Heinz Jürgen Voss im Männergesundheitsbericht 2017

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    • Ihr Standpunkt zum Thema Beschneidung?

      Neubauer: Ein sensibler Punkt, zu dem es im Nachklang zu dem Bericht Auseinandersetzungen gibt. Zwischen unseren beiden Kapitel, die eigentlich eine Einheit bilden, gibt es einen Einschub, der sich für Beschneidung ohne medizinische Indikation ausspricht. Das bleibt eine spannungsgeladene Debatte, weil die Argumente auf beiden Seiten stark sind. Nämlich das Recht auf körperliche Unversehrtheit versus Religionsfreiheit und Erziehungsrecht der Eltern. Meine Haltung ist, dass man unbedingt im Gespräch bleiben muss, ohne Übermorgen ein Einvernehmen zu erwarten.

      Winter: Meiner persönlichen Meinung nach steht das Recht auf körperliche Unversehrtheit über den Gegenargumenten, aber ich kann akzeptieren, dass andere anders werten.

      Man fragt sich, was dieser themenfremde Einschub überhaupt soll? Wie ist der da reingekommen? Kaputtmachen von gesunden Körperteilen propagieren passt in einem Gesundheitsbericht wie Faust aufs Auge!
      Neubauer: Plakativ ausgedrückt, das Gesunde sollte in der Sexualität mehr Anerkennung finden.

      Etwa auch die gesunde Vorhaut?

      Winter (nickt zustimmend): Sowohl auf der fachlichen und politischen als auch auf individueller Ebene. Dass man das Sexuelle als etwas Gesundes betrachtet und nicht zuerst als etwas Problematisches.

      Dass man auch die Vorhaut als etwas Gesundes betrachtet und nicht zuerst als etwas Problematisches? Dass man sie nicht dämonisiert? Auch auf der politischen Ebene?

      tagblatt-anzeiger.de/Nachricht…le-Gesundheit-340374.html
      [
      Where have all the foreskins gone
      long time passing
      where have all the foreskins gone
      long time ago
      where have all the foreskins gone
      doctors cut them one by one

      When will we ever learn, when will we ever learn?
    • ich habe eine Weile gebraucht, um mich hier durchzufinden und stelle nun Folgendes fest:

      Es gibt eine "Stiftung Männergesundheit", in dessen Vorstand Prof. Klotz sitzt. Diese Stiftung gibt regelmäßige "Männergesundheitsberichte" heraus. Dicke Bücher, die man kaufen muss. Im neuesten ist das unselige Kapitel von Prof. Voss.

      Die Stiftung Männergesundheit ist neben vielen Organisationen, darunter Mogis, Mitglied im "Bundesforum Männergesundheit". Das Bundesforum hat am 31.3.2017 ein Positionspapier verabschiedet und anschließend veröffentlicht (bundesforum-maenner.de/wp-cont…g-von-Jungen-20170505.pdf), das m. E. auch die Ansicht der meisten Teilnehmer in diesem Forum hervorragend wiedergibt. Ich finde, dass das ein toller Erfolg (wahrscheinlich von Mogis?) ist.

      Wir sollten dieses Papier weiter verbreiten. Vergesst das dicke Buch mit den Anmerkungen eines ahnungslosen Herrn Voss. Für eine Mitarbeit an dem nächsten Männergesundheitsbericht sollte er nicht mehr in Frage kommen. Dies müßte man dem Vorstand der Stiftung noch mitteilen.
    • Neu

      Ein Männergesundheitsbericht, in dem ein Nicht-Mediziner medizinische Handlungsempfehlungen von sich gibt, die jeglichen Richtlinien zuständiger medizinischer Fachgesellschaften in Deutschland widersprechen, ist echt eine große Pleite.
      So etwas kann doch niemand mehr ernst nehmen.
      Dieses Fiasko hat die Stiftung Männergesundheit durch die Kooperation mit Voss verursacht, und daraus sollte sie entsprechende Schlüsse für die Zukunft ziehen, schon aus eigenem Interesse.

      Das größte Fiasko ist allerdings die Gefahr für die Jungen, die von so einer Veröffentlichung ausgeht.

      Das Positionspapier des Bundesforum Männer ist echt ein Meilenstein!
      Ich gebe Dir völlig Recht.