Ärzte die nicht beschneiden wollen - abgekoppelt von einer Diskussion

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    • Stefan-Cut schrieb:

      Habe mich selbst vor 4 Jahren beschneiden lassen und kann es nur empfehlen
      Und ich hab es vor 16 Jahren machen lassen und find es seither nur Sch..., kann es absolut nicht empfehlen, wäre froh ich hätte noch meine Vorhaut samt rel. Phimose, denn die Probleme die ich damit hatte waren ein Klacks, mit denen ich mich arrangieren könnte...aber hinterher ist man immer klüger.

      So, wer von uns beiden lügt? Warum bist du glücklich mit deiner Beschneidung, und ich nicht? Weil deine Vorhaut vielleicht echt "nur" beschnitten wurde, und nicht vollständig entfernt wie bei mir?

      Ich persönlich denke, dass eine High Beschneidung mit Frenulumerhalt ein anderes Ergebnis beim sexuellen Empfinden zur Folge hat als ein Low Stil. Es gibt nicht DIE Beschneidung sondern viele verschiedene Möglichkeiten. Es gibt aber leider viele schlechte Ärzte und Urologen die keinerlei Ahnung von den sensorischen Fähigkeiten der Vorhaut und den verschiedenen Beschneidungsstilen haben.
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Moin. Nein, ich lüge nicht. Warum sollte ich? Ich behaupte auch nicht das du lügst.
      Das ist wie mit einer Produktbewertung. Einer ist damit zufrieden (ich) und einer nicht (du). So einfach.
      Im übrigen bin ich high beschnitten und Bändchen weg.
      Das wäre auch der Stil den ich jeden empfehlen würde, der sich beschneiden lassen will / muss.
    • Stefan-Cut schrieb:

      Im übrigen bin ich high beschnitten und Bändchen weg.
      Das wäre auch der Stil den ich jeden empfehlen würde, der sich beschneiden lassen will / muss.
      Bei solchen Empfehlungen wäre ich sehr vorsichtig, besonders wenn du empfielst, mehr sensibles Gewebe wegschneiden zu lassen ("Bändchen weg"), als vielleicht notwendig wäre. Das kann schlimm enden, wie du vielleicht an einigen Beispielen hier im Forum sehen konntest.
    • Eine Empfehlung deshalb, weil ICH damit zufrieden bin. Es ist aber auch von Person zu Person unterschiedlich und kommt nicht zuletzt auf den Doc drauf an.

      Bei Gewebe wegschneiden hast du gerade nur den negativen Punkt nochmal hervorgehoben.
      -> Bändchen wegschneiden.
      Bei "high" bleiben mehr empfindliche Nerven der inneren Vorhaut vorhanden als bei low.
    • Stefan-Cut schrieb:

      Eine Empfehlung deshalb, weil ICH damit zufrieden bin. Es ist aber auch von Person zu Person unterschiedlich und kommt nicht zuletzt auf den Doc drauf an.

      Du bist seit vier Jahren beschnitten. Mal angenommen, Du stellst in 5 oder 10 Jahren fest, dass Deine Entscheidung doch nicht so toll war. Was wird dann aus dem TO, denn wenn das Vorhautbändchen mal ab ist, sind die Nerven bereits tot und es gibt keine Weg zurück.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Stefan-Cut schrieb:

      Meine Meinung vertrete ich auch mit heutigen Tag.
      Es ist wohl eine Frage des Werteverständnisses, ob die eigene Meinung genauso kurzlebig sein darf wie vieles in der virtuellen oder technisierten Welt. Vergiss aber nie, dass es hier nicht um Dich, sondern um andere geht. Wenn Du anderen zu einer Beschneidung rätst und sie Deinem Rat folgen, machst Du Dich zumindest moralisch mitschuldig, wenn sie dies hinterher bereuen.

      Und bedenke auch, dass es immer wieder vorkommt, dass Menschen durch ihre Beschneidung sogar derart belastet sein können, dass sie einen Suizid verüben. Willst Du selbst diese Verantwortung wirklich auf Dich nehmen?
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Stefan-Cut schrieb:

      50% weil meine vorhast ein bisschen zu eng und mein Bändchen zu kurz war
      Eine absolute Indikation für eine Beschneidung ist das aus meiner Sicht nicht, wäre vielleicht auch alles mit dehnen oder operativem erweitern und verlängern behebbar gewesen. Aber du hast dich informiert und für eine Beschneidung entschieden, auch gut, du bist deine Probleme los.

      Stefan-Cut schrieb:

      Bei "high" bleiben mehr empfindliche Nerven der inneren Vorhaut vorhanden als bei low.
      Richtig, und wenn das Bändchen erhalten bleibt, sind noch mehr empfindliche Nerven da. Aber sag das mal einem gewöhnlichen deutschen Feld Wald und Wiesenurologen. Für die ist das alles NUR Haut, es ist egal was und wieviel da unten weggeschnitten wird, Hauptsache die Eichel ist noch vorhanden. Oder frag nach verschiedenen Beschneidungsstilen, die wenigsten wissen was bei Beschneidung high oder low bedeutet. Hast du sofort einen Arzt gefunden der high Stile kannte und konnte? Oder der dir dein Vorhaben einen Teil des inneren Vorhautblattes zu erhalten nicht ausreden und madig machen wollte, da dies ein Rezidiv ergeben könnte, und du damit nochmal unters Messer müsstest?

      Stefan-Cut schrieb:

      Das wäre auch der Stil den ich jeden empfehlen würde, der sich beschneiden lassen will / muss.
      Empfehlen will ich hier keinem was, außer wenn irgend möglich die Vorhaut samt Bändchen so gut es geht zu erhalten. Ich möchte über die Alternativen zur Beschneidung aufklären, da sie nur in wenigen seltenen Ausnahmen wirklich nötig und sinnvoll ist.

      Stefan-Cut schrieb:

      Nein, ich lüge nicht. Warum sollte ich? Ich behaupte auch nicht das du lügst.
      Das ist wie mit einer Produktbewertung. Einer ist damit zufrieden (ich) und einer nicht (du
      richtig, keiner lügt. Du bewertest dieses Produkt positiv und bist zufrieden...und ich erzähle hier halt nur Schauermärchen...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • @Stefan-Cut
      Würde mich echt interessieren ob du sofort einen Arzt gefunden hast, der dir die verschiedenen Beschneidungsstile erklärt hat, oder du länger suchen musstest.

      Du hast dich anscheinend vorher im Netz informiert und dann deine Entscheidung getroffen.

      Aber wenn ich so anschaue wie es in der Regel abläuft anhand der Fälle, die hier im Forum oft Rat suchen: Mann hat Vorhautprobleme, ab zu Urologen, für den ist der Fall klar, nur Beschneidung hilft, keine Aufklärung über mögliche neg. Folgen bzw. deren Verharmlosung, keine Aufklärung über verschiedene Beschneidungsstile oder Erweiterungsplastiken bei Phimose...und nach der Beschneidung das böse erwachen...wie bei mir damals...und wer hinterher über Probleme klagt, der kriegt die Diagnose Dachschaden...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Ja, ich habe mich lange im Voraus damit beschäftigt. 3 Jahre um genau zu sein.
      Habe mich über die ganzen Stile informiert, Vor- u. Nachteile und abgewogen, was mir am besten gefällt.

      Ich war bei drei Urologen:
      Der erste wollte mich nicht beschneiden, "es wäre alles in Ordnung." Er war wohl zu faul oder hätte nicht genug verdient (auf KK kosten)

      Der zweite hätte mich beschnitten, aber nur low u. loose mit Bändchen. "Es würde nicht anders gehen", war seine Aussage.
      Das war genau das Gegenteil von dem was ich haben wollte. (Auch auf KK)

      Der dritte war dann der richtige: Ich habe ihm gesagt, wie ich es haben will, er hat es angezeichnet, beschnitten und dann bin ich nach Hause.
      Sehr kompetenter Arzt, der auch seine Erfahrung beim Stil mit eingebracht hat und hat ne tolle Arbeit gemacht. Er war auch sehr bemüht, mir ein Ergebnis zu liefern, was mir gefällt. Allerdings, habe ich das bei ihm aus eigener Tasche bezahlt.
    • Stefan-Cut schrieb:

      Der erste wollte mich nicht beschneiden, "es wäre alles in Ordnung." Er war wohl zu faul oder hätte nicht genug verdient (auf KK kosten)
      Mein Eindruck: Der war nicht faul, sondern folgte nur seinem hippokratischen Eid und wollte zudem die Krankenkasse und damit die Solidargemeinschaft nicht schädigen. Mein Lob an diesen Mann.

      Stefan-Cut schrieb:

      Allerdings, habe ich das bei ihm aus eigener Tasche bezahlt.

      Alles andere wäre ein Skandal gewesen. Du warst gesund:

      Stefan-Cut schrieb:

      50% weil meine vorhast ein bisschen zu eng und mein Bändchen zu kurz war
      50% weil ich es gern wollte und mich meine lange Vorhaut beim sex gestört hat.
      bisschen zu eng und ein zu kurzes Frenulum sind keine Indikation für die VA. Und etwas "gerne zu wollen" sowieso nicht.
      Also war es nur recht und billig, dass Du selbst dafür bezahlt hast. Dein Körper, Deine Entscheidung.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Mal angenommen, es gibt eine wichtige Untersuchung bei einem Facharzt, die im normal Fall nicht Kassenleistung ist.
      Dein Hausarzt kann auf die Überweisung schreiben, dass er bei seiner Untersuchung etwas auffälliges entdeckt hat, was durch den Facharzt untersucht werden muss. D.H. In diesen Fall übernimmt es die Kasse.

      Und jetzt die Frage an dich: sagst du da zu deinem Hausarzt, nein danke, ich bin so solidarisch, das bezahle ich selber?
      Auf deine Antwort bin ich gespannt.
    • Stefan-Cut schrieb:

      Mal angenommen, es gibt eine wichtige Untersuchung bei einem Facharzt, die im normal Fall nicht Kassenleistung ist.

      Mir ist keine wichtige Untersuchung bekannt, die nicht Kassenleistung ist. Entweder, sie ist wichtig und indiziert, dann zahlt auch die Kasse. Oder sie ist es nicht, dann zahlt auch die Kasse nicht.

      Wenn mir also ein Arzt eine für mich kostenpflichtige Untersuchung andrehen will, z.B. der Urologe einen PSA-Test, dann sage ich: Nein danke.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
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    • Ärzte die nicht beschneiden wollen - abgekoppelt von einer Diskussion

      @Stefan-Cut @Weguer @Urolüge @NoCut @Laffelrog Abgenabelt von dieser Diskussion Beschneidung 6 Wochen her

      Da hier ja nicht mehr die eigentliche Diskussion am laufen war wurde das Thema von mir hierher verschoben.
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Stefan-Cut schrieb:

      Ich weis auch nicht ob ich in 5 oder 10 Jahren überhaupt noch lebe
      Ein interessantes "Argument". Auch das hast du selbst in der Hand. Auch da gibt es Foren, wo dieser "Weg" glorifiziert und detailliert beschrieben wird. Leider fallen immer wieder junge Menschen darauf herein, lassen sich davon mitreissen.
      Auch da gibt es keine Rückfahrkarten.

      Ich weis auch nicht ob ich in 5 oder 10 Jahren überhaupt noch lebe
      Warum eigentlich nicht? Bist du schon so uralt? Wenn man so 30,40, 50, 60 ist - ist das der Normalfall. Ein Mann, der heute 65 ist hat im Schnitt noch ca. 18 Jahre zu leben.
      Viele schliessen für den Fall der Fälle eine Lebensversicherung ab, die meisten machen sich aber ansonsten keine grossen Gedanken, ob sie "weit vor der Zeit" vom Acker müssten.


      Ich weis auch nicht ob ich in 5 oder 10 Jahren überhaupt noch lebe
      Mit dem "Argument" kann man sich auch noch mehr abschneiden als nur die Vorhaut. Wenn wir morgen von dem berühmten "Bus" überfahren werden, ist es eh egal.

      Und so hört es sich für mich an - mir ist eh alles egal.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Stefan-Cut schrieb:

      Ich war bei drei Urologen:
      Der erste wollte mich nicht beschneiden, "es wäre alles in Ordnung." Er war wohl zu faul oder hätte nicht genug verdient (auf KK kosten)
      Verrätst Du uns die Adressen des vorhautfreundlichen Urologen? Das ist etwas, das hier wirklich von Interesse ist. Solche Ärzte sind rar...
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Du warst bei 3 Urologen, und hast 3 absolute unterschiedliche Diagnosen und Therapieempfehlungen bekommen? das ist der Grund warum ich hier gelandet bin, die grottige uneinheitliche Beratung der Urologen. Mir wurde gesagt das es nur so möglich sei, keine andere operative Möglichkeit bestehe mein Problem anders in den Griff zu bekommen...warum sollten mich Ärzte anlügen? also ließ ich es machen...Und hier im Forum hab ich inzwischen genügend Geschichten von anderen Männern gelesen, denen es ähnlich erging...

      Oder die Geschichten von Müttern, denen Urologen weismachten, dass ihr Sohn eine böse Phimose habe und dies sofort beschnitten werden müsste und nur radikal Sinn mache. Inzwischen kenne ich einen Urologen der sagt, dass er keine Kinder beschneide, da er bisher ALLE bisher mit Salbe hinbekommen habe. Bei Männern helfe es bei 10%. Ein anderer sagte mir, dass er fast alle Kinder mit Salbe hinbekomme, und bei denen es nicht helfe habe er den Verdacht, dass die nur nicht konsequent genug waren...und dann wieder die Zahlen, dass 10% aller Jungen (ca.28.000!!!) hierzulande jedes Jahr wegen der Scheindiagnose Phimose beschnitten werden...

      Vor ein paar Jahren hab ich mir einen Fuß bei einem Arbeitsunfall versaut. Keinen Schritt seither ohne Schmerzen. Damals war ich lange in Krankenhäusern. Da hab ich einen Mann kennengelernt, der Jahre vor mir eine ähnliche Verletzung erlitt. Er war in der Klinik, da er sich seinen Fuß hat amputieren lassen weil er die Schmerzen nicht mehr aushielt. Manchmal ist eine Amputation das kleinere Übel. Aber dies sollte immer eine informierte und selbstbestimmte Entscheidung der betroffenen Person sein.

      Eine Empfehlung "Mach dies, hab ich auch machen lassen, bin super zufrieden damit" halte ich für unseriös und moralisch verwerflich. Das hat keinen Informationsgehalt um eine Entscheidung zu treffen.

      Wie schon gesagt, mir geht es hier nicht um das verbreiten meiner Schauermärchen, sondern um Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten und die möglichen Folgen einer Beschneidung
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)