Anton Hofreiter

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    • Anton Hofreiter

      juedische-allgemeine.de/article/view/id/27077


      Sie denken dabei an Mitglieder wie Ulf
      Dunkel aus Cloppenburg, der sich den Kampf gegen das jüdische
      Beschneidungsritual auf die Fahnen geschrieben hat?
      Ja, und
      die Grünen haben sofort darauf reagiert, und zwar mit einem
      Parteiausschlussverfahren. Das ist rechtlich schwierig, weil die Hürden
      für einen solchen Ausschluss hoch sind. Dunkel hat am Ende selbst
      einräumen müssen, dass er antisemitische Stereotype bedient hat, auch
      wenn wir ihn nicht ausschließen konnten.
    • Die übliche Taktik halt.
      Man reduziert MGM auf "jüdisches Beschneidungsritual, also auf ca. 1% der Fälle.
      Man sortiert in gute Grüne (pro MGM, z.B. Beck) und böse Grüne (kontra MGM).
      Typen wie Hofreiter sind mit ein Grund, warum ich die Grünen abgehakt habe.
      Where have all the foreskins gone
      long time passing
      where have all the foreskins gone
      long time ago
      where have all the foreskins gone
      doctors cut them one by one

      When will we ever learn, when will we ever learn?
    • Wie unehrlich von Herrn Hofreiter.
      Wäre er ehrlich, hätte er geantwortet:

      "Nein, da denke ich nicht an Ulf Dunkel. Dunkel ist ein Lokalpolitiker, der 2012 ein dämliches, antisemtische Klischees bedienendes Gedicht geschrieben hat. Dafür hat er sich mehrmals offiziell entschuldigt und in dem wegen des Gedichtes eingeleitenden Parteiausschlussverfahrens hat er sich klar von jeglichem Antisemitismus und Fremdenhass distanziert. Es gibt bei Dunkel nach jahrzehntelamger Mitgliedschaft keinen Grund, ihm das nicht zu glauben und ihm keine Chance zu geben.
      Grundsätzliche sachliche Kritik am Beschneidungsritual ist in einer demokratischen Partei selbstverständlich erlaubt.
      Jemanden wie Dunkel als symptomatisch für Antisemitismus in der deutschen Linken zu bezeichnen, würde eine Verharmlosung tatsächlichen Antisemitismus darstellen, der ich entschieden entgegentreten muss.
      Dafür ist dieses Problem allerdings viel zu ernst."

      Das oder Ähnliches hätte er dann sagen müssen. Aber vielleicht ging es in dem Interview auch gar nicht vorrangig darum, sich ernsthaft mit dem wirklich gefährlichen Phänomen Antisemitismus zu beschäftigen?