Fehlentscheidung?

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    • Fehlentscheidung?

      Hallo, ich lese seit einiger Zeit mit u bin Mutter eines 5 jährigen Sohnes. Ich bin froh endlich- aber leider zu spät - dieses Forum gefunden zu haben, möchte gern „unsere“ Geschichte erzählen u hab einige Fragen. Mein Sohn begann als Baby ca mit 2 Mo, sobald er nackt war, an seinem Penis zu spielen. So, dass ich manchmal „au“ gesagt habe. Er hat die Vorhaut enorm in die Länge gezogen o hat den Penis in seinen Körper reingesteckt. Ich habe dem keine weitere Beachtung geschenkt u das als normales kindliches Entdecken gewertet. Überhaupt habe ich seinem Penis wenig Beachtung geschenkt. Er war für mich richtig so. Nie habe ich versucht, eine Vorhaut zu bewegen. Alles war gut. Im Alter von 3 Jahren bei einer U-Untersuchung beim Kinderarzt begann das Drama mit einer Phimose. Alles böhmische Dörfer und unvorstellbar für mich. Überweisung vom Kinderarzt:“kann schnell behoben werden, hatten meine beiden Jungs auch“ ans Uniklinikum der Landeshauptstadt. Dort bin ich auf einen selbst beschnittenen Chirurgen gestossen, der mir sämtliche Vorteile erzählte:“jeder zweite Mann der Welt ist erfolgreich beschnitten.“ ich habe enorm viele Fragen gestellt, aber bin abgebügelt worden. „Meine Bedenken sind Quatsch.“ Zettel mit einem mgl OP-Termin eine Woche später habe ich sofort weg geworfen. Allerdings war ich verunsichert. Monate später Termin bei einem sehr jungen Kinderurologen aus der Schweiz. Worte: „alles vernarbt, verklebt, nichts zu retten. Ihre Schwiegertochter wird sie lieben, wenn er beschnitten ist!!!!!!“ fluchtartig raus aus der Praxis.
      Ich habe Gespräche mit Müttern geführt, mit den Erzieherinnen vom Kindergarten, auch mit dem Jugendamt!!! Alle waren der Meinung, nun müsste ich aber die Vorhaut endlich zurück bekommen. Ich habe allerdings nie versucht, eine Vorhaut zurück zu ziehen- sondern habe ihn nur beim Spielen mit dem Penis beobachtet. Bis meine Mutter und mein Mann auch gedrängt haben. Mittlerweile und das war wohl ausschlagend blähte sich beim pippi machen der penis ballonartig auf, der Strahl ging tröpfchenweise nach links.
      Ich habe lange im Internet recherchiert, habe keine Seiten wie eure gefunden- sondern nur Krankenhäuser und Chirurgen, die das Problem beseitigen, Mütter die überzeugt davon sind, sich blind den Ärzten ergeben und Seiten über Nachsorge nach der OP.
      Letztendlich hat eine weitere über unzählige Kontakte gefundene Kinderchirurgin gute Arbeit geleistet, optisch habe ich nichts auszusetzen und sie hat mir und dem Papa versichert, nicht vorschnell zu operieren. Ein Jahr Salbentherapie haben wir hinter uns und Anfang diesen Jahres wurde mein Sohn kurz nach dem 5. Geburtstag seines wertvollen Stückes haut entledigt.
      Angeblich ging mit normalen vorhauterhaltenden Schnitten nichts und die Vorhaut musste während der OP aufgrund der verklebungen und Vernarbungen gewaltsam von der Eichel abgerissen werden. Wie er beschnitten wurde, was ein frenulum ist oder ob high & was auch immer- ich wurde nicht aufgeklärt. Nach der OP sagte die Ärztin, dass wir die Vorhaut dehnen sollten, sie würde nschwachsen. Das habe ich überhaupt nicht verstanden. Warum operieren und dann nachwachsen lassen???? Mehr Worte gab es nicht.
      Mitte des Sommers habe ich beobachtet, dass mein Sohn im Garten nicht mehr ins Planschbecken will, dass er seinen penis mit Händen bedeckt u selbst im Schwimmunterricht nicht mehr duschen möchte. Nachdem ich mehrere Wochen mit ihm mit nasser Badehose nach Hause gefahren bin, um ihm den psychischen Stress im Unterricht unter der dusche nicht mehr auszusetzen, hat er mir unter Tränen erzählt, dass sein Penis hässlich ist u warum wir den penis nicht ganz abgeschnitten haben. Eine neue Vorhaut will er nicht, wir würden sie ja nur wieder abschneiden. Er will sie aber trotzdem zurück.
      Das hat mir den Boden unter den Füssen weg gezogen und ich weiss, dass wir als Eltern einen Riesenfehler gemacht haben. Die Beziehung zum Papa ist mittlerweile zerbrochen, weil er das Problem nicht versteht und wir sollten uns nicht so anstellen.... der Junge gewöhnt sich schon dran und ich sollte meine Tränen endlich einstellen. Er hat sich nirgendwo informiert und auch keine Fragen gestellt, aber alles unterschrieben. Trotzdem gibt er mir die Schuld, weil ich auf den falschen Internetseiten gelesen habe.
      Letztendlich können wir es nicht rückgängig machen, aber ich möchte meinen kleinen Jungen mit seinen Gefühlen nicht alleine lassen.
      Ich wünschte, ich hätte solche Seiten wie diese vorher gefunden. Bitte verurteilt mich als Mutter nicht, die gedacht hat- sie handelt im Interesse ihres Kindes.

      Meine Fragen:
      1. ich habe mittlerweile alle Unterlagen zur OP angefordert. Abgerechnet wurde bei der KK eine Präputiumplastik und Frenulumplastik. Ist das richtig abgerechnet, wenn die Eichel immer komplett frei liegt?

      2. wie finde ich heraus, welcher Stil bei ihm angewandt wurde? Im entspannten Zustand liegt die Narbe hinter der Eichel. Ich habe bereits morgens einen errigierten Zustand gesehen. Dann befindet sich die Narbe ca. auf der Hälfte des kleinen Schaftes. Bedeutet das, dass Teile des inneren vorhautblattes (das weiss ich erst dank eurer Seite) erhalten geblieben sind?

      3. wie gehe ich weiter damit um? Soll ich weiter offen mit ihm sprechen, in wenigen Jahren wird er mit seiner Mutter nicht mehr über seinen penis reden wollen? Was habt ihr euch von euren Eltern diesbezüglich gewünscht?

      4. soll ich ihn weiter (so wie wir jeden Abend Zähne putzen) zum „reinstecken“ ( zur vorhautwiederherstellung ) so nennen wir es- animieren oder soll ich es lassen und ihm die Entscheidung selbst überlassen? Konsequenzen versteht er ja jetzt noch nicht.

      5. ich habe der Chirurgin mitgeteilt,dass es psychische Probleme bei ihm gibt. Sie hat mir einen kinderpsychologen empfohlen. ich will aber diesmal mein unangenehmes Bauchgefühl nicht wieder ausschalten. Nicht, dass ich ihm mit solch einem schritt das Gefühl gebe, er und sein penis sind völlig krank.

      Ich möchte nicht nochmal einen falschen Schritt gehen und hoffe auf Hilfe von Betroffenen. Ich bin eine körperlich und sexuell sehr offene Frau und kämpfe mit dem Gefühl, meinen Sohn um dieses Gefühl im wahrsten Sinne des Wortes „beschnitten“ zu haben.
      Danke für eure Antworten.
    • Hallo Kate, erst mal willkommen hier!
      (welcome)
      Das ist jetzt eine lange, traurige Geschichte, ich kann jetzt erst mal nur auf einige Punkte eingehen.

      Kinderarzt: "kann schnell behoben werden, hatten meine beiden Jungs auch“

      Ja, eine enge Vorhaut haben fast alle kleinen Jungs. (seufz) Gerade ein Kinderarzt sollte das ja wissen, und auch, dass es da in aller Regel nichts zu "beheben" gibt. Seine Söhne tun mir ebenfalls leid.

      "auf einen selbst beschnittenen Chirurgen gestossen, der mir sämtliche Vorteile erzählte: “jeder zweite Mann der Welt ist erfolgreich beschnitten.“ "

      Bullshit. Offenbar ist das einer von denen, die nach Möglichkeit alle Jungen und Männer beschneiden wollen, aus welchen niederen Motiven auch immer.

      "Mittlerweile und das war wohl ausschlagend blähte sich beim pippi machen der penis ballonartig auf,"

      Also ein Zeichen, dass sich die (natürliche) Verklebung inzwischen gelöst hatte. Positiv!

      "Ich habe lange im Internet recherchiert, habe keine Seiten wie eure gefunden-"

      Wundert mich. Es gibt seit über 17 Jahren da - zunehmend - was deutschsprachiges.

      "Angeblich ging mit normalen vorhauterhaltenden Schnitten nichts und die Vorhaut musste während der OP aufgrund der verklebungen und Vernarbungen gewaltsam von der Eichel abgerissen werden."

      Wenn sich schon viel früher die Vorhaut aufgebläht hatte? Wie will Sie denn das erklären ? :wacko:

      "Nach der OP sagte die Ärztin, dass wir die Vorhaut dehnen sollten, sie würde nschwachsen. Das habe ich überhaupt nicht verstanden."

      Verstehe ich auch nicht. Hat man davon jemals gehört? Weiß die überhaupt Bescheid, was sie da macht? Ich meine, außer dem (sehr wahrscheinlich unnötigen) Eingriff selber.

      Zu Frage 1:
      Das ist anscheinend so üblich, aber natürlich falsch abgerechnet. Es ist ja sehr schwierig, überhaupt einen Chirurgen zu finden, der die Präputioplastik beherrscht. "Seltsamerweise" wird diese aber meistens abgerechnet, wenn tatsächlich die Vorhaut amputiert worden ist. Ob das vielleicht damit zusammenhängt, dass es dafür mehr Geld von der Krankenkasse gibt? :wacko:
      Ob hier außerdem überhaupt eine Frenulumplastik vorgenommen wurde, kann ich nicht sagen. Ich wüsste allerdings nicht, wozu. Das macht man doch bei zu kurzem Frenulum? Ohne Vorhaut dürfte das kaum noch der Fall sein. Allerdings gibt es dafür Geld von der Krankenkasse. Vielleicht hat das irgendwie damit zu tun? :wacko:

      Zu Frage 2:
      Vermutlich ja.
      Ist denn das Frenulum noch da, oder nur partiell, oder komplett herausgeschnitzt?
      Klingt jetzt hart, aber solche Details sind letzten Endes wichtig für deinen Sohn.

      Zu Frage 3:
      Es wäre gut, wenn ihr weiterhin ganz offen und natürlich auch diese Themen behandeln könntet. Mit etwas Glück bleibt dieses offene Verhältnis dann auch noch später bestehen.
      Ich hätte mir von meiner Mutter jedenfalls weniger Prüderie gewünscht, allerdings lässt sich die Situation schlecht vergleichen.

      Zu Frage 4:
      Ich weiß nicht genau, was er da macht, aber mit Vorhautwiederherstellung hat das wohl nichts zu tun. Dafür ist, leider, längerer permanenter Zug erforderlich, damit sich neue Hautzellen bilden. Dafür ist er jetzt ganz sicher zu klein.
      Aber wenn er sich damit wohl fühlt, lass ihn machen, was er für richtig hält. Gib ihm das Gefühl, dass das sein Penis ist, mit dem er machen kann, was er will. Er hat ja leider schon erfahren müssen, dass er nicht immer darüber bestimmen konnte was damit gemacht wird. :(
      Was du aber machen kannst, ist, ihm behutsam zu erzählen, dass es da eine Methode gibt, mit der er später, wenn er die Konsequenzen versteht, seinen Zustand wieder so ähnlich wie vorher bekommen kann, wenn er das dann möchte (dabei könntest du ihm dann helfen bei der Beschaffung der nötigen Hilfsmittel, aber das ist jetzt erst mal Zukunftsmusik). Ich denke, dass ihm die Hoffnung psychisch helfen kann.

      Es tut mir leid, dass aufgrund offenbar schlechter Beratung deinem Sohn das jetzt (wie immer noch vielen) passiert ist, freue mich aber, dass du dich damit beschäftigst. Ein offener Umgang mit Körperlichkeit (es geht jetzt noch gar nicht um Sexualität) wird euch beiden helfen, auch die seelischen Narben zu heilen.
      Ich bin sicher, dass du hier sehr gut beraten wirst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zipfelmuetze ()

    • Hallo Kate,
      Das hast du eine richtige Ärzte-Odysseehinter dir. Was dir und deinem Sohn angetan wurde an ärztlicher Desinformationund Falschbehandlung, stimmt traurig.

      Um deine bereits im Thread-Titel gestellte Frage zu beantworten: Ja, es wareine Fehlentscheidung. Nach allem was Du hier berichtet hat, war es das.

      Dein Sohn hatte deinen Schilderungen zu urteilen, eine normale entwicklungsbedingte,physiologische Phimose und hätte keiner Behandlung erfordert. Das Ballonierenbei der Vorhaut ist auch im Rahmen der normalen Entwicklung. Siehe diesenArtikel und die darin enthaltenen Information:flexikon.doccheck.com/de/Ballo…&utm_campaign=DC%2BSearch

      Die medizinische Fehlbehandlung begann schon beim Kinderarzt: Es istüberhaupt nicht Sinn der Sache bei der U-Untersuchung das Kind auf die Präsenzirgendwelcher Phimosen zu untersuchen oder auf fehlende Zurückziehbarkeit zukontrollieren.

      Ich werde dir nun deine Fragen beantworten:


      "1. ich habemittlerweile alle Unterlagen zur OP angefordert. Abgerechnet wurde bei der KKeine Präputiumplastik und Frenulumplastik. Ist das richtig abgerechnet, wenndie Eichel immer komplett frei liegt?"

      – Definitiv Nein. Ganz sicher nein. Eine Präputiumsplastikbedeutet eine Operationstechnik, bei der die Vorhaut vollständig erhaltenbleibt und kein Stück der Vorhaut entfernt wird. Vor allem aber geht esüberhaupt nicht, dass am Ende eine ganz andere Operation durchgeführt wird alsdie, die der Patient und deinem Fall sein gesetzlicher Stellvertreter eingewilligthaben.

      "2. wie finde ichheraus, welcher Stil bei ihm angewandt wurde? Im entspannten Zustand liegt dieNarbe hinter der Eichel. Ich habe bereits morgens einen errigierten Zustandgesehen. Dann befindet sich die Narbe ca. auf der Hälfte des kleinen Schaftes.Bedeutet das, dass Teile des inneren vorhautblattes (das weiss ich erst dankeurer Seite) erhalten geblieben sind?"

      Das ist schwer zu sagen. Es gibt streng genommen überhaupt keine"Beschneidungsstile".
      Diese Stil-Bezeichnungen –"High-Tight, "Low-Loose" usw.– sind keine medizinischenBegrifflichkeiten sondern Begriffe aus der Fetischisten-Szene. Es gibtverschiedene Beschneidungstechniken und dazu noch individuelle Unterschiedezwischen den Operateuren, die dann dazu führen, dass die Vorhautentfernungradikaler oder weniger radikal ausfällt oder mehr vom inneren als vom äußerenVorhautblatt erhalten bleibt. Die Unterschiede werden dann von Fetischistennachträglich in "Stile" unterteilt.
      Aber kein Operateur geht hin und sagt"Ich mache jetzt eine "High-Tight"-Beschneidung" -zumindest kein normaler Operateur.

      3. wie gehe ich weiter damitum? Soll ich weiter offen mit ihm sprechen, in wenigen Jahren wird er mitseiner Mutter nicht mehr über seinen penis reden wollen? Was habt ihr euch voneuren Eltern diesbezüglich gewünscht?
      - Ja, ich denke auch, dass es besserwäre, offen und unverkrampft über diese Themen reden würdet.

      4. soll ich ihn weiter (sowie wir jeden Abend Zähne putzen) zum „reinstecken“ ( zurvorhautwiederherstellung) so nennen wir es- animieren oder soll ich es lassenund ihm die Entscheidung selbst überlassen? Konsequenzen versteht er ja jetztnoch nicht.



      – Ich verstehe ehrlich gesagt nicht,was du darunter verstehst. Eines musst Du aber wissen: Eine Vorhautwiederherstellungist nur etwas für ausgewachsene Männer. Das ist keine leichte Angelegenheit,es lässt sich nicht so ohne weiteres und nicht ohne Hilfsmittel bewerkstelligen
      Dem würde ich mich anschließen.

      Zipfelmuetze schrieb:

      Was du aber machen kannst, ist, ihm behutsam zu erzählen, dass es da eine Methode gibt, mit der er später, wenn er die Konsequenzen versteht, seinen Zustand wieder so ähnlich wie vorher bekommen kann, wenn er das dann möchte (dabei könntest du ihm dann helfen bei der Beschaffung der nötigen Hilfsmittel, aber das ist jetzt erst mal Zukunftsmusik). Ich denke, dass ihm die Hoffnung psychisch helfen kann.



      5. ich habe der Chirurgin mitgeteilt,dass es psychische Probleme bei ihmgibt. Sie hat mir einen kinderpsychologen empfohlen. ich will aber diesmal meinunangenehmes Bauchgefühl nicht wieder ausschalten. Nicht, dass ich ihm mitsolch einem schritt das Gefühl gebe, er und sein penis sind völlig krank.

      – Das ist grundsätzlich keine verkehrte Idee. Erst recht, wenn es wie offenbar bei deinem Sohn erste Hinweise vorliegen, dass ihn die Beschneidung und deren körperliche Folgen psychisch ziemlich mitgenommen haben, wasleider eine "normale" Reaktion auf einen extremen Eingriff auf einen psychisch hoch-besetzten Körperteil ist. Es müsste dann in jedem Falle ein Kinderpsychologe sein, der für solche Fälle sensibiliert ist und den Eingriff und dessen psychologischen Folgen auch ernst nimmt. Ich würde an deiner Stelle aber erst einmal abwarten, und deinem Bauchgefühl vertrauen. Es eilt sicher nicht.

      *** **** ****

      "Ich wünschte, ich hätte solche Seiten wie diese vorher gefunden. Bitte verurteilt mich als Mutter nicht, die gedacht hat- sie handelt im Interesse ihres Kindes."


      Nein, wir werden dich ganz sicher nicht verurteilen. Du bist selbst Opfer. Man hat dich letztendlich betrogen. Man hat dich mit falschen, komplett veralteten und in jedem Falle – nach aktuellen nationalen wie internationalen Behandlungs- und Diagnosestandards – unsachgemäßen Informationen versorgt und dich so dazu gebracht einer Operation zuzustimmen, die du ansonsten niemals zugestimmt hättest. Ob dieser Betrug nun "nur" aus verantwortungslosen Unwissen der Ärzte erfolge oder aus Vorsatz müsste noch geklärt werden.

      Wenn es mein Kind wäre, und ich notwendige Zeit dafür aufbringen könnte, dann würde ich die verantwortlichen Mediziner verklagen - sowohl den Kinderarzt als auch die Kinderchirurgin.

      Das ist vermutlich in der jetzigen Zeit die einzige Möglichkeit, wie man solche Ärzte zu einem Einlenken bringen kann,indem man ihnen mal "ordentlich auf die Finger klopft".

      Diese Ärzte werden sonst sei es aufgrund der Verantwortungslosigkeit, sich über die zeitgemäßige Behandlung vonVorhautproblemen und der normalen Entwicklung der Vorhaut zu informieren, oderaus sonstigen Motiven immer weiter die Unwissenheit von Eltern ausnutzen undkleinen Jungen schaden.

      Mediziner sind ethisch und rechtlich verpflichtetsich auf dem neuesten medizinischen Stand zu halten, sich zu informieren überdie natürliche Entwicklungsgeschichte des Körperbereichs, den sie behandeln,über aktuelle Therapieverfahren, über die korrekte Diagnosestellungeinschließlich der Differenzierung zwischen pathologischen(krankhaften) undphysiologischen (normalen) Zuständen. Ganz besonders dann, wenn irreversibelund Gewebe-entfernende Behandlungen im Raume stehen. Die Therapiefreiheit von Ärzten hatauch Grenzen.

      Der Gesetzgeber hat zwar vor einiger Zeit dieBeschneidung von Jungen explizit straffrei gestellt, aber wenn die Einwilligung in den operativen Eingriff unter Vortäuschung falscher Tatsachen oder auf Grundlage falscher Informationen erfolgte, und zudem noch ein ganz andere Operation vorgenommenwurde als jene, der zuvor eingewilligt wurde, dann ist das immer noch ein krimineller Akt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Sokrates ()

    • Hallo Kate,
      herzlich willkommen auch von mir!

      Kate schrieb:

      Überhaupt habe ich seinem Penis wenig Beachtung geschenkt. Er war für mich richtig so. Nie habe ich versucht, eine Vorhaut zu bewegen. Alles war gut.
      Das hast Du instinktiv völlig richtig gemacht. Danke schon mal dafür!

      Dass Du auf derart viele und drängende "Abschneiden!"-Meinungen gestoßen bist, sowohl in Deinem Umfeld als auch bei den Ärzten, ist tragisch und - grundsätzlich - heutzutage nicht mehr üblich. Zum Glück. Umso schlimmer, dass es Dir bzw. Deinem Sohn passieren musste.

      Kate schrieb:

      bei einem sehr jungen Kinderurologen aus der Schweiz.
      Kommst Du aus der Schweiz?

      Kate schrieb:

      Nach der OP sagte die Ärztin, dass wir die Vorhaut dehnen sollten, sie würde nschwachsen. Das habe ich überhaupt nicht verstanden. Warum operieren und dann nachwachsen lassen???? Mehr Worte gab es nicht.
      Das ist in der Tat ein sehr seltsamer Punkt. Die Vorhaut - nach einer Vorhautplastik - zu bewegen, ist normal. Aber nicht, damit sie "nachwächst", sondern damit die Narbe bewegt wird uns sich nicht verengt. Eine sehr seltsame Äußerung dieser Ärztin.

      Kate schrieb:

      hat er mir unter Tränen erzählt, dass sein Penis hässlich ist u warum wir den penis nicht ganz abgeschnitten haben. Eine neue Vorhaut will er nicht, wir würden sie ja nur wieder abschneiden. Er will sie aber trotzdem zurück.
      Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Vielen Jungen geht es so, schließlich wurde ein Teil seiner intimsten Körperstelle abgeschnitten, noch dazu ein offenbar völlig gesunder. Das zu verkraften ist gerade für ein Kind oft sehr schwer.

      Kate schrieb:

      Bitte verurteilt mich als Mutter nicht, die gedacht hat- sie handelt im Interesse ihres Kindes.
      Wie könnten wir? Du hast Dir Deine Entscheidung nicht leicht gemacht. Dass sie im Nachhinein falsch war ist schlimm, aber der Druck von außen scheint wirklich groß gewesen zu sein.
      Du wolltest das Beste für Deinen Sohn. Zu verurteilen sind die Ärzte, die dazu gedrängt haben.

      Zu Deinen Fragen:
      Nr. 1 hat Zipfelmütze schon sehr gut beantwortet. Dass eine Radikalzirkumzision durchgeführt, aber eine Vorhautplastik abgerechnet wird, kommt leider sehr häufig vor. Es geht einzig und allein ums Geld.

      FAZ schrieb:

      Abgerechnet wird jede Operation nach einem bestimmten Code. Für die Beschneidung gibt es einen anderen Code als für die vorhauterhaltende Operation, die sogenannte Vorhautplastik. Für die Plastik bekommt der Arzt gut 50 Prozent mehr Geld, immerhin 120 Euro extra. Welche Operation tatsächlich vorgenommen wurde, ist für die Kassen nicht nachvollziehbar: „Wir können in der Tat nicht überprüfen, ob der Arzt den falschen Code aufgeschrieben hat, sprich eine andere Behandlung durchgeführt hat als angegeben“, sagt eine AOK-Sprecherin. Und: „Das wäre dann Abrechnungsbetrug.“

      Auch der Antwort von Zipfelmütze zu Frage 2 ist praktisch nichts hinzuzufügen. Je weiter die Narbe von der Eichel entfernt ist, desto mehr innere Vorhaut wurde erhalten.

      3. Ich glaube nicht, dass man das allgemein beantworten kann. Grundsätzlich wäre ich hier vorsichtig. Bedränge Deinen Sohn nicht, er musste genug durchmachen. Wenn er danach fragt, ist es natürlich sehr wichtig, ihm beizustehen, ehrlich und verständlich zu antworten. Aber ich würde ihm an Deiner Stelle kein Gespräch aufdrängen.
      Ich jedenfalls hätte damals nicht gewollt, dass das Thema groß ausgewalzt worden wäre. Aber hätte ich Fragen gehabt, wäre ich auf alle Fälle froh gewesen, wenn sie mir jemand beantwortet hätte.


      4. Ich würde ihn hier zu nichts animieren. Er soll machen, was er will, es ist sein Körper. Eine echte Wiederherstellung ist Arbeit, das muss man wollen. Man muss wissen, worum es geht, muss diszipliniert vorgehen. Das alles trifft bei Deinem Sohn noch nicht zu. Es würde ihn sicher eher belasten, wenn Du ihn nun zu Manipulationen ermunterst, die er nicht will.

      5. Ich halte aus der Ferne Dein Bauchgefühl für richtig. Dass er an der Situation zu knabbern hat, ist nur natürlich. Ob er schon einen Psychologen braucht, kann ich natürlich nicht einschätzen, glaube es aber eher nicht. Wie Du sagst, es kommt jetzt darauf an, dass er nicht das Gefühl bekommt, er oder sein Penis seien krank. Sei für ihn da und gib ihm das Gefühl, dass er in Ordnung ist. Dann dürfte sich sein psychischer Zustand auch wieder einpendeln. Aber es ist gut, wachsam zu sein. Wenn er sich auffällig entwickelt, könnte ein Psychologe tatsächlich ratsam sein. Aber erst, wenn es wirklich nötig ist.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Hallo Kate

      Willkommen hier im Forum. Leider ist es oft so, das Ärzte zu schnell operieren (Auch in anderen Bereichen) und selber anscheinend nicht genügend über die Entwicklung und Funktion der Vorhaut wissen. Aber was passiert ist, ist passiert und nun muss das beste daraus gemacht werden. Ich finde es sehr gut das Du hierher gefunden hast.

      Kate schrieb:

      5. ich habe der Chirurgin mitgeteilt,dass es psychische Probleme bei ihm gibt. Sie hat mir einen kinderpsychologen empfohlen. ich will aber diesmal mein unangenehmes Bauchgefühl nicht wieder ausschalten. Nicht, dass ich ihm mit solch einem schritt das Gefühl gebe, er und sein penis sind völlig krank.

      Psychologen können sehr hilfreich sein, dein Bauchgefühl sagt aber nein. Kann deine Beweggründe verstehen. Ich habe bei meinen Kindern es immer so gehalten, das ich versucht habe alles was auf sie zukam zu erklären und egal ob 3 oder 5 Jahre die Meinung dazu erfragt. Dabei stellt man dann fest, was das Kind verstanden hat, was evtl. zum Albtraum in der Vorstellung des Kindes mutiert. Klar kann nicht erwartet werden, das ein 5 Jähriger medizinische Konsequenzen versteht. Aber ...

      Äußert das Kind zum Beispiel das es leidet, kann man dem Kind sagen, das es Ärzte gibt, die sich mit Kummer auskennen und fragen ob es zu so jemanden hin möchte. Möchte das Kind das nicht, würde ich das respektieren, aber deutlich machen das Mama froh ist, das er das gesagt hat was ihm Kummer macht. Wenn er äußert, das er mit seinem Penis unzufrieden ist, versuch ihm zu erklären, das die Ärzte das angeraten haben, aber alle nur Menschen sind, Fehler macht jeder, und du für ihn da bist. Dränge ihn nicht, Kinder verstehen viel mehr als Erwachsene oft denken und was sie nicht verstehen, da fragen sie nach. Also versuch offen mit ihm zu reden und ihm alles zu erklären. Es gibt viele Kinderpsychologen, aber da viele das Problem einer Beschneidung nicht verstehen, hätte ich da auch bedenken. Zuvor müsste man sehen, was der einzelne Psychologe zu der Thematik selber so denkt. Vielleicht könnte es helfen den passenden zu finden in dem man Prof. Dr. Matthias Franz eine Mail schickt. Er ist Autor des Buches "Beschneidungen von Jungen - ein trauriges Vermächtnis und ist Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Facharzt für Psychosomatische Medizin, Neurologie und Psychiatrie sowie Lehranalytiker und Gruppenlehranalytiker. Ich würde mal auf die HP der Uni gehen und sehen ob es da irgendwo eine Mailadresse gibt. Vielleicht weiß er einen guten Therapeuten in deiner Nähe. Denn grundsätzlich ist das verarbeiten von Traumata sehr wichtig für das weitere Leben.

      Euch alles Gute, ihr werdet das schon meistern.
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Vielen lieben Dank für Eure Antworten und ich fühle mich hier aufgehoben, weil ich mit meinen Sorgen verstanden werde.
      Ich möchte hinzufügen, dass ich privat versichert bin, auf allen Rechnungen stand nur Phimose auch auf der Überweisung zum Chirurgen. Nirgendwo war unterteilt, ob physiologische oder pathologische Phimose. Nur das Wort an sich. Was bleibt einem Medizinlaien übrig, als nur das zu googeln. Heute weiss ich das besser, weil ich ganz andere Schlagworte im Netz eingegeben habe.

      Selbst Universitätskliniken wie die Charité Berlin oder grosse Kliniken in Düsseldorf, Bochum, Essen sprechen vom behandeln der Phimose noch im Vorschulalter und letztendlich von OPs, die da durch geführt werden. Mir wurde von 4 Ärzten gesagt, er sei „krank“. Natürlich habe ich das geglaubt und nicht hinterfragt, also habe ich auch nur auf Internetseiten recherchiert, wo Mütter von den phimose OPs ihrer Söhne berichtet haben und alles hörte sich harmlos an.

      Dinge, die hier in diesem Forum angesprochen wurden, habe ich sehr wohl wahrgenommen, aber mein Sohn hatte doch für mich eine „fehlbildung“ und mein Kopf hat entschieden, weil ich vertraut habe. Hätte ich einen 5. Arzt hinzugezogen und der hätte mir was ganz anderes gesagt, wäre ich trotzdem verunsichert geblieben.

      ...es war ja tatsächlich harmlos bis der Sommer und das Planschbecken sowie der Schwimmunterricht begannen.

      Das er sich damit nicht wohl fühlen könnte, das kam mir zunächst gar nicht in den Sinn.
      Und glaubt mir, ich habe im Umfeld viel gesprochen und nachgefragt. Mein unmittelbarer Arbeitskollege ist radikal und eng beschnitten, wie er sagt und er sagte zu mir, er sei seinen Eltern dafür dankbar, weil die Schmerzen vorher unerträglich waren. Papas bester Freund ist beschnitten
      „ und rammelt wie ein junger Gott“. Klar das der Papa von unserem Kind mich jetzt für bekloppt hält, weil doch alles kein Problem ist- wurde uns doch so gesagt.
      Selbst meine Mutter ist noch der Überzeugung, dass es notwendig war. „Es hat sich doch überhaupt nichts getan und besser mit 5 als mit 12 Jahren“.

      Aber mein Sohn hat mir nunmal seine Sorgen gestanden und die rede ich nicht mehr klein und tu sie ab.

      Die falsche Abrechnung werde ich definitiv hinterfragen. Das lasse ich nicht stehen, dass auf dem Rücken meines Kindes Geld verdient wurde. Im neuen Jahr setze ich mich mit meiner Krankenkasse in Verbindung. abrechnungsbetrug werde ich in keinem Fall tolerieren. Er ist komplett beschnitten, präputioplastik sowie frenulumplastik wurden aber definitiv abgerechnet.

      Einen Psychologen werde ich zunächst allein kontaktieren. Vielleicht den genannten aus Düsseldorf. Ich möchte nicht mein eigenes Problem auf das Kind projizieren und damit riskieren, dass sich hier alles nur noch darum dreht, was mit seinem Penis nicht in Ordnung ist. Das haben wir ja nun schon 2 Jahre hinter uns durch das ständige Salben und die Op.

      Der örtliche, sehr junge Urologe, den ich aufgesucht hatte, war Schweizer und hat auch da studiert. Irgendwo im Netz hatte ich vorab gelesen, die Schweiz sei in vorhauterhaltenden Massnahmen weit vorn in der Medizin. Pustekuchen.

      die eigentliche Kinderchirurgin hat auf mich einen sehr souveränen Eindruck gemacht, an einem grossen renommierten Klinikum. Sie nimmt auch rituelle Beschneidungen vor. Das erschien mir zunächst sehr sicher, weil ich davon ausgehen konnte, was sie tut, tut sie gut. Das Ergebnis ist ja an sich auch nicht zu bemängeln. Sie hat sogar meine Sorgen ernst genommen, in der ersten Sprechstunde habe ich geweint. Ergebnis war ein Jahr warten und cremen mit unterschiedlichsten Salben. Also zunächst nicht vorschnell.

      im Vorgespräch haben wir natürlich über verschiedene Möglichkeiten gesprochen. Sie sprach zunächst von zwei schnitten links und rechts der Vorhaut, die aber im Ergebnis im Alter unästhetisch seien und ich müsste in der Nachbehandlung bei ihm ständig die Vorhaut bewegen auch unter schreien und schmerzen sonst würde es zu Verwachsungen und nachoperationen kommen. Das ganze auch bei teilbeschneidungen, die sie ungern macht. Und das alles würde sie aufgrund nachfolgender kindlicher Traumatas nicht empfehlen. Na das wollte ich meinem Kind doch nicht antun. Ok, habe ich dann somit verworfen.
      Wie dumm vom mir. Aber ich war ja froh, jemand für mich kompetentes bei der „Krankheit“ meines Sohnes gefunden zu haben.

      Trotzdem höre ich Begriffe wie frenulum, innere und äussere Vorhaut und keratisierung der Eichel jetzt nach zwei Jahren arztbesuchen zum ersten Mal. ( im Aufklärungsbogen steht: nach der Op bildet sich schorf auf der Eichel, der abfällt. Ja, das war auch so)

      Im nachgang wurde das Wort „vorhautwiederherstellung“ auch so, wie ich oben geschrieben habe- nicht erwähnt. Sie meinte nur, dass sie genügend übrig gelassen hat und hat ihm gezeigt, was er machen kann, damit die Eichel wieder drin verschwinden kann. Mein Mann erinnert sich an die Worte, dass es indigene Völker gibt, die sich Gewichte daran hängen, um eine möglichst lange Vorhaut zu haben. Aha! Dunkel erinnere ich mich auch daran, fand es aber nicht wichtig, mir zu merken. Über das Wort Wiederherstellung bin ich erst hier gestolpert.

      Ich werde ihn zu den Spielen nicht weiter animieren, um nicht ein Riesending daraus zumachen. Es kann ja auch in diese Richtung nach hinten los gehen. Dann soll er es besser mit 17 oder 30 selber machen. Erfahren werde ich das dann sicher nicht mehr.
      Danke euch, dass ich in meinem weiteren Eifer ein wenig gebremst und zum nachdenken angeregt bin.

      Soweit ich das beurteilen kann, sind teile oben vom frenulum noch da. Ich bin aber sehr unsicher, ob ich das richtig deute.

      Und ich möchte Euch noch eine süsse Geschichte von drei kleinen Jungs im Kindergarten erzählen, die seit 4 Jahren unzertrennlich sind und sich just genau heute ihre geschlechtsteile auf der Toilette gezeigt haben. Ich bin glücklich, dass er mir sowas erzählt.
      Kind 1: meins
      Kind 2 : wegen Leistenbruch, hodenhochstand und Wasser im Hoden bereits 3 mal operiert und mit frischen Narben im leistenbereich.
      Kind 3: intakt

      Kind 3: „ cool, was ihr alles habt. Das will ich auch. Kind 1 dein Pippimann ist geil, ich frage meine Mama, ob die das auch abschneidet“. (Macht sie natürlich nicht- Vorhaut geht zurück).
      Aber mein Sohn hatte ein kleines glückliches Erlebnis heute mit sich.

      Ich sollte mich vielleicht zurück halten und ihn seine Erfahrungen machen lassen, aber offen bleiben und das Gefühl behalten und nicht vergessen, was da sicher anders hätte gehen können.

      An der Abrechnung aber , bleibe ich dran.
    • Kate schrieb:

      Der örtliche, sehr junge Urologe, den ich aufgesucht hatte, war

      Schweizer und hat auch da studiert. Irgendwo im Netz hatte ich vorab
      gelesen, die Schweiz sei in vorhauterhaltenden Massnahmen weit vorn in
      der Medizin. Pustekuchen.

      Nein, das wäre mir vollkommen neu. Das höre ich heute zum ersten Mal.



      Kate schrieb:

      die eigentliche Kinderchirurgin hat auf mich einen sehr souveränen Eindruck gemacht, an einem grossen renommierten Klinikum. Sie nimmt auch rituelle Beschneidungen vor. Das erschien mir zunächst sehr sicher, weil ich davon ausgehen konnte, was sie tut, tut sie gut. Das Ergebnis ist ja an sich auch nicht zu bemängeln. Sie hat sogar meine Sorgen ernst genommen, in der ersten Sprechstunde habe ich geweint. Ergebnis war ein Jahr warten und cremen mit unterschiedlichsten Salben. Also zunächst nicht vorschnell.

      Ich möchte dir im Nachhinein keine Vorwürfe machen. Deshalb bekomme diese Aussagen nicht in den falschen Mund:

      Aber was ist von einer Kinderchirurgin zu halten, die derart morallos und mitleidslos ist, dass sie Beschneidungen gleich ohne medizinische Indikation oder medizinischen Grund durchführt. Hätte diese Person auch nur den geringsten Respekt vor den Regeln der Medizinethik würde so sich weigern, derartige Eingriffe durchzuführen.

      Ich bleibe bei meiner Empfehlung. Wenn es mein Kind wäre, und wenn ich die notwendige Zeit und Mittel dazu zur Verfügung hätte, würde ich diese Ärztin vor Gericht bringen.

      Soweit ich dich richtig verstanden habe, hatte dein Sohn überhaupt kein gesundheitliches Problem und keine Krankheit. Er hatte nur eine physiologische Phimose mit gelegentlich ballonierender Vorhaut. Dass die Ärztin vorher eine konservative Salbentherapie verordnet hat, reicht hier als Entschuldigung nicht aus. Den dein Sohn war gesund und hätte von vorneherein keinerlei Behandlung bedurft.
      Sie hätte dich und deinen Mann beruhigen sollen und deinen Sohn als gesund befinden müssen - das wäre die angemessene, medizinisch-korrekte Diagnose auf Grundlage der aktuellen Literatur und medizinwissenschaftlichen Kenntnisstand gewesen.

      Apropos Kinderchirurgin. Man stelle sich vor; ein männlicher Chirurg würde kleine Mädchen reihenweise aus rein rituellen bzw. religiösen Gründen einen Teil ihrer Genitalien entfernen. Was wäre da wohl los?
    • Servus Kate,

      schade, dass du leider erst jetzt hier im Forum gelandet bist.

      Was die Ärzte da wieder abgelassen haben, danke dir für deine Schilderungen...darauf eingehen will ich nicht, da krieg isch wieder einen dicken Hals. Aber ich find es wichtig, wie flach die und oberflächlich die handeln und urteilen...und es wieder zeigt, wie schlecht es um die Ausbildung und Info der meisten Ärzte und Urologen zum Thema Vorhaut/Beschneidung bestellt ist...

      Leider sind die meisten Psychologen da genauso flach und oberflächlich, darum wäre ich da sehr skeptisch, die können da noch mehr versauen...da würde ich dem genau auf den Zahn fühlen vor ich mit meinem Kind zu so einem gehen würde.

      Wobei ich dich ziemlich gut ein und mitfühlend einschätze und daher glaube das du deinem Sohn da sicher besser helfen kannst als die meisten Psychologen...
      Was wichtig ist...nimm ihn und seine Sorgen und Ängste ernst, hör ihm zu, such mit ihm einen Weg, wie er meint, damit am besten klarzukommen.

      Sag ihm auch, dass es vielleicht ein Fehler war (wie alt war er bei dem Eingriff, wurde ihm erklärt was da warum gemacht wird, wie das hinterher ausschauen würde, was meinte er dazu?)

      Das schlimmste alle Menschen (auch Kinder) ist, wenn man sie nicht ernst nimmt mit ihren Sorgen und Nöten, es bagatellisiert nach dem Motto "sind doch viele, wird schon wieder, stell dich nicht so an, usw." (so wie der Vater das sieht?')

      Kate schrieb:

      Ich werde ihn zu den Spielen nicht weiter animieren, um nicht ein Riesending daraus zumachen. Es kann ja auch in diese Richtung nach hinten los gehen. Dann soll er es besser mit 17 oder 30 selber machen
      Aber ihm vielleicht nochmal klarmachen, dass diese Möglichkeit besteht, ihm Hoffnung machen?

      Kate schrieb:

      Papas bester Freund ist beschnitten
      „ und rammelt wie ein junger Gott“.
      wie rammelt denn ein junger Gott? Woher hat er dieses Wissen? ^^

      Kate schrieb:

      Mein unmittelbarer Arbeitskollege ist radikal und eng beschnitten, wie er sagt und er sagte zu mir, er sei seinen Eltern dafür dankbar, weil die Schmerzen vorher unerträglich waren.
      Ist was anderes, wenn jemand wirklich Schmerzen hatte...und hinterher nicht mehr? Er hat von der Behandlung profitiert? (ein Bekannter ließ sich seinen Fuß abnehmen, weil er nach einem Unfall nur noch Entzündungen, Schmerzen hatte...er hat davon profitiert. Medizinische Behandlung muss immer Einzelfall bezogen sein...)

      Wobei radikal und eng(straff?) eigentlich nie notwendig ist, wenn nur eng....
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Kate schrieb:

      Die falsche Abrechnung werde ich definitiv hinterfragen. Das lasse ich nicht stehen, dass auf dem Rücken meines Kindes Geld verdient wurde. Im neuen Jahr setze ich mich mit meiner Krankenkasse in Verbindung. abrechnungsbetrug werde ich in keinem Fall tolerieren. Er ist komplett beschnitten, präputioplastik sowie frenulumplastik wurden aber definitiv abgerechnet.
      Nun, du kannst hier direkt gegen die Ärztin vorgehen. Deine Private Versicherung hat da nichts mit zu tun. Nicht deine Private Versicherung war der Kostenschuldner des Arztes, sondern du.

      Wenn deine PKV feststellt, dass vom Arzt falsch abgerechnet wurde, wird sie den zuviel bezahlten Betrag von dir und nicht vom Arzt zurückfordern. Du musst dann entsprechende zivilrechtliche Ansprüche gegen den Arzt stellen um das Geld wieder zurück zu bekommen. Wichtig hier: Verjährung berücksichtigen
      Eine Strafanzeige wegen Betrug kannst du jederzeit gegen den Arzt stellen. Wenn du Strafanzeige stellst, solltest du auch gleichzeitig das Adhäsionsverfahren mit in der Strafanzeige beantragen.

      Nachfolgend ein Link zu einer Seite, wo erklärt wird, wie die PKV bei Falschabrechnung vorgeht:
      iww.de/aaa/archiv/falschabrech…ihrer-versicherten-f38556
    • Hallo, auch wenn der Beitrag nun etwas älter ist, mich erinnerte das sehr an die Geschichte meines Bruders.

      Bei mir selbst gab es auch eine Vorhautverengung, die ich leider bis zu meiner Beschneidung in der späten Jugend nicht in den Griff bekommen habe.

      Ich muss aber sagen das ich als Kind nie darauf untersucht wurde. In den 80ern wohl nicht so üblich. Das etwas nicht stimmt habe ich erst beim urinieren mit etwa 12 bemerkt, wenn andere Kinder sich mal eben hinstellten, Vorhaut zurück und los, war es bei mir ein komplizierter Akt.

      Bei meinem Bruder, 14 Jahre unterschied habe ich schon früh die Befürchtung gehabt das diese Geschichte erblich ist. Und als er 5 war auch tatsächlich die Diagnose, Phimose. Bei ihm ging beim urinieren auch nicht mehr viel und er hatte sichtbar schmerzen und wollte gar nicht mehr aufs WC gehen.

      Meine Eltern waren von einer Beschneidung nicht gerade angetan, daher versuchten sie Bäderzusätze, Heilsalben uvm.
      Half aber alles nicht, wodurch sie einer Beschneidung einwilligten. Da machten sie aber aus Unwissen auch den Fehler und haben sich nicht ausreichend informiert bzw. konnten gar nicht ahnen das es da verschiedene Stile gibt. Scheinbar wollten sie die Beschneidung so gering wie möglich halten und daher gab es nur eine Art Teilbeschneidung.

      Und daraus resultierte auch das gleiche Problem wie bei dir. Ob man nun ein Baby oder ein Kind oder sogar einen Erwachsenen beschneidet macht auch beim Stil einen Unterschied wenn man etwas auf die Optik gibt. Und wenn man später so beschnitten wird das ein Teil der inneren Vorhaut erhalten bleibt gibt es eben zum einen den Farbunterschied der Haut, zum anderen, wenn dann noch locker beschnitten wurde den eher hässlichen Schub hinter oder halb über der Eichel.

      Mein Bruder wurde da auch zum Nichtduscher in der Schule. Und ich glaube das hat ihn schwer geplagt. Mir ist nur bekannt das er sich mit 19 als er ausgezogen ist nachbeschneiden lies, dabei wurde aus der halben Beschneidung eine extreme. Und danach hatte er auch erst die ersten langen Beziehungen zu Frauen.

      Ob die Entscheidung bei einer so starken Phimose wie bei dir gerechtfertigt war vermag ich als Nichtmediziner nicht zu beurteilen, aber wenn schon Urinieren zum Problem wird, würde wohl jedes Elternteil einwilligen.

      Bei mir selbst war wohl auch die Vorhaut schon etwas an der Eichel angewachsen, konnte sie erst mit 15 nach vielen Monaten mit Cremen und Dehnen unter starken Schmerzen zurückziehen. Und das waren Schmerzen die ich keinem Kind zumuten würde. Als würde man eine Gabel in die Eichel stecken und dann bis zum Schaft zurückschneiden.

      Geholfen hat es alles nichts da die Vorhaut immer riss, heilte und wieder riss. Nach geschätzten 10 Urologen die alle meine Vorhaut retten wollten die am Schluss nur mehr aus 100 Narben bestand hab ich dann eine private Beschneidung bezahlt. Straff, Bändchen weg und ohne Erhalt der inneren Vorhaut. Mein ehrliches Fazit, optisch perfekt, Gefühlsverlust etwa 30 Prozent.

      Ich bin froh und hätte mir gewünscht das meine Eltern das schon als Kind erledigt hätten. Mir hat die Phimose die ersten Beziehungen versaut, jahrelange Schmerzen bereitet und mich dann aufgrund der extremen Vernarbungen zum radikalsten Schnitt gezwungen. Also nichts tun, bzw. auf Cremewunder zu warten ist oft nicht der richtige Weg, auch halbherzige Beschneidungen wie bei meinem Bruder schlagen Wellen weil sie oft entstellend wirken.

      Bei all den vielen Urologen sollte man jemanden finden der dem jeweiligen Alter gerecht anpasst und auch auf die Ästhetik achtet. Allerdings nur wenn wirklich nichts mehr ohne OP geht. Denn es ist und bleibt unüblich bei uns und wird jedes Kind etwas belasten wenn es um Duschen in der Schule etc. geht.

      Wenn es also wirklich hässlich aussieht, man kann der Optik wegen später einmal nachbeschneiden. Geht dann aber meistens auf Kosten der sehr erogenen Zonen.
    • Christopherus schrieb:

      Ich bin froh und hätte mir gewünscht das meine Eltern das schon als Kind erledigt hätten. Mir hat die Phimose die ersten Beziehungen versaut, jahrelange Schmerzen bereitet und mich dann aufgrund der extremen Vernarbungen zum radikalsten Schnitt gezwungen. Also nichts tun, bzw. auf Cremewunder zu warten ist oft nicht der richtige Weg, auch halbherzige Beschneidungen wie bei meinem Bruder schlagen Wellen weil sie oft entstellend wirken.
      Soso, du wünscht Dir das Deine Eltern das schon als Kind erledigt hätten. Gut das sie das nicht getan haben, denn viele der hier Betroffenen sind wütend, das ihre Eltern das für sie entschieden haben und wütend auf Ärzte, die immer gleich zum Skalpell greifen anstatt Alternativen zu ergreifen. Deine Eltern hatten viel Respekt vor Deiner Unversehrtheit und ich wünschte mir, das es davon viel mehr geben würde.

      In der Tat helfen Cremes sehr oft und eine Beschneidung muss nicht durchgeführt werden.
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Hallo Christopherus,
      schön, dass Du mit Deiner Situation zufrieden bist, freut mich!
      Allerdings gibt es da ein paar Dinge, zu denen ich noch Anmerkungen habe.

      Christopherus schrieb:

      Ich muss aber sagen das ich als Kind nie darauf untersucht wurde. In den 80ern wohl nicht so üblich.
      Dem widerspreche ich aus eigener Erfahrung und auch aufgrund der zahlreichen Berichte negativ Betroffener. Ganz im Gegenteil war es bis vor wenigen Jahren absolut üblich, Jungen peinlichen Schuluntersuchungen zu unterziehen und den Status der Vorhaut bei den regelmäßigen U-Untersuchungen beim Kinderarzt nicht nur zu untersuchen sondern diesen im U-Heft auch festzuhalten. Schließlich musste die (willkürlich festgelegte) Altersgrenze des "Schuleintritts" genau eingehalten werden. Wer zu diesem Zeitpunkt keine frei bewegliche Vorhaut hatte, war in großer Gefahr, diese zu verlieren.
      Du kannst Dich hier in diesem Forum ja mal etwas umsehen, vor allem im Unterforum Leidensgeschichten beschnittener Männer.
      Vermutlich wirst Du erstaunt sein, wie ungewöhnlich Deine Erfahrung war.

      Christopherus schrieb:

      Und daraus resultierte auch das gleiche Problem wie bei dir. Ob man nun ein Baby oder ein Kind oder sogar einen Erwachsenen beschneidet macht auch beim Stil einen Unterschied wenn man etwas auf die Optik gibt. Und wenn man später so beschnitten wird das ein Teil der inneren Vorhaut erhalten bleibt gibt es eben zum einen den Farbunterschied der Haut, zum anderen, wenn dann noch locker beschnitten wurde den eher hässlichen Schub hinter oder halb über der Eichel.
      Hier sprichst Du von in erster Linie von kosmetischen Unterschieden. Persönliche Vorlieben bezüglich der Optik des Genitals als Entscheidungskriterium für die Operation eines Kindes? Ernsthaft?

      Christopherus schrieb:

      dabei wurde aus der halben Beschneidung eine extreme. Und danach hatte er auch erst die ersten langen Beziehungen zu Frauen.
      Entschuldige bitte, dass ich das jetzt etwas überspitze, aber ich formuliere das mal um entsprechend des Eindrucks, den ich von Deinem Text habe:

      "Nachdem er den kosmetischen Murks, bei dem so viel Vorhaut wie möglich belassen wurde, beheben ließ und sich extrem straff (!) beschneiden ließ, konnte er sich vor Angeboten williger Frauen gar nicht mehr retten"

      Wie gesagt, ich interpretiere Deinen Text einfach mal so. Das muss natürlich nichts mit Deiner Intention zu tun haben.


      Christopherus schrieb:

      Bei mir selbst war wohl auch die Vorhaut schon etwas an der Eichel angewachsen,
      Diese Aussage ist medizinisch falsch. Die Vorhaut war nicht schon an der Eichel angewachsen, sie war es noch. Dabei handelt es sich um eine völlig normale Vorhautverklebung, bei der die innere Vorhaut und die Eichel noch aus demselben Gewebe bestehen. Im Laufe völlig normaler Reifungsprozesse löst sich diese Verklebung. Bei manchen Jungen sehr bald nach der Geburt, bei anderen erst sehr spät. Wichtig ist aber das Verständnis, dass die Vorhaut nicht anwächst, weil man versäumt hat, sie rechtzeitig abzuschneiden.

      Christopherus schrieb:

      unter starken Schmerzen zurückziehen
      Wenn Du tatsächlich versucht hast, Deine Vorhaut unter starken Schmerzen zurückzuziehen, hast Du vermutlich Einrisse, Vernarbungen und eine pathologische Phimose begünstigt oder gar verursacht. Schmerzen sind ein natürliches Warnsignal des Körpers, eine gewisse Handlung nicht zu vollziehen. Richtig wäre gewesen, abzuwarten bzw. unter Zuhilfenahme von Salben vorsichtig und ohne Schmerzen die Vorhaut zurück zu ziehen.

      Christopherus schrieb:

      Und das waren Schmerzen die ich keinem Kind zumuten würde. Als würde man eine Gabel in die Eichel stecken und dann bis zum Schaft zurückschneiden.
      Und genau deshalb machen das verantwortungsvolle Kinderärzte auch nicht. Siehe z.B. kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/kin/oh-mann.pdf
      oder
      awmf.org/leitlinien/detail/ll/006-052.html

      Christopherus schrieb:

      Geholfen hat es alles nichts da die Vorhaut immer riss, heilte und wieder riss.
      Wie gesagt: Niemals Schmerzen produzieren beim Zurückziehen. Deshalb darf das auch nur der Junge selbst tun. Nur er weiß, wann es weh tut.

      Christopherus schrieb:

      Nach geschätzten 10 Urologen die alle meine Vorhaut retten wollten
      Vielen Dank für diesen Hinweis! Da wir immer auf der Suche sind nach Urologen, die nicht sofort zum Skalpell greifen wollen, wäre ich Dir sehr, sehr dankbar, wenn Du mir diese 10 (oder 8 oder 7) Urologen nennen könntest. Gerne auch per PM.
      Danke schon im Voraus!

      Christopherus schrieb:

      Straff, Bändchen weg und ohne Erhalt der inneren Vorhaut. Mein ehrliches Fazit, optisch perfekt, Gefühlsverlust etwa 30 Prozent.
      Ah, wusste ich es doch. Straff! Und Bändchen weg, das ist natürlich wichtig, verstehe. Und die optische Perfektion.
      Wichtig ist, dass Du damit klar kommst und zufrieden bist. Besser könnte es für Dich doch gar nicht sein :) Gratuliere!


      Christopherus schrieb:

      Ich bin froh und hätte mir gewünscht das meine Eltern das schon als Kind erledigt hätten.
      Ja, Eltern haben es nicht einfach und im Nachhinein betrachtet liegen sie mit ihren Entscheidungen wohl immer falsch. Ich z.B. hätte mir gewünscht, meine Eltern bzw. mein Kinderarzt hätte meinen Penis in Ruhe gelassen.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Christopherus schrieb:

      Ich bin froh und hätte mir gewünscht das meine Eltern das schon als Kind erledigt hätten.
      Und ich bin froh, dass meine Eltern keinen Teil von meinem Penis "erledigt" haben.
      Ich bin ihnen nicht dankbar dafür, dazu besteht keine Veranlassung - sie hätten kein Recht gehabt, mir einen Teil meines Körpers zu nehmen.

      Ich bin mit der Optik meines Penis auch völlig zufrieden, aber aus Gründen der Optik würde ich ganz sicher nicht von meinem sensiblen und gut funktionierende Geschlechtsteil etwas abschneiden lassen. Ich bin kein Körperfetischist.

      Ich hatte allerdings auch nie Probleme mit meiner Vorhaut.

      In den meisten Fällen bildet sich eine Phimose bis zur Pubertät von selbst zurück.
      Die Salbentherapie - nicht mit Nivea-Creme, oder irgend einer Salbe, sondern mit Betamethason-Salbe ist in bis zu 90% der Fälle erfolgreich. Und eine Vorhaut-Erweiterungsplastik ist etwas anderes als ein "halbe" oder eine Teilbeschneidung.

      Du bist also glücklich mit deiner nicht vorhandenen Vorhaut. Wie schön für dich!

      Und was haben die davon, die unter diesem Zustand leiden? Die die Entscheidung bereuen, oder die gar nicht selbst entscheiden konnten?
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Hallo, ich bin die Erstellerin dieses Beitrages. Ich lese immer noch mit, wenn auch still, um die Schwierigkeiten (ich möchte es ungern Probleme nennen) meines eigenen Kindes zu verstehen. Ich denke, Dein Beitrag betrifft nicht die Situation eines nun bald 7 jährigen, deren Mutter sich für die Beschneidung aus Unwissenheit entschieden hat und die bis heute darunter noch leidet.

      Ich hätte gern die 10 Urologen gehabt, die die Empfindsamkeit seiner Vorhaut gerettet hätten und leider ist mein Kind in seinem Alter ein perfekter Schwimmer, aber ein „Nichtduscher“, wie christopherus es nennt. Bei uns gab es keine Probleme, nur eine seltsame Diagnose bei einer U-Untersuchung.

      Dein Kommentar hier, war nicht der richtige für meinen Beitrag. Sorry. Im Gegenteil, Mütter sollen aufmerksamer sein....