"Eine Vorhaut ist kein Kopftuch, das man einfach an- und ablegen kann."

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    • "Eine Vorhaut ist kein Kopftuch, das man einfach an- und ablegen kann."

      Man glaubt es kaum, aber das steht im Tagesspiegel:

      Die vorerst einzige Perversion, die sich in dieser Debatte spiegelt, ist jedoch die Verkehrung des Problems. In Religionsfragen die kindliche Selbstbestimmung prinzipiell gegen das Elternrecht auszuspielen, führt geradewegs in einen deutlich dramatischeren Konflikt, jenen um die religiöse Beschneidung von Jungen, wie Muslime und Juden sie oftmals für unverzichtbar halten. Es ist dem Staat nicht von vornherein verwehrt, in solche religiösen Angelegenheiten mit Verboten hineinzuregieren – aber wenn, dann sollte er es zunächst bei schweren und vor allem irreversiblen körperlichen Eingriffen und gegenüber allen Religionen gleichermaßen tun. Eine Vorhaut ist kein Kopftuch, das man einfach an- und ablegen kann. Dass verantwortliche Politiker hier „pure Perversion“ ausmachen, ist allerdings bisher nicht bekannt geworden.
      tagesspiegel.de/politik/kopftu…-perversion/21156852.html
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    • Pikant ist der gleich folgende Satz, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss:

      Es könnten derartige Erwägungen sein, die den NRW-Vorstoß noch im Stadium seiner Prüfung scheitern lassen.
      Wenn wir das Kopftuch bei Mädchen verbieten, dann müssten wir ja erst recht die Genitalverstümmelung von Jungen verbieten - also lassen wir doch beides. Denn das ist ja wohl klar, die Genitalverstümmelung von Jungen kann man nicht verbieten. Weil man es nicht kann. Basta!

      Kennt man ja schon (2013): wenn wir Schönheitsoperationen an Kindern verbieten, dann müssten wir erst recht die Genitalverstümmelung von Jungen verbieten - also lassen wir doch beides.

      Wenn wir Ohrlochstechen bei Kleinkindern verbieten, dann müssten wir erst recht die Genitalverstümmelung von Jungen verbieten - also lassen wir doch beides.

      usw, usw, das ist der Rattenschwanz, den der §1631d hinter sich herzieht. Das kommt, wenn der Gesetzgeber erst einmal vom rechten Weg abweicht. Er schafft einen Präzedenzfall, und alles beruft sich darauf.
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    • Wobei Jost Müller-Neuhof bislang nun wirklich nicht für BGM-kritische Kommentare bekannt war. Aber als Begründung, warum man Kopftücher bei Mädchen nicht verbieten kann taugt sie dann allemal. Weil man ja BGM auch nicht verbieten kann. :FP01

      JMN schrieb:

      Denn dass ein Mohel wegen seines Tuns in Deutschland angeklagt wird, möchte man nicht erleben müssen
      Denn dass ein Mensch wegen Körperverletzung in Deutschland angeklagt wird, möchte man nicht erleben müssen?
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    • Die vorerst einzige Perversion, die sich in dieser Debatte spiegelt, ist jedoch die Verkehrung des Problems. In Religionsfragen die kindliche Selbstbestimmung prinzipiell gegen das Elternrecht auszuspielen, führt geradewegs in einen deutlich dramatischeren Konflikt, jenen um die religiöse Beschneidung von Jungen, wie Muslime und Juden sie oftmals für unverzichtbar halten. Es ist dem Staat nicht von vornherein verwehrt, in solche religiösen Angelegenheiten mit Verboten hineinzuregieren – aber wenn, dann sollte er es zunächst bei schweren und vor allem irreversiblen körperlichen Eingriffen und gegenüber allen Religionen gleichermaßen tun. Eine Vorhaut ist kein Kopftuch, das man einfach an- und ablegen kann. Dass verantwortliche Politiker hier „pure Perversion“ ausmachen, ist allerdings bisher nicht bekannt geworden.
      tagesspiegel.de/politik/kopftu…-perversion/21156852.html
    • Das christliche Pro Medienmagazin ist mal wieder ganz unchristlich:



      pro-medienmagazin.de/kommentar…diger-krach-ums-kopftuch/
      Seit Dezember 2012 hat Deutschland ein Beschneidungsgesetz. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben damals lange und hart mit dem Thema gerungen. Am Ende stand die Entscheidung der Mehrheit, jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland und die religiösen Vorstellungen und Wünsche von Eltern höher zu achten als eine eher unwahrscheinliche Gefährdung des Kindeswohls durch den entsprechenden Eingriff. Die Beschneidung bei Kindern ist seitdem ausdrücklich erlaubt, sei es bei Heranwachsenden wie im Falle der Muslime oder bei Säuglingen wie im Falle der Juden.
    • "lange und hart gerungen", "eher unwahrscheinliche Gefährdung des Kindeswohls"

      Zynisch und glatt gelogen.
      Aber kann man natürlich so machen.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • R2D2 schrieb:

      Das christliche Pro Medienmagazin ist mal wieder ganz unchristlich:
      Hat sich das christliche Pro Medienmagazin eigentlich auch bei den "Zwölf Stämmen" auf die Religionsfreiheit berufen?

      Es ist doch frappierend, wie jetzt der §1631d als Universal-Hebel benutzt wird.
      Kinderrechte? Iwo, wir haben doch jetzt den §1631d!

      Das war vorhersehbar.
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    • Die Alpen-Prawda mal wieder:

      Außerdem hat die bundesdeutsche Politik erst vor einigen Jahren gezeigt, wie ernst es ihr mit dem Recht der Eltern ist, ihre Kinder dem eigenen Glauben entsprechend zu erziehen: Die Beschneidung von Jungen aus nicht medizinischen Gründen steht eigentlich dem Recht auf Unversehrtheit des Körpers entgegen, die das Grundgesetz garantiert. Trotzdem hat der Bundestag 2012 ein Gesetz verabschiedet, das es Eltern erlaubt, diesen Eingriff im Rahmen der Personensorge aus religiösen Gründen vornehmen zu lassen.
      Sind die mögliche Sexualisierung von kleinen Mädchen und der Verstoß gegen ihre Selbstbestimmung durch das Kopftuch ein gravierenderer Eingriff als die Beschneidung?
      Mal wieder: Wenn sogar Genitalverstümmelung erlaubt ist muss alles andere auch erlaubt sein. Dann geht ja wohl Elternrecht über alles. Wenn schon, denn schon.
      Nur die Genitalien von Mädchen, das ist ein ganz anderes Kapitel. Wenn schon, dann eben nicht.

      Der 1631d wird zum Universalargument gegen Kinderrechte und für elterliche Allmacht.

      sueddeutsche.de/politik/religi…alistisch-ist-1.3939536-2
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    • Spielt der Artikel nicht genau auf diese Unverhältnismäßigkeit an? Ich finde es gut wenn in den verschiedenen Debatten auf die Absurdität des 1631d hingewiesen wird. Gerade das Schlusswort ist doch sehr treffend formuliert:

      "Sind die mögliche Sexualisierung von kleinen Mädchen und der Verstoß gegen ihre Selbstbestimmung durch das Kopftuch ein gravierenderer Eingriff als die Beschneidung? Auf diese Frage hat noch niemand eine Antwort gegeben."
    • Also hat man nun das Thema Kopftuch bei Schulmädchen gefunden und führt diese Diskussion fast genauso, wie das Thema Beschneidung von muslimischen Jungen schon vor einigen Jahren geführt wurde.

      Damals war uns irgendwann wieder eingefallen, dass ja auch Juden ihre Jungen beschneiden, woraufhin das Thema ganz schnell wieder von der Tagesordnung genommen wurde.

      Und warum packen wir nicht gleich dieses Thema wieder aus:


      ► Dürfen Juden und Muslime ihre Kleinkinder beschneiden lassen? Kann ich jetzt den Arzt verklagen, der mir damals eine Körperverletzung zugefügt hat? Kommen meine Eltern in den Knast, weil sie den Arzt sogar noch dafür bezahlt haben, statt ihn daran zu hindern?
      Ja, warum eigentlich nicht, verdammt noch mal?

      Der Staat aber hat sich da verdammt nochmal herauszuhalten.
      Warum eigentlich, verdammt noch mal?

      huffingtonpost.de/entry/ich-fi…_5acf66dee4b0701783ac53ea
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    • Die Argumentation wird langsam stereotyp:

      Constanze von Bullion schrieb:

      Glauben und Rituale dürfen nicht einseitig verboten werden.

      Glauben will und kann kann niemand verbieten. Kinderschädliche Rituale darf man nicht einseitig verbieten? Wie verbietet man sie denn mehrseitig? Und wann?

      Wer ein Kopftuchverbot für muslimische Mädchen will, muss in Kindergarten und Grundschule auch das Kreuz an der Halskette untersagen und generell die Beschneidung jüdischer Jungen. In keinem dieser Fälle entscheidet ja das Kind. Es ist die Familie, die Glauben und Rituale weitergibt oder auch nicht, den Fisch am Karfreitag wie das Tuch für den Kopf. Das ist ihr gutes Recht.
      Ja, wie auch bei der "Beschneidung" von Mädchen oder der religiös motivierten Züchtigung, gell? ;)

      Warum sollte man lediglich die Verstümmelung von Söhnen jüdischer Eltern verbieten, was ist das für ein Quatsch? Alle Kinder müssen vor Genitalverstümmelung geschützt werden!
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    • Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, hat vor Verboten einzelner religiöser Symbole gewarnt. Eine solche Regelung könne dazu beitragen, „dass sich Schülerinnen ausgegrenzt und diskriminiert fühlen“, sagte sie am Dienstag in Berlin. Schon jetzt seien muslimische Frauen und Mädchen mit Kopftuch in besonderem Maße von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Darüber hinaus sei eine solche „Spezialgesetzgebung“ auch verfassungsrechtlich problematisch, da Religionen somit ungleich behandelt würden.
      Ist denn geplant, das Kopftuch nur für "muslimische" Mädchen zu verbieten? Oder für alle?

      Spezialgesetzgebung, Gentlemen, that reminds me...

      Eine solche Regelung könne dazu beitragen, „dass sich Schülerinnen ausgegrenzt und diskriminiert fühlen“,
      Kann Genitalverstümmelung nicht auch dazu führen? Dass Schüler sich z.B. unter der Dusche schämen. oder gar nicht unter die Dusche trauen?


      Wenn Kinder bereits in Grundschulen oder sogar im Kindergarten Kopftuch tragen müssen, greift das in die Persönlichkeitsentwicklung von religionsunmündigen Kindern stark ein“, sagte Lindner der „Rhein-Neckar-Zeitung“
      Hm, und Genitalverstümmelung greift nicht in die Persönlichkeitsentwicklung ein?

      Das Kopftuch sei „in besonderer Weise Ausdruck einer Rollenerwartung an die Frau“, so Lindner weiter.
      Ist die BGM nicht „in besonderer Weise Ausdruck einer Rollenerwartung an den Mann“?

      Christian Lindner schrieb:

      Der Staat wache über das Kindeswohl.
      Tusch! Der war jetzt mal wirklich gut! ^^

      Mädchenwohl war sicher gemeint.

      Schon dicke fette Realsatire, diese Hypokrisie

      faz.net/aktuell/politik/inland…-umstritten-15535600.html
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    • Joachim Stamp, Landeschef der FDP und
      Integrationsminister in NRW, will Mädchen Kopftücher erst mit 14
      erlauben. Weil sie dann religionsmündig seien und selbst entscheiden
      könnten. So fürsorglich war die FDP nicht immer. 2012 brachte sie
      zusammen mit der Union ein Gesetz durch den Bundestag, das die
      Beschneidung kleiner Juden und Muslime straffrei stellt. Beschneidung
      manche Betroffene sprachen damals in der kurzen, aber heftigen
      Debatte von Genitalverstümmelung. Die persönliche Religionsfreiheit
      des Kindes spielt in dem Gesetz keine Rolle, und von einem
      Mindestalter ist auch nicht die Rede. Im Gegenteil: Paragraph 1631
      d BGB spricht vom »nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen
      Kind«. Wie ernst ist es der FDP also mit dem Kindeswohl?
      http://www.westfalen-blatt.de/Ueberregional/Meinung/3256572-Kommentar-zum-Kopftuchverbot-fuer-Maedchen-Populismusverdacht
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    • Ein Kopftuch für Kinder kann ja im schlimmsten Fall dahingehend interpretiert werden, dass eine Religion alle Männer oder die der eigenen Religionsgemeinschaft für perverse pädophile und triebgesteuerte affenähnliche Kreaturen hält. Wenn erwachsene Frauen (gesellschaftlich) zum Tragen eines Kopftuchs gezwungen werden, kann man natürlich das Wort "pädophil" streichen.

      Die Zwangsbeschneidung scheint irgendwo vom gleichen (männlichen) Menschenbild geprägt zu sein. Irgendwo fühlt man sich an einen Neandertaler erinnert, der keine Gelegenheit auslassen würde, um sich im Zweifel auch gewaltsam zu paaren. Unter dieser urzeitlichen Sichtweise scheint die Jahrtausende alte Tradition eine logische Antwort darauf zu sein, wie man einerseits den Sexualtrieb des Mannes durch Beschneidung bzw. Sensibilitätsverlust mindert oder wie bei der Verschleierung Frauen vor den gierigen Blicken der "männlichen Bestien" versteckt.

      Trotz aller Gemeinsamkeiten gibt es aber einen wesentlichen Unterschied zwischen Verschleierung und der Zwangsbeschneidung. Eine Frau kann auch im Erwachsenenalter erstmals ein Kopftuch tragen, aber ein Mann wird als Erwachsener, der die Vorzüge einer Vorhaupt begriffen hat, eher selten dazu bereit sein, darauf wieder zu verzichten. Und deshalb wird die Zwangsbeschneidung im Kindesalter gefordert bzw. betont, dass ohne diese ein jüdisches, muslimisches oder puristisch-amerikanisches Leben nicht möglich ist.

      Zum verlinkten Artikel möchte ich noch anmerken, dass es einem Staat nicht nur "nicht von vornherein verwehrt" ist in religiöse Angelegenheiten hinzuregieren, sondern im Falle von Menschenrechtsverletzungen sogar seine Pflicht ist, hier zwischen originären Religionsanhängern und deren Kindern klar zu differenzieren. Wer erwachsen ist, kann und darf sich amputieren lassen was er will. Auch kann und darf er sich auch öffentlich verhüllen, verkleiden oder sonstwie anziehen, ohne dass man es ihm verbieten könnte. Dieses Recht kann aber niemals stellvertretend für Kinder ausgeübt werden. Und genau hier ist der Knackpunkt, wo unser Rechtsstaat gerade jämmerlich scheitert.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Autorin Sonja Fatma Bläser schrieb:

      Nun darf man ja in das Erziehungsrecht der Eltern nur eingreifen, wenn das Kinderwohl gefährdet ist. Kann man das Kopftuch so einordnen?

      Ja, das Kopftuch gefährdet das Kindeswohl. Genau deshalb muss der Staat handeln. Aber dann müsste man doch sicher auch sagen: Die Beschneidung eines kleinen Jungen gefährdet das Kindeswohl mindestens genauso, oder?

      Ja. Die Beschneidung sollte auch verboten werden. Auf den Jungen liegt doch auch dieser furchtbare Druck: Wer nicht beschnitten ist, ist kein richtiger Mann. Der kann in der Dusche vor den anderen nicht bestehen. Es gibt Menschen, die fragen den Metzger ihres Halal-Fleisches, ob er denn auch „rein“ ist! Viele junge Männer haben uns schon gesagt, dass sie sich nicht hätten beschneiden lassen, wenn sie selbst hätten entscheiden dürfen.
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    • Ähnlich wie bei der ekelhaften Beschneidungsdebatte vor einigen Jahren und jetzt durch die Kopftuchdebatte, wird derzeit auf besonders perfide Art und Weise die vermeintliche Sorge um das Kindeswohl vorgeschoben, um gesellschaftlich stigmatisierte und in ihren mutmaßlichen Gesinnungen missliebige Menschen in ihren grundlegenden Rechten zu beschneiden und sie über den Umweg des (juristischen) Begriffs der Religionsmündigkeit oder Kindswohl auf eine religions- nationalismusfreie Erziehung ihrer Kinder zu verpflichten.
      Fast schon wieder komisch....

      Na, wenigstens steckt diesmal die PKK dahinter, und nicht die "Antisemiten" :wacko:

      turkishpress.de/news/panorama/…d-mit-kindervorfuehrungen
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    • Lamya Kaddor schrieb:

      Und überhaupt: Was ist eigentlich mit der Beschneidung muslimischer und jüdischer Jungen? Wäre ein Verbot nicht der logische Folgeschritt? Hier geht es ja sogar um einen echten körperlichen Eingriff. Was ist mit Ohrlöchern bei Kindern? Müssten sie im Sinne der Gleichheit vor dem Gesetz dann nicht auch als Körperverletzung gewertet und verboten werden?
      Blöde Frage. Selbstverständlich.

      ksta.de/kultur/kolumne--deutsc…limisch-zugleich-30115542


      Unsere Kolumnistin, geb. 1978 in Ahlen, ist Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin.
      Dann muss sie es ja wissen... ;)

      Es läuft immer aufs gleiche heraus. "Man kann Hijabs nicht verbieten, weil man ja dann auch die weitaus schwerer wiegende BGM verbieten müsste, und das geht ja nicht."
      Gerne noch garniert mit dem Verweis auf "die Juden". So baut man multi-kulti Zirkelschlüsse auf, bis man schließlich beim global kleinsten gemeinsamen Nenner ist, inkl. GGM, div. afrikanischen und asiatischen Formen von indigener Kinderverstümmelung... es ist doch alles so schöne KULTUR, und Kinder können sich ja eh nicht wehren.
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    • Bei der Union entdeckt man plötzlich das Selbstbestimmungsrecht von Kindern, gewissermaßen deren "capillare Autonomie". [lat. capillus, das Haar]

      geht es vielmehr darum, den jungen Mädchen die Freiheit zu lassen, selbstbestimmt aufzuwachsen. Das Kopftuch ist besonders in den Grundschulen und bei Mädchen unter 14 Jahren ein Integrationshindernis. Es wird zum Bremsklotz in der eigenen Entwicklung und Entfaltung der Mädchen. Immer wieder kommt es sogar vor, dass junge Mädchen, die ein Kopftuch tragen, diskriminiert oder gemobbt werden. Dabei geht es nicht um die Beschneidung der freien Religionsausübung. Es geht vielmehr um die Selbstbestimmung der Mädchen.“
      Vor allem - es geht um Mädchen! Denn bei Jungen hat es die Union nicht so mit der Selbstbestimmung.

      Nicht nur mein politisches Mandat, sondern auch meine bürgerliche Verpflichtung, zwingt mich jeden Schaden von unserer Gesellschaft, unserer Demokratie, unserem Rechtsstaat und unseren Werten fernzuhalten

      Diese Sprüche kennt man bis zum Erbrechen. Dann mal ran, Schaden von Jungen fernhalten, den gundgesetzwidrigen, geschlechtsdiskriminierenden und den Rechtsstaat verhöhnenden 1631d in den Orkus!

      tichyseinblick.de/daili-es-sen…hverbot-maedchen-schulen/
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    • So fürsorglich war die FDP nicht immer. 2012 brachte sie
      zusammen mit der Union ein Gesetz durch den Bundestag, das die
      Beschneidung kleiner Juden und Muslime straffrei stellt.
      Man liest das, und bekommt schon gar nicht mehr mit, was für ein Blödsinn das ist, weil es ständig wiederholt wird.

      "kleiner Juden und Muslime" - stimmt nicht. Das Gesetz entrechtet alle Jungen.

      "zusammen mit der Union" stimmt so auch nicht. Die Mehrheit von SPD und Grünen stimmte auch für dieses schändliche Gesetz


      "Be-schneidung" ist Blödsinn. Da wächst nichts mehr nach, da wird ab-geschnitten. Korrekter Terminus ist Genitalverstümmelung.


      "straffrei" ist eine Untertreibung. Die BGM wurde nicht für "widerrechtlich, aber unter bestimmten Voraussetzungen wird von Strafe abgesehen" erklärt, sondern sie wurde zur legalen Selbstverständlichkeit gemacht. Zur "elterlichen Sorge für das Kind".

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