"Meistens findet die Beschneidung ohne Betäubung statt"

    • "Meistens findet die Beschneidung ohne Betäubung statt"

      Ex-Bundesfamilienministerin Kristina Schröder schrieb:

      Eine angemessene Betäubung bei der Beschneidung ist für mich ein sehr wichtiger Punkt

      Osthofener Zeitung schrieb:

      Auf dem Weg zum Jüdischen Friedhof erklärte die Gästeführerin Christiane Behm die drei Heiligtürmer der Juden. Die Heiligtümer der Juden sind die
      Beschneidung, die Bar Mizwa und die Hochzeit.

      Die Beschneidung wird am achten Tag nach der Geburt von einem Mohel durchgeführt. Sie findet oft zu Hause oder im Krankenhaus statt.
      Meistens findet die Beschneidung ohne Betäubung statt, jedoch kann diese auch mit Betäubung durchgeführt werden.
      Na, sowas!

      Oops, da hat sich wohl jemand verplappert. Wenn das mal keine "Zigarre" gibt....

      Jungenverstümmelungslegalisierungsgesetzentwurf schrieb:

      Da es sich bei der Beschneidung der männlichen Vorhaut um einen Schmerzen verursachenden Eingriff in die körperliche Unversehrtheit handelt, ist als weitere Voraussetzung für die Berechtigung der Eltern zur Einwilligung eine effektive Schmerzbehandlung zu fordern – so auch der Deutsche Bundestag (Beschluss vom 19. Juli 2012: „ohne unnötige Schmerzen“), der Deutsche Ethikrat (Pressemitteilung vom 23. August 2012: „qualifizierte Schmerzbehandlung“) und die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. (Presseinformation vom 3. August 2012: „nur unter adäquater Schmerzbehandlung“).
      Der Regelungsvorschlag deckt diese Anforderung mit der Formulierung „nach den Regeln der ärztlichen Kunst“ ab, denn diese Regeln gebieten eine im Einzelfall angemessene und wirkungsvolle Betäubung (vgl. dazu die Ausführungen auf S. 8 f.) und grundsätzlich eine für den Patienten möglichst schonende Durchführung der Beschneidung (vgl. Stellungnahme der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. vom 3. August 2012; zum Anspruch des Patienten auf eine postoperative Schmerztherapie vgl. Uhlenbruck, MedR 1993, 296 <297>).
      Wenn eine Betäubung allein schon aus religiösen Gründen nicht "angemessen" ist oder "religiös nötige" Schmerzen keine "unnötigen" Schmerzen sind, dann kann man sich das ganze Herumgeeier mit den "Regeln der ärztlichen Kunst" auch gleich in die Haare schmieren.

      Deutschlandradio schrieb:

      Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Gesetz bedeute eine Rückkehr zur Normalität.
      Zur "Normalität" der betäubungslosen Genitalverstümmelung?
      "Normal" war in Deutschland immer, dass man die Genitalien von Kindern in Ruhe lässt.
      Durch Schnarrenerbergers übelriechendes legislatives Ausscheidungsprodukt hat sich allerdings die rechtliche Lage von Jungen nicht "normalisiert", sondern extrem verschlechtert.


      FAZ schrieb:

      Heinig rät davon ab, sich im Gesetzestext mit der Frage der Betäubung zu beschäftigen, wie Familienministerin Kristina Schröder (CDU) gefordert hat. Man solle vielmehr darauf setzen, dass sich eine Lehrmeinung in der Medizin ausbilde, was „de lege artis“ bei einer Beschneidung meine. Über Gutachten könnte diese dann in die Rechtssprechung einfließen.
      Heinig wusste schon, warum das schwammig bleiben sollte.


      Stefan Kramer schrieb:

      Wird der Säugling vor der Beschneidung betäubt?

      Es spricht nichts gegen eine (lokale) Betäubung des Kindes.
      Dass irgend etwas dafür spricht, das sagt er nicht. Das was nicht gesagt wird ist oft wichtiger als das, was gesagt wird.
      Aber offenbar doch für viele alles dagegen?

      Antje Deusel vor dem Rechtsausschuss schrieb:

      Wo die Beschneidung verlassen worden war, wurde sie wieder aufgenommen, wobei hier die enorme Weiterentwicklung innerhalb der Medizin gerade im 19. Jhdt. hinsichtlich Operationstechniken, Sterilität und Schmerzbekämpfung mit einbezogen wurde. Diese Beachtung des jeweils modernen ärztlichen Standards bei der Beschneidung gilt heute für alle Strömungen innerhalb des Judentums.
      (Pino)

      Ärztliche Standards? Ärzte, die Kinder ohne Betäubung operieren kommen (hoffentlich) in den Knast!


      SZ schrieb:

      Außerdem habe das Ankreuzfeld "ohne Betäubung" am JKB sowieso "keine Bedeutung" gehabt...
      Und bei den falschen Informationen habe sich das Personal "einen persönlichen Ausrutscher" geleistet...
      Wer's glaubt....

      siehe auch:

      ...mal mit, mal ohne Betäubung


      Michael Rosenkranz schrieb:

      Da beim acht Tage alten Neugeborenen die Schmerznerven noch nicht voll ausgereift sind, läßt sich, bis maximal zum zehnten Tag, die Beschneidung ohne Betäubung durchführen, ohne daß das Kind wesentliche Schmerzen empfindet.
      (Pino)
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Michael Rosenkranz schrieb:

      Da beim acht Tage alten Neugeborenen die Schmerznerven noch nicht voll ausgereift sind, läßt sich, bis maximal zum zehnten Tag, die Beschneidung ohne Betäubung durchführen, ohne daß das Kind wesentliche Schmerzen empfindet.


      In Österreich würde so jemand wegen des Verdachts der Kurpfuscherei angeklagt werden. Dort gilt Medizin noch als Wissenschaft, weshalb dort sogar Heilpraktiker verboten sind. In anderen Kulturen würde man Herrn Rosenkranz dagegen eher als Schamane titulieren, weil er sein "Heilwissen" mit Glaubensanschauungen verwässert.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)