Der Termin ist fest, doch jetzt bin ich mir unsicher

    • Hallo unbekannt,

      ich habe deine Beiträge gerade erst gelesen. Du hast meinen riesigen Respekt das du hier so genau beschreibst was du selbst machen musst bzw. was beim Arzt mit dir bzw. deinem Penis gemacht wird.

      Kopf hoch und weiter machen, ich wurde mit zwei Jahren beschnitten und so blöd das vielleicht klingt: Mir wäre es auch aus heutiger Sicht mit 14 oder 15 lieber gewesen selbst entscheiden zu können was passiert. Wenn ich deine Geschichte lese hätte ich trotzdem lieber die Schmerzen beim lösen einer Verklebung ausgehalten.

      Wünsche dir weiterhin viel Erfolg !
    • Gestern war wieder ein Termin. "Vorhautlösung unter Lachgasbetäubung" hatte ich mir in den Kalender geschrieben - und genau das war es auch.

      Hose runter, Maske auf und hinlegen, dann auf die Narkose warten. Und Leute, ich weiß nicht wer das von euch schonmal erlebt hat, aber eine Lachgasnarkose ist so ein verdammt geiles Gefühl :D . Wie schnelles Einschlafen, nur dass man es mitbekommt und die Augen dann im Schlaf aufhaben kann, um die völlig verfärbte Welt zu betrachten.

      Weil ich ein Gemisch aus 50% Dickstickstoffmonoxid und 50% Sauerstoff bekommen habe, habe ich zwischendurch mal aufgehört zu Atmen, weil der Körper keine Notwendigkeit mehr dazu sieht. Nach 20-30 Sekunden hatte ich dann Schmerzen, worauf ich dann weiteratmen sollte - logisch.

      Aber darum gehts ja eigentlich nicht, es geht um die Vorhaut. Kurz: die Verklebung wurde gelöst.

      Das wars aber noch nicht. Zum einen ist die Narbe ein wenig eingerissen. Diese sollte aber ohne große Probleme wieder verheilen. Das andere Ding ist aber, dass die Haut an der Narbe noch immer nicht so gedehnt ist, wie sie sein sollte. Falls ich sie jetzt ganz zurückziehen sollte - was bis auf Schmerzen durch die Wunde wunderbar funktioniert - und dann eine Erektion bekomme, würde das Risiko einer Paraphimose bestehen. Dementsprechend soll ich das lieber lassen - logisch.

      Mein nächster Termin ist am Freitag. Da werden wir dann schauen, wie sich die Vorhaut nach dem Verheilen bewegen lässt und was die Narbe so macht. Bis dahin heißt es aber kaum verhinderbare Schmerzen beim Wasserlassen und noch keine wirklich sichtbaren Ergebnisse, der Sicherheit wegen.

      Ich halt' euch auf dem Laufenden!

      EDIT:
      Ich habe Augensalbe verschrieben bekommen, welche sehr fettig ist. Das Auftragen dieser unterstützt den Heilungsprozess.
      :) :) :)
    • Für 35 € die Erfahrung und dafür keine OP bzw. Vollnarkose, läuft doch würde ich sagen...

      Was mir so eingefallen ist: Das es wahrscheinlich Stickstoffdioxid heißen soll ist eighentlich klar, aber bist du sicher dass das 50 % Sauerstoff waren oder doch eher normale Luft ?
      Weil in normaler Luft ist der größte Teil ja kohlendioxid und soweit ich das noch vom Atemschutz Lehrgang in der (freiwilligen) Feuerwehr kenne löst Kohlendioxid den Atemreflex aus. Mit reinem Sauerstoff bzw. 50 % hätte man dich eher ziemlich wach gemacht anstatt betäubt, allerdings würde das dann erklären warum du aufgehört hast zu atmen.
      Weshalb sich schon die nächste Frage stellt. Hast du das selbst mitbekommen oder hat dir der Arzt das später gesagt ? Kann das irgendwie nicht ganz nachvollziehen, interessiert mich aber mal.
      Findet bei sowas eine Überwachung von Atmung und Kreislauf durch eine weitere Person, ggf. Arzthelferin statt oder hast du einfach die Maske bekommen und los ging es ?
      Wie wird so eine Verklebung überhaupt gelöst, geht der Arzt da mit dem Finger zwischen Eichel und Vorhaut oder wie geht das und wielange dauert sowas ?

      Fragen über Fragen, klingt jetzt vielleicht neugierig aber interessiert mich wirklich mal.
    • Ich behaupte mal, Neugier ist nichts schlimmes und durchaus nachvollziehbar, vor allem bei sowas. Die 35€ waren es allemal wert, keine Frage :) .

      Zu dieser Chemie-Sache (ich bin nicht gut und sowas und hab's jetzt abgewählt): Wikipedia sagt, dass es "Distickstoffmonoxid" heißt. Dort steht auch, dass eine Mischung 50/50 mit Sauerstoff bei mäßig schmerzhaften chirurgischen Eingriffen durchaus üblich wäre. Manchmal wird es wohl auch pur verabreicht.

      Ich meine, der Arzt sagte irgendwas von eine Mischung mit Sauerstoff. Ich war ja nicht müde, ich war einfach nur entspannt und war nachdem die Wirkung aufgehört hatte ja auch wieder topfit. Ich bin am Freitag ja nochmal da, dann werde ich ihn mal fragen ;) .

      Ich konnte meinen Atem zwar kontrollieren, habe mich aber nur auf das Geräusch der Maske konzentriert, wenn ich eingeatmet habe. Dass das dann aufgehört hat, hat mich zwar gewundert, aber nicht weiter gestört. Nachdem ich das dann "zugerufen" bekommen habe, habe ich natürlich weitergeatmet.

      Was die Überwachung angeht war natürlich eine Assistentin dabei. Sie hat zu 95% der Zeit die Maske gehalten und auf den Bildschirm geachtet, dessen Kabel an meinem Finger befestigt war. Es war trotzdem eher so ein "okay los geht's", weil alles relativ schnell ging, aber so super plötzlich kam das auch wieder nicht.

      Die Verklebung wird tatsächlich mit dem Finger gelöst, soweit ich das mitbekommen habe. Er wird dann zwischen Vorhaut und Eichel gedrückt, wodurch sich dann beides von einander löst. Das muss natürlich langsam und vorsichtig gemacht werden, am Ende hat man noch 'nen großen Riss in der Haut. Für mich kam es durch die Narkose vor wie eine halbe Stunde, die sich aber durchaus aushalten ließ - bei einem Universum aus einem Geräusch, einer Stimme und dem Nichts ist das kein Wunder. Tatsächlich hat der Eingriff jedoch nur um die fünf Minuten gedauert :D .
      :) :) :)
    • Da habe ich in deinem anderen Beitrag wohl den Namen falsch gelesen, habe da erst Dickstoffmonooxid raus gelesen...
      So gut war ich in Chemie auch nicht, fand es zwar ganz interessant aber war nicht unbedingt mein Lieblingsfach. Abwählen konnte ich das nicht, Haupt- /Realschule gab es das nicht. Bin bei der Feuerwehr auch keiner der gerne was mit Gefahrgut macht, das wird meist sehr aufwendig solche Einsätze.

      Das man sich auf das Atemgeräusch konzentriert kenne ich aus unseren Übungen, da versuche ich allerdings manchmal bewusst unter der Maske die Luft anzuhalten um wieder etwas runter zu kommen. Atemschutz ist nicht ohne...

      Hättest du nach deinem Atemaussetzer nicht wieder alleine angefangen hätte die dir vermutlich einfach die Maske abgenommen und im Zweifel kurz mit dem Beatmungsbeutel normale Luft gegeben.

      Danke dir auf jeden Fall für die Antworten. Ist eben interessant für mich weil mich auch das Thema Atemschutz und die Zusammenhänge interessieren.

      Wenn ich die Beiträge so lese, wäre mir so eine Prozedur auch wenn es etwas peinlich ist lieber gewesen als eine schmerzhafte OP am Fuß mit 14 oder das ziehen meiner Weissheitszähne mit 15.
      Dagegen die Beiträge von Johannes-Micha, was der mitmachen muss, da bin ich schon froh mit zwei Jahren beschnitten worden zu sein.

      Hast echt Glück und die richtige Idee gehabt, wenn der arzt noch locker drauf ist dabei ist alles super.
    • @Mr.M Ich gebe dir da vollkommen recht.

      Ich habe mich jetzt länger nicht mehr gemeldet. Ob dieser Beitrag deswegen länger wird, kann ich aktuell noch nicht sagen.

      Der letzte Stand war ja, dass ich am Freitag meinen Termin hatte. Inhaltlich war es eigentlich nicht viel: mit schmerzbetäubender Salbe dehnen, bis es nicht mehr geht. Klingt simpel und nicht sonderlich schwierig. Leider habe ich es die ersten Male jedoch kaum hinbekommen und bin deswegen nochmal zum Arzt gefahren, welcher mir dann nochmal genau gezeigt hat, wie ich dehnen soll.

      In derselben Woche habe ich auch gut weitergedehnt. Aus den eigentlich angepeilten zwei Wochen habe ich jedoch eine Woche gemacht und am Wochenende aufgehört. Das ist aus zwei Gründen passiert:

      Erstens, weil ich auf Klassenfahrt war. Bei vier Leuten im Zimmer und keinem Badezimmer im Raum ist das dehnen da schwierig.

      Zweitens, weil die Salbe zwar für ca. 1 1/2 Stunden betäubte, sich danach aber Schmerz spüren lies. Er war nicht besonders schlimm, aber angenehm und praktisch war er nicht, wenn man durch halb Berlin läuft. Außerdem hat er zugenommen. Am Anfang war es wirklich aushaltbar, aber wenn die 20.000 Nervenenden (liege ich da richtig?) dauernd belastet werden, wirds schwierig. Man kann sich den Schmerz dann nichtmal wegedenken, weil er so beißend ist. Vielleicht versteht jemand auf Grund von Erfahrungen, was ich meine.

      Ich habe das Dehnen also aufgegeben. In Berlin hatte ich bis auf den Tag der Fahrt keine Probleme, was bis jetzt auch so geblieben ist. Obwohl ich am Dienstag wieder beim Arzt war. Es war wohl nicht sonderlich überraschend, dass ich aufgehört habe. Es scheint aber auch kein sonderlich großes Problem zu sein, denn weil es nur ein ganz feiner Narbenring ist, welchem man mit einer Keil-Inzision oder einer Triple-Inzision die Wirkung entziehen kann. Genaueres werde ich dann nach dem 3. August wissen, wenn ich mit dem Chirurgen gesprochen habe.

      Es sieht momentan also stark nach einem operative Eingriff aus, allerdings vorhauterhaltend.
      :) :) :)
    • ... und ich dachte immer, das schöne an einer Salben-Dehntherapie wäre, man kann sie jederzeit dann fortführen, wann man wieder Zeit hat :)

      Vielleicht solltest Du der Sache noch eine Chance geben, eine Woche ist noch nicht lange... bei mir hat die Salben- und Dehntherapie insgesamt länger als ein halbes Jahr gedauert.

      Aber vielleicht bist Du es langsam auch leid, andauernd etwas tun zu müssen... dann ist vermutlich eine vorhaut-erhaltende Operation doch das Richtige für Dich.

      Viel Glück