Neuer Urologenflyer - Jungensprechstunde

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    • Wieso erwähnen die dass die Eichel empfindlich ist, aber sagen nichts über die Empfindlichkeit der Vorhaut? Auch sonst nicht gerade differenziert. Sie könnten ja noch was zur inneren Vorhaut/dem gefurchtem Band schreiben.

      Eichel - ist der sehr empfindliche vordere Teil des Penis.
      Vorhaut - bedeckt und schützt die berührungsempfindliche Eichel.
      Also bei mir sind die Reste der Vorhaut viel empfindlicher als die Eichel. Ich denke das wird sich auch nicht ändern, wenn die überflüssigen Keratinschichten mal weg sind.
    • Das Frenulum ist offenbar auch nicht besonders empfindlich, es hat im Grunde gar keine Funktion, bzw. es "liegt" einfach so rum.

      Wichtig für Jungen ist aber zu wissen, dass in die Schwellkörper ungefähr 250ml Blut hineinpassen. Nicht dass die Vorhaut aus zwei separaten Schichten besteht, das innere Vorhautblatt als Schleimhaut ausgebildet ist, beide Blätter zusammen rund die Hälfte der sensiblen Oberfläche des Penis ausmachen.

      Stattdessen wird die Vorhaut als problemlos entbehrlich dargestellt:

      Beschnittene Jungen haben keine Vorhaut. Sie wurde aus religiösen oder medizinischen Gründen durch eine Operation entfernt.


      Oder einfach so, aus Jux und Tollerei, auf Elternwunsch, das Gesetz erlaubt es ja, und - der zahlende Kunde ist König!
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    • flyguy schrieb:

      Wieso erwähnen die dass die Eichel empfindlich ist, aber sagen nichts über die Empfindlichkeit der Vorhaut?

      Sowohl den muslimischen Jungen als auch den Kindern, die an Phantasien des Urologen leiden, muss weiterhin beschwerdefrei die Vorhaut amputiert werden. Informationen über die Bedeutung der Vorhaut für die männliche Sexualität können zu einem Rückgang der Operationszahlen führen.
    • Hier gibt es Kontaktadressen zum Artikel - ist zwar irgendwie nur ein Blog, aber eine der Herausgeberinnen gehört der Deutschen Gesellschaft für Urologie an. Was ich jetzt wichtig finde, ist, dass die Urologen sofort Feedback bekommen für ihre medizinisch unseriösen Behauptungen. Ich werde mich am WE auch mal mit einklinken. Was ist das denn bitte für eine Berufsgemeinschaft, die von ihrer eigenen Materie offenbar nicht viel versteht, aber damit wirbt, dass man sich mit Fragen an sie wenden soll? Ist es zu viel verlangt, dass Urologinnen und Urologen eine wissenschaftliche Grundlage benötigen für ihre "medizinischen" Einschätzungen?

      medizin-am-abend.blogspot.de/2…de-forderung-der.html?m=1
    • Tabus gibt es unter jungensprechstunde.de nicht, wohl aber medizinisch verlässliche Infos.
      Medizinisch verlässliche Info von Urologen...aber nicht zum Thema Vorhaut...verlässlich sind doch nicht einmal die Infos aus dem neuen Phimoseflyer der DGU, anstatt auf Funktion der Vorhaut und mögliche neg. Folgen einer Beschneidung hinzuweisen, wurde der Flyer um das hier ergänzt
      Die in diesem Flyer enthaltenen Informationen stellen weder einen Ersatz
      für Beratungsleistungen oder Empfehlungen Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt noch
      eine rechtliche Beratung dar. Eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit
      der Angaben wird nicht übernommen.
      Und die gängige Empfehlung bei Vorhautproblemen von Urologen (würg)



      Für die Qualifikation der Urologinnen und Urologen, die eine Jungensprechstunde anbieten, sorgen die Urologen mit einem bundesweiten Fortbildungskonzept, und auch auf dem 67. DGU-Kongress vom 23. bis 26. September 2015 in Hamburg steht die Jungensprechstunde auf dem Programm.
      Dann lernt auch was zum Thema Vorhaut, und nehmt endlich Männer wahr, die unter den Folgen ihrer Beschneidung leiden und zieht endlich die notwendigen Konsequenzen daraus...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Tabus gibt es unter jungensprechstunde.de nicht, wohl aber medizinisch verlässliche Infos.

      da kann ich mich gerade nur noch aufregen...verlässliche Infos zu Vorhaut (und Sexualität) von Urologen...da kann man doch gleich ein (ahnungsloses) Schwein zum Metzger schicken, und es ihn fragen lassen, womit er denn sein Geld verdiene...
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    • Ich möchte darauf hinweisen, dass das Urologenportal zu den meistgenutzten und meistverlinkten Internet-Seiten zum Thema Vorhautamputation gilt. Noch immer wird ihm im Falle von widerstreitenden Angaben das größte Vertrauen entgegengebracht. Insofern bin ich der Meinung, dass die Möglichkeit, an der Meinungsumfrage teilzunehmen, eine einmalige Chance bietet - um zu verdeutlichen, was man von solchen "Informationen" hält.

      Startseite Urologenportal:
      Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen zu urologischen Themen. Darunter: "Die Beschneidung beim Mann".
      weiter
      urologenportal.de/index.html

      Informationsseite "Beschneidung beim Mann", auszugsweise:

      Ist eine Beschneidung für die Gesundheit von Vorteil?

      Einen gewissen Vorteil bietet die nach der Beschneidung einfacher durchzuführende Reinigung des Gliedes. Weitere Gründe, die angegeben werden, sind die Verringerung der Gefahr von Entzündungen der ableitenden Harnwege und von durch Geschlechtsverkehr übertragenen Krankheiten.


      Ist die Beschneidung mit Gefahren verbunden?

      In der Regel ist eine Beschneidung (Zirkumzision) ein komplikationsarmer Eingriff. Dennoch kann es, wie bei jedem ärztlichen Eingriff, zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen. Meistens sind diese Komplikationen leicht und sprechen gut auf eine Behandlung an. Mögliche Komplikationen können sein:
      Allergische Reaktionen auf z. B. auf das örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhesie), wenn die Beschneidung in örtlicher Betäubung durchgeführt wird.
      Leichte Schmerzen
      Blutungen aus dem Narbenbereich, Bildung eines kleinen Blutergusses
      Schwellungen
      Falls die Vorhaut nur teilweise entfernt wurde, kann es durch Schrumpfung des Narbengewebes erneut zur Ausbildung einer Verengung kommen.
      Selten beschreiben Männer nach einer Beschneidung leichte Gefühlsstörungen im Bereich der Eichel. Diese Veränderungen sind in der Regel vorübergehend. Mittel- und Langfristig sollten keine Veränderungen der Empfindsamkeit der Eichel resultieren. Das anfänglich ungewohnte Gefühl der freiliegenden Eichel lässt nach einigen Tagen nach.


      Hat die Beschneidung Auswirkungen auf das Liebesleben?

      Manche Männer berichten über verstärkte Höhepunkte beim Geschlechtsverkehr (Orgasmen). Auch vermehrte Ausdauer beim Geschlechtsverkehr wird angegeben.


      In welchem Alter sollten Kinder beschnitten werden?

      Es gibt viele Meinungen zu der Frage, wann der optimale Zeitpunkt für eine Beschneidung ist. Bei einer medizinischen Indikation (häufige Entzündungen, Beschwerden beim Wasserlassen etc.) sollte eher eine zeitnahe Operation angestrebt werden. Grundsätzlich ist eine Beschneidung eher im jüngeren Alter anzustreben. Im jugendlichem Alter, wenn die Sexualität entdeckt wird und eine Vorhautenge Probleme bei der Erektion, Masturbation etc. macht, kann eine erst dann durchgeführte Beschneidung die psychische Verarbeitung der OP erschweren. Insgesamt sollten Sie mit dem Urologen die individuelle Situation besprechen und einen Operationszeitpunkt festlegen.

      urologenportal.de/beschneidung.html
      Stand:
      22.06.2015
      Autorin: Karin Janke, aktualisiert und ergänzt Dr. Claudia Krallmann

      Siehe auch: beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=3670

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Maria Werner ()

    • Es ist auf alle Fälle irreführende Werbung und Täuschung. Vorsätzliche Täuschung ist schwer zu beweisen.

      *Kotz*

      Wenn es in diesem Land tatsächlich Kinder- und Patientenschutz gäbe, wäre diese Seite ruck-zuck vom Netz. Und die .de-Domain beschlagnahmt, und ähnliche Seiten würden aus der Google-Suche gestrichen.
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    • Ich hab die Umfrage durchgearbeitet. Es tat richtig gut, diesem inkompetenten Haufen mal die Meinung zu geigen.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Ich habe mir gerade die Seite jungensprechstunde.de angesehen und mir auch mal den Beitrag vom SWR der dort unter Links zu finden ist angehört.

      Was mir nicht gefällt ist wie so oft Vorhaut zu eng = am besten Beschneidung. Da hätte man meiner Meinung nach schreiben müssen das es Möglichkeiten zur Behandlung gibt ua. Beschneidung aber eben auch salbe oder Op mit vorhauterhalt. soviel Platz hätte das in der broschüre nicht gekostet. Eine OP zum Erhalt der Vorhaut oder salbe sind vielleicht garnicht mal günstiger als eine komplette Beschneidung. Durch Aufwand und Dauer der Behandlung vielleichtsogar teurer für die Krankenkasse, ein Schelm wer Böses dabei denkt... :sleeping: Nur mal so zum drüber nachdenken, gibt ja oft genug Fälle wo die Kasse sagt, ist zwar besser aber teuer also wird das nichts..

      Grundsätzlich, und da könnt ihr mir von mir aus den kopf für abreissen, was durch den PC schwierig wird finde ich den Ansatz der Jungensprechstunde nicht schlecht. In meiner Schulzeit, bin jetzt 30, so um 1998-2001 kam das Thema in der Schule dran wurde zwar auch schon offen gesprochen. Auch die J 1 Untersuchung gab es schon, nur die wurde dann bei vielen wohl nur durch zufall gemacht. Zumindest war ich da nie und soweit ich weiß auch meine Schwester nicht. Bei mir war das dann so mit ungefähr 9 oder 10 Jahren wurde ich mal komplett untersucht also auch Penis zeigen und Hoden abtasten. Danach war bis zur Ausbildung nichts mehr und da war nur Blutabnahme Bauch abtasten, Gelenke, Rücken und fertig. "Unten rum " hat dann der Arzt mal wieder geschaut als ich wegen der Feuerwehr zum Arzt musste, da war ich über 20.
      In der Schule war die J 1 nie Thema, und sonst bekamen wir dann eine Broschüre. Auf einen Punkt gebarcht stand da drin: Mädels - Ihr solltet schon in der Pubertät vorsorglich zum Gynäkologen gehen, der wird euch Fragen beantworten. Im großen und ganzen solltet ihr auf Hygiene usw achten, ihr bekommt ja mal Kinder.
      Zu den Jungs- alles halb so wild, ihr habt nen Penis und Hoden, Vorhaut zurückziehen und waschen, Hoden mal atasten viel ist da ja nicht. wenn ihr Schmerzen beim pinkeln habt oder sonst was weh tut geht zum Arzt. Krebsvorsorge zahlt die Kasse ab dem 35. Lebensjahr.
      Da denkt man sich mit 15: "Cool Krebs bekommt man erst mit 35, dann mal fröhlich weiter." Aber trotzdem blieb immer ein Gefühl der Unsicherheit. "Soll ich mal zum Arzt, das der guckt ob alles okay ist ?.. ach wird schon nichts sein ! " Dazu kam das zum Urologen in meiner damaligenVorstelung immer nur ältere Männer gehen wenn sie nicht mehr pinkeln können.
      Auf den Punkt gebracht: Ich hätte es nicht schlecht gefunden in der Pubertät die Möglichkeit zu haben in so eine Jungensprechstunde zu gehen. Einfach um zu wissen alles ist okay und der Arzt ist auf die Fragen die ein Junge in der Pubertät hat eingestellt. Wenn so etwas gezielt angeboten wird ist die Hemmschwelle hin zu gehen vielleicht doch geringer. Da bin ich auch ganz ehrlich, ich sage zwar es hätte mich gefreut die Möglichkeit zu haben, ob ich den Mut gehabt hätte es zu machen das weiß ich heute nicht. Zur Beschneidung hätte er mich ja nicht mehr schicken können, da wäre er 13 Jahre zu spät dran gewesen :whistling: Mit 15 wusste ich allerdings auch schon das es auch anders geht.

      Was ich zum guten Schluß sagen möchte ist, eine gut gemeinte Sache sollte man nicht gleich schlecht reden. Aber man muss gucken das aus der gut gemeinten Sache auch eine gute Sache wird. Jungen und Männer sind eben Vorsorgemuffel, aber sie wurden auch dazu erzogen, ich denke der Ansatz das zu ändern ist schon gut. Abschmieren ist besser als schrauben, vorsorgen ist besser als heilen...

      Und bevor jetzt Spekultionen ins Kraut schießen: Damit meine ich keine vorsorglichen Beschneidungen oder sonst welche Operationen ! Auch damit habe ich so meine Erfahrungen...
    • Mr. M.: ich gebe Dir völlig Recht, der Ansatz einer Jungensprechstunde ist notwendig und richtig. Mir geht es jetzt nur darum, diese im Prinzip sehr gute Idee auf Herz und Nieren zu prüfen.

      Die Idee, pubertierenden Jungen die Hemmschwelle zu nehmen und ihnen auch einen Ansprechpartner für Fragen der Sexualität und der körperlichen Entwicklung zur Verfügung zu stellen, ist prinzipiell hervorragend. Ich unterstütze das sehr. Außerdem können auch schon junge Menschen Hodenkrebs bekommen.

      Dennoch bleibt ein mulmiges Gefühl. Urologen fehlt dermaßen grundlegend jegliche Fachkompetenz im Hinblick auf die Themen "Vorhaut" und "Vorhautamputation", dass ich eine Beratung der heranwachsenden Jungen durch sie - bei allen löblichen Einzel-Ausnahmen - für extrem gefährlich halte. Hinzu kommt die naturwissenschaftlich nicht begründbare Beschneidungs-Werbe-Seite "Beschneidung beim Mann" auf dem Urologenportal. Der Flyer kann ja nur im Kontext zu den übrigen "Informationen" gesehen werden. Das sieht mir alles nicht nach Zufall aus.
    • Maria Werner schrieb:

      Das sieht mir alles nicht nach Zufall aus.
      Nein, Zufall ist das sicher nicht:

      DGU schrieb:

      Flankierend werden wir mit Aktivitäten in den sozialen Netzwerken die vornehmlich jungen und damit internetaffinen Eltern über die häufigen kinderurologischen Erkrankungen und die Urologen als Ansprechpartner informieren.
      https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&postID=43476#post43476



      Ich sehe das wie Maria. Die Idee einer Jungensprechstunde ist hervorragend, ich erlebe Tag für Tag, wie dringend so ein Angebot gebraucht wird, wie groß der Bedarf bei den Jungs ist. Doch im Moment sieht es für mich nicht nach objektiver und umfassender Beratung aus, sondern entweder nach erschreckendem Un- und Halbwissen der Berater oder aber bewusster Manipulation der Jungen mit dem Ziel, möglichst viele Zirkumzisionen zu verkaufen.


      Vielleicht irre ich mich auch. Für einen Dialog mit den Verantwortlichen bin ich offen.
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    • Maria Werner, das freut mich ja schon mal zu hören und ich gebe dir da auch Recht. Natürlich bleibt ein mulmiges Gefühl wenn man das so liest wie die über Beschneidung denken. Im Prinzip und im vergleich zu anderen Operationen ist es ja auch wirklich keine große Sache. Nur die seelischen Folgen können zu einer großen Sache werden, aber psychische Probleme und Erkrankungen sind eben leider ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Es zählt wie so oft nur Stärke und Leistung da passt ein Problem wegen fehlender vorhaut schon garnicht rein. Das ist das viel größere Problem denke ich. Den Satz im Flyer "beschnittene Jungen haben keine Vorhaut" finde ich da schon gut, ich würde mir nur mehr Aufklärung zum Thema Vorhaut und Beschneidung im Zuge so einer Jungensprechstunde wünschen. Da sollte man auch Jungs Zeit und Raum geben darüber zu sprechen wenn sie schon beschnitten als Kind wurden, was trotzdem geht, was bleibt an Gefühl und wie erhällt man das. Uns wenn es denn Probleme an der Vorhaut gibt, was es für Alternativen zum abschneiden gibt. Allerdings bekomme ich immer mehr das Gefühl, das man sich öfter mal selbst schlau machen sollte bzw. muss wenn solche Entscheidungen anstehen.
      In Jugendzeitschriften meiner Krankenkasse konnte man auch Fragen stellen. Vorhautverengung kam da auch mal vor.. Antwort war: Beschneidung, kleine OP ohne Folgen für später, Sex geht problemlos.
      Ich hätte mal hinschreiben müssen, "Wurde mit zwei Jahren beschnitten und mir passt das jetzt garnicht mehr, was soll ich tun ?", mal gucken was daraus geworden wäre.
      Als wir in der Schule die Broschüren bekamen wurde den Jungs auch eher der gang zum Hausarzt oder zum Hautarzt empfohlen. Da stand schon drin Urologen beschäftigen sich mehr mit der Urinbildung, also den Nieren usw. Daher auch in meinem vorherigen Beitrag der Satz "Da gehen alte Männer hin wenn sie nicht mehr pinkeln können." Man hatte so das Gefühl, da gehörst du als Junge garnicht hin.

      Damit den kompletten Berufsstand in eine Ecke zu stellen bin ich aus persönlicher Erfahrung auch vorsichtig. Ich bin nebenberuflich in der Landwirtschaft tätig. Das Thema Massentierhaltung und die damit verbundenen Diskussionen dürften jedem bekannt sein. Mir platzt da allerdings jedes Mal der Kragen wenn den Scheiß den einzelne machen auf Alle übertragen wird, somit auch auf die, die versuchen es besser zu machen. Auch ich wurde deswegen schon angefeindet, komisch nur das ich selbst garkeinen Stall habe bzw. mit der tierhaltung zutun habe. Trotzdem stand ich indirekt mit am Pranger.

      Okay ich weiche ab, aber ich denke es kann jeder dazu beitragen es besser zu machen. Die werden diese Sprechstunden nicht anbieten um bei jedem Jungen Gründe zur Beschneidung zu finden. Sollte es Probleme mit der Vorhaut geben, dann hat man da eigentlich soviel Zeit sich nochmal umzuhören was es für Möglichkeiten gibt und sich dann zu entscheiden. Ist jetzt leicht daher gesagt aber es ist doch so. Beim Umbau am haus oder dem neuen auto hört man sich überall um, aber bei der Vorhaut oder allgemein der Gesundheit wird nichts hinterfragt. Wenn man sich nicht sicher ist hilft nachfragen oder eine zweite Meinung einholen. Die Ärzte mögen zwar keine eigenrecherchen, was man ja teilweise auch verstehen kan wenn der Patient meint er wäre totkrank weil google das sagt hat aber nur eine erkältung. Aber so ein einschneindendes ereignis sollte einm doch etwas Zeit zum bedenken und umhören wert sein.
      Ärzte sind auch nur Menschen und das urologenportal gibt eine Meinung des Verbands wieder, der Arzt kann da ganz anders denken...
    • @ Weguer

      Also das die möglichst viele Beschneidungen verkaufen wollen das kann bzw, will ich mir nicht vorstellen. Dann müsste ein Zahnarzt auch bei jeder Vorsorge Löcher finden, das wäre dann viel einträglicher für ihn als zu sagen alles gut bei dir. Da soll man ja schließlich mindestens ein- besser zweimal im Jahr antreten.

      Mir hat er am Freitag zwei Löcher gefüllt, die ersten seit sieben Jahren ;)

      Allerdings merke ich da gerade wie leichtfertig ich selbst mit der Meinung von Ärzten umgehe. Hab noch nie einen anderen Zahnarzt gefragt ob das wirklich nötig ist was der Andere sagt.
      Wobei sieben Jahre ohne Probleme und letztes Jahr ein Besuch beim Notdienst der mir das gleiche wie mein Zahnarzt gesagt haben für sich sprechen...
    • Lieber Mr. M,

      vielleicht ist dieser Artikel für Dich interessant:

      m.faz.net/aktuell/politik/besc…ter-schnitt-12625490.html

      Ausserdem die Information, dass in Deutschland mehr als zehn mal so häufig wg. Vorhautengen operiert wird als z.B. in Finnland.
      Dass Urologen die Fachärzte sind, die sich am wenigsten gegen die Legalisierung nicht-therapeutischer Vorhautamputationen ausgesprochen haben.
      Dass sie - was Erfahrungen zeigen - nur in wenigsten Fällen negativ Betroffenen Hilfe wg. Spätfolgen anbieten.
      Das alles zusammen hat mehr als ein Geschmäckle.
    • Mr.M schrieb:

      Also das die möglichst viele Beschneidungen verkaufen wollen das kann bzw, will ich mir nicht vorstellen.

      Leider ist es in unserem Gesundheitssystem aber so. Es zählt nicht der Mensch, sondern die Kohle die man mit ihm machen kann.

      Zudem hilft es immer noch sehr wenig sich nach einer zweiten Meinung von Urologen umzuhören, denn da einen Vorhautfreundlichen zu erwischen, gleicht gefühlt einem Lotto gewinn.

      Ich hatte damals auch noch die Meinung vom Hausarzt, wenn dann beide sagen kein Problem, dann geht man als junger Mann auch davon aus und hinterfragt das ganze nicht wirklich.
      Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit. (Anatole France)
    • Mr.M schrieb:

      Dann müsste ein Zahnarzt auch bei jeder Vorsorge Löcher finden, das wäre dann viel einträglicher für ihn


      Du wirst lachen, solche Zahnärzte gibt es. Auch da gibt es schwarze Schafe. Einer hat mal fünf Löcher an meinen Zähnen gefunden, und wollte sofort anfangen zu bohren. Mit den üblichen Horrorszenarien - sonst würden die immer grösser, und dann müsste man die Zähne irgendwann ziehen, Brücken, Gebiss...
      Unter einem Vorwand bin ich aus der Praxis geflüchtet, zu einem anderen Zahnarzt: "alles OK!", auf die Löcher und die Folgeschäden warte ich seit Jahrzehnten... und das war der nicht der einzige Zahnarzt von der Sorte, zu dem ich mich verirrt habe.

      Klar ist: in dem Moment wo der Zahnarzt bohrt hast du da ein Loch. Und niemand kann mehr beweisen, das da gar kein Loch war.
      In dem Moment wo die Vorhaut entsorgt ist ist es auch schwierig zu beweisen dass das ganze unnötig war. Jetzt wollen die Uros auch noch die Dokumentationspflicht ganz abschaffen, warum wohl?
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      Dass es für Jungs solche Ansprechpartner geben sollte, die ihnen bei Fragen und Problemen im Bereich Sexualität helfen können, steht für mich ausser Frage. Aber Urologen haben da in meinen Augen keine Kompetenzen (ein paar Ausnahmen vielleicht) Psychologen oder Sextherapeuten haben da meist mehr Ahnung, können besser zwischen körperlichen und psychischen Problemen differenzieren...ist das Kundenakquise...zur Früherkennung?

      Die letzten male als ich bei Urologen war bekam ich auch eine Untersuchung xD
      Werde ich nicht mehr...
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