Beschneidung daheim: Ermittlungen gegen Arzt - akute Lebensgefahr

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      Beitrag von Selbstbestimmung ()

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    • Beschneidungen aus religiösen Gründen sind nach einem Beschluss des Bundestags aus dem Jahr 2012 in Deutschland legal. Jüdische und muslimische Jungen können daher von Ärzten, aber auch von geschulten Beauftragten der jeweiligen Religionsgemeinschaften beschnitten werden. Die Beschneidungen müssen nach den "Regeln der ärztlichen Kunst" vorgenommen werden - aber nicht zwingend im Krankenhaus.
      Weder "religiös" noch "jüdisch" noch "muslimisch" sind nach dem Jungenentrechtungsparagraphen Voraussetzung, aber der Schwachsinn wird ständig wiederholt.

      "aber nicht zwingend im Krankenhaus"
      Eben, auf dem Küchentisch oder im berühmten "Hinterzimmer" ist auch OK. Der Staat schaut eh immer so lange weg bis "das Kind in den Brunnen gefallen" ist.
      Man sollte das konsequenterweise umbenennen: "staatliches Wächteramt" -> "staatliches weg-seh-Amt"

      augsburger-allgemeine.de/bayer…straffrei-id53126996.html
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • 21. Juli 2017:

      Selbstbestimmung schrieb:

      Weil wir auch davon ausgehen, dass die Einwilligung unwirksam war auf Grund der mangelnden Aufklärung - und das ist schon ein Ausnahmefall.
      Wenn sich die Staatsanwältin da mal nicht täuscht.
      Das bezog sich auf diesen Beitrag beim BR, der leider nicht mehr verfügbar ist.
      Hat den jemand zufällig abgespeichert?

      Die Preisfrage ist - war jene Staatsanwältin identisch mit der "leitenden Oberstaatsanwältin" Gabriels-Gorsolke? weiß das noch jemand?

      Auffällig ist doch:

      Ein medizinisches Gutachten, das die Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen anfertigen ließ, eröffnet dem Opfer im Säuglingsalter keine positiven Perspektiven hinsichtlich seines künftigen Sexuallebens. Der Gutachter gehe davon aus, so die Behördensprecherin, dass mit permanenten Schmerzen auf Dauer zu rechnen sei.
      Und zwei Jahre später kommt ein vom Gericht bestellter Gutachter zu einer ganz anderen Einschätzung?

      Es stand also Gutachten gegen Gutachten.

      Oder geht das einfach nach dem Motto: "die Zeit heilt (gefälligst!) alle Wunden"?
      (Rest-)Penis ist noch dran, Hoden auch - nix passiert, bitte weitergehen!
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Neu

      Vorhin lief im Infosender „B5 aktuell‘ ein Bericht über dieses Thema, der Anlass für meine Zusammenfassung und ein paar eigene Gedanken hier ist.

      Beschneidungen bei Jungen aus religiösen und medizinischen Gründen sind seitdem rechtlich erlaubt. Bei Mädchen spricht man jedoch, so „B5 aktuell“, von Genitalverstümmelung, wenn Mädchen beschnitten werden. Bei Mädchen ist das nicht zulässig.
      Aufsehenerregend war ein Fall vom letzten Jahr, als ein Säugling auf einem Küchentisch beschnitten wurde, was ja rechtlich zulässig ist, bei dem die Blutung aber nicht aufhörte und er zu verbluten drohte, sodass er in ein Krankenhaus eingewiesen werden musste und dort dann schließlich überlebte.
      Bei einer Beschneidung am achten Tag dürfte der Säugling diese nicht allzu sehr mitbekommen...
      Wegen der fehlenden/unzureichenden Betäubung?


      Ein junger Mann, der selbst beschnitten worden war und darunter nach eigenen Angaben körperlich wie auch psychisch litt, sagte in dem Radiobeitrag, dass man religiöse Riten ja auch weiterentwickeln könne.
      Verglichen mit den Christen wäre es so, als würde man den Christen die Taufe nehmen und verbieten wollen.
      Der Taufvergleich darf nie fehlen.


      Im gleichen Atemzug gibt es auch bei Atheisten Eltern, die Impfgegner...

      Der Impfvergleich darf nie fehlen.


      Eine denkbare Möglichkeit, wie man das Thema weiterentwickeln könnte, wäre die, dass man die Entscheidung der Beschneidung auf ein Alter verschiebt....
      Das "Problem" ist - die wollen das dann meist nicht mehr!


      würden womöglich, weil die Rechtslage dagegen stünde, aus Sorge vor rechtlichen Problemen auch nicht in Krankenhäuser eingewiesen werden und vielleicht sterben.
      Kann Religion zu solcher Verantwortungslosigkeit führen, dass Eltern ihr Kind "opfern"?


      theolounge.blog/2019/01/13/beschneidung-von-jungen/
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