Dreijähriger mit Diagnose Phimose

    • Hallo ihr Lieben,
      Fast zwei Jahre ist mein Post hier nun her.
      Heute waren wir in der Uniklinik Mannheim.
      Nachdem bei der u9 Ende August, unsere Kinderärztin wieder dazu riet einen Urulogen aufzusuchen, habe ich einen Termin in Mannheim gemacht.
      Dort waren wir heute.
      Die Ärztin war wirklich super.
      Letztendlich hat sie uns zur Triple Inzision geraten da der schnürring bei meinem Sohn schon stark ausgeprägt ist.
      Wir können laut ihr auch noch warten aber von selbst wird sich da nichts mehr weiten sagt sie.
      Wir haben ja nun die letzten zwei Jahre mit salbentherapien alles versucht, die Vorhaut Verengung ist damit auch sehr viel besser geworden, aber der schnürring halt leider nicht.
      Nun sollen wir einen Gerinnungsstatus machen lassen und können dann einen OP Termin vereinbaren.

      Wollte euch gerne auf dem laufenden halten.
      Liebe Grüße
    • missy schrieb:

      Fast zwei Jahre ist mein Post hier nun her.
      Schon wieder fast zwei Jahre? 8| Ich werd alt... :D


      missy schrieb:

      Wir können laut ihr auch noch warten aber von selbst wird sich da nichts mehr weiten sagt sie.
      Natürlich kann ich ohne nähere Details keinen definitiven Rat geben, was Ihr tun sollt. Ich weiß nicht, ob Dein Sohn Probleme und Beschwerden hat oder einfach nur diese Verengung der Vorhaut. Denn diese Frage ist in meinen Augen die einzig Entscheidende.
      Hat er Beschwerden, immer wiederkehrende Entzündungen? Dann solltet Ihr was unternehmen und dann scheint mir die Triple Inzision auch die richtige Wahl.

      Geht es ihm aber gut, dann frage ich mich, warum man den Kleinen operieren sollte. Abwarten tut niemandem weh, im Gegenteil.
      Sollte eine OP nötig werden, ist sie schnell gemacht. Aber ist sie es nicht - und so sieht es für mich im Moment aus - setzt Du Deinen Sohn einem nicht zu unterschätzenden OP Risiko aus, er wird definitiv Schmerzen haben, Komplikationen sind zwar selten, aber nicht auszuschließen. Außerdem bedeutet eine Operation für einen Fünfjährigen immer auch psychischen Stress.

      missy schrieb:

      aber der schnürring halt leider nicht.
      Die Frage, die ich mir hier stelle ist: Ist dieser Schnürring narbig? Wenn ja, kann es tatsächlich sein, dass dieser sich nicht mehr von selber weitet.
      Gibt es hier jedoch keine Narben, ist die Aussage, da würde sich nichts mehr von selber weiten, sehr abenteuerlich in meinen Augen. Dein Sohn ist jetzt 5. Er hat noch jede Menge Zeit, sich zu entwickeln, er muss diese Zeit halt auch bekommen.

      Mein Rat - aus der Ferne und ohne Details zu kennen - lautet: Lass Deinen Sohn (jetzt) nicht operieren. Ihr verliert nichts, wenn Ihr wartet.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Durch die salbentherapie hat man super sehen können das die Vorhaut sich weitet, die Öffnung prima aufging, was ja vorher gar nicht der Fall war.
      Der schnürring ist soweit ich weiß nicht narbig aber sehr ausgeprägt.
      Er hat laut der urulogin gestern keine Notfall Indikatoren das die OP jetzt gemacht werden müsste, aber das der Ring operiert werden muss ist laut ihr bei 98%.
      Ob ich ihn jetzt operieren lasse oder warte bleibt mir überlassen, sie sieht die Gefahr beim Warten darin das die Kinder wenn sie in die vorpupertät kommen ihren Eltern nicht mehr sagen wenn Probleme auftreten, das sehe ich schon auch so muss ich sagen.

      Was ich sehe gut fand gestern war, das sie direkt diese Altersgrenze verteufelte.
      Sie meinte das es Blödsinn sei zu sagen bis zum sechsten Lebensjahr muss sich eine phimose gelöst haben.
      Sie würde auch eine reine phimose nicht operieren wenn keine Schwierigkeiten auftreten.
      Mein Sohn hat keine Schwierigkeiten, keine Entzündungen etc. Bis jetzt.
      Aber die Erklärung das es schwierig wird wenn er in das Alter kommt das er es nicht mehr mitteilt leuchtet mir schon ein.

      Das einzige was er aktuell hat sind starke Verklebung unterhalb des schnürrings, die bei der triple inzision gelöst werden sollten
    • Nein das weiß ich nicht das ist richtig.

      Ich bin wirklich verunsichert grade. Mein Verstand sagt mir das er keine Probleme hat, also ergo nicht operiert werden muss.
      Ich habe große Angst das der schnürring sich verschlimmert und er irgendwann die Vorhaut nicht mehr zurück geschoben bekommt.

      Ob vernarbungen da sind weiß ich nicht, dur h die salbenbehandlung wäre das schon möglich, erwähnt hat es bis jetzt keiner
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    • missy schrieb:

      sie sieht die Gefahr beim Warten darin das die Kinder wenn sie in die vorpupertät kommen ihren Eltern nicht mehr sagen wenn Probleme auftreten, das sehe ich schon auch so muss ich sagen.
      Das kann ich grundsätzlich schon auch nachvollziehen. Irgendwann kommt das Alter, indem Eltern blöd werden und manche Sachen peinlich.
      Aber: Ich habe mit meinem Sohn die Erfahrung gemacht, dass ein sehr gutes Eltern-Kind-Verhältnis hier helfen kann. Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass mir mein Sohn sagen würde, wenn er hier Probleme hätte, einfach weil wir uns sehr gut verstehen und er weiß, dass er mit ALLEM zu uns kommen kann.

      Ich finde es sehr gut, dass Deine Ärztin Bescheid weiß über unsinnige "Altersgrenzen" und beschwerdefreie Phimosen. Das ist eine gute Basis!

      Die bestehende Verklebung ist kein Problem. Er braucht noch keine bewegliche Vorhaut, die wird erst mit Eintreten der Geschlechtsreife wichtig, vorher nicht.
      Deshalb nochmal mein Rat: Beobachtet, wartet ab. Das ist das Allerbeste, was Ihr tun könnt. Die Einwilligung zur OP ist in einer Minute unterschrieben. Das Ergebnis bleibt (s)ein Leben lang.
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    • Weguer schrieb:

      missy schrieb:

      sie sieht die Gefahr beim Warten darin das die Kinder wenn sie in die vorpupertät kommen ihren Eltern nicht mehr sagen wenn Probleme auftreten, das sehe ich schon auch so muss ich sagen.
      Das kann ich grundsätzlich schon auch nachvollziehen. Irgendwann kommt das Alter, indem Eltern blöd werden und manche Sachen peinlich.Aber: Ich habe mit meinem Sohn die Erfahrung gemacht, dass ein sehr gutes Eltern-Kind-Verhältnis hier helfen kann. Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass mir mein Sohn sagen würde, wenn er hier Probleme hätte, einfach weil wir uns sehr gut verstehen und er weiß, dass er mit ALLEM zu uns kommen kann.
      Das denke ich momentan auch, weiß aber auch wie schnell das umschlagen kann.



      Weguer schrieb:

      Ich finde es sehr gut, dass Deine Ärztin Bescheid weiß über unsinnige "Altersgrenzen" und beschwerdefreie Phimosen. Das ist eine gute Basis!
      Das hat mich auch wirklich gefreut T gestern das der Termin doch so "gut" verlaufen ist.
      Die erste Ärztin sagte auch das laut ihr keine notwendigkeit besteht, sie aber die Oberärztin hinzuziehen muss.


      Weguer schrieb:

      Die bestehende Verklebung ist kein Problem. Er braucht noch keine bewegliche Vorhaut, die wird erst mit Eintreten der Geschlechtsreife wichtig, vorher nicht.

      Deshalb nochmal mein Rat: Beobachtet, wartet ab. Das ist das Allerbeste, was Ihr tun könnt. Die Einwilligung zur OP ist in einer Minute unterschrieben. Das Ergebnis bleibt (s)ein Leben lang.
    • Hallo missy,

      schön das du dich wieder meldest und berichtest.

      Grundsätzlich sage ich auch, warum operieren wenn er keine Probleme hat?

      Der Einwand das er sich in der Pubertät wenn er vielleicht Probleme hat, sich nicht mehr an dich wendet...ja, kann sein. Aber wie Weguer schon sagte, ein gutes Verhältnis, ein normaler und entspannter Umgang mit Sexualität und Aufklärung innerhalb der Familie, und ich hätte da keine bedenken...und wenn ihm schon jetzt klar ist, dass es da zu Problemen kommen kann und es da unzählige Möglichkeiten zur Behebung gibt...bin ich mir sicher, dass er kommen wird...

      Triple Inzision und sparsame Teilbeschneidung in dem Alter (er ist jetzt 5?)...hmmm...seh ich kritisch...den wenn diese dann hinterher nicht konsequent bewegt werden, drohen die Narben sich zusammenzuziehen und zu verhärten...was dann invasivere Beschneidungen nach sich ziehen können. Was meinte die Ärztin zur "Nachbehandlung" bei einer Triple Inzision?

      Normalerweise sind solche Eingriffe erst sinnvoll, wenn ein "Eigeninteresse" des Jungen an Bewegung der Vorhaut besteht, er anfängt zu masturbieren. Wie sagen manche Ärzte..."das Problem(Phimose) legt sich meist mit dem Bügeln" Vielleicht auch bei deinem Sohn?

      Das du dir jetzt unsicher bist was das richtige ist...kann glaub jeder hier gut verstehen. Solche Entscheidungen kann man glaub gar nicht mit dem Verstand treffen...was fühlst du, was spürst du? operieren oder warten?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Hallo Urolüge,
      Die Ärztin hat uns ganz deutlich gesagt das die "beübung" der Vorhaut nach der Triple Inzision das A und O ist und die Operation sinnlos ist wenn man sich dessen nicht bewusst ist.
      Sie meinte das es ihrer Meinung nach aber kein Problem darstellt weil MEIN Sohn ja auch die salbenbehandlung selbst durchgeführt hat weil er wusste das es notwendig ist.
      Von Demher kennt er die Prozedur und wenn man kontinuierlich die Vorhaut weiter dehnt sind die Erfolgsaussichten sehr gut, natürlich nicht 100% aber doch sehr gut.

      Also nachdem ich jetzt hier nochmal eure Meinung dazu gelesen habe tendiere ich doch weiterhin dazu zu warten, erstmal 1Jahr,vielleicht 2Jahre.

      Ich denke auch das es immer besser zu verstehen ist wenn Probleme auftreten, einfach das mein Sohn versteht :Ok, es schmerzt, es muss etwas gemacht werden was mir hilft.
      Er kann jetzt ja gar nicht verstehen warum etwas gemacht werden muss, er hat ja keine Einschränkungen oder Schmerzen.

      Ich habe Donnerstag Termin bei der Kinderärztin wegen dem Gerinnungsstatus, da werde ich mit ihr nochmal sprechen, wobei sie ja eher positiv der Operation gegenüber steht.

      Du denkst also auch das weiterhin die Möglichkeit besteht das auch der schnürring sich weitet?
    • missy schrieb:

      Du denkst also auch das weiterhin die Möglichkeit besteht das auch der schnürring sich weitet?
      Denkt das nicht sogar die Ärztin?

      missy schrieb:

      aber das der Ring operiert werden muss ist laut ihr bei 98%.
      Alles lässt sich dehnen, sogar Narbengewebe (wobei das unheimlich zäh gehen kann und wenn da einer operativ dann was machen lässt, verständlich?)...und wenn dein Junge weiß wie man es richtig macht, worauf man achten sollte beim Dehnen...die Chancen sicher noch höher?

      Hab ich dir den schon empfohlen, Dr. Kreutzig-Langenfeld, mein Lieblingsurologe?
      onmeda.de/forum/männergesundheit
      Stell ihm deine Frage, was er zu einer Operation bei einem beschwerdefreien 5jährigen sagt...ich bin mir sicher seine Antwort zu kennen...

      missy schrieb:

      Er kann jetzt ja gar nicht verstehen warum etwas gemacht werden muss, er hat ja keine Einschränkungen oder Schmerzen.
      Das trifft es glaub recht gut, woran die meisten Betroffenen hier ihr ganzes Leben lang zu beißen haben...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
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    • missy schrieb:

      Die Ärztin hat uns ganz deutlich gesagt das die "beübung" der Vorhaut nach der Triple Inzision das A und O ist und die Operation sinnlos ist wenn man sich dessen nicht bewusst ist.
      Mal eine klare Ansage...aber er ist jetzt 5!!! und soll das durchziehen und ja nicht vergessen bis er automatisch daran gefallen finden wird? Ist es da nicht sonnvoller zu warten? Frag doch mal die Ärztin...

      Wenn er ernsthafte Probleme bekommen sollte, könnt ihr immer noch was machen? Dann hat er auch Verständnis und es ist ihm klar WARUM...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • missy schrieb:

      Also nachdem ich jetzt hier nochmal eure Meinung dazu gelesen habe tendiere ich doch weiterhin dazu zu warten, erstmal 1Jahr,vielleicht 2Jahre.
      Hervorragend, danke! :thumbup:
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
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    • Urolüge die erste Ärztin gestern dachte genauso ja. Die Oberärztin leider dann nicht mehr, laut ihr dehnt ein schnürring sich nicht mehr.
      Und die Kinderärztin kann man bei dem Thema eh total vergessen.

      Ihr wisst gar nicht wie dankbar ich euch bin.
      Vor zwei Jahren schon war und jetzt wieder bin ich wirklich dankbar hier zu sein.

      Ich werde den Termin Donnerstag nutzen und die Kinderärztin nochmal dazu befragen und hören ob dann trotzdem jetzt schon ein gerinnungsstatus gemacht werden kann oder ob der nur begrenzt gültig ist.
      Und dann werde ich mannheim bescheid geben das wir noch abwarten.

      Ich bin jedenfalls froh das auch die Oberärztin direkt auf die Methode der triple inzision hingewiesen hat und auch klar sagte das eine totale Beschneidung bei meinem Sohn absolut übertrieben sei.
      Das hat mich beruhigt.
      Und wann wir dann letztendlich die Triple inzision machen lassen spielt ja momentan keine rolle
    • Die Behauptung, dass sich ein Schnürring nie mehr dehnt, ist definitiv falsch. Ich hatte selber so etwas (nicht sehr ausgeprägt) und der ging schließlich weg. Ich bin froh, dass da keiner dran herumgeschnitten hat.

      Hat nicht neulich eine Untersuchung ergeben, dass bei Kindern sehr häufig ein Schnürring vorliegt? Da das im Jugend- oder Erwachsenenalter aber selten ist, muss er sich doch wohl irgendwie von selbst zurückbilden, oder?
    • Hallo Missy,

      Ich habe deinen ersten Beitrag vor zwei Jahren leider nicht mitbekommen. Deshalb muss ich dich Fragen: Hatte dein Sohn irgendwelche Beschwerden, die irgendeine Behandlung dringend notwendig machen. Hatte er heute noch Beschwerden? Denn falls nicht, hat er auch keine Behandlung nötig.

      Denn eine nicht-zurückziehbare und verengte Vorhaut ist im Alter von 3 Jahren und auch noch im Alter von fünf Jahren absolut normal.

      Hier ist eine kleine Zusammenstellung aller Studien zur Vorhautentwicklung, die zwischen 1968 und 2009 in der Fachliteratur erschienen sind. Alle Studien gelangen zu dem Ergebnis, dass einige Jungen erst im Puberttätsalter eine vollständig zurückziehbare Vorhaut erreichen. Im Alter von 5 Jahren liegt der Anteil der Jungen mit nicht-zurückziehbarer Vorhaut je nach Studie bei maximal 34%. flexikon.doccheck.com/de/Entwi…ut#cite_note-HSIEH2006-27

      Die Behauptung, dass sich ein Vorhautschnürrring nicht mehr dehnen würde, ist abwegig. Eine solche Behauptung ist bloße Mutmaßung. Das kann man vorher nicht voraussagen. Es gibt keine medizinwissenschaftliche Grundlage für diese Zukunftsdiagnose
      Im Gegenteil: Bei den Studien, auf die ich verlinkt habe, wurde der Zustand der Vorhaut auch in verschiedene Zurückziehbarkeits-Grade oder "Enge-Grade" eingeteilt. Es wurde immer wieder festgestellt, dass der Anteil der Jungen mit wirklich komplett nicht-zurückschiebarer, an der Spitze verengter Vorhaut, bis zum Pubertätsalter auf natürlichen Wege auf Null zurückgeht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sokrates ()

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    • Ich habe noch eine Verständnisfrage: Du warst bei zwei Ärtzen in der Klinik, richtig?

      Die eine Ärtzin hat zum Abwarten geraten?

      Die Oberärztin hat hingegen auf eine zeitnahe Operation gepocht? Und diese Ärtzin war es auch die erklärte,
      dass sie eine "reine phimose nicht operieren wenn keine Schwierigkeiten auftreten", aber dass dein Sohn operiert werden müsste, weil Kinder im vorpubertären Alter sich nicht mehr mit solchen Problemen an ihre Eltern wenden würden?

      Habe ich das richtig verstanden?!
    • Verstehe. Aber das ist nach deinen Berichten zu urteilen, vollkommen normal. Dieser Schnürring ist ja gerade die Phimose. Ich frage mich, was diese Oberärtzin dann überhaupt unter einer "reinen Phimose" versteht.


      Solche Schnürringe wurden auch in der medizinischen Forschung beobachtet, und als normals Phänomen im Rahmen einer physiologischen Nicht-Zurückziehbarkeit der Vorhaut gewertet, das von allein verschwindet.


      Hier ist eine Graphik aus einer der zuvor erwähnten Studien zur Vorhautentwicklung. Bei den Studien wurde, wie erwähnt, die Vorhautentwicklung in verschiedene Enge-Grade unterteilt - von Typ I (vollständig nicht-zurückziehbar, keine Freilegung der Eichel möglich) bis zu Typ IV (vollständig zurückziehbar). Dieses Einteilungssystem wurde von allen nachfolgenden Studien über die Entwicklung der Vorhaut übernommen.


      Und wie man der Graphik erkennen kann, kann sich beim Versuch eine noch nicht-vollständig, bzw. nur teilweise zurückziehbare Vorhaut zurückziehen, ein Schnürring bilden.








      Diese zweite Graphik, die ebenfalls aus dem Studien-Artikel stammt, gibt die Häufigkeit eines solche engen Ringes in den Altersgruppen wieder. Das zeigt, dass das dies ein sehr häufiges Phänomen ist, dass es normal ist, und dass es von allein wieder verschwindet.





      Die Graphik wurde mit folgender Bild-Erklärung versehen:

      .... schrieb:

      "Incidence of tight ring in prepuce was 84.3% at ages 0 to 6 months but it decreased with age to 8.6% at 11 to 15 years."

      Auf Deutsch:

      "Die Häufigkeit eines engen Ringes in der Vorhaut betrug 84.3% im Alter von 0 bis 6 Monaten aber verringerte sich auf 8.6% im Alter von 11 zu 15 Jahren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Sokrates ()

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    • Ja und das ist komplett normal. Das ist nur ein Zeichen, dass die Vorhautöffnung verengt ist. Selbstverständlich bildet sich da ein Ring, wenn man sie versucht, zu zurückzuziehen.

      Und wie man an der Graphik erkennt, ist es sogar noch sehr häufig: Bei der vorliegenden Studie wurde bei 20.4% der 5- bis 7-jährigen ein solcher Ring festgestellt.

      Ich frage mich auch, wie die Oberärztin darauf kommt, dass sich der Schnürring nicht mehr von allein zurückbilden wird. Es gibt ganz einfach eine medizinwissenschaftliche Grundlage, keine Studie, kein gar nichts, über die "Wahrscheinlichkeit der Zurückbildung von Schnürringen".

      Das einzige, was es gibt, sind Studien über die Vorhautentwicklung, in denen dieses Phänomen erwähnt wird. Aber diese stellen fest, dass dieser Ring von allein wieder verschwindet, wenn die Vorhaut sich weitet.

      Offenbar scheint diese Oberärztin auch kein allzu fundiertes Wissen über die normale Entwicklung von Vorhaut und Penis zu haben.


      Also wie gesagt: Dein Sohn hat eine völlig normale, physiologische Phimose, was in diesem Alter völlig normal ist. Der Schnürring ist nur die "logische Folge" dieser physiologischen Phimose, der sich bildet, wenn die Vorhaut zurückgeschoben wird und die verengte Endbereich weiter nach unten in Richtung Eichel wandert.

      Es gibt auch - und das muss ich auch ganz deutlich sagen, weil ich mich mit der medizinischen Literatur auskenne - keine medizinwissenschaftliche Grundlage für die Ansicht, dass ab einem bestimmten "Enge-Grad" der phimotischen Vorhaut eine spontane Rückbildung der physiologischen Phimose nicht mehr erfolgen kann. Ganz im Gegenteil, fanden alle seit 1968 veröffentlichen Studien zur Vorhautentwicklung auch immer wieder einen hohen Anteil von Jungen mit einer komplett verengten, kein bisschen beweglichen Vorhaut und stellten fest, dass dieser Anteil der Jungen mit solchen Vorhäuten bis spätetens dem Ende der Pubertät auf Null zurückgeht. "Zu eng" ist die Vorhaut nur, wenn es mit dem Urinieren nicht mehr funktioniert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Sokrates ()

    • Siehst Du die Ärztin und die Oberärztin jemals in nächster Zeit wieder?

      Den falls ja, könntest Du die Studie (cirp.org/library/normal/kayaba) ausdrucken und mitnehmen. Dann könntest Du die Oberärztin über ihre fehlerhaftes Wissen in Kenntnis setzen oder zumindest die Assistänz-Ärztin in ihrem Urteil bestätigen.

      Das ist eine recht bekannte Studie, die auch häufig in der Fachliteratur von rennomierten Ärzten in vielen Fachartikeln zum Thema Phimose zitiert wurde. Vielleicht kann man die Oberärztin eines Besseren belehren.

      Aber dazu braucht es natürlich auch Selbstvertrauen und einen gewissen Mut. Und ich weiß natürlich auch nicht, wie gut Du im Umgang mit Menschen bist. Dazu kann ich dich nicht nötigen und will ich auch nicht. Das musst Du selbst entscheiden, ob Du dir das zutraust.
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