von Jungen auch, außer am Genital. Da ist der Schaden sogar gesetzlich aberkannt worden.

      Urolüge schrieb:

      Männer die unglücklich mit ihrer Beschneidung sind, deren Probleme sind und werden fast nie anerkannt
      Von der Politik und unserer Qualitätspresse. Von mir schon. Und ich bin bestimmt nicht der einzige, schließlich waren 70% gegen den §1631d. Und immerhin, die Richtlinien der Urologen haben sich deutlich verändert. Aber da muss sich noch viel mehr tun.

      Urolüge schrieb:

      Absolut richtig, aber es ist nicht ein gewaltiger Unterschied ob ich meine Sexualität durch Krankheit einbüße...oder weil irgendwelche Metzger meinen dass sie ohne wirkliche Indikation an den Genitalien von Kindern rumschneiden müssen, dass Eltern als absolut notwendig verkaufen?
      Um bei den von mir zitierten Beispielen zu bleiben: Wenn du als Kriegsgefangener, unzureichend ausgebildet und ausgerüstet, zum Bombenentschärfen gezwungen wirst, hast du dir das ausgesucht?
      War das OK? Würdest du, wenn du die Wahl hättest, vielleicht lieber ersatzweise zirkumzidiert werden?

      Wenn du mit deinem Kleinwagen ordnungsgemäß auf der Straße fährst, und irgend so ein rasender Testosteron-Rambo rammt dich mit seinem schweren SUV von der Straße, zerquetscht dein Auto - und du bist querschnittsgelähmt, und der Typ hat keinen Kratzer.... ja, das ist ein gewaltiger Unterschied...
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Schnippi schrieb:

      ich würde gerne mit CCrippled diskutieren, und nicht mit Dir Ich hoffe, Du verstehst das.
      Klar, du darfst meine Posts gerne ignorieren. Aber wenn ich eine differenzierte Meinung zu Posts habe, werde ich die hier niederschreiben. Ich hoffe du verstehst das auch ;)
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Anerkannt? Hat die SU den Schaden anerkannt, und Schadensersatz geleistet?
      Wer ist die "SU"?

      Selbstbestimmung schrieb:

      Für die einen nutzloser Krüppel, für die anderen ein bemitleidenswertes Opfer - aber vielleicht möchten gar nicht alle Behinderten bemitleidet werden, vielleicht möchten sie als gleichwertige Menschen anerkannt werden?
      Hmm...was willst du damit genau sagen?
      Ich interpretier es mal so...nein, ich will nicht alle die beschnitten wurden als nutzlose Krüppel oder bemitleidenswerte Opfer darstellen. Schaden/Leiden...ist das nicht immer subjektiv?

      Viele Beschnittene sehen absolut kein Problem darin...denen will ich auch keines einreden. Aber dieser "Kreislauf", hält der sich nicht nur "Weil ich bin das auch, ich habe kein Problem damit, dass ich zum Objekt gemacht wurde, und daher darf ich auch andere zum Objekt machen"?

      IMMER wenn Menschen sich selber oder einander zu Objekten machen...kommt da nicht Scheiße raus?

      Selbstbestimmung schrieb:

      Und ich bin bestimmt nicht der einzige, schließlich waren 70% gegen den §1631d
      Schon mal mit Müttern gesprochen, die ihr Kind auf ärztliches anraten beschneiden ließe, das nicht verurteilt, sondern nur hinterfragt? Die werden zu Furien, die wollen da nicht den Hauch von, hab ich meinem Kind eventuell geschadet, war das absolut vonnöten...

      Selbstbestimmung schrieb:

      Um bei den von mir zitierten Beispielen zu bleiben: Wenn du als Kriegsgefangener, unzureichend ausgebildet und ausgerüstet, zum Bombenentschärfen gezwungen wirst, hast du dir das ausgesucht?
      War das OK? Würdest du, wenn du die Wahl hättest, vielleicht lieber ersatzweise zirkumzidiert werden?
      Hättest du lieber die Wahl zwischen Krebs oder einer Beschneidung?

      Mein Beispiel verstehe ich als Differenzierung zwischen einem Schicksalsschlag ohne Beteiligung eines anderen... und einem von andern zum Objekt gemacht werden...dein Beispiel, beide male wird ein Mensch von anderen zum Objekt gemacht?

      Selbstbestimmung schrieb:

      Wenn du mit deinem Kleinwagen ordnungsgemäß auf der Straße fährst, und irgend so ein rasender Testosteron-Rambo rammt dich mit seinem schweren SUV von der Straße, zerquetscht dein Auto - und du bist querschnittsgelähmt, und der Typ hat keinen Kratzer.... ja, das ist ein gewaltiger Unterschied...
      Hat das Risiko nicht jeder, der in einen Kleinwagen steigt und Auto fährt? Vielleicht sollten wir alle SUVs fahren ;) ...oder anfangen anders miteinander umzugehen?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Urolüge schrieb:

      Wer ist die "SU"?
      Die Sowjetunion, die jenen Kriegsgefangenen zum Bombenentschärfen zwang.

      Urolüge schrieb:

      Schon mal mit Müttern gesprochen, die ihr Kind auf ärztliches anraten beschneiden ließe, das nicht verurteilt, sondern nur hinterfragt? Die werden zu Furien, die wollen da nicht den Hauch von, hab ich meinem Kind eventuell geschadet, war das absolut vonnöten...
      Das "Vergnügen" hatte ich noch nicht, aber wenn du irgendwelche "Mütter" im Internet meinst, die sind evtl. stark behaart, und vorhautlos... ^^

      Hättest du lieber die Wahl zwischen Krebs oder einer Beschneidung?
      Ich glaube, das ist kein guter Vergleich.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf