Qual mit Verengung. Beschneidung eine Option?

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    • Qual mit Verengung. Beschneidung eine Option?

      Hallo ihr Lieben <3
      Ich bzw. mein Freund hat ein Problem. Seit er klein ist hat er eine Vorhautverengung.
      Mit 16 Jahren ist er bereits einmal operiert worden. Bei der Op hat man dafür gesorgt, dass die Vorhaut eingeschnitten wird und somit wieder bewegt werden kann.
      Dies hat auch vorerst geholfen, jedoch ist vor einigen Monaten die Vorhaut beim Sex eingerissen und hat geblutet.
      Der Urologe der damals operiert hat, hat daraufhin gesagt das dies abzusehen war und ihm erstmal eine kortisoncreme gegeben um dafür zu Sorgen, dass die Narben nach dem aufreißen nicht verhärten und somit wieder zu einer Verengung führen.
      Nach dem absetzen der Creme riss es jedoch beim nächsten Verkehr erneut und wir wissen uns nun nicht mehr zu helfen.
      Der Arzt meinte ansonsten müsste man die komplette Vorhaut entfernen, aber nach dem Lesen dieses Forums bin ich da nicht so begeistert von.

      Habt ihr Ideen was man noch tun kann? Für meinen Freund ist es eine Qual das es jedes mal erneut einreißt und Schmerzen verursacht. ;(
      Ist eine Beschneidung wirklich die einzige Lösung ? ?(
    • Hallo Frau Berry,

      gut dass ihr nicht voreilig euch vom Arzt eine Beschneidung einreden lasst und euch selbst informiert.
      Hat sich dein Freund schon auf Diabetes testen lassen? Man liest oft, dass es hier einen Zusammenhang geben kann.

      Aufgrund deiner Beschreibung sehe ich leider nicht viel Chancen. Dehnen (vorsichtig) schon probiert (evtl. mit Bepanthen)? Komme eine triple inzision in Frage?

      Ich hatte vor etwa 15 Jahren ein ähnliches Problem, die Vorhaut riss immer wieder ein und vernarbte dann und war auch entzündet. Ich zögerte einen Arztbesuch über zwei Jahre hinaus, schlussendlich half nur eine Beschneidung. Ich war bei mehreren Ärzten, die ersten Beiden wollten nur eine radikale Beschneidung machen und meinten dass sonst erneut eine Verengung auftreten werde. Der Dritte hatte kein Problem mit einer Teilbeschneidung und führte sie dann in einem Krankenhaus durch, dabei wurden Bändchen und teilweise die innere Vorhaut erhalten, die Eichel ist noch zu zwei Drittel bedeckt. Heute habe ich keine Probleme mehr, auch gefühlsmäßig ist alles in Ordnung.
      Ich möchte keinenfalls eine Beschneidung schönreden oder empfehlen, man sieht ja hier im Forum welche Probleme bei Beschneidungen im Erwachsenenalter auftreten können. Mir hat die Beschneidung jedenfalls geholfen, ich bin zufrieden wie es ist. Ich bereue nur, nicht schon früher einen Arzt aufgesucht zu haben, vielleicht hätte die Beschneidung dann sparsamer sein können oder wäre überhaupt nicht notwendig gewesen.

      Bemerkung am Rande: Ich verfolge das Thema schon lange und stelle immer wieder in Berichten fest, dass sehr viele Ärzte keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Stilen bzw. Frenulumerhalt/-entfernung kennen. Da gibts nur "Beschneidung" und aus. Warum das ist, konnte ich bisher nicht herausfinden.

      Alles Gute.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von skynet1 ()

    • Hallo hier! (welcome)

      FrauBerry schrieb:


      Ist eine Beschneidung wirklich die einzige Lösung ? ?(
      Nein, ist sie nicht. Wenn ein Einschnitt vorher schon funktioniert hat, klappt das jetzt auch wieder. Mit dieser etwas drastischen, aber wirkungsvollen Methode lässt sich jede Engstelle beheben. Amputieren muss man eigentlich nie etwas (außer völlig zerstörtem Gewebe). Wird nur leider standardmäßig / traditionell so gemacht. Erstaunlich, dass der Urologe damals nicht schon radikaler vorgegangen ist, aber einen 16-jährigen kann man natürlich nicht so leicht überrumpeln wie ein Kind. Hätte der etwas mehr drauf gehabt, dann hätte er eine kosmetisch ansprechendere Erweiterungsplastik vornehmen können. Aber das kann man jetzt natürlich nicht mehr ändern. Ist vielleicht auch nicht so schlimm, mir persönlich wäre die Funktion zehnmal wichtiger als die Optik.

      Also, wenn der meint, jetzt unbedingt was abschneiden zu müssen, würde ich zu einem anderen gehen.
    • Servus FrauBerry, herzlich Willkommen

      FrauBerry schrieb:

      Ist eine Beschneidung wirklich die einzige Lösung ?
      Bestimmt nicht...

      FrauBerry schrieb:

      Der Arzt meinte ansonsten müsste man die komplette Vorhaut entfernen
      Und eine komplette Entfernung schon zweimal nicht.

      Salben und dehnen hilft eigentlich immer (sofern Motivation und keine entzündlichen Haut- oder Autoimmunerkrankungen vorhanden...), vielleicht auch Hilfsmittel wie Phimocure (oder neulich schrieb ein User, das er da so Zeug womit man sich Tunnel in die Ohrläppchen dehnen kann nahm...warum auch nicht?)

      Falls das nicht hilft...eine Erweiterungsplastik? Oder eine sparsame Teilbeschneidung, bei der nur die Engstelle, das vernarbte Gewebe entfernt wird?

      Aber alles eine individuelle Entscheidung mit Risiko Nutzen Bewertung, die nur der Betroffene treffen kann und darf...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • skynet1 schrieb:

      Ich verfolge das Thema schon lange und stelle immer wieder in Berichten fest, dass sehr viele Ärzte keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Stilen bzw. Frenulumerhalt/-entfernung kennen
      Habe ich auch so verfolgt und festgestellt...

      skynet1 schrieb:

      Da gibts nur "Beschneidung" und aus. Warum das ist, konnte ich bisher nicht herausfinden.
      Weil die nur kennen, was denen im Krankenhaus von ihrem Chefarzt beigebracht wurde...und wenn der nichts anderes gelernt hat und kann wie eine totalentfernung...kann er auch nicht mehr weitergeben...jemand sagte mir mal, dass die Ausbildung zum Arzt bei uns in Deutschland "Mittelalterniveau" habe...

      Es muss anscheinend auch anspruchsvoller sein, dass innere vorhautblatt sollte exakt durchtrennt werden um eine Parallele Narbe zu bekommen, für ein annehmbares optisches Ergebnis...

      In einer doku zu Geburten hörte ich mal, das ab Kaiserschnittraten das Wissen um eine normale Entbindung langsam verloren gehe...so auch bei Beschneidungen? Geht da allmählich auch das Wissen um die verschiedenen Möglichkeiten verloren?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
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    • Hallo FrauBerry,
      willkommen bei uns!
      Ich schließe mich meinen Vorrednern gerne an.
      Dieser Satz von Dir ist mir aufgefallen:

      FrauBerry schrieb:

      erstmal eine kortisoncreme gegeben um dafür zu Sorgen, dass die Narben nach dem aufreißen nicht verhärten
      Diese Wirkung von Hydrocortison ist mir bisher nicht bekannt. Meines Wissen sorgen die Inhaltsstoffe der Creme dafür, dass sich das Gewebe lockert und leichter dehnen lässt. Dass sich Narben nicht verhärten, kann Kortisoncreme - soweit ich weiß - nicht verhindern. Wobei ich aber weder Arzt noch Pharmakologe bin und den Sachverhalt nur aufgrund angelesenen Wissens beurteilen kann.


      FrauBerry schrieb:

      Ist eine Beschneidung wirklich die einzige Lösung ?
      Nein, sicher nicht.
      Ich kann nur immer wieder betonen: Haut ist dehnbar und vor allem wächst sie nach bei (richtig dosierter) Belastung.
      Sofern Dein Freund gesund ist (kein Lichen Sclerosus, keine andere Hautkrankheit, keine Diabetes) spricht nichts dagegen, seine Vorhaut sanft und kontinuierlich zu dehnen. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass man nicht einfach die Engstelle weiter dehnt, sondern die Haut durch den Dehnreiz dazu animiert, zu wachsen. Dadurch wird die Engstelle weiter, das Problem löst sich.

      Ich habe seit ich angefangen habe meine Vorhaut zu rekonstruieren sehr viel geschafft. Es war vorher praktisch nichts mehr da - ich benutze den von Fetischisten gerne gebrauchten Begriff "sehr straff" höchst ungern.
      Inzwischen jedoch ist meine Eichel im schlaffen Zustand zu 3/4 bedeckt. Das allein dadurch, dass ich die Haut konsequent dehne und sie so zum Wachsen anrege.
      Was in der Länge funktioniert, klappt natürlich genauso in der Weite. Es gibt also - außer den oben genannten Einschränkungen - keinen Grund anzunehmen, es könne nur die Totalamputation der Vorhaut helfen.
      Dein Freund braucht nur Geduld und Disziplin. Das geht nicht innerhalb von Tagen. Aber es funktioniert.
      Ob er per Hand dehnt oder mit Hilfsmitteln ist dabei Geschmackssache.

      Viel Erfolg und Durchhaltevermögen Euch beiden!
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • skynet1 schrieb:

      Ich verfolge das Thema schon lange und stelle immer wieder in Berichten fest, dass sehr viele Ärzte keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Stilen bzw. Frenulumerhalt/-entfernung kennen. Da gibts nur "Beschneidung" und aus. Warum das ist, konnte ich bisher nicht herausfinden.
      Weil das doch keinen Unterschied macht, wie und was? Weil die meinen/glauben zu wissen, dass fürs sexuelle Empfinden einzig und allein die Eichel zuständig ist?

      maennergesundheit.info/leistun…s/phimosen-operation.html

      "Es gibt unterschiedliche Operationsmethoden, die sich nur in Einzelheiten unterscheiden und prinzipiell alle gleichwertig sind."

      Wurscht, was und wie viel wegkommt, eine High/loose Beschneidung mit Frenulumerhalt ist gleichwertig einer Low/tight Beschneidung mit Frenulumausschabung?

      Und das Vom weltweit ersten Arzt, der Prof. für Männergesundheit sein will? Sorry, aber ich muss gleich... (würg)
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Bitte probiert es erst einmal mit Dehnen. Das Narbengewebe macht es zwar schwieriger, aber nicht unmöglich.

      Mein Urologe hat mir auch zu einer Beschneidung geraten, da "nichts anderes hilft". Mittlerweile habe ich gute Erfolge durch das Dehnen erzielt.

      Weguer schrieb:

      Ich habe seit ich angefangen habe meine Vorhaut zu rekonstruieren sehr viel geschafft. Es war vorher praktisch nichts mehr da - ich benutze den von Fetischisten gerne gebrauchten Begriff "sehr straff" höchst ungern.
      Inzwischen jedoch ist meine Eichel im schlaffen Zustand zu 3/4 bedeckt. Das allein dadurch, dass ich die Haut konsequent dehne und sie so zum Wachsen anrege.
      Was in der Länge funktioniert, klappt natürlich genauso in der Weite. Es gibt also - außer den oben genannten Einschränkungen - keinen Grund anzunehmen, es könne nur die Totalamputation der Vorhaut helfen.
      Dein Freund braucht nur Geduld und Disziplin. Das geht nicht innerhalb von Tagen. Aber es funktioniert.
      Ob er per Hand dehnt oder mit Hilfsmitteln ist dabei Geschmackssache.

      Viel Erfolg und Durchhaltevermögen Euch beiden!
      Dem kann ich mich nur anschließen!
    • Weguer schrieb:



      Dieser Satz von Dir ist mir aufgefallen:

      FrauBerry schrieb:

      erstmal eine kortisoncreme gegeben um dafür zu Sorgen, dass die Narben nach dem aufreißen nicht verhärten
      Diese Wirkung von Hydrocortison ist mir bisher nicht bekannt. Meines Wissen sorgen die Inhaltsstoffe der Creme dafür, dass sich das Gewebe lockert und leichter dehnen lässt. Dass sich Narben nicht verhärten, kann Kortisoncreme - soweit ich weiß - nicht verhindern. Wobei ich aber weder Arzt noch Pharmakologe bin und den Sachverhalt nur aufgrund angelesenen Wissens beurteilen kann.
      Dem kann ich beipflichten. Ich habe damals nach meiner Teilbeschneidung die Salbe Kelofibrase verschrieben bekommen, die ich ab der 3. Woche auftragen sollte, um einer möglichen Verhärtung vorzubeugen. Diese enthält kein Hydrocortison, welches ich zum Dehnen verschrieben bekommen hatte.

      Möglicherweise ist es aber die Absicht des Arztes, die Dehnung der Vorhaut zu erleichtern. Dies hätte er dann aber auf jeden Fall besser kommunizieren müssen, bzw. klare Handlungsempfehlungen in diese Richtung aussprechen müssen.