Angepinnt Polen: Medizinische Beschneidungsrate in Polen bei 4,6%.

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    • Polen: Medizinische Beschneidungsrate in Polen bei 4,6%.

      Kürzlich wurde folgende Studie veröffentlicht. Ich möchte zum eigentlichen Inhalt der Studie nicht näher eingehen, aber diese Studie gibt uns Zahlen zur Verbreitung der Beschneidung in Polen:

      mdpi.com/1660-4601/14/10/1097/htm


      In dieser Studie von der Medizinischen Universität Stettin, Polen, wurden Medizinstudenten im Abschlussjahr nach ihren Einstellungen zur Beschneidung befragt, und dabei auch Daten zum Beschneidungsstatus der Studenten erhoben.

      Es wurden 539 Studenten im mittleren Alter von 25 Jahren beiderlei Geschlechts befragt, von denen 192 der männlichen Befragten die Frage nach ihrem Beschneidungsstatus beantworteten.
      Von den Befragten waren 66.8% Polen, die restlichen ausländischen Studien stammten Laut der Studie aus "Deutschland und Skandinavien".

      Ganczak schrieb:

      The study population consisted of 541 final year medical students who were enrolled in the program—Poles from different regions of the country, as well as foreign students from Scandinavia and Germany, attending a medical course taught in English.

      (...)


      The response rate was 99.6%, with 539 students (Me of age 25 years, range 22–38 years) participating. Males constituted 40.8% of the sample, Polish nationals—66.8%. The vast majority of students (79.7%) declared being religious: more than half (59.0%) were Roman Catholics,
      16.7%—other Christians, 4.5%—Muslims; 19.9% were atheists (Table 1). There were no statistically significant between-gender differences regarding age (p = 0.89), nationalities (p = 0.36 and p = 0.98, respectively, regarding Polish and other students), and religion (p = 0.91, p = 0.98 and p = 0.29 respectively regarding Roman Catholics, other Christians, and atheists). There were significantly more males among Muslims than females (p = 0.02).This was a cross-sectional survey, conducted between 2013–2016 at a national government university (The Pomeranian Medical University) situated in Szczecin, in the north west of Poland.


      Insgesamt gaben 16.7% (32 von 192) der Studienteilnehmer an, beschnitten zu sein. Die Beschneidungsrate unter den Polen betrug 4.6%. Alle diese Beschneidungen der Polen waren medizinisch motiviert.

      Was mir persönlich auffällt, was aber von den Studienautoren überhaupt keine Beachtung geschenkt wurde, ist die extrem hohe Beschneidungsrate unter den ausländischen Studenten. Diese beträgt nämlich 42.6% von denen wiederum 61.5% aus religiösen Gründen beschnitten wurden. Selbst wenn man den hohen Anteil religiös motivierter Beschneidungen berücksicht, wäre dies immer noch eine medizinische Beschneidungsrate von 16.4% bei den "ausländischen Studenten". Wenn man die religiös beschnittenen Männer aus der Gesamtzahl der poteniell beschneidbaren ausländischen Männer herausnimmt, und allein die nicht-muslimischen/nicht-jüdischen ausländischen Studienteilnehmer betrachtet, liegt die medizinische Rate sogar bei 22. 2%. Siehe weiter unten.



      Ganczak et. al schrieb:

      Among the 192 men who answered the question, 32 (16.7%) reported being circumcised (Table 1); the percentage was lower among the Polish students as compared to other
      nationalities (4.6% vs. 42.6%, respectively), p < 0.0001. The median of reported age at circumcision was 1.5 years (range 0–26 years). All of the Polish students were circumcised for
      medical reasons, 61.5% foreign students were circumcised for religious reasons. More than one fourth of participants (29.7%) knew someone who had been circumcised.

      Die Begrenzungen der Studie sind, dass sie nirgendwo eine genaue Auflistung der Beschneidungsrate nach Nationalität nennt, oder überhaupt eine genaue Auflistung der Nationalitäten der nicht-polnischen Studenten/Studienteilnehmer.

      Auch findet sich nirgends eine Angabe, wie groß der Anteil der ausländischen Studierenden von den 192, die die ihren Beschneidungsstatus abgaben, überhaupt war. Wir wissen auf Basis des Studien-Papers nur, dass unter den Studienteilnehmern ingesamt - Männliche wie Weibliche, Männer die ihren Beschneidungsstatus verrieten und jene die ihn nicht angaben – 66.8% Polen und 33.2% Ausländer waren.

      Ich habe mal ein wenig herumgekobelt und anhand der Beschneidungsraten von 4,6% bzw. 42.6% und der Gesamtzahl der Männer herumgerechnet welche Kräfteverhältnisse theoretisch möglich wären. Ich habe folgende Werte herausgefunden:


      6 Beschnittene von 131 Polen ergäben 4.580152671% – gerundet 4.6%

      26 Beschnittene von 61 ausländischen Beschnittenen ergäben 42.622950819672134 % – gerundet 42.6%.

      Der Anteil der ausländischen Studenten, die auf die Beschneidungsfrage antworteten, betrüge demnach 31. 8%.


      Von den 26 ausländischen Studenten würden demnach wiederum 16 aus religiösen Gründen beschnitten (religiöse Beschneidungsrate 16/61= 61.5%); beziehungsweise 10 aus nicht-religiösen Gründen beschnitten (medizinische Beschneidungsrate: 10/61= 16.4%). Zieht man die religiös beschnittenen Männer von der Gesamtzahl der ausländischen Studienteilnehmer ab, blendet man also die religiöse Beschneidung komplett aus, und betrachtet allein die 45 ausländischer Studienteilnehmer, die ohnehin nur aus medizinischen Gründen beschnitten werden können, erhält man sogar eine Beschneidungsrate von über 20%. (medizinische Beschneidungsrate: 10/45 = 22.2%).

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Sokrates ()

    • Sokrates schrieb:

      Ich möchte zum eigentlichen Inhalt der Studie nicht näher eingehen,
      Ich schon.

      More than half of the respondents (54.8%) declared that they would recommend MC to adult patients at risk for HIV.
      Das ist einfach nur erschreckend. Ein höheres HIV-Risiko haben Homosexuelle und Fixer. Und denen nutzt die VA sowieso nichts (ob sie überhaupt nützt ist zweifelhaft), nur den Ärzten, die daran verdienen.
      Was wirklich das HIV-Risiko vermindert sind Kondome, und nochmals Kondome, Safer Sex, und bei Hochrisiko Prep.

      The belief that circumcised men felt more intense sexual pleasure, and knowledge on MC regarding HIV risk reduction was associated with greater odds of recommending adult MC (OR = 3.35 and OR = 2.13, respectively). Conclusions: Poor knowledge of its benefits and a low willingness to promote the procedure—strongly dependent on personal beliefs—suggest that medical students may need additional training to help them to discuss MC more openly with adult men at risk for HIV infection.
      Wie kommt man überhaupt auf die Idee, dass durch die Entfernung von großen Teilen der sensiblen Oberfläche intensiverer sexueller Genuss entstehen soll? Und warum soll ausgerechnet das anzuzweifeln "poor Knowledge sein"?

      Und natürlich, die Nazis sind Schuld, dass sich die Europäer nicht genitalreduzieren lassen wollen:

      In some European countries, especially Poland, negative attitudes towards MC persist, largely stemming from the period of Nazi occupation during World War II, when MC was perceived as Judaism-related and possibly provoking repression and even leading to a death sentence
      :FP01
      You gotta fight
      for kids right
      of foooooreskin!
    • In 2012, the American Academy of Pediatrics (APP) and the American Congress of Obstetricians and Gynecologists published recommendations stating that doctors should discuss the benefits and risks of newborn MC with parents [6]. This stance is very similar to that of the Centers for Disease Control and Prevention, the Canadian Medical Society, the British Medical Association, the Royal Australasian College of Physicians, and the Circumcision Academy of Australia [7,8]. These policy statements have arisen in the context of a growing body of evidence supporting the medical benefits of MC.
      Das ist ja schlichtweg gelogen. Man achte darauf, wo Quellen angegeben sind, und wo nicht.
      Da werden ganz unterschiedliche Organisationen in einen Topf geworfen.
      Eine offensichtlich verstümmelungsfixierte "Circumcision Academy of Australia", sagen wir mal Morris, eine der Verstümmelungstradition verpflichtete (AAP) und Organisationen, die die prophylaktische Jungenverstümmelung gerade nicht empfehlen.

      the Royal Australasian College of Physicians schrieb:


      The protection against Sexually Transmitted
      Infections (STIs) and HIV is less clear-cut in Australia and New Zealand than in high
      prevalence countries.
      Ethical and human rights concerns have been raised regarding elective infant male
      circumcision because it is recognised that the foreskin has a functional role, the operation
      is non-therapeutic and the infant is unable to consent.
      After reviewing the currently available evidence, the RACP believes that the frequency of
      diseases modifiable by circumcision, the level of protection offered by circumcision and the
      complication rates of circumcision do not warrant routine infant circumcision in Australia
      and New Zealand.

      British Medical Association schrieb:



      Circumcision for medical purposes
      Unnecessarily invasive procedures should not be used
      where alternative, less invasive techniques, are equally
      efficient and available. It is important that doctors keep up
      to date and ensure that any decisions to undertake an
      invasive procedure is based on the best available evidence.
      Therefore, to circumcise for therapeutic reasons where
      medical research has shown other techniques to be at least
      as effective and less invasive would be unethical and
      inappropriate.
      Male circumcision in cases where there is a clear clinical
      need is not normally controversial. Nevertheless, normal
      anatomical and physiological characteristics of the infant
      foreskin have in the past been misinterpreted as being
      abnormal. The British Association of Paediatric Surgeons
      advises that there is rarely a clinical indication for
      circumcision. 5
      Doctors should be aware of this and reassure
      parents accordingly.

      Man fragt sich was die wahre Motivation der Autoren ist. Dass es die Volksgesundheit sein soll fällt schwer zu glauben.
      You gotta fight
      for kids right
      of foooooreskin!