Chief Rabbinate opposes legislation to regulate circumcision

    • Hängt vermutlich mit diesem Fall zusammen:

      Israel: Frau, die ihren Sohn beschneiden ließ, wegen schwerem Kindesmissbrauch angeklagt

      Weiß jemand, was daraus geworden ist? Immerhin drohten der jungen Frau ja bis zu 14 Jahre Haft, weil sie das gemacht hat was in Israel 98 der Jungen widerfährt.
      Obwohl das menschliche Genie in verschiedenen Erfindungen mit verschiedenen
      Mitteln zu einem und demselben Ziel antwortet, wird es nie eine Erfindung weder schöner,
      noch leichter, noch kürzer als die der Natur finden, weil in ihren Erfindungen nichts fehlt und nichts überflüssig ist." Leonardo da Vinci
    • MK Dudi Amsalem (Likud) laut Israelnews:

      "The complications of circumcision are minimal. Of the 65,000 britot a year, 60 cases come to hospitals, of which perhaps one or two are critical and the rest is parental hysteria. The inter-ministerial committee examines each case. In one case that came to court, it was a doctor who performed the circumcision. Doctors are not so skilled in britot."

      "Parental hysteria" ist ganz schön dreist. Die Angaben von Herrn Amsalem halte ich für definitiv unglaubwürdig. Damit werden die Eltern nach meinem Dafürhalten ziemlich bewußt in die Irre geführt. Mein israelischer Facebook-Freund Rani Kasher beklagte erst kürzlich, dass die Eltern nirgendwo eine anständige Aufklärung erhalten, nicht mal von Seiten der Ärzte, die ja ihrerseits fast immer befangen sind, wenn es um die Bris geht.

      Naja, man kann nicht sagen, dass das in Deutschland bedeutend besser ist.

      Die berichteten Komplikationsraten liegen in Wahrheit zwischen 2 und 10%. In der derzeit jüngsten Studie aus Dänemark, die sich vor allem durch den Umfang und die Länge der Untersuchungen auszeichnet, wurde eine Rate an signifikanten Komplikationen von 5,1% ermittelt. Diese Daten wurden in einem qualifizierten kinderchirurgischen Zentrum ermittelt (Thorup, J.; Thorup, S.C.; Ifaoui, I.B. [2013]. Complication rate after circumcision after paediatric surgical setting should be neglected. Danish Medical Journal, 60 [8], A4681).

      Berechtigterweise kann man es darüber hinaus auch als Komplikation definieren, dass das sexuelle Empfindungsvermögen durch die Amputation dauerhaft erheblich reduziert wird; ein Umstand, der gerade im Judentum jahrhundertelang bekannt war und durchaus oft beschrieben wurde. Bereits Philon von Alexandria, einer der bedeutendsten Denker des hellenistischen Judentums, wollte mit der Beschneidung die "exzessive und überflüssige Lust" vermeiden (vgl. Glick, L. [2005]: Marked in your flesh: Circumcision from ancient Judea to modern America. New York u.a. Oxford University Press. Zitiert nach: Jérôme Segal, Die Beschneidung aus jüdisch-humanistischer Perspektive, Beitrag in: Die Beschneidung von Jungen - ein trauriges Vermächtnis, Hrsg. Prof. Dr. Matthias Franz u.a.).

      Wir dürfen also gespannt sein, wie lange the sound of silence noch halten wird. Zunehmend lassen sich auch Eltern aus Israel den ganzen Quatsch nicht mehr bieten.