Meine Vorhaut-Geschichte

    • Meine Vorhaut-Geschichte

      Ich bin noch neu hier und habe mal ein positives Beispiel zum Thema Vorhaut zu berichten.

      In meiner Schulzeit stellte ich bei Penisvergleichen mit gleichaltrigen Jungen (ca. 8-9 J.) fest, dass es einige wenige gab, die ihre Vorhaut ganz oder teilweise zurückziehen konnten. Bei den meisten aber, auch bei mir, ging das nicht. Bei mir klappte es überhaupt nicht, auch nicht beim schlaffen Penis. Mit meinen Eltern sprach ich nicht darüber, sie kontrollierten es auch nicht. Ebenso wurde es von Ärzten nie kontrolliert. Eine angekündigte Schuluntersuchung fand irgendwie nicht statt. Ich wollte aber, dass bei mir die Vorhaut auch zurückzuziehen geht. So etwa mit 11-12 J. begann ich dann, besonders in der Badewanne und auch nachts im Bett, die Haut zu dehnen. Irgendwann ging sie dann millimeterweise immer weiter zurück. Das setzte ich jetzt oft fort, so lange, bis sie nach etwa 8 oder 10 Monaten bis hinter den Eichelrand zurückging, ein weiteres Jahr später komplett zurück. Ich war erleichtert. Und irgendwelche Vorhaut-Probleme hab ich seitdem nie gehabt.

      Ich bin fest überzeugt: Hätte man mich durch Eltern und/oder Arzt untersucht, wäre ich sicher beschnitten worden. Da hatte ich viel Glück! :thumbup:

      Hat jemand hier etwas ähnliches erlebt? War das was ich hatte eine Phimose oder eine Vorhautverklebung? Das würde mich interessieren.
    • Ja, ich habe das auch so erlebt, ohne Druck und vor allem ohne dass sich jemand für mein Genitale interessiert.
      Es ist diese ungesunde Neugierde, die vielen Jungen die Vorhaut und einen guten Teil Ihres sexuellen Vergnügens kostet.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Dem kann ich nur zustimmen. Ich frage mich, warum man früher so klug war, nur bei wirklichen Erkrankungen mit dem Kind zum Arzt zu gehen, während Eltern heute offenbar in vielen Dingen die sie nicht verstehen oder die sie irgendwo gelesen oder gehört haben gleich am Kind herumdoktorn müssen. Wie gesagt, meine Eltern haben sich (so lange ich denken kann) nie für meinen Penis interessiert oder mich danach gefragt. Das passierte erst mit 14, aber da hatte sich die Vorhaut und damit das Problem bei mir inzwischen gelöst.
    • Heut wird das Werden des Kinde unter Erfolgsdruck gesetzt. Auch die Normierung der seins ist ein Teilproblem dessen.
      Jede Abweichung vom Median wird als Problem angesehen. Während der Zugriff auf die Genitalien enttabuisiert und medikalisiert wird, hinken die Kenntnisse über die Funktion und Teilhabe der Vorhaut am Sex weit hinterher, bei Eltern und bei Ärzten, denen man ab und zu sogar Habgier unterstellen kann.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • @Thommyx

      Zum "Nur bei Erkrankungen mit dem Kind zum Arzt gehen"...

      Naja, oft wurden die vermeintlichen furchtbaren Phimosen ja bei den Schuluntersuchungen festgestellt und sofort als zu operieren erklärt.

      Zu Deinen Fragen:

      Du hattest nach Deinen Schilderungen eine entwicklungsbedingt normale Vorhautenge.
      Vielleicht auch eine Verklebung, das geht aus Deinem Bericht aber nicht spezifisch hervor.

      Dann flogst Du irgendwie durchs Raster und durftest Dich normal entwickeln.

      Du hast wirklich großes Glück gehabt.
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    • Thommyx schrieb:

      Hat jemand hier etwas ähnliches erlebt? War das was ich hatte eine Phimose oder eine Vorhautverklebung? Das würde mich interessieren.
      Siehe in meiner Profilbeschreibung und in meinem Vorstellungsthread.


      Thommyx schrieb:

      Mit meinen Eltern sprach ich nicht darüber, sie kontrollierten es auch nicht.
      Leider ist die Sprachlosigkeit in Bezug auf Sexualität in Familien aus meiner Sicht ein Problem. Als weiteres Problem stellt sich natürlich auch die fehlende wirklich wisenschaftlich fundierte Information der Eltern. Das macht Arbeit, es gibt kein Interesse daran und im Internet wird viel "Schmarrn" verbreitet.

      Ich kenne dies aus meiner eigenen nicht wirklich komplett gelaufenen "Aufklärung" von meinen Eltern. Klar habe ich erklärt bekommen, wie Kinder entstehen, dass ich Kondome verwenden soll, etc. Dabei sind meine Eltern 68-iger und sozialliberale Personen.
      Ich habe mich auch viel in Lexika informiert und auch dort war vieles falsch. Das fing so mit 10 Jahren an. Ender 70-er, Anfang der 80-er gab es noch kein Internet.

      In einer heftigen Diskussion mit meiner Mutter zur Vorhautamputation bei Jungen wurde ich darauf vewiesen, was ich hätte. Bei Mädchen wäre das doch viel schlimmer. Je nach "Bechneidungsstil" ist das bei Frauen auch der Fall. Die Diskussion über analoge Funktionen und "Beschneidungstile" bei Männern und Frauen führte zu großem Erstaunen. Dabei geht es nicht um schlimmer oder weinger schlimm. Es sind alles fühlende Menschen. Beim Thema "ohne Narkose" an Babys wurde es dann sehr still.

      Zu den Funktionen der männlichen Vorhaut meinte sie dann, sie wüsste doch darüber bescheid, da mein Vater ebenfalls unbeschnitten ist. Jedoch wäre die Vorhaut beim Mann nicht so wichtig. Da wäre ich fast explodiert. :cursing:
      Erst als ich dann mit physiologischem Wissen und Anschauungsmaterial bzgl. weiblichem und männlichem Genital aufwarten konnte, wurden die Widersprüche aufgegeben. Aber wer hat dies? Bei vielem hilft mir dazu meine medizinsche Grundbildung, die ich nicht missen möchte, da diese schon oft geholfen hat.

      Das große Problem ist es, fachlich fundiertes, neutrales, humanistisch geprägtes Wissen an Eltern weiterzugeben, solange dies alles von Lobbygruppen verzerrt dargestellt wird (Ebenso, wie bei vielen anderen Themen). Von daher könnte dann das Desinteresse von Eltern sogar wieder hilfreich sein. ?(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wolfi ()

    • Leider konnte ich meinen vorherigen Beitrag nicht mehr so editieren, dass eine ganzheitliche Replik möglich war. Ich versuche dies hier nachzureichen.

      Guy schrieb:

      Ja, ich habe das auch so erlebt, ohne Druck und vor allem ohne dass sich jemand für mein Genitale interessiert.
      So ist das ja auch richtig. Aber Kinder sollten doch bei Bedarf auch mit solchen Frage, Sorgen und Nöten zu ihren Eltern kommen können, ohne dass gleich irgend etwas amputiert wird.

      Guy schrieb:

      Es ist diese ungesunde Neugierde, die vielen Jungen die Vorhaut und einen guten Teil Ihres sexuellen Vergnügens kostet.
      Da hast Du recht. Jedoch finde ich schon, dass Eltern ein Interesse an der Entwicklung haben sollten. Es gibt in der (Früh-)Pubertät auch Retardierungen und Erkrankungen, die unbedingt erkannt und behandelt werden sollten.
      Dies geht jedoch nur mit gegenseitigem "Urvertrauen", ernsthaftem Interesse und Wissen. Und das mit dem Urvertrauen muss nach der Geburt beginnen. Alle Fehler, die hier gemacht werden, lassen sich, meiner Meinung nach, ein ganzes Leben lang nicht vollständig beheben.

      Guy schrieb:

      Heut wird das Werden des Kinde unter Erfolgsdruck gesetzt. Auch die Normierung der seins ist ein Teilproblem dessen.
      Jede Abweichung vom Median wird als Problem angesehen.
      Hier kann ich nur voll zustimmen.

      Guy schrieb:

      Während der Zugriff auf die Genitalien enttabuisiert und medikalisiert wird, hinken die Kenntnisse über die Funktion und Teilhabe der Vorhaut am Sex weit hinterher, bei Eltern und bei Ärzten, denen man ab und zu sogar Habgier unterstellen kann.

      Pizarro73 schrieb:

      Naja, oft wurden die vermeintlichen furchtbaren Phimosen ja bei den Schuluntersuchungen festgestellt und sofort als zu operieren erklärt.
      Das große Problem ist es, fachlich fundiertes, neutrales, humanistisch geprägtes Wissen an Eltern weiterzugeben, solange dies alles von Lobbygruppen verzerrt dargestellt wird (Ebenso, wie bei vielen anderen Themen). Von daher könnte dann das Desinteresse von Eltern sogar wieder hilfreich sein.

      Das ist alles nicht nur ein Problem der Eltern, sondern vor allem ein Gesellschaftliches. Und ich habe auch keine Lösung parat.
      Tja, wenn den Pfuschern und Habgierigen auch mal die Lizenz flöten ginge ...


      Und soviel aus meiner eigenen Erfahrung zur Wissensvermittlung aus meinem vorherigen Beitrag.

      Wolfi schrieb:

      In einer heftigen Diskussion mit meiner Mutter zur Vorhautamputation bei Jungen wurde ich darauf vewiesen, was ich hätte. Bei Mädchen wäre das doch viel schlimmer. Je nach "Bechneidungsstil" ist das bei Frauen auch der Fall. Die Diskussion über analoge Funktionen und "Beschneidungstile" bei Männern und Frauen führte zu großem Erstaunen. Dabei geht es nicht um schlimmer oder weinger schlimm. Es sind alles fühlende Menschen. Beim Thema "ohne Narkose" an Babys wurde es dann sehr still.

      Zu den Funktionen der männlichen Vorhaut meinte sie dann, sie wüsste doch darüber bescheid, da mein Vater ebenfalls unbeschnitten ist. Jedoch wäre die Vorhaut beim Mann nicht so wichtig. Da wäre ich fast explodiert.
      Erst als ich dann mit physiologischem Wissen und Anschauungsmaterial bzgl. weiblichem und männlichem Genital aufwarten konnte, wurden die Widersprüche aufgegeben. Aber wer hat dies? Bei vielem hilft mir dazu meine medizinsche Grundbildung, die ich nicht missen möchte, da diese schon oft geholfen hat.
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    • Thommyx schrieb:

      Ich bin 37 und komme aus Sachsen, d.h. die Vorhaut-Geschichte war bereits zu DDR-Zeiten bzw. in der Wendezeit.
      Danke für diese Information.

      Ich habe auch gehört, dass in der ehemaligen DDR, Zirkumzisionen aus medizinischer Indikation weniger häufiger durchgeführt wurden als in der "Alt-Bundesrepublik". Dafür gibt es aber keine belastbaren Beweise in Form von Studien und Statistiken. Jedenfalls sind mir dafür keine bekannt. Deshalb sind wir in dieser Hinsicht auf persönliche Erfahrungen angewiesen.

      Genau aus diesem Grunde habe ich dich auch nach dem Alter und dem Ort gefragt, an dem Du aufgewachsen bist.
    • Nun, es war wohl die einzige Gomko-Clamp ein Geschenk der Amis an die Kommunisten, die sie dann in Berlin (soweit ich mich entsinne) solange einsetzten, bis sie hinüber war....
      In der Zeit mussten Jungs dran glauben, damit sich Technik-verliebte Mediziner austoben durften.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Guy schrieb:

      bei Ärzten, denen man ab und zu sogar Habgier unterstellen kann.
      Dachte ich früher auch...aber je mehr ich mit Urologen rede...die glauben meist echt sie tun was gutes, dass eine Beschneidung was absolut harmloses ist, etwas verbessert, rituelle Beschneidung doch besser sie machen, als das der Junge Gefahr läuft, irgendwo im Hinterhof...

      Es ist die fehlende Kenntnis und mangelhafte Ausbildung. Und wenn sie beschneiden, dann meist Low, die radikalste Form...weil sie nichts anderes lernen und daher auch können. Selbst wenn eine Beschneidung absolut indiziert ist und das kleinere Übel, so wäre eine Totalentfernung von innerer vorhaut und Frenulum meist nie notwendig...aber sie können nix anderes...

      Vor kurzem sah ich eine Doku über Kaiserschnittgeburten...darin hieß es, dass bei Kaiserschnittraten ab 40% das Wissen und Können für natürliche Geburten verlorenginge...und bei was für Raten bei Low Beschneidungen sind wir?

      Und wenn dann Ärzte immer mit der Gefahr von Rezidiven bei Teilbeschneidungen kommen...ein Urologe, der wenn er beschneidet (nie Kinder, nur absolut indiziert) seinen Patienten Teilbeschneidungen empfiehlt und macht, sagte mir, dass er noch NIE ein Rezidiv hatte...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • @ Sokrates:

      Ob in der DDR weniger beschnitten wurde als im Westen weiß ich nicht (in meiner Schulklasse war niemand beschnitten, auch nicht im Ferienlager beim Duschen). Da ich als Kind mit meinen Eltern oft am FKK-Strand war, ist mir in Erinnerung, dort fast nie einen Mann ohne Vorhaut gesehen zu haben. Das kam dann erst nach der Wende, wo mir irgendwann auffiel, dass viele Männer/Jungen mit freiliegender Eichel herumlaufen, wobei das ja nicht klar ist ob die alle beschnitten sind.
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    • Mein Eindruck ist:

      es liegt sehr an den Ärzten. Ich komme aus Thüringen und bin 4 Jahre älter als Du. In Saalfeld / Rudolstadt gibt es relativ viele beschnittene Männer. Da ist wohl jemand am Werk gewesen, der diesen Eingriff sehr oft für nötig hielt. Ich vermute mal, daß der / diejenige in dem Glauben gehandelt hat, er /sie tue etwas Gutes.

      In einem beruflichen Ärzteleben kann man schon mal

      30 Jahre * 40 Arbeitswochen / Jahr * 5 Beschneidungen pro Woche = 6000 Männer "behandeln".

      Die Zahlen sind bewußt recht niedrig gehalten. Ich würde mal davon ausgehen, daß ein normaler Urologe noch etwas anderes macht als nur Beschneidungen am Fließband. Aber jetzt gibt es ja diese tolle neue Erfindung der "Beschneidungszentren", zum Beispiel in Erfurt.

      Ich habe allerdings ganz ähnliche Erfahrungen gemacht wie Thommyx: aus meiner Klasse war genau einer beschnitten, im Ferienlager in einem Jahr einer aus meiner Gruppe. Sonst kenne ich das Phänomen gar nicht. Das ist vermutlich auch ungefähr die Quote, bei denen es vielleicht wirklich nötig ist.

      Die beiden Jungs waren schon irgendwie was "besonderes", aber nach dem Nachmittag, wo das allen auffiel, war das irgendwie auch kein Thema mehr. Also es gab dann keine Hänseleien oder sowas. Der Junge aus meiner Klasse war allerdings nicht besonders glücklich damit, er hätte sich eher eine bewegliche Vorhaut als eine Amputation gewünscht.
    • Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen und während meiner Kindheit und Jugend ist mir nur ein einziger beschnittener Penis bei einem nicht-moslem unter die Augen gekommen.
      Ich glaube es war während meiner Kindergartenzeit
      Ich hab mich damals nur gewundert warum die Eichel bei einem meiner Freunde frei lag aber ich hab mir da auch keine Gedanken weiter gemacht. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht was eine Beschneidung ist.

      Wenn ich hochrechne wäre das eine Quote von vielleicht 3 Prozent bei den Nicht-Moslems in meiner Kindheit und Jugend.
    • brokendream schrieb:

      Ich hab mich damals nur gewundert warum die Eichel bei einem meiner Freunde frei lag aber ich hab mir da auch keine Gedanken weiter gemacht. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht was eine Beschneidung ist.
      Ich wusste auch sehr lange nicht was eine Beschneidung ist, weil ich eben bis kurz nach der Wende keine Jungs mit freiliegender Eichel gesehen habe. Nur gelegentlich Männer am FKK, aber da dachte ich dass die (warum auch immer) ihre Vorhaut zurückgezogen hatten.

      Es war mir als Kind auch nicht klar, warum man seine Vorhaut zurückziehen soll, meine Eltern haben das nie erwähnt. Ich hatte das nur mal bei den Penisvergleichen mit Gleichaltrigen gesehen und dachte der Junge kann etwas ganz besonderes, was die anderen von uns nicht konnten. Das wollte ich auch können (s. oben). Erst mit 13 oder 14 erfuhr ich dass das wegen der Hygiene notwendig ist und was eine Beschneidung ist.
    • Thommyx schrieb:

      Ich bin fest überzeugt: Hätte man mich durch Eltern und/oder Arzt untersucht, wäre ich sicher beschnitten worden. Da hatte ich viel Glück! :thumbup:
      Hat jemand hier etwas ähnliches erlebt? War das was ich hatte eine Phimose oder eine Vorhautverklebung? Das würde mich interessieren.
      Hallo erst mal,
      ich habe über das Thema auch schon öfter nachgedacht - ich selber hatte eine starke Phimose (soweit ich das noch sagen kann), die aber lange Zeit niemandem aufgefallen ist. Meine Eltern haben sich bei mir unten nie groß drum gekümmert, es war halt, wie es war. Das erste Versuch die Vorhaut zurückzuziehen war bei mir mit älteren Nachbarsjungen und es ging bei mir nicht - ich habe es daraufhin mit "Kraft" versucht, was dann mit viel Schmerzen verbunden war... .
      Ab da wusste ich zwar dann, dass man die Vorhaut zumindest ein bisschen zurückziehen können muss aber wegen den Problemen habe ich solche "Sachen" dann immer gemieden. Zu Hause habe ich es noch paar mal probiert aber keine Chance, immer Schmerzen.
      Bei mir ist es dann letztlich auch nur aufgefallen, weil ich für circa eine Woche wegen etwas anderem ins Krankenhaus musste -
      ansonsten hätte es vermutlich niemand bemerkt.
      Wäre interessant gewesen, ob man bei mir noch etwas retten können hätte - so wurde ich dann mit 10 - 11 doch beschnitten.

      Interessanterweise wurde aber von den Freunden damals keiner außer mir beschnitten, ich hatte da wohl extremes Pech :(

      25-M

      P.S: Ich würde sagen du hattest eine Verklebung - Phimose ist für mich, wenn man wirkliche Probleme hat und die Vorhaut nicht zurückziehen kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 25-M ()

    • Interessante Diskussion; offensichtlich war der Beschneidungswahn unterschiedlich ausgeprägt. Ich habe unverändert den Eindruck, dass in unserer Stadt (Niedersachsen ) in den 60er und 70er Jahren zu häufig zur Schere gegriffen wurde, anstatt zuerst medikamentös eine Linderung herbeizuführen. In meinem Fall gehe ich davon aus, dass ich keine Phimose hatte, meine Eltern schlicht und ergreifend den falschen Arzt konsultiert haben. Kann man von einem Chirurgen die Verordnung einer Salbentherapie anstelle des Skalpells erwarten ?
      Ähnlich erging es meinem Cousin. Seine Vorhaut wurde Opfer einer Leistenbruch-OP. Bis heute versichert er, keine Probleme mit der Vorhaut erlebt zu haben.
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