Beschneidung bei Narbenbedingter Phimose

    • Beschneidung bei Narbenbedingter Phimose

      Hallo,
      Dienstag, in einer Woche soll ich bei einer OP meine Vorhaut abgeben.
      Mein behandelnder Urologe wollte dass so zwischen, Tür und Angel, in der Mittagspause, erledigen.
      Ich habe nun einen Termin in der Uniklinik Heidelberg.
      Habt Ihr Erfahrungen mit den Ärzten dort ?
      Ich habe am Montag, den 22.01. einen Beratungstermin. Welche Fragen sind wichtig, wie formuliere ich diese richtig ?
      Ich möchte mich nicht überfahren lassen und finde die üblichen Gründe für eine Radikale Lösung nicht für Stichhaltig genug um darauf hereinzufallen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Josef Kaufmann
    • Hallo Jupidu,
      schön, dass Du VOR Deiner Operation hier nachfragst.
      Aber verstehe ich recht, dass Du schon einen Termin für die Operation hast und am Tag davor erst Dein Beratungsgespräch? Aufgrund welcher Diagnose wurde denn die "Therapieempfehlung" Zirkumzision gestellt? Wer hat denn gesagt, dass Du eine narbige und operationsbedürftige Phimose hast?
      Welche Beschwerden hast Du denn?
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Hallo Weguer,

      ich habe seit min. 1 Jahr immer wieder eine Entzündung der Eichel und dadurch auch des inneren Vorhautblattes.
      In der Folge hatte und habe ich immer größere Schmerzen beim zurückziehen der Vorhaut und in letzter Zeit auch
      sehr große Probleme bei der Reposition der selben.
      Nachdem ich meinen Hausarzt darauf angesprochen hatte, hat der mich ohne es anzusehen zum Urologen in der Nachbarschaft geschickt.
      Dieser hat bei der ersten Untersuchung, nach ca 1 Min., festgestellt, daß es eine Narbenphimose ist und diese operativ beseitigt werden müsse.
      Ich soll mir von der Sprechstundenhilfe einen Termin geben lassen, er erledigt solche Fälle immer Montag bis Donnerstag in der Mittagspause.
      Da mein Hausarzt meinte ich solle eher ins KKH gehen habe ich mich darum bemüht einen Termin in der Klinik zu bekommen. Der niedergelassene Urologe
      hat seinen Befund dorthin geschickt und die haben mir die 2 Termine zugesendet. Montag Besprechung und Dienstag OP.
    • Ich denke, auch selbst, es muss etwas getan werden.
      Aber zwischen lassen wie es ist und abschneiden gibt es dann doch so viele Möglichkeiten,
      dass ich schon gar nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht. Das I-net ist da manchmal hilfreich, nur es kann auch sehr verwirrend sein,
      von all dem zu lesen, was sein kann.
      Im besonderen regt mich der einzige immer wiederkehrende "positive" Aspekt auf, mit dem allen Männern mangelnde Hygiene unterstellt wird.
      Ich finde das ist eine Bodenlose Frechheit und der zynischte Grund mit so einer irreversiblen OP Geld zu verdienen.
    • Nun, das klingt tatsächlich so, als sei eine Operation angezeigt. Tatsächlich einschätzen kann ich das als Laie natürlich nicht, das kann nur der Arzt. Aber ein paar Dinge sind schon wichtig zu wissen:
      Dazu gehört, dass - solltest Deine Vorhaut tatsächlich amputiert werden müssen - soviel innere Vorhaut wie möglich erhalten bleibt. Richtig ist sicherlich, dass es bei Teilbeschneidungen oft zu einem sogenannten Rezidiv kommt. Das bedeutet, dass sich die verbliebene Vorhaut an der Narbe zusammenzieht und verengt. Nach solchen Operationen werden dann manchmal Nachbeschneidungen nötig. Manche Ärzte wollen das umgehen und schneiden zur Sicherheit gleich alles ab. Kann man natürlich machen, denn wo nichts mehr ist, kann sich nichts mehr verengen. Meine Meinung ist jedoch: Versuchen. Es gibt keinen Automatismus zur erneuten Verengung und wenn Du diese Narbe pflegst, sie beweglich hältst, dann ist die Chance, dass die Narbe Ruhe gibt, durchaus groß.
      Mir wäre es auch wichtig, das Frenulum zu erhalten. Klar, die vordergründige Aufgabe des Frenulums ist es, die Vorhaut nach vorne zu ziehen. Urologen argumentieren daher oft, das Frenulum hätte nach einer Beschneidung keine Funktion mehr und könne aus ästhetischen Gründen weg. Aber das "Rückholband" ist halt nur eine Funktion - das Frenulum ist auch ein hochempfindlicher Bereich. Und den abzuschneiden hat in meinen Augen definitiv keinen Sinn. Angebliche ästhetische Gründe mal völlig außen vor gelassen.

      Generell rate ich Dir darauf zu bestehen, so schonend wie möglich zu operieren und wirklich nur das zu entfernen, was unbedingt sein muss.
      Und Du hast recht: "bessere Hygiene" ist Bullshit. Deutlicher kann man es nicht sagen. Wer nicht fähig ist, sich mit Vorhaut zu waschen, wird es auch ohne nicht schaffen.

      Alles Gute Dir!
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    • Vielen Dank für Deine Zeit und Deine Meinung,
      Du bestätigst, was ich mir aus all dem herausgelesen habe, was ich in letzter Zeit an Informationen gefunden habe.
      Wenn es irgend geht möchte ich die OP mit einem laser ausgeführt haben, was wohl die schonendste Art ist,
      die variante ist am unblutigsten und die Wunde wird beim schneiden sofort verschlossen.
      Da kein Nahtmaterial verwendet werden muss, gibt es keine Entzündungen dadurch.
      Da nur geschnitten wird und nicht vernäht werden muss, ist es die schnellste Art, wie die OP ausgeführt wird.
      Ich will auch deshalb ins KKH, da dort, speziell in einer Ausbildenden Institution, hoffentlich,
      neueres und moderneres Wissen vorhanden und angewendet wird, als bei niedergelassenen Ärzten, die vor Jahren ihre Ausbildung abgeschlossen haben und halt auf dem Stand verblieben sind. So sind bestimmt nicht alle, aber man wird es erst hinterher herausgefunden haben.
      Nur, mehr als einen Versuch haben die meisten nicht. AB ist AB
    • Servus Jupdidu,

      schön, dass du vor deiner OP hierhergefunden hast, und frägst.

      Wie ich das operieren lassen würde, dass hat Weguer schon geschrieben.

      Aber was mich noch interessieren würde...wie alt bist du? Und das wichtigste: Hast du schon mal Ursachenforschung für die (seit einem Jahr?) immer wiederkehrenden Entzündungen deines inneren Vorhautblattes (Eichel auch betroffen?) gemacht? Denn wenn du nicht die Ursachen rausfindest und abstellen kannst, wirst du mit einer sparsamen Teilbeschneidung (wie Weguer und ich sie auch empfehlen würde) bestimmt nicht glücklich und hättest dein Problem sofort wieder...

      Ursachen kann es da viele geben: Stress, Antibiotika können zu Pilzen führen...Diabetes, kann da zu Entzündungen führen und das abheilen verschlechtern...falsche übertriebene Hygiene, andere Seife können da auch Ursache sein. Da gibt es vieles...und wenn die Ursache bestehen bleibt, wird es wieder Probleme geben...Vielleicht mal zum Dermatologen?

      Und wenn ich diese Ursachen gefunden und abstellen hätte können, wäre mein Versuch BEVOR ich da irgendwas rumschneiden lassen würde: Salben und Dehnen! Behutsam und vorsichtig, denn das funktioniert...auch bei Narben, aber halt zäher. Da gibt es auch tolle Hilfsmittel wie Phimocure (oder neulich hat hier einer geschrieben, dass er da Ringe zum dehne von Ohrtunneln genommen hat, sei günstiger)

      Wenn das nicht hilft, oder die Vernarbungen so stark sind, oder ich keine ausreichende Motivation habe, oder die Ursachen nicht finden kann...dann würde ich erst was operieren lassen, denn du hast vollkommen Recht:

      Jupdidu schrieb:

      AB ist AB
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Jupdidu schrieb:

      Ich will auch deshalb ins KKH, da dort, speziell in einer Ausbildenden Institution
      Aber Vorsicht, in einer Ausbildenden Institution machen solche Eingriffe (Beschneidungen sind die Anfängerübungsop's) die Lehrlinge...

      Mein Lehrling war glaub noch voll von der letzten Studentenparty (ohne Witz, mir sieht man es auch nicht wirklich an, wenn ich ne Nacht durchgemacht habe...aber so wie der damals aussah, so seh ich danach auch aus...), dass der diesen Eingriff macht, war mir nicht klar, hab ich auch hinter meinem Vorhang nicht gesehen...wurde mir erst hinterher am Ergebnis klar...

      Vielleicht wenn du genau weißt, was du machen willst, was das richtige in deinem Fall ist, doch zu einem niedergelassenen Arzt (oder ins KH und darauf bestehen, in den Aufklärungsbogen rein, dass da kein Lehrling...) der dich ernst und wahrnimmt, und nicht nur huschhusch in der Mittagspause schnell mal...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Mir gings vor 15 Jahren so ähnlich wie dir. Ich hatte eine narbenbedingte Phimose die auch entzündet war. Die ersten zwei Ärzte wollten eine radikale Beschneidung machen, da eine Teilbeschneidung nichts bringe und wieder autreten könne. Der Dritte Arzt war zu einer Teilbeschneidung bereit und führte sie dann in einem Krankenhaus mit Assistenz durch. Dabei blieb teilweise die innere Vorhaut erhalten, Bändchen wurde nur durchtrennt. Auch wenn es wie beschrieben keine physische Funktion mehr hat finde ich es besser als eine zusätzliche Narbe dort. Die Eichel ist noch zu etwa zwei Drittel bedeckt.

      Zu Laser habe ich schon gemischte Meinungen gehört, u.A. auch dass die "Naht" aufgegangen ist und dann erst wieder klassisch genäht werden musste.
      Bereite dir Fragen für die Vorbesprechung vor, lass dich auf nicht überrumpeln. Mir fällt da zB ein: Art der Anästhesie, wieviel innere Vorhaut bleibt erhalten, Erhalt des Bändchens, Skalpel/Laser?
    • Ich kann mich den Ausführungen von Urolüge nur anschließen. Ursache und Wirkung dürfen nicht verdreht werden. Sollte Deine Narbenphimose andere Ursachen haben, sollten die im Vorfeld abgeklärt werden. M.E. macht in Deinem Fall der Weg zu einem Hautarzt wirklich Sinn, um eine zweite Meinung aus einem anderen Fachbereich der Medizin zu bekommen.
      In diesem Forum wurde bereits mehrfach über die erstaunliche Wirkung von Weihrauchcreme z.T. in Verbindung mit Schwarzkümmelölsalbe berichtet. Ich selber bin absoluter Fan hochwertiger Propolissalbe, die antibiotische Wirkungen hat. Das sollte einen Versuch wert sein, bevor man sich zu einer Operation entscheiden sollte.
    • Weguer schrieb:

      Dazu gehört, dass - solltest Deine Vorhaut tatsächlich amputiert werden müssen - soviel innere Vorhaut wie möglich erhalten bleibt.
      Genau, daher ist der Beschneidungsstil high & tight zu empfehlen. Bei diesem Stil bleibt ein größerer Rest der empfindlichen inneren Vorhaut noch übrig. Du muss eine Einverständniserklärung beim Arzt bzw. Krankenhaus unterschreiben. Trage da unbedingt dann ein, dass es ein high & tight Stil werden soll, ansonsten wirst du low & tight beschnitten, wo radikal alles abgeschnitten wird. Gerade in Lehrkrankenhäuser, wie die Uni Klinik in Heidelberg, wird der deutsche Stil low & tight beschnitten. Da muss man schon ausdrücklich schriftlich fixieren, dass es high & tight werden soll. Lass dich vorher beraten, ob high & tight bei dir möglich ist. high & tight ist eigentlich fast immer möglich, nur in wenigen Ausnahmen nicht. Da die deutschen Ärzte auf low & tight eingeschossen sind, werden die anderen Stile ( hier insbesondere der high & tight ) schlecht geredet. Im Zweifel eben nochmal zu einem anderen Urologen gehen. Bevor überhaupt beschnitten wird, sollte mal geklärt werden, ob die Beschneidung überhaupt notwendig ist, wobei ich bei deiner Schilderung fast schon davon ausgehe, dass eine Beschneidung notwendig ist. Scheue dich nicht noch einen weiteren Arzt aufzusuchen, bevor das Skalpell zum Einsatz kommt. Schaue mal nach Urologen die aus dem arabischen oder türkischen Raum kommen. In deren Kulturkreis ist nämlich high & tight eigentlich standard und die haben im Regelfall ( insofern nicht wirklich medizinische Gründe dem entgegen stehen ) kein Problem high & tight zu beschneiden.
    • Stellt sich noch die Frage, ob ein Arzt mit dem Begriff "high and tight" überhaupt etwas anfangen kann. Das sind ja keine offiziellen medizinischen Bezeichnungen. M. W. gibt es für Beschneidungsstile auch gar keine solchen. Nicht, dass es hinterher heißt: "Ach, ich dachte, das war, was Sie damit meinten..."

      Bei deiner Vernarbung kommt es wohl darauf an, welche Fläche diese einnimmt. Ist sie tatsächlich größer, würde ich genau diese entfernen lassen, aber nicht (wesentlich) mehr, allenfalls ein Bisschen wegen der Symmetrie. Denk dran, dass bei einer (Teil-)Beschneidung zwangsläufig wieder eine Narbe entsteht. Bei nur kleiner bisheriger Narbenfläche bringt Wegschneiden deshalb wahrscheinlich keinen Vorteil, außer, dass die Engstelle erstmal weg ist. Kann sich auch wieder verengen. Eine Alternative wäre ggf. ein Einschnitt, das beseitigt zwangsläufig jede Verengung. Ist halt nicht der übliche "Stil", aber was solls, jeder Mensch - und jeder Penis - ist halt anders.
      Geht denn die Vernarbung ganz ringsum, oder sind dabei unvernarbte Teile? Falls ja, hast du gute Chancen mit Dehnen, unterstützt durch eine geeignete Salbe (Hydrokortison oder Östrogen). Erfordert halt etwas Geduld.
    • Jede Diskussion über den Beschneidungsstil halte ich beim Fall von Jupdidu momentan noch überflüssig...wichtiger ist die Ursachenforschung, WARUM da auf einmal Entzündung und Verengungen auftauchen? Sonst kommt noch so was bei raus?:
      Verengung und Risse der beschittenen Haut am Penis
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Hallo,

      erstmal vielen Dank, daß Ihr euch mit meinem Fall beschäftigt.

      Ich bin 54.
      Das mit dem dehnen habe ich selbst schon, ohne wirklich erfreuliches Ergebnis, versucht.
      Allerdings ohne Unterstützung und mit den falschen Mitteln, wahrscheinlich war ich auch zu ungedultig und rabiat.
      Die Vernarbung reicht inzwischen rund um das Innere Vorhautblatt, meines Erachtens reativ weit vorne am gefurchten Rand.
      Man müsste, eigentlich, nur wenig entfernen, bei guter Pflege könnte alles wieder werden.
      Soweit war ich, bevor ich den Beitrag aus Urolüges Link gelesen hatte.
      Jetzt bin ich hochgradig verwirrt, es bleibt so viel zu tun und so wenig Zeit.
      Ich möchte den Termin in HD nicht absagen, schon weil ich wissen will wes Geistes Kind die da sind.
      Wollen die ihr Ding durchziehen wie wohl die meisten, oder wollen die ihren Patienten helfen.
      Ich denke, ich versuche so schnell wie es irgend geht, einen Termin bei einem Hautarzt zu bekommen und hoffe dort etwas Klarheit zu erhalten.
      tbc
    • Zipfelmuetze schrieb:

      Stellt sich noch die Frage, ob ein Arzt mit dem Begriff "high and tight" überhaupt etwas anfangen kann. Das sind ja keine offiziellen medizinischen Bezeichnungen. M. W. gibt es für Beschneidungsstile auch gar keine solchen. Nicht, dass es hinterher heißt: "Ach, ich dachte, das war, was Sie damit meinten..."
      Damit wird kein Arzt mit durchkommen. Die Beschneidungsstile sind den Medizinern bestens bekannt und in der Arztausbildung, sprich Studium, wird explizit der Stil " low & tight " gelehrt, wie mir inzwischen schon verschiedene Ärzte bestätigt haben. Auch die anderen Beschneidungsstile werden in der Ausbildung angesprochen, aber nicht explizit gelehrt.

      Um Missverständnissen vorzubeugen sollte man daher in der Einverständniserklärung immer explizit den besprochenen und gewünschten Beschneidungsstil schriftlich fixieren.


      Jupidu schrieb:

      Ich möchte den Termin in HD nicht absagen, schon weil ich wissen will wes Geistes Kind die da sind.

      Das kann ich dir sagen, weil ich auch aus der Region komme und im Dezember 2016 dort war. Sie werden dir zur radikalen Entfernung der Vorhaut raten, so wie es in Deutschland gelehrt wird, sprich low & tight. Sie werden sicher, wie es bei mir auch war, sämtlichen anderen Stile, einschl. triple inzesion, schlecht reden. Gehe aber trotzdem hin und höre dir das an. Musst es ja dort nicht machen lassen. Ansonsten einen anderen Arzt aufsuchen.
    • Jupdidu schrieb:

      Jetzt bin ich hochgradig verwirrt, es bleibt so viel zu tun und so wenig Zeit.
      Bitte lass Dich nicht unter Druck setzen bzw. setz Dich nicht selbst unter Druck. Es besteht kein akuter Handlungsbedarf bei Dir, deshalb gibt es keinen Grund, voreilig irgendeine Entscheidung zu treffen, die Dich für den Rest Deines Lebens begleiten wird.
      Lass Dir Zeit, informiere Dich gründlich, wäge sorgfältig ab. Nur Du allein bist verantwortlich für das, was mit Deinem Körper geschieht. Damit stehst Du zwar vor einer großen Herausforderung, hast aber auch eine große Chance.

      Jupdidu schrieb:

      Allerdings ohne Unterstützung und mit den falschen Mitteln, wahrscheinlich war ich auch zu ungedultig und rabiat.
      Die Vernarbung reicht inzwischen rund um das Innere Vorhautblatt, meines Erachtens reativ weit vorne am gefurchten Rand.
      Man müsste, eigentlich, nur wenig entfernen, bei guter Pflege könnte alles wieder werden.
      Hier kann man doch ansetzen.
      Ich halte diese Vorgehensweise für sinnvoll:
      1. Nimm meinetwegen den Termin am Montag in Anspruch, aber rein zur Information. Lass Dich zu keiner Unterschrift drängen, lass Dir nichts aufschwatzen.
      2. Geh zu einem Dermatologen und lass abklären, woher die Vernarbungen kommen. Liegt eine Hautkrankheit vor, die behandelt werden muss?
      3. Lass alle gereizten und wunden Stellen abheilen.
      4. Beginne, Deine Phimose langsam und vorsichtig, kontinuierlich und gewissenhaft zu dehnen - falls Deine Haut dies zulässt. Dies sollte Dir Dein Dermatologe bestätigen.
      5. Übertreibe nichts, bleib sanft, vorsichtig. Deine Haut soll nicht gezerrt werden, sie soll wachsen. Und das braucht Zeit. Auf diesem Wege könntest Du Deine Verengung in mehreren Wochen oder Monaten, je nachdem, wie stark sie ist und wie gut Deine Haut mitmacht, beseitigt sein.

      Was hältst Du davon?
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    • Jupdidu schrieb:

      Jetzt bin ich hochgradig verwirrt, es bleibt so viel zu tun und so wenig Zeit.
      Verwirren wollte ich dich nicht...nur zum Nachdenken bringen. Du bist 54 und hattest bis vor einem Jahr nie Probleme mit deiner Vorhaut...das würde mich mehr verwirren, WAS ist die Ursache?

      Mein erster Gang an deiner Stelle wäre zum Hausarzt und den Blutzucker messen lassen...denn Diabetes oder ein schlecht eingestellter Diabetes kann deine Probleme verursachen...und wenn es das wäre, würde dir die Beste Teilbeschneidung nichts bringen, das ganze ginge wieder von vorne los...

      Ansonsten schließe ich mich Weguer an...Termin wahrnehmen, beraten und erst mal sacken lassen(vielleicht nochmal hier nachfragen für 2.Meinungen), Ursachen suchen und versuchen abzustellen, dann salben und dehnen, Operation erstmal vermeiden...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Hallo,
      @ Urolüge, es ist gut euch gefunden zu haben, es tut gut mit euch reden zu können, mit betroffenen, die nicht nur Mitleid haben und einen auf den Abgrund zutaumeln lassen, sondern Tips geben die Sinnvoll sind und helfen die eigene Situation besser zu verstehen und zu meistern.

      Ich war heute Morgen bei einer Hautärztin. ohne Termin und musste kaum warten, allein das scheint mir ein Wunder ( off Toppic, es hat sich gezeigt, dass alles noch einsatzbereit ist, ) deren erste Reaktion war einen Abstrich zu nehmen, um einen Hautpilz Befall zu kontrollieren. nach weiteren Untersuchungen, sie hat sich mehr Zeit genommen wie alle anderen zusammen, hat sie mir eine mittelstarke Salbe, Vobaderm, verschrieben, Kortison, Antibakteriell und Gegen Pilze. Falls der Abstrich positiv ausfällt ist schonmal in die richtige Richtung begonnen worden zu Behandeln.
      Die schlechte Nachricht ist, sie glaubt nicht dass meine Vorhaut belastbar genug ist um abzuheilen und gedehnt zu werden.
      Die Ärztin glaubt nicht, daß ich um eine OP herum komme. Ich soll die Urologen nächste Woche darauf ansprechen, aber die wollen, nach meiner Meinung, am liebsten wegschneiden was nur möglich ist.
      Morgen muss ich zum Urologen vor Ort, nicht in HD, zum Blut und Urin Test, bei dieser Gelegenheit werde ich nochmal meinen Langzeitzucker überprüfen lassen, bisher war der in Ordnung, aber vllt hat sich da was geändert.
    • Viel gibt es hier eigentlich nicht mehr zu zu sagen, du hast hier schon so viele hilfreiche Tipps bekommen. Nochmal hervorheben möchte ich die Aussage von Weguer:

      Es gibt keinen Grund dass du dich derart unter Druck setzt, es besteht doch kein akuter Handlungsbedarf. Die Vorhaut Amputation stellt einen schwerwiegenden, irreversiblen Eingriff dar, wie du ja selber weisst. Warum wartest du nicht erstmal ab, was die Versuche der Hautärztin bringen bzw. wie ob die Salbe hilft, und dann wenn die Entzündung abklingt, geht es an die Behandlung der Narben. Das alles geht aber nicht von heute auf morgen. Warte erstmal ab. Löblich ist auf jedenfall, dass du dir offensichtlich der bedeutung der Vorhaut bewusst bist und sie gerne behalten willst. Da sind die meisten viel zu schnell dabei, mit abschneiden, Sache erledigt. Ich würde hier aber erstmal intensiver Ursachenforschung betreiben. Ich bin auch kein Arzt, und kann es von hier kaum beurteilen, aber ich hab irgendwie das Gefühl, mit einem kompetenten Hautarzt und der richtigen Herangehensweise kannst du deine Vorhaut retten, und das sollte immer das Hauptziel sein, mit allen Mitteln dieses Wunderwerk der Natur, was sie nämlich ist, wenn man sich näher mit ihr beschäftigt, weiss man das, zu erhalten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von John1984 () aus folgendem Grund: Tippfehler korrigiert.

    • Neu

      Jupdidu schrieb:

      bei dieser Gelegenheit werde ich nochmal meinen Langzeitzucker überprüfen lassen, bisher war der in Ordnung,
      Langzeitzucker...bist du Diabetiker?

      Bin Kein Doktor...aber der Langzeitzucker zeigt an, ob es im Schnitt passt? Wenn du aber öfter "Ausreißer" hast, und es dadurch öfter zu "zuckersüßem Ausfluss" kommt, also Nahrung für Entzündungen über den Urin ausgeschieden werden...ist glaub bei Zucker das größere Problem?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Neu

      Ich bin, meines Wissens, kein Diabetiker.
      Auf anraten, der Hautärztin, versuche ich mögliche Ursachen für die Entzündungen, auszuschliesen.
      Das größte Problem von Diabertikern ist, die Polyneuropathie.
      Damit bezeichnet man, daß die äuseren Gliedmassen schlecht durchblutet sind. Dazu zählt leider auch die Vorhaut.
      Was schlecht durchblutet ist heilt langsam bis schlecht ab, ich kenn das von meiner Frau. Die hat MS und Diabetes.
    • Neu

      Jupdidu schrieb:

      Das größte Problem von Diabertikern ist, die Polyneuropathie.
      Damit bezeichnet man, daß die äuseren Gliedmassen schlecht durchblutet sind. Dazu zählt leider auch die Vorhaut.
      richtig...aber hinzu kommt noch, dass an der Vorhaut auch Urinreste verbleiben können...und diese sind bei Diabetikern nahrhafter für Bakterien, begünstigen somit schnellere und heftigere Entzündungen...das ist auch das größte Probblem bei Diabetikern an der Vorhaut...

      Jupdidu schrieb:

      er wäre nicht zur Ursachenforschung hier.
      für was dann? Für diese Aussage solltest du denn bei der Kassenärztlichen Vereinigung hinhängen...da bekommen die Ärzte immer Füße...

      Jupdidu schrieb:

      Ich habe ergänzt, er sei wohl nur für das Abschneiden zuständig. Mir wäre das zu wenig.
      :thumbsup:
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
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      Urolüge schrieb:

      für was dann? Für diese Aussage solltest du denn bei der Kassenärztlichen Vereinigung hinhängen...da bekommen die Ärzte immer Füße...
      Das ist mir zu blöde, wie der ganze liebe Herr Urologe. Da hackt doch keine Krähe der anderen ein Auge aus.
      Mich hat der Herr zum letzten mal gesehen.
      uU schreibe ich das noch in sein Bewertungsportal, aber ich glaube nicht, daß er das stehen lassen wird.
    • Neu

      Jupdidu schrieb:

      Urolüge schrieb:

      für was dann? Für diese Aussage solltest du denn bei der Kassenärztlichen Vereinigung hinhängen...da bekommen die Ärzte immer Füße...
      Das ist mir zu blöde, wie der ganze liebe Herr Urologe. Da hackt doch keine Krähe der anderen ein Auge aus.Mich hat der Herr zum letzten mal gesehen.
      uU schreibe ich das noch in sein Bewertungsportal, aber ich glaube nicht, daß er das stehen lässt.

      Aber deinen Bericht würden dann doch einige Leute lesen So lange er den Eintrag noch nicht gelöscht hat.
      Die Klinik muss wohl schon lange gutes Geld mit schneller Bescheidung verdienen.
      Mit würde dort vor 47 Jahren ich schon das genommen, was ich ein halbes Jahr geniessen durfte. Liebe Grüße an die Klinik .
    • Neu

      Hallo,
      ich war heute nochmal bei "meinem" Urologen vor Ort, da ich, im Eifer des Wortgefechtes, die Überweisung nach Heidelberg vergessen hatte.
      Der Herr Doktor wollte mir noch einen letzten Gefallen tun.

      Als Befund schrieb er auf den Wisch : Phimose; Lichen sclerosus et atropihicus

      und er erbittet eine Circumcision. 8)
      Der hat also, mit dem sicheren Auge des Fachmannes, nach ca 30 Sekunden Untersuchung, herausgefunden wozu andere eine Biopsie brauchen
      und das zu dem frühen Zeitpunkt.
      Ich habe diese Koriphäe wohl sehr unterschätzt.
      Ich bin also eine seltene Trophäe, jetzt freue ich mich auf die Klinik, ob ich dort einen roten Teppich ausgerollt kriege ? (Ironie)
    • Neu

      Guten Abend,
      das Jahr 2018 nimmt eine SEHR positive Wende !
      Ich war heute bei der Vorbesprechung für meine Beschneidung.
      Nach einigem bürokratischen Vorgeplänkel wollte ein junger Urologe die Radikale Beschneidung mit mir besprechen.
      Als ich ihm erklärt hatte, dass ich eine Beschneidung, wie von meinem Urologen vor Ort gewollt, nicht in Erwägung ziehe,
      war er ziemlich Ratlos. Was ich dann überhaupt hier wolle, war seine etwas dümmliche Frage.
      Ich erklärte ihm, daß es zwischen so lassen wie es ist und einer Totalen Beschneidung durchaus noch einige Möglichkeiten gäbe.
      Ein auf die schnelle hinzugezogener Kollege wollte mich dann von der Nutzlosigkeit meiner Vorhaut überzeugen. :||
      Eine Teilbeschneidung bringt doch nur Nachteile und niemand ist jemals damit glücklich geworden. *Brech*
      Da ich noch immer uneinsichtig war, versuchte man das Problem auf die Oberärtzin abzuwälzen.
      Die meinte jedoch, wenn ich unterschreibe, dass das mein eigener Wunsch sei, wäre das in Ordnung,
      noch die Besprechung mit dem Anästesisten und die Sache war gelaufen.

      Eine halbe Stunde später hatte ich einen Termin bei dem Urologen meines Schwiegervaters.
      Diesem habe ich gesagt, dass ich mit seinen Kollegen nicht einer Meinung bin, er fragte ob ich meine Vorhaut unüblicherweise behalten wolle.
      Ich bejate, dann wieder Untersuchung.
      Er erklärte mir, bei ihm selbst, war es vor einiger Zeit in etwa soweit wie bei mir, und er hätte sehr gute Ergebnisse mit zwei Salben gehabt und denke wir bekomme das bei mir genauso in den Griff.
      Also habe ich den OP- Termin abgesagt (BD) und mache mich auf in ein neues Kapitel einer Salbentherapie.
    • Neu

      Ja, das sind ja tolle Neuigkeiten. Klasse, da sieht man mal Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Man merkt dir richtig an, wie erleichtert du bist, den Termin abgesagt zu haben.

      Das Wort "unüblicherweise" zeigt mal wieder, wie wenig Männer sich Gedanken machen und viel zu schnell der Diagnose des Arztes ohne Widerspruch folgen.

      Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir, dass der Urologe recht hat, und dir die Salben wirklich helfen, und sich alles zum Guten wendet. :thumbsup: