Erfahrungen Sex nach Beschneidung.

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    • Erfahrungen Sex nach Beschneidung.

      Hallo ihr lieben,

      ich weiß nicht ob ich jetzt hier richtig bin, aber ich bräuchte dringend mal ein paar Erfahrungsberichte.
      naja.... Sex Erfahrungen VOR und NACH der Beschneidung?!

      Kurz zu meinem Problem:

      (Ich bin eine Frau das schon mal vorneweg.)

      Mein Partner hat sich in den Kopf gesetzt sich jetzt mit seinen 27 Jahren beschneiden zu lassen. Er denkt dadurch könne er länger im bett und ich hätte dadurch mehr Spaß.
      Aber ich bin total dagegen. ;(
      Ich denke einfach das er sich alles dadurch versaut. Und er es bereuen wird. Ein mal weg nie wieder rückgängig zu machen.

      wie sind eure persönlichen Erfahrungen oder einfach die Vergleiche vor und nach der Beschneidung?
      Es wäre toll wenn mir jemand schreibt oder einfach antwortet.
      und falls ich hier meine Frage falsch gestellt habe, ich bin neu und kenne mich noch nicht aus ^^
      lg
    • Hallo boots86,

      Willkommen im Forum (welcome)


      Ich kann Dich gut verstehen. Ich wäre auch dagegen wenn mein Mann solche Ambitionen bekommen würde. Also ich empfinde den zum Teil, ewig dauernden Sex als schmerzhaft. Vorbei das sanfte miteinander, wie mit einem intakten Mann. So empfinden zwar nicht alle Frauen, aber wenn man wie ich, zu denjenigen gehört, die nicht ganz soviel Flüssigkeit produzieren, dann ist das wirklich nicht toll. Ich denke auch, er wird es bereuen, es sei denn er steht auf die härtere Gangart. Um ihn das auszureden würde ich ihm das Buch von Clemens Bergner "Ent-hüllt" bestellen. Wenn er das gelesen hat und immer noch der Ansicht ist, er müsse das machen lassen, dann will er das wirklich. Das mit dem länger können ist eher ein müssen. Dann lieber nach einer gewissen Zeit die zweite Runde einläuten 8)

      Viel Erfolg
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Was 'Bela2012' sagt.

      Damit Du einordnen kannst, was ich schreibe: Ich bin 58, wurde im Alter von sechs Jahren beschnitten. Mir wurde im Laufe der letzten zwei Jahre klar, schmerzhafterweise unverdrängbar (ich würde all dieses Wissen lieber wieder aus meinem Hirn brennen können!), was für Folgen meine Beschneidung auf mich, auf mein Psyche, mein Sexualverhalten und mein Sexualerleben hatte — und wie sich all dies in Konsequenz auch als tödlich für meine Beziehungen erwies, da alle meine Liebsten und ich zu jener Zeit noch nicht in der Lage waren, dies zu erkennen und überhaupt über unsere Sexualität richtig zu sprechen.

      Das »länger können« wird anfangs nicht stimmen, da die Eichel komplett freiliegt und noch sehr sensitiv ist, und später stimmt es auch nicht, weil sie nämlich austrocknen und verhornen wird — es wird dann »länger müssen«.

      Der männliche Teil des »Zweikomponentengleitmittels« fehlt, was dazu führen kann, dass der Geschlechtsverkehr »trocken« und möglicherweise nicht nur für Dich, sondern auch für ihn schmerzhaft wird.

      Er wird den Teil der leckeren Pheromone verlieren, der von seiner Eichel ausgeht, weil die Schleimhautzellen, die übrig bleiben, austrocknen (bzw. wohl auch Schleimdrüsen entfernt werden, Fachleute mögen mich bitte korrigieren).

      Es ist schrecklich.

      Ein roter Faden zieht sich durch all meine Beziehungen … die Letzte ist 15 Jahre her, ich habe aufgegeben … ich wurde nie richtig »glücklich« … dachte immer, »da muss doch noch mehr geschehen« … weitestgehend orgasmusunfähig … obwohl ich mich immer nur eingelassen habe, wenn ich glaubte, zu lieben … ich konnte dies alles erst im Rückblick erkennen und verstehen.

      Was geschah, war …
      • sie dachte, sie liebt mich nicht »genug«, oder sie sei »nicht gut im Bett«; und/oder
      • sie dachte, ich liebe sie nicht genug; und/oder
      • ich dachte, ich liebe sie nicht genug. Dass mit »ihr« irgendetwas nicht stimme, kam mir nie in den Sinn, da ich immer in Liebe war … ich hab’ immer gedacht, dass mit mir etwas nicht richtig sei oder dass ich es »nicht richtig« täte, bzw. dass ich besser nach jemandem suchen müsse, die ich wirklich »wirklich« liebe. Dass ich es bin, mit dem »etwas nicht richtig« ist, habe ich mittlerweile verstanden.
      Jedenfalls … hat eine/r von uns dann immer irgendwann verzweifelt aufgegeben und die Beziehung beendet.

      Ich erinnere mich an eine »Bettszene«, wo »sie« mich zornig und frustriert anschrie: »SAG MAL, SPÜRST DU ÜBERHAUPT ETWAS?« — und uns beiden war nicht klar, dass es in der Tat genau so war. Erst viel später habe ich mich an die Gefühle »dort unten« an meiner Eichel erinnert, die ich bis zu meinem sechsten Lebensjahr sehr wohl hatte — und auch damals schon genoss. Inzwischen ist es, als hätte ich dort eine Art weiches Gummi, gefühlloser als die Stelle auf dem Rücken meines linken Daumens, den ich mir mal versehentlich beinahe abgeschnitten hatte und wobei einige Nerven zur Hautoberfläche abgetrennt wurden.

      Ich weiß auch nicht, ob Du auf dieses »Hauruck-Ficken« stehst (entschuldige, mir fällt kein treffenderer Begriff ein).

      Stell Dir vor, Dir würde die Klitoris zuerst dauerhaft von ihrer Vorhaut »befreit« und danach aufs Knie transplantiert.

      Klingt merkwürdig? Wie ich es verstehe, wird bei klinischer Beschneidung…
      1. ungefähr die obere Penishälfte gehäutet.
      2. Dann wird das Vorhautblatt in zwei Hälften getrennt,
      3. die äußere Seite komplett entfernt,
      4. die innere, zur Eichel zeigende Schleimhautseite wird nach hinten (nach außen) geklappt, auf den gehäutete Schaft gelegt und mit der Schnittkante von Schritt 1. vernäht.


      Dadurch sind jetzt am Penis Bereiche »sensitiv« (die Anführungszeichen darum, weil sie später eben nicht mehr so sensitiv sind wie vorher), die es vorher nicht waren, mit einer möglichen Folge, dass der Mann immer das Gefühl hatte, er müsse viel tiefer und heftiger stoßen … was natürlich bei leidenschaftlichem Sex auch vorkommen und beiderseits gewünscht sein kann, wenn es aber das Einzige ist, was den Mann überhaupt etwas spüren lässt, dann schließt das jeglichen »sanften und liebevollen« Sex aus; tantrischer Sex? Vergiss es!


      Herzlichst, Tom
      • Vielen dank für die Antworten.

      ja der letzte Satz trifft zu.

      "was natürlich bei leidenschaftlichem Sex auch vorkommen und beiderseits gewünscht sein kann, wenn es aber das Einzige ist, was den Mann überhaupt etwas spüren lässt, dann schließt das jeglichen »sanften und liebevollen« Sex aus; tantrischer Sex? Vergiss es!"

      Mein Exmann war auch beschnitten und in der Tat war ich nicht glücklich mit unserem Sexualleben. Aber ob das was mit der Beschneidung zu tun hatte??

      Bei meinem jetzigen Partner ist es schon so,
      >dass ich öfters auf das harte und heftige stoßen stehe daher würde mich das nicht unbedingt stören.( Aber ich will es eben nicht immer nur so hart!)
      >Gleitmittel brauchen wir auch so oder so immer viel.
      Aber bzw gerade weil es ihm so mega gut gefällt, es so intensiv für ihn ist und er auch "früh" kommt, gefällt es mir ja. (Für ihn heißt früh kommen immer wenn er vor mir kommt) Was ja aber eigentlich bei fast allen Männern so ist :)

      Es klingt vielleicht doof aber nur so hab ich auch ein gewisses Selbstbewusstsein und fühle mich nicht "schlecht " im Bett.
      (War es bei deinen Partnerinnen vielleicht auch manchmal so Tom?)

      Wenn ich jetzt nach einer Beschneidung immer das Gefühl haben müsste, ich muss alles geben, mich abrackern und es nur noch aus harter Arbeit besteht, wo ist dann das Vergnügen? Der Reiz? Die Entspannung?
      Anders rum denkt er genau so was mich betrifft. Er muss es sich immer verkneifen und wenn er dann kommt fühlt er sich schlecht und als Versager.
      Er denkt der einzige Weg sei jetzt die Beschneidung
      >>das machen die Pornostars doch auch so<<
      Ich möchte dass er das auf keinen Fall bei sich machen lässt.

      Hätte gerne mal eine Erfahrung von jemandem der es erst später hat machen lassen. Weil zb alle Männer die ich im Bekanntenkreis gefragt hatte, wurden als Kind beschnitten und kennen es nicht anders. Sie meinen alles wäre super und sie vermissen nix.

      Ich werde das Buch ent-hüllt mal bestellen. Danke Bela2012 :)
    • Hallo boots, auch von mir ein herzliches willkommen.

      Wenn ich dich recht verstehe, will dein Freund dass nur machen, weil er glaubt damit länger zu können, er meint dich somit besser befriedigen zu können? Rede mit ihm, erzähl ihm dass was du hier gesagt hast, wie schön es für dich ist ihn so zu erregen, das er vor dir kommt...

      Um länger zu können, da gibt es andere Wege das zu lernen. Aber man kann sich auch einen Teil seines Augenlichtes nehmen lassen um länger in die Sonne sehen zu können...oder eine Sonnenbrille kaufen ;)

      Pornostars machen das auch so...da gibt es auch die Geschicht eines Pornostsrs, der dies machen liess und sich deswegen das Leben nahm.

      Ich liess es als Erwachsener machen. Vor nun bald 16 Jahren.Ich bereue es noch heute. Jeden Tag. Ich habe immer noch Schmerzen an meiner Narbe. Ich muss mich abrackern, körperlich und geistig, damit ich es überhaupt zu einer Ejakulation bringe. Orgasmus ist weg, fühle mich seither nicht mehr befriedigt. Vaginal zu kommen, ein Problem, oral geht gar nicht mehr. Da ich früher nicht mit meiner Frau darüber sprach, dachte sie, sie sei Schuld, sie würde mir nicht genügen, sie könne mich nicht befriedigen, sie hatte Schmerzen weil ich so lange brauchte und traute sich nicht es zu sagen.

      Der Sex mit deinem Exmann, geh mal in dich, was war da so anders, was hat dir nicht gefallen, wo gab es Probleme? Nicht hier antworten, nur für dich. Er dachte sicher, er hätte keine Probleme, wäre alles super, er vermisse nix...so wie die anderen, die du fragtest?

      Rede mit ihm, er soll dir genau erklären, was er sich von diesem UNUMKEHRBAREN Eingriff verspricht...und länger können kann man lernen...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Urolüge ()

    • Hey boots,

      willkommen im Forum. Ich wäre an deiner Stelle vorsichtig mit Aussagen von anderen Männern, selbst wenn das gute Bekannte oder Freunde sind. Zunächst einmal wird die Anzahl der Menschen die frei und offen mit anderen Menschen (vor allem mit dem anderen Geschlecht) über Probleme im Bett sprechen wohl eher gering sein. Dann ist da noch dieser Widerspruch in deren Aussage. Die klingt fast schon wie eine philosophische Frage. "Kann man etwas vermissen das man nie gekannt hat?"
    • boots86 schrieb:

      Mein Exmann war auch beschnitten und in der Tat war ich nicht glücklich mit unserem Sexualleben. Aber ob das was mit der Beschneidung zu tun hatte??
      Als ich ca 18 war, hatte ich einen Freund (19), der war als sehr kleines Kind beschnitten worden. Er war sehr stolz auf seine Beschneidung. Medizinisch war es eine sehr gelungene Beschneidung. Kein Rest von Vorhaut radikal alles weg was geht. Aber keine Hautbrücken oder so. Er war sehr romantisch und liebevoll, doch mit dem Sex war das so eine Sache. Er tat mir weh. Ärzte suchten Ursachen, und meinten immer wir sollten uns mehr Zeit beim Vorspiel lassen. Doch ich weiß heute das es nicht daran gelegen hat. Ich war feucht, doch die fehlende Vorhaut war der "Übeltäter". Unsere Beziehung ging auseinander, weil wir uns immer gegenseitig Vorwürfe machten. Ich warf ihm Egoismus vor und er mir ich sei halt kalt wie ein Fisch. Das die Vorhaut einen Gleitmechanismus hat, wussten wir beide nicht. Das er zu wenig empfindet, nahmen wir gar nicht war. Das er keine Kondome benutzen konnte, weil sonst null Gefühl mehr vorhanden war, habe ich ihm damals nicht geglaubt, weil doch eine Beschneidung angeblich nicht schadet. Ich warf ihm vor, die Verhütung auf mich abwälzen zu wollen. So ging es dann auseinander.

      Ich bin nun seit 20 Jahren mit einem intakten Mann verheiratet, ich garantiere Dir, das ist kein Vergleich. Da wo man einen intakten Mann zart berühren muss um ihn auf Touren zu bringen, muss man sehr hart zupacken um bei einem beschnittenen Mann etwas Empfinden hervor zu locken. Zufrieden sind die meisten beschnittenen Männer. Vor allen die, die als kleine Kinder beschnitten wurden. Sie kennen es nicht anders und hinzu kommt, das ihnen oft eingetrichtert wird sie wären mit Beschneidung erst perfekt. Dann gibt es noch die verschiedenen Beschneidungsarten ....

      Beschnittene müssen viel Reibung durch harte Stoßtechniken erzeugen. Intakte Männer dürfen sich treiben lassen...

      Wenn er sich Sorgen macht, das Er Dir nicht genügt, dann zeig ihm das das so nicht stimmt. Ihr könntet zum Beispiel nach einer kurzen Pause die zweite Runde einläuten ...

      ...oder so ...

      Sieh Dich hier weiter um. Es gibt hier einige Erfahrungsberichte von Männern, auch von Männern die das später haben machen lassen.

      Vor allem ist wichtig in einer Beziehung, ehrlich zueinander zu sein und über alles zu reden.

      Ich drücke Euch die Daumen
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Hallo boots86,
      auch von mir erstmal ein herzliches Willkommen! (welcome)
      Ich finde es toll, dass Du Dich VOR der Operation hier meldest, um Dich zu informieren. Meist haben wir es nämlich mit Fällen zu tun, in denen schon Fakten geschaffen wurden. Bei Dir bzw. Deinem Partner sieht das zum Glück noch anders aus.

      Zunächst mal:
      Es gibt eine Menge Männer, die ohne Vorhaut glücklich sind, es gibt auch viele Frauen, die diesen Zustand bevorzugen. Doch wie ein Mann sowie seine Sexualpartnerinnen bzw. -partner auf den Eingriff reagieren werden, kann niemand voraussagen. Deshalb ist es enorm wichtig, ALLE Fakten zu kennen. Nur ausreichend informiert sollte man eine so gravierende Entscheidung treffen.

      Dabei ist es zunächst wichtig, den Aufbau und die Funktionen der Vorhaut zu kennen.
      Die Vorhaut schützt zunächst die Eichel vor übermäßiger Reibung, Reizung und Austrocknung. Dadurch bleibt sie empfindlich und feucht.
      Weiterhin trägt die Innenseite der Vorhaut eine große Anzahl an Nervenendigungen und Tastkörperchen, die für feine und feinste Berührungsreize empfänglich sind. Die Eichel selbst dagegen trägt diese Tastkörperchen in weit geringerer Zahl nur am Eichelkranz. Sonst ist sie eher für tiefere Druckreize und Schmerzempfinden empfänglich.
      BEIDES, zarte Berührungsreize und tiefe Druckempfindungen gehören zum kompletten Spektrum sexuellen Empfindungsvermögens. Fehlt ein Teil, ist die Reizung nicht nur geringer, sondern vor allem weniger facettenreich.
      Eine weitere Funktion der Vorhaut hat Insatiabilis schon genannt: Die natürliche Gleitfunktion der Vorhaut. Indem der Penis in seiner eigenen Hülle gleitet, wird die Penetration für beide Partner angenehmer. Eine Frau, die viel Feuchtigkeit produziert, wird auch mit einem "beschnittenen" Penis schmerzlosen Verkehr haben können und so manche Frau bevorzugt auch stärkere Reibung. Sobald die natürliche Lubrikation jedoch nachlässt oder Frau oder Mann empfindlicher reagieren, wird der Verkehr schnell schmerzhaft ohne Vorhaut.

      Ein weiterer Punkt ist:
      Selbst der beste und erfahrenste Chirurg kann einen Fehler machen, kann Nerven durchtrennen, die nicht durchtrennt werden dürfen. Es können schmerzende Narben entstehen, Verwachsungen oder Neurome, also Nervenknoten, die bei jeder Berührung große Schmerzen verursachen.
      Niemand kann voraussehen, wie eine Operation, zudem eine, die aus medizinischer Sicht völlig unnötig ist, ausgeht.

      All dies muss man wissen, um eine wohlüberlegte Entscheidung treffen zu können, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

      Dein Partner möchte im Bett länger durchhalten. Dies durch die "Beschneidung" erreichen zu wollen, ist Unsinn, entschuldige das harte Wort. Denn wie schon gesagt, es wird ja nicht nur die "Menge" an Reizen reduziert, sondern auch ihre Bandbreite. Es ist also gut möglich, dass Dein Partner nach einigen Jahren bemerkt, wie viel ihm seither fehlt. Dann ist es jedoch zu spät.
      Es gibt andere Methoden für Männer, den Orgasmus hinauszuzögern und länger durchzuhalten. Ein sehr gutes Buch dazu ist "Öfter, länger, besser" von Mantak Chia. Der Titel ist etwas reißerisch, wie ich finde, aber das liegt wohl an der Übersetzung. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!

      Zwei Dinge noch:
      Du schreibst, Dein Mann argumentiert, Pornostars würden "das auch machen". Ja, stimmt. Aber was bedeutet das schon? Haben nicht die meisten Pornodarstellerinnen Silikonbrüste? Sollte man Pornografie nicht als das sehen, was sie ist, nämlich die Vorspiegelung falscher Tatsachen, die mit der Realität nichts zu tun hat?
      Was drei der bekanntesten Pornostars zu diesem Thema sagen, kannst Du hier nachlesen.

      Und da Du nach Erfahrungen von Männern gefragt hast, die sich als Erwachsene haben "beschneiden" lassen, hier ein sehr guter Artikel eines solchen Mannes.

      Ich wünsche Euch beiden, dass Ihr die richtige Entscheidung trefft, egal, wie sie ausfällt.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Insatiabilis schrieb:

      tantrischer Sex? Vergiss es!
      Ich möchte dies jetzt gerne doch mal relativieren:

      Tantrischer Sex kann möglicherweise auch ein Weg für beschnittene Männer sein, um ihre Verletzung zu verarbeiten, die Tatsache in ihr Leben zu integrieren, den Mangel an Sensitivität kompensieren zu lernen.

      Es bedeutet aber Arbeit und bewusste Beschäftigung mit dem Thema, um quasi eine Phantomvorhaut in unserem Bewusstsein zu erwecken, und und etwas Ähnliches für unempfindlich gewordene Haut der Eichel.
    • Ich schließe mich da Insatiabilis an. Bevor der DTR da war und ich mit dem Restoren so richtig angefangen haben, habe ich meine Eichel und meine verbliebene Vorhaut erstmal nur geschützt. Das hat nach zwei Monaten dazu geführt dass es mir bei der SB bereits gereicht hat die Eichel an der Unterseite zu umgreifen und sanft rythmischen Druck darauf auszuüben.
    • Was ich mich bei so einem Fall wie du ihn schilderst boots, frage: Warum kommt jemand, der offensichtlich keinerlei med. Problem mit seiner Vorhaut hat überhaupt auf die Idee, sich da rumschneiden zu lassen, was treibt ihn an?

      Jeder Mann würde doch nur seine Sexualität geniessen, erleben, was weiss ich...aber eine Op? Mit was ist er unzufrieden? Ist da ein ernstzunehmender Leidensdruck?
      Schönheitsops sind ja heute gang und gäbe...aber der Leidensdruck oft nur ein verzerrte Selbstwahrnehmung, ein hinterherhecheln nach irgendwelchen (unerreichbaren) Idealen?

      Was will dein Freund erreichen, meint er mehr Mann zu sein, wenn er länger kann? Meint er so sein Selbtbewusstsein steigern zu können? Irgendwas nagt da...

      Ich hoffe jedenfalls ihr zwei findet einen gemeinsamen Weg und eine Lösung des Problems (und ein operativer Eingriff ist in diesem Fall meiner Meinung nach sicher die schlechteste Lösung )
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Hallo Boots86,

      ich habe mich auch erst mit 18 Jahren beschneiden lassen, da ich eine Phimose hatte und mein Arzt anscheinend nichts anderes kannte. Das war vor knapp 10 Jahren. Ich kenne also den Vergleich mit und ohne Vorhaut, auch wenn ich vor der Beschneidung noch keinen Sex hatte.

      Das mit dem länger können empfinde ich tatsächlich als Qual. Beim Verkehr dauert es teilweise elendig lange, dass ich schnell die Motivation und den Spaß verliere. Das wirkt sich natürlich auf beide Seiten einer Partnerschaft aus. Das Gefühl beim Sex würde ich als stumpf oder taub beschreiben. Zum Höhepunkt kann ich nur durch Handbetrieb kommen, dass trägt natürlich nicht gerade dazu bei, dass man überhaupt noch gerne Sex hat.

      Es gibt im Leben auch wichtigeres als Sex. Wenn das mein einziges Problem nach der Beschneidung gewesen wäre, könnte ich das tatsächlich verschmerzen. Viel mehr beeinflusst es sogar mein ganz normales Leben, was seitdem eben nicht mehr wirklich normal verläuft. Jeder Klo gang, jedes duschen oder jedes mal wenn ich nackt bin werde ich daran erinnert. Ich sehe jedes mal diese hässliche Narbe und die Hautbrücke die sich gebildet hat. Je nach Tagesform ist das ganze auch ziemlich gereizt und empfindlich, mit der Folge das es den ganzen Tag bei jedem Schritt und Tritt reibt.

      Jeder Mann nimmt solch einen Eingriff natürlich anders wahr, viele haben überhaupt keine Probleme damit, auf der anderen Seite gibt es aber auch leider zu viele die eben zum Teil schwerwiegende Problem mit diesem Eingriff haben und teilweise ihr ganze Leben damit zu kämpfen haben.
      Ihr sollte euch genau Überlegen, ob dieser Eingriff wirklich das Richtige für deinen Mann ist, denn die Komplikationen die es eben gibt, können radikal in euer Sexualleben aber auch in den ganz normalen Alltag eingreifen.
      Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit. (Anatole France)
    • Urolüge schrieb:

      frage: Warum kommt jemand, der offensichtlich keinerlei med. Problem mit seiner Vorhaut hat überhaupt auf die Idee, sich da rumschneiden zu lassen, was treibt ihn an?
      Als Junge wollte ich auch immer beschnitten sein. Meine 2 besten Freunde in der Schulzeit waren auch beschnitten und ich empfand das irgendwie immer besonders. Einer von beiden ist damit auch immer recht offensiv Umgegangen, was bei mir das Gefühl verstärkt hat auch so sein zu wollen.
      Die Phimose hat mir dann Quasi die Entscheidung abgenommen und man hörte ja auch nie wirklich etwas negatives über die Beschneidung.
      Mein Urologe klärte mich auch nicht sonderlich über Nebenwirkungen und Konsequenzen auf (vielleicht weil er sie selbst nicht kannte?), dadurch bin ich natürlich auch recht leichtfertig an diese OP heran gegangen. Was ich natürlich heute mehr als nur bereue. Das Ende vom Lied Meine Beschneidung mit 18, der größte Fehler!!!

      Die Beschneidung sollte wirklich die allerletzte Option sein und auch nur dann wenn es medizinisch wirklich nicht mehr anders geht (was nur sehr selten der Fall ist). Ohne medizinische Indikation ist diese OP völlig sinnlos und ohne jeglichen Vorteil.
      Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit. (Anatole France)
    • @Franke87
      Was hat dich mehr fasziniert, die Beschneidung, oder der offensive (coole?) Umgang deines Freundes mit seiner Beschneidung?

      Aber ist so ein offener , ja vielleicht sogar provokanter Umgang mit dieser Sache normal? Oder auch nur eine Bewältigungssrategie des unvermeidlichen, nicht mehr umkehrbaren Zustandes? So wie andere sich damit verstecken, schämen, in sich zurückziehen?

      Aber hättest du Sexualität ohne Phimose, als etwas unbeschwertes und befriedigendes, entdecken, kennenlernen und erleben dürfen, keinerlei Vorhautprobleme gehabt, hättest du auch nur einen Gedanken an eine Beschneidung vergeudet?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • @boots86: Hast Du mit Deinem Partner schon gesprochen? Wie denkt er inzwischen darüber?
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Urolüge schrieb:

      Was hat dich mehr fasziniert, die Beschneidung, oder der offensive (coole?) Umgang deines Freundes mit seiner Beschneidung?
      Ich denke mal das es eine Mischung aus beidem, Faszination und sein Umgang damit, dazu beigetragen haben, dass ich auch so sein wollte.
      Er hat es eben auch immer als etwas besonderes vermittelt.
      Das hat bei mir glaub ich schon in der 2. oder 3. Klasse angefangen, mit dem Gedanken so sein zu wollen.



      Urolüge schrieb:

      Aber ist so ein offener , ja vielleicht sogar provokanter Umgang mit dieser Sache normal? Oder auch nur eine Bewältigungssrategie des unvermeidlichen, nicht mehr umkehrbaren Zustandes? So wie andere sich damit verstecken, schämen, in sich zurückziehen?
      Ich bin mir heute sicher das es eine Schutzmaßnahme von ihm war. Ich hab paar mal mitbekommen wie er deswegen gehänselt wurde. Auch in der Pubertät war das mal der Fall, da hat er gar nicht darauf geantwortet, was bei seiner großen Klappe eigentlich nie vorkam.
      Ich denke im Nachhinein schon das es ihn beschäftigt hat.

      Urolüge schrieb:

      Aber hättest du Sexualität ohne Phimose, als etwas unbeschwertes und befriedigendes, entdecken, kennenlernen und erleben dürfen, keinerlei Vorhautprobleme gehabt, hättest du auch nur einen Gedanken an eine Beschneidung vergeudet?
      Meine Probleme hatten mir die Entscheidung leicht gemacht, mir wurde dadurch die Entscheidung gar abgenommen, es gab ja einen (angeblichen) Grund.

      Ohne Probleme aber, denke ich nicht das ich mich überhaupt dazu getraut hätte. Warum sollte man auch, etwas intaktes und funktionierendes entfernen? So weit wäre ich nicht gegangen!
      Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit. (Anatole France)