Frau Özoğuz und ihr Migrationsbericht

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    • Frau Özoğuz und ihr Migrationsbericht

      Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoğuz (SPD, im Folgenden "die Beauftragte" genannt) hat gestern den neuesten Migrationsbericht vorgelegt. Es war nicht anders zu erwarten: Auch hier wird der "Beschneidung von Jungen" (im Folgenden von mir "Genitalverstümmelung" genannt) ein ganzes Kapitel gewidmet, nämlich "2.4 Religions- und konfessionsübergreifende Entwicklungen", S.284-287. Das Kapitel schließt mit den Worten:

      Aydan Özoğuz schrieb:

      Die Beauftragte begrüßt den Gesetzestext ausdrücklich. Sie sieht einen wesentlichen Mehrwert der gesetzlichen Regelung in der Beendigung der Verunsicherung durch die Herbeiführung der notwendigen Rechtssicherheit. Die Beauftragte bewertet das Gesetz darüber hinaus als deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zugehörigkeit von Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland sowie zu dem Recht auf freie Religionsausübung. Die positiven Reaktionen der Juden und Muslime auf die nun geschaffene Rechtssicherheit versteht sie insoweit als ein wichtiges Signal.


      Die Beauftragte möge sich doch bitte unter anderem folgende Fragen stellen:

      • Wie kann es sein, dass der Gesellschaft - die der Genitalverstümmelung von Jungen überwiegend ablehnend gegenübersteht - diese Menschenrechtsverletzung als im Elternrecht gesicherte, valable Option für alle (!) Jungen aus beliebigen (!) Gründen angedient werden musste, damit sich Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland zugehörig fühlen? Ist das, das und das also der so wichtige Wunsch, der allen Eltern, die ihn hegen, "ohne Wenn und Aber" [Zitat Seehofer] erfüllt werden muss, damit sie sich bei uns wohlfühlen? Kann es nicht vielmehr sein, dass mit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai 2012 die nicht strikt medizinisch begründete Genitalverstümmelung in Deutschland der Vergangenheit angehört hätte, weil es wohl kaum ein Lobbyverband der "Mütter gegen Keime unter männlichen Vorhäuten" oder der "von Arbeitslosigkeit bedrohten Kinderurologen" geschafft hätte, ein solches Gesetz durchzudrücken?

      • Was ist das für eine Rechtssicherheit, wenn nunmehr selbst die beschneidungsfreundlichen Juristen des diesjährigen Juristentages feststellen, dass die neue Norm erst "einer verfassungskonformen Auslegung dahingehend bedarf, dass die Vorschrift nur einen auf ein ernsthaftes religiöses Selbstverständnis gestützten Eingriff rechtfertigt" und "kulturell tradierte Sitten hierfür nicht ausreichen"?

      • Was ist das für eine Rechtssicherheit, die mutmaßlich auf einer grundgesetzwidrigen Norm basiert?

      • Und wo ist eigentlich die kritische Diskussion innerhalb der beschneidenden Gemeinschaften, die laut der für Beschneidung lobbyierenden Verbandsvertreter der einzig richtige Ort für eine Hinterfragung dieser archaischen Praxis sein sollte?


      Auf diese Fragen hätte ich gerne von Ihnen eine Antwort, Frau Özoğuz!
    • Die Antwort wird LMAA (steht natürlich für "lasst mich alles abstreiten") lauten. Alle deine Punkte ignoriert man schlicht und Politiker wie Richter werden sich da nicht gerne dran abarbeiten. Also weiter wie gehabt. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den rechtlichen und ethischen Fragen ist von dieser Seite nicht zu erwarten. Das mit der Rechtssicherheit tragen die Freunde der Genitalverstümmelung wie ein Mantra vor sich her und es wird durch jede Wiederholung ein wenig wahrer. Man merkt es ja schon an manchen Diskussionen, dass Leute, die nicht so tief in der Materie sind, §1613d BGB als ein schlichtes "Beschneidung ist doch erlaubt" zusammenfassen.
    • Özoğuz ist übrigens Wahlkreisnachfolgerin (Hamburg-Wandsbek) von Ingo Egloff, der am 12.12.12 lobenswerterweise gegen den Kinderverstümmelungsparagraphen gestimmt hatte.
      Ein Verteidiger von Kinderrechten weniger in der Partei, die immer noch von sich behauptet sie sei "sozialdemokratisch".

      Dass es mit "türkischem Background" auch anders geht, beweisen Sevim Dağdelen und Memet Kilic
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Kommentar des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

      beschneidung.die-betroffenen.d…/Lagebericht-Integration/

      Integration auf dem Rücken der Kinderrechte?


      Am Mittwoch, dem 29. Oktober 2014, legte die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz (SPD), dem Bundestag den 10. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor.
      Unter anderem nahm sie darin auch Stellung zum Ende 2012 in Kraft getretenen Beschneidungserlaubnisparagraphen 1631d BGB, der Vorhautamputationen ohne medizinische Indikation an minderjährigen Jungen aus jeglichem Grunde dem Erziehungsrecht der Eltern unterstellt hat.


      "Die Beauftragte begrüßt den Gesetzestext ausdrücklich. Sie sieht einen wesentlichen Mehrwert der gesetzlichen Regelung in der Beendigung der Verunsicherung durch die Herbeiführung der notwendigen Rechtssicherheit.
      Die Beauftragte bewertet das Gesetz darüber hinaus als deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zugehörigkeit von Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland sowie zu dem Recht auf freie Religionsausübung. Die positiven Reaktionen der Juden und Muslime auf die nun geschaffene Rechtssicherheit versteht sie insoweit als ein wichtiges Signal."



      Dies deckt sich mit den ihrerseits bereits im Zuge der Gesetzesverabschiedung gemachten Statements zu diesem Thema. Auch sonst hat sich in der Bewertung des Gesetzes in den vergangenen zwei Jahren bei Frau Özoguz nicht viel getan, obgleich der Bericht durchaus auch bedenkliche Zahlen zitiert:


      "Uneinheitlich blieben die Aussagen zu den medizinischen Risiken: Lt. dem American Jewish Committee (AJC) etwa sind Fälle schwerwiegender Komplikationen, die sogar zum Tod führen können, wissenschaftlich nicht haltbar. Abweichend davon spricht der o.g. ärztliche Berufsverband (Amn.: Berufsverband der Kinder- und Jugendärtze) von einer Komplikationsrate von immerhin 6%."



      Interessant ist hierbei, dass das Gesetz bei den dafür relevanten Kriterien keine Verbesserung, sondern gar Verschlechterungen mit sich bringt:
      so war die Einhaltung der Regeln der ärztlichen Kunst bei Operationen schon immer bindend, Ausnahmen davon gab es nicht.
      Diese wurden erst mit dem §1631d BGB eingeführt, der nun auch explizit die Ausführung einer chirurgischen Amputation eines Körperteils durch Nichtmediziner erlaubt. Wie die im Gesetz geforderte vergleichbare Befähigung in diesem Falle auszusehen hat, bleibt im Dunkeln.


      "In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der Zentralrat ein Zertifizierungsprogramm für Mohalim (jüdische Beschneider) in Deutschland eingeführt hat, damit definierte Standards (ärztl. Kunst) gewährleistet werden."



      Davon sind bisher nur wenige Details an die Öffentlichkeit gedrungen. Bekannt geworden ist, dass dort noch immer bereits als völlig unzureichend anerkannte Schmerzbehandlungen mit dafür nicht zugelassenen Mitteln (EMLA Salbe, Alkohol) empfohlen wurden. So gibt es auch keinerlei Hinweise darauf, dass eine gesetzlich vorgeschriebene ausführliche Aufklärung über zwingende und mögliche akute und lebenslange Schäden durch Vorhautamputationen nach aktuellem medizinischen Forschungsstand erfolgt, in welcher Form diesbezüglich Weiterbildungen erfolgen und wie mit möglichen Interessenskonflikten seitens religiöser Beschneider verfahren wird.


      Eine staatlich geregelte Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften, speziell ausserhalb von Kliniken und Arztpraxen, existiert ebenfalls nicht. Dies wiegt umso schwerer, wenn man bedenkt, dass schon nach kurzer Recherche im Internet aktuelle Anzeigen zu finden sind, die Vorhautamputationen unter ganz offensichtlich nicht fachgerechten Bedingungen bewerben. Auch der Stand der dort vermittelten Aufklärung steht teilweise in krassem Gegensatz zu den gesetzlichen Anforderungen.
      Es bleibt unverständlich, wie die Bundesbeauftragte das Gesetz begrüßen kann, wenn keine Maßnahmen erkennbar sind, die die von Fachärzten genannten Bedenken und das dokumentierte Leid von Jungen ausräumen könnten. Es dürfte Frau Özoguz bekannt sein, dass der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte bereits mehrfach in Pressemitteilungen auf die unverändert hohen Komplikationsraten hinwies.
      Insgesamt entsteht bei dieser Bewertung der Eindruck, dass Fragen des Kindeswohls weitgehend Interessen von Erwachsenen untergeordnet werden. Als deutliches Zeichen in diese Richtung weist die Tatsache, dass eine staatliche Erhebung von Daten über die Folgen des Gesetzes für die betroffenen Jungen und eine Evaluation des Gesetzes als solches abgelehnt wurden.
      Hier wäre ein wichtiger erster Ansatz für eine faktenbasierte Einschätzung des Gesetzes zu suchen.


      "Bei solcherart vorgenommenen Beschneidungen besteht daher kein Risiko der Bestrafung als Körperverletzung."



      Das ist in der Tat richtig. Das Risiko einer Bestrafung dafür, einem Jungen ohne medizinische Indikation die Vorhaut zu amputieren, ist gering: mit der Einordnung der Tat ins Erziehungsrecht der Eltern hat der Gesetzgeber Betroffenen den späteren Klageweg deutlich erschwert. Ein eklatantes Risiko hingegen besteht für den betroffenen Jungen: auf Schmerzen, schwere Loyalitätskonflikte, Störungen in der psychosozialen Entwicklung, auf noch über die Amputation der Vorhaut hinaus gehende Schädigungen und Verletzungen, Traumata und lebenslange Limitierung sexuellen Erlebens.


      "Außerdem müssen die Eltern den Willen des Kindes, soweit ein solcher schon gebildet werden kann, in ihre Entscheidung über die Beschneidung mit einbeziehen."


      Die von der Bundesbeauftragten gepriesene Rechtssicherheit betrifft im Falle von Vorhautamputationen an minderjährigen Jungen einzig und allein die ausführenden Parteien, also Eltern, Ärzte und rituelle Beschneider, nicht hingegen die betroffenen Kinder. Laut Gesetzestext muss deren Wille nicht beachtet, sondern sich nur mit ihm auseinandergesetzt werden - und das auch nur, wenn das Kind bereits in der Lage ist, diesen überhaupt hinreichend zu äußern. In der Praxis bedeutet dies, dass auch ein klares Veto des Kindes der Operation nicht zwingend im Wege steht, solange die Eltern dieses zur Kenntnis nehmen und das Kind daraufhin "überstimmen". All dies lässt den betroffenen Jungen völlig schutz- und rechtlos zurück.


      Der Lagebericht ist auch nicht imstande, folgende Widersprüche aufzulösen:
      Nicht medizinisch notwendige Operationen waren bis zum 12.12.12. grundsätzlich verboten, weil sie nicht dem Kindeswohl entsprechen können. Wie soll dann auf einmal eine medizisch nicht notwendige Vorhautamputation nur "im Einzelfall" nicht dem Kindeswohl dienlich sein, wo der Gesetzgeber dafür längst eine allgemein gültige Regelung getroffen hatte?
      Gleiches gilt für das Recht auf gewaltfreie Erziehung, das bis zum 12.12.12 uneingeschränkt für alle Kinder bestand. Eine angebliche Sozialadäquanz konnte demzufolge niemals zu einer Aufweichung der grundsätzlichen Einordnung als Verletzung des Kinderrechts führen. Es spielte also keine Rolle mehr, ob eine Ohrfeige nun "üblich" war oder man dies "schon immer so gehandhabt" hatte, ob und in welchem Umfang Studien über Schäden vorlagen und wie groß die Anzahl derer war, die sich davon negativ betroffen fühlten.
      Im krassen Gegensatz dazu soll nun eine angebliche Sozialadäquanz von Vorhautamputationen an nichteinwilligungsfähigen Jungen in §1631d BGB eine relevante rechtliche Begründung darstellen, eine Körperverletzung zu legalisieren, denn es geht hierbei explizit nur um die Realisierung von Wünschen und Vorstellungen Erwachsener. Selbstbestimmungsrechte der Person, die den Eingriff erdulden muss und lebenslang die Folgen zu tragen hat, werden dabei übergangen.
      Da es sich um einen irreversiblen Eingriff in die Intimspäre des Menschen mit lebenslangen erheblichen Auswirkungen auf seine Sexualität handelt, verletzt er den Kern der Menschenwürde und die UN-Kinderrechtskonvention.


      Es bleibt festzustellen, dass das Lob der Bundesbeauftragten für das Beschneidungserlaubnisgesetz nicht auf faktischen Auswertungen beruht, sondern lediglich den von der damaligen Parlamentsmehrheit angestrebten Schlussstrich unter die unangenehme Debatte nachzuziehen versucht. Die in den letzten beiden Jahren erschienenen wissenschaftlichen Publikationen und die immer größere Anzahl von Männern, die sich negativ zu den gravierenden Folgen ihrer Zwangsbeschneidung äußern, bleiben unberücksichtigt.


      Selbstverständlich war auch Aydan Özoguz zum Wissenschaftlichen Symposium "Genitale Autonomie" eingeladen, das MOGiS e.V. und pro familia NRW am 6. Mai dieses Jahres an der Universität Köln unter Mitwirkung internationaler Fachleute ausgerichtet haben.
      Leider hat weder Frau Özuguz noch jemand aus ihrem Büro je auf die Einladung reagiert.
      Das erstaunt insofern, als dass noch im Gesetzgebungsprozess nicht selten beklagt wurde, es stünden zu wenig wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesem Thema zur Verfügung.


      Der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. (der Frau Özoguz bereits im Jahre 2013 persönlich zu diesem Thema ansprach) lädt Frau Özoguz herzlich ein, den aktuellen Stand der Fachdiskussion zum Thema Vorhautamputationen von Jungen zur Kenntnis zu nehmen und in zukünftige Einschätzungen einfließen zu lassen.


      Önder Özgeday, Mitglied des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., kommentierte den Bericht mit folgenden Worten:

      "Wenn man in Deutschland doch nur stolz wäre auf Kinder- und Menschenrechte! Statt dessen wurden sie in falsch verstandener Toleranz verleugnet und Jungen, natürlich nur Jungen, gegen Verstümmelungen rechtlos gestellt. Auch dies ist irgendwo ein Verbrechen: Grundrechte, Menschenrechte beschließen, aber sie einfach für einige Kinder nicht gewähren! Meine Eltern kamen hierher, um uns ein besseres Leben zu geben. Aber vor sich selbst haben sie mich nicht geschützt und Deutschland zog es vor, wegzuschauen. Und dieser Bericht der Bundesbeauftragten tut es immer noch, zwanzig Jahre später und trotz erdrückender Erkenntnislage in Ethik, Forschung und Wissenschaft, die dazu geführt hatten, Kindern einmal unabhängig vom Geschlecht gleiche Rechte auf körperliche Unversehrtheit zu garantieren.
      Es heißt oft, Moslems und Juden sollten die Frage von männlicher Genitalverstümmelung unter sich klären. Ist meine körperliche Unversehrtheit in diesem Land also weniger wert, weil ich türkischer Herkunft bin?
      Dann sind meine Grundrechte also Privatsache des Kulturkreises, aus dem ich stamme, bestenfalls ein Zufallsprodukt - und ihre mögliche Verletzung ein Kollateralschaden "gelungener Integration?"
    • Unsere lieben Politiker

      reden nur leeres Geschwätz, (off topic) - Dobrindt gestern zur geplanten Maut und dass es immer noch ein GROSSER Erfolg sei jetzt nur auf den AB abzukassieren und nur die Ausländer! Es wird nach allem Aufwand ein 0 Euro Gewinn dabei herauskommen-ein großer Erfolg - und Gysi prognostiziert, dass EU Staaten deswegen vor dem Europ. Gerichtshof für Menschenrechte klagen werden .

      IN Topic -> klasse Bericht von Mogis (Önder?) - ich persönlich sehe momentan, dass in der BRD keiner mitbekommt (oder hier rein da raus) was auf den verschiedenen Plattformen geschieht, geschrieben und ausgesagt wird; gerade auch von Betroffenen des jüdischen und islamischen Glaubens. Dieser Auszug gehört auf eine Titelseite einer großen dt. Zeitung! Wir können gerne dafür sammeln!

      Es ist Zeit, dass endlich mal einer oder eine Gruppe nach Brüssel geht deswegen. Hier in D. wird nichts, aber auch gar nichts erreicht für das Recht auf körperliche Unversehrtheit AUCH für männliche Kinder.
      Viele Grüße aus dem Rhein-Neckar-Raum

      Ich
    • ...die männliche Beschneidung - da ist der Körper hinterher auch intakt...

      Ab 19:43, Aydan Özoğuz:

      "Komplexes Thema...da muss einfach mal ausführlich drüber gesprochen werden."
      Mich verwundert ein wenig schon, dass das so aus dem Nichts - also wenn man so will - viele sagen ja, dass wäre schon oft besprochen worden, aber ja NIE auf dieser Bühne tatsächlich."


      Das spricht nicht für "diese Bühne" - was meint sie eigentlich, den Bundestag, die Gerichte?


      "da war ja eben dieses Stichwort vom "intakten Körper" (mit belustigtem Gesichtsausdruck) und die "Unversehrtheit des Kindes" - da merkt man natürlich, der Körper ist erst mal bei der männlichen Beschneidung also die man ganz deutlich trennen muss von einer, die bei (mit entsetztem Gesichtsausdruck) Frauen ist die alle ablehnen.."


      Hallo? Wenn die alle ablehnen, dann gibt es die ja gar nicht! Dann gibt es ja keine, die das mit ihren Töchtern machen, die das für ganz, ganz wichtig halten. :FP01
      Frauen? Ist man neuerdings mit sechs, 10 oder 14 schon eine FRAU?


      ".. aber die männliche Beschneidung (grinsend) da ist der Körper hinterher auch intakt" =O X/ :S

      Klar, und deshalb kann man die "Beschneidung" auch beliebig oft wiederholen ?(
      Weil der Körper bleibt ja intakt!

      "und die körperliche Unversehrtheit beispielsweise wird bei kosmetischen Dingen wie beispielsweise Ohrlochstechen oder so [Mod: "also auch bei Kindern?] wurde nicht so jemals jedenfalls auf dieser Bühne debattiert"

      Das Ohrlochstechen bei Kindern wurde gerichtlich ja schon in Frage gestellt. Aber nach dem 12.12.2012, wo man Kindern sogar sensibles Gewebe vom Genital abscheiden lassen darf haben sich solche Fragen ja erledigt.

      Mod: "wenn sie einen Sohn hätten, würde sie ihm auch das übliche Beschneidungsritual angedeihen lassen?" :FP01


      "Na ja, gesetzt den Fall, dass mein Mann natürlich das auch wollen würde hätte ich das gemacht und hätte auch das Gefühl gehabt ich bin eine sehr gute Mutter - das wäre für mich so nicht die Frage gewesen...
      Ich höre von Muslimen und auch von Juden, dass sie eher dafür plädieren würden früher es machen zu lassen und nicht, wenn man schon acht oder zehn ist, was ja eher beispielsweise bei türkischen Kindern häufig der Fall ist, weil sie sagen ja und das ist auch so da hat man irgendwie dann so ein doofes Gefühl....


      "Dass wir es in Deutschland auch sschaffen auch Religionen neben christlichen auch ihre Raum zu geben, das ist ja in Wahrheit noch nie wirklich passiert.."


      Ja, genau, den christlichen 12 Stämmen hat man ja ihren Raum gelassen - im Kittchen.

      So ein Pech aber auch, dass es bei Özoguz "nur" zu einer Tochter gereicht hat - ein großes Jungenverstümmelungsfest mit den Parteigenossen - alles ins Wasser gefallen!

      Und das alles läuft dann unter "typisch deutsch"

      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Das hat auch sprachlich seinen "Reiz"
      Ja, ich weiß, das gehört jetzt eigentlich nicht hierher.
      Aber wenn es mir beim Lesen von solchen "Texten" das Wasser in die Augen treibt, dann muss ich das Kind auch beim Namen nennen und die gute alte "Zeit" bemühen:
      Die Krone der Hässlichkeit

      Nun aber wieder (zurück zum Thema) :D
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Erst redet sie von der "Beschneidung von Frauen", und dann sagt sie "bei der männlichen Beschneidung, da ist der Körper hinterher auch intakt"

      Ergo ist Özoguzs Meinung nach nach der "Beschneidung" von Mädchen (Frauen ist Demagogie) der Körper der Mädchen intakt. Ansonsten macht das "auch" an der Stelle keinen Sinn.

      Ist ja auch logisch, dass der Körper durch das Abschneiden von gesundem, nicht nachwachsenden und funktionalen Gewebe intakt bleibt.
      Denn die so Behandelten überleben das ja (meistens), sind in ihrem Denkvermögen und in ihrer physischen Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt, können Kinder zeugen bzw. empfangen und gebären - ja OK, wenn keine schwerwiegenden Komplikationen eingetreten sind - aber das ist dann halt Pech.

      Das gilt übrigens auch, wenn man Kindern die Ohrläppchen abscheidet (sieht doch goldig aus! ;) ) oder auch mal ein einzelnes Fingerglied, oder wenn man ihnen die Haarwurzeln des Haupthaares verödet (Papi hat Glatze, da soll Sohnemann nicht anders sein! - außerdem hat das "medical benefits" - Kopfläuse haben keine Chance mehr, und die Läuseplage unter den Kindern nimmt ja immer mehr zu!)
      Auch wenn man Jungen die Brustdrüsen entfernt sind sie anschließend noch völlig intakt - die können doch eh nicht stillen! Und es hat "medical benefits", denn auch Männer können ansonsten Brustkrebs bekommen, zwar seltener als Frauen, aber dann um so tödlicher.
      Wenn die alleinerziehende Mammi einäugig ist könnte sie ihrem Töchterchen doch auch ein Auge entfernen lassen - es wäre immer noch intakt, denn man kann ja auch mit einem Auge sehen. Mammi kann das ja auch. Die Einschänkung des Gesichtsfeldes kann man leicht durch Bewegen des Kopfes kompensieren, und an das Abschätzen von Entfernungen gewöhnt sich das Gehirn auch. Und Tochter wäre Mammi ähnlicher - das verbindet!
      Eine Einschränkung der Sensorik, das bedeutet ja lt. Özoguz nicht, dass man anschließend nicht mehr intakt wäre!

      Also sind sie intakt, die "beschnittenen" Jungen und Mädchen. Intakt kommt ja von lat. "intactus", unberührt, und bei den Mädchen stimmt das ja auch die sind nach der "Beschneidung" immer noch "unberührte" Jungfrauen.
      Außerdem kann man ja heute mit dem Laser tatsächlich berührungslos schneiden. Na, seht ihr!

      Vielleicht war das ja auch ein Versprecher, und sie meinte, die sind dann "Im Takt", im Sinne von gleichgeschaltet?

      Man merkt, Özoguz ist eine echte Vollblut-Politikerin. Und für diese Spezies ist eine Leichtigkeit einem Wort eine ganz neue Bedeutung zu geben.

      Was intakt ist bestimmen wir!
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • R2D2 schrieb:

      Der Moderator hat aber Spaß. Der lacht ihr ja offen ins Gesicht, ob des Blödsinns, den sie erzählt.



      Moderator schrieb:

      Religionsdebatten sachlich führen [laut lachend]

      Özoguz schrieb:

      ..ja das ist schwierig, ...aber wir sollten da mal Religionswissenschaftler und auch Juristen glaube ich da mal zusammenbringen
      In aller erster Linie aber Religionswissenschaftler, gell? Damit es auch so schön sachlich wird, denn es es steht ja im Buch Genesis, wo ja auch ganz sachlich erklärt wird wie die Welt in sieben Tagen entstanden ist. Und ja, dann auch ein paar Juristen, man muss nur die "richtigen" nehmen...


      Moderator schrieb:

      Mod: "wenn sie einen Sohn hätten, würde sie ihm auch das übliche Beschneidungsritual angedeihen lassen?"
      Mir stinkt das "angedeihen lassen", wenn es um das Kaputtmachen einen Körperteils geht. Das Wort in dem Zusammenhang ist einfach nur pervers. Gedeihen ist das Gegenteil von Absterben, das was mit der Vorhaut passiert. Vielleicht hat der Mod es aber auch ironisch gemeint.


      Özoguz schrieb:


      Die Debatte ist so eigenartig, weil Nicht-Muslime und Nicht-Juden sie über Juden und Muslime führen.


      Bullshit! Demagogie pur!

      MENSCHEN (aller Religionen und Unreligiöse) debattieren darüber, welche Rechte Kinder, und welche Rechte Eltern haben oder nicht haben.

      Der §1631d BGB setzt für verstümmelungswillige Eltern nicht voraus, dass sie Muslime oder Juden sind. er fragt überhaupt nicht nach Religion. Leidglich ein nicht-ärztlicher Jungenverstümmler muss von einer "Religionsgemeinschaft (welche wird nicht definiert, das kann z.B. auch die RKK sein) "vorgesehen" sein.

      Der §226a StGB fragt auch nicht nach den Motiven der Eltern. Ob die religiös oder kulturell oder sonst was sind.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Özoguz schrieb:

      Die Debatte ist so eigenartig, weil Nicht-Muslime und Nicht-Juden sie über Juden und Muslime führen.
      (Pino)
      Siehe: Betroffene klagen an
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • R2D2 schrieb:

      Der Moderator hat aber Spaß. Der lacht ihr ja offen ins Gesicht, ob des Blödsinns, den sie erzählt.
      Wenn ich der Mod gewesen wäre, hätte ich diese Frau gefragt, warum sie ihre fiktiven Söhne diese Frage nicht hätte selbst entscheiden lassen. Ich vermute mal, ihrem römisch-katholischen Ehemann geht es doch wahrscheinlich auch mit Vorhaut bestens.
      Denn es hätte doch ihre Söhne lebenslang betroffen, nicht sie.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Kinderschutz ist offenbar generell nicht ihr Ding. Islamisches Recht geht vor!

      ZON schrieb:

      Integrationsbeauftragte gegen Verbot von Kinderehen
      Da muss der mitteleuropäische Rechtsstaat halt flexibel sein. Es ist aber (wie Genitalverstümmelung von Jungen ja auch) immer alles zu Wohle des Kindes!


      Davon waren zum Stichtag im Juli 361 jünger als 14 Jahre.
      Das nennt man normalerweise "Kindesmissbrauch". Aber wir sind ja tolerant, sofern es um "die richtigen" Minderheiten geht. (Man stelle sich mal vor, die "12 Stämme" hätten 13-jährige Mädchen "verheiratet". 15 Jahre + anschließende Sicherheitsverwahrung, schätze ich mal so..)
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • "Doch unter Radikalität darf die Menschlichkeit nicht leiden."

      Ja ja, es ist ja so menschlich. Und da es kein Zweiklassenrecht geben kann, muss wie bei §1631d BGB diese Weg in eine erfüllte Ehe auch allen anderen Kindern in Deutschlang geöffnet werden. Aber immerhin: Mädchen sollen noch eine richterliche Prüfung zum Schutz erhalten, wärend die Jungen einfach so beschnitten werden dürfen und es da nicht mal für die nachträgliche Prüfung reicht und man nur allzugerne auf Dokumentationspflichten verzichtet.


      tagesspiegel.de/politik/der-ju…ere-inhuman/14762564.html
    • Malte Lehming, einschlägig bekannter Kinderrechtsverräter:

      Tages-Zerrspiegel schrieb:

      Sexuelle Selbstbestimmung sollte wie keine Selbstbestimmung zum Fetisch werden.
      Wie Herr Lehming es wohl finden würde, wenn seine sexuelle Selbstbestimmung mal "nicht zum Fetisch" würde - sondern missachtet? Auch Männer werden z.B. gelegentlich vergewaltigt.

      Ja, bei Erwachsenen ist das natürlich was anderes, und wenn es einen selbst betrifft - sowieso - aber mit Kindern da kann man ja so einiges machen!

      siehe auch:

      Auch die Autonomie hat Grenzen 27.08.2013 17:52 Uhr von Malte Lehming

      Bei solchen Gelegenheiten kommen sie butz aus ihren Löchern, die Kinderrechtsverräter.

      Besonder oberhochnotpeinlich und in der journalistischen Dreistigkeit wohl einzigartig ist es, sich dann das indirekte Eigenlob aus der "Community" herauszupicken.


      Aus der Community

      Malte Lehming hat recht! [...] Übertriebener Idealismus führt im Leben nicht immer zum Ziel. Und ein dogmatisches Herangehen erst recht nicht. Dafür hat das Leben viel zu viele Grautöne.

      ...schreibt NutzerIn heiko61

      Boah! <X *Brech* :-((

      Wozu? Die Partei, die Partei, die hat doch immer Recht! (Die Lehming Partei...)
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Das ist Özoguzs "Strategiepapier"

      Aydan Özoguz schrieb:

      Auch mit Blick auf die hohen Flüchtlingszahlen ist klar: Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel. Unsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein. ..Es liegt an uns, ob wir darin dennoch eher die Chancen sehen wollen oder die Schwierigkeiten....Alle müssen sich darauf einlassen und die Veränderungen annehmen.
      "Müssen", bestimmt die Özoguz. Mehrheit zählt nichts mehr unter der Özoguz-Diktatur.
      Au Backe, wenn jetzt die nächste Flüchtlingswelle aus Indonesien käme...
      Zieht euch warm an, bei so eine "Integrationsministerin".
      Schmerzhaft für Kinder - schon klar.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Kommt ZEIT, kommt der Zensor

      Man darf nämlich in der "liberalen" Wochenzeitschrift im Zusammenhang mit "Kinderehen" alles erwähnen, FGM, Steinigung, Cousinenehehen, Scharia, die Gebrüder Özoguz, Sebastian Edathy, sogar Schächten, usw..., aber das eine doch nicht!
      Auf keinen Fall!
      Doch nicht, wenn es um den Schutz von Kindern, bzw. Kinderrechte geht!
      Wird konsequent gelöscht, bzw. nicht veröffentlicht.
      Dann heißt es "kehren sie bitte zum Thema zurück!" Das ist nämlich off-topic.
      FGM Steinigung, Cousinenehehen, Scharia, die Gebrüder Özoguz, Sebastian Edathy, Schächten, usw... -
      das ist on-topic.





      Ich habe keine Worte mehr für dieses journalistische Schandblatt.


      zeit.de/politik/deutschland/20…n?cid=9833490#cid-9833490
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • FAZ schrieb:

      „In Syrien wäre ich nach einem Monat entlassen worden.“
      Was Körperverletzung von Kindern angeht scheint es in manchen Ländern unterschiedliche Rechtsauffassungen zu geben. Da müssen wir uns natürlich integrieren, da gibt es noch einiges zu tun für Özoguz und Maas.
      Aber ein Anfang ist ja geschafft!
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • In der Praxis werden solche Ausnahmegenehmigungen zumindest deutschstämmigen Heiratswilligen kaum noch erteilt. Diese Ausnahmegenehmigungen würden früher erteilt, wenn sie unter 18 und schwanger war. Weil früher ein uneheliches Kind eine Schande war. Heute ist das völlig normal.
      Da sagt man: "kannst doch warten bis du 18 bist!"
      Eine Straftat kann Sex eines Erwachsenen mit unter 18-Jährigen schon sein, z.B. wenn es auf "Sex gegen Gegenleistungen" hinausläuft.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf