Alternative Behandlung statt kortisonhaltige Salbe -> Weihrauchsalbe eventuell ergänzt mit Schwarzkümmelsalbe -> Erfahrungen?

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    • Habe ich auch schon versucht, im Sommer letzten Jahres und zum Lesen den Kindern gegeben, zur Zeit ist das Material beim Oberlandesgericht und soll ans Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe weitergeschickt werden. Danke für den Tipp, ich werde es wieder versuchen, wenn ich das Buch "Das Freche Pimmelbuch" habe. Ich denke, es wird wieder auf Ablehnung stoßen. Der Junge will mit dem Thema in Ruhe gelassen werden. Ihn stört der "Rummel" um seine Vorhaut, verständlicher Weise.
    • Hallo Rolf,

      ohne dass jetzt gegen dich zu münzen oder auch nur den Hintergedanken eines Vorwurfs zu haben aber: Dachte ich's mir doch. Hinter dieser Justizposse steckt doch weitaus mehr als nur der Streit zwischen Mama's und Papa's Meinung um des Sohnemann's Vorhaut.
      Klar, bei einem derartig torpedierten Vater-Sohn-Verhältnis lässt sich NATÜRLICH nichts essentielles besprechen oder überhaupt mal real am LEBEN der Jungs teilhaben. Meines Erachtens nach ist DAS ein Zustand, der viel eher geändert gehört als die Vorhaut des Jungen. Natürlich wird "Mama" das anders sehen und womöglich eher noch drauf plädieren wollen dass du die Jungs gar nicht mehr siehst, aber das ist ja glücklicherweise in Deutschland doch wesentlich schwieriger geworden in den letzten Jahren. Ja, "wir" Väter "dürfen" auch endlich mal was von unseren Kindern haben... Da sollte auf jeden Fall deine allernächste (wenn nicht sogar erste) Baustelle liegen - bevor der Junge in einem Alter ist, wo es nichts mehr reißt wenn Papa sich noch drum kümmern möchte.

      Nunja, beim Thema "kunstvollem umschreiben intimer Sachen zwischen Eltern und Kind" bin ich leider nicht fachkundig. Ein solches Theater hatte ich mit meinem nie, da ich auch selbst ein offener Mensch bin was das angeht, und für mich ein Penis an einem Jungen/Mann ein Körperteil ist wie Arme und Beine auch, worüber es also innerfamiliär nichts zu verschweigen oder zu umschreiben gibt. Aber klar, bei eurem Verhältnis ist da natürlich einiges zu spät.

      Den "lautstarken Protest" des Älteren im Bezug auf die Intimitäten seines Bruders würde ich allerdings doch mal in einem ernsten Gespräch mit dem Älteren besprechen. Denn, bei allem Verständnis, er ist dann doch erst 12 und nicht 22, als dass er geistig so viel weiter wäre und sich deshalb rauszunehmen hätte, zu protestieren, wenn du mit seinem jüngeren Bruder über ein rein medizinisches Problem sprechen möchtest. Auch seine, so wie ich das rausgelesen habe, permanenten "Stellungnahmen" bzgl. seiner eigenen Beschneidung als Einflussnahme auf den jüngeren Bruder würde ich dann doch wirklich mal verbitten, denn mit 12 besitzt er wahrhaftig nicht die geistige Reife oder gar Lebenserfahrung (weder praktisch noch auf sexueller Hinsicht) um beurteilen zu können, ob und wie sich die Entfernung der männlichen Vorhaut auf das Genital auswirkt. Man hat ihm diese Entscheidung letztlich ja auch nur aufgezwungen in einem Alter, wo er es selbst noch nicht verstanden hat, und sie ihm von da weg als "OK, gut, problemlos" etc. verkauft. Sein "Wissen" basiert also einfach nur auf Nachplappern, aber nicht auf eigene Erfahrungen. Und auch wenn ich normalerweise absolut gegen sowas bin - in diesem Fall würde ich den Jungen das auch mal wissen lassen. Genügend Fachliteratur, die ihm das Gegenteil seiner Meinung belegen würde, gibt es ja genug. Aber in diesem Alter zählt "Mama" mehr als irgendeine Fachliteratur. Da kommst du nicht gegen an - erst recht nicht bei einem derartig zerrütteten Vater-Sohn-Verhältnis.

      Bzgl. Jugendamt - na klar, :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: . Da könnte ich dir auch Geschichten erzählen, jenseits von gut und böse. Die kann man wohl generell von wenigsten Ausnahmen abgesehen völlig knicken. Allerdings haben sie sich im konkreten Fall, so sie sich in die Beschneidungsdebatte eurer Kinder mit eingeschaltet haben (das hab ich jetzt auf die Schnelle nicht mehr auf dem Schirm) ebenfalls nach aktuellen medizinischen Standards zu richten, und nicht nach dem, was ein paar Feministinnen (die auf den JÄ sehr zahlreich vertreten sind :S ) da rumblubbern. Im Zweifelsfall muss man die Herrschaften tatsächlich mal an ihre Fürsorgepflichten erinnern. Und in eurem speziellen Fall daran, dass die Umgangsregelung deiner Söhne und dir bei euch auch alles andere als dem Kindeswohl oder dem Schutz von Familie entspricht. Denn im getrennt lebenden Falle sind trotzdem BEIDE Elternteile immer noch Familie. Aber das was du da an Umgang als "Gnadenbrot" hingeschmissen bekommen hast, ist ja wohl ein schlechter Witz.
      Ohne Konsens ist alles Nonsens.
    • Danke Etwas, für Deine ausführliche Stellungnahme.

      Gestern abend konnte ich tatsächlich mit meinem Sohn allein kurz auf das Thema eingehen und habe ihm empfohlen nach dem Baden oder beim Baden mechanisch an der Vorhaut sanft zu spielen, da dies für die Entwicklung einer Retrahierbarkeit der Vorhaut förderlich wäre. Er hätte dies bislang noch nicht gemacht, gestand er mir.

      Außerdem fehlt wohl dem Sohn auch ein eigener Freiraum, vielleicht ein eigenes Zimmer. Er lebt mit dem älteren Bruder noch im gleichen Zimmer, der inzwischen schon 13 Jahre ist und der Sohn geht auch schon auf die 11 Jahre gut zu. Inzwischen ist der 13 jährige, ältere Bruder auch deutlich klein lauter geworden. Ich vermute, weil er eben auch gerade im Pubertätsprozess steckt und selbst mitbekommt wie sich die Vorhaut mit entwickelt und die Dehnungsprozesse gerade auch mit erlebt und somit langsam doch eine erwachsenen Meinung sich langsam bei Ihm bildet. Außerdem bekommt er mit, dass der Vater doch eine nicht unerhebliche Meinung haben kann, die zumindest von dem Gutachter im November 2017 respektiert wurde und scheinbar bis heute Gültigkeit und Wirkung hat.

      Das Jugendamt hat sich dafür ausgesprochen, den fachkundigen Rat und Gutachter in der hiesigen Stadt zu suchen, statt weiterweg zu Prof. Dr.med. Stehr oder zu anderen Fachärzten zu fahren. Ansonsten hat sich das Jugendamt, dass im Übrigen als Chef mit einem Mann aber in diesem Fall durch eine (für Phimose-Fragen aufgrund ihrer Biologie unkundigen) Frau besetzt ist, als nichts wissend qualifiziert.

      Die sehr kompetenten Ärzte bzw. Lehrer von Prof.Dr.Stehr sind zwar auch in der hiesigen Stadt ansässig, sind aber vom Anwalt meiner Ex-Frau explizit als Gutachter, wohlwissend oder hochgradig vermutend, dass der Prozess dann für meine Ex-Frau mit einer Zurückweisung also Prozessniederlage mit einem Prozessverlustrisiko Enden könnnte, abgelehnt worden. An diese Ablehnungshaltung hat sich das AG gehalten.

      "derartig zerrütteten Vater-Sohn-Verhältnis" Ich hatte 2012 die eigenmächtigen Prozessführungen vom Jugendamt nicht mehr unterstützt, das vielleicht damals dann noch interessiert war, den massiven Familienschaden zu reparieren, das war mir dann doch zu wider auf diesem Wege eine gutes Familienverhältnis aufzubauen. Meine neuen Bestrebungen 2014 führten dazu, dass ein Jahr nichts passiert ist, bis ich Untätigkeitsklage erhoben habe, und dann hat das Amtsgericht die Umgänge, obwohl völlig unstrittig einfach eigenmächtig zeitlich verschoben und das OLG rückwirkend zum Teil noch weiter verbösert, d.h. es ist zwar eine geringfügige Besserung für die Herbst-, Faschings- und Osterferien, aber eine Verböserung für die Sonntagsumgänge und die Sommerferien herausgekommen.

      Meine RAin empfahl dann eine kostenaufwändige Gesprächstherapeutin, um auf diesem Weg das Kinderverhältnis zu stärken. Die Gesprächstherapeutin hat sich jedoch in völlig anderen Sachen wie z.B. die Phimosegeschichte verloren, so dass ich diesen Weg abbrechen mußte.

      Vielleicht hast Du ja Tipps, Empfehlungen oder andere hier im Forum, wie das Vater-Kinder-Verhältnis verbessert werden könnte, so dass die Umgänge intensiver und ausgedehnter ausgebaut werden könnten.

      Danke für die Hinweise.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rolf ()

    • Update:
      Am Sonntag habe ich mit einem im Ruhestand befindlichen Kinderchirurgen gesprochen, der hunderte Zirkumzisionen wohl nach eigener Aussage durchgeführt hat, weil der Oberarzt dies angeordnet hatte und er das ausführende Organ war. Er empfahl eine östrogenhaltige Salbe zur Dehnung der Vorhaut zu verwenden statt kortisonhaltiger Salbe. Ich habe dies bei meinem Sohn noch nicht angewendet. Das Thema ist ja eben etwas überreizt.

      Vielleicht hat jemand von Euch mit eienr östrogenhaltigen Salbe Erfahrung? Frage wäre dann was denn für eine genau? Würde eine Salbeisalbe ausreichen?

      Im Übrigen hat das BVerfG meine Verfassungsbeschwerde leider nicht angenommen, da die Grundrechtsverletzung, ein Gutachten auf Kosten der Eltern, d.h. entweder der Mutter oder des Vaters, zu erstellen, noch nicht eine genügend schwere Schwelle überschreitet, so dass der Antrag angenommen wird.
    • Ich verstehe nicht so ganz, warum Du trotz der doch eher dringlichen Lage so vehement versuchst, eigene Wege zu gehen und nicht den bewährten Empfehlungen für konservative, also nicht-operative Methoden folgst.
      Schon die kortisonhaltige Salbe ist ja kein Hammer, den man fürchten müsste. Der Wirkstoff wird nur sehr begrenzt lokal, in geringer Dosis und nur für 2-3 Wochen lang angewendet. Schädliche Nebenwirkungen, wie sie bei oraler Gabe von hochdosiertem Kortison bekannt sind, gibt es hier nicht.
      Ebenso verstehe ich nicht, warum Du die östrogenhaltige Salbe nun gegen Salbeisalbe tauschen willst. Es ist ja gerade das Östrogen, das hilft. Da ja auch hier die Anwendung lokal sehr begrenzt ist und nur für relativ kurze Zeit, sind negative Folgen sehr unwahrscheinlich. Ebenso unwahrscheinlich dürften die Erfolgschancen bei Salbesalbe sein.

      Ich würde Dir schon raten, das Präparat zu verwenden.
      Infos findest Du hier:
      beschneidung-von-jungen.de/hom…autverengung-phimose.html

      Nicht zu erschrecken braucht Ihr, wenn der Dok Euch eine Östrogensalbe verschreibt (z. B. Estradiol, Ovestin). Manchmal steht dort auf der Packung etwas von vaginaler Anwendung, weil diese Salben eigentlich für Mädchen und Frauen gedacht sind, aber auch bei Vorhautproblemen sehr gut wirken. Ihr könnt das Zeug also bedenkenlos benutzen.
      Auch andere Salben wie Diclofenac helfen sehr gut.
      Wichtig ist, dass die verschreibungspflichtigen Salben regelmäßig 2 - 3 mal täglich und nicht länger als 6 - 8 Wochen am Stück angewendet werden, aber das erklärt Euch der Arzt.
      oder hier:
      rund-ums-baby.de/kinderarzt/Ph…reme-behandeln_241281.htm

      verschrieb der Arzt Ovestin 1 mg Creme.
      In der Packungsbeilage steht aber gar nicht, dass das Zeug zur Behandlung einer Phimose geeignet wäre. Es sind rein weibliche Anwendungsgebiete aufgezeichnet.
      Soll ich die Creme bei meinem Sohn also verwenden?

      .
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      .
      Liebe J.,
      auch wenn im Beipackzettel nichts davon steht, diese Östrogencreme ist geeignet für einen Behandlungsversuch bei Phimose, genauso wie eine Corticoidcreme. 2 mal täglich unter die Vorhaut auftragen.
      Alles Gute!
      oder hier:
      kinderarzt-weiss.de/pdfs/Merkblaetter/Phimose

      z.B. Clobegalen® Salbe (Clobetasol) oder Ovestin® Creme (Estriol)4 Wochen lang (maximal bis zu 6 Wochen lang) wird dreimal täglich die Spitze des Peniseingecremt. Die Vorhaut sollte so weit wie möglich ohne Kraftanwendung und ohneSchmerzen oder Schleimhauteinrisse zurückgezogen werden, bevor die Creme aufgetragenwird.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Vielen Dank für die Tipps zur östrogenhaltigen Salbe. Für mich ist das Thema ja neu. Nur weiß ich nicht wie ich es bei meinem Sohn bzw. deren Mutter (EX-Frau) anbringen soll, ohne weiter auf dem Thema Phimose noch herumzureiten. Weitere Impulse will ich denen auch nicht mehr geben, wenn die alles ablehnen inklusive der konservativen, bisherigen Empfehlungen.
    • Update: bis zum 7. September soll ich mit meiner RAin Stellung nehmen zum Gutachten des Uni-Klinik-Gutachters.

      Der Gutachter formuliert die Meinung der Kinderchirurgen lediglich auf 2 Seiten detailierter aus und schlägt im Wesentlichen in die gleiche Kerbe. Warum sollte es auch anders sein? Er muß ja von Berufswegen, das gleiche machen wie seine Kollegen.

      (Vergleich: Wenn man zu einem Immobilien-Hausverkäufer geht, wird er auch einem erzählen, warum man jetzt ein Haus ihm abkaufen soll und nicht abwarten! Das schlägt sicherlich auch auf die psychosoziale Wahrnehmung, ob man ein schönes großes Haus bewohnt in einem schöne Wohngebiet oder eben nicht).

      Der Phimose-Gutachter spricht von einer "absoluten Phimose" mit großflächiger glandulären Adhäsion und spricht von eine therapiewürdigen Befund. Gleichzeitig nimmt er genauso vorweg bzw. sieht "hellseherisch voraus", dass eine konservative, Corticoidaapplication- Therapie, obwohl grundsätzlich der erste Schritt bei einer klinisch relevanten Phimose, hier wenig Aussicht auf Erfolg hätte. Er würde also auch primär gleich zur klassischen Circumsision raten.

      Zipfelmuetze schrieb:

      eine Behandlung mit Östrogen-Salbe / Estriol-Creme bei kindlicher "Phimose" besonders wirksam ist
      z.B. Clobegalen® Salbe (Clobetasol) oder Ovestin® Creme (Estriol)4 Wochen lang (maximal bis zu 6 Wochen lang) wird dreimal täglich die Spitze des Peniseingecremt. Die Vorhaut sollte so weit wie möglich ohne Kraftanwendung und ohneSchmerzen oder Schleimhauteinrisse zurückgezogen werden, bevor die Creme aufgetragenwird.

      -> Auf diese Therapiemöglichkeit geht der Gutachter gar nicht ein!!!


      Der Gutachter attestiert auch keinerlei Beschwerden und keine Entzündungskomplikationen beim Sohn.

      Die Gründe für die Circumsision wären, "es könnten die Phimose könnte sich bakteriell infizieren, so dass eine Balanoposthitis mit eitriger Sekretion entsteht und nachfolgend Vernarbungen an der Glans pensi wie auch der Vorhaut hinterlässt. Anderseits wäre bekannt,

      dass persistierende Phimosen im längerfristigen Lebensverlauf zu einem höheren Risiko für ein Peniskarzinom führen, weil die hygienische Pflege des Penis nicht in gleicher Weise möglich ist wie bei einem Penis dessen Glans freiliegt.

      Weiterhin müsste bedacht werden, dass es bei Geschlechtsverkehr in der vorliegenden Situation zu einem schmerzhaften Einreißen der verengten Vorhaut kommen kann/wird und dadruch Kohabilitationsprobleme bzw. auch Hemmnisse in der psychosozialen Wahrnehmung manifest werden können."

      Ich werde als nächstes das Gutachten ins Umfeld um Prof. Dr. Stehr schicken, und sehen, ob ich ohne Termin mit dem Sohn eine verwertbare Meinung erhalte. Denn meine Ex-Frau läßt ja bislang es nicht zu, dass ich zu alternativen Gegen-Gutachtern mit dem Sohn gehe.

      Über Impulse zur Stellungnahme bin ich offen und danke im Vorfeld für die Anteilnahme und hoffe, immer noch auf ein positives Ende dieser Entwicklung.
    • Das ist wirklich entsetzlich:

      Dieser Gutachter ist ein Quacksalber. Ich sag nichts weiter.

      Ich möchte dir dringend empfehlen, dass Du dir endlich einen Anwalt suchst. Denn allein auf eigene Faust bekommtst Du das nicht hin.

      Da dass Gericht erfahrungsgemäß blind auf das Urteil des Gutachters vertrauen wird, solltest Du einen Befangenheitsantrag gegen den Gutachter stellen, oder irgendetwas in der Richtung, und auf darauf drängen, dass ein anderer Gutachter eingesetzt wird. Falls das nicht geht, musst Du seine Glaubwürdigkeit zerstören. Du brauchst sowas wie ein "Anti-Gutachter-Gutachten" - ein Gutachten, dass diesen Gutachter als den unwissenden Lüger und Quacksalber verrät, der er ist. Auf alle Fälle musst Du dann die Glaubwürdigkeit, die dieser Quacksalber ohnehin nie verdient hat, in den Augen der Richter zerstören.

      Es geht also nicht allein darum, ein anderes Gutachten mit einer gegenteilen Ergebnis vorzubringen, sondern klar zu machen, dass der erste Gutachter lügt.


      Denn wenn "dein" Gutachter dem vom Gericht bestellten Gutachter einfach nur so entgegensteht, dann wird sich das Gericht seinem, vermeintlich neutralen Gutachter anschließen.




      Noch ein paar spontane inhaltliche Anmerkungen:


      * Zum Thema "absolute Phimose".

      • Dieser Begriff sagt nichts über die Therapierbedürfigkeit der Phimose aus. Gar nichts. Damit isr nur beschrieben, dass die Phimose derart ausgeprägt ist, dass die Vorhaut weder im errigierten Zustand noch im schlaffen Zustand zurückziehbar ist, im Gegensatz zur relativen Phimose. Es kann sich dabei um eine physiologische Phimose handeln oder eine pathologische. Ich weiß natürlich nicht, was der Gutachter unter dem Begriff "absolute Phimose" versteht.


      * Zum Thema Erfolgswahrscheinlichkeiten einer konservativen Therapie:



      * Zum Thema Peniskrebs.

      • Es gibt zwar Studien, die tatsächlich eine Phimose als Risikofaktor für die Entwicklung des Peniskarziums identifiziert haben.
      • Diese Studien lassen auch völlig offen, ob es die Phimose selbst ist, die das Risiko steigert, oder von der Phimose begünstigte Folgeerscheinungen wie etwa die Zurückhaltung durch Alkohol- und Tabbak-Konsum aufgenommener krebserregender Stoffe, von denen selbst nicht alle erwachsenen Alter mit fortbestehender Phimose betroffen sind.
      • Hier geht es aber um Phimosen bei erwachsenen Männern. Bei deinem Sohn handelt es sich aber physiologische, entwicklungsbedingte Phimose, die sich wie bei allen Jungen und Männern, sofern Sie nicht vorher beschnitten werden, im Verlauf der körperlichen Unversehrtheit zurückgebildet hätte.
      • Es gibt keine einzige Leitlinie, und auch keinen in der letzten 10 Jahren erschienen Fachartikel zum Thema Phimose, die eine Behandlung zwecks Peniskrebsvorbeugung einer ansonsten symptomfreie Phimose empfiehlt. Nichts absolut gar nichts. Das ist pseuowissenschaftlicher Scheißdreck um es auf gut Deutsch zu sagen.


      * Zum Thema Beinträchtigung der Sexualität

      • Es gibt keine einzige Studie, noch nicht mal Fallberichte, die darauf hindeuten, dass es beim dass es bei Geschlechtsverkehr in der vorliegenden Situation zu einem schmerzhaften Einreißen der verengten Vorhaut kommt.
      • Dein Sohn hat eine physiologische Phimose. Es gibt keinen Grund zur Annahme, weshalb sich diese nicht von allein zurückbilden sollte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Sokrates ()

    • Ich würde versuchen von Dr. Kreuztig-Langenfeld eine Stellungnahme zu diesem Gutachten zu bekommen. Dies dürfte dann das Gegenteil zu den Behauptungen sein. Du kannst auch anführen, dass du kein Gutachten bei einem anderen Arzt hast machen lassen können, weil dies deine Frau nicht erlaubt...

      Stellung kannst du und deine Anwältin(die anscheinend eh keinen Bock mehr hat?) schon beziehen...aber gegen einen noch so Vollpfosten Facharzt hat man glaub eh keine Chance...

      Guter Anwalt wäre vielleicht die Frau von Dr. K.-L.?

      Auch was auf dieser Seite steht, straft eigentlich alle Aussagen des erstellten Gutachtens Lüge?
      chirurgie-praxis-hanau.de/inde…sten-erkrankungen/phimose
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Urolüge schrieb:

      Ich würde versuchen von Dr. Kreuztig-Langenfeld eine Stellungnahme zu diesem Gutachten zu bekommen. Dies dürfte dann das Gegenteil zu den Behauptungen sein. Du kannst auch anführen, dass du kein Gutachten bei einem anderen Arzt hast machen lassen können, weil dies deine Frau nicht erlaubt...


      Das allein wird nichts nutzen. Das Gericht wird sich trotzdem erfahrungsgemäß auf das Gutachten des "neutralen" vom Gericht eingesetzen Gutachter berufen. Was er bräuchte, wäre eine Art "Anti-Erst-Gutachter-Gutachten", ein Gutachten, dass diesen ersten Gutachter als den Quacksalber und Lüger entlarvt und seinem Gutachten jedwede Glaubwürdigkeit nimmt.

      Ein Gutachten aber, dass nur zu einem gegenteiligen Ergebnis kommt als das vom Gericht eingesetzen Gutachter, wird wahrscheinlich nicht genügen.

      Guter Anwalt wäre vielleicht die Frau von Dr. K.-L.?
      Das wurde im Thread bereits angesprochen. Das Problem war, laut Angaben von Rolf, dass die Frau von K.L.sehr teuer ist.
    • Lieber Sokrates und Uro-Experte,

      Vielen Dank für Eure wertvollen Impulse und Empfehlungen.

      Meine RAin stimmt mit mir zumindest überein, dass das Gutachten eindeutig keinen akuten Handlungsbedarf sieht, sondern eher auf langfristiger Basis anzusehen ist. Somit sollte eigentlich das Verfahren eingestellt werden, bin ich der Ansicht.

      Mir fehlt auch im Gutachten die Angabe
      der objektiven Kosten für die Therapien, da ich versuchen werde, meine Kinder in Zukunft als Privatpatient zu versichern, um ein Übergreifen einen Blanko-Scheck-Mißbrauch auf Krankenkassen-Basis zu verhindern, sowie
      Stellungnahmen zur Phimose-Leitlinie, die ja in den Akten liegt.

      Auch Dr. Kreutzig-Langenfeld meint bis zum 16.-17. Lebensjahr ist noch genug Zeit die Salbentherapie auf Effektivität auszuprobieren und dann kann mein Sohn vielleicht schon eher selbst entscheiden, wie mein Sohn sich therapieren möchte, wenn es sich bis dahin noch nicht selbst aufgelöst haben sollte. Im Übrigen meint Dr. Kreutzig-Langenfeld solange keine Beschwerde auftreten ist auch keine Therapie notwendig!
    • Meine RAin stimmt mit mir zumindest überein, dass das Gutachten eindeutig keinen akuten Handlungsbedarf sieht, sondern eher auf langfristiger Basis anzusehen ist. Somit sollte eigentlich das Verfahren eingestellt werden, bin ich der Ansicht.
      Nun, ich habe das Gutachten nicht vorliegen. Aber nachdem, was Du daraus zitiert und zusammengefasst ist, ist es eine einzige Katastrophe und ein Garant dafür, dass das Gericht die Beschneidung deines Sohnes anordnen wird!

      Ich kann nur entschieden davon abraten, irgendetwas in das Gutachten hineinzuinterpretieren oder herauszulesen, was nicht offensichtlich ist, und was auch das Gericht nicht ersichtlich ist.
    • das Gutachten habe ich so ziemlich wortgetreu wiedergegeben und nichts bzw. nicht viel weggelassen oder hinzugefügt.

      Genau deshalb ist dieses Gutachten eine totale Katastrophe.
      Und die Interpretation deiner Rechtsanwältin, "dass das Gutachten eindeutig keinen akuten Handlungsbedarf sieht", auch völlig willkürlich und überhaupt nicht nachvollziehbar.

      Und es ist auch extrem unwahrscheinlich, wenn nicht gar völlig undenkbar, dass auch das Gericht diese Interpretation aus diesem Gutachten ziehen wird.
    • Neu

      Sokrates schrieb:

      Genau deshalb ist dieses Gutachten eine totale Katastrophe.
      Die Vertreterin vom Jugendamt stimmt dem Gutachten tatsächlich jetzt schriftlich zu, und wird sogar zeitlich viel konkrerter als das Gutachten an sich ist. Das ist noch ein weitere schlimme Katastophe! Im übrigen meint Sie die Entwicklung der Sexualität wäre gefährdet, wenn noch weiter gestritten wird, als wenn gleich für Lebenszeit Fakten geschaffen werden! Ich bin da anderer Ansicht und sehe wie der Streit genau das Gegenteil bewirkt er stärkt die Vater-Sohn Beziehung auf eine ungeheure positive Weise.


      Im übrigen soll ja eine Beschneidung ein Trauma beim Opfer hervorrufen und das sexuelle Erleben für das restliche Leben von vielleicht 80+ Jahren deutlich reduzieren. Da kann natürlich eine Frau nicht mitreden. Sie sieht nur die vielen beschnittenen Jungen und Männer. Sie sieht und hört nicht, welche Probleme diese zum Teil haben!


      Die Jugendamtsvertreterin durch einen männlichen Jugendamtsvertreter, der etwas mehr Fingerspitzengefühl an den Tag legt, werde ich nun bei der Chefin von der Vertreterin in Form einer Dienstaufsichtsbeschwerde beantragen. Das einzig Positive aber kostenintensive daran ist, dass die Jungendamtsvertreterin mir empfahl gegebenenfalls ein Kinderpsychologisches Gutachten zu beantragen, nachdem ich Sie persönlich meine Meinung zur Stellungnahme geäußert hatte.
    • Neu

      Hallo Rolf,

      Danke das Du uns hier so auf dem Laufenden hältst. Das ganze läuft jetzt ein Jahr, was man positiv sehen kann. Um so älter Dein Sohn wird, um so mehr wird auf ihn in der Klinik gehört. Es wird ihn niemand mit Gewalt betäuben und in den OP zerren. So gesehen ist das immer weiter hinauszögern und ein Gutachten nach dem nächsten positiv zu sehen. Dein Sohn sieht wie Du Dich für ihn einsetzt, was auch sehr positiv ist, also nur Mut zum Durchhalten. Vielen lieben Dank.
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Neu

      Bela2012 schrieb:

      So gesehen ist das immer weiter hinauszögern und ein Gutachten nach dem nächsten positiv zu sehen. Dein Sohn sieht wie Du Dich für ihn einsetzt, was auch sehr positiv ist, also nur Mut zum Durchhalten. Vielen lieben Dank.

      Sorry, aber ich kann deinen Optimismus ganz und gar nicht nachvollziehen. Der ganze Prozess ist eine einzige Farce, ein Albtraum.

      Darüber hinaus zeigt der Prozess auch, dass die deutsche Medizinerschaft von desinformierten, und wahrscheinlich auch vorsätzlich unmoralisch handelden Beschneidungsfanatikern durchsetzt ist.
    • Neu

      Sokrates schrieb:

      Bela2012 schrieb:

      So gesehen ist das immer weiter hinauszögern und ein Gutachten nach dem nächsten positiv zu sehen. Dein Sohn sieht wie Du Dich für ihn einsetzt, was auch sehr positiv ist, also nur Mut zum Durchhalten. Vielen lieben Dank.
      Sorry, aber ich kann deinen Optimismus ganz und gar nicht nachvollziehen. Der ganze Prozess ist eine einzige Farce, ein Albtraum.

      Darüber hinaus zeigt der Prozess auch, dass die deutsche Medizinerschaft von desinformierten, und wahrscheinlich auch vorsätzlich unmoralisch handelden Beschneidungsfanatikern durchsetzt ist.
      Klar ist das ein Alptraum, doch es ist schon so, das jedes Jahr das ein Kind älter wird, von den Ärzten mit einbezogen wird. Wenn es dann gut aufgeklärt vom Vater zur OP "Nein" sagt, wird kein Arzt schneiden. Meine Kinder sind alle nicht gesund und ich habe viel Erfahrung mit verschiedensten Stationen im Krankenhaus. Daher kann ich das sagen.
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Neu

      Hallo Rolf, du hältst die Leserschaft unter Spannung seit einem Jahr - so geht das nicht weiter, bitte lade mal zwei oder drei Schreiben hoch - alle Namen geschwärzt, das versteht sich. BVerfG, andere Gerichte, Jugendamt - ich bin bestimmt nicht die / der einzige, den das interessiert.

      Sorry Rolf, du musst uns etwas Schriftliches bringen. Ohne Aktenzeichen (!!!) der jeweils von dir genannten Behörde fällt es mir schwer, dem von dir geschilderten Fall das Kriterium Glaubwürdigkeit zuzubilligen.

      Bitte beseitige meinen Zweifel.
      "We recognize the inherent right of all human beings to an intact body. Without religious or racial prejudice, we affirm this basic human right.We recognize the foreskin, clitoris and labia are normal, functional body parts. [...]" (Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989.)
    • Neu

      Bela2012 schrieb:

      Klar ist das ein Alptraum, doch es ist schon so, das jedes Jahr das ein Kind älter wird, von den Ärzten mit einbezogen wird.
      Bela, genauso ist es, und deshalb wollen ja die Kinderärzte und Kinderchirurgen möglichst vor dem 12. Lebensjahr beschneiden, weil danach die Jungs dazu in der Lage sind NEIN zu sagen!

      Yolanda schrieb:

      dem von dir geschilderten Fall das Kriterium Glaubwürdigkeit zuzubilligen.
      Yolanda, gerne, wenn der Fall ausgestanden ist oder als private Nachricht. Eine direkte Kopie der Behörde geht mir hier in der Öffentlichkeit zu weit. Ansonsten sind die Aussagen im Wesentlichen eine direkte Kopie und Du kannst Dir dazu noch Adresse und Aktenzeichen denken.
    • Neu

      Rolf am 25. August 2017 [...] "Ja mein Sohn hat wohl eine kindliche Phimose, denn wir diskutieren dies Thema seit mindestestens 4 Jahren. Das Thema wäre gar nicht aufgekommen wäre er nicht zur U10 Untersuchung gegangen und vor 4 Jahren zur U6 Untersuchung" [...]

      Halo Rolf, bitte scanne die schriftliche Dokumentation zu U 6 sowie U 10 ein und lade sie hoch, geht auch per Foto-Handy o. dgl., Namen und Stadt darfst und solltest du - wie gesagt - schwärzen, Datum muss jedem erkennbar sein.

      Rolf am 24. August 2017 "Hallo, mein 10 jähriger Sohn hat vom Hausarzt und einem Kinderchirurgen die Diagnose einer hochgradigen Phimose bekommen, so dass eine Operation medizinisch indiziert wäre."

      Hallo Rolf, bitte veröffentliche die Diagnose unverzüglich hier, damit jeder deine Story nachvollziehen kann - und keiner Zweifel an deiner Glaubwürdigkeit hat.

      Du schreibst hier seit einem Jahr - in aller Öffentlichkeit. Jetzt bitte Transparenz, Nachvollziehbarkeit! Sorry, so geht das nicht.
      "We recognize the inherent right of all human beings to an intact body. Without religious or racial prejudice, we affirm this basic human right.We recognize the foreskin, clitoris and labia are normal, functional body parts. [...]" (Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989.)
    • Neu

      Yolanda schrieb:



      Du schreibst hier seit einem Jahr - in aller Öffentlichkeit. Jetzt bitte Transparenz, Nachvollziehbarkeit! Sorry, so geht das nicht.
      Du bist selber erst seit 13 September registriert. Ich denke das obliegt der Administration hier, ob sie dieser Meinung ist.

      Im übrigen ist es alleine seine Entscheidung, hier irgendwelche Dokumente zu veröffentlichen, die diese Diskussion mit nachvollziehbaren Fakten untermauern. Ich kann schon nachvollziehen, dass er es nicht möchte.

      Die männliche Vorhaut ist kein Hautlappen, sondern ein hoch spezialisiertes und sensibles Organ. Dieser normale Bestandteil des äußeren Geschlechts sollte nicht grundlos entfernt werden
    • Neu

      "Ich kann schon nachvollziehen, dass er es nicht möchte."

      - das sehe ich ebenso, auch ich kann nachvollziehen, dass Rolf - bislang - der Öffentlichkeit gegenüber nichts Nachvollziehbares darstellt.

      Ich bitte Rolf allerdings um den Change-Prozess, den Wandel.
      "We recognize the inherent right of all human beings to an intact body. Without religious or racial prejudice, we affirm this basic human right.We recognize the foreskin, clitoris and labia are normal, functional body parts. [...]" (Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989.)
    • Neu

      Dein Sohn ist doch in kinderpsychologischer Behandlung...kann die keine Stellungnahme/Gutachten schreiben?

      Sonst würde ich mich an deiner Stelle an Prof. Mathias Franz wenden, er ist Psychologieprofessor an der Uni Düsseldorf und mit dem Thema Beschneidung bestens vertraut
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
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      Yolanda schrieb:

      Sorry Rolf, du musst uns etwas Schriftliches bringen. Ohne Aktenzeichen (!!!) der jeweils von dir genannten Behörde fällt es mir schwer, dem von dir geschilderten Fall das Kriterium Glaubwürdigkeit zuzubilligen.
      Yolanda, ich bitte Dich, Rolf in dieser Sache nicht unter Druck zu setzen. Wir alle können nur erahnen, was er und sein Sohn durchmachen. Ihn hier zu nötigen ("du musst"!), Korrespondenz offenzulegen, ist nicht in Ordnung.
      Es ist verständlich, dass Du Dir mehr Transparenz wünschst, um die Situation besser einschätzen zu können. Dennoch liegt die Entscheidung dazu einzig und allein bei Rolf.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
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      Hallo Weguer,
      danke für deine verständnisvolle Haltung in Bezug meinen Wunsch nach Transparenz bzw. Beleg.

      "Dennoch liegt die Entscheidung dazu einzig und allein bei Rolf."
      - genau so ist das; diesem Satz stimme ich gerne zu.
      "We recognize the inherent right of all human beings to an intact body. Without religious or racial prejudice, we affirm this basic human right.We recognize the foreskin, clitoris and labia are normal, functional body parts. [...]" (Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989.)
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      Yolanda, ich weiß nicht, wofür Du die Original-Dokumente geschwärzt benötigst? Hier im Forum müssen wir niemandem etwas beweisen oder glaubhaft machen. Vielmehr geht es darum, sich auszutauschen, um nicht in Geschäftsmodelle oder ähnliche Fallen hineinzufallen und um sich gegenseitig zu helfen, mit den alltäglichen Problemen oder eventuellen Problemen, die man sich selbst oder einem anderen bereiten, besser zurecht zu kommen und Lösungswege zu finden und zu gehen. Ich kenne Deine Intention hier im Forum leider (noch) gar nicht! Und ich weiß nicht, ob Du einen Einzelmeinung wiedergibst oder tatsächliche mit welcher Intention dann auch deine Meinung vertreten.

      Beweisen und Glaubhaftmachen muß hier vielleicht die Staatsanwaltsschaft, dass der Verfahrensbeistand meines Sohnes den Richter bezüglich des Gutachters möglicherweise getäuscht hat, und somit Prozessbetrug an der Antragsstellerin oder Antragsgegner begangen hat oder vielleicht ist es in Deutschland als RA. Verfahrensbeistand erlaubt, den Richter durch unwahre Tatsachen bezüglich eines Gutachters zu täuschen. Das werden wir in den nächsten Wochen erfahren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rolf ()

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      DAs ganze ein Unding...da schreibt einer ein Gutachten, welches GEGEN die aktuellen Leitlinien zur Phimosebehandlung EINDEUTIG verstößt...und man ist quasi machtlos dagegen vorzugehen?

      Was ich vielleicht versuchen würde an deiner Stelle Rolf
      -mich an die Krankenkasse meines Sohnes wenden, weil die für eine Behandlung zahlen sollen, die laut Leitlinie nicht nötig ist.
      -vielleicht auch an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung, dort Fragen warum der ein Gutachten gegen die Leitlinie erstellt.
      -Belege, Nachweise vom Gutachter einfordern, auf was für einer Grundlage er die Behauptung auf Gefahr für die sexuelle Entwicklung stellt (da gibt es nix... nur alte mündliche Überlieferungen und vorgefertigte Meinungen...)

      hast du dich schon Prof. Stehr gewandt mit diesem Gutachten? Der müsste doch als Mitersteller der Leitlinien die Wände hochgehen?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
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      Sokrates schrieb:

      Darüber hinaus zeigt der Prozess auch, dass die deutsche Medizinerschaft von desinformierten, und wahrscheinlich auch vorsätzlich unmoralisch handelden Beschneidungsfanatikern durchsetzt ist.
      Desinformiert, da stimme ich dir vollumfänglich zu...bei vorsätzlich, unmoralisch und Beschneidungsfanatiker nicht ganz...

      Die wollen gar keine anderslautenden Informationen als ihre Meinung an sich ranlassen...denn dann müssten sie ihr eigenes Handeln hinterfragen, sich ihrer Moral neu bewusst werden, Fehler eingestehen, Verantwortung übernehmen...und anders handeln als bisher...

      Kognitive Dissonanz..."es kann nicht sein was nicht sein darf", weil ich mir dann Fehler eingestehen müsste...

      Die Desinformation wird weitergeben und gelehrt an die Nachwuchsärzte (genauso wie immer weniger Ärzte noch verschiedene Beschneidungsstile kennen und können...weil sie es nie anders gesehen und gelernt haben...)

      Machen wir das nicht alle lieber, wir verteidigen unser handeln...als das wir Fehler eingestehen? Da wird man doch lieber zum Fanatiker ;)
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
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      Rolf schrieb:

      und deshalb wollen ja die Kinderärzte und Kinderchirurgen möglichst vor dem 12. Lebensjahr beschneiden, weil danach die Jungs dazu in der Lage sind NEIN zu sagen!
      Wie alt ist dein Sohn inzwischen...und wie steht er zu der ganzen Sache inzwischen? (anfangs war er einer Beschneidung doch gar nicht so abgeneigt...meine ich mich zu erinnern?)

      Wäre es ihm immer noch egal? Oder würde er ein klares Nein zu den Ärzten sagen?

      Wenn ich mit meinem Sohn da eins wäre und er mitmachen würde...könnte ich mir schon vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, dass kein Arzt es wagen würde den anzulangen...als allerletzte Option...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
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      Urolüge schrieb:

      Wenn ich mit meinem Sohn da eins wäre und er mitmachen würde...könnte ich mir schon vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, dass kein Arzt es wagen würde den anzulangen...als allerletzte Option...
      Danke Urolüge ich versuche, das in den nächsten Tagen mit meinem Sohn zu klären.

      Das ganze Verfahren ist ja wohl Ergebnis eines mangelnden Umgangs mit meinem Jüngsten Sohn produziert durch das Jugendamt und Amtsgericht in mehreren Verfahren und Instanzen. Der Junge hat auch klar und eindeutig mehr Umgang gewünscht ist auch protokolliert worden, doch der Amtsrichter hat es sich einfach gemacht und einfach die kleinste Schnittmenge von drei Kindern hergenommen als auf jedes einzelne Kind zu achten. Da ist es einfacher man hat jeweils ein Kind oder jeweils ein Kind in einem getrennten Verfahren.

      Als ein Hilfeschrei der Mutter ist vielleicht der Klageantrag zu interpretieren, Ihr endlich eine verbindliche Regelung an die Hand zu geben, dass der jüngste Sohn mehr Zeit mit seinem Vater verbringen darf. Dann kommt so ein Verfahren erst gar nicht auf!
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      Hallo Moderatoren, hallo Beschneidungsforum,

      meines Erachtens gehört dieser Thread (Alternative Behandlung statt kortisonhaltige Salbe -> Weihrauchsalbe eventuell ergänzt mit Schwarzkümmelsalbe -> Erfahrungen?) nicht in die Öffentlichkeit - sagen wir bis zum - dokumentierten! - Ausgang des Verfahrens.

      Ich empfehle, den Thread - nur diesen von Rolf gestarteten, bislang völlig unbelegten Thread - privat zu stellen dergestalt, dass beispielsweise nur angemeldete Foristen ihn lesen können.
      "We recognize the inherent right of all human beings to an intact body. Without religious or racial prejudice, we affirm this basic human right.We recognize the foreskin, clitoris and labia are normal, functional body parts. [...]" (Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989.)
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      Liebe Yolanda,
      so gut wie kein Thread in diesem Forum, in dem es um die Erlebnisse und Erfahrungen unserer User geht, ist "belegt". Insofern würde es etwas seltsam anmuten, dies in diesem Falle zu erwarten oder gar zu verlangen.
      So lange nicht unsere Charta oder gar Gesetze verletzt werden, gibt es keinen Grund dafür, diesen Thread zu entfernen oder in einen eventuellen, nicht sichtbaren Bereich zu verschieben.
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      Urolüge schrieb:

      Sokrates schrieb:

      Darüber hinaus zeigt der Prozess auch, dass die deutsche Medizinerschaft von desinformierten, und wahrscheinlich auch vorsätzlich unmoralisch handelden Beschneidungsfanatikern durchsetzt ist.
      Desinformiert, da stimme ich dir vollumfänglich zu...bei vorsätzlich, unmoralisch und Beschneidungsfanatiker nicht ganz...
      Die wollen gar keine anderslautenden Informationen als ihre Meinung an sich ranlassen...denn dann müssten sie ihr eigenes Handeln hinterfragen, sich ihrer Moral neu bewusst werden, Fehler eingestehen, Verantwortung übernehmen...und anders handeln als bisher...

      Kognitive Dissonanz..."es kann nicht sein was nicht sein darf", weil ich mir dann Fehler eingestehen müsste...

      Ich weiß nicht, ob das ganz allein nur kognitive Dissonanz ist. Vielleicht bei einigen, aber nicht bei allen.


      "Die wollen gar keine anderslautenden Informationen als ihre Meinung an sich ranlassen...denn dann müssten sie ihr eigenes Handeln hinterfragen," Das ist doch nichts anderes als unmoralisches Verhalten.
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      @Urolüge


      Ich weiß es nicht, aber vielleicht war einfach unsere ganze Strategie falsch. Oder vielleicht ist "falsch" nicht das richtige Worte. Sagen wir die Strategie war unzureichend.

      Vielleicht waren wir bisher einfach zu lieb und zu nett.

      Vielleicht wäre es klüger, eine mehr emotionalisierende, eher auf das moralische Empfinden abzielende Strategie zu verfolgen, und die beschneidungswütigenden Ärzte als unmoralisch anzusprangern.

      Das Problem ist natürlich, das wir dazu Öffentlichkeit bräuchten, die wir nicht haben (Ich habe das schon mal angesprochen). Ein weiteres Problem dürfte sein, dass eine solche Strategie einen größeren "Backlasch" seitens der angegriffenen Ärzte zur Folge haben könnte.
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      Urolüge schrieb:

      -mich an die Krankenkasse meines Sohnes wenden, weil die für eine Behandlung zahlen sollen, die laut Leitlinie nicht nötig ist.
      Gute Idee, doch sind die Krankenkassen gewöhnt diese Verfahren zu bezahlen, weil die Beschneidungen ja wie am Fließband anfallen.

      Man könnte aber im Vorfeld auch die Krankenkasse tatsächlich anfragen, ob Sie einem Arzt eine Behandlung bezahlt, der gegen die Leitlinie arbeitet.

      Mein Sohn ist derzeit noch in einer der größten Gesetzlichen Krankenkassen. Ich erwäge Ihn jedoch deshalb in meine private Krankenkasse zu übernehmen, als Sicherheitsmaßnahme, sollte das Verfahren nicht eingestellt werden.

      @Sokrates
      Ein Kinderarzt hat es eher als aus ethischer Sicht für verwerflich gehalten. Wir haben leider eine zum Teil äußerst agressive Ärzteschaft, die Fehler nicht zu geben kann und darf. Mit dem Schaden muß dann jeder selbst zurecht kommen.

      Ich habe heute nun an das Jugendamt mit drei Stellungnahmen von Ärzten eine Dienstaufsichtsbeschwerde verschickt:

      Die wichtigesten Aussagen waren dabei:


      "Die Operation an einem Genitale eines Kindes (das dort keine Beschwerden hat) traumatisiert das Kind und hat auf das sexuelle Erleben einen großen Einfluß.

      Ein Schreiben hin und her tangiert das Geschlechtsteil hingegen nicht….

      Dabei ist es zunächst weder angebracht, irgendwelche vermeintlichen psychosexuellen Gesichtspunkte anzuführen noch eine Panikmache mit Einreißen der Vorhaut etc.,

      Tatsache ist, dass es in den Selbsthilfegruppen, z.B. MOGIS’s etliche Männer gibt, deren Sexualität gestört ist, weil sie beschnitten sind."

      Das Forum ist eine sehr gute Hilfe!! Vielen Dank Euch!