Wird es irgendwann in Deutschland offiziell Vorhautwiederherstellung geben?

    • Wird es irgendwann in Deutschland offiziell Vorhautwiederherstellung geben?

      Hallo Mitbetroffene

      ich habe alles so aufgesaugt, was ich im Internet finden konnte an Wiederherstellung etc. Auch habe ich viele Beiträge hier in diesem Forum durchgelesen.
      An sich ist die Methode ja wirklich einfach - Haut zu dehnen um wieder die Eichel zu bedecken.
      Es liegt ja auf der Hand, dass eine Vorhaut eine Schleimhaut, ein Frenulum und das gefurchte Band besitzt. In all diesen Bereichen befinden Nerven für sexuelles Empfinden.
      Es muss doch klar sein,dass nach einer Beschneidung es bei JEDEM Mann zu Komplikationen führen muss.

      Wieso kann man dann bei einer Beschneidung nicht den Männern wenigstens danach sagen, es gibt eine Methode eine neue Vorhaut "herzustellen".
      Wieso gibt es für jeden Schnick Schnack in der Medizin Anwendung, Therapien und u.ä. - aber beschnittene Männer haben in Deutschland einfach pech gehabt?

      Es muss doch irgendwann mal soweit sein,dass es in Deutschland eine ganz normale offzielle Therapiemöglichkeit gibt für beschnittene Männer ihre Vorhaut wiederherzustellen.
      Es kann kann doch nicht auf ewig der Weg sein, in den USA bei irgendwelchen Shops sich Gerschätschaften zu bestellen, um wieder intakt zu werden.
      Ist es wirklich so, dass es nur am Geld liegt, das Ärzte durch Beschneidung verdienen und deshalb nicht zugeben wollen, dass es ein Nachteil ist beschnitten zu sein?

      Die Medizin bietet heutzutage soviele Möglichkeiten und wir haben hier in Deutschland keine Möglichkeit offiziell zu einem Urologen zu gehen und eine Therapie für die Wiederherstellung der Vorhaut zu machen?

      Wie seht ihr das?
    • Hallo mr. moe,

      ich habe mich mit zwei unserer Urologen unterhalten über das Thema Beschneidung, generell auch über die Vorhautwiederherstellung.

      Um dir schon mal ein Argument aus dem Segel zu nehmen - so ungern ich das auch tue - mit Beschneidungen verdienen weder Urologen noch Kliniken, im Gegenteil, es ist sogar eher ein Verlustgeschäft da viel Aufwand für wenig Arbeit und dementsprechend weniger Bezahlung von den KK. Warum wird dies dann dennoch so weitreichend durchgeführt?

      Nun in Deutschland wird es wirklich nur aus Religiösen oder Medizinisch Notwendigen Gründen durchgeführt, nicht wie in Amerika grundsätzlich bei jedem.
      Da das Thema Beschneidung, Sexualität und somit auch Wiederherstellung immer noch ein "Tabu-Thema" ist, wir Medizinisch zwar gut Auftrumpfen aber wie beim Internetausbau Arsch-Langsam bzw. im Mittelalter Leben, wird das Thema auch nicht weiter nachverfolgt. Unsere Urologen sind einfach nun mal in der Hinsicht noch Ungebildet und da es keine soliden Forschungen und Ergebnisse gibt, nicht davon zu überzeugen, das eine Wiederherstellung Sinn macht und eine Beschneidung ein ganzes Sexualleben zerstören kann.

      Da das Thema von KK wie auch von Urologen/Ärzten - ich sag mal so wie es ist - nicht ernst genommen wird und gerne Ignoriert wird - ist meist günstiger als sich Mühe zu geben - gibt es auch keinen Markt, den ich mir in Deutschland mit guter Qualität wünschen würde. Auch die Erforschung zur besseren Wiederherstellung währe dann schon weiter, aktuell scheint mir der Markt doch noch relativ leer und Unbeholfen.



      mr_moe schrieb:

      Wieso kann man dann bei einer Beschneidung nicht den Männern wenigstens danach sagen, es gibt eine Methode eine neue Vorhaut "herzustellen".
      Wieso gibt es für jeden Schnick Schnack in der Medizin Anwendung, Therapien und u.ä. - aber beschnittene Männer haben in Deutschland einfach pech gehabt?

      Es muss doch irgendwann mal soweit sein,dass es in Deutschland eine ganz normale offzielle Therapiemöglichkeit gibt für beschnittene Männer ihre Vorhaut wiederherzustellen.
      Es kann kann doch nicht auf ewig der Weg sein, in den USA bei irgendwelchen Shops sich Gerschätschaften zu bestellen, um wieder intakt zu werden.
      Ist es wirklich so, dass es nur am Geld liegt, das Ärzte durch Beschneidung verdienen und deshalb nicht zugeben wollen, dass es ein Nachteil ist beschnitten zu sein?

      Wieso man den Mann - ab einem Alter wo er selbst es versteht - nicht aufklärt liegt einfach Schlichtweg an die Unwissenheit, denn Urologen wie auch Ärzte sind über diese Methoden Grundsätzlich nicht Informiert. Woher denn auch? Die Einzigen Quellen erfordern viel Recherche und Nachforschungen - Nichts wofür Ärzte Zeit haben. Gelehrt wird die Vorbeugung zur Beschneidung und die Methoden was zu tun ist wenn eine Beschneidung unumgänglich ist. Alles danach ist "Neuland".

      Ich bezweifle auch - solange es keine Offizielle "bitte" bzw. keine Mehrheit gibt die sich dafür Interessiert und das Anliegen bis nach Oben bringt - dass das Thema so schnell Erforscht bzw. Behandelt wird ;(

      Und um zum Thema Unterhaltung mit den Urologen: Diese wussten auch nicht, das es ein Wiederherstellungsverfahren gibt, mir zuliebe werden die sich aber mal Erkundigen und mich ggf. Unterstützen und sich mit mir Austauschen.

      Ich editier gleich die Antwort um weiter zu schreiben, bin gerade auf arbeit und muss gerade mal was tun ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Marsksela ()

    • Das Problem liegt letztlich an den Universitäten, da genau das so dort den Studenten beigebracht wird, wie es in Deutschland stattfindet. Eine richtige Forschung in dem Sinne gibt es nicht, nicht einmal richtige Langzeitstudien.
      Solange das so ist, wird sich bei den Ärzten nicht viel ändern.

      In der Tat ist der Verdienst bei einer Beschneidung so hoch gar nicht. Mit anderen Dingen verdient ein Urologe oder Chirurg wesentlich mehr Geld, bei gleichem oder ähnlichen Aufwand.

      Meiner Meinung nach wäre der erste wichtige Schritt, ähnlich wie es in Kanada passiert ist, die Beschneidung als Kassenleistung zu streichen. Nicht wenige Eltern hätten dann auf einmal keine Interesse mehr die Söhne zu beschneiden zu lassen, wenn sie es selbst bezahlen müssten. Wenn ich die Zahlen noch richtig in Erinnerung habe, gingen die Beschneidungen in Kanada um 80% zurück, als dies als Kassenleistung gestrichen wurde.

      Was die Vorhautwiederherstellung betrifft, so muss man sich darüber auch im klaren sein, dass man nicht mehr richtig wiederherstellen kann, was mal abgeschnitten wurde. Die abgeschnittenen Nerven sind weg, für immer. Lediglich die Eichel wird im Laufe der Zeit wieder etwas empfindlicher. Glück haben da die Männer, die high & tight beschnitten wurden, weil da wenigstens noch ein bisschen empfindliche innere Vorhaut vorhanden ist. Bei low & tight, so wie es in Deutschland üblich ist, gibt es ja gar keine empfindliche innere Vorhaut mehr. Da kann man dann nur hoffen, dass im Laufe der Zeit die Eichel wieder etwas empfindlicher wird. Wobei es auch Männer gibt, die von Geburt an, an der Eichel relativ unempfindlich sind und deren Empfindlichkeit vorwiegend an der inneren Vorhaut liegt. Wenn ein solcher Mann dann low & tight beschnitten wurde, hat dieser selbst nach der Wiederherstellung noch massive Probleme.
    • mr_moe schrieb:

      Es muss doch irgendwann mal soweit sein,dass es in Deutschland eine ganz normale offzielle Therapiemöglichkeit gibt für beschnittene Männer ihre Vorhaut wiederherzustellen.
      Hallo mr_moe,
      ich denke, ein Denkfehler liegt schon darin, dass Du "Vorhautwiederherstellung" als etwas "komplettes" ansiehst oder zumindest so darstellst.
      Die Vorhaut kann nicht wieder hergestellt werden, man kann sie nur ein Stück weit rekonstruieren. Ein Mann, der über Jahre hinweg restort und irgendwann "fertig" ist, ist nicht intakt, er hat keine neue Vorhaut, er hat keine neuen Nervenenden, Tastkörperchen und Schleimhaut. Er hat ein Konstrukt, das seine Eichel bedeckt, diese zugegebenermaßen deutlich (zumindest bei mir) empfindlicher werden lässt und ihm ein neues Aussehen verleiht.
      Aber es ist kein Zurücksetzen auf Null, kein Rückgängigmachen einer Amputation.

      mr_moe schrieb:

      Ist es wirklich so, dass es nur am Geld liegt, das Ärzte durch Beschneidung verdienen und deshalb nicht zugeben wollen, dass es ein Nachteil ist beschnitten zu sein?
      Nein, den Hauptgrund dafür sehe ich nicht darin, dass eine Geldquelle maximal angezapft werden soll, sondern im Unwissen. Geh zu einem Urologen und befrag ihn nach Aufbau, Funktion und Nutzen der Vorhaut, über die Gefahren, zwangsläufigen und möglichen Schäden der Zirkumzision. Ich prophezeihe Dir, dass mehr als 90% mit den Achseln zucken, von der Vorhaut keine Ahnung haben und die "Beschneidung" als leichten, harmlosen und nützlichen Eingriff darstellen. Weil sie es nicht besser wissen.
      Und wenn man den Schaden nicht erkennt, warum sollte man eine Möglichkeit anbieten, diesen (scheinbar nicht vorhandenen) Schaden zu beheben?


      mr_moe schrieb:

      Die Medizin bietet heutzutage soviele Möglichkeiten und wir haben hier in Deutschland keine Möglichkeit offiziell zu einem Urologen zu gehen und eine Therapie für die Wiederherstellung der Vorhaut zu machen?
      Ein weiterer Grund liegt jedoch sicher auch am grundsätzlichen Wesen der Vorhautrekonstruktion. Du schluckst keine Pillen, die die Arbeit in Deinem Körper verrichten, Du trägst keine Salbe auf. Es wird auch nicht an Dir gearbeitet, Du brauchst keinen Therapeuten, der Dir hilft. Geld kann man ausschließlich damit verdienen, Geräte herzustellen und zu verkaufen. Die eigentliche Arbeit macht der betroffene Mann und zwar über Jahre hinweg. 80 - 120 € für 4-8 Jahre Therapie. Hier ist nichts verdient und vor allem muss der Patient die gesamte Arbeit selber machen. Sowas lässt sich nicht gut verkaufen, da gibts deutlich lukrativere Zweige der Medizin. Und machen wir uns nichts vor: Medizin ist ein Geschäft, selbst der ideologischste Arzt geht seinem Beruf deshalb nach, weil er damit Geld verdient. Und das ist auch nicht verwerflich. Aber es ist ein wichtiger Grund dafür, dass dieses Feld ausschließlich von Betroffenen beackert wird. Männer, die selber betroffen sind und anderen helfen möchten, da raus zu kommen.


      Marsksela schrieb:

      Um dir schon mal ein Argument aus dem Segel zu nehmen - so ungern ich das auch tue - mit Beschneidungen verdienen weder Urologen noch Kliniken, im Gegenteil, es ist sogar eher ein Verlustgeschäft da viel Aufwand für wenig Arbeit und dementsprechend weniger Bezahlung von den KK.

      seppel schrieb:

      In der Tat ist der Verdienst bei einer Beschneidung so hoch gar nicht. Mit anderen Dingen verdient ein Urologe oder Chirurg wesentlich mehr Geld, bei gleichem oder ähnlichen Aufwand.

      Da widerspreche ich. Du hast mit Urologen gesprochen und die beteuern, nicht wegen Geld zu beschneiden? Wundert Dich das? Ein Verlustgeschäft? Ernsthaft?
      Britta vom Lehn hat 2013 in der FAZ sehr deutlich gemacht, dass beim Thema "Beschneidung" der Rubel rollt:
      faz.net/aktuell/politik/beschn…ter-schnitt-12625490.html

      Britta vom Lehn schrieb:

      Becker behauptet weiter, die rituelle Beschneidung sei in der ambulanten Kinderchirurgie „kein wirtschaftlicher Faktor“. Gerade die ambulanten Ärzte verdienen jedoch gut an Beschneidungen. So ist die Zahl der Vorhautoperationen bei kleinen Jungen in den vergangenen Jahren offenbar rasant gestiegen. Das Wissenschaftliche Institut der AOK hat für die F.A.S. alle dort abgerechneten ambulanten und klinischen Fälle von Vorhauteingriffen bei Jungen bis fünf Jahren ermittelt. 2006 waren es noch 5.472 Eingriffe, 2011 dann schon 7.103 – 30 Prozent mehr. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung verzeichnet zwischen 2008 und 2011 sogar einen Anstieg um 34 Prozent – allein im ambulanten Bereich.
      und weiter

      Fest steht aber, dass Ärzte den „lukrativeren“ Code im ambulanten Bereich bis zu zwanzig Mal häufiger abrechnen als den „billigeren“. Nur: In der Nachsorge stellen die Kinderärzte einen Befund fest, der dazu nicht passt. Kinderarzt Hartmann berichtet: „Eine Umfrage bei unseren Vorstandsmitgliedern und Landesverbandsvorsitzenden hat gezeigt, dass wir in unseren Praxen nach einer Operation eigentlich nur Kinder mit radikaler Beschneidung sehen, keine Kinder mit Vorhautplastiken.“
      Dass Vorhauteingriffe gerade für niedergelassene Kinderchirurgen eine wichtige Einnahmequelle sind, zeigt schon die Rangfolge der Diagnosen: Die Phimose kommt in ihren Praxen auf Platz eins, gefolgt von Leistenoperationen und dem Hodenhochstand. Rund 21.000 Beschneidungen führen die niedergelassenen Kinderchirurgen nach eigenen Angaben im Jahr durch. Bei 300 Euro je Eingriff fließen also mindestens sechs Millionen Euro allein durch Beschneidungen in ihre Kassen. „So wird auch klar, warum der Aufschrei der niedergelassenen Kollegen im vorigen Jahr nach dem Kölner Beschneidungsurteil so heftig ausfiel“, sagt Maximilian Stehr, Chefarzt der Kinderchirurgie und -urologie der Klinik Hallerwiese in Nürnberg und entschiedener Beschneidungsgegner.
      Und so weiter. Lies Dir den Artikel mal gut durch und bewerte dann die Aussagen Deiner Urologen neu. Ich denke, Du wirst zu einem anderen Urteil kommen als bisher.


      seppel schrieb:

      Meiner Meinung nach wäre der erste wichtige Schritt, ähnlich wie es in Kanada passiert ist, die Beschneidung als Kassenleistung zu streichen.
      Das ist so nicht korrekt. In Kanada gab es ja die routinemäßige Beschneidung als Kassenleistung. Und diese wurde gestrichen. Medizinisch nötige Eingriffe zahlt die Kasse weiterhin und genau so ist es auch bei uns. Theoretisch zumindest. HIER muss man ansetzen.
      Medizinisch notwendige Eingriffe müssen auch weiterhin von der Kasse bezahlt werden. Nur ist eben der weitaus größte Teil der als medizinisch notwendig erachteten Vorhautamputationen eben NICHT medizinisch notwendig. Siehe neue Leitlinie Phimose und Paraphimose. Und rituelle Eingriffe müssen sowieso (zumindest theoretisch) von den Eltern selber bezahlt werden. Dass viel zu viele Ärzte die dann als dringend nötige Phimosetherapie abrechnen ist bekannt. DAGEGEN muss was getan werden. Also gegen Abrechnungsbetrug. Passiert aber nicht. Würde ja Staub aufwirbeln.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Weguer schrieb:

      Da widerspreche ich. Du hast mit Urologen gesprochen und die beteuern, nicht wegen Geld zu beschneiden? Wundert Dich das? Ein Verlustgeschäft? Ernsthaft?
      Britta vom Lehn hat 2013 in der FAZ sehr deutlich gemacht, dass beim Thema "Beschneidung" der Rubel rollt:
      faz.net/aktuell/politik/beschn…ter-schnitt-12625490.html
      Da muss ich jetzt widersprechen. Schaue dir mal Gebührenordnung für Ärzte an, was da abgerechnet werden darf. Vom Umsatz her, mag die Aussage von Frau Lehn zutreffen. Umsatz ist aber nicht Gewinn. Bekanntlich lebt man vom Gewinn, nicht vom Umsatz. Ein Verlustgeschäft ist die Beschneidung für einen Arzt nicht, aber auch nicht das Mittel um seine Kassen so zu füllen um einen gehobenen Lebensstil führen zu können ( wie es bei viele Ärzten üblich ist ). Da müsste ein Arzt schon massenhaft täglich Vorhäute amputieren. Ich habe meine Infos zum Beispiel nicht von einem Arzt, sondern von einer Betriebswirtschaftlerin die Einblicke in die Finanzen von diversen Ärzten und Krankenhäuser hatte bzw. immer noch hat. Richtig Geld verdient wird mit anderen Sachen. Nicht ohne Grund rechnen die Ärzte eine Beschneidung, oft bewusst, falsch mit den Krankenkassen als Vorhautplastik ab. Dann gibt es mehr Geld und Beschneidung rechnet sich kaufmännisch gesehen wieder richtig.

      Weguer schrieb:

      Das ist so nicht korrekt. In Kanada gab es ja die routinemäßige Beschneidung als Kassenleistung. Und diese wurde gestrichen. Medizinisch nötige Eingriffe zahlt die Kasse weiterhin und genau so ist es auch bei uns. Theoretisch zumindest. HIER muss man ansetzen.
      Dazu kann ich jetzt nicht viel sagen, habe nur auf verschiedenen Seiten gelesen, dass in Kanada die Krankenkasse eine Beschneidung nicht mehr zahlt. Du hast doch sicher eine Quelle, wo man nachlesen kann, wie das jetzt in Kanada genau abläuft. Vielleicht wäre das sogar auf Deutschland übertragbar?
    • Werbung. Alle Werbeeinnahmen werden an MOGiS e.V. gespendet:

    • Weguer schrieb:

      Hallo mr_moe,
      ich denke, ein Denkfehler liegt schon darin, dass Du "Vorhautwiederherstellung" als etwas "komplettes" ansiehst oder zumindest so darstellst.
      Die Vorhaut kann nicht wieder hergestellt werden, man kann sie nur ein Stück weit rekonstruieren. Ein Mann, der über Jahre hinweg restort und irgendwann "fertig" ist, ist nicht intakt, er hat keine neue Vorhaut, er hat keine neuen Nervenenden, Tastkörperchen und Schleimhaut. Er hat ein Konstrukt, das seine Eichel bedeckt, diese zugegebenermaßen deutlich (zumindest bei mir) empfindlicher werden lässt und ihm ein neues Aussehen verleiht.
      Aber es ist kein Zurücksetzen auf Null, kein Rückgängigmachen einer Amputation.

      Ich denke aber, dass dieses "Konstrukt" einen Mann wieder soweit "intakt" werden lassen kann, damit er vielleicht irgendwann das Gefühl bekommt, die Beschneidung hätte nie stattgefunden.

      Ich lese immer wieder die Vorteile von der Wiederherstellung:

      - Eichel sensibler
      - Farbe der Eichel wird wieder zart rosa
      - die Eichel ist allgemein "feuchter"
      - Gleiteffekt beim Sex
      - Gleiteffekt bei der Masturbation
      - Aussehen ähnlet fast zu 100% einer normalen Vorhaut



      Marsksela schrieb:

      Und um zum Thema Unterhaltung mit den Urologen: Diese wussten auch nicht, das es ein Wiederherstellungsverfahren gibt, mir zuliebe werden die sich aber mal Erkundigen und mich ggf. Unterstützen und sich mit mir Austauschen.
      könntest du davon berichten, wie die Erkundigung der von dir genannten Uroglogen gelaufen ist?


      Weguer schrieb:

      Ein weiterer Grund liegt jedoch sicher auch am grundsätzlichen Wesen der Vorhautrekonstruktion. Du schluckst keine Pillen, die die Arbeit in Deinem Körper verrichten, Du trägst keine Salbe auf. Es wird auch nicht an Dir gearbeitet, Du brauchst keinen Therapeuten, der Dir hilft. Geld kann man ausschließlich damit verdienen, Geräte herzustellen und zu verkaufen. Die eigentliche Arbeit macht der betroffene Mann und zwar über Jahre hinweg. 80 - 120 € für 4-8 Jahre Therapie. Hier ist nichts verdient und vor allem muss der Patient die gesamte Arbeit selber machen. Sowas lässt sich nicht gut verkaufen, da gibts deutlich lukrativere Zweige der Medizin.
      Naja ich muss halt sagen, dass es einem schon mehr Sicherheit geben würde wenn irgend ein medizinsches Siegel aus Deutschland / Bestätigung der Ärzte auf die Wiederherstellung existieren würde

      Irgendwie übernimmt man das ja in Eigenregie, kauft den DTR oder TLC und verlässt sich auf irgendwelche Aussagen aus dem Internet.

      Schade, dass es bei der Medizin meistens nur um Geld geht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mr_moe ()

    • Ich stelle mir ja manchmal vor, wie es wäre, wenn man "restoring devices" einfach so im Regal im Drogeriemarkt finden könnte.

      Vielleicht kommt das eines Tages, wer weiß? Dazu braucht es aber erst mal risikofreudige, kapitalstarke Pioniere, die solche Geräte im Kunststoff-Spritzgussverfahren fertigen lassen. Bisher ist das ja alles Handarbeit in Kleinserie. Man braucht halt erst mal die (teuren) Werkzeuge, dann wird die Serienfertigung (vorzugsweise in Europa) ganz billig.
      Ich bin sicher, mit der richtigen Werbung, nach einer schwierigen Anfangsphase, gehen die irgendwann weg wie die warmen Semmeln.

      Dann kann auch schwerer geleugnet werden, dass es so etwas wie Restoring überhaupt gibt und unnötige Beschneidung werden schwerer zu rechtfertigen sein.
    • seppel schrieb:

      Weguer schrieb:

      Da widerspreche ich. Du hast mit Urologen gesprochen und die beteuern, nicht wegen Geld zu beschneiden? Wundert Dich das? Ein Verlustgeschäft? Ernsthaft?
      Britta vom Lehn hat 2013 in der FAZ sehr deutlich gemacht, dass beim Thema "Beschneidung" der Rubel rollt:
      faz.net/aktuell/politik/beschn…ter-schnitt-12625490.html
      Da muss ich jetzt widersprechen. Schaue dir mal Gebührenordnung für Ärzte an, was da abgerechnet werden darf. Vom Umsatz her, mag die Aussage von Frau Lehn zutreffen. Umsatz ist aber nicht Gewinn. Bekanntlich lebt man vom Gewinn, nicht vom Umsatz. Ein Verlustgeschäft ist die Beschneidung für einen Arzt nicht, aber auch nicht das Mittel um seine Kassen so zu füllen um einen gehobenen Lebensstil führen zu können ( wie es bei viele Ärzten üblich ist ).


      Gerade heute bin durch Zufall auf einen Artikel gestoßen, der gut zu diesem Thema passt, auch wenn die Beschneidung darin nicht erwähnt wird.


      startribune.com/german-health-…t-single-payer/199450051/

      Der Artikel erschien in einer englischsprachigen Zeitung, wurde aber von einem deutschen Arzt verfasst, der wie der Zufall so viel auch noch Urologe ist.


      Ich habe diesen Artikel mal ins Deutsche übersetzt: Die relevanten Stellen habe ich farblich herausgehoben:



      Artikel im Star Tribune schrieb:

      Deutschlands Gesundheitssystem ist kein Einheitskassen-System.

      Es ist vieles aber kein Einheitskassen-System, wie ein aktueller Kommentar im Star Tribune andeutet.

      von Alfons Gunnemann

      Als Teilnehmer eines von der Urologischen Gesellschaft von Minnesota am vergangenen Wochenende veranstalteten Seminars, las ich einige seltsame Dinge über das deutsche Gesundheitssystem in einem kürzlich erschienenen Kommentar ("Single-payer health care: What it is, what it isn’t, ", 17. März)


      Ich bin Chefarzt einer urologischen Abteilung in einem öffentlichen Krankenhaus in Deutschland. Ich bin an der täglichen Diskussion über das deutsche Gesundheitssystem beteiligt.

      Es ist definitiv kein Einheitskassen-System.

      Das deutsche Gesundheitssystem istkomplexer als es scheint und ist ein Mehrfachkassen-System. Jede arbeitende Person muss etwa 15 Prozent ihres Gehalts für die Krankenversicherung bezahlen. Es gibt mehr als 130 Krankenkassen. Ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung sind, wie wir es nennen, privat versichert. Sie müssten mehr als 46.000 Euro verdienen, um das Recht zu haben, ein "privater Patient" zu sein. Die Arbeitslosen und Obdachlosen werdenvom Staat, dh den Steuerzahlern, versorgt.

      Der Markt diktiert überhaupt keine Preise - sondern das DRG-System. Krankenhäuser werden nach "Diagnose-bezogenen Gruppen" vergütet - ein System, das alle Krankheiten in etwa 365 Gruppen einteilt.

      Wie viel die Krankenhäuser für den Aufenthalt eines Patienten bezahlt werden, hängt von den Komplikationen- und Komorbiditätsindex ab. Es gibt eine gewisse Konkurrenz, um so viele Privatpatienten wie möglich und die höchsten DRGs anzuziehen, um das Budget eines Krankenhauses aufzustocken. Aber eine staatliche Regulierung kappt jeden Überschuss, der15 Prozent für das ganze Krankenhaus übersteigt.

      Das DRG-System hat zu einem völlig ökonomisch orientierten Gesundheitssystem mit all seinen Tücken geführt. Private Patienten riskieren Überdiagnose und Überbehandlung, weil sie die geheime Geldquelle des Systems sind. Krankenhäuser können sie bis zu zwei oder drei Mal mehr abrechnen als bei einem normalen Patienten. Der nicht-private Patient hat längere Wartezeiten und sieht nicht immer die besten Spezialisten.

      Zwischen 60 und 70 Prozent der öffentlichen Krankenhäuser in Deutschland werden voraussichtlich in drei oder vier Jahren Konkurs anmelden. Die Krankenkassen haben mehr als 15 Milliarden Euro auf ihrer Seite gesammelt. Die Krankenhäuser müssen ihre eigenen Gebäude finanzieren, die ehemals von den "Bundesländern" betreut wurden.

      Wenn die jährlichen Verhandlungen mitder Ärztegewerkschaft zu einem Lohnanstieg von 2,6 Prozent führen, ist das Krankenhaus gezwungen, das Geld mit eigenen Mitteln aufzubringen - und setzt die Leiter der medizinischen Abteilungen unter Druck. Gegenwärtigwird über erfolgsorientierte Verträge diskutiert. Je mehr ein Chirurg operiert, desto mehr wird er verdienen, und das Krankenhauswird eine Überlebenschance haben.

      Möchten Sie eine Entscheidung über eine Operation auswirtschaftlichen Gründen oder aus medizinischen Gründen treffen? Sollte ein Patient wirklich eine Chance zur wirtschaftlichen Verbesserung für ein Krankenhaus sein? Was macht ein Arzt, wenn seine Verwaltung ihm sagt, er solle mehr Profit aus seiner Abteilung ziehen?

      In Deutschland gibt es noch immer rund 20 Prozent zu viele Krankenhäuser.Die Regierung wird auf den Prozess der Selbstreinigungwarten, ein "Überleben des Stärkeren", was irgendwie ökonomisch Sinnmacht. Nach dem Konkurs der Krankenhäuser wird die Regierung beschließen, das System mit Steuergeldern zu unterstützen und wird immer mehr zentrale Kontrolle einführen, hoffentlich zum Wohle der Patienten. Die zentrale Kontrolle besteht bereits durch ein nationales Institut für Qualitätskontrolle in der Medizin,das in naher Zukunft definitiv gestärkt werden wird.

      Das ehemalige medizinische System in Deutschland funktionierte nach dem "Solidaritäts" -Prinzip, aber zu viele Menschen zahlten nicht ein und nahmen zu viel heraus, eine Situation, die durch die Wiedervereinigung, Arbeitslosigkeit und Immigranten verschlimmert wurde.

      Das staatlich-betriebene sozialistische System der ehemaligen"Deutschen Demokratischen Republik" - des ehemals kommunistischeTeils Deutschlands - wurde durch die Lethargie unmotivierter Ärzte, die kaum Mittelhatten, ruiniert.

      Unsere Zukunft wird ein evidenzbasiertes System erfordern, mit patientenorientierter Medizin und medizinischer Grundversorgung für allesowie optionalen Leistungen.

      Jeder sollte ein Auto haben können. Nicht jeder kann einen Porsche haben.

      Alfons Gunnemann ist Chefarzt der Urologie am Klinikum Lippein Detmold.

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Sokrates ()

    • seppel schrieb:

      Ein Verlustgeschäft ist die Beschneidung für einen Arzt nicht, aber auch nicht das Mittel um seine Kassen so zu füllen
      Kann man so sehen. Oder auch nicht.
      Wenn dem so wäre, frage ich mich, warum sich Ärzte und Kliniken komplett auf diese Art der "Medizin" spezialisieren. Frag mal die Suchmaschine Deines Vertrauens nach "Beschneidungszentrum". Du wirst Dutzende Praxen und Kliniken finden, die nur oder hauptsächlich diesen Eingriff vornehmen. Warum, frage ich? Aus reiner Menschenliebe? Nein, weil sie damit Geld verdienen. Ich nenne diese Ärzte hier bewusst nicht "Verbrecher", da dies nicht mein Forum ist und ich daher keinen Ärger provozieren möchte. Es fällt mir aber schwer, hier nicht "Verbrecher" zu schreiben, da diese Ärzte bewusst, wissentlich und mit voller Absicht Jungen am Genital operieren, obwohl diese völlig gesund sind oder mit einer anderen, weit weniger invasiven Therapie viel besser geholfen werden könnte. Dennoch greift man dort lieber zum Skalpell und amputiert.


      mr_moe schrieb:

      Ich denke aber, dass dieses "Konstrukt" einen Mann wieder soweit "intakt" werden lassen kann, damit er vielleicht irgendwann das Gefühl bekommt, die Beschneidung hätte nie stattgefunden.
      Sicher fühlt man sich dabei und danach besser, deutlich besser sogar. Ich bin überglücklich, dass ich die Möglichkeit des Restorings entdeckt habe. Dennoch wird mir gerade WEIL ich nun den Unterschied kenne, immer wieder bewusst, wie viel ich verloren habe und nicht mehr zurück erhalten werde. Denn es ist ausschließlich die Sensibilität der Eichel, die sich verbessert. Alles andere, Frenulum und innere Vorhaut, ist unwiederbringlich verloren.

      mr_moe schrieb:

      Naja ich muss halt sagen, dass es einem schon mehr Sicherheit geben würde wenn irgend ein medizinsches Siegel aus Deutschland / Bestätigung der Ärzte auf die Wiederherstellung existieren würde

      Irgendwie übernimmt man das ja in Eigenregie, kauft den DTR oder TLC und verlässt sich auf irgendwelche Aussagen aus dem Internet.
      Absolut, da hast Du auch völlig recht. Ich würde mir ebenfalls wünschen, wenn sich Ärzte - und hier vor allem die Urologen - mehr um uns bemühen würden. Mehr als mich beim Restoring zu begleiten kann ich z.B. von meinem Urologen auch nicht erwarten. Obwohl ich ihn als sehr aufgeschlossen erlebe und er nach eigener Aussage nur dann operiert, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, weil er um den Wert der Vorhaut weiß. Aber das Thema Restoring ist ihm zu heiß, zu unbekannt. Er war zwar sehr interessiert, als ich ihm den DTR gezeigt habe, und will meine Fortschritte auch sehen. Aber so weit, dass er sich aktiv mit dem Thema befassen würde, geht das Interesse dann doch nicht.
      Sehr schade ist das.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Weguer schrieb:

      Dennoch greift man dort lieber zum Skalpell und amputiert.
      Genau die genannten Praxen und Zentren sind diejenigen, die besonders schon aufgefallen sind bei der Abrechnung. Radikal beschnitten aber teure Vorhautplastik abgerechnet. Man muss allerdings noch weiter über den Tellerand hinweg schauen. Nicht wenige dieser Zentren vermieten die Räume auch an andere Ärzte und verdienen somit zusätzlich gutes Geld. Im Dezember 2017 war meine Frau beispielsweise in einem solchen " Zentrum ". Aber nein, sie wurde nicht beschnitten. Der OP Raum wurde an einen Zahnarzt vermietet, der eine Kiefer OP bei meiner Frau durchgeführt hat. Der Anaesthesist war derjenige, der sonst die Jungs in Vollnarkose legt oder örtlich betäubt, wen sie beschnitten werden. Inzwischen ist der Medzinbereich so vielfältig und flexibel, da muss man über den Tellerrand hinweg schauen, wenn man objektiv bleiben will.
    • Werbung. Alle Werbeeinnahmen werden an MOGiS e.V. gespendet:

    • Tja und das ist EIN Fall der gut gelaufen ist. Ich weis, schon die Minderheit kann die Mehrheit ausmachen, doch leider finden sich Urologen die das mitmachen schwieriger, als die sogenannte Nadel im Heuhaufen. Auch KK weigern sich u.a. hier "unterstützend" zu agieren (Bericht - wenn ich den wieder finde werde ich Nachreichen, aus dem Jahre 2017). Zumal das ganze 2015 war..Sollte man aber mal als Anlass nehmen und an die eigene KK herantreten und Nachfragen (was zumindest für mich als "Neuling" der gerade noch am Beschaffen der Dinge ist zumindest interessant):thinking:
    • Marsksela schrieb:

      Sollte man aber mal als Anlass nehmen und an die eigene KK herantreten und Nachfragen
      Genau das ist der richtige Weg...der Aufwand steht zwar in keinem Fall im Verhältnis zu dem, was bei gelingen herauskommen kann...aber wenn sich niemand rührt, es quasi keine neg. von Beschneidung betroffene gibt...wie soll sich da irgendwas ändern können? Da geht es nicht ums Geld, sondern ums Prinzip?

      Marsksela schrieb:

      doch leider finden sich Urologen die das mitmachen schwieriger, als die sogenannte Nadel im Heuhaufen
      Tja, da hast du leider auch recht, einen Urologen zu finden, der das unterstützt, einem gegenüber der Kasse die sinnhaftig und Notwendigkeit bescheinigt, ist sicher das größte Problem...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)


    • Ich kannte den Artikel bereits. Schon damals beim Lesen fragte ich mich, was genau derjenige damit erreichen wollte?

      Ich denke um das Geld geht es hier nicht. Fast jeder Beschnittene in Deutschland sollte in der Lage sein, einmalig 50-80€ für ein Restore Device zu investieren.

      Ging es hier einfach nur darum, dass ein Urologe die Nachteile einer Beschneidung bestätigt hat und anschließend die Krankenkasse das anerkannt hat?

      Ist der ganze Aufwand mit Gutachten und Weiteres nur getrieben worden um zu zeigen, dass es in Deutschland möglich ist, als Beschnittener die Wahrheit der Nachteile von einem Urologen zu hören und dieser dann Rezepte für TLC oder DTR ausstellt?

      Der führende Beweis wäre damit erbracht.
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    • mr_moe schrieb:

      Ich kannte den Artikel bereits. Schon damals beim Lesen fragte ich mich, was genau derjenige damit erreichen wollte?

      Ich denke um das Geld geht es hier nicht. Fast jeder Beschnittene in Deutschland sollte in der Lage sein, einmalig 50-80€ für ein Restore Device zu investieren.
      Was er erreichen wollte ist scheinbar einfach: Nur um zu Zeigen das es Möglich ist, nicht auf den Kompletten kosten sitzen zu bleiben. Alleine bei Senslip - wenn man diese regelmäßig nutzt und so ein Grobmotoriker is wie ich - hat man einen Verschleiß von einer Packung innerhalb eines Monates, das läppert sich bei immer wieder Bestellung und den Preis.

      Hm und leider meldet sich hier die berühmte Ausnahme, die sich eben leider gerade nicht das Geld so locker hat, sich Restore Devices mal eben so kaufen zu können ^^

      Zipfelmuetze schrieb:

      Nun, einer musste ja mal den Anfang machen. In Zukunft dürfte es somit einfacher mit der Kostenerstattung sein.
      Wenn die Krankenkassen Geld sparen wollen, brauchen sie ja nur einfach nicht für unnötige Beschneidung zu bezahlen. Und gefakte Abrechnungen zurückweisen.
      Nun, es ist sicherlich einfacher dem "Kunden" bzw. Versicherten das Ding abschneiden zu lassen und gefakte Abrechungen zu bezahlen als jede Rechnung bzw. Behandlung individuell auf Notwendigkeit und Lebenssituation zu überprüfen. Dafür fehlt neben dem Geld auch das Personal und dementsprechend ausgebildete Gutachter...